PewPewPew - Das Filmblog über Katzen und Pizza


Warner Bros.

Sowohl mit Matthias als auch mit Jenny habe ich bereits Podcasts aufgenommen, aber nie zusammen. Das änderte sich, als wir am Sonntag über Steven Spielbergs kontroversen Film Ready Player One plauderten und uns am Ende einig waren, wie deprimierend gut dem Großmeister die Adaption von Ernest Clines Mashup-Orgie gelungen ist.

Links zu MP3 und Podcast-Feeds:

MP3: Wollmilchcast-38-Ready-Player-One.mp3 (41 MB)
Blog: Wollmilchcast #38 – Ready Player One
iTunes: Wollmilchcast
Podcast-Feed: https://www.the-gaffer.de/blog/category/podcast/feed/

Bereits vor dem Start der zweiten Staffel von Westworld hat HBO ein langes Video mit allen Spoilern zu der Story veröffentlicht. Die Zusammenstellung ist offiziell. Jeffrey Wright dient als Sprecher.

Jonathan Nolan sah sich zu dieser Entscheidung gezwungen, da die Reddit-Community den großen Twist am Ende vorab richtig erriet, während die erste Staffel noch lief. Auch ich bekam davon Wind, auch weil viele Blogs diese beliebte Theorie aufgriffen und verbreiteten.

Nun möchten HBO und Nolan eine ähnliche Situation wie bei Game of Thrones erschaffen: Interessierte können vorab alle Informationen erfahren und dann eine Art Gatekeeping-Armee bilden, um so Spoiler besser einzudämmen. Ein gewagtes Experiment, gelinde gesagt. Aber die Aktion ist verrückt genug, dass sie tatsächlich funktionieren könnte.

Wenn ihr stark genug seid, schaut euch das Video an.

Ich habe mir das gesamte Video reingezogen. Dass mir der Twist am Ende der ersten Staffel bewusst war, hat der Unterhaltung in keinster Weise geschadet und sogar eher noch dazu geführt, dass die Rezeption auf einem deeperen Level höher war. Ohnehin habe ich persönlich nichts Spoiler. Ich vermeide sie wo möglich, aber ruinieren tun sie nichts (Podcast zum Thema).

Bei dieser Aktion konnte ich jedoch nicht widerstehen. Hier bin ich gerne Versuchskaninchen. Keine Sorge, ich werde hier auf dem Blog oder auf den anderen Kanälen natürlich nichts verraten, aber dieses Video hat es schon in sich. Das wird die Serie des Jahres! Versprochen.


Warner Bros.

Ich habe es Ende letzten Jahres verpasst, meine Filmhighlights 2018 aufzulisten (werde ich noch nachholen bald), aber The Meg wäre sicherlich sehr weit oben gewesen. Langjährige Lesers des Blogs wissen um meine Liebe für Haifilme, weshalb natürlich ein Film, in dem Jason Statham gegen einen Megalodon kämpft, bei mir ganz hoch im Kurs steht.

Ich warte bereits seit mehreren Monaten auf diesen Trailer, ohne wirklich viel über den Film zu wissen, und bin nun ziemlich weggeblasen. Ich wusste nicht, dass die Nebendarsteller so interessant besetzt sind und allgemein sieht das unglaublich spaßig und self-aware aus. Der Einsatz von “Beyond the Sea” sagt ja eigentlich schon alles.

Regie führt Jon Turteltaub, der seit dem Flopp mit The Sorcerer’s Apprentice im director jail sitzt und nur einige TV-Episoden und Last Vegas drehen durfte. Ich hoffe, dass The Meg ein richtiger Sommererfolg wird (Start: 30. August) und er somit endlich die National Treasure Trilogie beenden kann.


Lucasfilm

Während die Möglichkeit natürlich bestehen bleibt, dass der Film ziemlicher Quatsch wird, hinterlässt dieser erste Trailer zum Solo-Solofilm ein richtig gutes Gefühl bei mir. Das fängt schon beim Poster an, das nicht nur wegen der an die EU-Romane anknüpfende Farbgebung das beste unter Disney ist. Dazu wird Solo eine Geschichte erzählen, die Lucas und Kasdan bereits vor der Disney-Übernahme planten und irgendwas wird sie schon an der Idee gepackt haben. Ich glaube daran.

Ich entdecke auch langsam, was mich so unglaublich an den neuen Saga-Filmen stört, nämlich der Komplettausfall des Worldbuildings. Neben einigen kreativen Entscheidungen hinsichtlich der Figurenentwicklung kann ich nicht verstehen, wieso sich diese neuen Filme so wenig für ihre eigentliche Welt interessieren. Vor allem Aliens werden zu Wegwerf-Extras reduziert und komplett in den Hintergrund gedrängt. Das haben sogar die Prequels (Return auch mit den oft gehassten Ewoks!) besser hinbekommen, in denen neue Planeten, Aliens sowie ihre Kultur präsentiert werden und eine große Welt entsteht. Die neuen Filme sind so tempogeladen, dass am Ende nur eine Pastiche der alten Filme entsteht ohne eine eigene Atmosphäre zu schaffen oder die bestehenden Elemente weiterzuentwickeln. In The Force Awakens und The Last Jedi findet man stattdessen häufig nur einsame, leere Planeten mit wenigen Figuren und militärischen Außenposten, was die Galaxie erheblich kleiner wirken lässt und den Mythos schmälert.

Das bringt uns zu Solo; ein Film, den viele für überflüssig halten. Ich habe mal ähnlich über die Idee eines Boba Fett Films geurteilt und vielleicht muss ich bald meine Meinung revidieren, denn Ron Howard scheint viel von George gelernt zu haben. Corellia blüht bereits in dem Trailer förmlich auf. Die wenigen Shots der Sabacc-Szene alleine haben bereits besseres Alien-Design zu bieten als die gesamten Sequels zusammen.

Dazu gibt so viele kleine Momente in dem Trailer, die mein Fanherz höher schlagen lassen: Beckett (im Han Solo TFA-Concept-Art-Gedächtnisoutfit) gibt Solo seinen Blaster, Chewie rettet Malla (?), L3-37 ist süß, Chewie rammt einen Typen buchstäblich in den Boden und, und, und. Ich mag, dass Qi’ra und Han sich bereits kennen. Donald Glovers Lando ist das perfekteste Casting ever. Speaking of, der viel gescholtene Alden Ehrenreich gefällt mir immer besser in der Rolle und könnte das tatsächlich rocken. Dazu scheint der Kessel Run keine freiwillige Aktion gewesen zu sein, was ich ziemlich lustig finde. Ich bin positiv gestimmt, viel zu verlieren hat das Franchise für mich nicht mehr. Also erhoffe ich mir ein bisschen Spaß mit bekannten Freunden in einer vertrauten Galaxie. Punch it.

Eine neue Ausgabe mit zwei eher enttäuschenden Titeln. Einmal ein lustig anmutender Film, dem aber die letzte Würze fehlt und eine ambitionierte ZDF-Serie, die außer dieser Tugend – narrativ und hinter der Kamera – wenig zu bieten hat.

Dafür gibt es uns jetzt auf Spotify. Das ist doch was.

Shownotes:

01:09 – The Death of Stalin
17:37 – Bad Banks
37:04 – Empfehlungen

Links zur Sendung:
Castlebeat – VHS
Szczepan Twardoch – Drach
Detektiv Conan – Der purpurrote Liebesbrief
Queer Eye
Love

Kulturindustrie auf Twitter – @kultindustrie

Schickt uns eure Empfehlungen per Sprachnachricht an podcast@kulturindustrie.de

Alex auf Twitter @alexmatzkeit – Lucas auf Twitter @kinomensch – Mihaela auf Twitter @mihatory – Sascha auf Twitter @reeft

Links zu Prodigee und Podcast-Feeds:

Podigee: 015 – The Death of Stalin, Bad Banks
iTunes: Kulturindustrie
Podcast-Feed: https://kulturindustrie.podigee.io/feed/aac

Seit vielen Jahren fasziniert mich der YouTuber Forger, der sich auf seinem Kanal hauptsächlich mit Analysen von Animes und Filmkritiken beschäftigte. Zumindest nannte er seine Videos so. In ihnen fand man jedoch neben der Besprechung der Filme auch erhebliches Unwissen, jege Menge Arroganz und vor allem Polemik, die ich kritisch auf meinem Tumblr-Watchblog Forgerwatch festhielt.

Vor einigen Monaten hing Forger mangels finanziellem Erfolg seine YouTube-Karriere an den Nagel und kündigte an, sich ab sofort größeren Projekten widmen zu wollen. Lange mussten seine Fans auch nicht warten. Forger aka Thomas Hanak veröffentlichte bereits Ende März seinen ersten Fantasy-Roman namens Yanomar, dessen kontroverse Besprechung in einer Kritik auf Amazon den Autor so verärgerten, dass er sich mit ihr sehr leidenschaftlich in einem episch anmutenden Video auseinandersetzte. Der Jäger wurde zum Gejagten.

PewPewPew ist stolz, Kontakte zu diesen Kritikern geschlossen zu haben und nun das erste Interview mit Oliver Straatmann und Toyota Jochen präsentieren zu können. (weiterlesen…)

Laurent Durieux und der bekannte Comiczeichner François Schuiten haben einen neuen Print für Francis Ford Coppolas The Conversation entworfen. Das Projekt war eine Zusammenarbeit von Mondo und dem frankobelgischen Äquivalent auf der anderen Seite des großen Teiches, Natilus Art Prints, ebenfalls geführt von Durieux und seinem Bruder.

Als ich mit dem Hobby anfing, war Durieux vor allem dank dem Wirbel um seinen inzwischen legendären Jaws-Print der König der Szene (Spielberg kaufte ~25 Prints für Freunde und Produzenten des Films). Heute ist es etwas stiller um ihn geworden, was auch vielleicht an seinem recht einseitigen Stil liegt, der entweder zu einem Thema passt oder nicht.

Hier stimmt die Chemie schon, dazu ist Schuitens Geschick für clevere Kompositionen zu erkennen. Man vermischt Gene Hackmans Pose des originalen Posters mit dem Missverständnis des Films, dazu lässt der kaputte Fußboden bereits erahnen, wohin die Reise führt. Insgesamt eine schöne Erinnerung für alle Fans des Films. Die Idee, dass das Loch im Boden in der Form von Audiowellen abgebildert ist, halte ich für großartig und das würde mir als Motiv eigentlich schon reichen.

Mondo/Natilus Artprints
24″ x 36″ screen print. Hand numbered.
Edition of 150 (Regular). Edition of 75 (Variant).
Printed by S.P. Productions (Brüssel)

So richtig läuft hier nicht ein Motiv ins andere, besonders bei der Krawatte fange ich ein wenig an zu grummeln. Definitiv kein fantastischer Print, aber dennoch ziemlich clever. Wer Interesse hat, darf heute auf Mondo und Natilus ab ~18 Uhr F5 drücken und beten.

Joachim Trier gehört zu meinen Lieblingsregisseuren und sein großer Durchbruch Oslo, August 31 zählt zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Also passte es mir sehr gut, als mich Lucas zum nunmehr sechsten Mal in den Longtake Podcast einlud – ich schätze, dass ich damit irgendeinen Rekord halte.

Ausnahmsweise waren wir mal einer Meinung, denn Joachim Triers neuer Film Thelma ist zweifellos gut, aber teilweise diffus und dann doch irgendwo ein Stilbruch mit dem bisherigen Werk des Regisseurs und eine Annäherung an den Mainstream ohne aber zu enttäuschen oder das ganz eigene Flair zu verlieren.

In Folge #105 sprechen Lucas B. und Sascha (von PewPewPew) über Joachim Triers Mystery-Coming-of-Age-Drama „Thelma“. Dabei geht es um göttliche Liebe, Symbolismus, dramatische Opernbesuche und den Horror moderner Architektur.

Für Feedback oder Fragen schreibt ihr den Leuten bitte eine Mail an feedback@longtake.de oder ihr folgt @longtakede direkt auf Twitter.