Kurzfilm - PewPewPew

Eine der größten Freuden als Blogger in dem letzten Jahrzehnt war es Freundschaften mit anderen Autoren zu schließen. Olivier Samter aka Owley kenne ich nun schon seit einem Jahrzehnt, was echt verrückt ist, und ihn und seine Karriere zu verfolgen war immer eine große Ehre – genau wie die Weihnachtskarte, die er mir seit Jahren schickt. Olivier ist inzwischen ein viel gefragter Künstler. Er veröffentlichte zwei Bücher über Frösche und Monster, wurde ein gefragter Karikaturist, Comic-Zeichner, Kinomoderator und Filmemacher. Seit Philip Seymour Hoffman Tribute hängt immer noch eingefragt neben mir. Ein Blick in sein Portfolio offenbart die Bandbreite seines Talents.

Als das Poster seines Abschlussfilms Foglä erschien, machte ich kurz den hier.

Foglä – der Name ist Programm. Vögeln tun eben auch die Vögel gerne und in seinem Animationskurzfilm erörtert Olivier die sexuellen Herausforderungen des Alltags des Gefieders. Foglä erzählt die Geschichte in sehr kurzen Momenten und ohne Worte, diese Bilder setzen sich aber im Kopf fest. Ich hatte bereits vor einiger Zeit versucht, meine Reaktion in Worte zu fassen, Olivier hielt sie oben in einem Zitat fest. Wenn es einen Film gibt, für den ich zitiert werden möchte, dann diesen: Foglä ist frech und provoziert seine Zuschauer mit einem Augenzwinkern. Man schämt sich ein bisschen dafür, dass man lacht.

Der Kurzfilm lief auf Filmfestivals überall auf der Welt und gewann völlig zurecht den Preis für den besten Animationsfilm beim Erotic and Bizarre Art Film Festival. Wer noch keine Ahnung hat, was ihn erwartet, darf diese Auszeichnung als Warnung verstehen.

Death in Space

01 Mar, 2020 · Sascha · Kurzfilm · 3 comments

Total verrückt, dass dieser total schicke Animationskurzfilm von Tom Lucas über unglückliche Momente bei der Erforschung des Weltalls noch nicht einmal 100k Views hat.

Als Teil der Black-Friday-Veröffentlichungen des Record Store Days bringen The National ein neues Live-Album namens Juicy Sonic Magic als Kassette auf den Markt. Das Teil wird leider stark limitiert sein und in Deutschland wohl erst gar nicht ankommen. Wie bei Live in Brussels hoffe ich aber auf eine Online-Veröffentlichung, ansonsten gibt es sicherlich hilfreiche Fans, die das Ding seeden. Das wäre zwar genau genommen illegal, aber irgendwie auch Sinn der Sache.

Schließlich wurde das Album doch mit den Geräten des legendären Musikfans Mike “The Man” Millard aufgenommen, der durch Bootleg-Aufnahmen von Led Zeppelin oder Pink Floyd berühmt wurde. Um den 1993 verstorbenen Millard zu würdigen, drehte die Band zusammen mit Regisseur David DuBois eine feine Minidokumentation über Millards Methode und seinen Einfluss im Internetzeitalter. Frontmann Matt Berninger reflektiert darin, wie sehr ihm der Prozess geholfen hat, die oft von Künstlern geschmähten Handyaufnahmen von Fans wohlwollend in seine Performance einzubinden.

The National sind aktuell noch auf den letzten Metern ihrer Tour und ich sehe sie schon ganz bald wieder. Ich war nicht der größte Fan von I Am Easy To Find, unter anderem auch wegen den vielen Kollaborationen, die Matts Vibe für mich erstickten, aber ich hoffe, dass die Band live da vielleicht etwas ausbrechen kann.

Es sind noch rund zwei Jahre bis zum nächsten und finalen Jurassic World Film, doch das Franchise ruht nicht. Mit Camp Cretacious bringt Netflix die lang ersehnte Jurassic-Zeichenserie auf die Bildschirme und Fans wissen bereits seit Monaten, dass JW-Mastermind Colin Trevorrow einen weiteren Braten in der Röhre hat. Die Gerüchteküche brodelte nämlich bereits zu Jahresbeginn, dass ein neuer Dreh stattfand und im Sommer erschienen “Battle At Big Rock” Spielzeuge mit der typischen Aufschrift “As seen in”.

Doch es gab noch nichts zu sehen. Sollten die Spielzeuge ein ähnliches Schicksal wie die damalige Chaos Effect Reihe erhalten? Vor einigen Wochen gab es dann die Auflösung: Battle At Big Rock ist ein Kurzfilm, der vor Hobbs & Shaw gezeigt werden sollte, aber nicht rechtzeitig fertiggestellt werden konnte und an einem anderen Zeitpunkt veröffentlicht wird.

Dieser Zeitpunkt ist jetzt. “Battle At Big Rock is an all-new short film directed by Colin Trevorrow, premiering on FX on Sunday, September 15.” Das ist die offizielle Ankündigung wenige Tage vor dem heutigen Release und auch die bisher einzige Stellungnahme.


Universal

Bereits vor der Premiere heute auf FX wissen wir bereits jede Menge über den Kurzfilm dank den Spielzeugen. Das Poster zeigt eine typische Szene einer Familienreise durch die beliebten Nationalparks Amerikas. Der fiktive Big Rock National Park liegt 20 Meilen entfernt von Lockwood Manor, dem finalen Handlungsort aus Jurassic World 2. Am Ende wurden dort eine Menge Dinos in die Freiheit entlassen, unter anderem ein Nasutoceratops und ein Allosaurus, die im Film aufeinandertreffen und den Trip einer Familie interessanter gestalten werden.

Der Film spielt ein Jahr nach den Events des letzten Films und Dinosaurier leben nun Seite an Seite mit den Menschen. Es ist noch unklar, ob das der Menschheit bereits bewusst ist oder ob der Kampf im Kurzfilm zu Panikausbrüchen führen wird. Ich halte diesen Kurzfilm jetzt schon für ziemlich großartig. So spannend die grundlegende Idee eines Planet der Affen Spins in der Jurassic World Trilogie auch ist, Fallen Kingdom ließ mich etwas ratlos zurück, wie man das nun umsetzen würde und im dritten Teil abschließen würde – wenn man denn überhaupt in die Richtung geht.

Colin Trevorrow kehrt nach seinem Star Wars Flirt zurück auf den Regiestuhl und Emily Carmichael (Pacific Rim 2) zeichnet sich sowohl für den Kurzfilm als auch das Drehbuch zu Jurassic World 3 verantwortlich. Battle At Big Rock darf daher als wegweisend für die Zukunft des Franchises angesehen werden.

Das Poster alleine hat mich in seinen Bann gezogen. Wie der simple Zusatz des Logos die Situation drastisch verändert … ziemlich clever. Über eine Onlineveröffentlichung ist noch nichts bekannt, aber Universal wäre blöd, wenn sie das Ding nicht wegen des Hypes einfach auf YouTube stellen.

Galaxy of Adventures, Lucasfilms animiertes Werbeprojekt für die YouTube-Generation, bleibt spannend, wenngleich sich der Sinn dieser Dinger weiterhin nicht wirklich erschließt. In dieser Ausgabe kämpfen Jedi gegen die Sith durch die gesamte Saga (wobei technisch gesehen Kylo Ren und Snoke keine Sith sind, aber mal abwarten was Episode IX daraus macht; Palpatines Involvierung deutet schließlich auf einen Retcon sondergleichen hin), wobei jedoch die großartige Match Cuts die größten Helden sind. Fans lieben diese Videos und mein Gespür sagt mir, dass Lucasfilm neue Geschichten in diesem Stil planen sollte.

Death of a Salesman (2019)

20 Jun, 2019 · Sascha · Kurzfilm · 0 comments

Gus Johnson rettet erneut das YouTube Sketch-Genre.

Die Lumineers veröffentlichen im September ihr drittes Studiolbum mit dem cleveren Titel III. Bis auf ihren “Hey Ho”-Song oder wie auch immer er hieß, ich werde das jetzt nicht googlen, habe ich bisher nicht viel von der Band gehört (Update: Bisschen durch die Musikvideos geklickt. Geiler Mood!), aber das begleitete Videoprojekt zum Album finde ich dagegen höchst spannend und den ersten Song “Donna” auch richtig gut.

Die erste EP erschien unter dem Titel “Gloria Sparks”. Die Band produzierte ein schickes Musikvideo für jeden der Songs, die gemeinsam die Geschichte einer alkoholkranken Mutter erzählen. “Jimmy Sparks” und “Junior Sparks” sollen bald folgen. Regie führte Kevin Phillips, der mit der Band schon ähnliche Projekte umsetzte.

Natürlich sah ich auch wie jeder andere Fan in dieser diesen Star Wars Fanfilm, der das Duell von Obi-Wan Kenobi und Darth Vader auf dem Todesstern neu interpretiert und um einige aufregendere Kampfmomente ergänzt. Jedoch kann ich nun nicht wirklich jubeln, auch wenn mir der Teaser zunächst zusagte. Irgendwie geht hier nämlich die Magie des Duells verloren. Klar, im Kontext der Prequel-Duelle macht das Schildkrötenduell aus A New Hope wenig Sinn, vor allem da Vader auch später gegen Luke andere Geschütze auffahren kann.

Doch diese actionreiche Duell verprasst die Mystik des originalen Kampfes binnen den ersten Sekunden. Sobald Obi-Wan und Vader hier aufeinanderprallen, verpufft sofort jeder Hauch eines “zivilisierteren Zeitalters”. Somit ist dieses “Reimagining” eine hübsche Idee für Fans, aber es wird schnell klar, dass Lucas bereits vor über 40 Jahren alles richtig gemacht hatte.