Design - PewPewPew

Arts MD (wahrscheinlich kein echter Doktor) druckt klassische Spielemoment auf Papier und kreiert damit “begehbare” Spielewelten durch Dioramen in Glaswürfeln. Süß! (weiterlesen…)

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Oder auch: Show, don’t tell. Die Regeln der großen Filmkunst erscheinen oft einfach und nahbar, versagen aber in ihrer Umsetzung oft gnadenlos. Manchmal liegt das gar nicht in an den mangelhaften Fähigkeiten der Filmemacher, sondern an der unmöglichen Aufgabe, gewisse Gefühle in Worten festzuhalten, wenn sie schon in Bildern schwer auszudrücken sind.

Der kosmische Horror leidet wie kein anderes Genre unter dieser Problematik. Die meisten Horrorfilme greifen die Angst vor dem Tod oder dem Verlust des Lebens und all seinen Freuden auf. Der kosmische Horror begreift aber die tiefsitzende Bedeutungslosigkeit unserer Existenz; dass das Leben nur eine Illusion von Freude und Signifikanz darstellt.

Der wahre Furcht des kosmischen Horrors ist so effektiv, weil er wahr ist. Vampire, Werwölfe und ähnliche Filmmonster sind nicht so angsteinflößend wie die Idee eines winzigen und bedeutungslosen subjektiven Univerums im Kontrast zur schier unendlichen Fülle an unerreichbarer und somit bedeutungsloser Unendlichkeit. Das Schreckliche am kosmischen Horror ist aber nicht nur die Angst vor dieser Vorstellung, wie die Angst vor dem bösen Vampir, sondern dass die Angst real und die Wahrheit ist. Somit erschrecken diese Art von Geschichten nicht durch ihre hypothetischen Monster oder Bilder, sondern erwecken eine Urangst in uns, die die innere Furcht an die Oberfläche zerrt und uns alles abverlangt, diese Gefühle wieder unter die Ignoranzschwelle zwischen Hoffnung und Leugnen runterzudrücken.

Also ja, das ist schwierig.

Das schöne Essay oben erklärt mit einigen tollen Beispielen aber, wie es gelingen kann. Annihilation ist wohl der beste Genreeintrag in Jahrzehnten.

Cosmic Horror is supposed to show us that the control we believe we have is purely illusory, and that every moment we teeter on chaos and oblivion. Good cosmic horror should make you feel hopeless in the face of something you cannot possibly comprehend. Two films I think that capture the heart of Cosmic Horror are In The Mouth of Madness and Event Horizon. Both take normal people and place them in truly horrifying situations wherein they cannot hope to win and at the end of these films the surviving protagonists are all scarred mentally from what they have had to endure. They didn’t win. They did not “overcome” the foe. There was literally no way they possibly could do so. They simply survived.

Was uns nun zu Lovecraft, dem Meister des kosmischen Horrors, und seiner Color out of Space führt. Vor einigen Jahren gab es bereits eine Comic-Adaption und andere Filme versuchen die Magie des Schriftstellers recht erfolgreich einzufangen. Enter: Nicolas Cage. Nach Mandy darf er seine manischen Sensibilitäten erneut an einem total verrückten und scheinbar authentisch umgesetzen Buch ausprobieren und das sieht im Trailer schon vielversprechend aus.

After a meteorite lands in the front yard of their farm, Nathan Gardner (Nicolas Cage) and his family find themselves battling a mutant extraterrestrial organism as it infects their minds and bodies, transforming their quiet rural life into a living nightmare.

Neben Cage spielen noch jede Menge Nonames und Tommy Chong mit!

Ein japanischer Modellbauer hat ein District 9 Diorama gebastelt und Johannesburg im Maßstab 1/8000 nachgebaut. Das Raumschiff der Prawns schwebt über der Stadt und kann sich sogar drehen. Der Mechanismus scheint mit Angelschnur zu funktionieren, ich hatte kurzzeitig auf diese Schwebemagnete gehofft, die schon so manches Modell auf das nächste Level gehoben haben. Dennoch ist die Detailarbeit hier atemberaubend, besonders weil nur der Film selbst als Referenz diente.

Neues Video von meinem neuen Lieblingsyoutuber EC Henry, der eine erste Version des Imperial I-class Star Destroyers digital restaurierte und kanonisch überarbeitete. Most impressive!

Many fans of Star Wars don’t know the name Colin Cantwell, but they should. He designed almost every ship in the original film, including the Star Destroyer, which began its life as a very interesting design. Let’s explore that design and maybe we can bring it to life.

Bisher an mir leider völlig vorbeigegangen: Die Criterion Collection besucht seit rund einem Jahr ihre Illustratoren und macht kleine Videoportraits. Die youtube’schen Algoritmus-Götter meinten es gerade gut mit mir, als sie mir Sam Smith in die Videovorschläge packten. Sam Smith? Der sagt mir was.

Und tatsächlich ist es der gleiche Sam Smith, dem ich im ungefähr monatlichen Rhythmus im The Poster Boys Podcast zuhöre, wie er mit dem Kollegen Brandon Schaefer über Posterkunst philosophiert und den Designprozess diskutiert. (Auch gleichzeitig der einzige Podcast zum Thema.)

Sam Smith designte das inzwischen durch legendär gewordene Criterion Cover zu Hausu (in diesem Blogpost erzählt Smith seinen Prozess), das von diversen Filmnerd-Shirts nicht mehr wegzudenken ist. Criterion besuchte ihn Zuhause in seinem Studio, wo er über seinen Werdegang, Inspirationen und die Beziehung des Covers zum Film spricht.

Smith ist aber nicht der einzige Künstler, der interviewt worden ist. Zu ihm gesellen sich Größen wie Greg Ruth, Gregory Manchess oder Fashion-Gott Richard Haines, die alle irgendwie eine gemeinsame Geschichte über Beharrlichkeit und Liebe zur Arbeit erzählen. Wirklich super schick produziert, überraschend sensibel und zärtlich.

Hier die bisher produzierten Videos: (weiterlesen…)

Robert Eggers hat mit The VVitch (den ich sehr liebte) alles bewiesen und sein nächster Film, The Lighthouse, ist ein absoluter Powermove: Ein beklemmender Normalbild-Thriller in Schwarz-Weiß über zwei isolierte und langsam paranoid werdende Leuchtturmwärter mit Willem Defoe, Robert Pattinson und Lovecraft’schen Bezügen. Wow.

A24 bringt den im Oktober in die Kinos, in Deutschland gibt es sträflicherweise noch keinen Starttermin. Der Film feierte in Cannes Premiere und hat aktuell ein postives RT-Rating von 98% – nicht, dass das eine große Rolle spielt, aber 98% sind eben auch eine Ansage.

Dazu wartet The Lighthouse mit diesem wunderschönen Poster auf, das mich sofort an die Arbeiten von Nicolas Delort erinnert. Leider kann das Werk nicht ohne etwas Kontroverse auskommen, denn das Poster ähnelt sehr stark dem Entwurf von Jay Bennett, einem Künstler aus der alternativen Posterszene.

Klar, Ideendiebstahl ist in der kreativen Welt immer so ein Thema und bei den limitierten Motiven des Films ist die Wahrscheinlichkeit einer Überschneidung recht hoch, aber hier ist die Ähnlichkeit doch sehr verblüffend. Nichtsdestotrotz eine großartige Arbeit, die man ruhig mal an der Wand aufhängen kann und perfekt die Stimmung des Films verkauft.

Dieser Artikel erschien zuerst in der 15. Ausgabe des WASD-Magazins.

Können die Hörner bitte noch etwas länger sein? Es soll richtig punkig aussehen! Mein ästhetisches Empfinden möchte revoltieren, doch ich weiß, dass Proteste fast immer ins Leere laufen. Ich seufze innerlich. Star Wars und Punks? Das geht doch nicht!

Es ist 2005, ich spiele das MMORPG Star Wars Galaxies und ich bin ein Image Designer. Während andere bei George Lucas‘ Weltraummärchen in erster Linie an Lichtschwerter, John Williams-Fanfaren oder Darth Vaders schweres Atmen denken, dreht sich meine Welt um Charakterdesign. Ich helfe anderen Spielern eigene Helden im Hintergrund des Sternenkriegs zu formen. Als lebendig gewordener Charakter Creator biete ich anderen Spieler meine Dienste an: neue Frisuren, Fettabsaugung per Klick, Tattoos – alles ist möglich.

Auf den ersten Blick mag das alles einem Gimmick gleichkommen, aber schlussendlich geht es hier um das Kreieren und Formen einer gemeinsamen Welt, wodurch Fans selbst ein Teil der Geschichte werden, was den Sog gerade eines MMOs noch weiter erhöht.

Der Star-Wars-Kosmos lebt wie keine andere Domäne der Popkultur vom Design seiner Welt. Deswegen ist die Cantina-Szene so entscheidend: Figuren im Hintergrund formen das Universum – und ich lege selbst Hand an. Zumindest in der Theorie. Diversität ist ein elementarer Bestandteil von Videospielen. Jeder möchte seine individuelle Vision umsetzen. Heutzutage wechseln teure Skins täglich den Besitzer. Ich will dagegen lediglich beraten, um die Immersion der Welt zu bewahren. Auf pinkfarbene Wookiees möchte ich nämlich verzichten.

Trotzdem schiebe ich nach einem Moment den Regler nach ganz rechts und sehe, wie die Hörner irokesenförmig aus dem Kopf des Zabraks in die Höhe schießen. Mein Patient ist zufrieden. Das soll mir recht sein. Schönheit liegt schließlich im Auge des Betrachters. Für meine Dienste verlange ich eigentlich keine Bezahlung, aber ich bekomme reichlich Trinkgeld, mit dem ich meinen X-Wing für die Weiterreise nach Tatooine neu lackieren kann. Irgendwie verspüre ich Lust auf was Gelbes.

Moving Gates Jurassic Park Pin

06 Jul, 2019 · Sascha · Design · 0 comments

Ich bin froh, dass ich diesen Kram nicht auch noch sammle, sonst hätte ich mir das Ding direkt kaufen müssen: Patti Lapel ($14) hat einen Jurassic Park Pin mit beweglichem Tor und Fence-Attack-Bildchen. Hammer!