Kelton Davis ist leidenschaftlicher LEGO-Fan und kennt noch aus Kindestagen das ikonische Videospiel LEGO Island, das vor ein paar Jahren eine nostalgische Meme-Wiedergeburt feiern konnte mit diesem “A man has fallen into the river in LEGO City”-Sound. Kennt das noch wer? Ich schon und Kelton erfüllt sich und Fans wie mir hier in seinem Keller einen kleinen Kindheitstraum: Er baut die Insel aus dem Spiel mit echten Seinen nach.
Bisher ist er zur Hälfte fertig und ich finde das eine beeindruckende Leistung. Nicht nur weil es ziemlich detailgetreu nachgebaut wurde, sondern auch weil es trotz dieser für damalige Verhältnis authentisch rudimentäre Landschaftsgestaltung ein kleines Vermögen wieder kosten wird.
Dieses Layout und die teils karge Gestaltung sind auch ein schönes Gegenprogramm zu den hyperdetaillierten MOCs von irgendwelchen Cons. Das hier sieht noch so aus, als hätte es ein Kind selbst bauen können, wenn ein paar gekaufte Sets zusmamengeschoben werden (Well, not really. Im Video sieht man ja schon neumodische Bauarten, aber der Look passt!). Das hat noch Charme!
PinkPantheress, I have grown very fond of you. Not just for looking like a million bucks but also for bringing back Y2K aesthetics and good pop music. Maybe British cuntyness can counter the rise of Reform?
09 May, 2026 · Sascha · Internetgold · Comments

Morgen, am 9. Mai 2026, gibt es wieder gratis Comics deutschlandweit bei teilnehmenden Händlern abzustauben. Die Auswahl der diesjährigen Comics ist besonders für Kinder und jugendliche Leser interessant. Dinodyssee vom Splitter-Verlag sieht recht spannend aus, aber ansonsten lohnt sich das für mich dieses Jahr nicht und das ist auch gut so! Dieser besondere Fokus auf die kommende Generation greift für mich den Geist dieses Eventtages, zumindest was er in meinen Augen ausmachen soll, eh am besten auf. Kinder ab in die Comicläden!
07 May, 2026 · Sascha · Photographie · Comments
Was für ein wunderschöner Imagefilm vom Fotoladen Blue Moon Camera in Portland, Oregon! Die Mitarbeiter*innen sind absolute Film Diehards, der Arbeitsethos ist aber bewusst anti-hipster. Das hier ist oldschoold, serious business ohne Attitüde. Ich hatte selbst mal das Vergnügen, dort zu stöbern und auch Fotos entwickeln zu lassen. Der exzellente Service war sogar bereit, mir meine Negative bis nach Hause zu schicken. “If you shoot digital, you spend a lot of time at the back of the camera. If you shoot film, you spend a lot of time with your subject.” So true.
Hier ein paar der Fotos, die ich diesen rechtschaffenden, ehrenwerten Leuten anvertraute.
View this post on Instagram
View this post on Instagram
View this post on Instagram
Oder auch: Mike and Jay go outside! Ihr Heimatort Milwaukee in Wisconsin im amerikanischen Midwest war früher in vielen Filmen, groß und klein, zu sehen. Das hat sich geändert, wie so vieles. Hollywood produziert Filme eher in New York oder Los Angeles, filmt steuerbegünstigt in Georgia oder Calgary, stellt Darsteller auf irgendwelche Soundstages statt an den eigentlichen Handlungsort. Und wieso war Milwaukee früher überhaupt häufig der Handlungsort von Geschichten, während sich Blockbuster oder Indieproduktionen heutzutage kaum noch nach Wisconsin verirren? Diese landesweite Entwicklung reflektieren die ortsansässigen Filmemacher klug in ihrem neuen Video, in dem sie einige Locations aus Filmen wie Blue Brothers oder American Movie zeigen.
Evil Dead Burn ist der zweite Teil dieser neuen Trilogie aus Standalone-Filmen (so wurde das mal verkauft zumindest, ein Shot hier im Trailer lässt mich inzwischen anders denken). Den Teaser fand ich konzeptionell recht spannend, in der Ausführung des Oners eher mäßig. Und so verhält sich das für mich bei diesem ziemlich schicken Trailer. Eigentlich sieht das alles ziemlich geil aus – wenn man denn mal etwas erkennen kann. Diese neue Generation an digitalen Horrorfilmen, in deren dunklen Bildern man nach einem Klecks Farbe suchen muss und in deren grauen Mischtönen vieles zu einer dunklen, flachen Masse verschwimmt, enttäuscht einfach weiterhin. Trotzdem sind hier ein paar beängstigende Deadite-Momente dabei, schöne Kills und Splatter-Effekte; die Einstellung der Verfolgungsjagd auf dem Dach könnte straight aus meinen persönlichen Alpträumen stammen.
Natürlich kann ich mich nicht vorstellen, dass Christopher Nolans The Odyssey am Ende ein ganz schlechter Film ohne jeglichen Charme sein wird. Aber dieser neue Trailer weckt nun wirklich kein Vertrauen. Ich bin voll bereit für eine Odsyssee durch karge Landschaften, aber bisweilen sieht das dann doch visuell recht langweilig aus, einfach eine Spur zu öde. Für Nolan jetzt nicht unbedingt eine Überraschung, würden wahrscheinlich manche sagen. Mal abwarten, wie das im IMAX-Kino dann wirken wird, sage ich.
Nolans CGI-Verweigerung in allen Ehren, aber mir hat schon etwas Bombast in Oppenheimer gefehlt – besonders eben bei der Testszene. Und hier sehe ich ähnliche, noble Versuche, alles in der Kamera einzufangen und dabei leider irgendwie das Ziel zu verfehlen, wodurch große Momente ihre Wirkung nicht entfalten können. Das geht dann auch in die Action über, die ich bei Nolan oft als belastend langatmig empfinde, lahmarschig vielleicht sogar. Manchmal ist das kein Problem (z.B. bei Interstellar stört mich das kaum, da ist es eher ein Bonus bei den aufwendigen, komplexen Sequenzen), aber schon in der The Dark Knight-Trilogie (besonders beim Straßenkampf mit Bane) lähmte das die Filme.
Auch die Dialoge (und amerikanischen Akzente!) passen für mich nicht. “Daddy” in den Hallen Ithicas und gleichzeitig dieser schichte Old Hollywood-Ansatz? Nee, das regt in mir gar nichts. Über die Kostüme und ihre “Authentizität” (bei Homers Odyssee!!) wurde von nervigen Nerds viel gestritten, ich finde sie vor allem hässlich. Und seit ich erst seit letztem Jahr weiß, dass Nolan farbenblind ist, sehe ich seine Filme auch mit anderen Augen. Eigentlich ist mir der Film recht egal, aber diese Einblicke sind schon nach dem sehr zurückhaltenden Teaser eine echte Überraschung.