Kunst - PewPewPew

Arts MD (wahrscheinlich kein echter Doktor) druckt klassische Spielemoment auf Papier und kreiert damit “begehbare” Spielewelten durch Dioramen in Glaswürfeln. Süß! (weiterlesen…)

Übers Wochenende fand ich paar Clips von der Frankfurter Buchmesse in 2011, als Charlie Adlard mir Rick Grimes zeichnete. Adlard war damals zur Veröffentlichung des Cover-Bandes zugast, der die ersten 100 The Walking Dead Cover zusammenfasste und kommentierte. Wäre cool, wenn da angesichts des Ende der Geschichte bald der zweite Teil erscheinen würde.

Ich hatte ihn damals übrigens gefragt, wer in der 100. Ausgabe sterben würde, aber er konnte es mir natürlich nicht sagen. Stattdessen drehte er die Frage um und fragte mich, was ich denke. “Glenn”, sagte ich. Er schmunzelte.

Hier mein gerahmter Rick Grimes, ca. Issue 95, aus dem “A Larger World” Volume, welches ich zu dem definierendsten Teil der Geschichte zähle.

Ihr kennt alle Bean, diesen pinken Blob, der überall als Sticker zu finden ist und aussieht wie ein verlorener Barbapapa-Cousin mit Beinen und waagerechten Augen. Der Künstler dahinter, Ketnipz, produzierte nun für Boy Pablo ein süßes Musikvideo über einen Bean, der seinen Doggo sucht.

Das Video erscheint etwas spät zum ersten Geburtstag der EP Soy Pablo, auf der “Feeling Lonely” veröffentlicht wurde und die Zusammenarbeit wirkt auch etwas random. Aber was will man erwarten von den Jungs, die Everytime absichtlich mit dieser lässigen Just-a-few-bros DIY-Ästhetik gedreht haben, in der ich jedes Mal einen neuen Gag finde.

Typ hasst Ballons

16 Aug, 2019 · Sascha · Kunst · 1 comment

Jan Hakon Erichsen macht Performance Art auf YouTube, indem er Ballons möglichst kreativ killt. Strangely therapeutic. Auf Instagram gibt’s täglich neus Updates.

Espen Olsen Sætervik arbeitet gerade an Halo Infinite und malt in seiner Freizeit Meme-Katzen in Ghibli-Landschaften. Yes, there are prints.

Bisher an mir leider völlig vorbeigegangen: Die Criterion Collection besucht seit rund einem Jahr ihre Illustratoren und macht kleine Videoportraits. Die youtube’schen Algoritmus-Götter meinten es gerade gut mit mir, als sie mir Sam Smith in die Videovorschläge packten. Sam Smith? Der sagt mir was.

Und tatsächlich ist es der gleiche Sam Smith, dem ich im ungefähr monatlichen Rhythmus im The Poster Boys Podcast zuhöre, wie er mit dem Kollegen Brandon Schaefer über Posterkunst philosophiert und den Designprozess diskutiert. (Auch gleichzeitig der einzige Podcast zum Thema.)

Sam Smith designte das inzwischen durch legendär gewordene Criterion Cover zu Hausu (in diesem Blogpost erzählt Smith seinen Prozess), das von diversen Filmnerd-Shirts nicht mehr wegzudenken ist. Criterion besuchte ihn Zuhause in seinem Studio, wo er über seinen Werdegang, Inspirationen und die Beziehung des Covers zum Film spricht.

Smith ist aber nicht der einzige Künstler, der interviewt worden ist. Zu ihm gesellen sich Größen wie Greg Ruth, Gregory Manchess oder Fashion-Gott Richard Haines, die alle irgendwie eine gemeinsame Geschichte über Beharrlichkeit und Liebe zur Arbeit erzählen. Wirklich super schick produziert, überraschend sensibel und zärtlich.

Hier die bisher produzierten Videos: (weiterlesen…)


Bottleneck Gallery / VICE Press

Immer wenn ich denke, dass Filme wie Blade Runner, Star Wars oder Jaws keine neuen Prints aus der Posterszene brauchen, veröffentlicht ein Künstler wie Tony Sella ein solch hübsches Kunstwerk und dann bin ich wieder direkt still. Ich bin zwar der Meinung, dass diese wunderschön schreckliche Wasserfarben-Illustration besser im kleineren 18″x24″ Format und ohne Titel, Creditsblock und Tagline funktionieren würde, aber dennoch ist die Arbeit nicht nur für Fans von Bruce einen Blick wert. Das Ding geht gleich bei Vice und Bottleneck online.


Bottleneck Gallery / VICE Press


Mondo

Ingmar Bergman macht auch nun endlich posthum Karriere im Posterbusiness dank dem Durchstarter des letzten Jahres, Greg Ruth. Sein Print zu Through A Glass Darkly ist nicht nur eine schöne Darstellung der inneren Zerrissenheit bzw. der Gebrochenheit von Karins Geisteszustand, sondern auch so visuell prägnant und einfach ein sehr schönes Motiv, das sich auch ohne Filmbezug als Kunstprint eignen würde.

Ruth hat hier außerordentlich gute Arbeit abgeliefert und ich kann mich gar nicht entscheiden, ob ich die US bzw. UK Variante lieber mag. In der bläulichen Färbung wirkt Karin wie eine zerbrochene Porzellanpuppe, in der gelblichen Variante wirkt der Print wie ein altes Foto mit Rissen und Knicken. Beides hat seinen Charme, aber ich tendiere zu Mondos Version. Blau (auch im Englischen halt “feeling blue”) passt einfach besser zum Thema der Depression bzw. Schizophrenie. Beide Editionen sind übrigens noch erhältlich.

Mondo (US) und Black Dragon Press (UK) teilen sich den Release des Prints. Nebenbei lernte ich, dass Mondo teilweise nicht mehr alles außerhalb der USA liefert. Ein weiteres Merkmal für den tiefen Fall des ehemaligen Marktführers.


Black Dragon Press