Film - PewPewPew

Alita: Battle Angel scheint nach der ewig währenden Produktionshölle und dem miesen Marketing zum Scheitern verurteilt. Und dann wäre ja noch die abgefahrene Sci-Fi-Story um das Mädchen mit den großen Manga-Augen. Alles an dem Film schreit irgendwie nach 2008, nichts nach Erfolg.

Dennoch erweckt der neueste Trailer mein Interesse. Nicht nur, weil er Alitas Welt besser präsentiert und runder in die Geschichte einführt, sondern auch weil man angesichts des neuen Materials kaum noch wirklich bei diesem Film von einer Live-Action-Adaption sprechen kann. Viel mehr handelt es um ein “CGI-Movie” mit – teilweise – realen Darstellern und somit schlüpft der Film für mich den regulären Bewertungsmaßstäben ein Stück davon und wandert in ein spannenderes Territorium als eine normale Adaption des Animes eigentlich hergibt.

Sicherlich liegt das an Robert Rodriguez und auch wenn dieser umstrittene Kultregisseur viel Mist gedreht hat, kam am Ende meist wenigstens ein interessanter Schlamassal bei raus. Nachdem Cameron eine monogame Beziehung mit dem Avatar-Universum eingangen ist, bleibt das wohl der beste Ausgang für Alita.

Früher oder später führen alle Wege zum Schmerz.

Nun ist er also da, der Trailer zu Detective Pikachu, in dem Deadpool dem bekanntesten Pokémon der Kanto-Region seine Stimme leiht. Einerseits könnte das durchaus ganz spaßig werden. Andererseits: Wieso lässt Gott dies zu?

Die wirklich doofe Geschichte, die im Super Mario Bros. Gedächtnismodus mal so ziemlich alle spiel- und universumsrelevanten Mechanismen ignoriert, hat nichts mit dem Rest des Poké-Verses zu tun und dazu sieht der Film aus wie ein animiertes Reboot von Howard The Duck. Mich erinnert es an diese viralen, billigen YouTube-Clips aus den frühen 2010er Jahren von Firmen wie Funny Or Die, die alle auf den “dark and edgy” Reboot à la The Dark Knight aufsprangen und das “Parodie” nannten. Das ist nicht süß, sondern einfach nur traurig. Ich muss es wissen, ich habe davon etliche verbloggt.

Was ein Blödsinn. Ehrlich? Das ist schlimmer als The Last Jedi.

Bitte respektiert meine Privatsphäre und die meiner Familie in dieser schwierigen Zeit.

Finding that they are uniquely equipped to communicate with one another, Tim and Pikachu join forces on a thrilling adventure to unravel the tangled mystery. Chasing clues together through the neon-lit streets of Ryme City — a sprawling, modern metropolis where humans and Pokémon live side by side in a hyper-realistic live-action world—they encounter a diverse cast of Pokémon characters and uncover a shocking plot that could destroy this peaceful co-existence and threaten the whole Pokémon universe.

Ha ha … nein.

Es ist nicht wirklich so, als wäre mir das Toy Story Franchise tatsächlich wichtig genug, dass ich einem vierten Teil aus Gründen unaufgeschlossen gegenüberstehe, aber hat man denn mit dem hochemotionalen Ende des dritten Teils nicht nur die Geschichte perfekt abgeschlossen, sondern auch alles erzählt?

Toy Story 4 hatte dazu wie einige Pixar-Produktionen aus den letzten Jahren erhebliche Startschwierigkeiten. John Lasseter verließ das Projekt nach Vorwürfen von sexuellen Übergriffen am Arbeitsplatz, das ursprüngliche Drehbuch von Rashida Jones und Will McCormack wurde ebenfalls komplett umgeschrieben und Jones kritisierte Pixars Arbeitsumgebung sogar als sexistisch. Ich vermute zu Recht.

Eigentlich keine guten Bedingungen für ein unnötiges Sequel, aber Pixar schickt seine Helden dennoch auf ein neues Abenteuer. Dabei treffen sie Forky, einen Plastik-“Göffel”, der zufällig durch zwei Augen und Kleber von einem Kind Bewusstsein geschenkt bekommt und eine Existenzkrise entwickelt. Das finde ich wiederum interessant und erzählenswert.

Interessante Song-Auswahl auf jeden Fall, da Joni Mitchells “Both Sides Now” nicht glücklich endet.

Poster of Dogs

10 Nov, 2018 · Sascha · Film,Kunst · 0 comments

Go big or go home. Tyler Stouts Posterdevise macht sich nach wie vor bezahlt, besonders bei so hübschen Filmen wie denen von Wes “Hundemörder” Anderson, der bekannterweise gerne mal auf einen größeren Cast setzt.

Isle of Dogs steht bisher noch auf meiner Watchlist, aber das Poster ist schon mal extrem nice, hübsches Companion-Piece zu Fantastic Mr. Fox. Die Metallics in der Variant-Edition sehen auch super aus.


Lucasfilm / A24

Mein lieber Freund Lucas und ich sprachen in einer halben Reunion der Kulturindustrie über Solo: A Star Wars Story und First Reformed. Ich mochte beide Filme sehr, Lucas dagegen nur einen. Ihr dürft selbst raten, welcher Film es war.

In Folge #120 sprechen Sascha (von pewpewpew.de) und Lucas über den unlängst für das Heimkino veröffentlichten Franchise-Film “Solo: A Star Wars Story” und Paul Schraders Comeback-Erfolg “First Reformed”. Dabei geht es um Filme als “Dienstleistung”, das Wesen des Fantums, Zitate und Radikalität im Kino.

Für Feedback oder Fragen schreibt ihr Lucas bitte eine Mail an feedback@longtake.de oder ihr folgt @longtakede direkt auf Twitter. Am besten hinterlasst ihr dem Podcast aber eine positive Bewertung auf iTunes.


Eurovideo Medien

Fünfzehn Jahre sind seit dem Einmarsch der US-Truppen im Irak vergangen. Es begann mit einer Lüge, es folgten Krieg, Folter und Spätfolgen, die die Region bis heute prägen. Es wird Zeit, dass sich auch das Kino endlich damit beschäftigt, wie es nur so weit kommen konnte.

Die politische Rehabilitierung von George W. Bush ist gelungen. Seit einiger Zeit sind die sozialen und traditionellen Medien vollgefüllt mit süßen Momenten von Amerikas neuestem Lieblings-Opa. Zuhause in Texas übt er sich gerne als Hobbymaler. Auf der Totenmesse von Senator John McCain reicht er Michelle Obama liebevoll ein Bonbon und zusammen mit seinem Nachfolger verteidigt er Schulter an Schulter amerikanischer Werte – zumindest in Form einer Rede. Inzwischen tritt „Dubya“ sogar wieder bei Wahlkampfevents auf, die der Finanzierung seiner bedürftigen Parteigenossen helfen sollen. Noch vor zehn Jahren war dies ein undenkbarer Vorgang, war Bush Nummer Zwei nach seinen Amtszeiten doch politisch radioaktiv. Im Vergleich zum chaotischen Monster, das aktuell das Weiße Haus bezogen hat und täglich den nächsten Tiefpunkt jagt, verblassen aber scheinbar die Erinnerungen an den Irak-Krieg, den Abu-Ghuraib-Folterskandal oder die zaghafte Reaktion auf den Hurrikan Katrina.

Rob Reiner dürfte dies gar nicht gefallen. Seit dem Start seiner Karriere hat er mit This Spinal Tap, Stand By Me, Harry und Sally oder Die Braut des Prinzen Filme für die Ewigkeit gemacht. Dann folgten zwar ein paar Kinohits, doch es schien als wäre mit dem sein Deal mit dem Teufel zum Jahrtausendwechsel ausgelaufen. Danach verließ ihn sein Glück. Seitdem sieht man Reiner häufiger als Gast in US-amerikanischen Polit-Sendungen, in denen er aus dem liberalen Lager heraus aktuelle Themen wie Umweltschutz und Pressefreiheit kommentiert. Dafür brennt der Mann sichtlich. Dieses Feuer ist auch in seinem neuem Film Shock and Awe zu erkennen. (weiterlesen…)

I love how Hurwitz manages to effortlessly change between frightening and inspiring segments, then combining them altogether and achieving something truly greater than the sum of its parts, all while making you truly feel like you‘re part of that ride, forcefully but also joyfully trying to escape the surly bonds of Earth. This track keeps building and building, creating a nostalgic longing for times when man dared to dream this big, until you leave the atmosphere and literally feel weightless. “The Landing” is this score’s standout, rightfully so with its amazing full-on brass moments, but this is will be my favorite.

Jesse Wellens hat es wieder geschafft. Nach der genialen Speeder Bike Aktion in Manhattan gibt es auch in diesem Jahr wieder ein Halloween-Event der Sonderklasse von ihm und seiner Crew. Zusammen mit Doc Brown und dem DeLorean flieht er vor Griffs Gang im Jahr 2015+3. Steve-O mimt dabei Griff Tannen und der originale Rafe “Data” Unger, gespielt von Ricky Dean Logan, ist auch dabei. Nach dem Klick noch ein Making Of. (weiterlesen…)