Musik - PewPewPew

Als Teil der Black-Friday-Veröffentlichungen des Record Store Days bringen The National ein neues Live-Album namens Juicy Sonic Magic als Kassette auf den Markt. Das Teil wird leider stark limitiert sein und in Deutschland wohl erst gar nicht ankommen. Wie bei Live in Brussels hoffe ich aber auf eine Online-Veröffentlichung, ansonsten gibt es sicherlich hilfreiche Fans, die das Ding seeden. Das wäre zwar genau genommen illegal, aber irgendwie auch Sinn der Sache.

Schließlich wurde das Album doch mit den Geräten des legendären Musikfans Mike “The Man” Millard aufgenommen, der durch Bootleg-Aufnahmen von Led Zeppelin oder Pink Floyd berühmt wurde. Um den 1993 verstorbenen Millard zu würdigen, drehte die Band zusammen mit Regisseur David DuBois eine feine Minidokumentation über Millards Methode und seinen Einfluss im Internetzeitalter. Frontmann Matt Berninger reflektiert darin, wie sehr ihm der Prozess geholfen hat, die oft von Künstlern geschmähten Handyaufnahmen von Fans wohlwollend in seine Performance einzubinden.

The National sind aktuell noch auf den letzten Metern ihrer Tour und ich sehe sie schon ganz bald wieder. Ich war nicht der größte Fan von I Am Easy To Find, unter anderem auch wegen den vielen Kollaborationen, die Matts Vibe für mich erstickten, aber ich hoffe, dass die Band live da vielleicht etwas ausbrechen kann.

Paul Thomas Anderson lässt HAIM in einem neuen Musikvideo zur tollen Depri-Hymne “Now I’m In It” wieder zu einem guten Beat über die Straßen marschieren. Das darf gerne bis zum Wärmetod des Univerums weiter so geschehen.

Im neuen Video von The Screenshots lüften die drei Legenden ein großes Geheimnis: Was machen Rockstars eigentlich so nebenberuflich? Die Wahrheit ist erschreckend. Mindestens so erschreckend gut wie der Sound der neuen Single “Wir lieben uns und bauen uns ein Haus”. Vom Balladen-Vibe mit Streichern im Intro wünsche ich mir mehr, da haben die drei definitiv noch Spielraum für Neues. Einfach so spannend die Entwicklung und Reise dieser Band zu beobachten!

Die Sh00ters gehen jetzt im November auf “Liebe Grüße an alle” Tour, Tickets gibt es hier. Ich sehe die drei live im Januar und freue mich riesig. J@@@@@!

Der Release von CASTLEBEATs Single “Telephone” liegt nun schon fast ein Jahr zurück und nun bekommt der melancholische Track über den zuckersüßen Liebesbeginn endlich ein Video. CASTLEBEAT ist das Lo-fi Dreampop Projekt des kalifornischen Künstlers Josh Hwang, dessen DIY-Spirit ihn sogar das Label Spirit Goth gründen ließ. Hwang macht seit zwei Alben alles selbst, scheint sich aber nun langsam zu öffnen. Denn das Musikvideo ist das erste Gemeinschaftsprojekt mit Freundin Sonia Ghadia, die den Gesang beisteuerte und hier für Regisseurin Emma Penrose tanzt.

Das nächte Album ist für 2020 angekündigt, derweil könnt ihr euch VHS nochmal anhören, welches mit seinen catchy Gitarrenhooks und Summervibes zu meinen Lieblingsalben des letzten Jahres gehörte. (weiterlesen…)

Noch ein Beweis mehr, dass Remix-Artist Pogo seiner Zeit weit voraus war: Sein neuester Track ist eine zuckersüße “Homarge” an die Simpsons, schmiegt sich perfekt an den Rest des Simpsonwave Genres, bleibt sich aber selbst und dem nun fast 10 Jahre alten Pogo Projekt treu.

The National verstehen Musik als Tanz. Nachdem sie bereits professionelle Tänzer zu “Dark Side of the Gym” eine kränkelnde Beziehung darstellen ließen, schicken sie nun Sharon Eyal ins Rennen. Die israelische Choreographin tanzt für Mike Mills vor der Kamera durch die Lagerräume einer Konzerthalle.

“Hey Rosey” stellt bereits die zweite Zusammenarbeit nach “Hairpin Turns” dar und steht ganz im Sinne des Albums, welches durch grenzüberschreitende Kollaboration geprägt ist. Hier zeigt sich vor allem der Einfluss der Dessner-Zwillinge (aber eigentlich aller Bandmitglieder), die neben der Band besonders fleißig sind und vielen Einflüssen ausgesetzt sind sowie Kontakte knüpfen können.

Ich sehe die Band wohl bald wieder live und freue mich sehr darauf, denn The National sind auch irgendwie nur The National, wenn Matt besoffen über die Bühne kippt. Mit dem I Am Easy to Find Album werde ich immer noch nicht so wirklich warm. Irgendwie natürlich Ultra-Kunst, aber es klicken auch nur ein paar Songs. Das Album aufzulegen und einfach durchlaufen zu lassen wie das bei anderen Outings immer der fall war blieb bisher leider aus. Vielleicht tut uns allen eine Pause gut.

Sharon Eyal zeichnet sich nicht für die Choregraphie im Suspiria Remake verantwortlich, auch wenn man das auf den ersten Blick meinen könnte. Ihre Leitung des Berliner Staatsballets bei “Half Life” kann einem trotzdem den Atem rauben.

Slime City haben die Hymne aller Geeks, Nerds und 56k-Helden zum Mitgröhlen geschrieben: Nazis, normies, pedants, content killed the internet! Natürlich kommt mit dem Alter auch die rosarote Brille der Nostalgie beim Blick auf die Vergangenheit hinzu und die technischen Vorzüge und Möglichkeiten des heutigen Internets sind nicht zu vergessen, aber – und das ist ein recht fucking großes ABER – das Netz ist heute einfach nicht mehr das, was es einmal war oder hätte werden können oder sollen. Der Traum ist ausgeräumt, der Alptraum wurde dagegen zum Gefängnis. Theatralik und Pathos sind durchaus angebracht, es ging hier um nicht weniger als die Idee aller Ideer. Fuck.