Kunst - PewPewPew

Die New Yorker Bottleneck Gallery veröffentlicht heute zusammen mit VICE Press dieses wunderschöne clevere Mädchen von Florey. Eine tolle Idee mit dem Mosquito, die mich direkt an frühere Mondo-Spielereien erinnerte. Das überrasch weniger, wenn man weiß, dass Mondos ehemaliger Art Director Justin Ishmael gestern bekannt gab, dass er bei der BNG bereits seit einiger Zeit den gleichen Job ausübt.

Als großer Fan von Ishmael freue ich mich daher über mehr Prints wieder unter seiner Leitung, die ersten Ergebnisse von Logan’s Run über das Polizeiauto aus Blade Runner sind ziemlich atemberaubend. Diesen Velociraptor würde ich mir eigentlich auch direkt schnappen, aber mit JC Richards Jurassic Park Print ist mein Dinosaurier-Herz bereits befriedigt. Ich habe sowieso zu viel Kram. Wer Bock hat, schaut heute 5 Uhr GMT+1 auf die Webseite und holt sich das Teil für $50 bzw. $65 in der schnieken S/W-Edition.


Red Dead Redemption 2

Die Hudson River School war eine künstlerische Bewegung des 19. Jahrhunderts und stark mit der Romantik verwandt. Die Maler dieser Bewegung verbanden Licht, Landschaft und die Lust nach Natur und Abenteuer in atemberaubende Aufnahmen Amerikas, die Sehnsucht und Demut beim Betrachter hervorrufen. Insbesondere die zweite Generation an Künstlern wie Frederic Edwin Church und Albert Bierstadt hat es mir angetan. Ihre Werke waren ebenfalls stark vom Luminismus geprägt sind, bei dem das Licht selbst der Hauptcharakter des Werks ist. Ihre Werke beeinflussen meine Fotografie bis heute.

Ich erwähnte bereits in den Beiträge zu den Red Dead Redemption 2 Trailern wie sehr mich die schlicht atemberaubende Landschaft in dem Spiel an die Hudson River School erinnert und die Ähnlichkeiten sind, ob gewollt oder ungewollt, nicht von der Hand zu weisen. Polygon hat sich mit der spannenden Thematik im Video-Essay oben näher beschäftigt. Interessant ist hierbei sicherlich, dass man auch weit über die visuellen Gemeinsamkeiten hinaus interpretieren kann. Die Themen und daraus resultierende Probleme wie Manifest Destiny, Industrialisierung und Verlust von Unschuld sind alle in der Geschichte des Spiels fest verortet.

A Very Terry Christmas

30 Dec, 2018 · Sascha · Kunst · 0 comments

Man kann die neue Staffel Brooklyn 99 auch schlechter vermarkten als Terry Crews vor einen Kamin zu setzen und ihn einen auf Bob Ross machen lassen. Das Schöne an der Aktion ist, dass Terry Crews ein wirklich talentierter Künstler ist, der hier kein kindisches Theater veranstaltet.

Ich liebe Terry Crews. Es ist schön einen afroamerikanischen Celebrity zu haben, der als sensibler Muskelprotz mit vielen Stereotypen bricht, die schwarze Filmstars der letzten zwanzig Jahre noch groß machten, wie zum Beispiel Wesley Snipes Macho-Auftreten oder die Pseudo-Coolness eine Jamie Foxx. Stattdessen baute Terry mit seinem Sohn einen PC, tanzt fantastisch und hat eine nerdige Man Cave, die jeden sofort neidisch macht. Von seinem Auftreten in der #MeToo-Bewegung mal ganz zu schweigen.

Mit Return of the Jedi endet Jocks Posterserie für Mondo, die bekannte Star Wars Momente aus neuen Blickwinkeln einfangen wollte. So richtig happy war ich mit seinen Prints bisher nie und ein Fan seines sonstigen Werkes bin ich auch nicht, aber den hier habe ich mir schon geschnappt. Erstens weil Lukes Ender-Outfit das coolste der gesamten Trilogie ist, Return of the Jedi mein Lieblingsfilm der Reihe ist und dargestellte Szene einfach badass ist.

Ein bisschen Kritik muss aber sein. Luke sieht irgendwie goofy aus, sein Blick geht nicht zum Speeder und die anderen Concepts, insbesondere das Mission Briefing auf der Home One, wären erheblich geiler gewesen. Trotzdem: Luke als Jedi – “like my father before me” – ist schon einen Print wert und ich hoffe, dass man das Dithering auf dem fertigen Druck nicht so krass sieht, davon bin ich nämlich kein großer Fan.

Den Prints gibt es noch bis heute im Rahmen einer Timed Edition zu erwerben.

Poster of Dogs

10 Nov, 2018 · Sascha · Film,Kunst · 0 comments

Go big or go home. Tyler Stouts Posterdevise macht sich nach wie vor bezahlt, besonders bei so hübschen Filmen wie denen von Wes “Hundemörder” Anderson, der bekannterweise gerne mal auf einen größeren Cast setzt.

Isle of Dogs steht bisher noch auf meiner Watchlist, aber das Poster ist schon mal extrem nice, hübsches Companion-Piece zu Fantastic Mr. Fox. Die Metallics in der Variant-Edition sehen auch super aus.

Wie viele andere Wendy-Fans bin ich gerade im großen RDR2-Fieber und ich fand dieses alternative Poster so hübsch, dass ich es mir ins Blog klebe. So.


36″x24″ Screenprint, Edition of 275
Printed by DL Screenprinting
Expected to Ship February 2019

A Quiet Place war eine mitreißende Kino(saal)erfahrung. Das Unwohlgefühl und die Angst vor der ständigen Bedrohung fängt Matt Ryan Tobins Print für Mondo gut ein, aber der minimalistische Ansazu funktionierte im Film besser als auf dem Papier. Ein kleines Easter Egg gibt es in Form der Schallwellen in den Glühbirnen, die im Dunkeln rot leuchten, aber das war’s. Keine versteckten Monster und viel zu viel Leerraum im oberen Drittel. Kompositorisch nichts für mich und es erinnert mich vor allem an Nicolas Delorts Charlie Brown Weihnachtsprint, aber vielleicht hat jemand anderes Gefallen daran. Mondo stellt den Print gleich um 17 Uhr deutscher Zeit online.


Mondo

Eins ist klar: Die Erwartungen an Laurent Durieux sind immens hoch. Der belgische Künstler ist sich dessen auch sicher bewusst, immerhin brachte seine erste Solo-Ausstellung vor vieren Jahren einige der erinnerungswürdigsten Prints der Szene hervor. Ob er die Träume vieler seiner Fans mit seiner neuen Ausstellung “The Art of Laurent Duriex Part Two” in Mondos Gallerie erfüllen wird, weiß er nicht so recht, aber Hoffnung ist durchaus erlaubt.

“I’m pretty sure people are expecting me to raise the bar a little higher than for my first 2014 solo exhibition at Mondo,” Durieux stated. “I don’t know if I succeeded in doing that but I did my very best to hopefully meet those expectations. Cherry on top, I also had the immense honor to have been able to work on some of the best properties in popular culture, some of which have only been made available for me, which is not only very humbling but also an amazing sign of confidence in my artistry. I truly can’t wait for everyone to see this 7 months labor of love.”

Durieux zählt zu den bekanntesten Künstlern des Genres. Sein Stil ist unverkennbar und kommuniziert in cleveren Kompositionen mit nur wenigen Elementen das Thema der abgebildeten Filme. Der legendäre Jaws-Print hängt sogar bei Steven Spielberg höchstpersönlich an der Wand. Wenn Mondos Kontakte ihm Traumprojekte ermöglichen konnten, zücke ich schon mal bereitwillig mein Portemonnaie.

Der Hype ist groß und der erste Vorgeschmack in Form von Apocalypse Now lässt auf jeden Fall tatsächlich Großes erhoffen. Durieux nimmt eine der bekanntesten Einstellungen der Filmgeschichte und dreht sie buchstäblich auf den Kopf, gleichzeitig eine Hommage und eine neue, bedeutungsvolle Idee. Dazu ist die Umsetzung wirklich grandios, die Farbgebung ist schlicht perfekt und Durieux’ markante Strichführung ist hier ausnahmsweise mal eher in den Details wiederzufinden. Martin Sheen darf tatsächlich fast fotorealistisch erscheinen. Das erfreut mich sehr, da ich in letzter Zeit meine Probleme mit Durieux’ Werken hatte.

Seine Version von The Shining lässt mich dagegen relativ kalt. Sicherlich ein ganz hübscher Print, ordentlich gemacht mit einer feinen Ideen. Irgendwie aber ein kleiner Dämpfer, der mich jedoch nicht abschreckt. Am 9. November geht die Ausstellung los und ich erhoffe mir einen 2001 Print, den es dann bei eBay zu exorbitanten Preisen zu ergattern gilt. Sollte jemand zufällig in Austin zu der Zeit sein, darf man mich gerne kontaktieren. (Einen Versuch ist es ja wert.)


Mondo