PewPewPew - Das Filmblog über Katzen und Pizza

The Last of Us ist mein Lieblingsvideospiel. Es gibt Spiele, die mich mehr beschäftigt haben, die ich länger gespielt habe oder die mir mehr abverlangten. Aber es gibt nur eine Handvoll weiterer Spiele, die mir so viel bedeuten und die mich so nachhaltig und intensiv einnahmen. Ich liebe die Welt, die Figuren und die Themen, die das Spiel verhandelt. Es hätte für mich kein Sequel gebraucht, aber Naughty Dog scheint basierend auf dem fantastischen Marketing und den bisherigen Veröffentlichungen zur Forterzählung alles richtig zu machen.

Dieser Cinematic Trailer ist fürs Fernsehen, vielleicht auch fürs Kino gedacht. Für mich steht das Spiel auf einer Augenhöhe mit den größten und wichtigsten Blockbustern, die kommende HBO-Adaption von Craig Mazin (Chernobyl) dürfte ebenso mitreißend werden. Nun wird The Last of Us Part II ein Rache-Thriller in der Postapokalypse. Was mich besonders erfreut, ist die dadurch erfolgende Vollendung von Ellies Leidensgeschichte. Es gibt hier keinen Weg, der nicht im Schmerz endet.

Ich mag Josh Gad nicht. Dass er gerade mit vielen Schauspielern in Videokonferenzen abhängt und Geld für einen guten Zweck sammelt, lässt mich unterm Strich natürlich ein positives Fazit ziehen. Aber ich sag euch, es ist knapp!

Gad ist nervig und seine völlig überproduzierte, auf ihn ausgelegte Webshow mit Eröffnungsmonolog, geplanten Witzchen und B-roll Footage nervt noch mehr. Vor allem weil diese digitalen Wiedersehen weit hinter den Erwartungen zurückbleiben und das Potenzial nicht ausgeschöpft wird.

Da sitzen zum ersten Mal seit wohl Jahre alle – und auch wirklich alle – noch lebenden Schauspieler der Herr der Ringe Trilogie zuammen und die Atmosphäre knistert. Man kann spüren, wie viel das Wiedersehen den Leuten bedeutet und wie selten das trotz besten Absichten ist. Und statt diese einmalige Chance zu nutzen, springt Gad immer wieder belästigend ins Geschehen, um die Schauspieler kleine Szenen oder One-Liner vortragen zu lassen und dabei mit seiner irritierenden Olaf-Lache in den Ohren zu dröhnen, statt die Kreativen teilnahmslos in Erinnerungen schwelgen zu lassen und zuzuhören.

Das hat er jetzt schon in vorangegangen Folgen mit Zurück in die Zukunft und den Goonies so gemacht und es ist einfach ärgerlich.

Internetsensation Poppy hält 2002 mit diesem schicken Cover am Leben.

Im neuen Fast & Furious Teil wird sich Vin Diesel mit seinem Auto und einer Liniane von einer Klippe zur anderen schwingen. Spätestens mit dem neunten Teil also wird das Franchise die Entwicklung zum Videospiel vollenden, die mit dem Sprung zwischen Hochhäusern begann. Daher ist es nur logisch, dass auch ein echtes Videospiel diese surrealen Momente erlebbar machen wird.

Fast & Furious Crossroads heißt es und soll bald erscheinen. Das Spiel mit den Originalstimmen der Schauspieler erfährt jedoch gerade einiges an Hass. Das ist unberechtigt und unverständlich. Ja, die Grafik sieht eher nach Last Gen statt nach Next Gen aus und die Gameplay-Mechaniken wirken monoton und altbacken. Trotzdem macht der Trailer Lust auf mehr! Vor allem weil er verspricht, die abgefahrenen Höhepunkte der Filme erlebbar zu machen.

Bereits im sechsten Teil ließ das Franchise eine innere Logik auf dem Seitenstreifen liegen. Um die gesamte finale Verfolgungssequenz des startenden Flugzeugs abzubilden, müssten Dom und Co. 26 Meilen an Landebahn bauen, um den Heist durchzuführen. Eine Überbietung der eigenen Actionsequenzen gilt inzwischen neben der Familie als Fundamentalwert als das Kernversprechen an die Fans der Filmreihe. Daher macht es nur Sinn, dass auch im Videospiel die Torettos einer seitlich starteten Rakete hinterherjagen oder gegen den Bagger 288 antreten müssen.

Kein großer Wurf, aber für einen Zwanni am Sonntagnachmittag eine durchaus nette Unterhaltung.

Musikvideo: Capitol – Weathered

02 Jun, 2020 · Sascha · Musik · Comments

Perfekte Symbiose aus Video und Musik: Die neue Single “Weathered” von Capitol (für gerade mal 7€ als Vinyl zu erstatten) ist die musikalische Untermalung für eure Ausflüge auf sommerlichen Landstraßen.

Heute starten zum ersten Mal seit 2011 wieder amerikanische Astronauten von amerikanischem Boden ins All. Nicht mit dem NASA-eigenen Space Launch System, sondern mit der Falcon 9 Rakete von SpaceX. Elon Musks Firma bringt die Astronauten Robert Behnken und Douglas Hurley zur ISS. Bereits im September soll eine doppelt so große Crew ins Orbit folgen. Ein riesiger Schritt für den kommerziellen Weltraumflug. Alles sehr aufregend.

Aktuell gibt es Wetterbedenken, aber noch ist alles go for launch. Kurz nach dem Start wird auch man der Crew der Dragon auch zuwinken können, wenn man genau hinschaut. Godspeed!

Update: Der Start wurde auf den vergangenen Samstag verschoben. Am 30. Mai 2020 starteten die Astronauten dann aber erfolgreich ins All, die Falcon 9 landete erneut sicher auf dem Drohnenschiff Of Course I Still Love You. Hier geben die Astronauten Behnken und Hurley zuvor eine kleine Tour durch ihre Dragon-Raumkapsel, die sie nach dem gleichnamigen Space Shuttle Endeavour tauften, welches zuvor ihren ersten Flug ins All ermöglichte. Das freut mich sehr, es handelt sich nämlich um den schönsten Namen für ein Raumschiff, wenn es nach mir geht.

Matt Berninger ist rastlos. Zwei Alben in zwei Jahren mit seiner Band The National und nun folgt das langerwartete Soloprojekt. Ohne seine Bandkollegen hört sich Berningers erste Singleauskopplung “Serpentine Prison” wie ein verlorenes Werk aus der Sad Songs For Dirty Lovers Ära an. Blank, aufs Wesentliche reduziert, aber nie schmucklos und natürlich markentreu launisch. Nachdem ich mit früherer Kollaboration EL VY nichts anfangen konnte, bin ich hier deutlich positiver gestimmt.

The song Serpentine Prison was written in December 2018 about a week after recording The National’s I Am Easy to Find. For a long time I had been writing songs for movies and musicals and other projects where I needed to get inside someone else’s head and convey another person’s feelings. I liked doing that but I was ready to dig back into my own garbage and this was the first thing that came out.

The title is from a twisting sewer pipe that drains into the ocean near LAX. There’s a cage on the pipe to keep people from climbing out to sea. I worked on the song with Sean O’Brien and Harrison Whitford and recorded it about six months later with Booker T. Jones producing. It feels like an epilogue so I named the record after it and put it last.

Der großartige Nick Lutsko hat einen neuen Knallerhit mit den Dialogen aus Uncut Gems komponiert: Howard Ratners “This is how I win” im Stil eines neueren Post Malone Songs. Ich habe jetzt einen Ohrwurm.