PewPewPew - Das Filmblog über Katzen und Pizza

Wie fucking cool war es von George Lucas bitte, als er 2001 Mike J. Nichols, den Cutter hinter dem berühmt-berüchtigten Episode I Fancut, nicht verklagte und sogar die Verbreitung einer DVD-Version billigte? Unvorstellbar heute. Dennoch versuchen Fans bis heute die Filme besser zu schneiden, denn bekanntlich hasst niemand Star Wars mehr als Star Wars-Fans.

Die Idee, dass The Rise of Skywalker in irgendeiner Weise zu retten wäre, finde ich amüsant, aber diese Szene ist schon ganz nett umgesetzt. Tatsächlich ist sie im Rahmen der Geschichte so einleuchtend, dass man sich fragen muss, wieso JJ Abrams und Co. nicht von selbst drauf kamen. Und wenn wir dabei sind: Wieso stellt sich Kylo Ren seinen eigenen Vater vor, der ihm den Mord in seiner Vorstellung verzeiht, wenn genauso gut Hayden Christensen – wie auch lange vermutet – einen Machtgeist hätte spielen und diese Vader-Fanboy-Sache abrunden können? (Bitte nicht kommentieren. Ich weiß die Antwort.)

Hier noch eine weitere Version mit mehr Lichtschwerter. Etwas lächerlich, aber auch irgendwie witzig so als Vorstellung. (weiterlesen…)

Apollo-Missionen in 60fps

08 Aug, 2020 · Sascha · Tech,Wissenschaft · Comments

Der YouTube-Kanal Dutchsteammachine knüpft sich altes NASA-Footage vor und crankt das auf hochmoderne 4K 60fps. Der Effekt bei den Apollo-Aufnahmen ist atemberaubend, aber besonders angetan bin ich von der restaurierten Landung des Curiosity-Rovers, deren Bilder tatsächlich den Eindruck eines Flugs über den Mars vermitteln.

Bei zukünftigen Artemis-Mondmissionen steht natürlich auch die Erkundung und Vorbereitung auf den Mars im Vordergrund, aber ein Grund zur Freude war für mich auch immer der Fall, dass wir richtige Aufnahmen des Monds in 4K-Livestreams kriegen würden. Aktuelle liefert der chinesische Rover Bilder und die Filme aus den Hasselblad-Kameras der Apollo-Astronauten bleiben upscalebar und Gold wert. Aber so ein menschlicher Touch an einer Kamera vermittelt einfach einen anderen Eindruck.

Wahnsinn, dass diese Technologie jetzt alltagstauglicher und mehr und mehr in Konsumentenhände gerät. Ich bin ein enormer Fan solcher Unternehmungen, Apollo 11 und They Shall Not Grow Old zählten zu meinen Lieblingsfilmen des letzten Jahres. Alleine der Opening Shot von Apollo 11 – verrückt! Hier noch mehr Videos von Dutchsteammachine. (weiterlesen…)

Vor etwas mehr als zwanzig Jahren gab es zum Start der Prequels einen offiziellen Star Wars Manga, um die nächste Generaton an Japanern für das Star Wars Universum zu begeistern. Neue Kanon-Bücher werden erfolgreich als Manga veröffentlicht und narrativ klug erweitert. Der Anime-Fanfilm TIE-Fighter musterte sich zum Kulthit auf YouTube und die Zeichentrickserie Galaxy of Adventures schreit förmlich danach. Wird es also endlich Zeit für eine Anime-Adaption oder einen neuen Film im Star Wars Universum? Ich glaube nicht, aber Dmitry Grozov (auf Instagram Ahriman) zeigt, wie das aussehen könnte. (via)

Ich muss gerade sehr über die im Trailer zitierte Kritik “A blood-soaked social commentary” schmunzeln, weil was ist denn der Zombiefilm, wenn nicht social commentary? Blood Quantum von Regisseur Jeff Barnaby (selbst First Nation der Mi’kmaq auf Nova Scotia) findet einen für das Zombiegenre (fast) neuen Ansatz und verhandelt den Genozid der Ureinwohner Amerikas. Als plötzlich die Toten wiederauferstehen, hauptsächlich weiß, stellen die Natives fest, dass sie immun sind. Zurückgeedrängt auf ihre Reservate finden sie sich plötzlich in einer Machtposition wieder, was Spannungen mit den überlebenden weißen Amerikanern hervorruft.

Schauspieler Michael Greyeyes, der als Sheriff des Reservats die Hauptrolle spielt, ist mit der Situation vertraut, immerhin spielte er schon einmal eine ähnliche Rolle in der fantastischen dritten Staffel von Fear The Walking Dead. Auch hier fanden privilegierte, weiße Flüchtlinge aus Los Angeles Zuflucht auf einer Farm, die auf dem ehemaligen Land eines Stammes gebaut wurde. Als plötzlich die Strukturen zusammenbrechen, kommt es erneut zum Konflikt.

The indigenous people in the isolated reserve of Red Crow are immune to the zombie plague that has taken over the nation, but that doesn’t mean their lives aren’t at risk. It’s up to Traylor (Michael Greyeyes, “Fear the Walking Dead”), the tribal sheriff, to protect the families residing on the reserve and a flood of desperate refugees from the hordes of bloodthirsty, walking white corpses that are closing in.

Wie die Serie eindrucksvoll bewies, bietet das Thema jede Menge hochgradigen sozialen Sprengstoff und das schadet einem solchen Film nie. Dazu sieht er auch einfach gut gemacht aus, ne? Freue mich sehr! Blood Quantum erscheint am 1. September auf VOD.

Indie-Darling Mac DeMarco veröffentlichte letztes Jahr sein Album großartiges Here Comes the Cowboy, welches bereits eine stattliche Länge von rund einer Dreiviertelstunde und 13 Songs hatte. Fans des Künstlers wissen aber natürlich, dass Mac täglich arbeitet und Melodien produziert, um bei seinen LPs dann brutal auszuselektieren. Mit etwas Verzögerung gibt es dann eine erweiterte Veröffentlichung des Albums mit Demo-Versionen und mehr Songs. Beim letztjährigen Album blieb scheinbar so viel übrig, dass uns jetzt gleich zwei Alben ins Haus flattern werden: Here Comes the Cowboy Demos und Other Here Comes the Cowboy Demos erscheinen am 14. August und bei Colberts Late Show gab Mac zusammen mit Jon Batiste einen ersten Vorgeschmack, welch Ohrenschmaus uns erwarten wird.

“Fooled By Love” ist eine unglaublich stimmungsvolle Hymne, verletzt und zugleich hoffnungsvoll, auf die Liebe. Ich liebe es, wie Mac spürbar bei jedem Wort eine Erinnerung abgreift und sich reinlehnt. Diese mutige Rawness und Authentizität mag ich besonders bei ihm und vor allem seinen Konzerten. So geschah es dann auch, dass er die Lyrics bei einem Stream verpeilte und das trotzdem irgendwie die beste Rendition des Songs ist. Den Auftritt und die Studioversion nach dem Klick. (weiterlesen…)

so yeah, your gay

07 Aug, 2020 · Sascha · Internetgold · Comments

Nach dem berühmtberüchtigten Ban auf Twitch kochte die Gerüchteküche um DrDisrespect hoch. Der Grund für den Ausschluss auf der Streamingplatform ist weiterhin unbekannt, doch der Two-Time-Champion kehrt zurück – und streamt ab sofort auf YouTube. Seinen ersten Stream wird es morgen pünktlich zum Wochenende geben. Aktuell zeigt der Stream nur das obige Bild und trotzdem schauen zwischenzeitlich bis zu 300.000 Fans zu. Das sind bis dato unbekannte und fast schon unmögliche Zahlen für einen individuellen YouTube-Livestreamer.

Nachdem der hochsensible YouTube-Algorithmus in den vergangenen Monaten geändert wurde, konnte man eine Zunahme von vielen Streams unter den Gaming-Accounts vernehmen. Dass YouTube-King PewDiePie erst kürzlich einen exklusiven Vertrag mit dem Google-Unternehmen abschloss, darf auch als Signalwirkung angesehen werden. Der Streaming-War war bisher eher ein Kalter Krieg, unterschiedliche Platformen sicherten sich durch Millionenbeträge Streamer zu.

Aber nachdem Mixer dicht machte und Twitch in der Vergangenheit epische Zwischenfälle mit einzelnen Streamern hatte, gilt der ehemalige YouTube-Konkurrent inzwischen als zwielichtiger Partner. Zu oft gab es verbrannte Erde wie bei Ninjas Abgang. Auch bis jetzt ist unbekannt, wieso DrDisrespect gebannt wurde. Erst im März veröffentlichte man gemeinsam eine riesige (und echt gut gemachte) Werbung für die Zusammenarbeit.

DrDisrespects Rückkehr dürfte heute zu einem riesigen Ereignis werden. Nachdem er zuvor eine Pause eingelegt hatte, brach seine Rückkehr sämtlich Twitch-Rekorde. Der große Gewinner bei alledem ist wiederum YouTube. Zuvor waren Live-Streams für viele Spieler ein Dorn im Auge, da die langen Live-Streams später als VOD eine geringe Watch-Time hatten und somit dem Algorithmus sagten: Dieser Kanal wird kaum geschaut, obwohl das nicht stimmte. Eine leichte Anpassung scheint geholfen zu haben, dem Unternehmen die Zukunft als Videomonopol weiter zu sichern.

extremely cursed