PewPewPew - Das Filmblog über Katzen und Pizza

Science Fiction Autor Alan Dean Foster ist der Mann hinter der Romanadoption des ersten Star Wars Films. Mit seinem Roman Splinter of the Mind’s Eye legte er den Grundstein für das Expanded Universe und auch für The Force Awakens zog ihn Disney wieder heran. Foster schrieb dazu neben eigenen Werken auch für andere Franchise, u.a. alle Alien-Bücher oder Adaptionen für The Last Starfighter, Dark Star, Krull, Starman, The Black Hole und The Thing. Der Mann ist eine lebende Legende.

Leider muss sich Foster gerade neben einer Krebserkrankung und seiner kranken Frau um eine völlig unverständliche Sache sorgen und damit an die Öffentlichkeit wenden. Seit der Übernahme von Lucasfilm durch Disney erhält er nämlich keine Tantiemen mehr für seine Star Wars Werke. Seit Disney 20th Century Fox aufgekauft hat, gilt das gleiche auch für das Alien-Franchise. Die Vereinigung für Science Fiction & Fantasy Autoren Amerikas verfügt eigentlich über ein sogenannte “Grievance Committee”, welches diese Fälle klären soll, doch Disney stonewallt jegliche Kontaktaufnahmen.

Die traurige Wahrheit ist, dass sich der Konzern das Ignorieren schlicht leisten kann und der juristische Weg für Foster zu lang und kostenspielig ist. Noch trauriger ist natürlich, dass Disney überhaupt diesen Weg geht und selbst nach dem Gang über die Öffentlichkeit bisher keine Reaktion zeigt. Vollkommen unverständlich und ein handfester Skandal ohne jeglichen Grund.

Es mag ja sein, das ist pure Spekulation, dass die Autoren des neuen Kanons keine Beteiligungen mehr erhalten. Die Verlockung, den lang gehegten Traum eines eigenen Star Wars Romans, vermag wohl  zu groß für manche zu sein. Doch hier handelt es sich um Verträge, die vor Jahrzehnten unterschrieben wurden. Man kann schließlich nicht nur die Lizenz zu den Werken kaufen, sondern muss auch die Verpflichtungen aus den alten Verträgen erfüllen.

Disney muss Alan Dean Foster Tantiemen zahlen oder die Veröffentlichung seiner Werke stoppen.

Hier ist der gesamte Brief Fosters, der auf der Seite der SFWA veröffentlicht wurde.

Dear Mickey,

We have a lot in common, you and I. We share a birthday: November 18. My dad’s nickname was Mickey. There’s more.

When you purchased Lucasfilm you acquired the rights to some books I wrote. STAR WARS, the novelization of the very first film. SPLINTER OF THE MIND’S EYE, the first sequel novel. You owe me royalties on these books. You stopped paying them.

When you purchased 20th Century Fox, you eventually acquired the rights to other books I had written. The novelizations of ALIEN, ALIENS, and ALIEN 3. You’ve never paid royalties on any of these, or even issued royalty statements for them.

All these books are all still very much in print. They still earn money. For you. When one company buys another, they acquire its liabilities as well as its assets. You’re certainly reaping the benefits of the assets. I’d very much like my miniscule (though it’s not small to me) share.

You want me to sign an NDA (Non-disclosure agreement) before even talking. I’ve signed a lot of NDAs in my 50-year career. Never once did anyone ever ask me to sign one prior to negotiations. For the obvious reason that once you sign, you can no longer talk about the matter at hand. Every one of my representatives in this matter, with many, many decades of experience in such business, echo my bewilderment.

You continue to ignore requests from my agents. You continue to ignore queries from SFWA, the Science Fiction and Fantasy Writers of America. You continue to ignore my legal representatives. I know this is what gargantuan corporations often do. Ignore requests and inquiries hoping the petitioner will simply go away. Or possibly die. But I’m still here, and I am still entitled to what you owe me. Including not to be ignored, just because I’m only one lone writer. How many other writers and artists out there are you similarly ignoring?

My wife has serious medical issues and in 2016 I was diagnosed with an advanced form of cancer. We could use the money. Not charity: just what I’m owed. I’ve always loved Disney. The films, the parks, growing up with the Disneyland TV show. I don’t think Unca Walt would approve of how you are currently treating me. Maybe someone in the right position just hasn’t received the word, though after all these months of ignored requests and queries, that’s hard to countenance. Or as a guy named Bob Iger said….

“The way you do anything is the way you do everything.”

I’m not feeling it.

Alan Dean Foster

Prescott, AZ


Sideshow

Die Modellbaukünstler Bernardo Esquivel und Anthony Mestas geben in einem neuen Making Of einen erstmaligen Einblick in den Bemalung der The Mandalorian Premium Format™ Figure, die Sideshow für stolze $630 verkauft. Natürlich schweinsteuer, aber die Qualität spricht für sich. Die Handarbeit überrascht nicht in ihrem Prozess, in Anlehnung an ein Sprichwort könnte man sagen, dass auch die Experten nur mit Farbe malen und keine besonderen oder geheimen Techniken benutzen, aber die schiere Anzahl an Schichten und wohl durchdachten Details kommen am Ende zu einem Ergebnis, das seinesgleichen sucht.

Das britische Auktionshaus Prop Store bietet neben einem unglaublich beeindruckenden Katalog (vor allem an Star Wars Kram, schaut rein und verzweifelt an den Preisen) das gesamte Set der originalen Power Rangers Kostüme aus dem Film von 1995 an. Norm von Tested wuchs ebenfalls mit der Serie sowie dem krönenden Film auf und ließ sich die zerfallenden Kostüme präsentieren. Hier versteckt sich eine recht aufdringliche Metapher, für die ich jetzt aber zu deprimiert bin. That belongs in a museum!

Mit der Veröffentlichung des neuen Albums K.G. setzt auch der turnusmäßige Genrewechsel für King Gizzard & The Lizward Wizard ein. Ich hätte mir zwar noch viel mehr von dem Trash Metal auf Infest The Rat’s Nest gewünscht, für mich waren die harten Hymnen mit hochbrisanten Futurismusthemen die perfekt abgemischte Repräsentation der aus der Zeit gefallenen Band, aber nun kehren die Australier wieder zurück zu ihren mikrotonalen Vibes und… tanzbarem House mit orientalischem Anstrich? Ich habe noch nicht genug Zeit gehabt, um mich ausgiebig in K.G. zu verlieren, aber “Intrasport” gefällt mir mit jedem Hören besser und das Video ist selbstverständlich instantly iconic. Idee = Lockdown, Budget = Zwei Kisten Bier. So will es das Gesetz.

Kurz vor der Halbzeit wagt The Mandalorian große Schritte. In der vierten Folge der zweiten Staffel namens “The Siege” erklärt die Serie, wieso Moff Gideon so interessiert an Baby Yoda ist. Kleiner Spoiler: Es liegt nicht daran, dass er den kleinen Mann sehr süß findet und mit ihm kuscheln will. Matthias und ich sind bei der Folge öfter mal geteiler Meinung und reden u.a. über das marode Schulsystem im Star Wars Universum, Actionsequenzen mit und ohne Vorbau oder die Boob-Armor-Debatte über Bo-Katans Vorbau.

Shownotes:
Episodenbesprechung ab Minute 16:00
Bildquellen: Disney
Pinterest: Fotos von Matthias Golls Doktorarbeit
Moviepilot: Matthias’ Review
Hasbro: Neue Mando-Figuren
Lego: Neues Mando-Set
Twitter: Anita Sarkeesians Tweet
Chef: Grilled Cheese Scene
Outro courtesy of Jonathan Mann

Play

Hier die Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:
MP3: pewcast062.mp3 (62 MB)
Soundcloud: PewCast 062: The Mandalorian – Chapter 12
iTunes: PewCast
Spotify: PewCast
Podcast-Feed: http://feeds.feedburner.com/pewcast

The Beatle

21 Nov, 2020 · Sascha · Alles sonst so · Comments

Ich brauche inzwischen (wie schon einmal dokumentiert) einige Anläufe, um mit den neuen Tracks von The Notwist warm zu werden, doch basierend auf den bisherigen Veröffentlichungen wird das neue Album Vertigo Days, das jetzt vorbestellbar ist, ein richtiger Erfolg. Die neue Singleauskopplung “Where You Find Me”, ein erhebender, aufbauender und friedlicher Track, steht für mich in der Tradition der stillen Erhabenheit auf den frühen Erfolgsalben Neon Golden und hier ganz besonders Devil, You + Me. Mit einer Rückkehr zu diesem Sound wäre ich sehr einverstanden.

Es wäre schön, wenn einige Republikaner tatsächlich wie Arnold Toht einfach anfangen würden zu schmelzen, doch Sweaty Rudy (bekannt aus Borat 2) verliert hier nur ein bisschen seiner Haarfarbe, während er für Trump die Demokratie zerstört. America’s Mayor! We’re a long way from the past, go eat your heart out, Tricky Dick.