PewPewPew - Das Filmblog über Katzen und Pizza

Yoshi.mp4

21 Sep, 2019 · Sascha · Internetgold · Comments

Ich bin ja ein aktiver Podcaster. Mehr als 200 habe ich schon produziert und das Ganze betreibe ich nun seit fast zehn Jahren. Trotzdem höre ich nur ungefähr so … drei Podcasts regelmäßig. Ich bin da unglaublich wählerisch, aber wenn ich etwas höre, dann bin ich der loyalste Fan der Welt. Last Game Standing mit meinen zwei Lieblings-Internet-Christians – das kongeniale Duo Alt und Schiffer hinter solchen Hits wie Angela Merkel ist Hitlers Tochter – gehört definitiv dazu.

Zusammen mit Matti Sandqvist von der PC Games und mir ging es in ihrem Battle Royale Podcast im Finale um das beste Spielejahr aller Zeiten. 1992 gegen 1998. Ecco the Dolphin gegen Gordon Freeman. Dune II gegen Banjo-Kazooie, Fallout 2, Ocarine of Time, StarCraft, Metal Gear Solid, Rogue Squadron … muss ich mehr sagen? Glasklare Sache. Das sahen aber nicht alle so! Der gesamte Fight im Podcast:

(Spoiler: Das Forum stimmte natürlich völlig korrekt ab und wählte 1998 zum besten Spielejahr aller Zeiten. Wäre es nach mir gegangen, hätte andere Jahre im Finale gestanden. So zum Beispiel 2013, 2015 oder auch 2016. Nostalgie ist eben nicht alles.)

Links zu Last Game Standing und Podcast-Feeds:

Longtake: FINALE: “Bestes Spielejahr” 1992 vs 1998
iTunes: Last Game Standing
Spotify: Last Game Standing

In knapp zwei Monaten wird Hideo Kojimas neues Spiel Death Stranding nach Jahren an Wartezeit auf den Markt kommen und das bedeutet, dass endlich Licht ins Dunkel gebracht wird. Verstörend schöne Bilder, bedeutungsschwangere Monologe und digitale Avatare von Autorenfilmemachern wie del Toro oder Winding Refn können eben nicht ewig das Interesse halten. Bald kommt das Spiel raus, also jetzt bitte mal Butter bei die Fische.

Und genau das tut der neue “Briefing”-Trailer, der Sam (Norman Reedus) und uns die Welt von Death Stranding offenbart, Ziele formuliert und Motivationen klärt. Geht doch! Und ich bin überrascht: Das macht ja doch irgendwo alles Sinn. BTs, Die-Hard-Man, ein Typ, der alle 20 Minuten abnibbelt … für mich alles gar kein Problem. Death Stranding? Glasklare Sache. Falls ihr nicht so coole Big Brains wie ich seid, schaut den Trailer. Ich mein, wer’s nötig hat … ich sicher nicht!

Death Stranding erscheint am 8. November als PlayStation exclusive.


Netflix

Netflix hat Gefallen an Stephen King Adaptionen gefunden und bisher gab es keine wirkliche Nullnummer wie das noch früher der Fall war. Vincenzo Natali kämpfte seit Jahren um seine Adaption von In The Tall Grass, eine Novelle von King und Autor Joe Hill über ein magisches Feld am Straßenrand, in dem die Naturgesetze verrückt spielen und noch ganz andere Gefahren lauern. Netflix macht das alles endlich möglich.

Obwohl ich nicht viel von King gelesen habe, sondern eher seine Ideen von anderen interpretiert sehe, gefiel mir In The Tall Grass besonders gut aufgrund der simplen wie verstörenden Ausgangssituation, die jede Menge Urängste in uns wachruft. Der Cast stimmt (Patrick Wilson ist sowas wie ein Qualitätsstempel für Horror geworden) und ich könnte mir keinen besseren Regisseur wie Natali vorstellen, der bereits mit Cube natürlich bewies, dass er ein Gespür für Horror auf engen Raum hat.

Kein Wunder also, dass der Stoff ihn so angezogen hat. Die bereits auf dem Papier sehr kurzgefasste Geschichte wurde für den Film wohl etwas erweitert und hat hoffentlich – ich weiß, Klischee… aber wahr – ein anderes Ende als das Original. Sieht aber top aus im Trailer sonst.

Into The Tall Grass erscheint bereits in knapp drei Wochen am 4. Oktober auf Netflix.

Some places have a mind of their own.

Based on the novella by Stephen King and Joe Hill, when siblings Becky and Cal hear the cries of a young boy lost within a field of tall grass, they venture in to rescue him, only to become ensnared themselves by a sinister force that quickly disorients and separates them. Cut off from the world and unable to escape the field’s tightening grip, they soon discover that the only thing worse than getting lost is being found. Written and directed by Vincenzo Natali.

Am kommenden Freitag, 20. September, sind weltweit Klimaproteste geplant. Die nächstgelegende Demo in Deutschland findet ihr hier. (via Ronny)

Die Jungs von FOALS sind große Kollaborateure und veröffentlichen bereits seit Jahren immer wieder Remixes ihrer Songs von DJs und Elektrokünstlern auf den offiziellen Kanälen der Band.

Auf ihrem YouTube-Kanal gibt es nun wieder extrem tanzbare Remixes vom ersten Teil des Everything Not Saved Will Be Lost Albums, dessen Part 2 bald rauskommt. Bei mir fand das Album keinen großen Anklang, In Degrees war mein Standout. Die neue Singleveröffentlichung “The Runner” schlägt in die gleiche Kerbe, aber mal abwarten. Bis dahin kann man jetzt gut in den Herbst tanzen, denn die Remixes gefallen mir tatsächlich in ihrer Gesamtheit besser als das eigentlich Album.

Fear The Walking Dead legt kurz vor dem Finale eine Pause ein. Auch die neuen Bösewichte, die allein durch ihre Präsenz der Serie guttun, machen nicht wirklich viel.

Wer glaubte, dass Fear the Walking Dead nach den positive Schritten in der letzten Woche mit der Episode Heute und Morgen bzw. Today and Tomorrow nachlegt, wird bitter enttäuscht. In der 14. Folge der 5. Staffel wird erneut auf die Bremse getreten. Selbst so kurz vor dem Staffelende sieht sich die Serie nicht dazu bewegt, endlich aus ihrem Trott auszubrechen.

Das ist wirklich unverständlich. Gerade nach der Radikaldiät in der letzten Folge, die den Antagonisten Logan samt Gruppe ruchlos erledigte, könnte die Serie mehrere Elemente ihrer bisherigen Staffel und auch des größeren Walking Dead Universums verbinden. Diese Chance wird, auch wenn die Möglichkeit in der Zukunft besteht, nicht genutzt. Es ist bizarr, dass trotz neuer Informationen die allgemeine Situation unklarer wirkt.

Die drei wichtigsten Erkenntnisse der neuen Fear the Walking Dead-Folge:

  • Morgan und Al kehren zurück und sind der Fokus der Folge. Nicht gut.
  • Daniel nennt seine Katze verhaltensgestört. Relatable.
  • Die Pioniere sind eigentlich ganz nette Leute?

Morgan ruiniert Fear The Walking Dead wieder

Es bringt nichts, groß um die Wahrheit herumzuschreiben: Die Rückkehr von Morgan (Lennie James) ruiniert die Serie. Das liegt nicht an dem großartigen Lennie James, der wie immer sehr bemüht ist und der einem im Spin-off-Exil leidtun kann, sondern an der buchstäblichen Zerstörung seiner Figur. Morgan ist neben Rick der zweite Überlebende der Zombie-Apokalypse, den wir sehen, und damit automatisch von Bedeutung.

Seit fast zehn Jahren kennen wir Morgan schon und durch seine zyklischen Entwicklungen vom perfektesten Menschen überhaupt zum durchgedrehten Mörder ist seit etlichen Staffeln eigentlich alles erzählt. Das wusste auch Robert Kirkman, der die Figur relativ früh im Comic nach einem Comeback durch einen Zombiebiss sterben ließ.

Das wäre ungefähr in der 5. Staffel von The Walking Dead gewesen, also vor ungefähr fünf Jahren. Ihn danach am Leben zu lassen und in Fear zu retten, nein, ihm sogar die Serie anzuvertrauen als neuer Protagonist, war ein enormer Fehler.

Was auch immer die Serie durch die Änderungen so kurz vor Schluss als Aufwärtstrend erfuhr, wird bereits zu Beginn der neuen Folge durch Morgans Erinnerung an seine Familie zerstört. Morgan öffnet sich gegenüber Althea (Maggie Grace), und das mag nach all der Zeit ergreifend sein, kommt aber viel zu spät. Gott sei Dank treffen sie auf einen Überlebenden, der Benzin stiehlt. Es stellt sich heraus, dass dieser aber kein schlechter Kerl ist, sondern er nur unbedingt aus der Region fliehen möchte.

Fear The Walking Dead gibt sich der Lächerlichkeit preis

Tom, der Benzin-Dieb, wird nämlich von den Pionieren verfolgt. Die drei verstecken sich im Auto und werden nur nicht gefunden, weil der Atem des Pferdes eines Reiters die Scheibe beschlagen lässt. Obwohl die drei Personen eigentlich problemlos durch eine der anderen Scheiben zu sehen sein müssten, bleiben sie unentdeckt.

Es sind solche kleinen Momente, die Fear The Walking Dead häufig ins Lächerliche ziehen. Es hätte etliche Alternativen gegeben, um sich zu verstecken oder Al, Morgan und Tom in dem Auto besser zu verdecken, doch die Serie wählt erneut den dümmsten Weg. Daran leiden die letzten beiden Staffeln enorm. Momente, die vielleicht gut auf der Drehbuchseite aussehen, wirken absolut lächerlich, wenn man sie visuell umsetzt. Mangelnde Vorstellungskraft ist ein häufiges Problem dieser Autoren.

Bestes Beispiel ist der Zombiekampf der Woche, bei dem Daniel (Rubén Blades) seine Schallplattensammlung verteidigt und ein Walker ihn nicht beißt, sondern nur auf ihn fällt, weil der Schauspieler beim Aufheben der Platten seinen Einsatz verpasst. Erster Take? Passt. Pause! (weiterlesen…)

Es sind noch rund zwei Jahre bis zum nächsten und finalen Jurassic World Film, doch das Franchise ruht nicht. Mit Camp Cretacious bringt Netflix die lang ersehnte Jurassic-Zeichenserie auf die Bildschirme und Fans wissen bereits seit Monaten, dass JW-Mastermind Colin Trevorrow einen weiteren Braten in der Röhre hat. Die Gerüchteküche brodelte nämlich bereits zu Jahresbeginn, dass ein neuer Dreh stattfand und im Sommer erschienen “Battle At Big Rock” Spielzeuge mit der typischen Aufschrift “As seen in”.

Doch es gab noch nichts zu sehen. Sollten die Spielzeuge ein ähnliches Schicksal wie die damalige Chaos Effect Reihe erhalten? Vor einigen Wochen gab es dann die Auflösung: Battle At Big Rock ist ein Kurzfilm, der vor Hobbs & Shaw gezeigt werden sollte, aber nicht rechtzeitig fertiggestellt werden konnte und an einem anderen Zeitpunkt veröffentlicht wird.

Dieser Zeitpunkt ist jetzt. “Battle At Big Rock is an all-new short film directed by Colin Trevorrow, premiering on FX on Sunday, September 15.” Das ist die offizielle Ankündigung wenige Tage vor dem heutigen Release und auch die bisher einzige Stellungnahme.


Universal

Bereits vor der Premiere heute auf FX wissen wir bereits jede Menge über den Kurzfilm dank den Spielzeugen. Das Poster zeigt eine typische Szene einer Familienreise durch die beliebten Nationalparks Amerikas. Der fiktive Big Rock National Park liegt 20 Meilen entfernt von Lockwood Manor, dem finalen Handlungsort aus Jurassic World 2. Am Ende wurden dort eine Menge Dinos in die Freiheit entlassen, unter anderem ein Nasutoceratops und ein Allosaurus, die im Film aufeinandertreffen und den Trip einer Familie interessanter gestalten werden.

Der Film spielt ein Jahr nach den Events des letzten Films und Dinosaurier leben nun Seite an Seite mit den Menschen. Es ist noch unklar, ob das der Menschheit bereits bewusst ist oder ob der Kampf im Kurzfilm zu Panikausbrüchen führen wird. Ich halte diesen Kurzfilm jetzt schon für ziemlich großartig. So spannend die grundlegende Idee eines Planet der Affen Spins in der Jurassic World Trilogie auch ist, Fallen Kingdom ließ mich etwas ratlos zurück, wie man das nun umsetzen würde und im dritten Teil abschließen würde – wenn man denn überhaupt in die Richtung geht.

Colin Trevorrow kehrt nach seinem Star Wars Flirt zurück auf den Regiestuhl und Emily Carmichael (Pacific Rim 2) zeichnet sich sowohl für den Kurzfilm als auch das Drehbuch zu Jurassic World 3 verantwortlich. Battle At Big Rock darf daher als wegweisend für die Zukunft des Franchises angesehen werden.

Das Poster alleine hat mich in seinen Bann gezogen. Wie der simple Zusatz des Logos die Situation drastisch verändert … ziemlich clever. Über eine Onlineveröffentlichung ist noch nichts bekannt, aber Universal wäre blöd, wenn sie das Ding nicht wegen des Hypes einfach auf YouTube stellen.