PewPewPew - Das Filmblog über Katzen und Pizza

Schwarzer Anzug, Fliege, Zigarette lose im Mundwinkel und ein lässiger Blick. Mehr brauchte Sean Connery nicht, um die Ikone der Männlichkeit des Kinos in Dr. No zu kreieren. Bond. James Bond.

James Bond ist ein Mythos. James Bond, das bedeutet Autos, Frauen, schöne Orte und Style. Die Filmreihe hat sich im Laufe der Jahrzehnte stets klug an den Zeitgeist anpassen können oder sich ihm punktuell verweigert, dadurch clevere Akzente gesetzt. Doch der Kern bleibt gleich. Bond gewinnt und darf am Ende zu seinem idyllischen Traum zurückkehren. Daniel Craigs traumatisierter Bond ist ohnehin durch die viel kohäerente Franchiseerzählung ein narrativer Ausreißer, aber auch er bleibt im Kern doch den Motiven und Elementen Bonds treu. Auch sein 007 ist stylisch, agil, charmant, unabänderlich cool.

Natürlich darf James Bond die Welt vor Bösewichten retten, coole Stunts performen und am Ende den Dank der Queen einheimsen, doch nicht nur deshalb schauen wir seit über 25 Filmen dem Geheimagenten bei seinen Abenteuern zu. James Bond ist eine Projektionsfläche der Wünsche des Zuschauers. Die Sehnsucht nach aufregenden Momenten, gefährlichen Stunts, heißen Flirts oder sonstigen cineastischen Einlagen ist groß, doch mehr noch als das nachzustellen, was James Bond macht, möchte der Zuschauer lieber James Bond sein. Auch gerade, wenn er nicht die Welt rettet. (weiterlesen…)

Dark Souls Remixes sind mir ein willkommener Trend.

🤟🏻

13 Feb, 2021 · Sascha · Personal · Comments

hell yeah dude

No one man should have all that power! Gerry Burrows aka Brick Engineer baut riesige MOCs, mit denen er sich diesen Titel redlich verdient. Sowas habe ich noch nicht gesehen: Gerry hat ein deckenhohes Diorama einer Stadt sowie diverse menschengroße Mechas gebaut, die tatsächlich funktionsfähig sind. Das heißt, er hat sich richtige Kostüme aus Lego-Steinen gebaut. Mal abgesehen von der Idee ein absolut verrückt teures Hobby mit zweifelhaften Resultaten, aber auf jeden Fall beeindruckend. (weiterlesen…)

Musik und Video passen nicht zusammen (muss ja nicht der Fall sein, hier werden aber parallel zwei Geschichte erzählt, eher verwirrend), mag aber beides sehr. Der Rest vom neuen Album OK Human ist genau wie alle anderen Weezer-Alben mit der Ausnahme von Weezer: Ein paar Standouts, alles nett, nichts weltbewegendes.

Das Musikvideo finde ich dagegen schon hübscher. Ist schon was dran, dass ICQ und MSN früher zu einer anderen Sorte Treffen im wahren Leben ohne größeren Computerzwischenebenen dann führten und Smartphones heute eher stören, aber das ist auch ein abgedroschenes Thema. Wie man sich früher traf, so den Menschen hinter dem Bildschirm, ist hier aber hübsch visualisiert.

Bruce Willis manövrierte sich durch Faulheit in eine Karriereposition, wo er reif für ein typisches Tarantino-Revival wäre. Doch irgendwie bezweifle ich, dass selbst diese Möglichkeit ihn wachrütteln könnte. Das Zug scheint irgendwie einfach abgefahren. Im Unterschied zu vielen Paycheck-Situationen wie denen von z.B. Nicolas Cage schlummert bei ihm nichts mehr unter der Oberfläche, wie ein Schlafwandler wandelt er durch seine billigen Streifen. Das ist eigentlich die größte Sünde!

Vielleicht wird das irgendwann doch besser, bis dahin müssen wir aber den drölfmillionsten halbherzigen, seelenlosen Direct-to-Video-Actionfilm mit ihm ertragen. Oder wir schauen einfach beschämt weg. Macht ihm das noch Spaß überhaupt? Wenn ja, ist davon auf der Leinwand nichts zu spüren. Wenn man “Bruce Willis net worth” googlet, bekommt man eine exorbitante Zahl an den Kopf geworfen und selbst wenn die mit einem Faktor von 2 oder 3 abweicht, würde das immer noch für den Rest mehrerer Generationen reichen. Wieso also nicht einfach aufhören?

Sein neuer Film, Cosmic Sin, sieht auch nicht unbedingt gut aus, hat jedoch eine spannende Idee: Was, wenn der erste Kontakt mit Aliens durch einen Unfall falsch interpretiert wird und es dadurch zur feindlichen Konfrontation kommt? In den Händen anderer Filmemacher wäre das sicherlich eine interessante Geschichte mit gehörig Potenzial, Arrival schlug diese Töne natürlich großartig an, doch hier erwarte ich eigentlich nichts. Alles sehr schade.

Neue FOALS CCTV Sessions

13 Feb, 2021 · Sascha · Musik · Comments

FOALS haben mal wieder spannende CCTV Sessions am Start. Durch die Pandemie waren die Konzerte der zweiten Veröffentlichung von Everything Not Saved Will Be Lost limitiert, viele der Songs konnten nicht gespielt werden. Daher gab es im letzten Jahr viele Remix-Versionen ihrer Songs und nun gibt es als Abschluss eine neue CCTV-Session, wo sie die Kameras im Studio einfach laufen lassen und ihre Songs runterbrechen, leicht abwandeln, und eine primitivere, leichtere, zärtlichere Version kreieren und sich darin, dadurch dass man die Kameras nach einer gewissen Zeit Big-Brother-Style vergisst, verlieren. (weiterlesen…)

The Cube hat dank einer gewissen Videothekennostalgie und dem kompromisslosen Sadismus einen festen Platz in meinem schwarzen Herzen. Ja, ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass ich die Sequels echt mag. Die Idee hat auch nach über 20 Jahren nichts an ihrem Reiz verloren, weswegen nach ein paar verfehlten Kopierversuchen ein Remake/Reboot/whatever in der Planung ist. Corona oder Produktionshölle verhindern da bisher ein Vorankommen, weshalb die Japaner jetzt mit einem eigenen Remake schneller sind. Der Trailer ist zu kurz für einen echten Eindruck, doch natürlich gewinnt der Film auch so meine Aufmerksamkeit und beim Setdesign und den Kostümen orientiert man sich scheinbar sehr nahe am Original. Das ist sicherlich löblich, spannender fände ich aber eine Version mit japanischen Insassen und eigenen Akzenten, vielleicht parallel zum Original erzählt. Wenn nämlich jemand Torture Porn kann, dann die Japaner. Vincenzo Natali war hier auch Produzent, in welcher Form genau ist mir aber nicht unklar. Hoffentlich wird das ein Erfolg, sodass er endlich ein vernünftiges Legasequel oder so drehen kann.