Games - PewPewPew

Top 5 der Indie-Horrorgames

07 Sep, 2022 · Sascha · Games,Sponsored · 0 comments

In der vergangenen Woche habe ich mich für zwei Podcasts mit meinen Ängsten beschäftigt. Einmal ging es um Jordan Peeles neuen Film NOPE, in dem es unmissverständlich bereits auf dem Poster um die Idee von Außerirdischen, welche in mir schon immer eine gleichermaßen große Faszination wie Furcht hervorriefen. Dazu ging es in einem anderen Podcast um die frühen Filme von M. Night Shyamalan, als er ganz ähnlich wie Peele als neues Mainstreamhorrortalent gehandelt wurde. Seine furchteinflößenden und verstörenden Bilder, als er noch nicht von Zynismus in die Submission geprügelt war, sind mir seit 20 Jahren stetige Begleiter.

Videospiele versuchen diese Ängste auch hervorzurufen. Durch ihre Freiheiten für die Spieler*innen, im Unterschied zum Film, versprechen Videospiele auf dem Papier eine noch größere Immersion in der Auseinandersetzung mit dem, was uns Angst macht. Sicherlich enttäuschen auch manche Einträge durch ihre Linearität und erinnern mit ihren entlang des Weges versteckten Jumpscares an eine Achterbahn, doch die Unendlichkeiten der Videospielwelten lassen mit ihren immersiven Spielmechanismen jeden beliebigen Alptraum erlebbar werden – immer und immer wieder. Das ist der Reiz an den Horror-Spielen, die besonders im letzten Jahrzehnt durch die vielfältigen Möglichkeiten für Indie-Entwickler singuläre Ängste zu Publikumserfolgen haben werden lassen.

Ich habe mir mal Gedanken gemacht, welche von diesen Spielen ich am spaßigsten finde. Mein Geschmack deckt sich selten mit den mainstreamigen Haltungen, weshalb Soma oder Amnesia nicht auf dieser Liste zu finden sind, sondern Spiele mit Szenarien, die mich viel mehr in meinem Mark treffen als irgendwelche Monster das können.

Adrift

Adrift greift eine Urangst von uns auf: Das Alleinsein. Von der Gruppe und den sicheren Strukturen des Stammes getrennt, sind wir der indifferenten Härte der Natur ausgeliefert. Adrift, also treibend, adaptiert diese Ängste für die Zukunft und schafft auch da, was schon Alfonso Cuaron mit Gravity gelang: einen nervenaufreibenden Überlebensthriller im Weltall.

Im Spiel müssen wir nämlich als einzelne Überlebende eines Raumstationunglücks mit Leck in unserem Anzug ums Überleben kämpfen. Also buchstäblich von Sauerstofftank zu Sauerstofftank hangeln. Oft unterschätzt man die Schwierigkeiten der Umgebung oder die Störung und schon beginnt das Piepen des Warnsystems. Und selbst wenn man gerade nicht Gefahr läuft zu ersticken, muss man tausenden kleinen, superschnellen Splittern ausweichen und am besten nicht nach unten auf die Erde schauen. Der Blick mag nämlich gleichermaßen verzaubern wie einen erschaudern lassen, bleiben doch jetzt nur noch wenige Optionen für eine glimpfliche Rückkehr nach Hause, während viele andere Szenarien einen schmerzvollen Tod als Folge hätten.

Ich habe über Adrift zum Release damals ausführlich geschrieben. Es ist kein perfektes Spiel, doch viele Momente bleiben mir bis heute stetig in Erinnerung. Das ist oft mehr wert.

Inside

Auch über Playdeads Inside, den glorreichen spirituellen Nachfolger auf Limbo, habe ich ausführlich berichtet. Vieles an dem Spiel ist creepy auf dem Papier: Die Vollendung des Überwachungsstaats aus Orwells schlimmsten Befürchtungen, die postapokalyptische Spielwelt nach dem Klimakollaps, die unheimlich riesigen Bauten, deren Schächte ein unwahrhaftiges Vordringen in ungeahnte Tiefen zulassen.

Über weite Teile präsentiert Inside eine monochromatische Höllenatmosphäre, aus der man einfach nur noch ausbrechen will. Und dann – trotz schreckenerregender Transformation – gelingt dies den Spieler*innen. Oder zumindest: Das Spiel suggeriert uns das. Und zunächst fühlt sich das ausbrechende Chaos gut und berechtigt an, überfällig nach den oppressiven Touren, auf die uns die Entwickler schickten. Doch wer genau aufpasst, kann in den zerstörerischen Bildern einige Hinweise entdecken, die eine viel niederschmetternde Realität andeuten, als die visuelle Wucht unserer entfesselten Macht gerade vermuten lässt. Und so wird die Hoffnung auf Veränderung durch die Revolution am Ende nur ein erweiterter Arm des Systems, ein performatives Druckablassen, um den Fortbestand zu sichern. Diese letzten 5 Minuten bleiben ewig bei mir. (weiterlesen…)

Diesen Tweet hatte ich mir mal vor knapp einem Jahr gebookmarkt, weil er mich an meine eigenen Träume erinnert. Da bin ich auch manchmal so am rennen, irgendwann werden daraus auch lange Sprünge wie in Ang Lees Hulk, die irgendwann zu lang und hoch werden, bis ich falle und aufwache.

Jedenfalls wurde aus dem Prototyp jetzt das Spiel Haste, welches demnächst erscheinen soll. Erinnert mich an diese fluiden Free-Flowing Spiele wie Clustertruck, genau mein Genre.

Ich finde den Neil von Real Terrain Hobbies einfach als Typ mehr sympathisch und sein neues Werk, diese Nachbildung einer Burg aus dem 14. Jahrhundert zeigt, wieso neben seiner Persönlichkeit vor allem auch sein Talent für den großen Erfolg seines Kanals verantwortlich ist. Mit viel Pappmasche und Farbe wurde die Burg Talmberk aus dem heutigen Tschechien, die auch im Spiel Kingdom Come Deliverance detailreich digital existiert, nachgebaut. Normalerweise baut er riesige Spielterrains für reiche DnD-Kunden, die keine Zeit oder eben Fingerspitzengefühl für eigene Kreationen haben. Hier waren die Videospielentwickler Auftraggeber und wir dürfen zuschauen.  Das Video oben ist der krönende Abschluss des Projekts, aber die gesamte Reihe ist mega beeindruckend.

Crazy, dass GTAV jetzt schon nostalgische Shitposts hervorzaubern kann. Das Ding war damals der Open World Pinnacle und grafisch unangetastet.

Battlefront war seiner Zeit voraus

28 Jul, 2022 · Sascha · Games · 0 comments

Es ist ziemlich verrückt, dass YouTuber JackFrags hier gerade ein Spiel zeigt, das im November sieben Jahre alt wird. Natürlich ist Jack professioneller YouTube-Gamer und hat die feinste Grafikkarte, die man sich aktuell gegen überteuerte Preise importieren kann, aber das sieht schon wirklich mega aus einfach. Das Battlefront-Remake erschien 2015 und scheint echt keinen Tag gealtert zu sein. Im Gegenteil, würde man das heute veröffentlichen in der Form, wäre es wohl immer noch ein Knaller.

Am Ende von Jacks Video sieht man, wie perfekt Star Wars heute aussehen kann in Videospielform, wenn es denn nur welche geben würde. Diese Speeder-Verfolgungsjagd erinnert mich an eine meine ersten Spieleerfahrungen auf einem Commodore, wo ich Return of the Jedi spietle und Holzstämmen ausweichen musste. Die Entwickler bei DICE taten alles, um den Star Wars Vibe perfekt einzufangen. Bis ins kleinste Detail wurden die Welten umgesetzt. Aber für was? Nur ein bisschen Geballer? Weil eine Geschichte hat man mit dieser wunderschönen Sandbox nicht erzählt.

Gerade jetzt sind solche Erinnerungen und Videos schmerzvoll, da Insider Jason Schreier mit einer erneuten Hiobsbotschaft Star Wars Fans verzweifeln lässt. Viele sind da schon am copen und reden von Verzögerungen, aber in seinem Artikel steht klar, dass das Spiel “on pause” ist und der Entwickler Aspyr bereits neue Projekte sucht. KoTOR ist also dead in the water. Das ist wirklich zum Haareraufen. Fehlen schließlich seit der Übernahme von Disney, seit der Zerlegung von LucasArts, gute Star Wars Videospiele.

Besonders die Singleplayer-Erfahrungen, mit denen im goldenen Zeitalter LucasArts buchstäblich Geld drucken konnte, kommen einfach nicht. Klar, es gab Jedi: Fallen Order und Squadrons, Battlefront II hatte eine Kampagne, aber ultmativ sind das drei Spiele innerhalb eines Jahrzehnts. Zu Prequel-Zeiten gab es sowas und noch mehr in einem Jahr. Das Remake dürfte nun vorerst 2025 oder eher 2026 kommen, wenn überhaupt. Dazu ist Star Wars Eclipse nach der Ankündigung bereits in hot water. Quantic Dream sucht verzweifelt nach Entwicklern, doch die haben scheinbar keinen Bock auf die vermeintlich toxischen Arbeitsbedingungen.

Stimmt mich alles grimmig.

“My entire basement is my gaming area.” Robert Wardhaugh ist ein Mann mit Gottkomplex, er spielt bzw. kontrolliert als Dungeonmaster eine seit 1982 kontinuierlich stattfindende Kampagne DnD, die er einfach “The Game” nennt. Das ist ziemlich cool und auch ein bisschen anmaßend, was Robert aber nicht stört. Im WIRED-Videoprofil stellt er nüchtern fest, dass dies die beste Kampagne ever ist. Dieser Stolz ist aber angesichts der Details durchaus berechtigt und jeder, der die moral panic wegen vermeintlicher satanischer Verbindungen überstanden hat, als Nerdsein noch nicht cool und Mainstream war, verdient unseren Respekt. Weird ist dann aber, wie er erklärt, dass der Freund seiner Tochter weiterhin mitspielen muss, selbst wenn die Beziehung scheitert. Elder nerds are scary!

Garfield Mod für Stray

26 Jul, 2022 · Sascha · Cats,Games · 1 comment

Dieser Mod lässt die süße Katze in Stray etwas dicker und hungriger werden. GOTY! Jetzt muss es nur noch einen Lasagne-Mod geben.