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Dieser DeepFake vom Meister des Fachs, Ctrl Shift Face, ist der erste transzendente Clip dieses Genres und vielleicht auch zum ersten Mal sowas wie Kunst.

Die DeepFake-Evolution ist bis dato recht typisch verlaufen für Internetphänomene. Die Möglichkeit, fremde Gesichter auf Körper in Clips zu stecken, begann als Lauffeuer, wie könnte es anders sein, zuerst beim Porno. Dann folgten virale Funny Clips, wie sie das Internet und die Blogmaschinerie mögen. Promi A als Promi B in Film C. Haha, witzig.

Nun aber beginnt, vielleicht nicht unbedingt hier, aber durch die Viralität des Clips auf jeden Fall, ein neues Kapitel, in dem die DeepFakes auf ihren Vorlagen aufbauen und tatsächlich etwas Neues aussagen können.

Was wäre zum Beispiel, wenn Neo die blaue Pille genommen hätte und in der Matrix geblieben wäre? Das Ganze hat immer noch den Anstrich eines lustigen Clips, markiert aber den Anfang von ganz vielen Möglichkeiten, wie bisherige Filme zu neuen Situationen umgeschnitten werden können. Die DeepFakes werden erwachsen. The future is bright!

“Consider again that dot.” – Die NASA nahm Carl Sagans legendäre Worte diese Woche wörtlich und veröffentlichte nun eine neue, verbesserte Version des Pale Blue Dots zum 30. Jahrestag der Aufnahme.

Like the original version, this is technically a “false-color” view, as the color-filter images used were mapped to red, green and blue, respectively. The brightness of each color channel was balanced relative to the others, which is likely why the scene appears brighter but less grainy than the original. In addition, the color was balanced so that the main sunbeam (which overlays Earth) appears white, like the white light of the Sun.

(via JPL, das auch Wallpaper-Versionen für PC und Handy anbietet)

Die Originaldatei misst übrigens nur 666×659 Pixel und die Erde füllt nicht mal einen Pixel aus. Wahnsinn. Was soll man dazu noch sagen? Carl Sagan fand schon vor Jahrzehnten die richtigen Worte: This is us. This is home.

The Worst Toilet in Middle-Earth

04 Feb, 2020 · Sascha · Tech · 1 comment

Für Leute, die bisher dachten, dass Danny Boyles Toilette-Szene nicht noch verstörender sein könnte hier der neue Deep-Fake vom besten Pop-Faker in the game, Ctrl Shift Face: Gollum als Ewan McGregor in Trainspotting.

Netflix’ Adaption von The Witcher lockt natürlich auch mich wieder zurück in die Spielewelt. Ich bin vor Jahren irgendwo da steckengeblieben, als Kaer Morhen sich gegen einen Angriff der Wild Hunt brüsten muss. Mal sehen, ob ich es dieses Mal zu Ende spiele oder mich wieder in zähllosen Nebenquests verliere. Dazu flirte ich auch mit der Idee, die Grafik ein bisschen aufzumotzen und stieß bei meiner Recherche diesen ultrafotorealitischen Mod, der besser aussieht als die Serie.

Kühe, Planeten, Babys, Archie und natürlich Dr. Manhattan selbst. HBOs Watchmen mag vielleicht in einer etwas geerdeteren Welt spielen als zum Beispiel Game of Thrones, doch die Show verschlingt mindestens genauso viele CGI Shots, wenn nicht sogar mehr. Kostüme, Masken und Sets – alles CGI. Die Set Extensions dazu sind enorm. Oft fallen sie gar nicht in der Serie ins Auge und man hinterfragt die normalen Sachen gar nicht – eben weil sie auch nicht wie CGI aussehen (Dazu Freddie Wong: You only see bad CGI) und man einer großen Produktion wie dieser all das eben zutraut. Spoiler-Warnung! Das Featurette zeigt Composites aus allen 9 Folgen, inklusive dem großartigen Finale.

Neues Werk von Ctrl Shift Face, dem Maestro der Popkultur-DeepFakes. Dieses Mal sehen wir Tony Montana in der Rolle von Travis Bickle und das Ergebnis ist vielleicht das bisher überzeugendste Resultat seiner Arbeiten. Jetzt muss De Niro natürlich in Scarface auftauchen, das ist nur fair.

Cool: Es gibt Nedrys Computeranimationen aus Jurassic Park als Screensaver.

Ja, ihr habt’s auch alle gesehen: Jim Carrey läuft durch das Overlook Hotel. Haha, der hässliche Steve Buscemi als die wunderschöne Jennifer Lawrence. LOL! Und klar, Bruce Lee als Neon in The Matrix. Die viralen Deep Fake Clips der letzten Wochen waren sicherlich beeindruckend, auch wenn einige deutlich besser funktionieren als andere, aber schlussendlich bleibt es eben nur ein A als B in C. Langweilig! Was jedoch bei diesem neuen Clip beeindruckend ist, dass man mit der Technologie endlich etwas Sinnvolles machen und Kunst auf eine höhere Ebene heben kann.

Bill Hader ist zweifellos einer der besten Imitatoren und Comedians der letzten Jahrzehnte, ein unglaublich energetischer Mann, aus dem mehrere Personen fast schon gleichzeitig heraussprudeln können. Hier erzählt Hader was von Tom Cruise als Tom Cruise und die Übergänge sind so flüssig und spooky, dass sie diesem Jahre alten Clip von Letterman tatsächlich neues Leben einhauchen. Wahrscheinlich beeindruckend und es bleibt nicht bei Tom Cruise! Als Hader plötzlich noch eine dritte Person einbaut und der Deep Fake das einfach mitmacht, war ich schon etwas baff.