PewPewPew - Das Filmblog über Katzen und Pizza

Keine Ahnung, worum es in dem Film geht, ist aber auch vollkommen egal. Tom Cruise setzt sich in einen echten Kampfjet und Joseph Kosinski (Tron: Legacy und Oblivion) filmt das in IMAX. Was muss man mehr wissen? Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Tom irgendwann noch auf dem Mond landet, einfach weil es eine Szene von ihm verlangt und in echt besser als aus dem Computer aussieht. Can’t bruise the Cruise!

. . . . where it all started, 22 years ago.

Ich liebe Star Wars. Es ist mir wichtig, dies festzuhalten. Diese schwierige Rezeption der neuen Filme – für mich und jeden, der mir zuhört oder nahesteht – ist schließlich kein Wunschtraum. Es bereitet mir also keinen Spaß auch wieder unter diesem Trailerposting das Fazit zu ziehen, dass The Rise of Skywalker weder nach einer sinnvollen Fortsetzung der Trilogie noch einem würdevollen Abschluss der Star Wars Saga aussieht.

Natürlich lassen sich epische Bilder finden, die mein Fandom in Wallung bringen. Und klar, viele Momente des Films werden mich mit der gleichen Nostalgie füllen, die ich auch schon punktuell in The Last Jedi verspürte. Dennoch bleibt am Ende ein Gefühl von Leere, wenn ich an den Film denke. In zwei Stunden werde ich im Kinosaal sitzen, der Opening-Crawl wird mich in den Film ziehen und die letzten Stunden von Luke, Leia und Ben erzählt bekommen. Und ich fühle nichts.

Meine uneinsichtige Jagd nach der perfekten Kritik gleicht in meinen Augen oft schon Ahabs Suche nach Moby-Dick. Es fühlt sich immer so an, als könnte ein neuer Podcast, ein neues Gespräch oder ein neuer Text meine ablehnende Reaktion auf einen Punkt bringen und mit chirurgischer Präzision auf den einen Nerv zeigen, der mich stört. Aber auch vier Jahre nach The Force Awakens bleibt nur verstreute Ideen und Eindrücke zurück, mal größer, mal kleiner. Nicht alles ist schlecht, aber vieles einfach nicht gut.

Liegt es jetzt an der liberalen Figurenzeichnung und Revision des Familienthemas in der eher konservativ orientierten Saga? Oder ist es doch die zu kurz erzählte Rahmenhandlung der Galaxie? Wieso sollte mir schließlich beim ultimaten Kampf der Flotten der Ausgang wichtig sein, wenn 30 Jahre später das Imperium in einer nächsten Trilogie wieder auferstehen könnte? Oder wieso sollte ich für den Film brennen, wenn die Überreste der Resistance, die am Ende des letzten Films gerade einmal noch in den Millenium Falcon passten, nun wieder eine Flotte besitzen, für die Rebellenallianz knapp zwei Jahrzehnte brauchte?

Beziehungen, Tradition, Legacy-Charaktere – unglaublich viel wurde auf dem Weg zu diesem Abschluss zurückgelassen. Und man spürt es. Da ist kein Sog, keine Macht, die mich umgibt. Stattdessen herrscht kurz vor dem Kinobesuch nun ein Gefühl der Schwerelosigkeit. Irgendwie kann alles und nichts passieren. Der Trailer gibt mir zumindest kein Gefühl der Sicherheit bezüglich des Plots der emotionale Reise für meine geliebten Figuren oder dem Stand der Galaxie.

Im Trailer sagt Luke, dass es das Schicksal eines Jedi ist, sich seiner Angst zu stellen. In gewisser Weise ist es also nur richtig, sich den Film jetzt anzusehen. Trotz den Zweifeln und Ängsten.

Möge die Macht mit uns sein.

The Mandalorian erzählt eine actionreiche Team-Up-Folge mit illustren Charakteren und jede Menge Cameos. Macht das die Serie besser? Oder erkrankt Disneys erste Live-Action Serie im Star Wars Universum an dem episodischen Network-Erzählrhythmus, den hochqualitative Serien eigentlich in den Nullerjahren hinter sich gelassen haben?

Matthias und ich diskutieren darüber und besprechen weiterhin sein Interview mit Daisy Ridley und John Boyega sowie unsere Gedanken kurz vor dem Start von The Rise of Skywalker. Spoilerfrei!

Shownotes:
Bildquelle: Disney
PewPewPew: Wieso Spoiler nicht so schlimm sind
Moviepilot: Matthias’ Interview mit Daisy Ridley und John Boyega
Mike Realm: Star Wars Remix
Outro courtesy of mc chris – Fett’s Vette

Play

Hier die Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:
MP3: pewcast044.mp3 (72 MB)
Soundcloud: PewCast 044: The Mandalorian – Chapter 6
iTunes: PewCast
Spotify: PewCast
Podcast-Feed: http://feeds.feedburner.com/pewcast

Ich erinnere mich noch genau an den Moment als ich mich in Ori verliebte. Zuvor muss ich jedoch gestehen, dass meine Recherche nicht ausreichend war. Ori and the Blind Forest kannte ich nur aus kleinen Ausschnitten und Bilder, in die mich sofort verliebte. Die Art Direction, die süßen Charaktere und die Geschichte packten von Beginn an. Jedoch merkte ich schnell, dass es sich nicht nur um eine kleine, schicke Indie-Erfahrung handelt, sondern Ori ein knallhartes Medroidvania war, das mich wie kein zweites Spiel herausforderte.

Eigentlich vermeide ich den Sog dieser Spiele (weshalb ich von Soulslikes auch wegbleibe und Jedi: Fallen Order nur wegen der Story durchspielte) und konzentriere mich nur noch auf die seichten und leicht verdaulichen Auswürfe des Indie-Mainstreams. Aber Ori hatte mich gepackt und nicht mehr losgelassen.

All das erzähle ich, weil ich auch jetzt wieder das absolut heiße Gameplay, die wunderschöne Art Direction und süßen Momente im neuen Trailer zum Sequel The Will of the Wisps bewundere, aber insgeheim ein bisschen Schiss habe, dass ich inzwischen zu schlecht für das Spiel bin. Pray for me.

Hellblade: Senua’s Sacrifice was a masterclass in visual and sensory storytelling through the player’s environment. No HUD, no minimap, no instructions – which leaves you feeling incredibly alone, confused, and scared; coincidentally also the perfect summary of Senua’s experience exploring the land of the Northmen. It also looked pretty sexy, coming from an indie developer and all.

Ninja Theory announced the sequel, which is coming to Xbox Series X first, during The Game Awards and it offers a super dark, moody, and atmospheric look into the grim world of the sequel. Those staggering POV shots from what I assume has to be some sort of procession are already haunting my dreams. Of course, all this is neatly tied together by a gripping new song from Heilung, a German pagan metal band, which makes Senua appear even more unhinged.

Bottom line: If this the future of gaming, we good fam.

Kühe, Planeten, Babys, Archie und natürlich Dr. Manhattan selbst. HBOs Watchmen mag vielleicht in einer etwas geerdeteren Welt spielen als zum Beispiel Game of Thrones, doch die Show verschlingt mindestens genauso viele CGI Shots, wenn nicht sogar mehr. Kostüme, Masken und Sets – alles CGI. Die Set Extensions dazu sind enorm. Oft fallen sie gar nicht in der Serie ins Auge und man hinterfragt die normalen Sachen gar nicht – eben weil sie auch nicht wie CGI aussehen (Dazu Freddie Wong: You only see bad CGI) und man einer großen Produktion wie dieser all das eben zutraut. Spoiler-Warnung! Das Featurette zeigt Composites aus allen 9 Folgen, inklusive dem großartigen Finale.

Für die Auralnauts muss ein neuer Star Wars Charakter, der nie seinen Helm abnimmt, wie Weihnachten und Geburtstag am gleichen Tag sein. Mit Baby Yoda haben sie zunächst süßen Babysitting-Spaß und droppen dann einen Beat, den ihr so schnell nicht mehr aus dem Kopf bekommen werdet.