Wissenschaft - PewPewPew

In einer halben Stunde zeigt Leschs Kosmos eindrucksvoll und verständlich die Folgen des Klimawandels auf, wieso es zu der schlimmen Hochwasserkatastrophe kam und warum uns solche Extreme in der Zukunft immer häufiger widerfahren werden.

Spenden für die Flutopfer zum Beispiel über Aktion Deutschland Hilft.

LEGO will umweltfreundlicher werden. Schon seit ein paar Jahren steht der dänische Klemmbausteinkonzern in der Kritik, den Planeten mit Plastikmüll zu verschmutzen. Das kann tatsächlich ein Problem sein, sofern die Steine nicht im Regal, sondern im Müll landen.

YouTuber Tom Scott besuchte erst kürzlich einen Strand in England, an dem nahe der Küste ein Container mit Bausteinen vor vielen Jahren ins Meer stürzte und die Teile immer noch zu finden sind. Sofern sie Touristen nicht einsammeln, baut sich das zu Mikroplastik ab, welches den ganzen Strand verschmutzt hat.

Recycling ist nun daher ein erster Schritt in die richtige Richtung, an der Technologie wird aber noch gefeilt. Finde ich gut, dabei liegt aber doch der Schritt viel näher, endlich von den Plastik- zu Papiertüten zu wechseln.

Im Weltall hört dich niemand schreien. Oder sonst irgendwas, dafür gibt es im Vakuum einfach zu wenige Moleküle, die Schallwellen übertragen und das Hören ermöglichen würden. Dennoch gibt es ja zum Beispiel da eine Explosion inmitten unseres Sonnensystems oder Planeten, die Geräusche machen. Wie hört sich das an? Videokünstler Melodysheep, dessen inspirierende Videoremixes ich hier schon seit gut einem Jahrzehnt gerne poste, switchte vor ein paar Jahren zu richtig aufwendigen Langformproduktionen über das Universum und beantwortet in seinem neuen Werk die Frage nach den Sounds of Space.

Unfassbare Zahlen von Melodysheep: Im neuen Video des Mashup-turned-Spacevideo-Künstlers visualisiert er eindrucksvoll, was innerhalb eines Wimperschlags, also binnen einer Viertelsekunde, im Universum passiert. Mich hat das wirklich umgehauen und ehrfürchtig gestimmt. Man hat ja wissenschaftliche Erkenntnisse verinnerlicht und lebt damit, aber auf den ersten Blick scheinen die Zahlen schlicht zu groß, man kann es sich einfach nicht vorstellen – und würden dann nochmal vervierfacht werden, nur um das Gesamtgeschehen innerhalb einer Sekunde anzugeben. Unfassbar einfach.

Hier eine sehr ernüchternde, aber wichtige Gegenüberstellung der Aussagen Prof. Streecks zum richtigen Kurs in der Corona-Pandemie. Hendrik Streeck arbeitet an der Universität Bonn und ist ein international angesehener Virologe für HIV. Im vergangenen Jahr drängte er sich wöchentlich im vergangenen Jahr in die Talkshows des Öffentlich-Rechtlichen Fernsehens und sollte mit seinen Prognosen und Einschätzungen zur Sterberate, der Impfstoffentwicklung, dem Fokus auf Herdenimmunität oder Bildungseinrichttungen stets falsch liegen.

Auch jetzt plädiert der Virologe auf Twitter immer noch für einen Strategiewechel, der den Schutz der älteren Bevölkerungsgruppen anderen härteren Lockdown-Maßnahmen vorzieht. Weiterhin plädiert er für Gebote statt Verbote. Diese Strategien erwiesen sich als Fehlschläge, sowohl im deutschen als auch internationalen Verlauf.

In der deutschen Diskussion trägt meiner Ansicht nach nicht zuletzt Herr Streeck eine besonders schwere Schuld daran, dass eine falsche Balance in der Haltung der Wissenschaft zu Covid-19 wahrgenommen wurde. Angesichts der aktuellen Situation immer noch für diese gescheiterten Maßnahmen zu plädieren, ist nicht nur verantwortungslos, sondern auch gefährlich und tödlich. Ein Mensch mit ein bisschen mehr Schamgefühl hätte schon lange seine Einschätzungen als falsch akzeptiert und sich aus dem öffentlichen Diskurs zurückgezogen. Mögen wir ihn im Jahr 2020 zurücklassen.

Zwei Gedanken, außer dass diese Videos einfach sehr lustig sind: Es ist schon etwas tragisch, dass Oblivion heute zu Tode gememet wird und neue Generationen hauptsächlich dadurch in Berührung damit kommen. It was a good game!

Der Ausschnitt, wie alle (inzwischen fast 100) Video-Edits des Kanals, stammt aus einem ESL-Video des Lehrers Graig Thompson für Fremdsprachler, was die Intonation erklärt. Bei der Vermittlung und dem Training einer Fremdsprache geht es zunächst um das reine auditive Verständnis, das Erkennen von Syntax und Inhalt. Auch die Wiederholungen bzw. inhaltliche Redundanz dient zur Darstellung unterschiedlicher Zeitformen bzw. Sprauchgebrauch.

Wieso aber gleichen sich Lehrvideo und Videospiel so sehr? Die Lines der Synchronsprecher im Spiel wurden alphabetisch aufgenommen, was die dramatischen Unterschiede in Emotionalität und Betonung erklärt. Context is major key!

Anyway, hier sind noch drei weitere Knaller. (weiterlesen…)

“Two possibilities exist: either we are alone in the Universe or we are not. Both are equally terrifying.” ― Arthur C. Clarke

Es ist die Frage aller Fragen, die unsere Existenz im Kern trifft: Sind wir allein im Universum? In Zeiten, in denen Religion vielleicht noch die Welt, aber nicht mehr das Universum erklären kann, brauchen wir Wissenschaftler, die uns die Sache erklären. Das Christentum endet spätestens am Mond.

Die Wissenschaft weiß seit den Erkenntnissen durch das Kepler-Teleskop und der Anzahl an gefundenen Exoplaneten, dass es höchstwahrscheinlich ist, dass die meisten Sonnen mindestens einen Planeten, wenn nicht sogar mehr, in ihrem Orbit zählen dürfen. Dazu wahrscheinlich viele sogar in ihrer habitablen Zone. Ist das Leben also weitläufig im Universum oder sind wir doch selten?

Angesichts der jüngsten Erkenntnisse zu möglichem Leben in den höheren Sphären der Venus und den Vermutungen zu ehemaligem Leben auf dem Mars, dazu die möglichen Gegebenheiten auf den Jupiter- und Saturnmonden, drückt sich das Bild auf, dass das Leben selbst in unserem eigenen Sonnensystem vielleicht gar nicht einzigartig ist. Auf unserem Planeten entsprang das Leben schnell als sich Möglichkeiten dazu ergaben und Wasser ist im Universum nicht selten. Hinzu kommt, dass wir meist mit unseren engen Blick auf mögliches Leben im Universum blicken, welches extrem vielfältige Ursprüngen haben können, fernab Kohlenstoffbasiertem Leben.

Die Drake-Gleichung schafft Abhilfe. US-Forscher Frank Drake entwarf vor vielen Jahren eine Gleichung, die anhand verschiedener Faktoren errechnen sollte, wie viele intelligente Zivilisationen in einer Galaxie existieren. Viele der Faktoren sind schwammig und eng gefasste, es gibt positive wie negative, d.h. optimistische bis pessismistische Einschätzungen und selbst diese stützen sich meist nur auf educated guesses, aber grundlegend ist es ein starting point, um über diese Möglichkeit zu reden.

Lex Fridman ist AI-Forscher am MIT, hat jedoch neuerdings Gefallen am Podcasten gefunden und ist befeuert durch einige Auftritte bei Joe Rogan inzwischen recht erfolgreich damit geworden. Das dürfte ihn freuen, denn wenn man auf Twitter einigen Kolleg*innen zu seiner Forschung Glauben schenkt, ist er methodisch und ethisch höchst angreifbar und durch seine persönliche Nähe zu Figuren wie Elon Musk bei der Erforschung von AI-Vehikeln kompromittiert.

Als Podcastfigur finde ich ihn allerdings interessant. Er ist genau der Typ, den Rogan in seinen Podcasts mag. Ein schlauer Fachmann, der aber bereit ist, mit Rogan über die großen Fragen des Lebens und Eventualitäten zu spekulieren. So ein bisschen Ancient Aliens für Leute mit Abitur.

“I’m sure the universe is full of intelligent life. It’s just been too intelligent far away to come here.” ― Arthur C. Clarke (Anm. d. Red.)

So muss auch sein neues Video gesehen werden, in dem er – als AI-Forscher – seine eigenen Einschätzungen der Drake-Gleichung beifügt. Das Video finde ich trotzdem am Ende interessant, weil es noch einmal neueste Zahlen miteinbezieht und dieses für mich bereits vertraute Thema um eine aktuelle Einschätzung erweitert. Die Erkenntnis, dass es wahrscheinlich nur ein paar intelligente Zivilisationen pro Galaxie, wenn überhaupt gibt, ist ziemlich deprimierend. Damit beantwortet das Video aber auch in gewisser Weise Clarkes ikonisches Statement um eine bittere Realität: Es ist höchst wahrscheinlich, dass wir nicht alleine im Universum sind und das Leben sogar recht vielfältig ist, Abermillionen von intelligenten Spezies aber so weit voneinander entfernt sind, sodass niemals direkter Kontakt hergestellt werden kann. “No Man is an Island”, John Donne? Wahrscheinlich doch.

It’s Pronounced GIF

22 Oct, 2020 · Sascha · Wissenschaft · 0 comments

Tom Scott erklärt anhand der Ausspraches des GIFs Psycholinguistik.