PewPewPew - Das Filmblog über Katzen und Pizza

Not sure if I agree but it’s an interesting argument to make.


AMC

Acht lange Folgen hat es gedauert, nun liefert Fear the Walking Dead endlich Antworten auf die im Staffelauftakt gestellten Fragen. Rückblickend stellt sich nun heraus, wie uninteressant der ganze Konflikt war. Er diente nur einem Zweck: Reboot.

Das Midseason-Finale der 4. Staffel von Fear the Walking Dead beginnt verheißungsvoll. Das liegt an einer gelungenen visuellen Umsetzung der neuen Brand-Zombies und einem überraschenden Treffen. Wenngleich Greg Nicoteros gruseligen Kreaturen unterschiedlich erfolgreich umgesetzt sind, kann den Autoren keine Ideenlosigkeit beim Erfinden neuer Arten vorgeworfen werden. So sind die Zombies des ausgebrannten Stadions durchaus beängstigend, teilweise erinnern sie sogar an wandelnde, schwarze Skelette. Ihre schiere Masse, die Altheas SWAT-Wagen umgibt, ist bedrohlich und eindrucksvoll. Ebenso funktioniert der Überraschungseffekt in dieser Woche ausnahmsweise: In einem Cold Opening trifft Madison auf Althea und im ersten Moment ist nicht klar, wann dieses Treffen stattfindet. Die unterschiedlichen Zeitebenen funktionieren hier deswegen so gut, weil sofort viele Theorien im Kopf herumschwirren. Wusste Althea von Madison und hat sie den anderen bewusst wichtige Informationen verschwiegen? Hat sie womöglich Madison umgebracht und ist sie eine Spionin? Ähnlich wie Alicia spinnen wir als Zuschauer Theorien, die tatsächlich Spannung erzeugen. Eine seltene, aber willkommene Abwechslung.

Gestreckte Handlung, zäh wie Kaugummi

Das Treffen der beiden starken Frauen fällt dagegen fahl aus. Die Auflösung ist typisch banal. Es gibt keinen Kampf, keine wirkliche Idee, stattdessen dominiert erneut das Nacherzählen und Wiedergeben von bedeutungsschwangeren Geschichten das Geschehen. Es geht um Madisons Motivation, für ihre Kinder endlich einen sicheren Ort zu finden, und um eine Figur namens Twisted Round, eine Art Negan, dessen große Armee und Macht jedoch nur ein guter Bluff waren. Madison fühlt sich inspiriert und später stellt sich heraus, dass genau dieses Treffen zum Ausbau des Stadions führte. Dieses Nacherzählen bleibt auch im dramaturgischen Höhepunkt der bisherigen Staffel die Maxime des Storytellings. “Show, don’t tell”, sagt eine der wichtigsten Regeln des Drehbuchschreibens. Regeln sind da, um gebrochen zu werden, aber sofern man eben nicht Quentin Tarantino oder sonst ein begnadeter Autor ist, sollte man seine Wahl überdenken. Es kommt, wie es kommen muss. Die Enttäuschung der bisherigen Staffel setzt sich auch im Finale fort. Während sonst die pulsierende Musik von Komponist Paul Haslinger pocht und plotmäßig die Fetzen fliegen, gibt sich Fear the Walking Dead in diesem Finale untypisch still. Am Lagerfeuer erfolgt endlich die Auflösung, mehrfach nacherzählt, für die Kamera, in Zeitlupe. (weiterlesen…)


Mondo

Zweifellos ein hübscher Print, den Mondo da morgen verkauft, aber ich nehme mir die Veröffentlichung mal zum Anlass, um meine Haltung gegenüber dem Star Child am Ende von 2001 auszudrücken: IT’S FUCKING CREEPY. UGH! Ich habe die Darstellung noch nie gemocht, soll natürlich befremdlich wirken, aber nee, geht gar net. Wäh.

The point and purpose – after a number of sketches – was to settle on what would essentially be a character study of the Star Child himself, and to depict him in a way that speaks to his personhood and his relationship with the HAL 9000. The other side of the apes that are so tempting to exploit and express.

Muddy Colors hat ein seltenes Making Of anzubieten, inklusive verworfenen Konzeptzeichnungen.


Naughty Dog

The Last of Us erzählt eine ergreifende Geschichte über Liebe und Kameradschaft in einer postapokalyptischen Welt übersäht mit alltäglicher und brutalster Gewalt. Während virale Pilzsporen die Mehrheit der Menschen zu fiesen Zombies hat werden lassen, kämpfen die Überlebenden zwanzig Jahre nach dem Untergang um die letzten Ressourcen. Joel, der beim Ausbruch des Virus’ seine Tochter verlor, ist gestählt vom Alltag und emotional von seinen Handlungen abgeschottet. Erst als Ellie, die scheinbar völlig immun gegenüber dem Virus ist und die Rettung der Menschheit zu sein scheint, in sein Leben tritt, beginnt Joel sein Credo “Durchhalten und Überleben” Schritt für Schritt zu hinterfragen. Die junge Ellie, ungefähr im Alter von Joels verstorbener Tochter, kann ihn mit ihrer Unschuld, einer lebensbejahenden Neugier und Fröhlichkeit langsam auftauen.

The Last of Us versetzt uns für die meiste Zeit in die Rolle von Joel. Die anfängliche Zurückhaltung der beiden Protagonisten weicht schnell. Beide spüren, dass sie einander brauchen. Die Beziehung funktioniert, ihre Darstellung ist authentisch geschrieben und fantastisch gespielt sowie inszeniert. Kaum ein Spiel vereint Gameplay so eng mit seinen Themen wie The Last of Us.

Joel soll Ellie an das andere Ende der USA an eine Gruppe von Rebellen liefern, die Ellies Immunität politisch wie humanitär nutzen wollen. Im Laufe des Spiels verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse, zwischen Idealismus und Überlebenskampf, in einem Rausch aus Gewalt – ausgelöst durch die Feinde, die Joel und Ellie jagen, oder unsere Protagonisten selbst.

Druckmanns graue Vision einer postapokalyptischen Welt ist so kompromisslos wie selten. Überleben bedeutet in The Last of Us töten, Schwäche zeigen bedeutet sterben. Die rücksichtslose Gewaltdarstellung steht im harschen Kontrast zur Schönheit der Natur, die Städte und Landschaften zurückerobert hat. Der Spieler reflektiert diese Entwicklungen über vier Jahreszeiten hinweg und durch etliche Begegnungen mit verschiedenen Charakteren. Schlussendlich rettet Joel seine Ziehtochter vor den vermeintlichen Verbündeten. Es ist eine völlig egoistische und selbstgerechte Entscheidung gegen die Rettung der Welt, deren Recht auf ein Überleben angesichts ihrer Verkommenheit in Frage gestellt wird. (weiterlesen…)

Aktuell wächst das Sparschwein im Hause Pew für eine ganz besondere Reise: Anfang 2020 soll es nämlich zum Black Spire Outpost auf den Planeten Batuu gehen. Der Umweg ins Star Wars Universum führt mich über Disney World in Orlando, Florida. Ende nächsten Jahres soll dort endlich der “Star Wars Erlebnispark” seine Tore öffnen und eine nie dagewesene Erfahrung bieten.

Wer Videos und Erfahrungsberichte aus Disneys Themenbereich “Pandora – The World of Avatar” kennt, weiß welche Möglichkeiten das Disney Imagineering Team inzwischen hat und bei Star Wars sind den Leuten absolut keine Grenzen gesetzt. Ich bin der festen Überzeugung, dass dort völlig funktionsfähige Aliens in einem Pre-Westworld-Style stehen werden.

Disney tut aktuell auch so ziemlich alles, um den Outpost so interessant wie möglich werden zu lassen. Jetzt schon ist der letzte Stop am Rande des Wild Spaces der Unknown Regions aufregender und vor allem lebendiger als so ziemlich alles in der Sequel Trilogie, deren mit Abstand größtes Problem das schlichtweg nicht existente Worldbuilding ist. Schön, dass sich immerhin die Mitarbeiter der Disney Parks Mühe geben.

Haleakalā National Park Art Print

09 Jun, 2018 · Sascha · Kunst · 0 comments


Fifty-Nine Parks / Dan Mumford

Für das Fifty-Nine Parks Projekt, das für jeden amerikanischen Nationalpark einen individuellen Kunstdruck erstellt, hat sich Dan Mumford den Haleakalā Nationalpark ($40) auf Maui vorgeknöpft und das Ergebnis ist atemberaubend. Die Beschaffenheit des Geländes sowie die fließenden Wolken passen super zu Mumfords Stil und das Ergebnis hebt sich auch von den anderen Postern aus der Serie durch seine starke Farbgebung und atmosphärische Dichte ab.

Erst einmal das Wichtigste: Der Film wird in Deutschland Webcrasher: Chaos im Netz heißen. Bwahahahahhaha!

Wreck-it Ralph war okay. Das ist meine Review. Das war’s. Einmal gesehen und nie wieder einen Gedanken an den Film verschwendet. Ein Sequel reizt mich daher eigentlich gar nicht, aber diese “Reisen ins Netz” finde ich ansatzweise interessant. Das Sequel macht daraus, obwohl man schon Giganten des Netzes und Social Media andeutet, eine perverse Disney-Inzest-Orgie.

Während im ersten Teil noch die Spielmechaniken der Videospiele klug hinterfragt wurden, also zumindest irgendwie was thematisch mit Videospielen geschah, treffen Penelope und Ralph im Sequel auf Vertreter aller Disney-IPs und das … war’s. Oder? Selten hat sich ein Animationsfilm für Kinder so stark nach einem Produkt angefühlt, mich ekelt das sehr an. Aber interessant, wie Disney bzw. einer der größten Unterhaltungskonzerne der Welt das Internet sieht. Ich bin gespannt, ob Penelope mit Paywalls und Fast Lanes bei den Attraktionen konfrontiert wird. Bäh!

Vielleicht kriegt der Film ja die Kurve und kann wie Ready Player One doch was aus seine Prämisse zaubern oder wie The Lego Movie seine kapitalistischen Züge (Review) untergraben, ich würde mich freuen, aber ich habe eigentlich keine Hoffnung.