Kurzfilm - PewPewPew

Death of a Salesman (2019)

20 Jun, 2019 · Sascha · Kurzfilm · 0 comments

Gus Johnson rettet erneut das YouTube Sketch-Genre.

Die Lumineers veröffentlichen im September ihr drittes Studiolbum mit dem cleveren Titel III. Bis auf ihren “Hey Ho”-Song oder wie auch immer er hieß, ich werde das jetzt nicht googlen, habe ich bisher nicht viel von der Band gehört (Update: Bisschen durch die Musikvideos geklickt. Geiler Mood!), aber das begleitete Videoprojekt zum Album finde ich dagegen höchst spannend und den ersten Song “Donna” auch richtig gut.

Die erste EP erschien unter dem Titel “Gloria Sparks”. Die Band produzierte ein schickes Musikvideo für jeden der Songs, die gemeinsam die Geschichte einer alkoholkranken Mutter erzählen. “Jimmy Sparks” und “Junior Sparks” sollen bald folgen. Regie führte Kevin Phillips, der mit der Band schon ähnliche Projekte umsetzte.

Natürlich sah ich auch wie jeder andere Fan in dieser diesen Star Wars Fanfilm, der das Duell von Obi-Wan Kenobi und Darth Vader auf dem Todesstern neu interpretiert und um einige aufregendere Kampfmomente ergänzt. Jedoch kann ich nun nicht wirklich jubeln, auch wenn mir der Teaser zunächst zusagte. Irgendwie geht hier nämlich die Magie des Duells verloren. Klar, im Kontext der Prequel-Duelle macht das Schildkrötenduell aus A New Hope wenig Sinn, vor allem da Vader auch später gegen Luke andere Geschütze auffahren kann.

Doch diese actionreiche Duell verprasst die Mystik des originalen Kampfes binnen den ersten Sekunden. Sobald Obi-Wan und Vader hier aufeinanderprallen, verpufft sofort jeder Hauch eines “zivilisierteren Zeitalters”. Somit ist dieses “Reimagining” eine hübsche Idee für Fans, aber es wird schnell klar, dass Lucas bereits vor über 40 Jahren alles richtig gemacht hatte.

Die zwei Star Wars YouTuber EckartsLadder und EC Henry steckten die Köpfe zusammen und fabrizierten ultra geilen Fanfilm. Eckart ist für seine Deep Lore Vids bekannt, in denen er über die Strategien, Fähigkeiten und Raumschiffe der unterschiedlichen Fraktionen im Star Wars Universum erzählt, während EC Henry Experte für CGI-Modelle ist.

In Battle of the Dreadnoughts stoßen zwei Star Wars Legends Schiffe aus dem Expanded Universe zusammen. Einmal die Eclipse aus dem berühmt-berüchtigten Dark Horse Debütcomic Dark Empire (aka das Schiff mit dem Todessternlaser) und auf der Seite der Rebellen schießt es einen Viscount Class Star Defender aus den Mon Calamari Schiffswerften zurück, das 17km lange Herzstück der New Republic Flotte.

Battle of the Dreadnoughts, A Star Wars Short Film, sees the Eclipse Super Star Destroyer — one of the Empire’s most devastating weapons — face off against the New Republic’s Viscount Class Star Defender in a Star Wars Legends space battle for the ages.

Fans des Expanded Universes dürften Freudentänze aufführen. Besonders begeistern kann ich mich für die gute Umsetzung der immensen Größe der Schiffe. Für ein Leidenschaftsprojekt zweier Fans ist das schon ziemlich cool und laut Eckart dürfte es wohl auch bald mehr davon geben. Hoffentlich halten Disneys Anwälte die Füße still.

Zu Galaxy of Adventures habe ich vor einem Monat eigentlich schon alles gesagt, aber dieser neue Clip haut mich einfach wieder um. Die kleinen Clips werden immer besser und aufwendiger. Besonders die kinetischen Kamerafahrten gefallen mir sehr. Lichtschwertkämpfe eignen sich perfekt für 2D Animation und erscheinen noch epischer.

Disney

Ein kurzer Blick in die Kommentare offenbart, dass ich nicht alleine bin und Fans nach neuen und unbedingt längeren Geschichten dieser Art verlangen.

Nennt mich einen herzlosen Spielverderber, aber nach den raving reviews hatte ich irgendwie etwas … Besseres erwartet. Mich lässt das sehr kalt und von der Marke Pixar verspreche ich mir kreativere Ansätze. Das Charakterdesign missfällt mir eigentlich am meisten. Die Animation, insbesondere aber der Look des Essens, ist aber schon 1A.

In “Bao,” an aging Chinese mom suffering from empty nest syndrome gets another chance at motherhood when one of her dumplings springs to life as a lively, giggly dumpling boy.

Die Uncharted-Videospiele sind allesamt Meisterwerke ihrer Zeit, die den Mythos Indiana Jones spielbar machen. Laufen, schießen, klettern, an Seilen hängen, Verfolgungsjagden, fiese Bösewichte, legendäre Städte, usw. – all das ist sowohl in Indiana Jones als auch Uncharted zu finden. Während das Zusammenspiel der Charaktere sicherlich seine eigenen Reize hat und Uncharted wohl auch Tomb Raider viel zu verdanken hat, bleiben die Filme mit Harrison Ford als wagemutiger Teilzeit-Archeologe die unverkennbaren Vorbilder für Nathan Drakes Abenteuer.

Angeregt durch die Veröffentlichung dieses Kurzfilms, der wie von vielen Fans lange erhofft endlich Nathan Drake in der Hauptrolle zeigt und ähnliche Hoffnungen wie das geleakte Deadpool-Footage hat, habe ich mir am Wochenende Spielbergs Filmreihe wieder angesehen. Es ist verblüffend, wie sehr die Spiele der strukturellen Abfolge der Filme und auch der Hero’s Journey treu bleiben. Ob es jetzt die Rätsel (Nathan hat natürlich wie Indy ein Notizbuch) oder die Verfolgungsjagd auf dem Weg zum Zielort sind, Indy und Nathan werden auf jeden Fall einmal vom Bösewicht gefasst und später stoßen beide Teams aufeinander. Alles ist nahezu identisch umgesetzt.

Es sind zeitlose Abenteuer, die jeder gerne erleben würde und genau deshalb funktioniert Uncharted: Weil die Spiele Indiana Jones spielbar und das Abenteuer erlebbar werden lassen. Indiana Jones als Charakter ist sicherlich gut definiert und eine zeitlose Ikone, aber nur interessiert, wenn er aus dem Fenster seines Büros hüpft und den nächsten legendären Gegenstand suchen geht. Dies ist auch ein weiterer Grund, weshalb Temple of Doom immer ein wenig wie eine Anomalie war: Jones ist ein unklarer Abenteurer, der zufällig ein Dorf rettet – kein wagemütiger Archeologe auf der Suche nach dem Heiligen Gral. Uncharted 4 schafft es hier ganz eigene Akzente zu setzen, die mich ganz besonders berührten, aber das ist ein anderes Thema.

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Es ist geschehen. Kurz bevor wir zweistellig werden habe ich so ziemlich alle besprochenen Titel extrem cool gefunden.

Shownotes:

Themen: “Black Mirror”, die Netflix-Serie der schwarzen Zukunftsvisionen von Charlie Brooker. “World of Tomorrow”, die Trickfilme des Animators Don Hertzfeldt. Und “The Killing of a Sacred Deer”, der neue Film von “Lobster”-Regisseur Yorgos Lanthimos mit Colin Farrell und Nicole Kidman. Außerdem wieder: Persönliche Empfehlungen von jedem von uns.

01:21 – Black Mirror
20:30 – World of Tomorrow
33:29 – The Killing of a Sacred Deer
52:55 – Empfehlungen

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