Review - PewPewPew


Warner Bros.

Back when Marvel’s cinematic universe was still only a few movies old, its architect Kevin Feige had to do the impossible: Tell an intriguing sequel to Tony Stark’s story while also setting up his larger ideas for the formation of the Avengers and beyond. Ultimately, it ended up being The Avengers 0.5 and a forgettable while still fine disappointment that only gets mentioned as an example of how not to do it. J.K. Rowling, apparently, is not much into superhero movies. Otherwise, this franchise buster would have been prevented.

Fantastic Beasts should be a whimsical and adventurous movie about catching Pokémon with a wand and falling in love with a world that has so much more to offer than the rehashing tale of a dangerously looming dark wizard. And yet we are here: Iron Man 2 levels of bad franchise building full of horribly confounding flashbacks, characters, and spells. Newt is yet again a completely one-sided and underdeveloped secondary character in his own story that is in desperate need of an A plot. The eponymous beasts are reduced to simple plot devices, CGI showcases, or simple jokes. Yates’ direction feels aimless without the gravity and aesthetics of Hogwarts at its core and the overall plot is a complete mess that needs major rewrites to get some sort of pacing.

On top of that Rowling included yucky comparisons of wizards and the holocaust as well as completely backwards relationships and forms of representation. The film forgets about a bunch of characters midway through and ends on the possibly cheapest cliffhanger ever. Yet the biggest crime committed in this movie is how fucking unbelievably boring all of it is.

Harry Potter may have been the boy who lived but Fantastic Beast is the franchise which died.


Lucasfilm / A24

Mein lieber Freund Lucas und ich sprachen in einer halben Reunion der Kulturindustrie über Solo: A Star Wars Story und First Reformed. Ich mochte beide Filme sehr, Lucas dagegen nur einen. Ihr dürft selbst raten, welcher Film es war.

In Folge #120 sprechen Sascha (von pewpewpew.de) und Lucas über den unlängst für das Heimkino veröffentlichten Franchise-Film “Solo: A Star Wars Story” und Paul Schraders Comeback-Erfolg “First Reformed”. Dabei geht es um Filme als “Dienstleistung”, das Wesen des Fantums, Zitate und Radikalität im Kino.

Für Feedback oder Fragen schreibt ihr Lucas bitte eine Mail an feedback@longtake.de oder ihr folgt @longtakede direkt auf Twitter. Am besten hinterlasst ihr dem Podcast aber eine positive Bewertung auf iTunes.


Eurovideo Medien

Fünfzehn Jahre sind seit dem Einmarsch der US-Truppen im Irak vergangen. Es begann mit einer Lüge, es folgten Krieg, Folter und Spätfolgen, die die Region bis heute prägen. Es wird Zeit, dass sich auch das Kino endlich damit beschäftigt, wie es nur so weit kommen konnte.

Die politische Rehabilitierung von George W. Bush ist gelungen. Seit einiger Zeit sind die sozialen und traditionellen Medien vollgefüllt mit süßen Momenten von Amerikas neuestem Lieblings-Opa. Zuhause in Texas übt er sich gerne als Hobbymaler. Auf der Totenmesse von Senator John McCain reicht er Michelle Obama liebevoll ein Bonbon und zusammen mit seinem Nachfolger verteidigt er Schulter an Schulter amerikanischer Werte – zumindest in Form einer Rede. Inzwischen tritt „Dubya“ sogar wieder bei Wahlkampfevents auf, die der Finanzierung seiner bedürftigen Parteigenossen helfen sollen. Noch vor zehn Jahren war dies ein undenkbarer Vorgang, war Bush Nummer Zwei nach seinen Amtszeiten doch politisch radioaktiv. Im Vergleich zum chaotischen Monster, das aktuell das Weiße Haus bezogen hat und täglich den nächsten Tiefpunkt jagt, verblassen aber scheinbar die Erinnerungen an den Irak-Krieg, den Abu-Ghuraib-Folterskandal oder die zaghafte Reaktion auf den Hurrikan Katrina.

Rob Reiner dürfte dies gar nicht gefallen. Seit dem Start seiner Karriere hat er mit This Spinal Tap, Stand By Me, Harry und Sally oder Die Braut des Prinzen Filme für die Ewigkeit gemacht. Dann folgten zwar ein paar Kinohits, doch es schien als wäre mit dem sein Deal mit dem Teufel zum Jahrtausendwechsel ausgelaufen. Danach verließ ihn sein Glück. Seitdem sieht man Reiner häufiger als Gast in US-amerikanischen Polit-Sendungen, in denen er aus dem liberalen Lager heraus aktuelle Themen wie Umweltschutz und Pressefreiheit kommentiert. Dafür brennt der Mann sichtlich. Dieses Feuer ist auch in seinem neuem Film Shock and Awe zu erkennen. (weiterlesen…)


AMC

Finale, oh-oh! Endlich hat dieser Schrecken namens 4. Staffel Fear the Walking Dead ein Ende. Auch in der 16. Folge macht die Serie so ziemlich alles falsch. Nächstes Jahr kann es nur besser werden.

Ich hatte recht. Leider. Mir ist es nicht wichtig, meine eigenen hellseherischen Fähigkeiten Fans der Serie in die Gesichter zu reiben, denn eigentlich will ich diese Serie wie im letzten Jahr lieben. Aber rückblickend finde ich es erschreckend, wie genau ich bereits in meinem Recap des Finales der 3. Staffel diesen Reboot der Serie kommen sah. Ich hätte nur nicht gedacht, dass es so schlimm wird. Doch die 16. Folge der 4. Staffel Fear the Walking Dead namens …I Lose Myself bestätigt erneut: Diese Season war eine einzige Katastrophe.

Fear the Walking Dead ruinierte die bisherige Serie

Eine schlechte Handlung mit vielen Logiklöchern, bedeutungslose neue Figuren, die alte Figuren an den Rand drängen oder gleich ganz aus der Serie geschrieben werden und eine Figur, für die glatt die ganze Serie umgestaltet wird. Die Liste ist lang und eigentlich noch viel länger, aber ich muss es hier kurz machen. Die 4. Staffel Fear The Walking Dead hat überhaupt nicht funktioniert.

Auch das Ende der neuen Staffel Fear the Walking Dead hat nicht gerechtfertigt, wieso ausgerechnet Morgan (Lennie James) für das Crossover ausgewählt wurde, denn Abrahams Gruppe, die schließlich aus Texas kam, hätte sich prima angeboten. Stattdessen reiste der Killer-Mönch mit dem sechsten Sinn nach Texas, um dort Jahre später auf Madisons Gruppe zu treffen. Mitreißende und verführerische Figuren der 3. Staffel wie Daniel Salazar, Proctor John und Qaletaqa Walker werden gleich ganz aus der Serie rausgeschrieben, ohne jemals wieder erwähnt zu werden. Der Cliffhanger der letzten Staffel, bei dem alle genannten Figuren zentrale Rollen einnahmen, wird nie wirklich aufgelöst und stiefmütterlich in einer Nebenszene abgehandelt. Strand, Alicia und Luciana nehmen bis auf kurze Ausnahmen nur noch Nebenrollen ein, während Madison und Nick in der 1. Hälfte nach einer viel zu langen Nacherzählung der Ereignisse aus der Serie geworfen werden. Nach dem radikalen Kahlschlag macht Fear the Walking Dead erstmal … nichts. Wie immer gibt es ein Event, das alle Figuren in alle Winde zerstreut, sodass sie sich bis zum Finale wiederfinden müssen. Kleine Highlights existieren, doch nie waren die Tiefpunkte so extrem und reichlich.

Der Umbruch hinter den Kulissen ist vielfältig zu spüren. Vor allem der Look der Serie hat immens gelitten. Waren zuvor auch farbige Bilder erlaubt, die der Serie Leben einhauchten und die titelgebenden Toten somit Anlass zum Fürchten gaben, gleicht die Serie in der neuen Staffel dem Grau-in-Grau der Mutterserie. Wiedererkennbare Handlungsorte mit Charakter oder Charme sucht man vergeblich. Bisher kaum erwähnt, aber umso wichtiger: Mit Showrunner Dave Erickson verließ auch Komponist Paul Haslinger die Serie, dessen pochende Beats der Serie ein Herz und eine Stimme in stillen Momenten gaben. Von denen gab es zwar immer noch genug, zu viele sogar. Die ganze 4. Staffel war zäh wie Kaugummi und konnte selbst in den dramatischen Momenten nie mitreißen. Stets war absehbar, was passiert und wer überlebt.

Fear the Walking Dead ruiniert den Reboot

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AMC

Auch in der 15. Folge der 4. Staffel von Fear The Walking Dead können die Autoren der Serie kein neues Leben einhauchen. Kurz vor dem Finale wirken die Handlungen vorhersehbar und die Figuren schal. Zeit, dass bald Schluss ist.

Der spannendste Moment im (Fear) The Walking Dead-Universum ist schon fast ein Jahrzehnt alt. Er stammt aus dem Comic. Achtung, Spoiler: Dort tötet ein kleiner Junge seinen Zwillingsbruder, da die Sozialisation des Kindes aus dem Ruder lief und die alltäglich gewordene Gewalt plötzlich Teil des Spielzimmers wurde. Wie ist mit einem solchen Kind umzugehen, das nun für den Rest der Gruppe zur Gefahr werden könnte? Weder Rick noch seine Freunde trauten sich anzusprechen, was jeder dachte. Auch das Kind zurückzulassen käme am Ende dem scheinbar unvermeidlichen Schicksal gleich. Autor Robert Kirkman hatte ein verlockendes Dilemma erschaffen. Spoiler Ende.

Darf man einen Menschen töten, um andere zu beschützen? (weiterlesen…)

AMC

In der 14. Folge der 4. Staffel von Fear The Walking Dead gibt es ein wenig Action, einen Zombiekill, eine Hintergrundgeschichte für die neue Gegenspielerin und sonst nicht wirklich viel. Die Fahrt nach Alexandria ist zäh wie Kaugummi und daran wird sich wohl bis zum Staffelfinale nichts ändern.

Eigentlich beginnt diese Folge ganz positiv. Die 14. Folge der 4. Staffel Fear the Walking Dead heißt MM 54, benannt nach den wichtigen Mile Markern, an denen die Trucker ihre Hilfsladungen hinterlassen, um deren Hilfsbereitschaft sich diese zweite Staffelhälfte dreht. Die Episode beginnt an diesem Mile Marker mit einem Flashback und zeigt uns Martha (Tonya Pinkins), später als die „Filthy Woman“ bekannt, inmitten der beginnenden Apokalypse. Auf der Flucht aus der Stadt passiert ein Unfall und ihr Ehemann wird tödlich verletzt. Da ein Stück Leitplanke in der Seite des guten Mannes steckt, gibt es für ihn eigentlich keine Rettung mehr.

Dennoch versucht Martha, die vorbeifahrenden Autos um Hilfe zu bitten. Aber niemand hält an. Ihre Verzweiflung wächst und es entsteht ein tatsächlich tragischer Moment, der bewegt. Eine Seltenheit in der Serie, die natürlich nicht von langer Dauer ist. Nachdem sie den ersten Zombie umlegt und ihren Mann unter die Erde bringt, ist Marthas Entstehungsgeschichte bereits abgeschlossen. So kurz sie auch war, immerhin erhält die Gegenspielerin für den Rest der Staffel eine längere Erklärung als der Zeitsprung zwischen Staffel 3 und 4. (weiterlesen…)


AMC

Während Morgan mit seinen neuen Freunden in der 13. Folge der 4. Staffel von Fear The Walking Dead weiterhin nach seinen alten Weggefährten sucht, kämpfen diese mit einem Alligator um ihr Überleben oder versuchen alten Männern das Sterben zu erleichtern. Es war ganz okay.

Es ist Halbzeit und die Messlatte liegt ziemlich niedrig. Nach vier Episoden haben die Autoren von Fear the Walking Dead immer noch keinen roten Faden für die zweite Staffelhälfte parat. Dazu passt auch der Titel dieser 13. Folge der 4. Staffel: Blackjack. Das Kartenspiel ist ein pures Glücksspiel und ob die siegreiche 21 erreicht wird, ist – sofern es sich nicht um Mathegenies handelt – schwer abzuschätzen. Entweder man schießt weit übers Ziel hinaus oder es fehlen Karten. In der Serie fehlt jedoch weiterhin so ziemlich alles. Trotzdem kann die Folge, auch weil sie jede Figur mit einbindet und unterschiedliche Handlungsstränge updatet oder vereint, mehr überzeugen als die vorangegangen Episoden. Das ist nach den Totalausfällen in letzter Zeit aber auch nicht viel wert.

Zombiefressende Alligatoren in Fear The Walking Dead

Endlich sehen wir John (Garret Dillahunt) und Strand (Colman Domingo) wieder! Das ungleiche Duo hat es auf eine Insel verschlagen, die vor dem Sturm keine Insel war. Dort sitzen sie nun fest. Ihre Unterkunft ist von Wasser umgeben, da in der Nähe anscheinend ein Damm gebrochen ist. Die zusammenbrechende Infrastruktur ist ein interessantes Thema, das diese Staffelhälfte von Fear The Walking Dead bisher durchzieht und durchaus realistisch abbildet. So gesehen entsteht ein spannendes Szenario, denn die beiden müssen irgendwie zurück auf die andere Seite. Das alleine wäre schon angesichts der Walker-Problematik schwierig genug, hinzu kommt jedoch noch ein Alligator. Das Tier verlässt nie die Stelle, frisst gefühlt dutzende Walker am Tag und verschlingt alles, was das Wasser berührt – nur kommt es eben nie an Land. Die Animation würde wohl das Budget sprengen. (weiterlesen…)


AMC

Wie befürchtet zeigt der Sturm erst in der 12. Folge der 4. Staffel von Fear the Walking Dead seine wirklichen Ausmaße. Während wir June und Althea auf ihrem Weg durch die Zombie-Apokalypse folgen, offenbart sich aber nur eine weitere enttäuschende Episode.

Langsam, aber sicher wäre eine Einkaufsliste für die Autoren angebracht, denn aktuell fehlt es an so ziemlich allem. Fear the Walking Dead besitzt in der zweiten Staffelhälfte bisher keinen roten Faden, Spannung entwickelt sich höchstens punktuell und eine ordentliche Geschichte wird erst recht nicht erzählt. Hinzu kommt, dass ältere Figuren wie Strand oder Luciana bereits seit drei Episoden nicht aufgetaucht sind und Morgan daran scheitert, die Serie auf seinen eigenen Schultern zu tragen. Es ist nicht mehr fair zu sagen, dass es sich bei seiner Ankunft um ein Crossover-Event der beiden The Walking Dead-Serien handelt. Vielmehr ist es ein Takeover, eine feindliche Übernahme, die die Serie mit geradezu böser Intention bis zur Unkenntlichkeit verunstaltet hat, sodass ein Übergehen des Spin-offs in die Mutterserie als logische Schlussfolgerung erscheint. Weak, die 12. Folge de 4. Staffel, liefert den nächsten Beweis dafür. (weiterlesen…)