Alles sonst so - PewPewPew

Typ hasst Ballons

16 Aug, 2019 · Sascha · Kunst · 1 comment

Jan Hakon Erichsen macht Performance Art auf YouTube, indem er Ballons möglichst kreativ killt. Strangely therapeutic. Auf Instagram gibt’s täglich neus Updates.

Espen Olsen Sætervik arbeitet gerade an Halo Infinite und malt in seiner Freizeit Meme-Katzen in Ghibli-Landschaften. Yes, there are prints.

Neues Video von meinem neuen Lieblingsyoutuber EC Henry, der eine erste Version des Imperial I-class Star Destroyers digital restaurierte und kanonisch überarbeitete. Most impressive!

Many fans of Star Wars don’t know the name Colin Cantwell, but they should. He designed almost every ship in the original film, including the Star Destroyer, which began its life as a very interesting design. Let’s explore that design and maybe we can bring it to life.

Ja, ihr habt’s auch alle gesehen: Jim Carrey läuft durch das Overlook Hotel. Haha, der hässliche Steve Buscemi als die wunderschöne Jennifer Lawrence. LOL! Und klar, Bruce Lee als Neon in The Matrix. Die viralen Deep Fake Clips der letzten Wochen waren sicherlich beeindruckend, auch wenn einige deutlich besser funktionieren als andere, aber schlussendlich bleibt es eben nur ein A als B in C. Langweilig! Was jedoch bei diesem neuen Clip beeindruckend ist, dass man mit der Technologie endlich etwas Sinnvolles machen und Kunst auf eine höhere Ebene heben kann.

Bill Hader ist zweifellos einer der besten Imitatoren und Comedians der letzten Jahrzehnte, ein unglaublich energetischer Mann, aus dem mehrere Personen fast schon gleichzeitig heraussprudeln können. Hier erzählt Hader was von Tom Cruise als Tom Cruise und die Übergänge sind so flüssig und spooky, dass sie diesem Jahre alten Clip von Letterman tatsächlich neues Leben einhauchen. Wahrscheinlich beeindruckend und es bleibt nicht bei Tom Cruise! Als Hader plötzlich noch eine dritte Person einbaut und der Deep Fake das einfach mitmacht, war ich schon etwas baff.

Bisher an mir leider völlig vorbeigegangen: Die Criterion Collection besucht seit rund einem Jahr ihre Illustratoren und macht kleine Videoportraits. Die youtube’schen Algoritmus-Götter meinten es gerade gut mit mir, als sie mir Sam Smith in die Videovorschläge packten. Sam Smith? Der sagt mir was.

Und tatsächlich ist es der gleiche Sam Smith, dem ich im ungefähr monatlichen Rhythmus im The Poster Boys Podcast zuhöre, wie er mit dem Kollegen Brandon Schaefer über Posterkunst philosophiert und den Designprozess diskutiert. (Auch gleichzeitig der einzige Podcast zum Thema.)

Sam Smith designte das inzwischen durch legendär gewordene Criterion Cover zu Hausu (in diesem Blogpost erzählt Smith seinen Prozess), das von diversen Filmnerd-Shirts nicht mehr wegzudenken ist. Criterion besuchte ihn Zuhause in seinem Studio, wo er über seinen Werdegang, Inspirationen und die Beziehung des Covers zum Film spricht.

Smith ist aber nicht der einzige Künstler, der interviewt worden ist. Zu ihm gesellen sich Größen wie Greg Ruth, Gregory Manchess oder Fashion-Gott Richard Haines, die alle irgendwie eine gemeinsame Geschichte über Beharrlichkeit und Liebe zur Arbeit erzählen. Wirklich super schick produziert, überraschend sensibel und zärtlich.

Hier die bisher produzierten Videos: (weiterlesen…)

Robert Eggers hat mit The VVitch (den ich sehr liebte) alles bewiesen und sein nächster Film, The Lighthouse, ist ein absoluter Powermove: Ein beklemmender Normalbild-Thriller in Schwarz-Weiß über zwei isolierte und langsam paranoid werdende Leuchtturmwärter mit Willem Defoe, Robert Pattinson und Lovecraft’schen Bezügen. Wow.

A24 bringt den im Oktober in die Kinos, in Deutschland gibt es sträflicherweise noch keinen Starttermin. Der Film feierte in Cannes Premiere und hat aktuell ein postives RT-Rating von 98% – nicht, dass das eine große Rolle spielt, aber 98% sind eben auch eine Ansage.

Dazu wartet The Lighthouse mit diesem wunderschönen Poster auf, das mich sofort an die Arbeiten von Nicolas Delort erinnert. Leider kann das Werk nicht ohne etwas Kontroverse auskommen, denn das Poster ähnelt sehr stark dem Entwurf von Jay Bennett, einem Künstler aus der alternativen Posterszene.

Klar, Ideendiebstahl ist in der kreativen Welt immer so ein Thema und bei den limitierten Motiven des Films ist die Wahrscheinlichkeit einer Überschneidung recht hoch, aber hier ist die Ähnlichkeit doch sehr verblüffend. Nichtsdestotrotz eine großartige Arbeit, die man ruhig mal an der Wand aufhängen kann und perfekt die Stimmung des Films verkauft.

Dieser Artikel erschien zuerst in der 15. Ausgabe des WASD-Magazins.

Können die Hörner bitte noch etwas länger sein? Es soll richtig punkig aussehen! Mein ästhetisches Empfinden möchte revoltieren, doch ich weiß, dass Proteste fast immer ins Leere laufen. Ich seufze innerlich. Star Wars und Punks? Das geht doch nicht!

Es ist 2005, ich spiele das MMORPG Star Wars Galaxies und ich bin ein Image Designer. Während andere bei George Lucas‘ Weltraummärchen in erster Linie an Lichtschwerter, John Williams-Fanfaren oder Darth Vaders schweres Atmen denken, dreht sich meine Welt um Charakterdesign. Ich helfe anderen Spielern eigene Helden im Hintergrund des Sternenkriegs zu formen. Als lebendig gewordener Charakter Creator biete ich anderen Spieler meine Dienste an: neue Frisuren, Fettabsaugung per Klick, Tattoos – alles ist möglich.

Auf den ersten Blick mag das alles einem Gimmick gleichkommen, aber schlussendlich geht es hier um das Kreieren und Formen einer gemeinsamen Welt, wodurch Fans selbst ein Teil der Geschichte werden, was den Sog gerade eines MMOs noch weiter erhöht.

Der Star-Wars-Kosmos lebt wie keine andere Domäne der Popkultur vom Design seiner Welt. Deswegen ist die Cantina-Szene so entscheidend: Figuren im Hintergrund formen das Universum – und ich lege selbst Hand an. Zumindest in der Theorie. Diversität ist ein elementarer Bestandteil von Videospielen. Jeder möchte seine individuelle Vision umsetzen. Heutzutage wechseln teure Skins täglich den Besitzer. Ich will dagegen lediglich beraten, um die Immersion der Welt zu bewahren. Auf pinkfarbene Wookiees möchte ich nämlich verzichten.

Trotzdem schiebe ich nach einem Moment den Regler nach ganz rechts und sehe, wie die Hörner irokesenförmig aus dem Kopf des Zabraks in die Höhe schießen. Mein Patient ist zufrieden. Das soll mir recht sein. Schönheit liegt schließlich im Auge des Betrachters. Für meine Dienste verlange ich eigentlich keine Bezahlung, aber ich bekomme reichlich Trinkgeld, mit dem ich meinen X-Wing für die Weiterreise nach Tatooine neu lackieren kann. Irgendwie verspüre ich Lust auf was Gelbes.

Ich habe mich auf YouTube ein bisschen rumgeklickt in den letzten Tagen und unglaublich viel Apollo-Footage konsumiert, wie man an den Postings der letzten Tage sicherlich merkt. Ich möchte noch diese eigene Compilation machen aus drei kleinen Videoprofilen über Armstrong, Aldrin und Collins nachfügen, die Jahrzehnte nach der Landung über die Herausforderungen und Bedeutung ihrer Mission nachdenken, was mich sehr emotional werden lässt.