Musik - PewPewPew

The National verstehen Musik als Tanz. Nachdem sie bereits professionelle Tänzer zu “Dark Side of the Gym” eine kränkelnde Beziehung darstellen ließen, schicken sie nun Sharon Eyal ins Rennen. Die israelische Choreographin tanzt für Mike Mills vor der Kamera durch die Lagerräume einer Konzerthalle.

“Hey Rosey” stellt bereits die zweite Zusammenarbeit nach “Hairpin Turns” dar und steht ganz im Sinne des Albums, welches durch grenzüberschreitende Kollaboration geprägt ist. Hier zeigt sich vor allem der Einfluss der Dessner-Zwillinge (aber eigentlich aller Bandmitglieder), die neben der Band besonders fleißig sind und vielen Einflüssen ausgesetzt sind sowie Kontakte knüpfen können.

Ich sehe die Band wohl bald wieder live und freue mich sehr darauf, denn The National sind auch irgendwie nur The National, wenn Matt besoffen über die Bühne kippt. Mit dem I Am Easy to Find Album werde ich immer noch nicht so wirklich warm. Irgendwie natürlich Ultra-Kunst, aber es klicken auch nur ein paar Songs. Das Album aufzulegen und einfach durchlaufen zu lassen wie das bei anderen Outings immer der fall war blieb bisher leider aus. Vielleicht tut uns allen eine Pause gut.

Sharon Eyal zeichnet sich nicht für die Choregraphie im Suspiria Remake verantwortlich, auch wenn man das auf den ersten Blick meinen könnte. Ihre Leitung des Berliner Staatsballets bei “Half Life” kann einem trotzdem den Atem rauben.

Slime City haben die Hymne aller Geeks, Nerds und 56k-Helden zum Mitgröhlen geschrieben: Nazis, normies, pedants, content killed the internet! Natürlich kommt mit dem Alter auch die rosarote Brille der Nostalgie beim Blick auf die Vergangenheit hinzu und die technischen Vorzüge und Möglichkeiten des heutigen Internets sind nicht zu vergessen, aber – und das ist ein recht fucking großes ABER – das Netz ist heute einfach nicht mehr das, was es einmal war oder hätte werden können oder sollen. Der Traum ist ausgeräumt, der Alptraum wurde dagegen zum Gefängnis. Theatralik und Pathos sind durchaus angebracht, es ging hier um nicht weniger als die Idee aller Ideer. Fuck.

Ihr kennt alle Bean, diesen pinken Blob, der überall als Sticker zu finden ist und aussieht wie ein verlorener Barbapapa-Cousin mit Beinen und waagerechten Augen. Der Künstler dahinter, Ketnipz, produzierte nun für Boy Pablo ein süßes Musikvideo über einen Bean, der seinen Doggo sucht.

Das Video erscheint etwas spät zum ersten Geburtstag der EP Soy Pablo, auf der “Feeling Lonely” veröffentlicht wurde und die Zusammenarbeit wirkt auch etwas random. Aber was will man erwarten von den Jungs, die Everytime absichtlich mit dieser lässigen Just-a-few-bros DIY-Ästhetik gedreht haben, in der ich jedes Mal einen neuen Gag finde.

SIAMÉS haben zu viel Stranger Things geschaut, weshalb ihr neues Video über die Kraft von Freundschaft zwar sehr schön, aber auch etwas redundant ist. Track und Animation passen trotzdem gut zusammen, wünsche mir ein Comeback animierter Musikvideos.

Zwei russisches Elektro-Künstler vermischen 80er-Ästhetik mit Anime-Einflüssen und modernen Gitarrenriffs. Da kriegt man direkt Lust, sich selbst hinters Lenkrad zu sitzen. Mehr Gold auf Soundcloud:

Let’s catch all the pokémangs, buff daddy!

Zum 50. Geburtstag von Abbey Road in dieser Woche kam das Album mit einem frischen Mix auf den Markt und es gibt dieses hübsche Musikvideo mit Schatten der Fab Four und vielen süßen Bildis. Fein fein

LET’S GET IT BOYS

21 Sep, 2019 · Sascha · Musik · 0 comments