04 Feb, 2013 · Sascha · Featured,PewCast · 4 comments

Fast einen ganzen Monat hat es gedauert, da wir zwischendurch immer wieder terminliche Schwierigkeiten hatten, und eine Episode über Django Unchained komplett wegen technischen Problemen unter den Tisch fallen lassen mussten, doch nun ist es soweit: Die zweite Folge des PewCasts ist live. Stefan und ich haben uns Kathryn Bigelows neuen Film Zero Dark Thirty angesehen und zu unserer Filmbesprechung Alex Gajic von real virtuality eingeladen. Außerdem gibt es unseren Senf zu aktuellen Film-News, unseren zuletzt gesehenen Filmen und unserem ‘Cool Thing of the Podcast’.
Wir möchten euch für das viele Lob und die konstruktive Kritik zu unserem ersten, hastigen Podcast bedanken und hoffen euch mit dieser Folge und unserem Konzept zu erfreuen. Man kann uns jetzt auch auf iTunes finden und dort abonnieren. Ein riesiges Dankeschön gilt wie immer unserem Soundmann Daniel.
Olympus Has Fallen Trailer
Jurassic Park 4 kommt 2014
“Dschungelcamp” für Grimme-Preis nominiert
Sherlock (Steven Moffat)
American Mary (Jen Soska, Sylvia Soska)
Flight (Robert Zemeckis)
Hesher (Spencer Susser)
Zero Dark Thirty (Kathryn Bigelow)
Otter, die aussehen wie Benedict Cumberbatch
Nan Lawson Illustration
Girl Walk // All Day
00:00:00 – Intro / Gast
00:04:00 – News
00:11:51 – Watched
00:24:13 – Zero Dark Thirty
01:12:00 – Cool Thing of the Podcast
01:16:49 – Outro
Hier die Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:
MP3: pewcast002.mp3 (37 MB)
Soundcloud: PewCast 002: Zero Dark Thirty
iTunes: PewCast
Podcast-Feed: http://feeds.feedburner.com/pewcast
Bildquelle © Universal
21 Jan, 2013 · Sascha · Featured,Film,Review · 4 comments

Vereinigte Staaten, 2012
Regie: Paul Thomas Anderson
Drehbuch: Paul Thomas Anderson
Darsteller: Joaquin Phoenix, Philip Seymour Hoffman, Amy Adams
Länge: 137 Minuten
Rating: 




“You have wandered off the proper path, haven’t you?”
Paul Thomas Anderson, unter seinen Verehrern häufig auch schlicht PTA genannt, ist einer der letzten großen Autorenfilmer Hollywoods. Mit seiner recht kurzen Filmographie hat er bereits eine tiefe Kerbe in die Filmlandschaft geschlagen und beschäftigt Kritiker wie Fans mit seinen kontroversen und fesselnden Filmen. Wenn man der Berichterstattung im Vorfeld trauen durfte, sollte er mit ‘The Master’ alledem die Krone aufsetzen. Was hätte dieser Film nicht alles sein sollen: Magnum Opus von PTAs Karriere, die große Abhandlung über L. Ron Hubbard, eine Abrechnung mit Scientology, der umstrittenen Religion bzw. Sekte (je nachdem, wen man fragt), die besonders in Hollywood in der anfälligen Entertainmentindustrie um sich greift. Und dann überrascht Anderson alle, und wahrscheinlich auch sich selbst, mit einem unzugänglichen, aber tiefen Film über eine Männerfreundschaft zwischen Macht, Homoerotik und Alkohol.
Der zweite Weltkrieg endet und Freddie Quell (Joaquin Phoenix) muss ins Leben zurückkehren. Eigentlich steht ihm Tür und Tor offen, doch er hofft die Bilder des Krieges im Alkohol, dem er bereits während dem Krieges erlegen ist, zu ertränken. Er wird Photograph, trinkt, schläft mit Frauen, trinkt mehr, verliert seinen Job, mischt sich seinen eigenen Alkohol zusammen, stolpert von Job zu Job, von Land zu Land und endet betrunken auf einer Schiffsparty im Hafen San Franciscos. Das Schiff verlässt den Hafen und Freddie ist ein blinder, aber willkommener Passagier des “Meisters”, Lancaster Dodd, (Philip Seymour Hoffman) und den Anhängern seiner Sache (engl. “The Cause”). Dieser ist vollkommen fasziniert von Freddie, dem animalischen Rumtreiber, der einen perfekten Kandidaten darstellt, um eine Transformation zu durchlaufen und das Menschenbild des Meisters zu bestätigen.
Weil ‘The Master’ eben vornehmlich von seinen Figuren vorangetrieben wird, ist es nicht überraschend, dass am meisten die Darbietungen der Schauspieler hervorstechen. Insbesondere an Joaquin Phoenix geht in diesem Film nichts vorbei, für dessen Figur er sich völlig verwandelt hat. Wenn man Rollen von ihm vor 8-10 Jahren in Betracht zieht und ihn hier sieht, sind das zwei komplett verschiedene Menschen und auch Schauspieler. Seine Mimik und Gestik sind völlig sonderbar, teilweise befremdlich, aber stets faszinierend. Er verzieht argwöhnisch den Mund, murmelt betrunken seine Sätze komisch heraus, seine Haltung ist triebhaft gekrümmt und er starrt Frauen mit der Intensität eines Löwen auf der Jagd an.
Lancester und Freddie bilden die zwei Extremen der menschlichen Natur. Freddie, der sich seinen animalischen Zügen voll hingibt, und Dodd, der stets versucht diese zu unterdrücken und für ein von der Natur losgelösten Menschbild kämpft. Hoffman schafft es seiner Figur stets die nötige Autorität zu verleihen, obgleich man in Interaktionen mit anderen Figuren – insbesondere hier sei die großartige Diskussion mit einem Kritiker (Christopher Evan Welch) erwähnt – immer merkt, dass der Mann hinter seinen Büchern von Selbstzweifel und Orentierungslosigkeit geplagt ist. Wäre da nicht seine Frau, gespielt von der großartigen Amy Adams, die ihm zur Hand geht und ihm die Richtung zeigt, wäre er womöglich genauso verloren wie Freddie, mit dem er eine Liebe für den Alkohol teilt. Adams’ beeindruckende Präsenz erreicht die Schauspielerin durch ganz wenige Dialoge und ihren eindringlichen Blick und sie empfiehlt sich mit ihrer Darstellung, genau wie die zwei Männer, für einen Oscar.
Andersons Regie ist gewohnt souverän, er erzählt in nur einer einzigen Einstellung so viel, sodass der Vergleich mit dem Meister des Kinos Orson Welles in Ben Afflecks Golden Globes Dankesrede keineswegs übertrieben ist. In Kombination mit den Bildern von Mihai Malaimare Jr. und der Projektion des Films in 70mm ergibt sich ein für mich unvergessliches Kinoerlebnis, ganz abseits der Geschichte. Anderson eröffnet den Film noch während des Krieges, verzichtet aber auf Kriegsschauplätze und zeigt stattdessen das einöde Leben der Soldaten während der Reisen. Es ist schwer zu beschreiben, aber Andersons Blick auf das tosende Meer hat etwas Neues, etwas Frisches. So scharf und blau habe ich das Meer im Kino noch nicht gesehen. So verhält es sich mit fast allen Einstellungen des Films; insbesondere bei zwei Szenen in der Wüste, die durch ihre beeindruckenden Bilder und Regie nachwirken.
Inhaltlich ist ‘The Master’ schwer zu greifen. In der US-Szene streitet man sich immer noch darüber, ob und, wenn ja, welche Bedeutung ‘The Master’ hat. Der Film hangelt sich parallel zum Leben der Charaktere von Szene zu Szene, ohne, dass es ein genaues Ziel gibt. Ob dies von Anderson gewollt ist, oder nicht, daran scheiden sich Interpretationen. Dass Hoffmans Charakter definitiv auf Hubbard basiert, ist ohne Zweifel klar, aber der hauptsächliche Fokus liegt auf Quell und Dodd selbst. Es ist ihre Männerfreundschaft, die teilweise stark homoerotische Untertöne anschlägt, zum Beispiel als Freddie und Dodd ihre Versöhnung auf dem Boden ringend feiern oder Dodd ein trauriges Lied über die verlorene Freundschaft (“A slow boat to China” – weg, wo Freddie nicht folgen kann?) anstimmt. Und Amy Adams ist ja auch noch irgendwo zwischen Macht und Sexualität dabei, die die eigentliche Oberhand hat, über Dodd verfügt und ihm sagt, was und wie er es zu befehligen hat und beweist, dass hinter einem mächtigen Mann eine noch stärkere Frau steht.
Ebenso wird kritisiert, dass Freddie als Figur nicht wächst, was höchst umstritten und ich für falsch halte. Quell lässt sich nicht zähmen, er wird gebrochen von Dodd, keine Frage, aber er kann ihn schlussendlich nicht für seine Sache gewinnen. Freddie wird immer der Rumtreiber bleiben, der er ist, aber Dodd versah ihn mit einem bestimmten Werkzeug, mit dem er jetzt seine Umfeld beeinflussen kann und ihm nicht mehr ausgesetzt ist (Sexszene mit der Frau aus der Bar). Freddie ist nicht mehr ausgeliefert und kann mit seinen Traumata besser umgehen und beginnen, sie zu verarbeiten.
Paul Thomas Andersons sechster Film ist ebenso anziehend wie befremdlich. Man verliert sich in den Bildern und der Geschichte, die interpretationsfreudlich und zutiefst bereichernd ist, auch wenn sie nur schwer zugänglich ist. Handfeste Aussagen findet man schwer und vielleicht ist das beim Thema Religion auch keine so schlechte Sache.
03 Jan, 2013 · Sascha · Featured,Personal · 0 comments
Ich dachte, es wäre noch einmal eine schöne Gelegenheit alles zusammenzufassen und eine Übersicht zu geben, immerhin fließt da immer viel Arbeit und Herzblut hinein. Aber wir sind uns ja einig, dass Top 10 Listen eigentlich großer Blödsinn sind.
• Top 20 Filme 2012
• Top 10 Videospiele 2012
• Top 10 Fernsehserien 2012
• Top 10 Trailer 2012
• Top 10 Poster
2013 wird auch wieder ein großes Filmjahr und ich habe schon meine Highlights ausgesucht.
20 Dec, 2012 · Sascha · Featured,Film · 0 comments
Auf derm Olymp der Videojahresrückblicke gibt es neben Gen Ips Filmography eigentlich nur Kees van Dijkhuizens, dessen Videos mir leicht besser gefallen. Kees wurde hier schon etliche Male auf gefeaturet und es ist kein Geheimnis, dass ich ein ziemlicher Fanboy von ihm bin. Daher fehlen mir auch gerade ein wenig die Worte seinen letzten Jahresrückblick zu beschreiben, außer mit ganz vielen “woahs” und Superlativen.
Mich juckt es ja wieder, dass ich mir für meinen Jahresrückblick nicht mehr Zeit nehmen konnte, denn auch ich hätte gerne was mit Woodkids “Run Boy Run” gemacht, ganz genau wie er letztes Jahr meinen Lieblingssong “Spanish Sahara” von den Foals genommen hatte. Aber nicht jammern, selber besser machen. Nächstes Jahr dann.
13 Dec, 2012 · Sascha · Featured,Kurzfilm,Personal · 14 comments
Ich wollte so ein Mashup-Video seit Jahren machen. Jedes Jahr sah ich und postete ich gegen Ende diese tollen Videos und ärgerte mich, weil ich wusste, dass ich das auch könnte und es nicht tat. Das lag meistens daran, dass ich mir nie richtige Software besorgte und ich eben keine halben Sachen mache – normalerweise. Doch dieses Jahr hatte mich ein wenig die Wut gepackt und ich habe das obige Video in 6 Stunden mit der Probeversion von Adobe Premiere geschnitten. Nächstes Jahr wird es dann besser, länger und epischer. Versprochen. Alleine schon, weil ich nicht eine lange Zeit in den USA ohne vernünftigen PC und Internet verbringen werde. Ausschlaggebend für die Auswahl war der US-Release. Meine richtige Top 20 Filmliste sieht ein wenig anders aus.
06 Dec, 2012 · Sascha · Featured,Musik · 0 comments
Schaut aus als hätte ein Kind von Kubrick und Malick Regie geführt. Unglaublich gut!
Man beachte auch die Lyrics:
Send your dreams
Where nobody hides
Give your tears
To the tideNo time
No timeThere’s no end
There is no goodbye
Disappear
With the nightNo time
No time
No timeNo time
No time
No time
via René
05 Dec, 2012 · Sascha · Featured,Musik · 0 comments

Die Shout Out Louds, eine meiner Lieblingsbands, kommen im Februar 2013 mit ihrem vierten Studioalbum Optica raus und haben jetzt ihre erste Singleauskopplung veröffentlicht. Wie gewohnt leicht overproduced und zu klar, live ist das viel rauer und dichter; wer sie schon einmal live gesehen hat, weiß, wovon ich spreche. Und wer das nicht weiß, hat die Möglichkeit die vier Jungs und das Mädel auf der kommenden Tour zu sehen. Mich wird man in Frankfurt abfeiern sehen können.
Das stimmige Video zur Single “Blue Ice” ist ausnahmsweise nicht von Bassist Ted Malmros, sondern von Johan Toorell. Erinnert mich an Kubricks ‘2001: A Space Odyssey’, was perfekt zu der beruhigenden Single passt.
Die Single kann man übrigens kostenlos auf Facebook runterladen. Auswählten Fans wurde die Single übrigens bereits vor einigen Tagen zugesandt. Die mussten dann eine Schallplatte aus Eis basteln um den Song anzuhören. Super coole Idee.
22 Nov, 2012 · Sascha · Featured,Kurzfilm · 3 comments
Sehr netter Kurzfilm über ein Mädchen, das glaubt von Außerirdischen entführt worden zu sein und nun versucht wieder Kontakt mit ihnen aufzunehmen. Erinnert vom Gefühl her sehr an ‘Close Encounters’ und das lässt mein Herz natürlich höher schlagen, immerhin ist dies meine erste Filmerinnerung überhaupt. Tolle Umsetzung, gute Bilder und auch wenn das Voice-Over für meinen Geschmack ein wenig zu detailliert ist, handelt es sich immerhin um eine verwirrte, junge Frau. Macht also schon Sinn.
via First Showing
Der Kurzfilm erhielt den Best Science Fiction Short Award beim diesjährigen Eugene Film Festival. Den sehr stimmigen Song in den Credits stammt von Daniel L.K. Caldwell und kann auf seiner Soundcloud gefunden werden.