Kurzfilm - PewPewPew

Now this is Star Wars!

Die Hardcore-Flight-Multiplayer-Sim Star Wars: Squadrons mutiert zu meinem Spielehighlight des Jahres: Nicht nur wird die spannende Geschichte um die Zeit nach der Schlacht von Endor weitererzählt, auch die Schlacht um Jakku wird untermauert und via Crossmedia-Storytelling erweitert das Spiel auch Alexander Freeds Alphabet Squadron Roman-Trilogie. Dazu erweckt Squadrons das echte Star Wars Gefühl wieder. Was die gesamte Sequel-Trilogie an spannenden Weltraumschlachten vermissen lässt, macht dieser Kurzfilm in sieben Minuten wieder wett.

Ich mag es, dass auch mal die Imperialen als Protagonisten gezeigt werden und wie der X-Wing-Pilot durch sein Visier entmenschlicht wird, unterstrichen von seinen Handlungen, die ein nuanciertes Post-Endor-Storytelling im Singleplayer vermuten lassen. Auch schön, wie die bereits bekannten Gameplay-Mechaniken hier plottechnisch eingebunden sind.

Der imperiale Pilot heißt übrigens Varko Grey und über ihn ist schon recht viel bekannt, er ist Anführer des Titan Squads und wird die imperiale Kampagne bestimmen.

Ab dem 2. Oktober geht’s los. Habe das Gefühl, ich werde in dem Spiel versinken.

Wir haben alle eine Goldie in unserer Familie, die wir schmerzlich vermissen. Ich mag Jack Staubers Musik und weirden Shit sehr, aber seine Slice of Life Kurzfilme berühren mich wirklich sehr und sie beschäftigen mich immer lange, obwohl oder vielleicht auch gerade weil sie so kurz und prägnant sind. Ich muss zum Beispiel bestimmt mindestens einmal in der Woche an diesen wunderschönen Vater-Sohn-Clip denken. So besonders und einzigartig wie universal.

Don Hertzfelds Meisterwerk World of Tomorrow gehörte zu meinen Lieblingsfilmen des Erscheinungsjahrs und bleibt bis heute eine gern gesehen Meme-Referenz oder Sache, an die man mit einem Schmunzeln und wohlig-warmen Gefühl denkt. In der Kulturindustrie reviewten wir Teil 2, wobei ich jedoch eine komplette Erinnerungslücke offenbaren muss. So sehr mich der erste Teil scheinbar packte, so vergessbar wohl Teil 2. Stimmt bestimmt nicht, ich mag eigentlich alle Werke von Hertzfeld und ich finde nicht einmal, dass World of Tomorrow sein bester Kurzfilm ist. Die Animation sieht im Teaser wieder bereits ein Stück besser aus und die abstrakten Formen und zusammengefügten Elemente ergeben den einzigartigen Hertzfeld-Look. Teil 3 erscheint bald und heimst ihm hoffentlich endlich den langverdienten Oscar ein.

Larry und Darrell sind Teenager in den Achtzigern und drehen ein Homevideo von ihrem Besuch im Plattenladen im Jahr 1989. Ich liebe alles daran. Ganz großartig ist, wie Larry das Video im Vlogging-Style moderiert, Jahre bevor YouTube erfunden wird. Dann dieses universale wie ewige Gefühl von Freiheit, der spannende Mix aus Unschuld und Unverwundbarkeit in dem Alter, wenn man mit den Freunden was unternimmt. Dieses Alltägliche mit all seinen feinen Unterschieden und dann doch wieder vielen Konstanten. Die kleinen Momente wie der Blick der Kassiererin im Sinne von “Ohh neee, nicht die schon wieder”.

Eine der größten Freuden als Blogger in dem letzten Jahrzehnt war es Freundschaften mit anderen Autoren zu schließen. Olivier Samter aka Owley kenne ich nun schon seit einem Jahrzehnt, was echt verrückt ist, und ihn und seine Karriere zu verfolgen war immer eine große Ehre – genau wie die Weihnachtskarte, die er mir seit Jahren schickt. Olivier ist inzwischen ein viel gefragter Künstler. Er veröffentlichte zwei Bücher über Frösche und Monster, wurde ein gefragter Karikaturist, Comic-Zeichner, Kinomoderator und Filmemacher. Seit Philip Seymour Hoffman Tribute hängt immer noch eingefragt neben mir. Ein Blick in sein Portfolio offenbart die Bandbreite seines Talents.

Als das Poster seines Abschlussfilms Foglä erschien, machte ich kurz den hier.

Foglä – der Name ist Programm. Vögeln tun eben auch die Vögel gerne und in seinem Animationskurzfilm erörtert Olivier die sexuellen Herausforderungen des Alltags des Gefieders. Foglä erzählt die Geschichte in sehr kurzen Momenten und ohne Worte, diese Bilder setzen sich aber im Kopf fest. Ich hatte bereits vor einiger Zeit versucht, meine Reaktion in Worte zu fassen, Olivier hielt sie oben in einem Zitat fest. Wenn es einen Film gibt, für den ich zitiert werden möchte, dann diesen: Foglä ist frech und provoziert seine Zuschauer mit einem Augenzwinkern. Man schämt sich ein bisschen dafür, dass man lacht.

Der Kurzfilm lief auf Filmfestivals überall auf der Welt und gewann völlig zurecht den Preis für den besten Animationsfilm beim Erotic and Bizarre Art Film Festival. Wer noch keine Ahnung hat, was ihn erwartet, darf diese Auszeichnung als Warnung verstehen.

Death in Space

01 Mar, 2020 · Sascha · Kurzfilm · 3 comments

Total verrückt, dass dieser total schicke Animationskurzfilm von Tom Lucas über unglückliche Momente bei der Erforschung des Weltalls noch nicht einmal 100k Views hat.

Als Teil der Black-Friday-Veröffentlichungen des Record Store Days bringen The National ein neues Live-Album namens Juicy Sonic Magic als Kassette auf den Markt. Das Teil wird leider stark limitiert sein und in Deutschland wohl erst gar nicht ankommen. Wie bei Live in Brussels hoffe ich aber auf eine Online-Veröffentlichung, ansonsten gibt es sicherlich hilfreiche Fans, die das Ding seeden. Das wäre zwar genau genommen illegal, aber irgendwie auch Sinn der Sache.

Schließlich wurde das Album doch mit den Geräten des legendären Musikfans Mike “The Man” Millard aufgenommen, der durch Bootleg-Aufnahmen von Led Zeppelin oder Pink Floyd berühmt wurde. Um den 1993 verstorbenen Millard zu würdigen, drehte die Band zusammen mit Regisseur David DuBois eine feine Minidokumentation über Millards Methode und seinen Einfluss im Internetzeitalter. Frontmann Matt Berninger reflektiert darin, wie sehr ihm der Prozess geholfen hat, die oft von Künstlern geschmähten Handyaufnahmen von Fans wohlwollend in seine Performance einzubinden.

The National sind aktuell noch auf den letzten Metern ihrer Tour und ich sehe sie schon ganz bald wieder. Ich war nicht der größte Fan von I Am Easy To Find, unter anderem auch wegen den vielen Kollaborationen, die Matts Vibe für mich erstickten, aber ich hoffe, dass die Band live da vielleicht etwas ausbrechen kann.

Es sind noch rund zwei Jahre bis zum nächsten und finalen Jurassic World Film, doch das Franchise ruht nicht. Mit Camp Cretacious bringt Netflix die lang ersehnte Jurassic-Zeichenserie auf die Bildschirme und Fans wissen bereits seit Monaten, dass JW-Mastermind Colin Trevorrow einen weiteren Braten in der Röhre hat. Die Gerüchteküche brodelte nämlich bereits zu Jahresbeginn, dass ein neuer Dreh stattfand und im Sommer erschienen “Battle At Big Rock” Spielzeuge mit der typischen Aufschrift “As seen in”.

Doch es gab noch nichts zu sehen. Sollten die Spielzeuge ein ähnliches Schicksal wie die damalige Chaos Effect Reihe erhalten? Vor einigen Wochen gab es dann die Auflösung: Battle At Big Rock ist ein Kurzfilm, der vor Hobbs & Shaw gezeigt werden sollte, aber nicht rechtzeitig fertiggestellt werden konnte und an einem anderen Zeitpunkt veröffentlicht wird.

Dieser Zeitpunkt ist jetzt. “Battle At Big Rock is an all-new short film directed by Colin Trevorrow, premiering on FX on Sunday, September 15.” Das ist die offizielle Ankündigung wenige Tage vor dem heutigen Release und auch die bisher einzige Stellungnahme.


Universal

Bereits vor der Premiere heute auf FX wissen wir bereits jede Menge über den Kurzfilm dank den Spielzeugen. Das Poster zeigt eine typische Szene einer Familienreise durch die beliebten Nationalparks Amerikas. Der fiktive Big Rock National Park liegt 20 Meilen entfernt von Lockwood Manor, dem finalen Handlungsort aus Jurassic World 2. Am Ende wurden dort eine Menge Dinos in die Freiheit entlassen, unter anderem ein Nasutoceratops und ein Allosaurus, die im Film aufeinandertreffen und den Trip einer Familie interessanter gestalten werden.

Der Film spielt ein Jahr nach den Events des letzten Films und Dinosaurier leben nun Seite an Seite mit den Menschen. Es ist noch unklar, ob das der Menschheit bereits bewusst ist oder ob der Kampf im Kurzfilm zu Panikausbrüchen führen wird. Ich halte diesen Kurzfilm jetzt schon für ziemlich großartig. So spannend die grundlegende Idee eines Planet der Affen Spins in der Jurassic World Trilogie auch ist, Fallen Kingdom ließ mich etwas ratlos zurück, wie man das nun umsetzen würde und im dritten Teil abschließen würde – wenn man denn überhaupt in die Richtung geht.

Colin Trevorrow kehrt nach seinem Star Wars Flirt zurück auf den Regiestuhl und Emily Carmichael (Pacific Rim 2) zeichnet sich sowohl für den Kurzfilm als auch das Drehbuch zu Jurassic World 3 verantwortlich. Battle At Big Rock darf daher als wegweisend für die Zukunft des Franchises angesehen werden.

Das Poster alleine hat mich in seinen Bann gezogen. Wie der simple Zusatz des Logos die Situation drastisch verändert … ziemlich clever. Über eine Onlineveröffentlichung ist noch nichts bekannt, aber Universal wäre blöd, wenn sie das Ding nicht wegen des Hypes einfach auf YouTube stellen.