PewPewPew - Das Filmblog über Katzen und Pizza

Matt Berninger ist rastlos. Zwei Alben in zwei Jahren mit seiner Band The National und nun folgt das langerwartete Soloprojekt. Ohne seine Bandkollegen hört sich Berningers erste Singleauskopplung “Serpentine Prison” wie ein verlorenes Werk aus der Sad Songs For Dirty Lovers Ära an. Blank, aufs Wesentliche reduziert, aber nie schmucklos und natürlich markentreu launisch. Nachdem ich mit früherer Kollaboration EL VY nichts anfangen konnte, bin ich hier deutlich positiver gestimmt.

The song Serpentine Prison was written in December 2018 about a week after recording The National’s I Am Easy to Find. For a long time I had been writing songs for movies and musicals and other projects where I needed to get inside someone else’s head and convey another person’s feelings. I liked doing that but I was ready to dig back into my own garbage and this was the first thing that came out.

The title is from a twisting sewer pipe that drains into the ocean near LAX. There’s a cage on the pipe to keep people from climbing out to sea. I worked on the song with Sean O’Brien and Harrison Whitford and recorded it about six months later with Booker T. Jones producing. It feels like an epilogue so I named the record after it and put it last.

Der großartige Nick Lutsko hat einen neuen Knallerhit mit den Dialogen aus Uncut Gems komponiert: Howard Ratners “This is how I win” im Stil eines neueren Post Malone Songs. Ich habe jetzt einen Ohrwurm.

Wer ist James Bond? Klar, Bond bedeutet heiße Frauen, schnelle Autos, coole Gadgets und außergewöhnliche Action. Wer aber nicht nur die Lackierung genießen, sondern unter der Motorhaube nachschauen will, der findet sich recht schnell mit einigen Logiklöchern und hanebüchenen Verbindungen zwischen den Filmen konfrontiert, die Fans seit Jahren diskutieren. Die Suche nach der perfekten Chronologie, der großen Theorie, gleicht dem Versuch der Zelda-Ultras, die aus den Storyfetzen der Spiele eine einheitliche Timeline nähen wollen.

IGN-Redakteur Clint Cage hat sich in der Corona-Flaute einen Spaß erlaubt und versucht, die größte Bond-Frage aller Zeiten zu klären. Nein, nicht geschüttelt oder gerührt. Sondern: Echte Person oder Codename? Wenn es nur ein Codename wäre, dann funktionieren sie Filme ganz leichter. Doch so funktioniert wiederum das Nerd-Brain eben nicht. Wie also könnte man alle 25 Filme in einer überhängenden Geschichte bündeln?

Inspiriert vom Superheldengenre versuchte sich Casino Royale mit Daniel Craigs Bond nicht nur ästhetisch neu zu erfinden, sondern erzählt auch eine recht zusammenhände Geschichte. Zumindest stärker als in den vorangegangen Bond-Äras. Damit entsteht ein Bruch, der durch einen tonalen Wechsel in Skyfall die Gesamtgeschichte noch schwieriger macht. Cage versucht in seinem Video zu erklären, wieso dieser Bruch entsteht, wieso der Wechsel der Figuren und Schauspieler über die Jahre zu erklären ist und wie man alles dennoch (halbwegs) schlüssig zusammenführen kann.

Natürlich ist das unterm Strich alles Quatsch. Ich bin kein Bond-Experte, aber für mich ist klar, dass sich die Ären Connery bis Brosnan als Einheit sehen lassen, wo wir immer dengleichen Bond haben. Während mit Craigs Bond ein tatsächlicher Reboot stattfand, und nicht nur ein Schauspielerwechsel. Trotzdem ein netter Spaß drüber nachzudenken, besonders wenn wir noch länger auf No Time To Die warten müssen.

Das legendäre Claymation Meisterwerk Thingu, eine perverse Mischung aus Pingu und The Thing, verhalf dem Künstler Lee Hardcastle zum Durchbruch. Gleichzeitig brach es auch einen ein Jahrzehnt andauernden Rechtsstreit mit den Inhabern der Pingu-Marke los. Hardcastles Pingu war ein klassicher Fall von Fair Use, doch die Anwaltsschreiben hörten nicht auf und das Video wurde trotz Anpassungen offline genommen. Nun scheint ein zugegeben lustiger Hinweis im Video, dass es sich nämlich um “(not) Pingu” handelt, zu reichen und das Video ist wieder online. Dazu in höherer Auflösung. Klasse!

Musikvideo: Pashanim – Airwaves

22 May, 2020 · Sascha · Musik · Comments

Nach einigen YouTube-Klickerfolgen und Unterground-Hits dürfte “Airwaves” diesen Sommer Pashanim zum endgültigen Durchbruch verhelfen. Was ein geiler Beat. Pashanim soll dazu ein krasser Filmfan sein und mit nur 20 schon für diverse Musikvideos verantwortlich sein. Seine Videos hat er alle in Eigenregieproduziert und die drippen vor Style.

Niemand leidet unter dem aktuellen Kinoverbot so stark wie Christopher Nolan. Ganz abgesehen von der eigenen Meinung zu seinen Filmen, fordert der jahrelange Kampf des Regisseurs für die Kinoerfahrung und das Filmmedium. Große Filme mit größeren Ideen auf der möglichst größten Leinwand. Damit hat sich Nolan in den vergangenen zwei Jahrzehnten nicht nur bei eingefleischten Filmfans einen Namen gemacht. Sein Name steht stellvertretend für den Smart Blockbuster, High Brow Entertainment für die Masse, und sein neuer Film Tenet passt genau ins Muster.

Tenet prahlt dazu erneut mit einer beeindruckenden Riege an Darstellern. John David Washington mimt den Protagonisten, während Robert Pattinson, Elizabeth Debicki, Dimple Kapadia, Aaron Taylor-Johnson, Clémence Poésy, Kenneth Branagh und natürlich Michael Caine als Nebendarsteller mitwirken. Dass der Trailer dazu nicht nur Nolans andere Werke, sondern ikonische Bilder aus den Filmen einblendet, unterstreicht das Vertrauen des Studios in die Marke Nolan.

Ähnlich schon wie bei Inception ist sein neuer Film ein ästhetisches Bewerbungsvideo für den nächsten Bond und wie immer geht es bei Nolan um die Zeit. Ich werde nicht vorgeben, den Plot basierend auf dem Trailer zu verstehen. Verwirrend und gleichzeitig so einnehmend, dass man den Stoff tiefer durchdringen und verstehen möchte. Das ist der Reiz an Nolans Kino und ich hoffe sehr, dass der Film den Weg in die Lichtspielhäuser finden wird und das Rätsel dort lüften wird. Seit Wochen erscheinen Berichte, dass Nolan hinter den Kulissen um die Veröffentlichung seines Films im Juli kämpft. Jetzt erscheint der neue Trailer mit mehr Informationen zur Geschichte, aber ohne Startdatum. Dafür aber mit einem Versprechen: Coming. To. Theaters. Ein Versprechen an Filmfans und die Kinoketten zugleich.

Ich bin mir sicher, dass Tenet auch so der größte Film des Sommers werden würde. Der Trailer verspricht einen atemberaubend spannenden Film mit unglaublicher Action und riesigen Set-Pieces. Wann auch immer es wieder möglich sein wird, in großen, dunklen Räumen in andere Welten abzutauchen… es ist gut zu wissen, dass Christopher Nolan uns bereits erwartet.

Wenige Serien schaffen es bis zur fünften Staffel, geschweigedenn die fünfte Staffel zur besten der Serie zu machen. Better Call Saul gelingt nicht nur das, sondern das Spin-off überschattet schon längst das Original. In der neuesten Staffel wagte die Serie das unvermeidliche Experiment, die beiden schicksalshaft verbundenen Welten endlich zusammenzuführen. Das Experiment gelingt elegant, wie ich gemeinsam mit Rajko Burchardt im neuen PewCast berichte.

Shownotes:
Bildquellen: AMC/Netflix
Rolling Stone: Interview mit Peter Gould und Vince Gilligan
Moviepilot: Better Call Saul hat Breaking Bad längst überholt
PewPewPew: Heisencast
PewCast 018: Better Call Saul – Staffel 1
From Beyond
Rajko bei Kinozeit

Play

Hier die Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:
MP3: pewcast051.mp3 (65 MB)
Soundcloud: PewCast 051: Better Call Saul Staffel 5
iTunes: PewCast
Spotify: PewCast
Podcast-Feed: RSS-PewCast

Musikvideo: Ellis – Pringle Creek

13 May, 2020 · Sascha · Musik · Comments

Hier das Musikvideo mit einem supersüßen Luftgitarrensolo zur neuen Singleauskopplung von Ellis aus ihrem Debütalbum Born Again, das sich mit seinen ergreifenden Emo Dreampopschwingungen bereits in mein Herz gespielt hat. Wirklich ein Album wie aus einem Guss.

Nach dem Klick noch die zwei anderen Musikvideos zum Album, inklusive dem Standouthit “Fall Apart”. (weiterlesen…)