Kunst - PewPewPew

Typ hasst Ballons

16 Aug, 2019 · Sascha · Kunst · 1 comment

Jan Hakon Erichsen macht Performance Art auf YouTube, indem er Ballons möglichst kreativ killt. Strangely therapeutic. Auf Instagram gibt’s täglich neus Updates.

Espen Olsen Sætervik arbeitet gerade an Halo Infinite und malt in seiner Freizeit Meme-Katzen in Ghibli-Landschaften. Yes, there are prints.

Bisher an mir leider völlig vorbeigegangen: Die Criterion Collection besucht seit rund einem Jahr ihre Illustratoren und macht kleine Videoportraits. Die youtube’schen Algoritmus-Götter meinten es gerade gut mit mir, als sie mir Sam Smith in die Videovorschläge packten. Sam Smith? Der sagt mir was.

Und tatsächlich ist es der gleiche Sam Smith, dem ich im ungefähr monatlichen Rhythmus im The Poster Boys Podcast zuhöre, wie er mit dem Kollegen Brandon Schaefer über Posterkunst philosophiert und den Designprozess diskutiert. (Auch gleichzeitig der einzige Podcast zum Thema.)

Sam Smith designte das inzwischen durch legendär gewordene Criterion Cover zu Hausu (in diesem Blogpost erzählt Smith seinen Prozess), das von diversen Filmnerd-Shirts nicht mehr wegzudenken ist. Criterion besuchte ihn Zuhause in seinem Studio, wo er über seinen Werdegang, Inspirationen und die Beziehung des Covers zum Film spricht.

Smith ist aber nicht der einzige Künstler, der interviewt worden ist. Zu ihm gesellen sich Größen wie Greg Ruth, Gregory Manchess oder Fashion-Gott Richard Haines, die alle irgendwie eine gemeinsame Geschichte über Beharrlichkeit und Liebe zur Arbeit erzählen. Wirklich super schick produziert, überraschend sensibel und zärtlich.

Hier die bisher produzierten Videos: (weiterlesen…)


Bottleneck Gallery / VICE Press

Immer wenn ich denke, dass Filme wie Blade Runner, Star Wars oder Jaws keine neuen Prints aus der Posterszene brauchen, veröffentlicht ein Künstler wie Tony Sella ein solch hübsches Kunstwerk und dann bin ich wieder direkt still. Ich bin zwar der Meinung, dass diese wunderschön schreckliche Wasserfarben-Illustration besser im kleineren 18″x24″ Format und ohne Titel, Creditsblock und Tagline funktionieren würde, aber dennoch ist die Arbeit nicht nur für Fans von Bruce einen Blick wert. Das Ding geht gleich bei Vice und Bottleneck online.


Bottleneck Gallery / VICE Press


Mondo

Ingmar Bergman macht auch nun endlich posthum Karriere im Posterbusiness dank dem Durchstarter des letzten Jahres, Greg Ruth. Sein Print zu Through A Glass Darkly ist nicht nur eine schöne Darstellung der inneren Zerrissenheit bzw. der Gebrochenheit von Karins Geisteszustand, sondern auch so visuell prägnant und einfach ein sehr schönes Motiv, das sich auch ohne Filmbezug als Kunstprint eignen würde.

Ruth hat hier außerordentlich gute Arbeit abgeliefert und ich kann mich gar nicht entscheiden, ob ich die US bzw. UK Variante lieber mag. In der bläulichen Färbung wirkt Karin wie eine zerbrochene Porzellanpuppe, in der gelblichen Variante wirkt der Print wie ein altes Foto mit Rissen und Knicken. Beides hat seinen Charme, aber ich tendiere zu Mondos Version. Blau (auch im Englischen halt “feeling blue”) passt einfach besser zum Thema der Depression bzw. Schizophrenie. Beide Editionen sind übrigens noch erhältlich.

Mondo (US) und Black Dragon Press (UK) teilen sich den Release des Prints. Nebenbei lernte ich, dass Mondo teilweise nicht mehr alles außerhalb der USA liefert. Ein weiteres Merkmal für den tiefen Fall des ehemaligen Marktführers.


Black Dragon Press

The Poster House ist ein neues Museum und das scheinbar erste, das sich ausschließlich auf Posterdesign konzentriert und Poster aus allen Epochen und Ecken abdecken möchte.

Through exhibitions, events, and publications, Poster House presents a global view of posters from their earliest appearance in the late 1800s, to their present-day use. Poster House takes its mission from the medium, aiming to engage and educate all audiences as we investigate this large format graphic design and its public impact.

“We don’t want to be an art museum,” Knight explains. “Even though there is clear artistry and beauty here, we still consider this design.”

Weird ex(planation), but ok.

Dazu passend: Die Royal Ocean Film Society setzte sich mit Saul Bass auseinander und zeigt auf, wieso seine Poster so revolutionierend waren und bis heute Künstler wie Olly Moss stark beeinflussen.

Mondo

Pssst! Everyone, be quiet for a second. There’s a new print for A Quiet Place by Mike Saputo for Mondo on sale right now and if you’re sneaky enough, you might be able to still get one!

24″x36″ Screenprinted Poster
Edition of 275
Printed by DL Screenprinting

I wasn’t the biggest fan of Mondo’s last effort, which was way too muted in my opinion, but I think this one really seals the deal. While the sonar wave thingy is elementary at best at this point and even typical for decline of Mondo, the vertical view is a nice way to open up the world and show that something is lurking beyond surface level of the film, which makes it quite ominous.

“The Source Code that Shapes Reality” by Amien Juugo
24″x36″ – 11 Colours – Screen Print – Metallic Gold Ink – French Paper Construction Whitewash
Doctor Strange war einer der besseren Marvel-Filme, aber davon muss ich normalerweise nichts an der Wand hängen haben. Diese private Auftragsarbeit einiger Posterfans lässt mir jedoch das Wasser im Mund zusammenlaufen.