Film - PewPewPew

Train To Busan war der letzte gute Zombiefilm und einer der interessantesten Genreeinträge seit dem Zombie-Revival mit 28 Days Later. Regisseur Sang-Ho Yeon, der bereits den Prequel-Anime Seoul Station fabrizierte, setzt seinen koreanischen Zombie-Mythos nun weiter fort. Mit Rampant reist er zurück in die Vergangenheit und lässt Zombies gegen Martial Arts Kämpfer antreten und bedient sich dabei bereits im Trailer zahlreicher Wuxia-Klischees. Charmant! Mir gefällt diese lose Verbindung der Filme sehr und das erinnert stark an Max Brooks Zeitreise durch die Geschichte am Ende seines Zombie Survival Guides, der ja ebenfalls ein Quasi-Prequel für World War Z war.

A darkness looms over ancient Korea: murderous creatures known as Night Demons have overrun the country. Returning from a long imprisonment abroad, Prince Ganglim discovers that it will take the strength of his entire kingdom to stop the bloody rampage spreading across the nation.


Rampant
startet am 8. November bei uns schon kurz nach Halloween. Freude!

(Ich weiß, dass das technisch gesehen keine Samurai sind, eher Ssaurabi, aber das ist ja auch ein Thema für sich und wir lassen das mal so stehen, okay?)

Jason Clarke und John Lithgow sind nicht meine persönlichen Idealbesetzungen und von den Regisseuren habe ich ebenfalls noch nie etwas gesehen oder gehört, aber das sieht doch ganz vernünftig aus und nach IT könnte es ja bitte auch mit Pet Semetary gelingen, einem Stephen King Film aus den Neunzigern zu einem vernünftigen Remake zu helfen. Große Leidenschaft gibt es jedoch hier nicht zu finden. Da freue ich mich lieber über weitere Netflix-Verfilmungen wie die der Kurzgeschichte In the Tall Grass. Nach den unterhaltsamen 1922 und Gerald’s Game scheinen sich da nämlich zwei gefunden zu haben.

Castlebeats Album VHS ist aktuell immer noch meine Nr. 1 des Jahres und das Video macht mich sehr happy.


Focus Features

Worldbuilding ist für mich bei Science Fiction Filmen immer noch das A und O. Captive State zeigt uns eine Zukunft, in der die Aliens die Herrschaft über unsere Erde übernommen haben. Die “Legislatur” hat jedoch entgegen vieler Hollywood-Stereotypen für massenweise positive Veränderung gesorgt und quasi eine Utopie auf Erden ohne Kriminalität, Versorgungsengpässe und Klimawandel geschaffen. Wieso die Menschheit vernichten, wenn diese eventuell ihre Atombomben einsetzen und dabei die Erde verseuchen? Schlaue Aliens unterjochen die Erdenbürger lieber und bespaßen sie minimalem Aufwand wie Fusionsenergie und vielen Hotdogs.

Zehn Jahre nach der Machtübernahme setzt Captive State ein und zeigt dabei den Spannungskonflikt zwischen Freiheit und Sicherheit inklusive Aliens.

Ich verfolge Rupert Wyatts (Rise of the Planet of the Apes) neuen Film bereits seit seiner Ankündigung und der erste Teaser ist genau nach meinem Geschmack. Er zeigt uns die perfekte Welt, während wir aber unserer imminenten Zerstörung bei einer kleinsten Auflehnung sicher sein können. John Goodman spielt den Präsidenten und Half-Life 2 / Childhood’s End Anlehnungen überschauen wir jetzt mal gönnerhaft, immerhin hat der Film bisher eine richtig schöne Marketingkampagne inklusive einer Webseite voller Alien-Propaganda und Instagram-Pics von Hunden und Raumschiffen. Wie man das früher mal gemacht hat bei Filmen, aber man noch glaubte, die Nerds würden das Box Office bestimmen.

The Legislature: A History

Desecrated by war, famine, crime, disease and disasters – humanity teetered on the brink of extinction. Thankfully, a higher power stepped in and a new hope came to the planet in the form of a savior to herald the dawn of a new era. The Legislature’s arrival signaled a new hope for Earth. Their establishment of leadership swiftly brought peace, prosperity and unity to its people.

The Legislature established control to save and preserve the planet and its inhabitants. Advanced technologies were introduced to ensure crime was eradicated. The population was swift to embrace The Legislature’s establishment of law and order. In return, The Legislature was magnanimous and appointed select humans for higher ranking positions in government and law enforcement to assist with monitoring the new and much-improved status quo.

In the nine years since The Legislature stepped in to save humanity from itself, Earth’s inhabitants have once again begun to flourish. The human population is now relishing in the new affluence and hope that has been given to them by The Legislature. Unemployment no longer exists, thanks to The Legislature’s governing and job-creation policies. Crime is at an all-time low, as income inequalities no longer trigger this kind of fruitless human behavior. Those who challenge the status quo are swiftly relocated to ensure peace is maintained across the land.

The United State of America no longer experiences the petty division and strife that previously befell them; instead the Home of the Brave celebrates unity, embracing The Legislature that saved the country and the world. Together, they excel and celebrate this new era.

Hier ein paar Trailer der New York Comic Con. Wie immer nur das, was ich auch gucken werde:

The Boys

Als großer Fan des Comics versuche ich mich nicht über das völlig unverständliche Casting von Karl Urban als Billy Butcher aufzuregen (hätte es da wirklich niemand anderen gegeben?), sondern ich freue mich, dass Garth Ennis’ edgy Superhelden bei Amazon ein passendes Zuhause gefunden haben. Unter der Leitung von Seth Rogen und Evan Goldberg, die auch schon Preacher angemessen umgesetzt haben, dürften der Gewalt also keine Schranken vorgesetzt sein. Außerdem kommt die Serie jetzt zu einem Zeitpunkt, wo auch Normies dank dem MCU inzwischen so im Superheldenkosmos immersiert sind, dass die subversiven Ansätze des Comics fruchten können.

Aquaman

Überraschenderweise steige meine Vorfreude auf diesen Film. Erfahrungen mit Aquaman sind bei mir aber an einer Hand abzuzählen und ich bin kein leidenschaftlicher Fan. Dafür erfreut es mich, dass James Wan Spielbergs Tim und Struppi ebenso sehr mag wie ich. Insgesamt wird das Ganze am Ende auch bitte tatsächlich so spaßig und selbstironisch wie im Marketing angeteasert. Die CGI-Megaschlacht mit Haien und Riesenkrabben wird den Film nämlich nicht retten. (weiterlesen…)

Musikfilm: Easy Rider x The Trip

08 Oct, 2018 · Sascha · Film · 0 comments

Neues vom I’m a cyborg but that’s OK Youtube-Kanal, der hier einen Lieblingsfilm mit einem Lieblingslied vereint. Gänsehaut! Still Corners haben übrigens vor zwei Monaten ein sehr stimmungsvolles, neues Album rausgebracht. (“Sad Movies” ist besonders super.)

Banksy nervt

08 Oct, 2018 · Sascha · Film · 0 comments

Andere haben das schon wesentlich eloquenter und better zusammengefasst, aber Banksy nervt einfach nur. Ich konnte mit seinen /r/Im14andthisisdeep-Stencils noch nie etwas anfangen, andere Projekte wie die mobilen Truck-Gärten in New York City fand ich dagegen wieder ästhetisch ansprechender. Auch Exit Through The Gift Shop ist ein toller Film.

Trotzdem hat mich an der Aura von Banksy schon immer etwas gestört und auch jetzt wieder kann ich nur den Kopf schütteln. Sein Werk “Girl with a Balloon” wurde lange vor seiner Memehaftigkeit für ein paar Tausend Dollar verkauft und nun wurde es vom Auktionshaus Sotheby versteigert. Als das Teil aber für knapp anderthalb Millionen US-Dollar einen Bieter fand, aktivierte sich ein im Rahmen eingebauter Schredder (den vorher niemand bemerkt haben will …), der den Print zerstörte – aber eben nur bis zur Hälfte. Genau so, dass der Ballon noch zu sehen ist. Erneut außer Reichweite. Deepe Message, Bro. #420

 

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. “The urge to destroy is also a creative urge” – Picasso

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Der Bieter wird sich freuen. Der Print ist nun mit dem Rahmen zu einem gemeinsamen Kunstwerk verschmolzen, Banksy ist wieder in den Medien als subversiver troubled artist, der gegen die #fame und kApItAl!$mUs ankämpft, während das Teil natürlich jetzt noch wertvoller geworden ist und Banksy somit in seiner Mission gescheitert ist. Oder ist er das? Wollte er in Wahrheit nur zeigen, dass man Kunst nicht zerstören kann und die Zerstörung selbst ein kreativer Prozess ist? Oder dass die reichen Käufer dumm aussehen? Oder dass die Deppen jetzt noch mehr für ein “zerstörtes” Werk zahlen werden? Alles zusammen? Uff.

Klar, jetzt reden alle für zwei Tage über Kunst und Dialog ist immer gut, aber irgendwie nervt mich auch diese ständige Selbstbeschäftigung und Selbstinszenierung Banksys. Außerdem halte ich die ganze Show für inszeniert und mit Sotheby abgesprochen. Das Video, in dem er angeblich 2006 den Schredder in den Rahmen eingebaut haben will, ist dazu qualitativ identisch mit den Aufnahmen der Versteigerung. Ein bisschen mehr Mühe kann man sich bei diesen Fakes schon geben.

Christian Bale transformiert seinen Körper erneut und das schreckliche Resultat ist weder Batman noch ein dünner Geist, sondern Dick Cheney. AHh!! Dabei überschattet er schon im Trailer andere vielversprechende Schauspieler wie Sam Rockwell als George W. Bush! Adam McKays neuer Film knöpft sich nach der Finanzkrise 2008 (The Big Short) wieder ein Thema vor, das die Nullerjahre dominierte. Aktuell mutiert er zu einer besseren Version von Oliver Stone – spannender, unterhaltender, kompetenter. Aber seht selbst im Trailer:

Apropos Oliver Stone, der hatte bereits 2008 mit W. den ersten Spielfilm gemacht, der mit der Bush-Regierung hart ins Gericht geht. In dem nicht viel beachteten Film gab Josh Brolin eine Oscar-reife Performance als Dubya und Richard Dreyfus konnte als Vize-Präsident seiner Karriere eine weitere Höchstleistung hinzufügen. VICE wird sich dem Ganzen natürlich mehr en detail widmen und darauf habe ich Lust. Erst vor Kurzem konnte ich vorab Shock & Awe von Rob Reiner sehen (kommt am 23. Oktober) und diesen rechtschaffenden Zorn finde ich immer noch wichtig, besonders im Vergleich mit dem orangenen Tölpel, dessen bisherige Präsidentschaft in den Medien schlimmer klingt als zwei Mal Bush, aber noch lange nicht die langfristigen, außenpolitischen Folgen hat.