Kurzfilm - PewPewPew

Ich bin unheimlich angetan von Scavengers, dem fantastischen und super originellen Kurzfilm von Joseph Bennett und Charles Huettner, der von einer fehlgeschlagenen Weltallerkundungsmission erzählt. Die Figuren müssen nach dem Absturz auf dem unbekannten Planeten Gefahren ausweichen und Aufgaben erfüllen, um wieder nach Hause zu kehren. Grafisch mutet das wie eine Mischung auf Ghibli, ganz besonders Nausicaä, und Moebius an und könnte in seinem frankobelgischen Retrostil also nicht mehr für mich gemacht sein.

HBO Max hat sich der Sache angenommen und wird noch in diesem Jahr eine ganze Serie namens Scavengers Reign basierend auf dem Short rausbringen. Keine Ahnung, ob das in Serienlänge und dem Format funktioniert, aber das Setting und der Stil sind ziemlich ansprechend und die Abfolge an weirdem Shit ziemlich einzigartig und schlichtweg mega originell. Überhaupt, ey: Mehr Animation für Erwachsene!

Christopher Parks’ mega beeindrucker Fanfilm entfaltet sich wie ein Fiebertraum für jeden Star Wars Fan der Neunzigerjahre. Zunächst fühlt sich das alles wie eine großartige Reise durch die X-Wing Games an. Und dann kommt so ein Moment, wo für gewisse Fans, die Aaron Allston und Michael Stackpoles X-Wing Bücherreihe gelesen haben, sich denken: Nein, der wird doch nicht? Und DOCH! TUT ER! Ich hätte nie geglaubt, diesen Plotpoint einmal umgesetzt zu sehen, geschweigedenn so geil in einem einzigen “longtake”.

This is a passion project of about 4 years in the making. I was a big fan of the X-Wing PC games as a kid and also really enjoyed Michael Stackpole’s X-Wing book series. I’ve always had an interest in those New Republic adventures which is chiefly why I decided to make this short.

David Chan arbeitete bereits in den Sechszigerjahren als Kameraverkäufer in Hong Kong und betreibt heute noch einen kleinen Laden, wobei man wahrscheinlich von einem Museum sprechen sollte. Filmemacher Chris Chang drehte eine kleine Mini-Doku über den einzigartigen Charakter für die South China Morning Post, in der er seine Liebe für deutsche Vintage-Kameras und die Baukunst mechanischer Kameras ausdrücken kann. Mich würde mal interessieren, wie viel der Laden da wert ist. Ich würde locker auf eine Million tippen. Da stehen mehrere hundert Geräte drin, teilweise alte Leicas, Hasselblads und Voigtländer-Kameras, die mehrere tausend Euro kosten. Wahnsinn!

Ich wusste gar nicht, dass es Turtles LEGO-Figuren gibt. Es gab mal einen Schlüsselanhänger, aber zu dem Release der neuen Nicklelodeon-Serie gab es wohl eine ganze Reihe an Sets. Extrem cool und toll gemacht hier, möchte mir gar nicht vorstellen, wie lange die Sets und Effekte dauerten. Ironisch ist aber, dass gerade “Party Dude” Mikey hier im Film als Weed-Guy gezeigt wird, hat er doch schließlich in dem Anti-Drogen-Crossover-Cartoon in den Achtzigern mitgewirkt.

Ich habe noch nie einen Halo-Titel gezockt, mochte aber schon immer die Werbekampagnen mit teils echten Schauspielern für die Spiele. Neill Blomkamp bewarb sich mal für Größeres, auch diese Fake History Channel Sache mit dem Ende von Teil 3 war genial. Im neuen erfindet eine Wissenschaftlerin den Grapling Hook, der im neuen Teil ja laut den Trailern recht wichtig wird. Süß. Finde, sowas sollte man wieder öfter zurückbringen.

Vor einem Jahr veröffentlichten Fleet Foxes bzw. hier ausnahmweise Robin Pecknold im Alleingang das inzwischen vierte Studioalbum Shore und es ist keine Übertreibung von dem Album inzwischen als modernen Klassiker zu sprechen. Sicherlich mögen die anderen Alben komplexer, geradezu undurchdringlich und prätentiöser gewesen sein, aber gerade die offenherzige Wärme und entwaffnende Ehrlichekti der Platte begeisterte jeden Fan für die harten Wintermonate. Die Veröffentlichung zum Äquinoktium war auch kein Zufall, sondern Teil des Plans: Die neu gefundene Balance in Pecknolds Schaffen kreierte einen Sound, der mit sich im Reinen ist und eine innere Stärke zeigt sowie verleiht.

Shore ist ein einzigartiges Werk und auf den sozialen Kanälen der Band lässt sich erkennen, wie sehr diese Musik den Menschen im schweren letzten Jahr geholfen hat. Mich natürlich eingeschlossen. Wir haben das Album in meinem Podcast Kulturindustrie besprochen und da habe ich ein bisschen mehr gesagt. Ganz in Worte fassen kann und ich will aber auch öffentlich gar nicht, wie viel mir das Ding bedeutet.

Die Zelebrierung dieses Releases hätte mir heute an diesem wunderschönen Herbsttag schon gereicht, doch Pecknold arbeitete wieder zusammen mit seinem Bruder Sean an einem neuen Musikvideo für “Featherweight”. Wahrscheinlich fasst kein anderer Song das Album textlich und musikalisch besser zusammen:

May the last long year be forgiven
All that war left within it
I couldn’t, though I’m beginning to
And we only made it together
Feel some change in the weather
I couldn’t though I’m beginning to

Das Video benutzt erneut Multi-Plane-Stopmotion und benutzt die wunderschönen Visuals von Illustrator Sean Lewis. Es geht natürlich um einen Vogel, der strauchelt im Wind, abstürzt und sich am Ende eingesteht, dass er Hilfe braucht. Ich find’s so schön, dass der Wolf dann auch ein Bein zu wenig hat, also auch einen überwundenen Kampf symbolosiert. Was ein Meisterwerk! Und hier ein tolles Making Of, welches den Stopmotion-Prozess gut zeigt und die Kreativen ein paar schöne Sachen sagen lässt.

Now this is Star Wars!

Die Hardcore-Flight-Multiplayer-Sim Star Wars: Squadrons mutiert zu meinem Spielehighlight des Jahres: Nicht nur wird die spannende Geschichte um die Zeit nach der Schlacht von Endor weitererzählt, auch die Schlacht um Jakku wird untermauert und via Crossmedia-Storytelling erweitert das Spiel auch Alexander Freeds Alphabet Squadron Roman-Trilogie. Dazu erweckt Squadrons das echte Star Wars Gefühl wieder. Was die gesamte Sequel-Trilogie an spannenden Weltraumschlachten vermissen lässt, macht dieser Kurzfilm in sieben Minuten wieder wett.

Ich mag es, dass auch mal die Imperialen als Protagonisten gezeigt werden und wie der X-Wing-Pilot durch sein Visier entmenschlicht wird, unterstrichen von seinen Handlungen, die ein nuanciertes Post-Endor-Storytelling im Singleplayer vermuten lassen. Auch schön, wie die bereits bekannten Gameplay-Mechaniken hier plottechnisch eingebunden sind.

Der imperiale Pilot heißt übrigens Varko Grey und über ihn ist schon recht viel bekannt, er ist Anführer des Titan Squads und wird die imperiale Kampagne bestimmen.

Ab dem 2. Oktober geht’s los. Habe das Gefühl, ich werde in dem Spiel versinken.

Wir haben alle eine Goldie in unserer Familie, die wir schmerzlich vermissen. Ich mag Jack Staubers Musik und weirden Shit sehr, aber seine Slice of Life Kurzfilme berühren mich wirklich sehr und sie beschäftigen mich immer lange, obwohl oder vielleicht auch gerade weil sie so kurz und prägnant sind. Ich muss zum Beispiel bestimmt mindestens einmal in der Woche an diesen wunderschönen Vater-Sohn-Clip denken. So besonders und einzigartig wie universal.