PewPewPew - Das Filmblog über Katzen und Pizza

Und weiter geht’s: Erst Ende November veröffentliche King Gizz das, huch, oh Schreck, einzige Album des vergangenen Jahres. Selbst Corona kann also der Band, die 2017 fünf Alben veröffentlichte, etwas anhaben. Die Australier scheinen aber den Lockdown gut genutzt zu haben, die erste Single “O.N.E”. kündigt zwar bisher offiziell noch kein neues Album, doch wo ein neuer Track ist, kann eine neue Platte nicht weit sein. “More to follow” hieß es auf Facebook! Wenn es so klingt wie hier, dann gerne. Mit dem letzten Album K.G, einer Rückkehr zum microtonalen Sound von Flying Banana, wurde ich nicht so wirklich warm wie mit Infest The Rats’ Nest. “O.N.E.” jetzt wirkt eher wie ein Medley des ganzen Sounds der Band selbst und ist ein guter Startpunkt für mehr.

Die Intensität von The Last of Us, die Szenerie von The Division und die cineastischen Horrormomente aus I Am Legend: The Day Before, vom kleinen Entwicklerstudio fntastic, verspricht Großes. Survival-MMO. Open World. Zombies. Wie DayZ, nur besser. Für mich ist das der Cocktail meiner Träume. Schon lange träume ich von einer gestreamlineteren Erfahrung als der tiefen Sim im Genre-Starter. Dieses Spiel scheint es zu liefern. Ich fand es verrückt, dass es bis 2012 dauerte, dass jemand die Idee einer Zombieapokalypse endlich als Survival-MMO umsetzte. Und ich finde es noch abgefahrener, dass es bis heute keiner wirklich gut gemacht hat.

Daher setze ich große Hoffnungen auf The Day Before. Natürlich ist der Gameplay-Trailer, der uns einen ersten Blick auf das Spiel bietet, bis zum In-Game-Voice-Acting immens gescriptet. Doch die Elemente sind da, um ein Spiel zu bieten, welches wahnsinnige, einmalige Erinnerungen formt. Es ist ein bisschen so, als hätten die Entwickler das Video von NakeyJakey zu The Divison gesehen und sich gesagt: “Das machen wir.”

Viele Elemente sind inspiriert von anderen Spielen und nichts Neues, aber besitzen durch die Gegenüberstellung oder Kombination einen neuen Flavor, in etwa so wie bei Tarantino. Das Crafting-Menü, das Fadenkreuz und die Interaktion erinnern stark an The Last of Us. Auch das Encounter in der Supermarktecke könnte genau so mit NPCs abgelaufen sein. Die Szenerie erinnert stark an The Division, insbesondere die Dark Zone. High risk, high reward. So in etwa wird auch die Stadt in The Day Before funktionieren, da bereits Informationen zu Player-Hubs und offenen Feldern und Wäldern veröffentlicht wurden. Als der Spieler hier oben aus dem Aufzug kommt, erinnert dies stark an die Verfilmung von I Am Legend mit Will Smith. Wie kommt der Spieler aus dieser Situation wieder raus, wenn überhaupt?

Wenn bereits hier im kurzen Trailer solche reizvollen Fragen, so narrativ das auch inszeniert sein mag, geformt werden, kann man doch nur hoffen, dass auch die Spieler am Ende genügend Möglichkeiten haben werden, selbst solche Momente zu craften. Die Screenshots teasen zumindest einen möglichen neuen King im Zombie-Survival-Genre an, welches Multiplayererfahrungen seinesgleichen sucht.


Alle Screenshots von fntastic

Viel Unterschied ist nicht: Im neuen Spiel Stride werden sich Spieler durch die Höhen einer abgesicherten Stadt in Weiß entlang von Kanten, Rohren und Boxen schwingen müssen und dabei Gegnern mit dicken Waffen ausweichen oder wahlweise erschießen. Der große Unterschied zu Mirror’s Edge ist Virtual Reality und ich glaube tatsächlich, dass diese Neuerung ein immenses Potenzial in sich trägt. Ich habe selbst noch keine VR-Brille, glaube aber dass das “Fall-Gefühl” ähnlich sein wird wie in Träumen und das könnte ein wahnsinnig immersives Spielgefühl erzeugen.

Die Umsetzung dieses Insiders jetzt nur für die Zuschauer bzw. Hörer des Podcasts bzw. YouTube-Kanals H3H3 witzig, aber Ethan und Hila sind hier so beeindruckend in die Szene gedeepfaket, dass es auch ohne Kontext beeindruckend ist. Vielleicht der beste Deepfake, den ich bisher gesehen habe.

New Track Alert: Mia Joy – Haha

31 Jan, 2021 · Sascha · Musik · Comments

Fans von Crumb, Men I Trust und weiblicehn Lofi-Sängerinenen aufgepasst: Mia Joys erster Track “Haha” nach der schicken Gemini Moon EP ist ein melancholisches Anklagen des Alterns. Besonders das Intro gefällt mir, hätte länger sein können.

I’m about to start season two and I just quickly wanted to pump this out beforehand: Season 1 of Camp Cretaceous was a bit of a welcome surprise. It’s a little series retelling the events of Jurassic World from the perspective of a group of young teens, who have arrived on Isla Nublar as tourists.

Each one of them is unique enough to entertain throughout the very short order of just eight episodes, which are roughly 20 minutes long each. Overall, you end up with about the size of an animated movie in the larger Jurassic story. Some threads left dangling at the end of season 2 might lead to some interesting story developments, but let’s not beat around the bush, the real stars of the show are the dinosaurs themselves. Camp Creteaceous featured nicely realized dinosaur models from ILM but also portrayed them as animals again, reminiscing the naturalistic and non-anthropomorphized way only the very first Jurassic Park originally showed them.

The show is nothing to write home about but it had a surprising amount of real, actual death shown on screen, considering this is conceptually a kids’ show, and it leaves us at the end with a very enticing scenario. The kids are left on the island and, as far as we know, nothing really happens on Isla Nublar until the opening shots of Fallen Kingdom, which take place about three years later. After faithfully clinging to the plot (sometimes featuring impressive, complimetary shot-reverse-shots from the movie) of Jurassic World, it’s exciting to have an open playing field the second season.

Especially considering the additional and I now believe fourth dinosaur cloning company which might feature nicely into Dominion next year. Seeing as the movie was originally slated to come out this year and Camp Cretaceous being a normal DreamWorks split-season-order, there’s a non-zero chance of the end possibly leading into a world already populated with dinosaurs, mirroring last year’s short The Battle at Big Rock.

Based on the trailer, season two will feature some fan favorites when it comes to the main attractions and since the children will have to scavenge their way across the island, the potential for heavy nostlagic callbacks is huge. Something the first season cleverly avoided while instead expanding on the idea of actual park attractions and overall scenery. There wasn’t that much of it at the end of the day and the park seemed unusually empty at times, but it was enough to keep an old fan like me, who built his own park using the Kenner toy line back in the day. So I am hyped to see what else they might discover on the island and how they actually get back, since I don’t assume they will stay on the island for years to come. Perhaps Lockwood will come to play a lot earlier than we’ve assumed, or maybe they find other people who survived the events of the movie? There’s a lot to uncover.

Ich nutze die Veröffentlichung dieses kleinen Musikvideos zur wohl vielleicht letzten Singleauskopplung des aktuellen Albums, um ein paar Gedanken über The Screenshots’ 2 Millionen Umsatz mit einer einfach Idee loszuwerden. Ich finde, dass es ein äußerst gelungenes Album geworden ist und für die Band einen wirklichen Sprung in den Mainstream der deutschen Medienmitte gewesen ist.

Schade hingegen fand ich, dass viele der gerade einmal elf Titel auf dem Album bereits Monate, im Fall von Wir lieben uns und bauen uns ein Haus schon ein Jahr vorher veröffentlicht wurden. Ich schüttel mir den Post hier gerade mitten in der Nacht aus dem Handgelenk und habe nichts recherchiert. Das liegt bestimmt an der verletzungsbedingten Pause im Frühjahr (weshalb ich die Band auch leider nicht live erleben könnte, was schon geil gewesen wäre so rückblickend kurz vor dem Lockdown) sowie der Coronaproblematik inklusive angepasster Veröffentlichungspolitik oder Produktionsproblemen im vergangenen Jahr.

“Snacks”, Liebe Grüße an alle und Die Welt geht noch nicht unter arbeiteten mit charmanten Videos und Träume war dann eine schöne, passgenaue Single für den Start in die Charts mit der Albumveröffentlichung. Auch Susi Bumms’ erster Gesangstrack “John Mayer” darf bitte nicht das letzte dieser Art Experimente gewesen sein. Leider war dann aber nach dem ersten Hören so ein bisschen die Luft raus bei mir. Die meisten Tracks waren lange bekannt, vertraut und mehr als die Hälfte hatten sogar einen Vorabrelease mit Musikvideo. Da stellte sich schon so ein bisschen die Frage nach dem ersten Blick auf die Tracklist: Das war’s jetzt?

Als Gesamtwerk bleibt das Album eine beeindruckende, freie und einzigartige Indieplatte, die aktuell ihresgleichen sucht in Deutschland. Meine Lieblingssong des Albums, “Airbnb” und “j@@@@@@@”, bleiben die für mich einzigen Tracks, die noch an die fulminante Ein Starkes Team EP erinnern. Die wirken losgelöst und besitzen dazu den losgelösten Lo-Fi-Charme auf instrumentaler Ebene, in den ich mich verliebte. Jetzt wirkt das runder, die Instrumente klarer, die Produktion ist spürbar besser, aber es geht auch damit einfach etwas verloren. Diese Entwicklung ist aber naheliegend und verständlich.

Auch lyrisch wirken die Texte inzwischen so, als ob man sich bei den Sh00ters nun bewusst ist, dass jemand zuhört. “Team”, “Bühne” oder “Sonnenschein” waren da noch Ideen, die eher befreit vom Herzen kamen und raue Emotionen transportierten, statt einer Kölner Medienbubble gefallen zu wollen. Daher sind es gerade die Tracks, die bisher kaum Beachtung geschenkt bekommen hatten, die hängen bleiben und Bilder kreieren. In “Walter White ist tot (und vieles in mir auch)” entstehen Stimmungen, die sich weniger an einen Adressaten richten oder ein Thema auf den Arm nehmen, sondern eine innerliche Gefühlslage mit Verve und einer gewissen Wut formulieren. Darin brilliert die Band einfach und davon wünsche ich mir mehr.

Randnotiz: Ich wundere mich darüber, wie genau die Entscheidung auf die Anzahl der @s im Titel fiel. War es einfach eine belieblige Entscheidung, über die niemand groß nachdachte? Ging es um Ästhetik und die Frage, welche Länge am besten aussieht? Hat jemand J@@@@@@@@ geschrien und so lange auf die Taste gedrückt, wie der Schrei ging? Oder war es eine genau Überlegung, wie viele @s genau reingehören, um einen gewünschten Schrei zu erzeugen? Also ich finde das sind sehr wichtige Fragen und hoffe, dass jemand die Chance im nächsten Interview ergreift und dieser Sache auf den Grund geht.

Annapurna feiert den Neustart

24 Jan, 2021 · Sascha · Film,Politik · Comments

Gott sei Dank.