Review - PewPewPew

Lucasfilms aktuelle Animationsserie Star Wars Resistance hat inzwischen genug Episoden ausgestrahlt, um einen Eindruck zu hinterlassen – oder eben nicht. Zusammen mit Tobi aka @BlueMilkBlues habe ich mir die erste Staffelhälfte angesehen, in seinem Podcast besprechen und dabei das Dilemma der Serie, sowohl eigenständige Geschichten und gleichzeitig Plotlöcher der Filme zu stopfen, herausgestellt. Große Fans der Serie sind wir bisher nicht, aber wie geht man mit seiner Kritik richtig um und wo beginnt die Schwelle zum toxischen Fandom? All das und mehr in meiner diesjährigen Star Wars Therapiesitzung mit Tobi!

Link zum Podcast

Shownotes:

“Wir haben uns die ersten 13 Folgen von Star Wars Resistance reingezogen und reden darüber. Am Anfang jedenfalls. Mit dabei ist Sascha von PEW PEW PEW, der schon in Folge 26 dabei war. Wie schneidet Resistance bei uns ab? Haben wir Lust auf mehr? Und was hat das alles mit Friends, dem 11. September, Nazis auf dem Mond und der Flucht ins echte Leben zu tun?

Im letzten Drittel beschäftigen uns wir dann noch mit einer Hörerfrage zum Thema Toxic Fandom. Wo liegt die Grenze zwischen berechtigter Kritik und Toxic Fandom – und was ist einfach schlechte Diskussionskultur? Viel Spaß damit!”

Der Podcast wurde übrigens erneut auf Star Wars Union gefeaturet und ich finde es immer noch sehr bizarr, dort meinen Namen zu lesen.

Links zu BMB und Podcast-Feeds:

Blue Milk Blues: #37: Männer, die auf Cartoons starren
iTunes: Blue Milk Blues
Podcast-Feed: http://www.bluemilkblues.de/feed/podcast/


Universal

Eigentlich wollten Alex, Lucas und ich gemeinsam über Damien Chazelles Meisterwerk First Man reden, doch technische Probleme schnitten mich von ihnen ab wie einst Spock von Kirk. Schade, aber es gibt Schlimmeres. Wie zum Beispiel ihr Gespräch, bei dem mir durch das ständige Kopfschütteln schwindelig wurde. Ich sah das alles ganz anders als Lucas! Das konnte ich nicht auf Ryan-Baby sitzen lassen. Also zwang ich ihn zu einer erneuten Aufnahme (er bot mir das freundlicherweise an) und ich zerstörte ihn (wir hatten ein schönes Gespräch über einen der besten Filme des Jahres).

Für Feedback oder Fragen schreibt ihr Lucas bitte eine Mail an feedback@longtake.de oder ihr folgt @longtakede direkt auf Twitter. Am besten hinterlasst ihr dem Podcast aber eine positive Bewertung auf iTunes.


Überraschung! Die Kulturindustrie meldet sich doch wieder zurück und das sogar noch in diesem Jahr. Ob es bei einem einmaligen Reunion-Gig bleibt oder wir schon bald wieder die immensen Hallen Europas bespielen, bleibt vorerst in den Sternen geschrieben. In Ausgabe 19 geht es um die Jahreshighlights 2018 und wieder hat jeder drei schöne Filme, Serien, Spiele, Bücher, Alben uvm. anzubieten.

Shownotes:

Kulturindustrie auf Twitter – @kultindustrie
Schickt uns eure Empfehlungen per Sprachnachricht an podcast@kulturindustrie,de

Alex auf Twitter @alexmatzkeit – Lucas auf Twitter @kinomensch – Mihaela auf Twitter @mihatory – Sascha auf Twitter @reeft

Musik: Gipfeltreffen | gipfeltreffenband.de/

Links zu Prodigee und Podcast-Feeds:

Podigee: 018 – Podcast und Pause
iTunes: Kulturindustrie
Podcast-Feed: https://kulturindustrie.podigee.io/feed/aac

 


Warner Bros.

Back when Marvel’s cinematic universe was still only a few movies old, its architect Kevin Feige had to do the impossible: Tell an intriguing sequel to Tony Stark’s story while also setting up his larger ideas for the formation of the Avengers and beyond. Ultimately, it ended up being The Avengers 0.5 and a forgettable while still fine disappointment that only gets mentioned as an example of how not to do it. J.K. Rowling, apparently, is not much into superhero movies. Otherwise, this franchise buster would have been prevented.

Fantastic Beasts should be a whimsical and adventurous movie about catching Pokémon with a wand and falling in love with a world that has so much more to offer than the rehashing tale of a dangerously looming dark wizard. And yet we are here: Iron Man 2 levels of bad franchise building full of horribly confounding flashbacks, characters, and spells. Newt is yet again a completely one-sided and underdeveloped secondary character in his own story that is in desperate need of an A plot. The eponymous beasts are reduced to simple plot devices, CGI showcases, or simple jokes. Yates’ direction feels aimless without the gravity and aesthetics of Hogwarts at its core and the overall plot is a complete mess that needs major rewrites to get some sort of pacing.

On top of that Rowling included yucky comparisons of wizards and the holocaust as well as completely backwards relationships and forms of representation. The film forgets about a bunch of characters midway through and ends on the possibly cheapest cliffhanger ever. Yet the biggest crime committed in this movie is how fucking unbelievably boring all of it is.

Harry Potter may have been the boy who lived but Fantastic Beast is the franchise which died.


Lucasfilm / A24

Mein lieber Freund Lucas und ich sprachen in einer halben Reunion der Kulturindustrie über Solo: A Star Wars Story und First Reformed. Ich mochte beide Filme sehr, Lucas dagegen nur einen. Ihr dürft selbst raten, welcher Film es war.

In Folge #120 sprechen Sascha (von pewpewpew.de) und Lucas über den unlängst für das Heimkino veröffentlichten Franchise-Film “Solo: A Star Wars Story” und Paul Schraders Comeback-Erfolg “First Reformed”. Dabei geht es um Filme als “Dienstleistung”, das Wesen des Fantums, Zitate und Radikalität im Kino.

Für Feedback oder Fragen schreibt ihr Lucas bitte eine Mail an feedback@longtake.de oder ihr folgt @longtakede direkt auf Twitter. Am besten hinterlasst ihr dem Podcast aber eine positive Bewertung auf iTunes.


Eurovideo Medien

Fünfzehn Jahre sind seit dem Einmarsch der US-Truppen im Irak vergangen. Es begann mit einer Lüge, es folgten Krieg, Folter und Spätfolgen, die die Region bis heute prägen. Es wird Zeit, dass sich auch das Kino endlich damit beschäftigt, wie es nur so weit kommen konnte.

Die politische Rehabilitierung von George W. Bush ist gelungen. Seit einiger Zeit sind die sozialen und traditionellen Medien vollgefüllt mit süßen Momenten von Amerikas neuestem Lieblings-Opa. Zuhause in Texas übt er sich gerne als Hobbymaler. Auf der Totenmesse von Senator John McCain reicht er Michelle Obama liebevoll ein Bonbon und zusammen mit seinem Nachfolger verteidigt er Schulter an Schulter amerikanischer Werte – zumindest in Form einer Rede. Inzwischen tritt „Dubya“ sogar wieder bei Wahlkampfevents auf, die der Finanzierung seiner bedürftigen Parteigenossen helfen sollen. Noch vor zehn Jahren war dies ein undenkbarer Vorgang, war Bush Nummer Zwei nach seinen Amtszeiten doch politisch radioaktiv. Im Vergleich zum chaotischen Monster, das aktuell das Weiße Haus bezogen hat und täglich den nächsten Tiefpunkt jagt, verblassen aber scheinbar die Erinnerungen an den Irak-Krieg, den Abu-Ghuraib-Folterskandal oder die zaghafte Reaktion auf den Hurrikan Katrina.

Rob Reiner dürfte dies gar nicht gefallen. Seit dem Start seiner Karriere hat er mit This Spinal Tap, Stand By Me, Harry und Sally oder Die Braut des Prinzen Filme für die Ewigkeit gemacht. Dann folgten zwar ein paar Kinohits, doch es schien als wäre mit dem sein Deal mit dem Teufel zum Jahrtausendwechsel ausgelaufen. Danach verließ ihn sein Glück. Seitdem sieht man Reiner häufiger als Gast in US-amerikanischen Polit-Sendungen, in denen er aus dem liberalen Lager heraus aktuelle Themen wie Umweltschutz und Pressefreiheit kommentiert. Dafür brennt der Mann sichtlich. Dieses Feuer ist auch in seinem neuem Film Shock and Awe zu erkennen. (weiterlesen…)


AMC

Finale, oh-oh! Endlich hat dieser Schrecken namens 4. Staffel Fear the Walking Dead ein Ende. Auch in der 16. Folge macht die Serie so ziemlich alles falsch. Nächstes Jahr kann es nur besser werden.

Ich hatte recht. Leider. Mir ist es nicht wichtig, meine eigenen hellseherischen Fähigkeiten Fans der Serie in die Gesichter zu reiben, denn eigentlich will ich diese Serie wie im letzten Jahr lieben. Aber rückblickend finde ich es erschreckend, wie genau ich bereits in meinem Recap des Finales der 3. Staffel diesen Reboot der Serie kommen sah. Ich hätte nur nicht gedacht, dass es so schlimm wird. Doch die 16. Folge der 4. Staffel Fear the Walking Dead namens …I Lose Myself bestätigt erneut: Diese Season war eine einzige Katastrophe.

Fear the Walking Dead ruinierte die bisherige Serie

Eine schlechte Handlung mit vielen Logiklöchern, bedeutungslose neue Figuren, die alte Figuren an den Rand drängen oder gleich ganz aus der Serie geschrieben werden und eine Figur, für die glatt die ganze Serie umgestaltet wird. Die Liste ist lang und eigentlich noch viel länger, aber ich muss es hier kurz machen. Die 4. Staffel Fear The Walking Dead hat überhaupt nicht funktioniert.

Auch das Ende der neuen Staffel Fear the Walking Dead hat nicht gerechtfertigt, wieso ausgerechnet Morgan (Lennie James) für das Crossover ausgewählt wurde, denn Abrahams Gruppe, die schließlich aus Texas kam, hätte sich prima angeboten. Stattdessen reiste der Killer-Mönch mit dem sechsten Sinn nach Texas, um dort Jahre später auf Madisons Gruppe zu treffen. Mitreißende und verführerische Figuren der 3. Staffel wie Daniel Salazar, Proctor John und Qaletaqa Walker werden gleich ganz aus der Serie rausgeschrieben, ohne jemals wieder erwähnt zu werden. Der Cliffhanger der letzten Staffel, bei dem alle genannten Figuren zentrale Rollen einnahmen, wird nie wirklich aufgelöst und stiefmütterlich in einer Nebenszene abgehandelt. Strand, Alicia und Luciana nehmen bis auf kurze Ausnahmen nur noch Nebenrollen ein, während Madison und Nick in der 1. Hälfte nach einer viel zu langen Nacherzählung der Ereignisse aus der Serie geworfen werden. Nach dem radikalen Kahlschlag macht Fear the Walking Dead erstmal … nichts. Wie immer gibt es ein Event, das alle Figuren in alle Winde zerstreut, sodass sie sich bis zum Finale wiederfinden müssen. Kleine Highlights existieren, doch nie waren die Tiefpunkte so extrem und reichlich.

Der Umbruch hinter den Kulissen ist vielfältig zu spüren. Vor allem der Look der Serie hat immens gelitten. Waren zuvor auch farbige Bilder erlaubt, die der Serie Leben einhauchten und die titelgebenden Toten somit Anlass zum Fürchten gaben, gleicht die Serie in der neuen Staffel dem Grau-in-Grau der Mutterserie. Wiedererkennbare Handlungsorte mit Charakter oder Charme sucht man vergeblich. Bisher kaum erwähnt, aber umso wichtiger: Mit Showrunner Dave Erickson verließ auch Komponist Paul Haslinger die Serie, dessen pochende Beats der Serie ein Herz und eine Stimme in stillen Momenten gaben. Von denen gab es zwar immer noch genug, zu viele sogar. Die ganze 4. Staffel war zäh wie Kaugummi und konnte selbst in den dramatischen Momenten nie mitreißen. Stets war absehbar, was passiert und wer überlebt.

Fear the Walking Dead ruiniert den Reboot

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AMC

Auch in der 15. Folge der 4. Staffel von Fear The Walking Dead können die Autoren der Serie kein neues Leben einhauchen. Kurz vor dem Finale wirken die Handlungen vorhersehbar und die Figuren schal. Zeit, dass bald Schluss ist.

Der spannendste Moment im (Fear) The Walking Dead-Universum ist schon fast ein Jahrzehnt alt. Er stammt aus dem Comic. Achtung, Spoiler: Dort tötet ein kleiner Junge seinen Zwillingsbruder, da die Sozialisation des Kindes aus dem Ruder lief und die alltäglich gewordene Gewalt plötzlich Teil des Spielzimmers wurde. Wie ist mit einem solchen Kind umzugehen, das nun für den Rest der Gruppe zur Gefahr werden könnte? Weder Rick noch seine Freunde trauten sich anzusprechen, was jeder dachte. Auch das Kind zurückzulassen käme am Ende dem scheinbar unvermeidlichen Schicksal gleich. Autor Robert Kirkman hatte ein verlockendes Dilemma erschaffen. Spoiler Ende.

Darf man einen Menschen töten, um andere zu beschützen? (weiterlesen…)