IGN hat Game of Thrones Komponist Ramin Djawadi vor eine Nintendo Labo gesetzt und ihn die Titelmusik der Serie spielen lassen. Einfach großartig. Ich halte die Idee der Nintendo Labo für genial, auch wenn die aktuelle Ausgestaltung durch die vorhandenen Produkte einige Möglichkeiten offen lässt. Die Kritik an Nintendo, dass das Produkt zu kindisch sei oder die Pappe schnell kaputt geht (lol), ist auch nicht nachvollziehbar. Ich habe ein Date mit der Labo im Sommerurlaub und werde hoffensichtlich auch ein bisschen Musik spielen, vielleicht sogar das Pewcast-Theme.


AMC

Zombies and chill? Fear The Walking Dead legt in dieser Woche ein kleines Päuslein ein. Statt Zombies gibt es die Hintergrundgeschichte zur mysteriösen Laura und John Dorie, die durch ihre Zärtlichkeit und Ruhe überrascht sowie erfreut.

John Dorie (Garret Dillahunt) führt ein geordnetes Leben. Jeden Morgen weckt ihn der Wecker und sein Tag beginnt. Auf die Katzenwäsche folgt ein ausgiebiges Frühstück und dann wartet die Arbeit auf ihn. Zwischendurch fischt er sich sein Mittagessen, später füllt er seine Wasseraufbereitungsanlage. Wenn ein Zombie in den Graben um sein abgelegenes Haus fällt oder am Ufer des Flusses seines idyllischen Südstaatenparadieses angespült wird, unterbricht er seine Arbeit – aber nur kurz. Sobald die Sonne untergeht, gibt es sogar einen Film und ein bisschen Popcorn, das kleine Windrad auf dem Hausdach macht es möglich. John Dorie hat das Leben in der postapokalyptischen Welt von Fear the Walking Dead völlig unter Kontrolle. Aber es kommt wie es kommen muss. Eines Tages spült ihm der Fluss eine Frau an und seine Welt steht Kopf. Laura, wie er seine scheue Besucherin nennt, ist verletzt und extrem misstrauisch, selbst nachdem John ihr Hilfe anbietet und sie bei sich aufnimmt.

Eine willkommene Abwechslung in der bisherigen Staffel

Ausnahmsweise sind es mal nicht die Zombies, die uns das Herz brechen. “Laura”, gleichzeitig auch der Titel der 5. Folge der 2. Staffel, ist daher eine willkommene Abwechslung in der bisherigen Staffel. Da die gesamte Folge in der “Before”-Zeitebene spielt, gibt es bis zum bitteren Ende kein böses Erwachen in Sachen Farbfilter und sonstigen Spielereien. Stattdessen wird John Dorie, bisher einer dieser neuen überlebensgroßen, cartoon-artigen Helden, sanft entschlüsselt. Dorie ist wahrscheinlich ein bisschen zu ruhig und zu gut an die Zombie-Apokalypse angepasst, aber immerhin ist sein Umfeld realistisch und geerdet. Somit erinnert die Folge in ihrer Erzählung und ihrem Stil stark an die verlorene Größe von Fear the Walking Dead. Die Episode mag durchaus vorhersehbar sein und nach dem vertrauten Schema F ablaufen, doch die Schauspieler können den Kontrast der Charaktere und die zwischen ihnen entstehende Spannung gut darstellen. (weiterlesen…)

#SaveTheExpanse

14 May, 2018 · Sascha · Fernsehen · 0 comments

Ich blogge nicht über alles, was mich bewegt. Deshalb ist es wohl leider nun das erste Mal, dass The Expanse hier etwas ausführlicher im Blog landet. Somit trage ich wohl auch ein bisschen Schuld, da die Serie nun von SyFy gecancelt wurde. Ich hatte die Serie bisher ein paar mal auf meinen Jahresbestlisten und das nicht ohne Grund. Besonders die zweite Staffel machte klar, dass es sich hierbei um die beste Hard-Scifi-Serie seit Ewigkeiten handelt. Die dritte Staffel gefällt mir aktuell auch sehr gut und ich will natürlich, dass die Serie weitergeht. Fan-Support hat bereits etlichbe Serien gerettet, die mir wichtig waren und es wäre doch gelacht, wenn das nicht klappt.

Also los:

Change.org-Petition unterschreiben

GoFundMe-Link für das #SaveTheExpanse-Marketing.


AMC

Binnen vier Folgen ist die Transformation beendet. Fear the Walking Dead hat sich gehäutet und ist nun eine Kopie der Mutterserie. Wieso das Spin-off noch existiert und was es will? Einfache Fragen, auf die die Serie keine Antworten zu haben scheint.

Lasst uns die Sache auf den Punkt bringen: In der vierten Folge passiert eigentlich gar nichts, doch das ist die Intention. Die Geschichte darf nicht schneller erzählt werden, denn Fear the Walking Dead hat sich an dem Erzähltempo der Mutterserie The Walking Dead angepasst. Nach den inzwischen nur noch als feindliche Übernahme zu bezeichnenden Veränderungen durch die neuen Showrunner hat die Serie nichts mehr mit ihren vorangegangen drei Staffeln gemein. Frank Dillane verlässt die Serie, von Daniel (Ruben Blades) gibt es ebenfalls noch kein Lebenszeichen, es existieren mehrere Zeitebenen, die stillstehen, es wird ausreichend gelabert und schnell klar: Wie bei der Mutterserie wird bis zum Midseason-Finale nichts passieren. Wir werden vorher weder herausfinden, wo Madison steckt oder was mit dem Stadion passiert. Dabei wissen wir noch nicht einmal, wie die Gruppe nach dem Staudamm zusammengefunden hat. Das wäre an sich gar nicht so dramatisch, würde die Serie nicht auch aus dieser Frage ein Mysterium aufbauen, das sich über eine Staffelhälfte erstreckt. Es würde wohl reichen, nur die erste und letzte Folge zu sehen.

Hinzu kommen viele Gimmicks, die The Walking Dead seit dem Beginn von Scott M. Gimples Zeit als Showrunner plagen. Da wären vor allem die sinnlosen Set Pieces, die scheinbar nur den Promos dienen. Konsequenzen irgendeiner Art vermisse ich hier schmerzlich. Alycia und Naomi befinden sich in dieser Folge zum Beispiel in einem ehemaligen Erlebnisbad mit Rutschen und Schwimmbecken. Die Serie kann natürlich nicht der Versuchung widerstehen, die beiden Figuren ins Wasser zu schicken und die rutschigen Flächen als kurzen Schocker zu nutzen, obwohl deutlich zu sehen ist, dass die beiden Frauen auch problemlos am Rand vorbeigehen könnten. Kreativität ist wichtig, gerade bei einem seriellen Zombienarrativ. Aber geht es auch weniger effekthascherisch?

Diese Szenen wirken wie eingeschoben in den eigentlichen Ablauf der Fear the Walking Dead-Folgen. Sie entstehen vermutlich – oder wirken zumindest so – bei einem Brainstorming des Writers‘ Rooms: „Welche Ideen habt ihr und wie könnten wir sie irgendwie in unsere Serie einbauen, um die Zuschauer kurz durchzurütteln, bevor sie einschlafen?“

Ach, würde es nur dabei bleiben. Die Zeitebenen ergänzen sich kaum und die Gespräche führen nur zur Erkenntnis, dass etwas Furchtbares passiert sein muss. Das betonen die Figuren immer wieder, ihre Reue wird sichtbar, aber all das war bereits bekannt. Hinzu kommen die Farbfilter, die die unterschiedlichen Handlungsstränge differenzierbar machen sollen. Schlussendlich ist es jedoch entweder zu dunkel, um etwas zu erkennen, oder alles grau in grau. Zusätzlich fehlen Fear the Walking Dead Einstellungen mit Ideen, sei es mal ein Wide Shot oder kreative Spielereien. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Found-Footage-Episode, die ausschließlich über Altheas Aufnahmen erzählt wird? (weiterlesen…)

Schon jetzt mehr gelacht als in der ganzen vierten Staffel. Nein, ehrlich, dieser Trailer verspricht die Fortsetzung, die wir verdienen. Da Hurwitz und Co. definitiv wissen, dass die fünfte Staffel jetzt liefern muss, habe ich ein wirklich sehr gutes Gefühl. In nur drei Wochen wissen wir schon mehr.

“Goodbye forever.”
“See you tonight.”
“See you tonight.”

Kann man Familie besser auf den Punkt bringen? Ich glaube nicht.

Sollte sich Solo jetzt wider Erwarten als cineastischer Flop herausstellen, bleibt uns immerhin dieses grandiose Marketing für den Film erhalten. Alleine dafür hat sich das ganze Theater um den Film gelohnt: Ron Howards Erzählstimme aus Arrested Development widmet sich Star Wars: A New Hope. Als großer Fan habe ich mich sehr gekringelt. Echt schlau geschrieben und einfach witzig, unbedingt angucken.

Übrigens! Bevor es demnächst mit Arrested Development weitergeht, stellt Netflix die vierte Staffel ab morgen in chronologischer Abfolge online. Vielleicht gebe ich ihr noch einmal eine Chance.


AMC

Fear The Walking Dead verliert in dieser Woche eine wichtige Figur. Damit liegt die Episode im Trend, denn die Serie verliert gerade alles, was sie einmal ausmachte.

Der größte Trumpf des Zombiegenres war stets seine Unberechenbarkeit. Mit dem Wegfall jeglicher Sicherheiten und Strukturen des modernen Lebens wie in Fear the Walking Dead rückt das gefährliche Grenzland wieder in die Wohnzimmer der Figuren und Zuschauer. Niemand in den Erzählungen des Genres ist sicher, prinzipiell kann man jederzeit sterben. Die eigene Sterblichkeit verkörpert durch fleischfressende, niemals endende Horden an Zombies. So soll es sein, so wünschen es sich Fans des kompromisslosen Ansatzes, in der Hoffnung, eine Art Realismus in dem übernatürlichen Setting zu verorten. Interessante Ansätze spielen mit der Unberechenbarkeit jedoch weiter. Besonders der Großmeister George A. Romero wusste stets sein Genre durch kluge oder manchmal auch weniger kluge Veränderungen zu erneuern und ihm neues Leben einzuhauchen.

Frisches Blut, neues Leben und viele Veränderungen – das war wohl auch der Ansatz für die neue Staffel von Fear the Walking Dead, die unter der Schirmherrschaft von Scott M. Gimple und zwei neuen Showrunnern geradezu vor unseren Augen mutierte. Ein Zeitsprung, neue Figuren, neue Bösewichte, ein toter Hauptcharakter, zwei verschwundene Nebenfiguren, und mit Madison fehlt in dem Crossover-Teil der Erzählung sogar die Hauptfigur der gesamten Serie. Wahrscheinlich ist sie sogar bereits tot. Es ist also nicht falsch, von einem kompletten Reboot der Serie zu sprechen. In Interviews spornt Gimple – durch vermeintlich niedrige Zuschauerquoten motiviert – zum Beispiel bereits zum Einschalten an. Schließlich bräuchte man die vorangegangen drei Staffeln nicht gesehen zu haben, um die neuen Folgen genießen zu können. Man sollte ihm glauben. Denn in gerade einmal drei Episoden gelang es den Visionären, auf Biegen und Brechen eine neue Serie zu konzipieren, die mit dem zuletzt doch erfolgreichen Fear The Walking Dead nicht mehr viel gemein hat.

Game of Thrones als Vorbild

Drei Jahre lang mussten Fans der Buchvorlage schweigen. Im dritten Teil von Das Lied von Eis und Feuer, der Vorlage von Game of Thrones, sterben völlig überraschend mehrere Hauptfiguren in der Mitte ihrer Geschichte. Autor George R.R. Martin stellte die Erwartungen seiner Leser völlig auf den Kopf, die fortan das Geheimnis um diese Tode für Fans der Fernsehadaption bewahren wollten. In Foren bildete sich eine richtige Spoiler-Polizei, die nähere Informationen zur Roten Hochzeit schnell löschte. Auch die Fernsehzuschauer sollten selbst die Unberechenbarkeit dieser Erzählung erleben dürfen und lernen, dass bei dieser Geschichte einiges anders ist.

Im Zombienarrativ ist dies aber Gang und Gäbe. Auch Zombiefilme folgen gewissen Regeln, doch es fehlt sicherlich nicht an überraschenden Momenten und blutigen Wendungen. Die Fear the Walking Dead-Mutterserie The Walking Dead bricht mit diesen Traditionen. Bis auf wenige Ausnahmen (z. B. Glenn) sind sämtliche Tode, angefangen von Gale über Andrea bis Carl, schnell konstruierte Anpassungen an äußere Umstände. Sie sind weder von langer Hand geplant, noch versuchen sie uns in subversiven Momenten die Gefahr dieser Welt tatsächlich näherzubringen. Etliche Figuren in The Walking Dead tragen dazu so genannte Plot Armor. Das Voranschreiten der Handlung erlaubt es ihnen quasi nicht zu sterben, sie werden noch gebraucht. (weiterlesen…)

Keine Überraschung: Lucasfilm kündigt für den Herbst eine neue Animationsführung auf Disney XD namens Resistance an. Die Serie galt als gesichert, da sich Disney etliche Markenrechte für den Titel sicherte. Darunter waren nicht nur die üblichen IT-Sachen, die man für Apps und Handyspiele regelt, sondern Trademarks für T-Shirts, Kaffeetassen, Stifte, etc. Das ganze Programm. Es war schnell klar, dass Resistance ein größeres Ding wird.

Nach dem für mich befriedigenden Ende von Rebels geht es im Herbst schon weiter. Mastermind Dave Filoni lässt seine Fans gar nicht erst zum Atmen kommen. Eine Rückkehr von Ezra, Thrawn, Ahsoka, Sabine, Hera und ihrem Sohn Jacen (Nein, nicht der Jacen) düfte als sicher gelten, Filonis typische Kniffe wohl oder übel auch. Poe Dameron und Captain Phasma sind ebenso wie BB-8 mit an Bord, inklusive den Stimmen ihrer Schauspieler.

Der Animationsstil soll sich turnusgemäß wieder ändern und dieses Mal deutlich einem Anime gleichen. Das erste Teaser-Bild oben sagt mir auf jeden Fall schon mal zu. Große Hoffnungen für flüssigere Figurenanimationen mache ich mir dank des gesenkten Budgets unter Disney nicht. Aber vielleicht wird das kein größeres Problem, denn Luftkämpfe werden im Mittelpunkt stehen und die sahen schon in Rebels immer stylisch aus.

“The idea for Star Wars Resistance came out of my interest in World War II aircraft and fighter pilots” said Filoni. “My grandfather was a pilot and my uncle flew and restored planes, so that’s been a big influence on me. There’s a long history of high-speed racing in Star Wars, and I think we’ve captured that sense of excitement in an anime-inspired style, which is something the entire team has been wanting to do for a long time.”

Also die X-Wing Bücherreihe aus dem Legends-Kanon in Serienform? Live-Action wäre mir lieber, aber die Idee begeistert mich dennoch. Weiterhin klingt die Geschichte eigentlich recht spannend. Es wird sich alles um Kazuda Xiono drehen, ein junger Pilot, der von Leias Widerstand mit der Geheimmission beauftragt wird, erste Informationen über die mögliche Existenz der Ersten Ordnung zu finden. Resistance ist also ein The Force Awakens Prequel und obwohl bestimmt natürlich genügend gekämpft wird, bietet die Serie die große Möglichkeit, endlich mehr Informationen – vor allem mal visualisiert und nicht nur in Büchern – zum Stand der Galaxis ABY 34+ zu geben. Ich freue mich drauf.