PewPewPew - Das Filmblog über Katzen und Pizza


AMC

Ein Sturm zieht auf und trennt die Figuren aus Fear The Walking Dead in kleine Gruppen. Die Serie knüpft sich gleich mit Charlie und Alicia die interessanteste Kombination vor und kann im kleineren Rahmen durchaus überzeugen. Die Frage, wohin die Serie geht und was sie erzählen will, bleibt dennoch unbeantwortet.

Wie ein Zombie wankt Alicia inmitten des Sturms zu einem einsamen Haus im Wald. In den ersten Momenten herrscht keine Gewissheit, ob hier ein Mensch oder ein Walker wandelt, doch dann gibt es eine erste Regung, ein Zeichen von Menschlichkeit, und die Episode beginnt. Diese Anfangssequenz ist eine passende Beschreibung für die Situation, in der sich Fear the Walking Dead nach dem Auftakt der 2. Hälfte von Staffel 4 befindet. Immerhin fehlt der Serie ein Plot und die Figuren waren in der letzten Episode eher antriebslos wiederzufinden. Dass sie nun ein Sturm in alle Winde zerstreut, ist also wieder ein typischer Handgriff des Serienformats. So werden einzelne Flaschenhals-Episoden den Figuren gewidmet und ihr Schicksal im Einzelnen gezeigt. Wie “Laura” in der ersten Staffelhälfte macht das die 10. Folge der 4. Staffel “Close Your Eyes” zu einem Lebenszeichen, weil die Figuren miteinander ihre Vergangenheit verhandeln müssen und somit Entwicklung stattfindet. Entwicklung ist besser als Stillstand.

Sterben oder sterben lassen

Während in der Serie ein Hurrikan wütet, befindet sich die Serie im Auge des Sturms. Alles ist ruhig und still, da wäre lediglich noch ein letzter Konfliktpunkt aus der ersten Staffelhälfte, der endlich aufgelöst werden muss. Und so kommt es auch, dass Charlie und Alicia ganz zufällig im gleichen Haus Zuflucht suchen. Alicia, weil sie fliehen wollte, und Charlie, weil sie nicht mehr leben möchte. Das findet Alicia jedoch erst später in der Folge heraus, zunächst wird sie in dieser Episode vor die spannende Entscheidung gestellt, Charlie zu verstehen und ihr zur vergeben – oder sie zu töten. Die Folge kommt letzterer Vorstellung zweimal glaubhaft nahe, kann dazu sogar geschickt und organisch an eine ikonische Serie der Mutterserie erinnern. Alicia verzeiht Charlie letztendlich jedoch, weil sie ein Kind ist und Alicia versteht, wie traumatisiert und verwirrt sie gewesen sein muss, als sie Nick erschoss. Alicias Wut und Verzweiflung wirken authentisch und sind klug gespielt. Charlie erinnert ebenfalls an Madisons Vermächtnis, das in Alicia weiterlebt. So richtig will das nicht funktionieren, wenn man sich an Madisons Umgang mit Männerproblemen wie Otto oder Troy in Staffel 3 erinnert, aber Staffel 4 war auch als Reboot ihres Charakters anzusehen, der nun fortan Alicia als Herz der Serie inspirieren soll. (weiterlesen…)


AMC

Nach der für viele Fans schmerzhaften Neuorientierung hätte die 9. Folge der 4. Staffel von Fear the Walking Dead ein Neustart sein können. Stattdessen treibt die Geschichte ziellos umher, während Morgan sogar gleich wieder die Serie verlassen will.

Nichts würde mir mehr Freude bringen, als endlich wieder positiv über Fear the Walking Dead zu schreiben. Die 3. Staffel beendete auf hohem Niveau eine spannende Geschichte über die Aushandlung der alten Welt und ihrer Verträge und Versprechen. Doch die 1. Staffelhälfte unter der Führung der neuen Showrunner Andrew Chambliss und Ian Goldberg zerstörte jeden guten Aspekt der ersten drei Staffeln in Kürze. Binnen nicht einmal 8 Episoden wurde die Serie umgekrempelt, sodass sie nicht mehr wiederzuerkennen ist. Fear tötete zwei wichtige Hauptfiguren beinahe beiläufig unter abstrusen Verhältnissen, während die neuen Figuren blass blieben. Selbst die Farbe schien in den grauen Landschaften wie aus den Bildern gesaugt, ein episodenübergreifendes Thema suchte man vergeblich.

Motorschaden

Aber die Serie wollte es so. Morgan (Lennie James) ist die neue Hauptfigur, doch seine Existenz – hier und jetzt – gleicht Sand im Getriebe. Ihm steht nun eine Gruppe an etablierten und neuen Figuren bei, mit denen eine Geschichte zu erzählen ist. Doch die Serie weigert sich im Auftakt erneut. Jetzt, wo ein Neustart Fear The Walking Dead neues Leben einhauchen könnte, entschließt sich Morgan für eine Rückkehr nach Alexandria. Wohl um pünktlich zum bereits angekündigten Ausscheiden von Andrew Lincoln Rick einen guten Abschied zu wünschen. Wahrscheinlich hat er auch die Nachrichten gelesen. Die Figur, für deren Crossover eine beliebte Serie zerstört wurde, möchte nun wieder zurück. Verständlich. Zu der Rückkehr wird es wahrscheinlich ohnehin nie kommen, vorher wird ihn irgendeine Beliebigkeit stoppen, doch dass die Serie überhaupt wieder die Nähe Virginias sucht, legt die Verzweiflung der Autoren offen.

Die 1. Episode von Fear the Walking Dead nach der Sommerpause folgt einem bekannten Konzept. Morgan erzählt seinen Freunden von seinen Plänen und wir als Zuschauer erhalten somit einen Überblick über die Motivationen, Beziehungen und Konflikte, die die 2. Staffelhälfte dominieren sollen. Doch wirklich spannend ist hier bis auf ein bisschen Wind recht wenig. Alicia, Strand und Luciana sitzen alle lethargisch in ihrer hübschen Villa herum und versinken in Trauer und Selbstmitleid. Es fehlt nur, dass noch Adeles “Rollin‘ in the deep” vom Plattenspieler trällert. Jedes Wort für die restlichen Figuren scheint zu viel. (weiterlesen…)

E3 2018 Trailerfest

20 Aug, 2018 · Sascha · Games · Comments

(Lasst uns bitte alle cool sein und vergessen, dass dieser Post buchstäblich Monate zu spät kommt.)

Bad North

Süße Grafik, brutales Spiel: In Bad North, einem real-time tactics roguelite Spiel (sagt das 10 Mal hintereinander), müssen wir unsere minimalitischen Königreiche gegen wilde Wikinger verteidigen. Ich hoffe, dass in dem relativ leicht aussehenden Gameplay viel Tiefe steckt und die zufällig erstellten Inseln nicht zu schnell langweiligen.

Beyond Good & Evil 2

Der erste Teil kam mir irgendwie wie viele Spiele aus dieser Zeit nicht unter die Augen, ich war zu sehr mit Battlefield 1942 beschäftigt. Die Trailer machen mir jedoch enorm großen Spaß, ich mag wie episch und riesig das Setting präsentiert wird und das Gameplay schaut bereits jetzt ziemlich grandios aus. Dazu ist die Idee von großen Planetensystem, die es zu erobern geht, immer noch frisch genug für mich, dass mein Herz schneller schlägt.

Assassin’s Creed Odyssey (weiterlesen…)

The Fog of Star Wars

10 Aug, 2018 · Sascha · Politik · Comments

Fantastischer Edit, in dem uns Robert McNamara erzählt, wie Darth Vaders obsessive Suche nach Luke Skywalker einem vernichtenden Schlag des Imperiums gegen die Rebellenallianz dazwischenkommt. Ich liebe diesen Scheiß.

Zwei Dinge:
1) Natürlich haben wir schon Bilder und Eindrücke aus dem Spiel gesehen, aber nur zwei Monate vor Release bei diesem heiß erwarteten AAA-Titel das erste Gameplay (und dann in dieser Art der Präsentation!) rauszuhauen zeigt wie immens Rockstars Eier sind.
2) Rockstar gelingt es in strahlender Schönheit die heiligen Bilder des amerikanischen Westen von Albert Bierstadt lebendig werden zu lassen, nur damit ich in ihnen meine unheiligsten Triebe ausleben kann. Ein schöner Kontrast.

Das wird das beste Geburtstagsgeschenk aller Zeiten.