Games - PewPewPew

Ich bin ja ein aktiver Podcaster. Mehr als 200 habe ich schon produziert und das Ganze betreibe ich nun seit fast zehn Jahren. Trotzdem höre ich nur ungefähr so … drei Podcasts regelmäßig. Ich bin da unglaublich wählerisch, aber wenn ich etwas höre, dann bin ich der loyalste Fan der Welt. Last Game Standing mit meinen zwei Lieblings-Internet-Christians – das kongeniale Duo Alt und Schiffer hinter solchen Hits wie Angela Merkel ist Hitlers Tochter – gehört definitiv dazu.

Zusammen mit Matti Sandqvist von der PC Games und mir ging es in ihrem Battle Royale Podcast im Finale um das beste Spielejahr aller Zeiten. 1992 gegen 1998. Ecco the Dolphin gegen Gordon Freeman. Dune II gegen Banjo-Kazooie, Fallout 2, Ocarine of Time, StarCraft, Metal Gear Solid, Rogue Squadron … muss ich mehr sagen? Glasklare Sache. Das sahen aber nicht alle so! Der gesamte Fight im Podcast:

(Spoiler: Das Forum stimmte natürlich völlig korrekt ab und wählte 1998 zum besten Spielejahr aller Zeiten. Wäre es nach mir gegangen, hätte andere Jahre im Finale gestanden. So zum Beispiel 2013, 2015 oder auch 2016. Nostalgie ist eben nicht alles.)

Links zu Last Game Standing und Podcast-Feeds:

Longtake: FINALE: “Bestes Spielejahr” 1992 vs 1998
iTunes: Last Game Standing
Spotify: Last Game Standing

In knapp zwei Monaten wird Hideo Kojimas neues Spiel Death Stranding nach Jahren an Wartezeit auf den Markt kommen und das bedeutet, dass endlich Licht ins Dunkel gebracht wird. Verstörend schöne Bilder, bedeutungsschwangere Monologe und digitale Avatare von Autorenfilmemachern wie del Toro oder Winding Refn können eben nicht ewig das Interesse halten. Bald kommt das Spiel raus, also jetzt bitte mal Butter bei die Fische.

Und genau das tut der neue “Briefing”-Trailer, der Sam (Norman Reedus) und uns die Welt von Death Stranding offenbart, Ziele formuliert und Motivationen klärt. Geht doch! Und ich bin überrascht: Das macht ja doch irgendwo alles Sinn. BTs, Die-Hard-Man, ein Typ, der alle 20 Minuten abnibbelt … für mich alles gar kein Problem. Death Stranding? Glasklare Sache. Falls ihr nicht so coole Big Brains wie ich seid, schaut den Trailer. Ich mein, wer’s nötig hat … ich sicher nicht!

Death Stranding erscheint am 8. November als PlayStation exclusive.

How To Have Fun In Battlefield V

11 Aug, 2019 · Sascha · Games · 0 comments

JackFrags ist nicht nur einer meiner Lieblingsyoutuber, sondern auch ein ehemaliger Gegner des eSports. Wir spielten mehrfach gegeneinander, er im Team der Queen, ich in Team Deutschland. Das ist locker zehn Jahre her. Heute trennt uns einiges, aber es bleibt eine gemeinsame Liebe für das Franchise zurück. Auf seinem YouTube-Kanal kreiert er viele nachdenkliche Essays zum Stand von Battlefield V, was zukünftige Titel besser machen müssen und welche Spiele aus der Vergangenheit die Besten waren. Aber das möchte ich nicht mit euch teilen, sondern stattdessen diesen humorvollen Kommentar posten.

Das Gezanke um Battlefield V und das Marketing hinterließen einen so starken Nachgeschmack, dass ich das Spiel erst zum Jahresanfang kaufte. Zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt bestellte ich keinen Titel meines Lieblingsfranchises vor. Und selbst dann dauerte es noch einige Monate bis ich tatsächlich das Spiel startete. Trotzdem habe ich mich in den letzten Wochen aktiv wieder ins Spiel reingearbeitet und einen Grundskill aufgebaut. Meine Enttäuschung ist und bleibt jedoch immens.

Dies soll keine Review werden, aber es ist verrückt, wie die führenden Köpfe bei DICE sich ein Bein ausreißen, um dem Spiel selbst den letzten ikonischen WW2-Moment zu rauben. Wo sind die großen Karten? Wo gibt es Vehicle-Gameplay? Updates vom Fanfavoriten Wake Island? Nichts. Stattdessen Infantry, Infantry, Infantry. Leveln, um Skins zu bekommen. Und selbst das Core-Gameplay lässt zu wunschen übrig. At best, it’s… boring. Jack kommentiert das ziemlich perfekt in seinem Video. Ich teile seine Enttäuschung über fehlenden Content und den Mangel an typischen Battlefield-Momenten und hoffe, dass eine Rückkehr zum Modern Combat die Reihe zu altem Ruhm zurückführen wird.

Bis dahin: Mein Freund HerrKaschke erstellte auf Twitter eine Bestenliste aller Spiele in der Battlefield-Reihe und ich nahm mir den Tweet als Anlass, ebenfalls eine solche Liste zu erstellen. So here it is, Battlefield from Best to “Worst”

Fortnite World Cup Finale

30 Jul, 2019 · Sascha · Games · 0 comments

Hier die finale Runde der Fortnite Weltmeisterschaft im Solo-Modus, so als Realitätscheck für alle Hater. Der 16-jährige Spieler Kyle “Bugha” Giersdorf dominierte alle 6 Runden des Finales und wurde am Ende Fortnite-Weltmeister. In den Medien hört man jetzt mit einer Spur Empörung die Nachricht, dass Bugha für seinen Sieg $3 Millionen US-Dollar – der höchste jemals ausgezahlte Gewinn im eSport – erhalten wird. Aber das unterstreicht ja nur wieder, wie extrem der Mainstream dieses Phänomen seit Jahren sträflich ignoriert und eine ganze Generation verliert. Aber im Kern haben sie ja auch recht. Total verrückt. Ausgesorgt mit 16 – und es bleibt ja nicht bei dem einen Sieg. Und selbst der 10. Platz bekam noch knapp eine Viertel Million.

Battle Royale Spiele bereiten mir enormen Spaß, doch an Fortnite hatte ich noch nie etwas. Mir missfällt der cartoonhafte Style und das arcady gunplay, aber insbesondere dieses Wallbuilding. Das fügt dem Kampf zwar eine herausfordernde dreidimensionale Note hinzu, doch ich mag es etwas realistischer. Was mich jedoch beeindruckt ist die Geschwindigkeit mit der heute gespielt wird. No Country for Old Men.

Da ich also wenig Ahnung habe, müsst ihr zu The Verge gehen, um mehr über den World Cup zu erfahren.

Am Rande: Am Ende der ESL Pro Series XI konnte ich mir gerade mal damals von unserer erspielten Kohle das neu veröffentlichte iPhone leisten. Definitiv immer noch cool, aber einfach unglaublich in welchen Dimensionen da heute gespielt wird.

Dieser Artikel erschien zuerst in der 15. Ausgabe des WASD-Magazins.

Können die Hörner bitte noch etwas länger sein? Es soll richtig punkig aussehen! Mein ästhetisches Empfinden möchte revoltieren, doch ich weiß, dass Proteste fast immer ins Leere laufen. Ich seufze innerlich. Star Wars und Punks? Das geht doch nicht!

Es ist 2005, ich spiele das MMORPG Star Wars Galaxies und ich bin ein Image Designer. Während andere bei George Lucas‘ Weltraummärchen in erster Linie an Lichtschwerter, John Williams-Fanfaren oder Darth Vaders schweres Atmen denken, dreht sich meine Welt um Charakterdesign. Ich helfe anderen Spielern eigene Helden im Hintergrund des Sternenkriegs zu formen. Als lebendig gewordener Charakter Creator biete ich anderen Spieler meine Dienste an: neue Frisuren, Fettabsaugung per Klick, Tattoos – alles ist möglich.

Auf den ersten Blick mag das alles einem Gimmick gleichkommen, aber schlussendlich geht es hier um das Kreieren und Formen einer gemeinsamen Welt, wodurch Fans selbst ein Teil der Geschichte werden, was den Sog gerade eines MMOs noch weiter erhöht.

Der Star-Wars-Kosmos lebt wie keine andere Domäne der Popkultur vom Design seiner Welt. Deswegen ist die Cantina-Szene so entscheidend: Figuren im Hintergrund formen das Universum – und ich lege selbst Hand an. Zumindest in der Theorie. Diversität ist ein elementarer Bestandteil von Videospielen. Jeder möchte seine individuelle Vision umsetzen. Heutzutage wechseln teure Skins täglich den Besitzer. Ich will dagegen lediglich beraten, um die Immersion der Welt zu bewahren. Auf pinkfarbene Wookiees möchte ich nämlich verzichten.

Trotzdem schiebe ich nach einem Moment den Regler nach ganz rechts und sehe, wie die Hörner irokesenförmig aus dem Kopf des Zabraks in die Höhe schießen. Mein Patient ist zufrieden. Das soll mir recht sein. Schönheit liegt schließlich im Auge des Betrachters. Für meine Dienste verlange ich eigentlich keine Bezahlung, aber ich bekomme reichlich Trinkgeld, mit dem ich meinen X-Wing für die Weiterreise nach Tatooine neu lackieren kann. Irgendwie verspüre ich Lust auf was Gelbes.

PUBGs neue Season kommt mit einem Cinematic Trailer daher, der eine Hintergrundgeschichte für die erste (und beste) Map Erangel bietet. Ein unbekannter Junge überlebt alleine das Bombardement der Insel, woraufhin er anschließend seine ehemalige Heimat zu seinem Battle Royale Schlachtfeld umwandelt. PlayerUnknown’s Battlegrounds ist geboren.

Aber das ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Ich hatte in meinem Artikel über PUBG gerade den Mangel einer Rahmenhandlung oder einer externen Motivation bewundert. Dadurch offenbarte und reduzierte zugleich das Spiel nämlich genau die menschliche Natur, die bereits in DayZ die Gemüter vieler Fans plagte: Die Spieler wollen gar nicht zusammenspielen, das Schießen und Töten des Gegenübers macht zu viel Spaß als dass sich tiefsinnige Beziehungen entwickeln könnten.

Nun fügt das Spielt eine zusätzliche Ebene hinzu, die nicht ausreicht, um die Ethik des Spiels komplexer zu gestalten, noch schmiegt sie sich an Spielemechaniken, die eine tiefgehendere Erfahrung ermöglichen. Naja, immerhin ist die Grafik ganz nett.

Die „Killerspiel“-Debatte möge bitte begraben bleiben. Doch es ist durchaus interessant, dass das Spiel völlig ohne Kontext die menschliche Natur offenbart. Klar, Shooter werden gespielt, weil geschossen werden soll. Doch prinzipiell gibt es bei Battlegrounds keine Rahmenhandlung, keine im Game eingebauten Mechanismen, die ein gemeinsames Überleben in friedlicher Koexistenz bis zum Schließen des letzten Kreises verhindern. Selbst in dem viel gescholtenen Counter-Strike kämpfen immerhin Räuber gegen Gendarmen. Bei PUBG? Fehlanzeige. Ein Halsband wie im genredefinierenden Film „Battle Royale“, das zur Einhaltung der Regeln konditioniert? Irgendwelche Storyfetzen, die das Töten erklären? Nichts. Die letzte Immersion wird neuerdings durch Sticker auf den Wänden brutalistischer Gebäude geraubt, die für Memes, eSport-Teams oder die Electronic Sports League Werbung machen. In PUBG soll es scheinbar kein größeres Ziel geben, als den anderen Spieler zu töten. Am besten auf ganz spektakuläre Weise. Mehrere auf einmal oder abwarten und den finalen Kill ganz cool abliefern.

Und das reicht. Die Belohnung durch den Loot getöteter Spieler ist selten so hoch wie durch dieses Spieldesign. Da der Sieg nur wertlose Punkte mit sich bringt, geht es um den Moment, den anderen Spieler zu überwältigen. Ihn zu überraschen. Ihn bloßzustellen. Schlicht: besser zu sein. Der Sieg ist nicht alles. Eine gute Runde mit einigen Kills hinter sich zu bringen, reicht oft auch. Hunderttausende klicken jede Woche auf die Zusammenstellungen der besten Kills und unglücklichsten Spielmomente auf YouTube, um zu staunen oder zu lachen. Dort werden gut ausgerüstete Spieler mit einer Bratpfanne erledigt, Gegner aus mehreren hundert Metern mit einer Menge Glück umgelegt oder mit dem Auto überfahren. Je schräger, desto besser.

Selten war das Ziel so simpel. Selten hat Schießen mehr Spaß gemacht.

Es nimmt mir einfach immer wieder die Spucke weg, wie versessen die Banjo-Kazooie-Fans darauf sind, noch ein bisschen mehr aus der ursprünglichen Spieleerfahrung rauszukitzeln. Erst kürzlich scheiterten Teile des originalen Teams mit Yooka-Laylee mit der Wiederbelebung des alten Geistes. Aber auch von offizieller Stelle bei Nintendo weiß man die Nostalgie zu nutzen. Die Ankündigung des Teams in Smash Bros. löste buchstäbliche Nerdgasmen aus.

Markurs Kurko von Kurko Mods reitet nun dieses Hype-Welle. Er baute einen Mod, der Banjo und Kazooie durch die Startinsel von The Wind Waker laufen lässt, springen, fliegen, rumeiern lässt. Nun IGN bietet 14 Minuten Gameplay, das mich als großen Fan des Originals begeistern kann. (weiterlesen…)