PewPewPew - Das Filmblog über Katzen und Pizza

Der wunderbare Hibou aka Peter Michel veröffentlichte diesen tollen vibey Frühlingstrack auf Französisch und wahrscheinlich wird davon in Zukunft mehr kommen, denn er zieht jetzt nach Paris um. Hibou spielten mir mein letztes pre-Lockdown-Konzert in Luxemburg und ich hoffe, dass es vielleicht bald wieder mehr Shows von ihm in der Nähe gibt. Definitiv einer meiner Lieblingskünstler der letzten Jahre und ein ein maßgeblicher Künstler im Dreampop-Genre.

Es ist kein Geheimnis, dass die deutsche Popkultur im internationalen Vergleich in Sachen etwas nachhinkt. Wir pflegen nicht die gleiche Comickultur wie zum Beispiel die Franzosen, unsere Serien sind bis auf wenige Ausnahmen keine internationalen Erfolge oder Vorbilder für Remakes, unsere YouTuber haben noch kein Musikgenre wie Bedroom-Pop hervorgebracht, usw. Natürlich haben wir auch hier fantastische Künstler, die über die Ländergrenzen hinweg erfolgreich sind, sowie eine vibrierende Indieszene, aber wenig Koordination, Initiative, Präsentation und Wertschätzung im Mainstream von deutscher Popkultur.

Das fällt mir in kaum einem anderen Bereich krasser auf als der alternativen Posterszene in Deutschland. Ein Thema, welches ich auf PewPewPew als einziger Filmblog in Deutschland covere. Überhaupt setzte sich nicht das Konzept durch, alternative Poster zu kreieren und zu verkaufen, wie das seit über einem Jahrzehnt durch Firmen wie Mondo, die Bottleneck Gallery, VICE Poster Press, etc. international gang und gäbe ist. Auch unabhängige Arbeitsaufträge, die sich in der Posterszene unter Fans entwickeln, sind stets von Mitgliedern aus England und den Vereinigten Staaten dominiert. Deutsche Künstler wie Max Löffler schaffen selbstverständlich beeindruckende Werke für z.B. Mondo. Doch zu einer Initiative wie der Nautilus Art Press in Frankreich kam es bisher nicht.


Teenage Mutant Ninja Turtles von Ralph Niese (Nachruf im Tagesspiegel und von Schwarwel)

Das will die Banana Poster Press, die erste deutsche Gallerie für alternative Filmposter und Kunstwerke, endlich ändern. Ihr Gründer Heiner Fischer ist ein langjähriger Kulturschaffender aus Hamburg und Organisator des Comicfestivals Hamburg. Aus dieser Szene schöpfte er auch die Kreativität für die zehn Kunstwerke, die die erste Ausstellung der Banana Poster Press Gallerie im vergangenen Jahr ausmachten. Im Folgenden habe ich mit Heiner über den kreativen Prozess, den internationalen Vergleich und ein paar weitere Punkte gesprochen.

PewPewPew: Mondo und vergleichbare Verläge gibt es bereits seit über zehn Jahren. Sie sind inzwischen ein fester Bestandteil der amerikanischen Popkultur und bei Marketingstrategien großer Studios gefragt und eingebunden. Wieso bist du der erste, das jetzt in Deutschland durchzieht?

Banana Poster Press: Das wundert mich ehrlich gesagt auch, zumal ich die Idee auch schon seit fast zwei Jahren mit mir rum trage. Es gibt ja viele Künstler im deutschsprachigem Raum die Filmposter gestalten, aber ein Verlag dazu ist mir bisher noch nicht aufgefallen.

Die erste Reihe an Postern ist sehr klassisch in den Achtzigern verortet. Die Filmliste könnte von den ersten Ausstellungen der Gallery1988 stammen: The Thing, Gremlins, Tron, E.T. Kannst du was zu der Auswahl der Filme sagen?

Das Thema der Ausstellung und damit der ersten 10 Poster war grob 80er Jahre Filme, die in der Popkultur immer noch bekannt sind. Die meisten Künstler hatten ihren Film tatsächlich schon im Kopf, als ich angefangen hatte die Anfrage auszuformulieren.


They Live von Sebastian König, Labyrinth von Arne Bellstorf

Wie viel Freiheit wurde den Künstler:innen gegeben?
Gestalterische Vorgaben gab es nur in Form des Format und eine Auswahl an Farben die die Druckerei zur Verfügung hatte.

Viele der Figuren auf den Postern haben eine recht comichaften Charakter. Ist das ein Ziel der Ausstellung und bei der Auswahl der Künstler gewesen?

Ich komme selbst aus der Comicszene in Hamburg, z.B. auch als Mitglied und Organisator des Comicfestival Hamburg e.V., da war die Richtung in die das Projekt geht von Anfang an klar.
Die Art der Illustrationen gefällt mir auch einfach besser als ultrareale Zeichnungen oder Fotocollagen.


Banana Poster Press Gallery

Manche Poster wie Labyrinth oder Logan’s Run haben einen klassischen Filmposter-Vibe, andere wie die Turtles oder E.T. zeigen Motive eher typisch für einen Kunstdruck. War die Auswahl des Motivs den Künstler:innen überlassen oder spricht man sich da ab? (weiterlesen…)

Schwarzer Anzug, Fliege, Zigarette lose im Mundwinkel und ein lässiger Blick. Mehr brauchte Sean Connery nicht, um die Ikone der Männlichkeit des Kinos in Dr. No zu kreieren. Bond. James Bond.

James Bond ist ein Mythos. James Bond, das bedeutet Autos, Frauen, schöne Orte und Style. Die Filmreihe hat sich im Laufe der Jahrzehnte stets klug an den Zeitgeist anpassen können oder sich ihm punktuell verweigert, dadurch clevere Akzente gesetzt. Doch der Kern bleibt gleich. Bond gewinnt und darf am Ende zu seinem idyllischen Traum zurückkehren. Daniel Craigs traumatisierter Bond ist ohnehin durch die viel kohäerente Franchiseerzählung ein narrativer Ausreißer, aber auch er bleibt im Kern doch den Motiven und Elementen Bonds treu. Auch sein 007 ist stylisch, agil, charmant, unabänderlich cool.

Natürlich darf James Bond die Welt vor Bösewichten retten, coole Stunts performen und am Ende den Dank der Queen einheimsen, doch nicht nur deshalb schauen wir seit über 25 Filmen dem Geheimagenten bei seinen Abenteuern zu. James Bond ist eine Projektionsfläche der Wünsche des Zuschauers. Die Sehnsucht nach aufregenden Momenten, gefährlichen Stunts, heißen Flirts oder sonstigen cineastischen Einlagen ist groß, doch mehr noch als das nachzustellen, was James Bond macht, möchte der Zuschauer lieber James Bond sein. Auch gerade, wenn er nicht die Welt rettet. (weiterlesen…)

Dark Souls Remixes sind mir ein willkommener Trend.

🤟🏻

13 Feb, 2021 · Sascha · Personal · Comments

hell yeah dude

No one man should have all that power! Gerry Burrows aka Brick Engineer baut riesige MOCs, mit denen er sich diesen Titel redlich verdient. Sowas habe ich noch nicht gesehen: Gerry hat ein deckenhohes Diorama einer Stadt sowie diverse menschengroße Mechas gebaut, die tatsächlich funktionsfähig sind. Das heißt, er hat sich richtige Kostüme aus Lego-Steinen gebaut. Mal abgesehen von der Idee ein absolut verrückt teures Hobby mit zweifelhaften Resultaten, aber auf jeden Fall beeindruckend. (weiterlesen…)

Musik und Video passen nicht zusammen (muss ja nicht der Fall sein, hier werden aber parallel zwei Geschichte erzählt, eher verwirrend), mag aber beides sehr. Der Rest vom neuen Album OK Human ist genau wie alle anderen Weezer-Alben mit der Ausnahme von Weezer: Ein paar Standouts, alles nett, nichts weltbewegendes.

Das Musikvideo finde ich dagegen schon hübscher. Ist schon was dran, dass ICQ und MSN früher zu einer anderen Sorte Treffen im wahren Leben ohne größeren Computerzwischenebenen dann führten und Smartphones heute eher stören, aber das ist auch ein abgedroschenes Thema. Wie man sich früher traf, so den Menschen hinter dem Bildschirm, ist hier aber hübsch visualisiert.

Bruce Willis manövrierte sich durch Faulheit in eine Karriereposition, wo er reif für ein typisches Tarantino-Revival wäre. Doch irgendwie bezweifle ich, dass selbst diese Möglichkeit ihn wachrütteln könnte. Das Zug scheint irgendwie einfach abgefahren. Im Unterschied zu vielen Paycheck-Situationen wie denen von z.B. Nicolas Cage schlummert bei ihm nichts mehr unter der Oberfläche, wie ein Schlafwandler wandelt er durch seine billigen Streifen. Das ist eigentlich die größte Sünde!

Vielleicht wird das irgendwann doch besser, bis dahin müssen wir aber den drölfmillionsten halbherzigen, seelenlosen Direct-to-Video-Actionfilm mit ihm ertragen. Oder wir schauen einfach beschämt weg. Macht ihm das noch Spaß überhaupt? Wenn ja, ist davon auf der Leinwand nichts zu spüren. Wenn man “Bruce Willis net worth” googlet, bekommt man eine exorbitante Zahl an den Kopf geworfen und selbst wenn die mit einem Faktor von 2 oder 3 abweicht, würde das immer noch für den Rest mehrerer Generationen reichen. Wieso also nicht einfach aufhören?

Sein neuer Film, Cosmic Sin, sieht auch nicht unbedingt gut aus, hat jedoch eine spannende Idee: Was, wenn der erste Kontakt mit Aliens durch einen Unfall falsch interpretiert wird und es dadurch zur feindlichen Konfrontation kommt? In den Händen anderer Filmemacher wäre das sicherlich eine interessante Geschichte mit gehörig Potenzial, Arrival schlug diese Töne natürlich großartig an, doch hier erwarte ich eigentlich nichts. Alles sehr schade.