PewPewPew - Das Filmblog über Katzen und Pizza

Lando könnte Episode IX retten

12 Jul, 2018 · Sascha · Film · Comments


Lucasfilm

Ich bin sehr froh, dass Lucasfilm endlich zu Sinnen gekommen ist und bei Billy Dee Williams angerufen hat. Das mag vielleicht an der Reaktion des Internets zu Donald Glovers Lando liegen; vielleicht hat es etwas damit zu tun, dass man sonst keinen Schauspieler aus der alten Riege mehr hat oder Abrams tatsächlich erst jetzt einen Platz für den Charmbolzen einer weit, weit entfernten Galaxie gefunden hat – wie auch immer, ich bin enorm erleichtert darüber, dass Lando in Episode IX wiederkehrt. Er könnte einige für einige rührende Momente sorgen.

Zuvor muss jedoch geklärt werden, wieso Lando nicht am Ende von The Last Jedi Leia und der Resistance zu Hilfe kam. Als es hieß, dass Freunde im Outer Rim angefunkt werden, hatte ich sofort an eine Rettung durch Lando und seine Lady Luck gehofft, inklusive ein paar Helfern und Freunden aus Nomad City oder irgendeiner neuen Version davon. Aber nein, Rian Johnson wollte, dass Luke den Funken der Rebellion bewahrt und Lando blieb außen vor.

Nachdem der Film Lando eine Entschuldigung geboten hat, darf JJ Abrams ihn aber nicht nur zu einem weiteren Cameo reduzieren. Da Leia wohl in dem zu erwarteten Zeitsprung zwischen den Episoden das Zeitliche segnen wird, kann Lando nicht nur einfach so bei ihrer Beerdigung auftauchen. Es muss einen Moment geben, in dem er mit Chewbacca trauert. Nicht nur um Leia. Lobot wird wohl nicht mehr auftauchen (Der Schauspieler ist vor einigen Jahren verstorben), aber durch Solo und L3 dürfte Landos Wiedervereinigung mit dem Falken ebenso emotional werden. Danach wird es aber noch interessanter.

Aktuell werden bereits die Weichen für eine Konfrontation mit Kylo Ren gestellt. Lando wird in Teilen von Last Shot, dem kürzlich erschienenen Han Solo/Lando-Roman, weiterhin als alternative Vaterfigur im Kreise der Familie gehalten. Er kennt Ben Solo und kann als Stellvertreter für Carrie Fisher den verlorenen Sohn konfrontieren. Man stelle sich vor, wenn er ihm so etwas wie “Your parents loved you.” an den Kopf wirft. Also bei mir würde da kein Auge trocken bleiben. Wie auch immer, die neuen Filme brauchen mehr Herz und Charme und Lando könnte dort wunderbar als Brücke zwischen der alten und neuen Riege funktionieren.

Aber ich träume. Landos Cameo wird purer Fanservice sein.

Es gibt vielleicht eine Handvoll an Netflix-Filmen, die ganz gut sind. Okja, Mudbound, Beasts of No Nation, The Ridiculous Six. Viele der guten Produktionen sind oft auch eingekauft, wie Annihilation. Nein, Netflix hat wirklich ein Qualitätsproblem in meinen Augen und das streckt sich auch auf die Trailer für halbwegs verheißungsvolle Katastrophenfilme aus, die ich zu meinen Lieblingsgenren zähle. Leider sind alle drei Trailer bzw. Filmeindrucke aus unterschiedlichen Gründen nicht wirklich gut. Let’s take a watch.

In Extinction wird Michael Peña zum Hellseher. In seinen Visionen sieht der Arbeiter und Familienmensch eine Alien-Invasion, doch bevor dies zu einem spannenden Psychospielchen werden kann, tauchen im Trailer auch schon direkt Raumschiffe und kampfbereite Aliens auf. Ich bin mir sicher, dass es noch einen Twist geben wird (zum Beispiel, dass die eigentliche Invasion wieder nur eine weitere Vision ist und er am Ende komplett zurückspult), aber ich bin jetzt schon schwer enttäuscht, dass man das gespoilert hat. Dazu hat der Trailer dieses unglaublich hässliche Color Grading, das man bei vielen Eigenproduktionen sieht und hundertprozentig auf irgendwelchen ausgewerteten Nutzerdaten basiert. Aber hey, Peña und Lizzy Caplan von dem Regisseur von Hounds of Love und einem Rewrite von Eric Heisserer (Arrival)? Da muss ja was zu holen sein.

Gleiches Spiel beim Trailer zu How It Ends, der an diesem Wochenende bei Netflix online gehen wird. Netflix schnappt sich mit David M. Rosenthal (Single Shot) einen erfolgreichen Indie-Regisseur und drückt ihm einen Apokalypsenfilm auf. Forest Whitaker und Theo James suchen nach Tochter bzw. Frau und kämpfen sich dabei durch ein Krisengebiet an der Westküste der USA. Ob sie wohl ihre geliebte Samantha finden werden? Ja, klar, natürlich, denn der Trailer zeigt es uns am Ende. Sieht trotzdem bis dahin ganz OK aus, aber es könnte sich auch um einen weiteren Cloverfield-Film handeln. Fürchtet euch!

UFO dagegen hat einen fantastsichen Trailer, der nichts spoilert und talentierte Schauspieler inmitten einer verlockenden Prämisse. Der Film sieht leider nur nicht ganz so gut aus. Mit einem richtigen Budget und einem besseren Kameramann wäre dieser Thriller ein potenzieller Kinohit geworden. Nun erscheint er Anfang September nur online. Freue mich trotzdem.

In den USA sterben jährlich Zehntausende Menschen durch Waffengewalt. In Kirchen, in Schulen, in Diskotheken, auf Konzerten, in Supermärkten, in ihren Büroräumen. Täglich. Kein anderes, westliches Land hat dieses Problem, doch die starke Waffenlobby verhindert seit Jahrzehnten vernünftige und notwendige Reformen. Währenddessen sterben weiterhin die Leute und selbst Präsident Trump hat vor einigen Monaten wieder das längst geklärte Thema der Killerspiele ausgegraben.

Joseph Delappe dachte sich – in Zusammenarbeit mit Albert Elwin (übernahm das Coding) und James Wood (Berater) -, dass man die beiden Themen verbinden kann. In einer selbst spielenden Version von GTA stellt er die alltäglichen Tötungen dar, während die Kamera langsam durch die Leichen und Blutlachen fährt und eine Liebesbekundung an Amerika zum Klagelied einer lethargischen Nation wird. (via HerrKaschke)

From the mountains
To the prairies
To the oceans
White with foam
God bless America
My home sweet home

Dabei entstehen ganz eindrucksvolle Szenen, in denen sich unbescholtene NPCs teilnahmslos durch den Berg an Leichen bewegen und keine Reaktion zeigen, bevor sie selbst zum Opfer werden.

Das Spiel läuft seit dem 1. Januar 2018 und resettet sich jede Nacht um Mitternacht. An jedem Tag werden dann die bisherigen Toten, der Zähler aktualisiert sich zum realen Äquivalent stetig, dargestellt. Powerful stuff.

#crushablesummah

10 Jul, 2018 · Sascha · Personal · Comments

2001: A SPACE ODYSSEY by Raid71

10 Jul, 2018 · Sascha · Kunst · Comments


Bottleneck Gallery

Die Bottleneck Gallery hat mit Raid71 zusammengearbeitet, um diesen sehr hübschen 2001 Print zu kreieren. Mir gefällt die Detail-Arbeit im Teaser ganz besonders, weniger jedoch die Schriftzüge, auf dich ich hier verzichtet hätte. Raid71 ist ein ziemlich unterschätzter Künstler. Seine Werke funktionieren zwar nur für bestimmte Motive und Projekte, aber wenn es funkt, dass kommen solch poppige Resulte heraus. Ganz besonders mag ich wie Bowman hier in den Monolith fällt und dass diese Edition auf Folie gedruckt wird, sodass das Silber und einige Highlights das Licht reflektieren und dabei selbst ganz interessante Farbspiele kreieren werden.

Das ist ein ganz besonderer Print. Ich warte mal Bilder der gedruckten Endresultate ab und jage dann auf eBay nach dem Teil, wenn es mir zusagt. Wer schon jetzt überzeugt ist, sollte heute um 18 Uhr deutscher Zeit auf der Webseite die Kreditkarte bereithalten.


Bottleneck Gallery

Klettermaxe

07 Jul, 2018 · Sascha · Personal · Comments

💔

06 Jul, 2018 · Sascha · Musik · Comments


Honeymoan

Große Netz-Liebe aktuell für den Track “We” der neuen Band H O N E Y M O A N (clever), aber ich steh’ so voll auf “</3”. Was ein geiler Riff. Und die Drums! Und das süße Lächeln am Anfang! Hach. Watch this space!

Ich bin dank meinem wöchentlichen Spotify-Mix total der japanischen Band PAELLAS verfallen. Ich verstehe kein Wort, aber fühle jede Emotion. Japan Times hat ein interessantes Profil:

“I wanted an uncomfortable feeling on this album, too,” Anan says. That unease comes across mainly due to lead singer Tatsuya Matsumoto’s vocal delivery. It’s a nocturnal set, but one better suited for walks alone than crowded clubs. It pulls off the difficult feat of both reflecting Western pop and building on it, something that Anan believes Japanese artists used to be better at doing.