Film Archives - PewPewPew - PewPewPew

Mother Mary steht auf meiner Filmhighlights-Liste für dieses Jahr – gerade so. Aber auch nur wegen David Lowery. Und ich denke auch Anne Hathaway vielleicht, die hier fabelhaft aussieht. Michaela Coel und Hunter Schafer sind ebenfalls mit von der Partie; das ist nett. Aber die Trailer hitten für mich gar nicht. Weder die Musik von FKA noch das Thema jucken, auch weil da im Psycho-Thriller/Horror-Genre einiges in den letzten Jahren mit Smile 2, Trap, Vox Lux, etc. auch alles abgegrast wurde. Die zweite Hälfte muss wohl sehr weird werden, was Lowery gut kann. Dass der Film mal als “spiritual sequel” zu meinem Freund dem The Green Knight angeteaset wurde, lässt sich hier für mich noch nicht erkennen. Erscheint am 21. Mai in den deutschen Kinos.

Im Jurassic Park-Sequel The Lost World zeigt InGen-CEO Peter Ludlow bei einem Investorenmeeting ein Modell seines großen Plans zur Rettung des Unternehmens: ein neuer Park in San Diego, zu dem die Dinos von Isla Sorna verschippt werden sollen. Im Alter von zehn Jahren war ich immer noch großer Dino-Fan und regelmäßiger Besucher diverser Freizeitparks pro Jahr, weswegen mich dieses Mashup total begeisterte. Dass es davon im Film ein Modell gab, setzte dem ganzen für mich irgendwie die Krone auf – war ich doch schließlich im Keller mit Opa mehrmals pro Woche an unserer Modelleisenbahn am werkeln.

Dieses Diorama hatte irgendwie eine magische Anziehung auf mich und als ich diesen Tweet sah, kamen ganz viele Erinnerungen hoch. So viele neue Winkel und Details in diesen Fotos aus einer Archiv-Ausstellung laden da echt nochmal zu einer neuen Betrachtung ein. Denn es ist schon interessant, wie viel über die Parks und Worlds im Fandom gesprochen wird, während San Diego meist untergeht. Das liegt aber auch daran, dass gar nicht so viel bekannt ist. Im Lore ist es so, dass Hammond zunächst einen solchen Park plante und mit dem Bau begann, analog zu Disneyland in Kalifornien, bevor er sich für Isla Nublar in Costa Rica entschied. Diese Reste wollten InGen dann nach dem Parkdesaster noch verwerten. Gerade dieses Mysterium macht dieses Parkkonzept für mich so interessant.

Einige Fans haben es auf sich genommen, die wenigen Konzeptzeichnungen aus Hintergründen im Film sowie das Modell als Vorbild für eine digitale Kopie zu nutzen. Im Aufbauspiel Jurassic World Evolutions 3 gibt es diesen Nachbau im Flyby-Video zu bestaunen, schon sehr spannendes und aufregendes Konzept. Mehr Zoo, weniger Safari, daher greifbarer und näher an unserer Realität und auch wohl erschwinglicher, alltäglicher. Vielleicht eine Idee für das Rebirth-Sequel, das laut Gerüchten im Herbst drehen wird?

Teaser, Poster und nun auch der Trailer: Die Marketingkampagne für Backrooms, die Filmadaption der Creepypasta von Kane Parsons, ist phänomenal und einfach aus einem Guss. Das Hauptposter mit Renate Reinsve ist eines der besten der letzten Jahre überhaupt, das mit Chiwetel Ejiofor referenziert Goya, was Parsons in seiner Onlineserie bereits mehrfach tat – my man is cooking.

Es gibt so viele kleine Sachen, die hier stimmig sind: Das subtile Neunzigerjahresetting. Der Zugang zu den backrooms, der in einem alten Möbelhaus gefunden wird (das eigentliche virale Foto stammt aus einem leerstehenden, sich im Umbau befindenen, echten Möbelhaus). Die Voyager-Platte, die zu hören ist (Ist die Sonde hier gelandet? Erstrecken sich die backrooms durchs ganze Universum?). Das Poster, der Soundtrack und auch das Portal im Keller hier im Trailer referenzieren die Albumserie Everywhere At The End Of Time von Künstler The Caretaker (hier Stage 6), die alte Tanzsaalmusik samplet und verlangsamt zu ätherischen soundscapes, die Demenz und den Verfall von Erinnerung darstellen sollen.

Hier ist so viel zum Festbeißen schon drin, doch ich bin einfach froh, wie unfassbar gut und rund das aussieht. Wie ernst das genommen wird, wie gut umgesetzt es scheint. Noch vor ein paar Jahren wäre so eine Adaption nicht möglich gewesen, und selbst wenn sie existiert hätte, wäre sie wohl nicht vom originalen Künstler derart umgesetzt worden. Auch nicht mit dem Budget. Chapeau, A24! Dass der Film klug die Found Footage Ästhetik auch zitieren wird in der Mitte und seine Herkunftsgeschichte nicht verkennt, finde ich genauso großartig wie die Referenz des originalen viralen Fotos kurz gegen Ende des Trailers. Genauso einige Shots, die ich noch gar nicht genau erwähnen will, über die ich nicht nachdenken und keine YouTube-Analysen schauen will – weil wie selbstbewusst ist es, dass hier auch andere Backrooms-Serien zumindest als Cameos angeteaset werden? Da will ich mich echt überraschen lassen. Dass es Parsons gelingt, seine POV-Shots in den Film zu bringen und die Third-Person-Horrorvibes in der gleichen Weise zu befeuern, unterstreicht sein Talent. Der Film grenzt an ein Wunder.

Bei diesem Anblick geht mir das Herz auf! Norm von Tested machte auf diversen Cons die Bekanntschaft von Matthew Cushman und seinem Bruder Christopher, die sich für die technischen Zeichnungen und Risszeichnungen vorallem im Star-Trek-Universum verantwortlich zeichnen. Diese Werke stammen aus den 90ern und 2000ern und sind ein elementarer Teil des Worldbuildings.

Als Star-Wars-Fan kenne ich solche Zeichnungen, doch bei den Trekkies gibt es durch Handbücher zur Technik, Drehbücher, Autorenteams sowie die On-Screen-Maschinen einen deutlich klareren roten Faden und wissenschaftlichen Anstrich. Diese Zeichnungen machen ihn sichtbar. Sie bringen auf Papier, was sonst nur in den Köpfen existiert und ohne sie oft bloßes Mambojambo bliebe. AI could never!

Einige der Poster (auch von Star Wars) sind auf der offiziellen Webseite noch zu erwerben; hoffe ich zumindest mal, weil die auch noch aus frühen Nullerjahren zu scheinen stammt.

Am 14. April erscheint die eine neue vierteilige Dokumentation auf HBO über Dean Potter, den wohl einflussreichsten Kletterer, BASE Jumper und Highline Walker der letzten Jahrzehnte – if not ever. Potter starb zusammen mit seinem Freund Graham Hunt im Jahr 2015 bei einem Wingsuit-Unfall im Yosemite National Park.

Genau wie Dan Osman spielte Potter in seiner eigenen Liga. Seine Stunts und Kletteraktionen waren extrem einflussreich und gleichzeitig kontrovers. Er prägte radikal die Free Solo Disziplin, in der ihn Honnold heute durch seine Besteigung des El Capitan im öffentlichen Wahrnehmung überschattet. Er hat Dinge gemacht, die vorher kaum jemand überhaupt versucht hat (z. B. Highlines tausende Meter über dem Boden oder Kombinationen aus Klettern + Wingsuit) und galt damit schon zu Lebzeiten als Ikone einer ganzen Generation.

The Dark Wizard wurde gedreht und geschnitten von Peter Mortimer und Nick Rosen, die auch hinter Valley Uprising und The Dawn Wall (die bessere Doku über El Cap als Free Solo) stecken, zwei ebenso großartigen Dokus über die Historie im Yosemite Valley und seinen Kletterern. Ich bin sehr gespannt, wie die Regisseure diese Free Spirit Idee, die auch in Valley Uprising thematisiert wurde, bei Potter suchen und finden werden. Seine BASE Jumps waren illegal, auch als er den berühmten Felsbogen im Arches National Park illegal bestieg, verlor er Sponsoren.

The Dark Wizard kannte also Dämonen, die ihn mit sich und Widerständen ringen ließen. Diese Einzelgängermentalität gab ihm eben solche Spitznamen, auch Mean Potter zum Beispiel. Er suchte das Risiko und sein Unfalltod fühlt sich für mich irgendwie wie die logische Zuspitzung eines Lebens am Limit an, was ihn natürlich als formidables Doku-Subjekt macht. In der Das Risiko ist so hoch, dass die Wingsuit-BASE-Szene selbst oft sagt: “Es ist nicht die Frage ob, sondern wie lange.” Freue mich riesig hierdrauf!

AMERICAN HUNK

26 Mar, 2026 · Sascha · Film · 0 comments

Can’t Bruise The Cruise

28 Days, Weeks, Years Later

23 Mar, 2026 · Sascha · Film · 0 comments

Sollte es das wirklich gewesen sein mit dem 28 Franchise und der dritte Teil in der Years-Trilogie doch nicht kommen – was ich nicht glaube -, wäre das hier eine wirklich schöne, stimmungsvolle Retrospektive von Steven Thomas dieser meisterhaften Horrorreihe.

Heute vor genau 50 Jahren war der erste Drehtag von Star Wars in der Sahara Tunesiens. Fünfzig Jahre wahrgewordener Mythos, Popkulturgigant, Lieblingshobby. Und in all den Bildern, die heute auf Social Media feierlich geteilt werden, ist da ein junger, aufstrebender Regisseur, Drehbuchautor und Produzent in der Wüste zu sehen, der das Filmemachen revolutionieren würde.

George Lucas schuf Lucasfilm, Industrial Light & Magic, LucasArts, THX, Skywalker Sound. Lucas war Mitgründer von Pixar, ein artsy 60s Auteur, der im Alleingang die größte IP im letzten halben Jahrhundert schuf. Er machte, was er wollte, wie er es wollte, wenn er es wollte; mit einer Vision, die bis heute oft unverstanden bleibt. In seinem eigenen Kosmos auf der Skywalker Ranch fernab von Hollywoods Einfluss.

Und in dem Moment, in dem er loslässt, geht alles den Bach hunter. Alles gesagt.