PewPewPew - Das Filmblog über Katzen und Pizza

FROGGE

01 May, 2020 · Sascha · Internetgold,Wissenschaft · Comments

Wikipedia bietet inzwischen für eine Reihe an Einträgen Beiträge in Middle English an und ein Synchronsprecher trug den für Frösche das lustig vor, auch wenn er einen kleinen Fehler bei þ macht. Verschmerzbar. Da ich Englisch studierte, habe ich es hier mal kurz übersetzt:

A frog is a small beast with four legs, which lives both in water and on land. It is brown, green, yellow, or, be it tropical, it may have diverse colours. It has both lungs and gills. It hatches from an egg, and it then is a tadpole. It grows to be a frog, if it is not eaten.

Über die Schreibweise kann man sich sowieso streiten, da die Einträge noch lange vor der Sprachstandardisierung in der Early Modern English Peroid stammen. In der Zeit wurden auch jede Menge Wörter aus anderen Sprachen importiert (wenn ich mich recht erinnere so um die 18000, Shakespeare alleine erfand ~1700 Wörter), weshalb der Frosch hier auch als beast statt animal bezeichnet wird, was aus dem Französischen stammt und erst später eingeführt wurde.

Dazu passend: Der großartige Eddie Izzard ging nach Ostfriesland, um dort in Old English eine Kuh zu kaufen.

SOCCER BOI!!!

29 Apr, 2020 · Sascha · Internetgold · Comments

Die Kinos sind zu. Viel zu sehen gäbe es ohnehin nicht. Neue Filme sind Mangelware. Starttermine werden nach hinten verschoben, Produktionen abgebrochen und einige Filme landen auf dem vermeintlichen VOD-Schrottplatz. Filmfans trifft die Entertainmentflaute besonders hart.

In der Zwischenzeit entdecken die Studios und Verleiher neue Veröffentlichungsmodelle, selbst das “theatrical model” will Warner Bros. überdenken. Christopher Nolan muss aktuell wohl schwer leiden. Entwicklungen, die schon lange brodeln, wie zeitgleiche VOD-Filmstarts mit Aufpreis oder schnellere Heimkinoveröffentlichungen, sind plötzlich einfach so da. Und genau so veröffentlichte Blumhouse kurz nach der Schließung der Lichtspielhäuser zum Beispiel The Invisible Man auf iTunes. Gleichzeitig florieren Streamingdienste. Netflix ist nicht negativ von der Heimisolation betroffen. Im Gegenteil: Alleine im ersten Quartal gewann man 15 Millionen neue Abonnenten für sich.

Mit meinem Freund und ehemaligen Kulturindustriellen Lucas Barwenczik hole ich zwei Filme nach, die noch vor der Kinoapokalypse den Weg zu uns fanden und sich thematisch gut ergänzen. Sowohl The Invisible Man als auch The Platform treffen einen Nerv beim Publikum und warten mit zeitgeistigen Statements auf. Was wir dazu denken, hört ihr im neuen PewCast.

Shownotes:
Bildquelle: Netflix/Blumhouse
Lucas-Podcast: Longtake
Filmdienst: Der Schacht – Kritik
The Platform ab 00:35:30

Play

Hier die Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:
MP3: pewcast049.mp3 (59 MB)
Soundcloud: PewCast 049: The Invisible Man On The Platform
iTunes: PewCast
Spotify: PewCast
Podcast-Feed: RSS-PewCast

Mandalorian Standoff

23 Apr, 2020 · Sascha · Fernsehen,Kunst · Comments


Arrowhead

Der neue Altered Art Print von Arrowhead Dave widmet sich dem The Mandalorian Staffelfinale. Prints gibt es hier.

Die Pandemie hat die Welt fest im Griff. Auch der Disney-Konzern leidet stark unter den Auswirkungen. Die Freizeitparks sind geschlossen und auch die Kinos werden nicht von Remakes oder Sequel-Schrott geflutet. Vielleicht hilft diese Zeit dem Konzern auch dabei, sich wieder auf sein eigentliches Zielpublikum zu konzentrieren: Die Kinder.

Das lässt sich trotz den Umständen heute digital leicht bewerkstelligen. Schließlich können Joonas Suotamo, Daisy Ridley und Anthony Daniels auch von der Couch aus für große Unterhaltung sorgen. Die Star Wars-Darsteller lesen in ihren Home-Videos Geschichten aus einer weit, weit entfernten Galaxie vor. Die Abenteuer stammen aus den wirklich hübsch gemachten Kinderbüchern BB-8 on the Run und Chewie and the Porgs, von dessen Illustrationen ich ein großer Fan war, dass ich es mir auch vor ein paar Jahren zulegte. (Ich liebe Porgs.)

Die drei Schauspieler machen ihre Sache wirklich außerordentlich gut und man fühlt sich gleich in eine schönere Zeit zurückversetzt. Deshalb auch für erwachsene Fans durchaus ein guter Tipp: Augen zu und relaxen.

Jetzt fehlt nur noch Ian McDiarmid mit der Tragödie von Darth Plagueis, dem Weisen. (weiterlesen…)


Demeusy Pictures

Proximity ist der erste Spielfilm von Eric Demeusy, einem Visual Effect Artist, der bei namnhaften Produktionen wie Stranger Things, Game of Thrones und Pacific Rim mitgearbeitet hat. Demeusy drehte mehrere Scifi-Shorts, u.a. über einen gestrandeten Androiden namens 3113 oder Video, der wohl die Vorlage für Proximity klingt.

In dem Film wird nämlich, ähnlich wie im Kurzfilm, ein junger NASA-Wissenschaftler Zeuges eines Meteroiteneinschlags. Dabei bleibt es jedoch nicht: Bei dem Meteorit handelt es sich um ein Ufo, dessen Insassen ihn entführen. Ohne Beweise für seine Geschichte versucht er sich glaubhaft in der Öffentlichkeit zu präsentieren, doch während ihm die Öffentlichkeit wenig Gehör schenkt, entwickeln Männer in schwarzen Anzügen plötzlich großes Interesse für ihn.

Ein ziemlich starker Trailer für eine so augenscheinlich kleine Produktion. Nicht falsch verstehen: Das muss niemanden zurückhalten. Ein kompetenter Regisseur, oft mit einem Background in VFX, kann einiges aus einem guten Drehbuch und fähigen Schauspieler holen. Das ist eine alte Geschichte, die sich von James Cameron bis Gareth Edwards immer wieder bewahrheitet. Aber gerade im Bereich der Science Fiction gab es schon immer unglaublich vielen Schrott, von VHS bis VOD. Da kann eine solche Vorschau schon mal überraschen und hoffen lassen.

Proximity erscheint am 15. Mai als digitaler Release.

VR bleibt für mich leider ein großes Mysterium. Ich habe weder Half-Life: Alyx angespielt oder auch nur je eine solche Brille getragen. Selbst bei einem Schulausflug an die Uni durfte ich damals nicht mittesten. Aber ich glaube, dass neben dem neuen PC in diesem Jahr auch endlich ein gutes VR-Set drin sein wird und somit auch ich endlich die unendlichen Weiten der virtuellen Realität erkunden werden kann.

Nach City 17 und dem Star Wars Mod für Blade & Sorcery werde ich mir sofort den dann hoffentlich fertiggestellten Bob Ross Malkurs vom belgischen Entwickler Thomas van den Berge schnappen. Dieser suchte nämlich nach einer Möglichkeit, Farbe in VR auf eine große Fläche aufzutragen. Der Gedanke führte ihn zu Bob Ross und seiner legendären wet-on-wet-Technik. Malen in VR finde ich spannend, vor allem die Möglichkeiten einer dreidimensionalen Darstellung. Aber auch klassische Szenarien mit Pinsel und Leinwand klingen reizvoll.

Van den Berge steht gerade wohl in Verbindung mit der Bob Ross Company und versucht eine offizielle App aus seinem Prototyp zu gestalten. Das Video verspricht beeindruckende Resultate. Es ist verrückt, wie gut die Farben sich mischen lassen und ineinander verlaufen. Wäre schade, wenn es “The Joy of Painting in VR” nicht geben würde.