Film - PewPewPew

Der gute Brickstory vom bald eröffnenden Lego-Museum, das er zusammen mit Städtebauer Bob Brickman gründete, hat endlich diesen Schaukasten in seinem Star Wars Raum fertiggestellt, in dem jede jemals veröffentlichte Minifigur drin ist. Sogar nach Jahreszahlen geordnet und schön organisiert. Das würde ich mir gerne mal aus der Nähe anschauen.

Diese Art von Remix war vor rund zehn Jahren mega in, bis es dann jeder machte und die Resultate mehr als durchwachsen waren. Inzwischen ebbt diese 80s-Nostalgie-Welle wieder ab, doch Nerdist hat jede Menge Energie in dieses Revival gesteckt, angesichts der vielen Parallelen zwischen Lynchs und Villeneuves Verfilmungen auch irgendwo naheliegend und durchaus unterhaltend. Wie eben bei allem: Man muss es eben nur richtig und nicht halbherzig machen.

Ich weiß immer noch nicht so recht, was Edgar Wright mir mit Last Night in Soho außer eine Giallo-Hommage – wie einige Kritiker beteuern – erzählen will. Eines ist aber jetzt schon sicher: It’s gonna be very easy on the eyes.

Zum 30. Jahrestag des Releases ihres formativen Albums haben Simply Red den Konzertfilm A Starry Night, aufgenommen 1992 in Hamburg, sowie einen älteren Dokumentarfilm über die Band, ihren Erfolg und das Album Stars.

In January 1992 Simply Red set off on tour. They had just released their 4th album “Stars”. In the 14 months that followed, they played 131 shows to 1.5 million people and sold 9 million albums around the world.

This extraordinary film captures Simply Red in concert in Hamburg at the peak of their success on this sell-out tour. It features songs ranging from the band’s early hits “Holding Back the Years” and “Money’s Too Tight To Mention” to “Thrill Me”, “For Your Babies” and “Something Got Me Started” from the “Stars” album.

Ich habe bereits seit Oktober 2019 Karten für ein Konzert hier liegen, welches im November letztes Jahr hätte stattfinden sollen und nun wahrscheinlich erst im November 2022, also drei Jahre nach dem Kauf, gespielt werden wird. Das wird dann für mich das offizielle Ende der Pandemie.

Spider-Man: Into the LEGO-Verse

29 Sep, 2021 · Sascha · Film · 2 comments

Kein geleaktes Footage vom Spider-Verse Sequel, sondern ein fangemachter Clip von Animator David Mackenzie. Super liebevoll und detailverliebt gemacht, die ganzen Häusern sind zum Beispiel auch echte Sets, dazu halt auch den Stil der LEGO-Filme und Spider-Verse perfekt nachgemacht. Wahnsinn, hoffe die stellen den ein.

Vor einem Jahr veröffentlichten Fleet Foxes bzw. hier ausnahmweise Robin Pecknold im Alleingang das inzwischen vierte Studioalbum Shore und es ist keine Übertreibung von dem Album inzwischen als modernen Klassiker zu sprechen. Sicherlich mögen die anderen Alben komplexer, geradezu undurchdringlich und prätentiöser gewesen sein, aber gerade die offenherzige Wärme und entwaffnende Ehrlichekti der Platte begeisterte jeden Fan für die harten Wintermonate. Die Veröffentlichung zum Äquinoktium war auch kein Zufall, sondern Teil des Plans: Die neu gefundene Balance in Pecknolds Schaffen kreierte einen Sound, der mit sich im Reinen ist und eine innere Stärke zeigt sowie verleiht.

Shore ist ein einzigartiges Werk und auf den sozialen Kanälen der Band lässt sich erkennen, wie sehr diese Musik den Menschen im schweren letzten Jahr geholfen hat. Mich natürlich eingeschlossen. Wir haben das Album in meinem Podcast Kulturindustrie besprochen und da habe ich ein bisschen mehr gesagt. Ganz in Worte fassen kann und ich will aber auch öffentlich gar nicht, wie viel mir das Ding bedeutet.

Die Zelebrierung dieses Releases hätte mir heute an diesem wunderschönen Herbsttag schon gereicht, doch Pecknold arbeitete wieder zusammen mit seinem Bruder Sean an einem neuen Musikvideo für “Featherweight”. Wahrscheinlich fasst kein anderer Song das Album textlich und musikalisch besser zusammen:

May the last long year be forgiven
All that war left within it
I couldn’t, though I’m beginning to
And we only made it together
Feel some change in the weather
I couldn’t though I’m beginning to

Das Video benutzt erneut Multi-Plane-Stopmotion und benutzt die wunderschönen Visuals von Illustrator Sean Lewis. Es geht natürlich um einen Vogel, der strauchelt im Wind, abstürzt und sich am Ende eingesteht, dass er Hilfe braucht. Ich find’s so schön, dass der Wolf dann auch ein Bein zu wenig hat, also auch einen überwundenen Kampf symbolosiert. Was ein Meisterwerk! Und hier ein tolles Making Of, welches den Stopmotion-Prozess gut zeigt und die Kreativen ein paar schöne Sachen sagen lässt.

Musikvideo: Surf Curse – Freaks

06 Aug, 2021 · Sascha · Film · 0 comments

Ich liebe Surf Curse (Nicks neues Current Joys Album hatten wir in der Kulturindustrie besprochen) und freue mich so sehr, dass die Jungs nach dem problematischen letzten Jahr einen riesigen Erfolg mit ihrer Single “Freaks” feiern können. Dieser Track vom Debütalbum Buds war schon immer ein Hit der Band, konnte aber durch Tiktok zum viralen Durchstarter werden. Binnen kürzester Zeit schraubten sich alleine bei Spotify die Hörerzahlen auf 180 Millionen, weitaus mehr als alle restlichen Songs zusammengerechnet. Daher wird nun dieses süße Musikvideo voller Makeup-Freaks nachgeschoben, welches hoffentlich ebenso durchstarten wird. Das letzte Album Heaven Surrounds You war mein Lieblingsalbum des Jahres 2019 und die Jungs wollen die Welle sicherlich reiten. Neues Album also bald?

“I’m so sick of fucking Donald Trump, man.” – Alex Jones, 2021

VICE News und der großartige Videokünstler und MAGA-Slayer Vic Berger IV. zeigen rund ein halbes Jahr nach der Abwahl von Donald Trump, wie es um seine sykophantischen Alt-Right Mediengrifter steht. Alex Jones, Roger Stone, Tim Pool, Scott Adams – der ganze menschliche Abschaum, die Trumps MAGA-Manie befeuerten, die Teilung Amerikas weiter vorantrieben und zumindest kurzfristig davon mächtig profitierten.

Doch nichts ist mehr wie es einmal war. Bei Trump ist keine Metapher zu plump oder generisch, daher kann man die Entwicklung mit Nietzsche sehr gut zusammenfassen: “Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.” Einige dieser Typen, hauptsächlich sind es ja Männer, sind eben sogar in den Abgrund reingefallen, um nicht zu sagen, dass Trump sie mit hinuntergezogen hat.

Doch Trumps Abgrund kennt keinen Boden, sodass sich viele aktuell im freien Fall befinden. So ist zum Beispiel Trumps früherer Anwalt und “America’s Mayor” Rudy Giuliani kurz vor dem Bankrott, während sich legale Probleme häufen.

Nature is healing. Hopefully. Wie auch immer, ich könnte mir noch mehr dieser Arschlöcher jetzt vorknöpfen, aber schaut einfach das Video selbst. Es hat Berges typischen Stil und ist einfach sehr lustig und tut in der Seele gut.

The Void. We all feel it, to varying degrees. And we all try to fill it in different ways. In the first episode of Filling The Void, a collaboration between Vic Berger and VICE News, we take a look at how various figures from the MAGA movement are doing in a post-President Donald Trump America.

Dazu passt übrigens auch diese großartig surreale Animation von Steven Crowders Alpträumen. Vor ein paar Wochen wollte er Ethan Klein von H3-Podcast interviewen. Aus der geplanten Debatte über Masken und sonstige Right-Wing-Talkingpoints wurde aber nichts, weil Ethan Crowder austrickste und sich gar nicht darauf einließ. Stattdessen schaltete er den liberalen Talkshow-Moderator Sam Seder dazwischen, mit dem Crowder sich nicht in einer Diskussion messen lassen möchte. Im ersten Moment rutschte ihm sogar buchstäblich ein “What a fucking nightmare” raus. Dieser Alptraum von Aamon Animations genial und sehr amüsant visualisiert: (weiterlesen…)