Musik - PewPewPew

The National veröffentlichen zum 10. Geburtstag von High Violet, dem mindestens lyrisch besten Album der Band, eine limitierte Spezial-LP mit neuen Aufnahmen und Songs. Dazu gibt es einen bisher unveröffentlichten Konzertfilms eines Auftritts in 2010 mit u.a. Sufjan Stevens als Backup Vocals. Einige Clips des Konzerts schwirrten seit Jahren durchs Netz, wurden aber scheinbar jetzt für die neue Veröffentlichung heruntergenommen. Die Platte konnte man vorbestellen, ist aber inzwsichen leider überall bereits ausverkauft. Bummer.

To celebrate the 10th anniversary of High Violet, we are releasing the first-ever vinyl pressing of our ‘High Violet Expanded Edition’ on June 19th, 2020. In addition to the 10 original High Violet tracks, the triple LP package includes a third disc with “Wake Up Your Saints,” an alternate version of “Terrible Love,” “Walk Off” and more.

Nebenbei angemerkt: Die Live-Aufnahmen à la Mike Millard, dem die Band letztes Jahr eine Mini-Doku widmete, wurde Anfang des Jahres veröffentlicht und sie klingen leider nicht so gut wie sonst. Das liegt nicht nur an der besonderen Aufnahmetechnik, sondern auch an Leadsinger Matt Berninger, dessen Trunkheit leider inzwischen einfach nur noch nervt.

Peter Bjorn and John veranstalten gerade ein Minifestival in ihrem Stockholmer Musikstudio mit vielen anderen Bands wie den famosen Shout Out Louds und streamen das 36 Stunden am Stück auf Twitch. Beide Bands spielen Songs von ihren neuen Alben. Ich weiß, was ich die nächsten Tage machen werde.

Die Rückkehr von Conor Oberst, Mike Mogis und Nathaniel Walcott aka Bright Eyes war schon lange angekündigt, aber stand dann doch immer wieder auf wackeligen Beinen. Vor ein paar Wochen dann die Bestätigung: Neue Songs, neues Album, große Tour – alles in diesem Jahr. Die Konzerte, darunter fünf in Deutschland, müssen wohl verschoben werden, doch das neue Album kommt und die erste Singleauskopplung “Persona Non Grata” klingt so, als wäre das letzte Album The People’s Key erst gestern und nicht schon vor fast einem Jahrzehnt erschienen. Oberst hatte sicherlich Zeit und Chancen genug, sich bei anderen Projekten künstlerisch auszutoben, sodass der Sound dieser großartigen Band erhalten bleibt. Ich finde diese zwanghafte Weiterentwicklung sowieso völlig überbewertet – shut up and play the hits!

Die Rückkehr war für viele Bright Eyes Fans wie mich natürlich sowieso emotional, wegen der langen Pause und der innigen Verbindung zu den Themen und der melancholischer Stimmung, aber es ist fühlt sich gerade doppelt intensiv an. Gerade gehen viele nach Hause, ziehen sich zurück, Familien sind vereint. Vieles kommt zusammen. Schön, dass Bright Eyes dabei ist.

Ist das noch Punkrock? Naja, man soll ja gerade besonders auf seine Ärzte hören.

Ein Lied für drinnen.
Ein Lied für Stubenhocker. Für Matratzentester. Für Couchpotatoes.
Ein Lied für Endlich-Plattensammlung-digitalisieren. Für Mal-wieder-Küche-wischen. Für Alle-Satellitensender-neu-sortieren.
Ein Lied für Die Sendung mit der Maus. Für Telelernen. Für Skype-Schulstunden.
Ein Lied für Händewaschen. Für anderthalb Meter. Für die Armbeuge.
Ein Lied für Krankenschwestern und -brüder. Für den Bereitschaftsdienst.
Ein Lied für Johns Hopkins. Für Robert Koch. Für Christian Drosten. Für Max Planck.
Ein Lied für Solidarität.
Ein Lied für alle.
Ein Lied für Jetzt.
Ein Lied für dich.

Ganzes Set gibt’s hier.

Same it ever was!