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FROGGE

01 May, 2020 · Sascha · Internetgold,Wissenschaft · 1 comment

Wikipedia bietet inzwischen für eine Reihe an Einträgen Beiträge in Middle English an und ein Synchronsprecher trug den für Frösche das lustig vor, auch wenn er einen kleinen Fehler bei þ macht. Verschmerzbar. Da ich Englisch studierte, habe ich es hier mal kurz übersetzt:

A frog is a small beast with four legs, which lives both in water and on land. It is brown, green, yellow, or, be it tropical, it may have diverse colours. It has both lungs and gills. It hatches from an egg, and it then is a tadpole. It grows to be a frog, if it is not eaten.

Über die Schreibweise kann man sich sowieso streiten, da die Einträge noch lange vor der Sprachstandardisierung in der Early Modern English Peroid stammen. In der Zeit wurden auch jede Menge Wörter aus anderen Sprachen importiert (wenn ich mich recht erinnere so um die 18000, Shakespeare alleine erfand ~1700 Wörter), weshalb der Frosch hier auch als beast statt animal bezeichnet wird, was aus dem Französischen stammt und erst später eingeführt wurde.

Dazu passend: Der großartige Eddie Izzard ging nach Ostfriesland, um dort in Old English eine Kuh zu kaufen.

Es ist der 20. Juli 1969, der Höhepunkt des Wettlaufs ins All. Neil Armstrong und Buzz Aldrin betreten als erste Männer den Mond und sichern den Amerikanern den Sieg. Aber dort standen nicht nur zwei Amerikaner auf dem Mond. Es ist unter immensen Anstrengungen von mehreren hunderttausenden Mitarbeitern und dem Mitfiebern einer ganzen Nation gelungen, drei Menschen erfolgreich zum Mond und wieder zurück zu schicken.

Weil es da ist

Die Geschichte der Menschheit ist mit diesen extremen Leistungen eng verbunden. Menschen mit dem Drang zur Erkundung der Grenzen und des Menschenmöglichen erkunden die Erde, berichten von dem, was sie sehen. Jahrtausende verbrachten wir in Höhlen, sahen Zeichnungen an Wänden von Biestern, die die Steppen bevölkerten, ehe wir uns rauswagten. Angetrieben von Neugier, von einem fast schon genetischen Sinn für Erkundungen – Eroberung. “Weil er da ist”, antwortete Bergsteiger George Mallory auf die Frage, wieso er und Sherpa Tenzing Norgay den Mount Everest als erste Menschen besteigen wollten.

Schon immer drangen besondere Menschen nach vorne, suchten den Fortschritt, um den Rest mit sich in eine bessere Zukunft zu reißen. Eine Reise zum Mond? Noch 70 Jahre zuvor eine Geschichte für die ersten Gehversuche des Kinos, pure Science Fiction – bevor Science Fiction überhaupt als Genre existierte. Es erschien fast unmöglich. Und doch ist die gemeinsame Anstrengung schlussendlich erfolgreich. Sie bleibt unerreicht. Kennedys Moon-Speech ist bis heute auch so ikonisch, weil er ein Bild zeichnet, von einer Nation, die zu träumen wagte.

Fortschritt braucht Visualisierung

Die Nation zu befeuern war ein Schlüsselpunkt. Das betrifft nicht nur die finanzielle Förderung, sondern auch die Psyche des Menschen. Die Forschung weiß schon lange, dass goal visualization extrem wichtig und förderlich für den Zielerfolg ist. Im Falle des Space Races sprechen wir von buchstäblicher Visualisierung einer noch nie erprobten und hoch riskanten Reise ins Unbekannte.

Wie sollte das gelingen? Was heute durch Filme wie Interstellar oder computergenerierte Bilder hochrealistisch abgebildet werden kann, wurde damals durch Maler versucht darzustellen. Es gibt den selektierten Titel des space artists, darunter auch wenige Astronauten wie Alan Bean oder erst kürzlich verstorbene Alexi Leonov. Der Kosmonaut absolvierte nicht nur den ersten Spacewalk, sondern erstellte auch das erste Kunstwerk im Weltall. Heute versuchen NASA und SpaceX für ihre neuen zukünftigen Missionen zu werben, wie zum Beispiel mit Illustrationen von Joby Harris.

Space Artists

Vor über 60 Jahren befanden sich das Genre und besonders die Technik aber noch in den Kinderschuhen. Künstler wie Robert McCall wurden legendär für ihre Darstellungen von Reisen ins Weltall und utopischen Gesellschaften. Gleichzeitig war das nur eine Seite der Medaille und auch die auf Wikipedia geführte Liste liest sich sehr amerikanisch. Das Space Race war natürlich aber auch ein Kampf der Kulturen.

Abseits von westlichen Popkultureinflüssen und des Mainstreams, hinter dem Eisernen Vorhang preschten die Russen zuerst ins Weltall, befördert von fantastischen und sehr eigenen Zeichnungen. Dank eines neuen Bildbands des Phaidon-Verlags geraten sie nicht in Vergessenheit. In Soviet Space Graphics werden auf 240 Seiten knapp 270 Illustrationen präsentiert, die künstlerische Visionen des sowjetischen Raumfahrtprogramms zeigen. (weiterlesen…)

Als George Mallory gefragt wurde, wieso er den Mount Everest besteigen wollte, fasste er Begebenheiten wie Ideale der menschlichen Existenz in einem kurzen Satz perfekt zusammen: “Because it is there.” Und weil der Mount Everest eben nicht den einzigen großen Berg markiert, “der da ist”, werden Alpinisten sich noch auf Jahrzehnte immer höhere und krassere Ziele stecken.

Und irgendwann, das haben Autoren wie zum Beispiel Kim Stanley Robinson in seiner Kurzgeschichtensammlung The Martians bereits durcherzählt, werden Menschen sich das höchste bekannte Ziel aussuchen: nämlich den Mons Olympus auf dem Mars, der mit einer Höhe von rund 21km der höchste Berg des Sonnensystem ist.

Aus alpinistischer Sicht wird die Besteigung keine große Herausforderung darstellen, zumindest hinsichtlich den einfachsten Touren. Da der Olympus Mons ein riesiger Schildvulkan ist und einen Durchmesser ungefähr der Größe Frankreichs besitzt, wird man auf der gesamten Strecke mit wenigen Ausnahmen wohl nur eine Steigung von 5% überwinden müssen. Bei geringerer Schwerkraft geradezu ein Klacks. Die Navigation auf dem flachen Gelände wird aufgrund der fehlenden Landmarks wie einer Hillary Step schwierig und muss durch GPS-Unterstützung erfolgen, von der Lebensversorgung ganz zu schweigen.

Aber irgendwann wird es jemand machen und natürlich auch dokumentieren. Das war wohl, da ranken sich Legenden, Mallorys Fehler. Wir werden das vielleicht nicht mehr erleben, außer Elon Musk gehört zu den ersten 100 seiner SpaceX-Kolonialpläne. Wahrscheinlich würde der noch mit seinem Mars-Tesla-Rover die Piste selbst hochfahren. Wie auch immer, aktuell wirkt das alles sehr weit weg und ich gehe davon aus, dass wir das nicht mehr sehen oder miterleben werden. Die ersten Ziele einer Marserkundung sollten ohnehin andere sein. Daher bin ich dankbar, dass der großartige Astro-YouTuber Dreksler Astral mit der Space Engine versucht zu zeigen, wie so eine Besteigung aussehen würde.

“Consider again that dot.” – Die NASA nahm Carl Sagans legendäre Worte diese Woche wörtlich und veröffentlichte nun eine neue, verbesserte Version des Pale Blue Dots zum 30. Jahrestag der Aufnahme.

Like the original version, this is technically a “false-color” view, as the color-filter images used were mapped to red, green and blue, respectively. The brightness of each color channel was balanced relative to the others, which is likely why the scene appears brighter but less grainy than the original. In addition, the color was balanced so that the main sunbeam (which overlays Earth) appears white, like the white light of the Sun.

(via JPL, das auch Wallpaper-Versionen für PC und Handy anbietet)

Die Originaldatei misst übrigens nur 666×659 Pixel und die Erde füllt nicht mal einen Pixel aus. Wahnsinn. Was soll man dazu noch sagen? Carl Sagan fand schon vor Jahrzehnten die richtigen Worte: This is us. This is home.

2024 wollen die Amerikaner zurück zum Mond – und dort bleiben. ESA-Chef Johann-Dietrich Wörner wirbt seit Jahren für ein Monddorf. Und auch Elon Musks Space X wird auf dem Weg zum Mars bestimmt einen Zwischenstopp auf dem Erdtrabanten einlegen. Die neuen Zwanziger sind das Jahrzehnt, von dem wir jüngeren Raumfahrtbegeisterte immer geträumt haben: The next frontier isn’t just for the next generation – it’s for this generation.

Das Artemis-Programm hat gerade den Ausbildungsabschluss der 13 Männer und Frauen zelebriert, die für die NASA zum Mond fliegen werden. Gleichzeitig wirbt die NASA beim Volk und online weltweit für die Missionen durch so unglaublich coole Gänsehaut-Werbespots. We go!

Ich habe mich auf YouTube ein bisschen rumgeklickt in den letzten Tagen und unglaublich viel Apollo-Footage konsumiert, wie man an den Postings der letzten Tage sicherlich merkt. Ich möchte noch diese eigene Compilation machen aus drei kleinen Videoprofilen über Armstrong, Aldrin und Collins nachfügen, die Jahrzehnte nach der Landung über die Herausforderungen und Bedeutung ihrer Mission nachdenken, was mich sehr emotional werden lässt.

Es ist kurios zu wissen, dass sich kein Leben auf der Marsoberfläche befindet, aber trotzdem die Augen automatisch nach etwas suchen, das sich bewegt oder im Wind weht. Die Enttäuschung sollte uns die Stimmung nicht trüben, sondern Dank für unsere galaktische Anomalie namens Leben fühlen lassen.

Curiosity’s Mastcam snapped the panorama images from a location 327 meters (1,073 feet) above the rover’s landing site, which is out of view behind a slight rise. But nearby Yellowknife Bay, where Curiosity found carbon compounds and evidence of an ancient freshwater lake environment, is visible, along with weathered relics of ancient stream beds that once carried water into Gale Crater some three billion years ago. via

Rare Moon Moments

25 Jul, 2019 · Sascha · Wissenschaft · 0 comments

Jeder kennt die ersten Worte von Neil Armstrong auf dem Mond. Aber nur Raumfahrtfans sind mit den anderen und teilweise sehr ulkigen Momenten der anderen Astronauten vertraut, deren Zeit auf dem Erdtrabanten wesentlich faszinierender war. Nicht dabei im Video sind die singenden Astronauten Cernan und Schmitt von Apollo 17 und mein persönlicher Lieblingsmoment bei der Landung von Apollo 12, als Alan Bean Pete Conrad kameradschaftlich zusicherte: “Plenty of gas, babe.”

Mehr davon in For All Mankind und diesem YouTube-Clip.