Literatur - PewPewPew

Darth Vader and Son

10 Apr, 2012 · Sascha · Comics,Kunst · 4 comments

Jeffrey Brown hat sich ein Paralleluniversum vorgestellt, in dem Darth Vader und Luke eine normale Vater-Sohn-Beziehung haben. Kommt am 5. Mai in die Buchläden. Hier (Amazon-Partnerlink) kann man es vorbestellen. via Gizmodo

Bei dem Namen “Woodbury” läuten bei Fans von Robert Kirkmans Comic-Serie ‘The Walking Dead’ die Glocken. Es ist der Name der Stadt, in der unser allerliebster Antagonist, der Governor, herrscht. Der heißt mit bürgerlichem Namen Philip Blake und ist zu Beginn eigentlich ein ganz normaler Kerl, der mit der Zombieapokalypse konfrontiert wird. Ähnlich wie Rick möchte er nur das Überleben seines Kindes sichern. Kirkman selbst war Co-Autor beim ersten Teil von ‘Rise of the Governor’ und wird auch jetzt wieder mit Jay Bonansinga von Blakes Kampf gegen die Zombies schreiben. Der erste Roman war äußerst gut. Blake ist gar nicht so anders als Rick, er sieht sich mit den gleichen Herausforderungen konfrontiert und hat gleich viel zu verlieren. Nur ist Blake oft gezwungen, die weniger zivilisierte Route zu nehmen. So viel anders als Rick ist er also gar nicht, er hat zwei, vielleicht drei Entscheidungen anders getroffen und endete ganz woanders. Gerade hier liegt das dramaturgische Potential der Geschichte, die dann in den Comics zu Ende geführt wird. Der neue Roman wird am 16. Oktober weltweit erscheinen und ihr könnt ihn hier (Amazon-Partnerlink) vorbestellen. Ein dritter Teil ist in Planung.

The Walking Dead for Kids

02 Apr, 2012 · Sascha · Comics · 0 comments


via nerdpride

Today Robert Kirkman announced at his Skybound panel that he would be teaming up with G-Man creator Chris Giarrusso to release THE WALKING DEAD: FOR KIDS.

Robert described the series as follows:

“THE WALKING DEAD: FOR KIDS is going to be word-for-word, panel-for-panel like the regular Walking Dead books, with all the violence, all the sex… but for kids!”

Giarrusso added: “It’ll be adorable.”

Good one, Robert.

Huzzah! Schöpfer Brian Lee O’Malley und OniPress haben angekündigt, dass Scott Pilgrim in wunderschönen, großen Hardcovern (6×9 inches) neu veröffentlicht wird – iN FARBE, denn Nathan Fairbairn wird den gesamten Comic colorieren. Fantastische Neuigkeiten, denn die ersten paar colorierten Seiten in Band 4 fand ich toll und ich kann nur hoffen, dass Nathan seinen Job ähnlich großartig machen wird wie damals O’Malley. Angesichts der ersten online veröffentlichten Bilder mache ich mir da aber keine Sorgen:

Comic Book Resources hat noch ein interessantes Interview mit O’Malley zu bieten:

CBR: Overall, after working on this with Nathan, do you think working in color is going to become a regular part of your comics moving forward, or will you stick to black and white for most things?

I think it’ll vary from project to project. The process of coloring can be incredibly expensive, and it wouldn’t have even been an option at the start of “Scott Pilgrim.” But it feels good as a project with a collaborator. I don’t think I’d ever want to color my own comics. It’s a lot of work. But Nathan’s been great, and I’d love to work with him on future stuff.

Im August kommt der erste Band, der zweite ist für den Oktober geplant. Das ist ein Grund zu feiern. Dazu habe ich auch etwas passendes:

Autor: Warren Eliis
Artwork: Colleen Doran
Lettering: Clem Robins
Colorierung: Dave Stewart
Verlag: DC Vertigo (2003)
Kaufen: Amazon-Partnerlink

Warren Ellis’ ‘Orbiter’ ist einer der wichtigsten Comics, die jemals geschrieben wurde. Das sage ich voller Überzeugung. Obwohl der Comic 2003 erschien und er bereits damals zeitgenössische Bedeutung besaß, könnte er heute kaum aktueller und wichtiger sein, denn es geht um nichts Geringeres als die Zukunft der bemannten Raumfahrt.

Die Geschichte ist äußerst spannend. Seit 10 Jahren – nachdem das Space Shuttle Venture nach dem Start verschwand – war kein Mensch mehr im Weltall. Zu gefährlich ist alles und das Verschwinden des Shuttles war zu unerklärlich. Kein Risiko mehr. Doch plötzlich taucht das Shuttle wieder auf und macht eine Bruchlandung auf dem inzwischen als Shanty-Town dienenden Kennedy Space Center. Schnell wird die NASA wiedereingesetzt und ein Team aufgebaut. Die führenden Köpfe bilden die Biologin und letzte lebende Astronautin Michelle Robinson, der Ingenieur und Raketenexperte Terry Marx und Anna Bracken, der die vielleicht schwierigste Aufgabe zufällt, denn sie muss John Cost interviewen, den einzigen Astronauten, der noch an Bord der Venture war.

Wenn schon die erste Seite einem den Atem raubt, dann weiß man, dass man ein gutes Buch in den Fingern hält. Warren Ellis’ Idee, den Comic mit einem Splash-Panel des aufgegebenen und inzwischen als Shanty-Town genutzen Kennedy Space Centers zu beginnen, ist ebenso fantastisch wie erschreckend. In seinem Vorwort schreibt Ellis, dass der Comic eigentlich erst wesentlich später erschienen wäre, man aber nach dem Absturz der Columbia im Januar 2003 das Gefühl hatte, dass er direkt raus musste – denn er hat etwas zu sagen. Etwas ganz Bedeutendes. Es ist ein Comic der Hoffnung.

Nach dem Absturz, ähnlich wie bereits nach der Challenger-Katastrophe, sollte später kein Shuttle mehr für 18 Monate starten. Schlussendlich aber starteten sie wieder. Und das ist das Wichtigste. In seiner bewegenden Rede am Abend der Explosion richtete sich Ronald Reagan insbesondere an die vielen Kinder, die die Katastrophe live am Fernsehen miterlebten, weil eine Lehrerin mit an Bord war: “[…] it is part of taking a chance and expanding man’s horizons. The future does not belong to the faint hearted, it belongs to the brave.”

Darauf aufbauend, zeigt uns Warren Ellis, was mit dem Menschen passiert, wenn er aufhört. Wenn er stehen bleibt. Er degeneriert. Das Bild des Kennedy Space Centers symbolisiert was passiert, wenn wir unsere Bestrebungen ruhen lassen. Diese Botschaft ist heute noch wesentlich wichtiger als 2003. Die NASA hat die autonome, bemannte Raumfahrt komplett eingestellt. Kein Shuttle startet mehr. Die nächste Generation bemannter Raumschiffe soll frühestens Ende des Jahrzehnts ihren ersten Einsatz haben. Momentan sind die Amerikaner nur Beifahrer der Russen. Nichts könnte der amerikanischen Gesellschaft, und der Welt allgemein, mehr helfen die Wirtschaftssorgen und Krisen besser zu verarbeiten, als wenn wir wieder ein gemeinsames Ziel hätten. Wir verbauen gerade unsere Zukunft. Und die unserer Kinder. Denn die müssen erst lernen zu träumen. In unserer Zeit fällt das momentan schwer.

Der Comic hat ein paar kleine Längen in der Mitte, da man sich als pfiffiger Leser schnell ausmalen kann, was passiert ist. Doch dann kommt es ganz unerwartet. Ich kann die immense Awesomeness des Comics nicht aufzeigen, ohne euch zu spoilern, deshalb nur weiterlesen, wenn ihr euch ganz sicher seid. [Markieren]Als Cost und seine Crew an die ISS andocken wollen, schießen sie plötzlich weg und sind binnen Sekunden auf der Rückseite des Mondes. Panik bricht aus. Dann erscheint ein Licht. Eine Stimme ist in den Köpfen der Astronauten zu hören. Es sind unsere Freunde von anderen Sternen. Sie haben auf uns gewartet. Doch wir waren zu ängstlich. Zu zögerlich. Sie haben gewartet, doch es ging ihnen nicht schnell genug. Sie wollen Freunde zum Spielen, zum weniger alleine sein. Cost und seine Crew erleben in den nächsten 10 Jahren, und das ist dank Biologin und Raketenphysiker (aka Warren Ellis) gar nicht mal so dumm erklärt, eine Rundreise durch die Galaxie. Cost kehrte lediglich zurück um den “Rest” zu den Sternen zurückzuholen. [Spoilerende] Der finale Moment ist so rührend, das Papier wurde ein wenig nass.

Besser kann ein Comic nicht sein. Ich lege ihn jedem ans Herzen, der schon einmal nachts in den Himmel schaute und sich fragte, warum wir aufgehört haben zu träumen.

Story finde ich jetzt ehrlich gesagt ziemlich mau, insbesondere, da man das nicht aufs Papier bringen muss, die Erklärungen im Comic selbst reichten und gerade, da man nicht ins Detail wusste, vergrößerte das den Charakter doch umso mehr. Auch das mit ihrem Katana. Das ist hier sehr entmystifizierend. Schade, dass Kirkmans Fokus in letzter Zeit hauptsächlich auf der Serie und dem Marketing liegt und die Comics vor sich her dümpeln. Da kann mir jetzt keiner mehr was von Pacing erzählen. Mal sehen ob #100 etwas daran – wie seit Monaten versprochen – ändern wird. Die 6-seitige Story erschien im US-Playboy und kann hier, dank René, gelesen werden.

Andrew Lee hat Retrocover für Douglas Adams’ Hitch-Hiker’s-Buchreihe gestaltet und die sehen nicht nur wunderschön aus, sondern haben natürlich, wie das bei wunderschönen Dingen so ist, auch ein gut durchdachtes Konzept, das Andrew so erklärt:

My brief for this project was to design a set of covers for the five books in Douglas Adam’s classic sci-fi series The Hitch-Hiker’s Guide to the Galaxy. I took inspiration from space mission patches that astronauts wear on their suits. The content of the illustrations came from key moments in each story that would appeal to both fans of the series and to first time readers. The back of the book features a secondary illustration that will only be understood after the book has been read. The duotone colours were chosen to mimic print design of the 1950’s as this was the time when space exploration and travel played a major role in popular culture.




Die Cover zu ‘Life, The Universe and Everything’, ‘So Long, and Thanks for all the Fish’ und ‘Mostly Harmless’ findet ihr hier.

Scott Pilgrim Promo Poster

23 Feb, 2012 · Sascha · Comics · 2 comments