Wenn ihr wie ich schon länger das Gefühl hattet, dass das Internet, wie wir es kennen und lieben, aus dem letzten Loch pfeift, dann habe ich jetzt ganz schlechte Nachrichten. Denn Google entpuppt sich als doch recht böse, denn das Unternehmen hat angekündigt, seine Suchleiste komplett mit KI zu überholen. Aus Search wird Ask Google. So berichtet Tech Crunch:
The era of the “ten blue links” is officially over.
At its Google I/O conference on Tuesday, Google unveiled an AI-powered overhaul of Search centered around a reimagined “intelligent search box” — what the company describes as the biggest change to this entry point to the web since the search box debuted more than 25 years ago.
Instead of returning a simple list of links, Google Search will drop users into AI-powered interactive experiences at times. Google is also introducing tools that can dispatch “information agents” to gather information on a user’s behalf, along with tools that let users build personalized mini apps tailored to their needs. [Highlight mine]
Da muss man sich gar nichts vormachen: Das ist das Ende des Internets, wie wir es kennen. Google will mit OpenAI Schritt halten und nicht ersetzt werden. Und das wird eine der weitreichendsten Änderungen sein, die wir in knapp 30 Jahren erleben. Lasst mich das kurz mal am Beispiel von PewPewPew ausführen und einen seltenen Blick hinter die Kulissen geben.
Ich habe jetzt schon in diversen Postings zu dem Thema aufgerufen, dass sich die Leute wieder Webspace kaufen sollen. Bei meinem Beitritt zum UberBlogr-Netzwerk zum Beispiel, um private Webseiten und Blogs wieder zu vernetzen und Synergieeffekte zu erzeugen – hoffentlich so etwas wie eine Blogosphäre wieder zu schaffen. PewPewPew ist mein halbes Leben und ich versuche es am Leben zu halten, täglich zu bloggen, mit Inhalten zu füttern, persönlich davon zu profitieren und hoffentlich einen klitzekleinen Mehrgewinn für alle im Netz zu produzieren.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Webspace Geld kostet. Ich werde keine Rechnung über alles jetzt offenlegen, aber ich kann mal kurz aufzählen, wieso das hier nicht nur eine private Hobbyausübung ist, sondern ein angemeldetes Kleinunternehmen. Neben der Webseite selbst hoste ich einen Podcast selbst hier, mein Hoster Estugo unterstützt mich dabei freundlicherweise. Doch über bald zwei Jahrzehnte gibt es hier große Datenmengen, die gehostet werden. Domains kosten Geld, und ich habe einige. Soundcloud, Audacity, Logodesigns. Ja, ich mache das hier “zum Spaß” – d.h. nicht hauptberuflich und in manchen Jahren zahle ich gut drauf, aber dahinter steckt dann doch eine Rechnung, die für die meisten normalen Internetnutzer nicht sinnvoll erscheint.
Was ich mit dem kleinen Exkurs nur sagen will: Ich mache das hier alleine, aber so ziemlich alle lohnenswerte Outputs im Internet nicht und sie müssen sich finanzieren. Ja, großes Wunder, Webseiten kosten Geld und müssen wirtschaften. Und sie brauchen Besucher, die sie finden, denn nur so lässt sich mit Werbungschalten bzw. Google Adsense Geld verdienen. Durch Feeds oder algorithmische Suchmaschinen finden die Nutzer diese Inhalts, so machen diese Unternehmen ihren Umsatz.
Mit diesem Update durch Google wird sich das aber ändern. Kurzum: Google wird den Leuten die Webseiten killen. (weiterlesen…)
04 Apr, 2026 · Sascha · Musik,Personal,Photographie · 0 comments
Ich habe die Musik von Indie-Künstler Cambre so gemocht und auch oft kommentiert, dass wir irgendwann Online-Buddies wurden. Die Appreciation goes both ways, weil er auch meine Fotografie toll findet. Ein Foto – spontan auf dem CineStar-Parkplatz in Saarbrücken mit dem iPhone 13 Pro aufgenommen – ziert jetzt das Cover seines neuen Songs “That’s What I Said” und ich lieb’s! Das macht mich mega glücklich. Internet, ey!!
Hier das Original.
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01 Apr, 2026 · Sascha · Personal · 0 comments
Es reicht mir, ist auch ganz schön anstrengend. Ha!
01 Jan, 2026 · Sascha · Personal · 2 comments
I did it! :) https://t.co/xOiaYWIy2Q
— reeft (@reeft) December 31, 2025
Ich bin ein Freund von Neujahrsvorsätzen. Nicht, weil sie notwendigerweise der Königsweg zu Erfolg oder lebensverändernden Maßnahmen sind, sondern weil sie das, was man lange als diffusen Wunsch mit sich herumträgt, plötzlich in einem Satz bündeln. Und da dieser Jahreswechsel die Vergänglichkeit so gnadenlos unterstreicht, bietet sich der Moment einfach an, kurz innezuhalten und zu verbalisieren, was einem wichtig ist.
Ein kleiner Aside: Je älter ich werde, desto mehr irritiert es mich, wie wenig viele Menschen tatsächlich über ihr eigenes Leben nachdenken. Einige scheinen sogar gar keinen inneren Monolog zu führen (wobei dieser Satz auch eine dringende Einordnung verdient).
Jedenfalls war dieser Wunsch bei mir Ende des letzten Jahres irgendwie plötzlich glasklar und knapp formuliert: Ich will wieder mehr bloggen – und das ist mir nun gelungen! Ich bin nicht der disziplinierteste Mensch; ich brauche klare Strukturen und so einmal am Tag hier irgendwas hochstellen – das sollte doch irgendwie drin sein!? Hat geklappt und darauf bin ich mächtig stolz, auch wenn nicht jeder einzelne Beitrag jetzt besonders wertvoll war.
Wie ich es hier schon immer länger merke, geht es am Ende um das Gesamtwerk natürlich. Und auf das bin ich stolz. Nicht, weil es eine herausragende Leistung oder so ist, sondern weil ich mir das selbst bewiesen habe und vor allem weil es mich wieder näher zu einigen Hobbys brachte. Ich habe dieses Jahr zum Beispiel wieder viel diverser gezockt, war öfter im Kino, habe Jahresbestenlisten, die wirklich repräsentativ sind. Kurzum: Ich war wieder mehr am Ball.
Und da ich jetzt in einem Alter bin, wo viele Freunde oder Kollegen immer beklagen, dass sie sich mehr verlieren oder weniger Zeit für das haben, was ihnen ja eigentlich wichtig ist, verbuche ich das als einen BIG FAT W und mache 2026 genau so weiter. Bloggen, ey! Bleibt ihr mir verbunden?
25 Oct, 2025 · Sascha · Personal · 0 comments

Ich habe mich gestern an meinem Geburtstag vor allem über diese schöne Überraschung gefreut. Man kennt mich. Und ja, man hätte es eigentlich wissen müssen: Auch auf einem Kuchen sehen die Werke von Yannick Nuss köstlich aus!
Die zwölf Kerzen passen lustigerweise, obwohl es nicht beabsichtigt war: Der PewCast wurde dieses Jahr nämlich zwölf (im Januar).
24 Oct, 2025 · Sascha · Personal · 0 comments
Unfortunately, it still matters.

Das Internet sollte uns alle einmal miteinander mehr verbinden und heute trennt uns mehr, als uns lieb ist. Darüber und wie ich mit dem Blog als Instrument für besseres Internet agieren will, schrieb ich im Post zum 16. Bloggeburtstag.
Mein Plädoyer: Lasst uns doch alle mehr machen und direkt in Kontakt bleiben! Dafür möchte ich den Newsletter nutzen. Wenn du dabei sein willst, melde dich hier an.
Was will ich damit erreichen?
Und, was machst du dann damit? Zunächst mal: Ich finde die Frage recht lustig, denn in den fünf oder sechs Monaten, in denen die Idee reifte, ist mir noch keine gute Antwort eingefallen. Die PewPost soll auf jeden Fall so eine Art Highlight-Funktion erfüllen. Leser*innen werden also informiert über die längeren Wert-Beiträge, die PewCasts, die Gastauftritte oder sonstigen Sachen, die ich so im Internet treibe.
Darüber hinaus finde ich die Idee schön, eine Community von gleichgesinnten Leuten im Netz zu haben, an die ich mich mit Gedanken oder Anliegen wenden kann. Ich finde es grundlegend viel wichtiger zu wissen, warum ich etwas mache, statt genau was oder wie. Stanley Kubrick sagte schon: „Ich weiß nicht, was ich will – aber ich weiß genau, was ich nicht will.“ Und ich will vor allem nicht mit dem Newsletter nerven.
Wie oft wird es die PewPost geben?
Definitiv in unregelmäßigen Abständen. Vielleicht einmal im Quartal, vielleicht einmal pro Monat. Ich weiß es noch nicht und werde mich wie bei allen anderen Projekten nicht von selbst kreiertem Druck jagen lassen. Ich denke, dass ich es wie beim PewCast halten werde: Wenn es etwas zu sagen gibt, kommt etwas. Ansonsten eben nicht.
Ich bin lange genug im Internet unterwegs und habe genügend Projekte erlebt, die an diesen geißelnden Rhythmen gescheitert sind. Es muss Spaß machen und es muss sich richtig anfühlen.
Das verschwindende Web 2.0, die Dominanz von Social Media, die Prävalenz von KI-generierten Inhalten. All das kann doch niemand wollen. Und ich will auch nicht einzelne Beiträge jedes Mal individuell auf Social Media umwerben müssen. Es wird hier keinen „Pivot to Video“ geben. Lasst es uns ganz klassisch halten: Die mächtigste Waffe des Internets ist der Hyperlink. Darum wird es gehen.
Ihr könnt euch jederzeit ganz leicht abmelden und es wird ganz sicher keine Spam-Flut geben.
Wow, das schaut ja richtig klasse aus!
Ja, Wahnsinn, oder? Die Logo-Elemente stammen von Grafikdesigner Yannick Nuss. Ich bin unglaublich dankbar, dass Yannick in mein Leben kam. Nicht nur für die Designs, sondern auch für die lieben Gespräche. Yannick designte zuerst das PewCast-Logo 2020, schuf kurz danach dann ein stimmigeres Upgrade des PewPewPew-Logos und musste natürlich auch jetzt bei der PewPost ran, damit alles aus einem Guss ist – von Yannick Nuss.

Wenn du Lust hast, Teil dieser kleinen, echten Community zu werden und keine Highlights rund um PewPewPew & den PewCast mehr zu verpassen willst, dann melde dich jetzt für die PewPost an. Kein Spam, kein Blabla, versprochen. Einfach ehrliche Post, direkt in dein Postfach. Ich freu mich auf dich!
02 Jul, 2025 · Sascha · Personal · 2 comments
Heute vor genau 16 Jahren fing alles an mit PewPewPew. Ich begann, meine ganz eigene Interpräsenz mit Inhalten zu füllen. Das drücke ich bewusst so komisch und altmodisch aus, weil ich es schön finde. Das ist ein tolles Wort. Internetpräsenz. Es gefällt mir wirklich sehr.
Internetpräsenz
Viele User*innen sind präsent im Internet. Aber was heißt das schon: „im Internet“? Für die jüngeren Generationen bedeutet das doch oft nur eins: abgeschirmte, mit Content überströmende walled-garden-Apps. Aber das hier? Das ist mein Acker. Was hier wächst, entscheide zu 100 % ich.
Und was bedeutet am Ende präsent sein denn wirklich? Es ist doch in den allermeisten Fällen nur der passive Medienkonsum mit den – wenn überhaupt – monatlichen Dumps und privatem DM-Sharing. Und so verschwindet der Mensch im Netz inmitten von Algorithmen und AI-Bots. Das ärgert mich. So machen die mir mein schönes Internet kaputt.
Dass auch ich mich hier rar machte in den vergangenen Jahren, war mir persönlich immer ein großer Dorn im Auge. Es wurmte mich wirklich und sorgte oft dafür, dass schlechte Stimmungen sich noch intensivierten, weil etwas, das mir eigentlich ja riesigen Spaß brachte, schleifen gelassen wurde.
Blogfrequenz
So richtig aufgehört mit dem Bloggen habe ich natürlich nie. Hier gibt es seit 16 Jahren stetige Updates, keine erklärten Pausen, keine ewig langen Unterbrechungen. Nur die Frequenz nahm eben stark ab. Vorhandene Aufmerksamkeit und Energien verschoben sich hin zum PewCast und Social Media, hauptsächlich Twitter.
In dieser Zeit merkte ich zunehmend, dass mir der direkte Draht zu meinem eigenen digitalen Raum und den dort geknüpften Beziehungen fehlte. Eben der Ort, an dem nicht nur Inhalte entstehen, sondern auch Austausch ohne Gatekeeper oder andere lästige Gruppen stattfindet.
Gegen Ende des letzten Jahres intensivierte sich die Atomisierung meines Online-Zirkels auf Twitter. Gute Menschen verließen eine vielschichtige, zwielichtig gewordene Plattform zugunsten einer in meinen Augen schwächeren Alternative, um irgendwie minimal das Gefühl zu haben, etwas zu tun.
Eine Verbesserung der Lage liegt in meinen Augen in der eigenen Internetpräsenz. Der richtige Schritt wäre, parallel zu dem, was auch immer auf Instagram und Bluesky und so weiter passiert, das Internet wieder mit menschengemachten Sachen zu befüllen. Nicht die Taschen eines Milliardärs. Dann muss man auch nicht unterscheiden, welche die wirklich bösen sind und welche toleriert werden.
Für mich erschien das als der glasklare Ausweg aus dieser erlernten Hilflosigkeit unter Musks Twitter und dem global beobachtbaren Rechtsruck in liberal-demokratischen Gesellschaften, die das Netz weitläufig bis dato prägten.
Und je mehr ich darüber nachdachte, desto klarer wurde mir auch, weshalb die Leute das heute kaum noch machen. Weshalb Bloggen eigentlich eine Nichenkunst (geworden?) ist. Am Ende macht man das – und keinen interessiert’s!
Natürlich konsumieren die Menschen Inhalte heute anders als vor zehn, geschweigedenn 16 Jahren. Wer “Content Creator” ist, der geht dorthin, wo Menschen bereits sind. Es bedarf also eines neuen Kanals für mich. Nicht notwendigerweise einer neuen Idee. Aber eben einer, die genauso unabhängig bleibt, aber direkter ist. Persönlich, aber nicht aufdringlich.
All das beschäftigte mich sehr zum Jahreswechsel. Ein halbes Jahr später lässt sich sagen:
Meine lieben Freundinnen und Freude… the state of our PEW is STRONG!

Ich bin aus naheliegenden Gründen kein großer Freund von Neujahrsvorsätzen. Aber irgendwie juckte es mir in den Fingern, einen längergehegten Wunsch von Beginn an in die Tat umzusetzen.
Ich wollte wieder bloggen. Denn ich war mir recht sicher: Das würde helfen. Irgendwie. Und wenn am Ende nur mir selbst. (weiterlesen…)