PewPewPew - Das Filmblog über Katzen und Pizza

Die Jungs von FOALS sind große Kollaborateure und veröffentlichen bereits seit Jahren immer wieder Remixes ihrer Songs von DJs und Elektrokünstlern auf den offiziellen Kanälen der Band.

Auf ihrem YouTube-Kanal gibt es nun wieder extrem tanzbare Remixes vom ersten Teil des Everything Not Saved Will Be Lost Albums, dessen Part 2 bald rauskommt. Bei mir fand das Album keinen großen Anklang, In Degrees war mein Standout. Die neue Singleveröffentlichung “The Runner” schlägt in die gleiche Kerbe, aber mal abwarten. Bis dahin kann man jetzt gut in den Herbst tanzen, denn die Remixes gefallen mir tatsächlich in ihrer Gesamtheit besser als das eigentlich Album.

Fear The Walking Dead legt kurz vor dem Finale eine Pause ein. Auch die neuen Bösewichte, die allein durch ihre Präsenz der Serie guttun, machen nicht wirklich viel.

Wer glaubte, dass Fear the Walking Dead nach den positive Schritten in der letzten Woche mit der Episode Heute und Morgen bzw. Today and Tomorrow nachlegt, wird bitter enttäuscht. In der 14. Folge der 5. Staffel wird erneut auf die Bremse getreten. Selbst so kurz vor dem Staffelende sieht sich die Serie nicht dazu bewegt, endlich aus ihrem Trott auszubrechen.

Das ist wirklich unverständlich. Gerade nach der Radikaldiät in der letzten Folge, die den Antagonisten Logan samt Gruppe ruchlos erledigte, könnte die Serie mehrere Elemente ihrer bisherigen Staffel und auch des größeren Walking Dead Universums verbinden. Diese Chance wird, auch wenn die Möglichkeit in der Zukunft besteht, nicht genutzt. Es ist bizarr, dass trotz neuer Informationen die allgemeine Situation unklarer wirkt.

Die drei wichtigsten Erkenntnisse der neuen Fear the Walking Dead-Folge:

  • Morgan und Al kehren zurück und sind der Fokus der Folge. Nicht gut.
  • Daniel nennt seine Katze verhaltensgestört. Relatable.
  • Die Pioniere sind eigentlich ganz nette Leute?

Morgan ruiniert Fear The Walking Dead wieder

Es bringt nichts, groß um die Wahrheit herumzuschreiben: Die Rückkehr von Morgan (Lennie James) ruiniert die Serie. Das liegt nicht an dem großartigen Lennie James, der wie immer sehr bemüht ist und der einem im Spin-off-Exil leidtun kann, sondern an der buchstäblichen Zerstörung seiner Figur. Morgan ist neben Rick der zweite Überlebende der Zombie-Apokalypse, den wir sehen, und damit automatisch von Bedeutung.

Seit fast zehn Jahren kennen wir Morgan schon und durch seine zyklischen Entwicklungen vom perfektesten Menschen überhaupt zum durchgedrehten Mörder ist seit etlichen Staffeln eigentlich alles erzählt. Das wusste auch Robert Kirkman, der die Figur relativ früh im Comic nach einem Comeback durch einen Zombiebiss sterben ließ.

Das wäre ungefähr in der 5. Staffel von The Walking Dead gewesen, also vor ungefähr fünf Jahren. Ihn danach am Leben zu lassen und in Fear zu retten, nein, ihm sogar die Serie anzuvertrauen als neuer Protagonist, war ein enormer Fehler.

Was auch immer die Serie durch die Änderungen so kurz vor Schluss als Aufwärtstrend erfuhr, wird bereits zu Beginn der neuen Folge durch Morgans Erinnerung an seine Familie zerstört. Morgan öffnet sich gegenüber Althea (Maggie Grace), und das mag nach all der Zeit ergreifend sein, kommt aber viel zu spät. Gott sei Dank treffen sie auf einen Überlebenden, der Benzin stiehlt. Es stellt sich heraus, dass dieser aber kein schlechter Kerl ist, sondern er nur unbedingt aus der Region fliehen möchte.

Fear The Walking Dead gibt sich der Lächerlichkeit preis

Tom, der Benzin-Dieb, wird nämlich von den Pionieren verfolgt. Die drei verstecken sich im Auto und werden nur nicht gefunden, weil der Atem des Pferdes eines Reiters die Scheibe beschlagen lässt. Obwohl die drei Personen eigentlich problemlos durch eine der anderen Scheiben zu sehen sein müssten, bleiben sie unentdeckt.

Es sind solche kleinen Momente, die Fear The Walking Dead häufig ins Lächerliche ziehen. Es hätte etliche Alternativen gegeben, um sich zu verstecken oder Al, Morgan und Tom in dem Auto besser zu verdecken, doch die Serie wählt erneut den dümmsten Weg. Daran leiden die letzten beiden Staffeln enorm. Momente, die vielleicht gut auf der Drehbuchseite aussehen, wirken absolut lächerlich, wenn man sie visuell umsetzt. Mangelnde Vorstellungskraft ist ein häufiges Problem dieser Autoren.

Bestes Beispiel ist der Zombiekampf der Woche, bei dem Daniel (Rubén Blades) seine Schallplattensammlung verteidigt und ein Walker ihn nicht beißt, sondern nur auf ihn fällt, weil der Schauspieler beim Aufheben der Platten seinen Einsatz verpasst. Erster Take? Passt. Pause! (weiterlesen…)

Es sind noch rund zwei Jahre bis zum nächsten und finalen Jurassic World Film, doch das Franchise ruht nicht. Mit Camp Cretacious bringt Netflix die lang ersehnte Jurassic-Zeichenserie auf die Bildschirme und Fans wissen bereits seit Monaten, dass JW-Mastermind Colin Trevorrow einen weiteren Braten in der Röhre hat. Die Gerüchteküche brodelte nämlich bereits zu Jahresbeginn, dass ein neuer Dreh stattfand und im Sommer erschienen “Battle At Big Rock” Spielzeuge mit der typischen Aufschrift “As seen in”.

Doch es gab noch nichts zu sehen. Sollten die Spielzeuge ein ähnliches Schicksal wie die damalige Chaos Effect Reihe erhalten? Vor einigen Wochen gab es dann die Auflösung: Battle At Big Rock ist ein Kurzfilm, der vor Hobbs & Shaw gezeigt werden sollte, aber nicht rechtzeitig fertiggestellt werden konnte und an einem anderen Zeitpunkt veröffentlicht wird.

Dieser Zeitpunkt ist jetzt. “Battle At Big Rock is an all-new short film directed by Colin Trevorrow, premiering on FX on Sunday, September 15.” Das ist die offizielle Ankündigung wenige Tage vor dem heutigen Release und auch die bisher einzige Stellungnahme.


Universal

Bereits vor der Premiere heute auf FX wissen wir bereits jede Menge über den Kurzfilm dank den Spielzeugen. Das Poster zeigt eine typische Szene einer Familienreise durch die beliebten Nationalparks Amerikas. Der fiktive Big Rock National Park liegt 20 Meilen entfernt von Lockwood Manor, dem finalen Handlungsort aus Jurassic World 2. Am Ende wurden dort eine Menge Dinos in die Freiheit entlassen, unter anderem ein Nasutoceratops und ein Allosaurus, die im Film aufeinandertreffen und den Trip einer Familie interessanter gestalten werden.

Der Film spielt ein Jahr nach den Events des letzten Films und Dinosaurier leben nun Seite an Seite mit den Menschen. Es ist noch unklar, ob das der Menschheit bereits bewusst ist oder ob der Kampf im Kurzfilm zu Panikausbrüchen führen wird. Ich halte diesen Kurzfilm jetzt schon für ziemlich großartig. So spannend die grundlegende Idee eines Planet der Affen Spins in der Jurassic World Trilogie auch ist, Fallen Kingdom ließ mich etwas ratlos zurück, wie man das nun umsetzen würde und im dritten Teil abschließen würde – wenn man denn überhaupt in die Richtung geht.

Colin Trevorrow kehrt nach seinem Star Wars Flirt zurück auf den Regiestuhl und Emily Carmichael (Pacific Rim 2) zeichnet sich sowohl für den Kurzfilm als auch das Drehbuch zu Jurassic World 3 verantwortlich. Battle At Big Rock darf daher als wegweisend für die Zukunft des Franchises angesehen werden.

Das Poster alleine hat mich in seinen Bann gezogen. Wie der simple Zusatz des Logos die Situation drastisch verändert … ziemlich clever. Über eine Onlineveröffentlichung ist noch nichts bekannt, aber Universal wäre blöd, wenn sie das Ding nicht wegen des Hypes einfach auf YouTube stellen.

Ein japanischer Modellbauer hat ein District 9 Diorama gebastelt und Johannesburg im Maßstab 1/8000 nachgebaut. Das Raumschiff der Prawns schwebt über der Stadt und kann sich sogar drehen. Der Mechanismus scheint mit Angelschnur zu funktionieren, ich hatte kurzzeitig auf diese Schwebemagnete gehofft, die schon so manches Modell auf das nächste Level gehoben haben. Dennoch ist die Detailarbeit hier atemberaubend, besonders weil nur der Film selbst als Referenz diente.

Der Weltraum, unendliche Weiten. Und auch: Unendliche Zeit! Trotzdem herrscht im besten Science Fiction Genre seit über 17 Jahren Stillstand. Während Fortschritt und der Blick in die Zukunft die Inbegriffe von Star Trek sind, führte kein Eintrag im Franchise die Geschichte der Federation fort. (Short Treks zählen nicht!) Stattdessen kam mit Enterprise ein Blick in die Anfänge der Erkundung des Weltallts und später mit den Abrams-Filmen und der Kelvin-Timeline ein spannendes Abenteuer voller Nostalgie, das aber auch nur zu Stillstand führte. Auch CBS’ Flagschiff Discovery entdeckte für sich … nur die vertraute Vergangenheit und setzte rund zehn Jahre vor der originalen Serie an.

Ein Blick auf die Star Trek Zeitlinie von audible zeigt, wie Hörbücher, Serien und Filme die bisherigen Löcher im Kanon stopfen, aber nie die Geschichte wirklich in großen Zügen weiterführen. Bis jetzt! Star Trek: Picard wird rund zwanzig Jahre nach The Next Generation einsetzen und zum ersten Mal einen Blick in das 25. Jahrhundert wagen. Das ist großartig, denn endlich schaut Star Trek nicht zurück in die Vergangenheit, sondern wendet sich erneut der Zukunft von TNG, Voyager und DS9 zu. Endlich geht es wieder vorwärts!

Doch ganz richtig ist das auch nicht. Das Jahr 2387 ist wichtig, denn dort wurde Romulus von der Supernova aus dem Star Trek-Reboot (2009) zerstört. Picard hat also auch die Aufgabe – oder Chance – die Timelines zu verbinden. Bisher ist wenig über den Plot von Picard bekannt. Der Trailer kündigt Cameos von Seven of Nine und Data an, auch die Borg werden wieder eine Rolle spielen und eine mysteriöse junge Frau braucht wohl Jean-Lucs Hilfe.

Doch klar ist: Die Federation muss mit den Folgen des Untergangs der Romulaner und eventuell auch einer Flüchtlingssituation zurechtkommen. Realweltliche Parallelen, politische wie philosophische Fragen und ein in sich gekehrter Picard sollen die Serie laut Showrunner Alex Kurtzman prägen. Eine großartige Vorlage für eine Serie, die hoffentlich nicht die jahrzehntelangen Hoffnungen vieler Fans enttäuscht.

Und wenn doch, lohnt sich vielleicht ein Blick in die dritte Staffel von Discovery. Nachdem die Serie sich in der zweiten Staffel qualitativ enorm steigerte, wird sie in den kommenden Episoden einen Blick in die weit, weit entfernte Zukunft wagen. Laut Gerüchten sogar bis zu 950 Jahre. Das würde die Zeitline doch stark verlängern und viel Raum für weitere Geschichten im Star Trek Universum bieten.

In freundlicher Zusammenarbeit mit Audible

LEGO Ideas Legende Brent Waller aka der Typ hinter dem Ecto-1, der Ghostbusterszentrale und einem Dutzend anderer, gescheiterter Ideas-Projekte stellt seine neue Idee vor: Ein Bonsaibäumchen für unsere Schreibtische und Regale. Der offizielle Eintrag namens Zen Bonsai auf LEGO Ideas hat bereits rund ein Viertel der notwendigen Unterschriften gesammelt und ich habe gerade ebenfalls ein Kreuzchen gemacht.

LEGO Sets sind für mich eine große Quelle für Entspannung und Ruhe in den letzten Jahren; sie wirken geradezu therapeutisch und sehen dazu noch, sofern richtig in Szene gesetzt, echt ansprechend aus. Dieser Bonsai wäre die perfekte Kombination für mich.

Hoffentlich landet wenigstens die Anleitung im Netz, falls die Idee scheitert, weil das ist schon wirklich sehr hübsch. Und auch professionell, wie Brents Vorstellungsvideo beweist, das noch kaum von den offiziellen Videos der Dänen zu unterscheiden ist.

Madlad did it!


AMC

Fear The Walking Dead überrascht mit einer neuen Folge kurz vor Staffelende, die einiges auf den Kopf stellt und wegweisend für die sechste Staffel ist. Wieso nur hat das so lange gedauert?

Im Englischen gibt es die schöne Redewendung „running on fumes“, was sich am besten mit „aus dem letzten Loch pfeifen“ übersetzen lässt. Eine direkte Übersetzung wäre wohl, dass die Ressourcen so niedrig sind, dass man mit den letzten Reserven auskommen muss: Das Auto fährt quasi nur noch mit den Benzindämpfen.

Eine bessere Beschreibung für das einstmals großartige Walking Dead Spin-off, in dem es zuletzt nur noch um Benzin und Hilfspakete statt um Angst vor Zombies ging, lässt sich kaum finden. Um es mit den Worten der Show zu sagen: Der Tank war leer. Fear the Walking Dead erzählt seit zwei Staffeln eine völlig bizarre Geschichte ohne roten Faden um Menschen, die helfen wollen, und Morgan. Immer wieder Morgan.

Die drei wichtigsten Erkenntnisse der neuen Fear the Walking Dead-Folge:

  • Morgan und Al fehlen erneut. Es ist weiterhin ein Segen für die Serie.
  • Alicia, Strand und Daniel werden jedoch schmerzlich vermisst. Der Kampf um das Ölfeld machte wenig Spaß und hatte eklatante Schnittfehler. Von der guten Regie aus der letzten Woche blieb nichts übrig.
  • Der Rabbi, Wes und die gerettete Frau – die Serie kann sich vor neuen Figuren nicht retten. Es braucht einen Radikalschlag am Ende der Staffel!

Das scheint vorerst vorbei zu sein. Die dreizehnte Folge der fünften Staffel „Leave What You Don’t“ ist kein Meisterwerk und bewegt sich zugleich auf hauchdünnem Eis, kann jedoch mit einem förmlichen Ausbruch aus der überschwänglichen Langeweile überraschen und einen Schritt in die richtige Richtung machen. Das ist nicht viel. Aber es ist etwas. (weiterlesen…)