PewPewPew - Das Filmblog über Katzen und Pizza

The Mandalorian überzeugt in der Finalfolge der ersten Staffel mit rasanter Action, cleveren Teasern und viel Herz. Die Serie scheut nicht den Blick in die tiefe und lange Geschichte des Franchises, was sie stark von der gerade beendeten Sequel-Trilogie unterscheidet. Ein Vergleich bleibt da unausweichlich. Matthias und ich lachen, streiten und umarmen uns wieder am Ende. Star Wars bleibt Liebe.

Anmerkung: Matthias’ Mikrofon knistert leider ab ungefähr der Hälfte. Das ist ärgerlich, aber stellt euch einfach vor, dass wir den Podcast in winterlicher Atmosphäre vor einem Kamin aufgenommen haben.

Shownotes:
Bildquelle: Disney
PewPewPew: Disney killt die Star Wars Episode
PewPewPew: Star Wars Galaxies – Das Ende der Galaxien
PewPewPew: Star Wars Galaxies – Skywalkers Schönheitschirurg
PewPewPew: Baby Yoda Custom Action Figure
Sideshow Collectibles: The Mandalorian 1/6th Scale
Bloomberg: Star Wars Is Struggling To Win Over The Marvel Generation
Outro courtesy of Jonathan Mann

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Soundcloud: PewCast 046: The Mandalorian – Chapter 8
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The Mandalorian erfüllt in der siebten Episode endlich sein Schicksal und führt seine Figuren zusammen. Macht das die Serie besser oder ist das zu wenig zu spät? Matthias und ich diskutieren weiterhin, ob Star Wars immer für Kinder sein sollte und wieso ein Star Wars Weihnachtsgeschenk bei uns beiden unter dem Baum fehlte. Außerdem fragen wir uns natürlich, ob Boba Fett zurückkehrt und was das Staffelfinale in der nächsten Folge bringen wird.

Shownotes:
Bildquelle: Disney
YouTube: Patrick H. Wilson über The Last Jedi
PewCast: 33 Beste Kinderfilme
YouTube: Have you seen Chef?
Outro courtesy of mc chris – Fett’s Vette
Intro courtesy of Lena Orsa, santabellsmix, Sleigh Bells (CC BY-NC 3.0)

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Is that the jedi council?

Happy Life Day 2019

24 Dec, 2019 · Sascha · Alles sonst so · Comments

🎄 Möge die Macht mit euch sein! 🎄

Wen es interessiert, wie mein Cover dieses Songs klingt, der darf in den neuen PewCast reinhören.

Christopher Nolan ist eine nicht unumstrittene Figur in der Filmszene. Keiner, zumindest keine ernstzunehmende Person, bestreitet wirklich sein Talent als Filmemacher, doch der Wirbel um seine Batman-Trilogie und der Ruhm, den ihm der geerdete Ansatz unter Comic-Fans brachte, führte häufig zu überschwänglichem Hype. The Dark Knight ist klasse. Aber vielleicht eben nicht Klasse in der Hinsicht vieler Filmsnobs oder andersweitig sensiblisierten Filmfreunde.

Das führt häufig zu Spannungen, aber selten waren sich Fans und Kritiker so einig wie bei Inception, Nolans unvergesslichem Blockbuster-Meisterwerk. Über die typischen Kritikpunkte kann ich nur lachen. Natürlich gibt es einen Exposition Dump zu Beginn seiner Filme, aber einen eleganten und flott erzählten. Wer in der heutigen Zeit so originelle Konzepte verfilmt, muss seine Regeln vielleicht erst einmal etablieren.

All das bringt uns nun zu Tenet, dem bisher wohl mysteriösesten Film Nolans und wohl dem thematischen Schwesterfilm zu Inception. Es heißt, Filmemacher machen immer wieder denselben Film, immer über das gleiche Thema. Aus dem damals nur ins Netz geleakten Teaser und auch dem nun veröffentlichten Trailer wird man nicht wirklich schlau. Irgendwas mit dem Dritten Weltkrieg, dem Jenseits und einer Zeitreise? Vielleicht sogar einem Tool, dass die Zeit zurückspulen kann, während sich andere Figuren in der Zeit vorwärts bewegen? Das klingt nach Nolan, das klingt nach intelligentem Blockbuster und es führt zu atemberaubenden Bildern – nach Kino nach meinem Geschmack.

Keine Ahnung, worum es in dem Film geht, ist aber auch vollkommen egal. Tom Cruise setzt sich in einen echten Kampfjet und Joseph Kosinski (Tron: Legacy und Oblivion) filmt das in IMAX. Was muss man mehr wissen? Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Tom irgendwann noch auf dem Mond landet, einfach weil es eine Szene von ihm verlangt und in echt besser als aus dem Computer aussieht. Can’t bruise the Cruise!

. . . . where it all started, 22 years ago.

Ich liebe Star Wars. Es ist mir wichtig, dies festzuhalten. Diese schwierige Rezeption der neuen Filme – für mich und jeden, der mir zuhört oder nahesteht – ist schließlich kein Wunschtraum. Es bereitet mir also keinen Spaß auch wieder unter diesem Trailerposting das Fazit zu ziehen, dass The Rise of Skywalker weder nach einer sinnvollen Fortsetzung der Trilogie noch einem würdevollen Abschluss der Star Wars Saga aussieht.

Natürlich lassen sich epische Bilder finden, die mein Fandom in Wallung bringen. Und klar, viele Momente des Films werden mich mit der gleichen Nostalgie füllen, die ich auch schon punktuell in The Last Jedi verspürte. Dennoch bleibt am Ende ein Gefühl von Leere, wenn ich an den Film denke. In zwei Stunden werde ich im Kinosaal sitzen, der Opening-Crawl wird mich in den Film ziehen und die letzten Stunden von Luke, Leia und Ben erzählt bekommen. Und ich fühle nichts.

Meine uneinsichtige Jagd nach der perfekten Kritik gleicht in meinen Augen oft schon Ahabs Suche nach Moby-Dick. Es fühlt sich immer so an, als könnte ein neuer Podcast, ein neues Gespräch oder ein neuer Text meine ablehnende Reaktion auf einen Punkt bringen und mit chirurgischer Präzision auf den einen Nerv zeigen, der mich stört. Aber auch vier Jahre nach The Force Awakens bleibt nur verstreute Ideen und Eindrücke zurück, mal größer, mal kleiner. Nicht alles ist schlecht, aber vieles einfach nicht gut.

Liegt es jetzt an der liberalen Figurenzeichnung und Revision des Familienthemas in der eher konservativ orientierten Saga? Oder ist es doch die zu kurz erzählte Rahmenhandlung der Galaxie? Wieso sollte mir schließlich beim ultimaten Kampf der Flotten der Ausgang wichtig sein, wenn 30 Jahre später das Imperium in einer nächsten Trilogie wieder auferstehen könnte? Oder wieso sollte ich für den Film brennen, wenn die Überreste der Resistance, die am Ende des letzten Films gerade einmal noch in den Millenium Falcon passten, nun wieder eine Flotte besitzen, für die Rebellenallianz knapp zwei Jahrzehnte brauchte?

Beziehungen, Tradition, Legacy-Charaktere – unglaublich viel wurde auf dem Weg zu diesem Abschluss zurückgelassen. Und man spürt es. Da ist kein Sog, keine Macht, die mich umgibt. Stattdessen herrscht kurz vor dem Kinobesuch nun ein Gefühl der Schwerelosigkeit. Irgendwie kann alles und nichts passieren. Der Trailer gibt mir zumindest kein Gefühl der Sicherheit bezüglich des Plots der emotionale Reise für meine geliebten Figuren oder dem Stand der Galaxie.

Im Trailer sagt Luke, dass es das Schicksal eines Jedi ist, sich seiner Angst zu stellen. In gewisser Weise ist es also nur richtig, sich den Film jetzt anzusehen. Trotz den Zweifeln und Ängsten.

Möge die Macht mit uns sein.