PewPewPew - Das Filmblog über Katzen und Pizza

Vor nun fast vier Jahren wurde Overkill’s The Walking Dead angekündigt. Das ebenso geschmacklose wie gegenstandslose Ankündigungsvideo versprach nur eine weitere Fortsetzung aus redundanten Moralentscheidungen und billigen Schockmomenten. Inzwischen aber hat Overkill vier Trailer zu allen spielbaren Figuren veröffentlicht, die genau wie die origianle Ankündigung nur enttäuschen können.

In den vier Trailern sehen wir die bekannten Szenarien und Stereotypen, die immer nach dem gleichen Strickmuster ablaufen. Hier findet sich in vier Charakteren kein einziger origineller Gedanke, geschweigedenn ein kreativer Ansatz. Es wird noch besser, denn manche Kills oder Situationen sind eins zu eins aus anderen Spielen geklaut (z.B. der Scheibenkill aus The Last of Us). Selbst die kurzen Rückblenden in das Leben vor dem Untergang oder in die ersten Begegnungen mit den Walkern stecken voller Klischees.

Ich habe jedoch ein bisschen Hoffnung über für das Spiel. Overkill sind verantwortlich für PayDay 2 und die ersten Reaktionen von Spielern, die das 4-Player-Koop-Gameplay antesten durften, sind durchaus positiv. Teamplay sei quasi ein Muss, sonst sieht man den Deathscreen sehr schnell. Dazu werden direkte Parallelen zu Left 4 Dead gezogen, das zu meinen absoluten Top 5 Lieblingsgames aller Zeiten gehört. Ich liebe L4D2. Und wenn Valve sich eben nicht die Blöße geben will, reicht mir auch eine gute Kopie mit modernen Ansätzen in der Spielmechanik.

Trotzdem habe ich da diese Stimme im Hinterkopf, die mir sagt, dass das Ganze nicht so wirklich zusammenpasst. Zombies sollen im Spiel bedrohlich sein, sagen die Tester, aber The Walking Deads Alleinstellungsmerkmal im Genre ist, dass die Walker eben nur Hintergrundrauschen sind – eine Naturgewalt, die nur in der absoluten Masse gefährlich wird. Ein Spiel mit Waves kann so funktionieren, aber eins mit einer Narrative? The Walking Dead wird eigentlich erst durch seine post-post-apokalyptischen Storylines und die dazugehörigen Themen so wirklich interessant, wo die Zombies eine völlig untergeordnete Rolle spielen. Aber wen scherts? Wenn das Gameplay sitzt und die Marke viele Spieler ins Boot holt, wird es mich nicht stören. Aus kreativer Sicht sind die bisherigen Teaser jedoch eine weitere Offenbarung absoluter Ideenlosigkeit.

Erst vor grob zwei Wochen ist das Vorhaben einer privaten Gruppe an Posterfreunden geplatzt, einen Künstler für einen Kunstdruck zu A Ghost Story zu engagieren. Wie das Schicksal so will, werde ich dank Mondo nun trotzdem ein alternatives Poster zu meinem Lieblingsfilm aus dem letzten Jahr erhalten. Außerdem ist es erfreulich, dass die Größe nur auf 24×18 Zoll beschränkt ist, was eher zum Kunstdruckstil der Poster passt. Ich könnte auch völlig ohne Credit Block und Titel auskommen, auch wenn ich mir wohl nicht einfach so einen Druck eines toten Vogels an die Wand hängen würde. Trotzdem ein schaurig-schönes Motiv. Freue mich besonders nach dem ganzen Twitter-Hype immens auf Hereditary.

Beide Poster werden heute ab rund 18 Uhr auf Mondo zu kaufen sein.


Mondo

A GHOST STORY by Sam Wolfe Connelly
18″x24″ Screen Print, Edition of 175
Printed by DL Screenprinting

Mondo

HEREDITARY by Randy Ortiz
24″x36″ Screen Print, Edition of 200
Printed by DL Screenprinting

RIP Anthony Bourdain

08 Jun, 2018 · Sascha · Alles sonst so · Comments


AMC

Auch in der vorletzten Folge der ersten Staffelhälfte gibt uns Fear the Walking Dead nur Brotkrumen, die uns hoffentlich im Finale zu Antworten führen werden. Währenddessen durchleben wir den dilettantischsten Schusswechsel der Serie, hirnrissige Actionsequenzen und erleben Figuren, die wir nicht wiedererkennen.

Fear the Walking Dead muss im kommenden Midseason-Finale liefern. Die Serie muss nicht nur die Leidenschaft und Liebe für ihre Figuren wiederbeleben, sondern auch die Geschichte um die Bösewichte und das Stadion sinnvoll auflösen, um so rückwirkend eine Rechtfertigung für diese verkorkste Staffel mit ihrer irreführenden Erzählstruktur zu zimmern. Ich wage mal zu behaupten, dass die Serie diese Mindesterwartungen nicht erfüllen wird.

Logik in Zombienarrativen

Es gibt wenig, das ich mehr hasse als „Logik“ in Zombienarrativen. Ja, auch ich möchte natürlich, dass sich die eingeführten Monster und Menschen an ein gewisses Regelwerk halten und somit kohärent und einheitlich auftreten, aber Zombies mit dem Mikroskop zu begutachten, halte ich für einen falschen Ansatz. Es handelt sich hierbei um ein übernatürliches Konzept, das man nicht zu sehr hinterfragen sollte. Ist doch egal, ob es Zombies oder Infizierte sind, ob sie langsam marschieren oder rennen. Hauptsache ist, sie haben eine Bedeutung innerhalb einer spannenden und tiefgehenden Geschichte mit interessanten Figuren.

Die schlimmste Sorte an Kritik in dieser Sparte ist die an den Handlungen der Figuren. Hätte, hätte, Fahrradkette. Endlose Diskussionen entstehen seit jeher, wenn die Entscheidungen der Figuren reflektiert werden. Es geht um Leben und Tod – und jeder weiß es besser als der andere. Anstatt mit den Figuren zu fühlen, ihre teilweise irrationalen Handlungen auf total menschliche Reaktionen in den Situationen zurückzuführen, werden Szenarien wie in Videospielen durchgespielt. Es wird gezeigt, wie Charakter A eigentlich total leicht aus Szenario B hätte entkommen können, wenn – ja, wenn nur dies oder das! Das ist eine beliebte Kritik bei Zombiefilmen. Ich vermute, es geht darum zu zeigen, wie „dumm“ die Figuren sind oder wie schlau man selbst ist und wie einfach man selbst in der Zombieapokalypse überleben würde. Das ist einfach nur langweilig. (weiterlesen…)

bin verliebt in Blue

Musikvideo: joji – yeah right

01 Jun, 2018 · Sascha · Musik · Comments

Ich finde es bei George Millers Trip-Hop Alter Ego joji immer schwierig, nicht an seine YouTube-Vergangenheit als Pink Guy oder die krassen FilthyFrank Videos zu denken, aber die Musik und vor allem seine Videos zeigen einfach, dass viele Menschen mehr als nur eine Seite haben und man ihnen die Chance geben sollte, diese auch zeigen zu können. “Yeah Right” ist auf jeden Fall schon mal ein geiler Depri-Track, der in meinem Top-Liste des Jahres wandert. Ich bin gespannt, was er 2018 macht. Sein letztjähriges Debütalbum war spitze.


2018 ist wohl das Ende meiner Podcastkarriere. Nach dem Wowcast endet nun bereits auch schon die Kulturindustrie in diesem Jahr. Zumindest vorerst. Ich bin schon gefrustet, wie man im Podcast hören kann, und habe generell wenig Lust in ein Mikrofon zu sprechen im Moment. Mal schauen, wie es weiter geht. Alex hat die Gründe für unser frühzeitiges Ende auf seinem Blog schön zusammengefasst. Alles weitere im Podcast.

Shownotes

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Mihaelas Podcast “Arbiträre Aggressionen”
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Shownotes

01:04 – A Beautiful Day
17:28 – Atlanta
33:33 – Dirty Computer
48:10 – Empfehlungen

Links zur Sendung:
Avengers – Infinity War
Aminder Daliwhal – Woman World
William S. Burroughs – Junky, Queer
‘The Director and the Jedi’ shows what we lost with the death of physical media

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