PewPewPew - Das Filmblog über Katzen und Pizza


HBO

Als sich Game of Thrones vor knapp drei Jahren zu Ende neigte, zum Entsetzen vieler Fans ohne direkte Vorlage, veröffentlichte George R.R. Martin, fast wie aus Trotz, nicht The Winds of Winter, die seit fast einem Jahrzehnt erwartete Fortsetzung von A Song of Ice And Fire, sondern Fire & Blood, einen Fantasieroman, angesiedelt im erweiterten Westeros-Universum über die Geschichte der Herrschaft der Targaryens und einen internen Machtkampf in King’s Landing.

Wie wir alle wissen endete Game of Thrones natürlich auch ohne direkte Buchvorlage grandios. HBO sah das Ende des Megaerfolgs natürlich nicht als Anlass, die “Lands of Ice and Fire” hinter sich zu lassen und wie Arya gen Westen zu neuen Ufern zu segeln, sondern hat mit Showrunner Ryan Condal eine Mischung aus Fire & Blood und The Dance of Dragons als Serie adaptiert. Man bleibt also bei den Drachen.

Condal entwickelte zuvor mit LOST-Showrunner Carlton Cuse die Serie Colony. Alleine wird er den Posten nicht übernehmen: Miguel Sapochnik, der verantwortlich für mit die besten Folgen von Game of Thrones war (“Hardhome”, “Battle of the Bastards”, etc.), wird ebenfalls Co-Showrunner.

Das Prequel darf nun aus Martins neuem Roman sowie bereits bekannten Erzählungen aus früheren Werken der Reihe schöpfen, kann gleichzeitig aber wohl auch andere und mehr eigene Akzente setzen, ohne gleich Revolte im Fandom auszulösen. Der erste Trailer zur ersten Staffel wirkt noch recht klein und zeigt uns Bekanntes, was wohl vielleicht ein arges Problem dieser Serie werden könnte. Der “Dance of Dragons” ist nämlich bereits in animierter Comic-Form vor einigen Jahren als DVD-Extra erzählt worden. Dieser zeigt zwar, wie groß und genial die Serie werden könnte. Wie es ausgeht, weiß man als Leser trotzdem schon. Dazu fehlt der Serie womöglich die tickende Zeitbombe der White Walker im Hintergrund der hinterhältigen Machenschaften im Hause Targyaren.

HBO ist es daran gelegen, den Erfolg von Game of Thrones fortzusetzen und die Tränen vieler enttäuschter Fans zu trocknen. An Geld und Vertrauensvorschuss dürfte es dazu wohl nicht mangeln. Erwähnenswert ist sicher auch, dass HBO diesen Stoff auch dem White Walker Prequel mit Naomi Watts vorzog. Daher vertraue auch ich mal dieser Entscheidung und hoffe auf ein Weiter-so auf hohem Niveau.

Happy 1 year to this lil cutie

Spider-Man: Into the LEGO-Verse

29 Sep, 2021 · Sascha · Film · Comments

Kein geleaktes Footage vom Spider-Verse Sequel, sondern ein fangemachter Clip von Animator David Mackenzie. Super liebevoll und detailverliebt gemacht, die ganzen Häusern sind zum Beispiel auch echte Sets, dazu halt auch den Stil der LEGO-Filme und Spider-Verse perfekt nachgemacht. Wahnsinn, hoffe die stellen den ein.

Auch das noch: Star Wars als Anime. Sechs japanische Studios produzierten im vergangenen Jahr neun animierte Kurzfilme für Disney+, Star Wars: Visions ward geboren. Alle Episoden erzählen von Jedi-Rittern in einer weit, weit entfernten Galaxis, ohne jedoch zum Kanon zu zählen oder eine überhängende Geschichte zu stricken.

Lucasfilm nennt die Serie ein visuelles Experiment, ohne Bindung zu den Filmen oder sonstige Verpflichtungen. Was machen die Künstler mit ihrer kreativen Freiheit und ist das Experiment gelungen? Matthias Hopf und ich sprechen im neuen Podcast über die Idee der Serie und alle Episoden der ersten Staffel.

Für Feedback oder Fragen schreibt einen Kommentar unter den Post, eine Mail an mail@pewpewpew.de oder ihr schreibt @PewPewPewBlog auf Twitter. Wenn ihr uns unterstützen wollt, dann hinterlasst ihr dem Podcast eine positive Bewertung auf iTunes.

Shownotes:
Bildquellen: The Walt Disney Company / Lucasfilm Ltd.
PewPewPew: TIE Fighter Short
Wookieepedia: Star Wars: Visionaries
Moviepilot: Matthias’ Review

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Hier die Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:
MP3: pewcast078.mp3 (59 MB)
Soundcloud: PewCast 078: Star Wars: Visions
iTunes: PewCast
Spotify: PewCast
Podcast-Feed: http://feeds.feedburner.com/pewcast

Vor einem Jahr veröffentlichten Fleet Foxes bzw. hier ausnahmweise Robin Pecknold im Alleingang das inzwischen vierte Studioalbum Shore und es ist keine Übertreibung von dem Album inzwischen als modernen Klassiker zu sprechen. Sicherlich mögen die anderen Alben komplexer, geradezu undurchdringlich und prätentiöser gewesen sein, aber gerade die offenherzige Wärme und entwaffnende Ehrlichekti der Platte begeisterte jeden Fan für die harten Wintermonate. Die Veröffentlichung zum Äquinoktium war auch kein Zufall, sondern Teil des Plans: Die neu gefundene Balance in Pecknolds Schaffen kreierte einen Sound, der mit sich im Reinen ist und eine innere Stärke zeigt sowie verleiht.

Shore ist ein einzigartiges Werk und auf den sozialen Kanälen der Band lässt sich erkennen, wie sehr diese Musik den Menschen im schweren letzten Jahr geholfen hat. Mich natürlich eingeschlossen. Wir haben das Album in meinem Podcast Kulturindustrie besprochen und da habe ich ein bisschen mehr gesagt. Ganz in Worte fassen kann und ich will aber auch öffentlich gar nicht, wie viel mir das Ding bedeutet.

Die Zelebrierung dieses Releases hätte mir heute an diesem wunderschönen Herbsttag schon gereicht, doch Pecknold arbeitete wieder zusammen mit seinem Bruder Sean an einem neuen Musikvideo für “Featherweight”. Wahrscheinlich fasst kein anderer Song das Album textlich und musikalisch besser zusammen:

May the last long year be forgiven
All that war left within it
I couldn’t, though I’m beginning to
And we only made it together
Feel some change in the weather
I couldn’t though I’m beginning to

Das Video benutzt erneut Multi-Plane-Stopmotion und benutzt die wunderschönen Visuals von Illustrator Sean Lewis. Es geht natürlich um einen Vogel, der strauchelt im Wind, abstürzt und sich am Ende eingesteht, dass er Hilfe braucht. Ich find’s so schön, dass der Wolf dann auch ein Bein zu wenig hat, also auch einen überwundenen Kampf symbolosiert. Was ein Meisterwerk! Und hier ein tolles Making Of, welches den Stopmotion-Prozess gut zeigt und die Kreativen ein paar schöne Sachen sagen lässt.

How It Started

How It’s Going

Welcome To The Jungle von The Smiths

18 Aug, 2021 · Sascha · Musik · Comments

Die Klonkriege sind vorbei, die Jedi tot und das Imperium hat die Galaxis fest im Griff. Die “dark times”, von denen Obi-Wan Luke 19 Jahre später erzählen wird, haben begonnen. Doch was passiert mit denen, die nicht mehr gebraucht werden? In der ersten Staffel von Lucasfilms neuer Star Wars Animationsserie, The Bad Batch, werden die Kriegshelden der besonderen Clone Force 99 für vogelfrei erklärt und es beginnt ein bitterer Überlebenskampf in einer Galaxis, die keinen Platz mehr für die hat.

Kann die Serie das hohe Level des The Clone Wars Finales halten? Gelingt die Darstellung dieser bisher kaum beleuchteten Zeit im Star Wars Kanon? Die erste Staffel der Serie habe ich im neuen Podcast mit Tobi Meinel (Blue Milk Blues) und David X. Noack (Mateschrank) besprochen, die gemeinsam gerade eine Clone Wars-Retrospektive machen.

Shownotes:
Bildquellen: The Walt Disney Company
Wookieepedia: Mount Tantiss

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Hier die Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:
MP3: pewcast077.mp3 (45 MB)
Soundcloud: PewCast 077: Star Wars: The Bad Batch – Staffel 1
iTunes: PewCast
Spotify: PewCast
Podcast-Feed: http://feeds.feedburner.com/pewcast