04 Apr, 2026 · Sascha · Musik,Personal,Photographie · 0 comments
Ich habe die Musik von Indie-Künstler Cambre so gemocht und auch oft kommentiert, dass wir irgendwann Online-Buddies wurden. Die Appreciation goes both ways, weil er auch meine Fotografie toll findet. Ein Foto – spontan auf dem CineStar-Parkplatz in Saarbrücken mit dem iPhone 13 Pro aufgenommen – ziert jetzt das Cover seines neuen Songs “That’s What I Said” und ich lieb’s! Das macht mich mega glücklich. Internet, ey!!
Hier das Original.
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01 Apr, 2026 · Sascha · Personal · 0 comments
Es reicht mir, ist auch ganz schön anstrengend. Ha!
I did it! :) https://t.co/xOiaYWIy2Q
— reeft (@reeft) December 31, 2025
Ich bin ein Freund von Neujahrsvorsätzen. Nicht, weil sie notwendigerweise der Königsweg zu Erfolg oder lebensverändernden Maßnahmen sind, sondern weil sie das, was man lange als diffusen Wunsch mit sich herumträgt, plötzlich in einem Satz bündeln. Und da dieser Jahreswechsel die Vergänglichkeit so gnadenlos unterstreicht, bietet sich der Moment einfach an, kurz innezuhalten und zu verbalisieren, was einem wichtig ist.
Ein kleiner Aside: Je älter ich werde, desto mehr irritiert es mich, wie wenig viele Menschen tatsächlich über ihr eigenes Leben nachdenken. Einige scheinen sogar gar keinen inneren Monolog zu führen (wobei dieser Satz auch eine dringende Einordnung verdient).
Jedenfalls war dieser Wunsch bei mir Ende des letzten Jahres irgendwie plötzlich glasklar und knapp formuliert: Ich will wieder mehr bloggen – und das ist mir nun gelungen! Ich bin nicht der disziplinierteste Mensch; ich brauche klare Strukturen und so einmal am Tag hier irgendwas hochstellen – das sollte doch irgendwie drin sein!? Hat geklappt und darauf bin ich mächtig stolz, auch wenn nicht jeder einzelne Beitrag jetzt besonders wertvoll war.
Wie ich es hier schon immer länger merke, geht es am Ende um das Gesamtwerk natürlich. Und auf das bin ich stolz. Nicht, weil es eine herausragende Leistung oder so ist, sondern weil ich mir das selbst bewiesen habe und vor allem weil es mich wieder näher zu einigen Hobbys brachte. Ich habe dieses Jahr zum Beispiel wieder viel diverser gezockt, war öfter im Kino, habe Jahresbestenlisten, die wirklich repräsentativ sind. Kurzum: Ich war wieder mehr am Ball.
Und da ich jetzt in einem Alter bin, wo viele Freunde oder Kollegen immer beklagen, dass sie sich mehr verlieren oder weniger Zeit für das haben, was ihnen ja eigentlich wichtig ist, verbuche ich das als einen BIG FAT W und mache 2026 genau so weiter. Bloggen, ey! Bleibt ihr mir verbunden?
25 Oct, 2025 · Sascha · Personal · 0 comments

Ich habe mich gestern an meinem Geburtstag vor allem über diese schöne Überraschung gefreut. Man kennt mich. Und ja, man hätte es eigentlich wissen müssen: Auch auf einem Kuchen sehen die Werke von Yannick Nuss köstlich aus!
Die zwölf Kerzen passen lustigerweise, obwohl es nicht beabsichtigt war: Der PewCast wurde dieses Jahr nämlich zwölf (im Januar).
24 Oct, 2025 · Sascha · Personal · 0 comments
Unfortunately, it still matters.

Das Internet sollte uns alle einmal miteinander mehr verbinden und heute trennt uns mehr, als uns lieb ist. Darüber und wie ich mit dem Blog als Instrument für besseres Internet agieren will, schrieb ich im Post zum 16. Bloggeburtstag.
Mein Plädoyer: Lasst uns doch alle mehr machen und direkt in Kontakt bleiben! Dafür möchte ich den Newsletter nutzen. Wenn du dabei sein willst, melde dich hier an.
Was will ich damit erreichen?
Und, was machst du dann damit? Zunächst mal: Ich finde die Frage recht lustig, denn in den fünf oder sechs Monaten, in denen die Idee reifte, ist mir noch keine gute Antwort eingefallen. Die PewPost soll auf jeden Fall so eine Art Highlight-Funktion erfüllen. Leser*innen werden also informiert über die längeren Wert-Beiträge, die PewCasts, die Gastauftritte oder sonstigen Sachen, die ich so im Internet treibe.
Darüber hinaus finde ich die Idee schön, eine Community von gleichgesinnten Leuten im Netz zu haben, an die ich mich mit Gedanken oder Anliegen wenden kann. Ich finde es grundlegend viel wichtiger zu wissen, warum ich etwas mache, statt genau was oder wie. Stanley Kubrick sagte schon: „Ich weiß nicht, was ich will – aber ich weiß genau, was ich nicht will.“ Und ich will vor allem nicht mit dem Newsletter nerven.
Wie oft wird es die PewPost geben?
Definitiv in unregelmäßigen Abständen. Vielleicht einmal im Quartal, vielleicht einmal pro Monat. Ich weiß es noch nicht und werde mich wie bei allen anderen Projekten nicht von selbst kreiertem Druck jagen lassen. Ich denke, dass ich es wie beim PewCast halten werde: Wenn es etwas zu sagen gibt, kommt etwas. Ansonsten eben nicht.
Ich bin lange genug im Internet unterwegs und habe genügend Projekte erlebt, die an diesen geißelnden Rhythmen gescheitert sind. Es muss Spaß machen und es muss sich richtig anfühlen.
Das verschwindende Web 2.0, die Dominanz von Social Media, die Prävalenz von KI-generierten Inhalten. All das kann doch niemand wollen. Und ich will auch nicht einzelne Beiträge jedes Mal individuell auf Social Media umwerben müssen. Es wird hier keinen „Pivot to Video“ geben. Lasst es uns ganz klassisch halten: Die mächtigste Waffe des Internets ist der Hyperlink. Darum wird es gehen.
Ihr könnt euch jederzeit ganz leicht abmelden und es wird ganz sicher keine Spam-Flut geben.
Wow, das schaut ja richtig klasse aus!
Ja, Wahnsinn, oder? Die Logo-Elemente stammen von Grafikdesigner Yannick Nuss. Ich bin unglaublich dankbar, dass Yannick in mein Leben kam. Nicht nur für die Designs, sondern auch für die lieben Gespräche. Yannick designte zuerst das PewCast-Logo 2020, schuf kurz danach dann ein stimmigeres Upgrade des PewPewPew-Logos und musste natürlich auch jetzt bei der PewPost ran, damit alles aus einem Guss ist – von Yannick Nuss.

Wenn du Lust hast, Teil dieser kleinen, echten Community zu werden und keine Highlights rund um PewPewPew & den PewCast mehr zu verpassen willst, dann melde dich jetzt für die PewPost an. Kein Spam, kein Blabla, versprochen. Einfach ehrliche Post, direkt in dein Postfach. Ich freu mich auf dich!
Heute vor genau 16 Jahren fing alles an mit PewPewPew. Ich begann, meine ganz eigene Interpräsenz mit Inhalten zu füllen. Das drücke ich bewusst so komisch und altmodisch aus, weil ich es schön finde. Das ist ein tolles Wort. Internetpräsenz. Es gefällt mir wirklich sehr.
Internetpräsenz
Viele User*innen sind präsent im Internet. Aber was heißt das schon: „im Internet“? Für die jüngeren Generationen bedeutet das doch oft nur eins: abgeschirmte, mit Content überströmende walled-garden-Apps. Aber das hier? Das ist mein Acker. Was hier wächst, entscheide zu 100 % ich.
Und was bedeutet am Ende präsent sein denn wirklich? Es ist doch in den allermeisten Fällen nur der passive Medienkonsum mit den – wenn überhaupt – monatlichen Dumps und privatem DM-Sharing. Und so verschwindet der Mensch im Netz inmitten von Algorithmen und AI-Bots. Das ärgert mich. So machen die mir mein schönes Internet kaputt.
Dass auch ich mich hier rar machte in den vergangenen Jahren, war mir persönlich immer ein großer Dorn im Auge. Es wurmte mich wirklich und sorgte oft dafür, dass schlechte Stimmungen sich noch intensivierten, weil etwas, das mir eigentlich ja riesigen Spaß brachte, schleifen gelassen wurde.
Blogfrequenz
So richtig aufgehört mit dem Bloggen habe ich natürlich nie. Hier gibt es seit 16 Jahren stetige Updates, keine erklärten Pausen, keine ewig langen Unterbrechungen. Nur die Frequenz nahm eben stark ab. Vorhandene Aufmerksamkeit und Energien verschoben sich hin zum PewCast und Social Media, hauptsächlich Twitter.
In dieser Zeit merkte ich zunehmend, dass mir der direkte Draht zu meinem eigenen digitalen Raum und den dort geknüpften Beziehungen fehlte. Eben der Ort, an dem nicht nur Inhalte entstehen, sondern auch Austausch ohne Gatekeeper oder andere lästige Gruppen stattfindet.
Gegen Ende des letzten Jahres intensivierte sich die Atomisierung meines Online-Zirkels auf Twitter. Gute Menschen verließen eine vielschichtige, zwielichtig gewordene Plattform zugunsten einer in meinen Augen schwächeren Alternative, um irgendwie minimal das Gefühl zu haben, etwas zu tun.
Eine Verbesserung der Lage liegt in meinen Augen in der eigenen Internetpräsenz. Der richtige Schritt wäre, parallel zu dem, was auch immer auf Instagram und Bluesky und so weiter passiert, das Internet wieder mit menschengemachten Sachen zu befüllen. Nicht die Taschen eines Milliardärs. Dann muss man auch nicht unterscheiden, welche die wirklich bösen sind und welche toleriert werden.
Für mich erschien das als der glasklare Ausweg aus dieser erlernten Hilflosigkeit unter Musks Twitter und dem global beobachtbaren Rechtsruck in liberal-demokratischen Gesellschaften, die das Netz weitläufig bis dato prägten.
Und je mehr ich darüber nachdachte, desto klarer wurde mir auch, weshalb die Leute das heute kaum noch machen. Weshalb Bloggen eigentlich eine Nichenkunst (geworden?) ist. Am Ende macht man das – und keinen interessiert’s!
Natürlich konsumieren die Menschen Inhalte heute anders als vor zehn, geschweigedenn 16 Jahren. Wer “Content Creator” ist, der geht dorthin, wo Menschen bereits sind. Es bedarf also eines neuen Kanals für mich. Nicht notwendigerweise einer neuen Idee. Aber eben einer, die genauso unabhängig bleibt, aber direkter ist. Persönlich, aber nicht aufdringlich.
All das beschäftigte mich sehr zum Jahreswechsel. Ein halbes Jahr später lässt sich sagen:
Meine lieben Freundinnen und Freude… the state of our PEW is STRONG!

Ich bin aus naheliegenden Gründen kein großer Freund von Neujahrsvorsätzen. Aber irgendwie juckte es mir in den Fingern, einen längergehegten Wunsch von Beginn an in die Tat umzusetzen.
Ich wollte wieder bloggen. Denn ich war mir recht sicher: Das würde helfen. Irgendwie. Und wenn am Ende nur mir selbst. (weiterlesen…)
24 Jun, 2025 · Sascha · Film,Personal · 2 comments
Die New York Times möchte zum Ende des ersten Vierteljahrhunderts eine Bilanz ziehen: Welche sind die 100 besten Filme des 21. Jahrhunderts bisher? Nachdem bereits Filmschaffende ihre Stimmen abgegeben haben, ist nun das Publikum an der Reihe, seine Meinung kundzutun und die Liste mitzugestalten.
More than 500 directors, actors and other notable movie fans — including Julianne Moore and Pedro Almodóvar, Mel Brooks and Barry Jenkins — submitted their ballots for the Best Movies of the 21st Century. Now it’s your turn to vote.
Diese Möglichkeit überwältigt einen zuerst. Die ästhetisch schöne Zusammenstellung bietet sich perfekt an, um sich schnell und ohne große Mühen online darzustellen und sofort für Diskurs zu sorgen. Sofort schießen einem Filme in den Kopf – aber sind das wirklich die “Best Movies”? Und was heißt das schon? Was stand nochmal ganz vorne auf meinen Letterboxd-Jahreslisten?
your ten best films of the century list was the perfect balance of high-brow intellectualism and low-brow populism, king
— Christopher (@molochofficial) June 23, 2025
Ein Gedankenstrudel – bis sich natürlich schnell die Erkenntnis einstellt: Niemanden interessiert deine Liste so sehr wie dich selbst. Also sollte bzw. kann diese Liste gar nicht “die besten Filme” widerspiegeln, sondern meiner Ansicht nach den Geschmack der Person am besten wiedergeben. Warts and all!
Nicht all diese Filme werden die Zeit überdauern, viele werden in Vergessenheit geraten. Vielleicht sind einige davon in ein paar Jahrzehnten auch kaum noch erhältlich, wer kann das schon sagen. Ich habe mich gefragt: Was zählt jetzt im Moment? Was sind Filme, die etwas Besonderes für mich haben und die ich jederzeit anmachen und komplett von vorne bis hinten genießen würde.
Ich könnte sicherlich noch zwei andere Listen machen, die komplett andere Filme hervorheben. Aber das sind die, auf die ich mich geeinigt habe:
