06 Apr, 2026 · Sascha · Wissenschaft · Comments
Gerade brachte das Orion-Raumschiff Integrity die Astronauten der Artemis II-Mission zum Mond – und auch Menschen weiter entfernt von der Erde als jemals zuvor. Aber dieser Rekord, wie Commander Reid Weisman in seiner Ansprache anmerkte, soll nicht lange bestehen. Das Ziel der Artemis-Missionen ist eine Rückkehr der NASA zum Mond: Mehr als ein halbes Jahrhundert nach Apollo soll der Mensch aber dort auch bleiben. NASA plant zusammen mit der ESA eine permanente Basis bis 2033 zu bauen.
Dieser ambitionierte Plan ist mir Blick auf die bisher fehlende Mondlandefähre (SpaceX und Blue Origin geben sich hier ein Wettrennen, wobei das Spaceship es nicht mal ins Orbit bisher schafft …) und die Verschiebungen schon bei Artemis II recht unwahrscheinlich bis unmöglich einzuhalten. Dennoch ist der anhaltende Hype um Artemis II eine Chance, die bemannte Raumfahrt wieder ins Zentrum der hektischen Aufmerksamkeitsökonomie zu setzen und somit Ressourcen für den weiteren Verlauf zu allokieren. Der Gedanke, dass wir bis zum Ende des Jahrzehnts ein paar Dutzend Artemis-Missionen bekommen könnten, erfüllt mir jedenfalls mit Glückseligkeit.
Bis auf wenige Ausnahmen kann ich nicht viel mit Metal bekanntlich – weil hier in der Musik-Kategorie über viele Jahre gut dokumentiert – nicht viel anfangen. Besonders bei solch theatralischen Einlagen wie hier bei der Performance von Castle Rat bei KEXP, einer neuen Doom-Metal-Band, werde ich relativ schnell skeptisch; auch weil ich mich bei sowas recht schnell an Konzertauftritte auf Fantasy-Conventions fühle. Da sind wir schnell bei Spinal Tap! Und ich erwische mich immer schnell bei dem Gedanken: Achso, deshalb verkleidet ihr euch und die ganze Show – weil die Musik kacke ist!
Diese mittelalterliche Fantasy-Erzählung als Rahmenhandlung für das Konzert findet sicherlich ihre Abnehmer. Ich zähle nicht unbedingt dazu, zumindest nicht solange die Musik auch folgt. Ich will mich da auch gar nicht haten oder blockieren, das ist halt für den Moment schon geil, aber auf dem Weg nach Hause würde ich mir das schon nicht mehr anhören. Bei den Genre-Erkundungen durch z.B. King Gizzard and The Lizard Wizard verlief das für mich zum Beispiel anders.
Castle Rat finde ich in diesem Kosmos recht überdurchschnittlich gut, die Show wird vor allem von der Performance der göttlichen Frontfrau Riley Pinkerton getragen, die wie eine lebendig gewordene Zeichnung von Frank Frazetta die Bühne betritt. Guess what I’m saying is: At least make it hot!
04 Apr, 2026 · Sascha · Musik,Personal,Photographie · Comments
Ich habe die Musik von Indie-Künstler Cambre so gemocht und auch oft kommentiert, dass wir irgendwann Online-Buddies wurden. Die Appreciation goes both ways, weil er auch meine Fotografie toll findet. Ein Foto – spontan auf dem CineStar-Parkplatz in Saarbrücken mit dem iPhone 13 Pro aufgenommen – ziert jetzt das Cover seines neuen Songs “That’s What I Said” und ich lieb’s! Das macht mich mega glücklich. Internet, ey!!
Hier das Original.
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Wer auch immer die Bands und Musiker bei David Lettermans The Late Show buchte, muss einen Job bei … ja, wahrscheinlich CBS Saturday Morning gefunden haben. Die beweisen nämlich ähnlich oft verdammt guten Musikgeschmack, so regelmäßig wie mir da Auftritte oder Neuentdeckungen in den YouTube Recommendations auftauchen.
02 Apr, 2026 · Sascha · Wissenschaft · Comments
— John Kraus (@johnkrausphotos) April 1, 2026
— John Kraus (@johnkrausphotos) April 2, 2026
My sons, watching Artemis II launch from their front yard in Orlando. pic.twitter.com/GtVoeCUKy5
— The Reverend Mister (@turtology) April 2, 2026
Why are you here?
"We're going back to the fucking moon, that's why."
The kids are ok. pic.twitter.com/ESENXvQbDg
— Sarah (gif/jif) (@mamaswati) April 1, 2026
Humanity began its return to the lunar environment after 53 years at 6:35pm ET yesterday with the liftoff of Artemis II pic.twitter.com/rMNobgAb57
— John Kraus (@johnkrausphotos) April 2, 2026
America’s next leap is underway..
Godspeed Artemis II pic.twitter.com/x87WuRm9jA— NASA Administrator Jared Isaacman (@NASAAdmin) April 1, 2026
Liftoff of Artemis II pic.twitter.com/mfuEzCzvMu
— John Kraus (@johnkrausphotos) April 2, 2026
Es reicht mir, ist auch ganz schön anstrengend. Ha!
If you're not careful… Backrooms trailer tomorrow pic.twitter.com/7wuoUrpce5
— A24 (@A24) March 30, 2026
Teaser, Poster und nun auch der Trailer: Die Marketingkampagne für Backrooms, die Filmadaption der Creepypasta von Kane Parsons, ist phänomenal und einfach aus einem Guss. Das Hauptposter mit Renate Reinsve ist eines der besten der letzten Jahre überhaupt, das mit Chiwetel Ejiofor referenziert Goya, was Parsons in seiner Onlineserie bereits mehrfach tat – my man is cooking.
Es gibt so viele kleine Sachen, die hier stimmig sind: Das subtile Neunzigerjahresetting. Der Zugang zu den backrooms, der in einem alten Möbelhaus gefunden wird (das eigentliche virale Foto stammt aus einem leerstehenden, sich im Umbau befindenen, echten Möbelhaus). Die Voyager-Platte, die zu hören ist (Ist die Sonde hier gelandet? Erstrecken sich die backrooms durchs ganze Universum?). Das Poster, der Soundtrack und auch das Portal im Keller hier im Trailer referenzieren die Albumserie Everywhere At The End Of Time von Künstler The Caretaker (hier Stage 6), die alte Tanzsaalmusik samplet und verlangsamt zu ätherischen soundscapes, die Demenz und den Verfall von Erinnerung darstellen sollen.
Hier ist so viel zum Festbeißen schon drin, doch ich bin einfach froh, wie unfassbar gut und rund das aussieht. Wie ernst das genommen wird, wie gut umgesetzt es scheint. Noch vor ein paar Jahren wäre so eine Adaption nicht möglich gewesen, und selbst wenn sie existiert hätte, wäre sie wohl nicht vom originalen Künstler derart umgesetzt worden. Auch nicht mit dem Budget. Chapeau, A24! Dass der Film klug die Found Footage Ästhetik auch zitieren wird in der Mitte und seine Herkunftsgeschichte nicht verkennt, finde ich genauso großartig wie die Referenz des originalen viralen Fotos kurz gegen Ende des Trailers. Genauso einige Shots, die ich noch gar nicht genau erwähnen will, über die ich nicht nachdenken und keine YouTube-Analysen schauen will – weil wie selbstbewusst ist es, dass hier auch andere Backrooms-Serien zumindest als Cameos angeteaset werden? Da will ich mich echt überraschen lassen. Dass es Parsons gelingt, seine POV-Shots in den Film zu bringen und die Third-Person-Horrorvibes in der gleichen Weise zu befeuern, unterstreicht sein Talent. Der Film grenzt an ein Wunder.
Bei diesem Anblick geht mir das Herz auf! Norm von Tested machte auf diversen Cons die Bekanntschaft von Matthew Cushman und seinem Bruder Christopher, die sich für die technischen Zeichnungen und Risszeichnungen vorallem im Star-Trek-Universum verantwortlich zeichnen. Diese Werke stammen aus den 90ern und 2000ern und sind ein elementarer Teil des Worldbuildings.
Als Star-Wars-Fan kenne ich solche Zeichnungen, doch bei den Trekkies gibt es durch Handbücher zur Technik, Drehbücher, Autorenteams sowie die On-Screen-Maschinen einen deutlich klareren roten Faden und wissenschaftlichen Anstrich. Diese Zeichnungen machen ihn sichtbar. Sie bringen auf Papier, was sonst nur in den Köpfen existiert und ohne sie oft bloßes Mambojambo bliebe. AI could never!
Einige der Poster (auch von Star Wars) sind auf der offiziellen Webseite noch zu erwerben; hoffe ich zumindest mal, weil die auch noch aus frühen Nullerjahren zu scheinen stammt.