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Apollo-Missionen in 60fps

08 Aug, 2020 · Sascha · Tech,Wissenschaft · 0 comments

Der YouTube-Kanal Dutchsteammachine knüpft sich altes NASA-Footage vor und crankt das auf hochmoderne 4K 60fps. Der Effekt bei den Apollo-Aufnahmen ist atemberaubend, aber besonders angetan bin ich von der restaurierten Landung des Curiosity-Rovers, deren Bilder tatsächlich den Eindruck eines Flugs über den Mars vermitteln.

Bei zukünftigen Artemis-Mondmissionen steht natürlich auch die Erkundung und Vorbereitung auf den Mars im Vordergrund, aber ein Grund zur Freude war für mich auch immer der Fall, dass wir richtige Aufnahmen des Monds in 4K-Livestreams kriegen würden. Aktuelle liefert der chinesische Rover Bilder und die Filme aus den Hasselblad-Kameras der Apollo-Astronauten bleiben upscalebar und Gold wert. Aber so ein menschlicher Touch an einer Kamera vermittelt einfach einen anderen Eindruck.

Wahnsinn, dass diese Technologie jetzt alltagstauglicher und mehr und mehr in Konsumentenhände gerät. Ich bin ein enormer Fan solcher Unternehmungen, Apollo 11 und They Shall Not Grow Old zählten zu meinen Lieblingsfilmen des letzten Jahres. Alleine der Opening Shot von Apollo 11 – verrückt! Hier noch mehr Videos von Dutchsteammachine. (weiterlesen…)

Oscar-Preisträger und The Mandalorian Komponist Ludwig Göransson spielt in seinem ersten eigenen Musikvideo jedes einzelne Instrument des Hauptthemas der Serie. Als wäre das schon nicht cool genug, hat man ihn auf die Stagecraft-Bühne gesetzt und ein paar der Motive und Welten aus der Serie eingeblendet, teilweise sind aber schon Bereiche seines “Studios” wohl aus dem Computer. Das Video allein ist natürlich mega, aber es beweist dazu die vielfältige Einsatzfähigkeit dieser neuen Technologie und welche Revolution uns bevorsteht. Es wird wohl noch so vielleicht zehn Jahre dauern, aber sobald diese Methode auf einem Konsumentenlevel alltagstauglich wird, sind vielen Indieproduktionen wirklich keine Grenzen mehr gesetzt.

Dieser DeepFake vom Meister des Fachs, Ctrl Shift Face, ist der erste transzendente Clip dieses Genres und vielleicht auch zum ersten Mal sowas wie Kunst.

Die DeepFake-Evolution ist bis dato recht typisch verlaufen für Internetphänomene. Die Möglichkeit, fremde Gesichter auf Körper in Clips zu stecken, begann als Lauffeuer, wie könnte es anders sein, zuerst beim Porno. Dann folgten virale Funny Clips, wie sie das Internet und die Blogmaschinerie mögen. Promi A als Promi B in Film C. Haha, witzig.

Nun aber beginnt, vielleicht nicht unbedingt hier, aber durch die Viralität des Clips auf jeden Fall, ein neues Kapitel, in dem die DeepFakes auf ihren Vorlagen aufbauen und tatsächlich etwas Neues aussagen können.

Was wäre zum Beispiel, wenn Neo die blaue Pille genommen hätte und in der Matrix geblieben wäre? Das Ganze hat immer noch den Anstrich eines lustigen Clips, markiert aber den Anfang von ganz vielen Möglichkeiten, wie bisherige Filme zu neuen Situationen umgeschnitten werden können. Die DeepFakes werden erwachsen. The future is bright!

“Consider again that dot.” – Die NASA nahm Carl Sagans legendäre Worte diese Woche wörtlich und veröffentlichte nun eine neue, verbesserte Version des Pale Blue Dots zum 30. Jahrestag der Aufnahme.

Like the original version, this is technically a “false-color” view, as the color-filter images used were mapped to red, green and blue, respectively. The brightness of each color channel was balanced relative to the others, which is likely why the scene appears brighter but less grainy than the original. In addition, the color was balanced so that the main sunbeam (which overlays Earth) appears white, like the white light of the Sun.

(via JPL, das auch Wallpaper-Versionen für PC und Handy anbietet)

Die Originaldatei misst übrigens nur 666×659 Pixel und die Erde füllt nicht mal einen Pixel aus. Wahnsinn. Was soll man dazu noch sagen? Carl Sagan fand schon vor Jahrzehnten die richtigen Worte: This is us. This is home.

The Worst Toilet in Middle-Earth

04 Feb, 2020 · Sascha · Tech · 1 comment

Für Leute, die bisher dachten, dass Danny Boyles Toilette-Szene nicht noch verstörender sein könnte hier der neue Deep-Fake vom besten Pop-Faker in the game, Ctrl Shift Face: Gollum als Ewan McGregor in Trainspotting.

Netflix’ Adaption von The Witcher lockt natürlich auch mich wieder zurück in die Spielewelt. Ich bin vor Jahren irgendwo da steckengeblieben, als Kaer Morhen sich gegen einen Angriff der Wild Hunt brüsten muss. Mal sehen, ob ich es dieses Mal zu Ende spiele oder mich wieder in zähllosen Nebenquests verliere. Dazu flirte ich auch mit der Idee, die Grafik ein bisschen aufzumotzen und stieß bei meiner Recherche diesen ultrafotorealitischen Mod, der besser aussieht als die Serie.

Kühe, Planeten, Babys, Archie und natürlich Dr. Manhattan selbst. HBOs Watchmen mag vielleicht in einer etwas geerdeteren Welt spielen als zum Beispiel Game of Thrones, doch die Show verschlingt mindestens genauso viele CGI Shots, wenn nicht sogar mehr. Kostüme, Masken und Sets – alles CGI. Die Set Extensions dazu sind enorm. Oft fallen sie gar nicht in der Serie ins Auge und man hinterfragt die normalen Sachen gar nicht – eben weil sie auch nicht wie CGI aussehen (Dazu Freddie Wong: You only see bad CGI) und man einer großen Produktion wie dieser all das eben zutraut. Spoiler-Warnung! Das Featurette zeigt Composites aus allen 9 Folgen, inklusive dem großartigen Finale.

Neues Werk von Ctrl Shift Face, dem Maestro der Popkultur-DeepFakes. Dieses Mal sehen wir Tony Montana in der Rolle von Travis Bickle und das Ergebnis ist vielleicht das bisher überzeugendste Resultat seiner Arbeiten. Jetzt muss De Niro natürlich in Scarface auftauchen, das ist nur fair.