Review - PewPewPew


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Fear the Walking Dead kehrt aus einer sehr kurzen Sommerpause zurück. Doch nichts hat sich geändert, die 5. Staffel greift weiterhin ins Leere. Die einzige Hoffnung bleibt eine unglaubliche Rückkehr.

Das Midseason-Finale ist, natürlich, eine Lüge. Die Idee, dass eine Serie für einige Monate nach einem vorzeitigen Höhepunkt und Abschluss diverser Handlungsstränge verschwindet und danach erholt wie aus einer Kur zurückkehrt, kann natürlich nur in bitterer Enttäuschung enden.

Schließlich wurde hinter den Kulissen ununterbrochen weitergearbeitet und das kreative Team nicht ausgetauscht. Das bedeutet, dass Fear the Walking Dead trotz eines netten formalen Gimmicks bei seiner Rückkehr aus der nur sehr kurzen Sommerpause seine Altlasten mit sich trägt und offensichtlich weiterhin keine Anstalten macht, die eingeschlagene Richtung auch nur bisschen anzupassen.

Das heißt: Morgan und seine Gutmenschen kehren von ihrem Abenteuer aus der magischen Zone zurück. Dabei handelt es sich um ein von Bergen eingeschlossenes Waldgebiet inmitten von Texas, das durch ein Atomkraftwerk bedroht wurde und nur durch ein Flugzeug betreten oder verlassen werden konnte.

Das heißt auch: Morgan bleibt weiterhin die Hauptfigur und treibende Motor einer Serie, der es seit einigen Folgen an Überzeugungskraft fehlt. Zudem schließen sich die ehemaligen Bad Boys Daniel Salazar (Rubén Blades) und Strand (Colman Domingo) der Gruppe und ihrer selbstlosen Philosophie an, so vielen Menschen wie möglich in der Apokalypse zu helfen. Koste es, was es wolle.

Lediglich Alicias (Alycia Debnam-Carey) kurzer Flirt mit dem Tod bringt einige Veränderungen mit sich. Aber keine guten. (weiterlesen…)

Halbzeit bei Fear The Walking Dead! Nach acht Folgen ist die fünfte Staffel wieder genau dort angelangt, wo die Serie letztes Jahr aufgehört hat und niemand ist schlauer. Das ist eine Bankrotterklärung.

Die fünfte Staffel von Fear the Walking Dead, das können wir nun nach acht Folgen zweifelsfrei sagen, eine scheinheilige Moralpredigt und erzählerische Bankrotterklärung der Autoren.

Wie es dazu kam? Ein kurzer Rückblick: Morgan (Lennie James) verlässt seine Heimat und wird der neue Protagonist der Serie, die daraufhin nicht nur ihre besten Figuren Madison (Kim Dickens) und Nick (Frank Dillane) tötet, sondern auch die Kernidee verwirft, die die Serie seit drei Staffeln bearbeitet: Die Überlebenden sind in Wahrheit die Walking Dead, vor denen es sich zu fürchten gilt. Deshalb ja auch Fear the Walking Dead.

Madisons langsamer Fall zur ruchlosen Mörderin und der einhergehende Bruch mit ihrer Familie wurden mit Morgans Gutmenschentum und Hilfsmission ausgetauscht. Das Ergebnis war vielleicht moralisch löblich, aus erzählerischer Perspektive jedoch weitaus weniger spannend. (weiterlesen…)

Für meine Kritik am unreflektierten Umgang mit der Nostalgie-Überwältigung in Stranger Things habe ich in der Vergangenheit viel Lack gekriegt. Nun gefällt mir die dritte Staffel deutlich besser einer gefühlten Mehrheit im Netz. Woran liegt das? Mit Rajko Burchardt habe ich das und noch mehr hinterfragt.

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Shownotes:
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Wowcast 70: Stranger Things Staffel 1
Wowcast 99: Stranger Things Staffel 2
Calpurnia – Full Performance (Live on KEXP)
Vaporwave: Genre Redefined

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Lange passierte nichts in Fear The Walking Dead, nun überschlagen sich die Ereignisse und die Wolken am Himmel lassen nichts Gutes erahnen.

Fear the Walking Dead verschwendet in dieser Woche keine Zeit. Der Cliffhanger der letzten Woche wird nämlich in der 7. Folge der 5. Staffel (Still Standing bzw. Boden unter den Füßen) direkt aufgelöst. Nach einer Notlandung müssen Charlie und Strand (Colman Domingo) sich radioaktiv verstrahlten Zombies stellen und gleichzeitig die wichtigen Flugzeugpropeller retten.

Das ist aber noch nicht alles!

Gleichzeitig versuchen Alicia (Alycia Debnam-Carey) und Morgan (Lennie James) die Welt zu retten: Madison (Kim Dickens) Tochter kümmert sich um die Kinder des Waldes, während Morgan die Kernschmelze im Atomkraftwerk aufhalten möchte. Währenddessen hilft John Dwight weiterhin bei der Suche nach dessen Frau Shelly und Luciana stellt ein Leck im Tank des Flugzeuges fest, weshalb June und Althea (Maggie Grace) nochmal auf den Berg klettern, um Kerosin zu stibitzen.

Puh. Ganz schön viel los! (weiterlesen…)


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Kurze Lichtblicke werden wohl in dieser Staffelhälfte alles sein, was die Fans von Fear The Walking Dead erwarten dürfen. Die 6. Folge der 5. Staffel erreicht einen neuen Tiefpunkt.

Zwei Folgen vor dem Midseasonfinale hat Fear the Walking Dead keinen klaren Bösewicht, keine Gegenspieler, keine in sich konsistenten Charakterentwicklungen, keine moralisch komplexen Szenarien und auch sonst nur ansatzweise interessante und vor allem glaubhafte Konflikte geschaffen, die eine Handvoll Episoden mit einem roten Faden verbinden können.

Bisher ist niemand gestorben. In einer Zombie-Serie. Selbst Luciana lebt noch.

Zwei Folgen vor dem Finale ist klar: Die Showrunner Ian Goldberg and Andrew Chambliss müssen ihre Posten räumen. AMC war bereits in der Vergangenheit nie zimperlich im Umgang mit den kreativen Gestaltern von The Walking Dead-Serien. Nun ist es wieder so weit. Es ist höchste Zeit für frisches Blut. (weiterlesen…)


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Eine Fear the Walking Dead-Folge über Althea und die Organisation, welche Rick Grimes in der Mutterserie rettete. Das sollte für eine gute Episode genügen. Warum dies nicht gelingt, lest ihr im Recap.

Ein Viertel dieser Staffel ist vorüber und bisher ließ Fear the Walking Dead mich relativ kalt. Doch nun erscheint mit der 5. Folge der 5. Staffel eine Geschichte über die entführte Althea (Maggie Grace) und die mysteriösen Helikopter-Menschen, bei denen auch Rick Grimes vermutet wird. Klingt nach einem anregenden Szenario und die Folge namens “Das Ende von Allem” – so ein Titel weckt Erwartungen! – beginnt auch stark.

Ist das also der Wendepunkt der bisherigen Fear the Walking Dead-Staffel, ja vielleicht sogar endlich die Erlösung erwartungsvoller Fans?

Leider nein. Nach einem visuell starken Einstieg und einer spannenden Verfolgungsjagd zieht die Serie wie so oft die Handbremse für ein Drama, das diese Bezeichnung nicht verdient.

Gleich zwei Mal findet sich Althea (Maggie Grace) nach dem Aufwachen angekettet wieder, um sich dann zu befreien, nur um dann wiederum von ihrer Entführerin aufgegabelt zu werden. Diese repetitiven Handlungskreise der Serie wirken frustrierend. Doch es wird noch schlimmer. (weiterlesen…)


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Fear The Walking Dead gelingen keine authentischen Konflikte, doch immerhin kann der alte Cast Funken versprühen. Ein Zeichen für Hoffnung auf eine letzte Chance?

Es wird Woche um Woche schwerer, Enthusiasmus für diese Version von Fear the Walking Dead aufzubringen. Auch in Auf leisen Pfoten, der 4. Folge der 5. Staffel (mit dem Original-Namen Skidmark, dazu aber später mehr) kann die Serie einfach nicht begeistern. Auch wenn sie einen kleinen Sprung nach vorne macht.

Es ist nicht so, als würde ich diese 5. Staffel hassen, wie ich es im letzten Jahr tat, aber es gibt auch nicht wirklich viel zu mögen. Die bisherigen Handlungsstränge erbringen keine nennenswerten oder bedeutungsvollen Resultate und alles wird weiter träge und öde, ohne größere Ambitionen weitererzählt. Es scheint, als sei die Serie von sich selbst gelangweilt.

Morgan bleibt das größte Problem von Fear The Walking Dead

Das liegt vor allem an Morgan (Lennie James). Immer wieder Morgan. Am Ende dieser Folge gibt es einen kleinen Moment, in der sich der stoische Edelmann kurz gegenüber Alicia (Alycia Debnam-Carey) öffnet und über seine tote Frau und den Verlust seines Sohnes spricht. Die kurze Szene war ein richtiger Schock; weil klar wird, dass Alicia und Morgan zum ersten Mal in zwei Staffeln sowas wie eine normale Konversation führen.

Aktuell scheinen zwei Pole die Figuren in zwei komplett falsche Richtungen zu ziehen. Auf der einen Seite machen sich die Verbindungen zu den kommenden Rick Grimes-Fernsehfilmen wie nie zuvor bemerkbar. Althea (Maggie Grace) könnte womöglich erst wieder neben Andrew Lincoln auftauchen. Gleichzeitig zieht Morgan die gesamte Truppe auf einen hanebüchenen Plan, der jedes Mal, wenn man nur eine Minute über ihn nachdenkt, wütend macht.

Morgans Verantwortungsbewusstsein steht im Kontrast zu dem Grund, wieso wir Zombieserien überhaupt schauen. Und ganz besonders zu der Geschichte, die Fear The Walking Dead über drei Staffeln erzählte.

Dabei tragen die Figuren und die Schauspieler natürlich keine Schuld. Problematisch verbleibt dagegen das wirre Plotting der Serienautoren, die ihre Figuren in völlig konfuse Situationen stecken, in den sie nur stören, höchstenfalls jedoch nicht auffallen können.

Um Fear The Walking Dead zu retten, muss Morgan dringend verschwinden. Die Figur ist seit Jahren ausgespielt. Danach kann Alicia das Erbe der Show weitertragen und in die Fußstapfen ihrer Mutter treten. Morgans lästige Philosophie darf dabei sogar gerne als Katalysator dienen.

Fear The Walking Dead kann mit altem Cast überzeugen

Im Zentrum der neuen Folge stehen jedoch glücklicherweise Daniel (Rubén Blades) und sein bester Feind Strand (Colman Domingo). Natürlich kehrt Strand zurück, um Daniels Flugzeug zu stehlen. Und natürlich sieht Daniel dieses Manöver voraus und entfernt wichtige Instrumente aus dem Cockpit, bevor er sich aus dem Staub macht. Dass Charlie, die in dieser Staffel zum ersten Mal wirklich in Erscheinung treten darf, sich in seinem Auto versteckt, weiß Daniel selbstverständlich auch.

Es ergibt sich ein nettes, aber höchst oberflächliches Szenario. Auf der Suche nach Lebensmitteln überschätzen sich Daniel und Charlie, wodurch ihnen eine kleine Horde an Walkern folgt. Während der Episode begleitet die beiden übrigens Daniels Katze Skidmark, als Bremsspur zu übersetzen … okay. Immerhin ist die Katze echt und nicht CGI. Und sehr süß! Das sei der Serie mal gegönnt.

Daniel beweist hier eine neue Art von Humor, die er sich während seiner Abwesenheit angeeignet haben muss. Der sonst todernste Kerl mit mysteriöser Vergangenheit in Südamerika bekam wohl dazu ein weiches Herz, da er sich plötzlich grundlos opfern will, weil das Drama es verlangt. (weiterlesen…)

Robert Kirkmans Comic-Vorlage war der Serienadaption The Walking Dead schon immer Längen voraus. Das verdeutlicht sich gnadenlos am jüngste Twist der Comics.

Vorsicht: Spoiler! (weiterlesen…)