PewPewPew - Das Filmblog über Katzen und Pizza

In einem nicht allzu weit entfernten Paralleluniversum bin ich Architekt geworden. Das war zumindest als Kind mein Traumberuf und lange Zeit mein Plan. Ein doofes Praktikum verdarb mir dann den Spaß am Beruf und am Zeichnen, leider war ich in der Zeit nicht gut betreut oder beraten, sodass der Traum ein bisschen zerbrach. Meine “oberflächliche” Leidenschaft, sage ich mal, für die Architektur bleibt mir aber bis heute erhalten. Seit Jahren bin ich ein großer Fan von James Cutlers Entwürfen und Häusern; besonders seine Newberg Residence habe ich ins Herz geschlossen, seit Jahren auf dem PC abgespeichert und als Traumhaus im Hinterkopf.

“Everything in this world has a nature – institutions, people, places… There are things that land will accept and other things it will not accept and stay whole. The bottom line of that is I felt that our job once we decided to work with the nature of things was those things take on a will. And our job is to reveal that will, that spirit, and amplify it if we can.”

Faircompanies besuchte den Mann hinter Cutler Architects auf seiner Insel nahe Seattle und widmete seiner 8×10′ Hütte ein fantastisches Portrait. Cutler arbeitet dort laut eigener Aussage bis zu zwölf Stunden am Tag und so ein Ding wäre auch mein absoluter Traum. Hoffnung: Zum 20. von PewPewPew blogge ich aus so einer Hütte.

Zum 40. Jubiläum veröffentlicht Lucasfilm diesen wunderschönen Nostalgietrip mit Bloopern und Aufnahmen der Dreharbeiten zu The Empire Strikes Back. Verrückt, dass Dinge wie Mark Hamills Tauntauntanz jetzt erst das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Da denkt man, man hätte alles gesehen und dann das. Spannend zu überlegen, auf was die da noch allem sitzen.

See never-before-seen on-set footage and outtakes from Star Wars: The Empire Strikes Back, with commentary by members of the cast and crew who brought the first Star Wars sequel to life. Featured are rare behind-the-scenes moments captured by the film’s documentary crew, including the frozen exteriors of Hoth, the Rebel base hangar, interiors of the Millennium Falcon, Cloud City, and the film’s climactic duel between Darth Vader and Luke Skywalker. Also included is an all-new and archival audio commentary by George Lucas, Mark Hamill, Anthony Daniels, Billy Dee Williams, and Lawrence Kasdan.

Seth Green und die anderen Kreativen hinter den Star Wars Specials in Robot Chicken waren sehr gut darin, dem Franchise in ihren Parodien zu huldigen und sich gleichzeitig mit einem Augenzwinkern über das Fandom lustig zu machen. Keine Szene verkörpert das besser, als das buchstäbliche Revival von Boba Fett auf Endor, der – “Back from the dead!” – seine Rückkehr als Badass gebührend feiert, indem er ein paar wehrlose Ewoks abknallt. Dann zoomt die Szene raus und zeigt ein paar Nerds, die an einem Tisch mit ihren Actionfiguren spielen, als einer sagt: “Und ungefähr so stelle ich mir das vor.”

Und diese Notwendigkeit der Vorstellungskraft bei Boba Fett war schon immer das Kernproblem bei der Rezeption der Figur im Fandom. Boba Fett is a chump! Klar, er grummelt cool mit Vader, er überlistet Han Solo und kann am Ende Luke Skywalker mit einem Blaster auf Distanz halten. Aber das war es auch schon. Und natürlich, die Rüstung. Die Rüstung! Schon vor einiger Zeit, als der Standalone-Film des Kopfgeldjägers angekündigt wurde, fasste ich all die Probleme mit der Figur zusammen und stellte fest, dass die Figur überhaupt erst durch die Prequels an Charakter gewinnt. Der Rest wird alles der Rüstung zugeschrieben. Einem Haufen Schrott, der am Ende in der Sarlacc Pit endet. Der Ultramacho wird nämlich am Ende von einer Vagina verschluckt. Eine größere Demütigung kann es gar nicht geben für Fett. Dazu ist es auch klar, was George von Kameraden wie ihm hält.

Und The Mandalorian bestätigt meine Ängste. Bisher macht die Serie nicht viel darin. Sie ist relativ gut darin, Boba Fett an den Rand zu drängen, wo er wohl auch hingehört. Dass sein vermeintlicher Badass-Moment in der neuen Folge, inszeniert vom Nerdliebling Robert Rodriguez, endlich die Wunscherfüllung sein soll, ist ein metatextueller Bruch mit Star Wars, der nur in einer langersehnten, orgasmischen Ekstase endet. Doch dann liegt man eben noch nebeneinander im Bett – und hat sich nichts zu sagen.

Tattoos, Dieter Senghaas und Star Wars: Die siebte Folge der zweiten Staffel von The Mandalorian gibt Matthias und mir den Anlass, die politische Situation in der Galaxis tiefergehend zu hinterfragen und die Rezeption des Fandoms kritisch zu sehen.

Außerdem besprechen wir alle 11 neu angekündigten Star Wars Projekte von Ahsoka bis Rogue Squadron.

Shownotes:
Bildquellen: Disney
Moviepilot: Matthias’ Review
Inside: Slave 1
J.W. Rinzler: All Up
Outro courtesy of Jonathan Mann

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Hier die Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:
MP3: pewcast065.mp3 (86 MB)
Soundcloud: PewCast 065: The Mandalorian – Chapter 15
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Er ist zurück! The Mandalorian führt in der sechsten Folge der zweiten Staffel namens “The Tragedy” den ersten Mandalorianer wieder offiziell ins Star Wars Universum ein. Die Rückkehr von Boba Fett gefällt Matthias und mir allerdings gar nicht. Auch wenn sich in der Folge mehrere Begebenheiten als titelgebende Tragödie anbieten, ist die kurze und erste schlechte Episode der Serie wahrscheinlich doch selbst die beste Kandidatin.

Shownotes:
Bildquellen: Disney
Moviepilot: Matthias’ Review
Twitter: Luke’s fanmade Character Poster
Outro courtesy of https://www.youtube.com/user/therockcookiebottom“>Jonathan Mann

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Hier die Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:
MP3: pewcast064.mp3 (72 MB)
Soundcloud: PewCast 064: The Mandalorian – Chapter 14
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Spotify: PewCast
Podcast-Feed: http://feeds.feedburner.com/pewcast

Heavy Metal Jesus

03 Dec, 2020 · Sascha · Musik · Comments

Gitarrist Andre Antunes feiert eigentlich Erfolge mit viralen Hits wie “Daft Punks Get Lucky, aber von zehn berühmten Gitarristen neuinterpretiert”, findet aber in letzter Zeit Gefallen daran, ekelhafte Televangelisten wie Kenneth Copeland musikalisch zu unterlegen. Der dürfte sich nicht freuen, verdient das aber durch und durch. Copeland finanziert mit den Spenden seiner Kirchgänger einen luxoriösen Lebensstil inklusive Privatjets und begründet das zum Beispiel damit, dass ihn die Dämonen in einem normalen Flugzeug von seiner wichtigen Arbeit ablenken. Diese Arbeit sieht übrigens so aus und ist wohl nur als Parodie zu ertragen:

Luke von Geek Gaming Scenes konzentriert sich in seiner Arbeit als Modellbauer auf große Schlachtfelder. In seinem neuen Video lässt der professionelle Tabletop-Geek jedoch seinem nachvollziehbaren Hype auf Cyberpunk 2077 freien Lauf und bastelt eine kleine, aber feine Szene. Ich schätze an Luke besonders, dass er kein stiller sehr mitteilungsbedürftig ist und Vor- wie Nachteile von einzelnen Techniken während des Baus reflektiert. Dazu ist er unglaublich vielseitig und nicht zu versteift, um zum Beispiel nur spezielle Modellbaumaterialien zu nutzen. So ist der Mörtel der Steinwand halt einfach echter Fliesenmörtel.

“Building a Cyberpunk 2077 themed Diorama is something of a new challenge for me I normally do scenics – grassy tables for wargaming, not cyberpunk, run-down city streets. This was a very interesting first attempt at this style of terrain and I really enjoyed 3d printing the Cyberforge models.”

Ich freue mich natürlich auch aktuell ungemein auf das Spiel, sollte aber mit Blick auf die Specs eher in den PC-Bau statt Modellbau investieren.

Der wunderbare Mashupkanal i’m a cyborg but that’s ok hat mal wieder Magie gefunden: BOYOs “See You When I Die” passt perfekt zu der Beziehung von Cassie und Sid aus Skins und lässt mich darüber nachdenken, ob so eine Revival/Reunion-Staffel in ein paar Jahren cool wäre. Wahrscheinlich lässt es man es besser bleiben. Es ist aber auch schön, dass Serienschöpfer Bryan Elsley vor Jahren schon bestätigte, dass es wirklich Sid war, mit dem Cassie durch Amerika reiste. Das ging an mir vorbei. Überhaupt, Leute: Skins walked so Euphoria could run!