Alles sonst so - PewPewPew

Ich wusste nicht, dass die Jurassic Park Actionfiguren von Kenner scheinbar recht teuer und selten geworden sind. Das muss wohl an dem anhaltenden Hype durch Jurassic World liegen. Für Sammler sind Preise per se relativ, aber ich finde es schon krass, dass die Verzweiflung manche dazu treibt, ihre alten Figuren selbst nochmal zu verpacken. Da bin ich mega froh, dass ich mir vor Jahren die ganze Bande einmal originalverpackt und wohl auch recht günstig zugelegt habe.

Für die Jungs von JurassicCollectibles stiegen die Preise aber zu stark. Doch Not macht erfinderisch. In ihrem neuen Video zeigen sie, was man unter “Recarding” versteht: Im Prinzip nichts anderes als der Prozess bei Custom Figures, außer das man die originalen Blister verwendet werden. Das Endresultat überzeugt mich dann leider visuell nicht. Lieber etwas tiefer in die Tasche greifen und die Originale besorgen, wobei ich schon etwas neidisch auf die psd-Dateien der Verpackung bin, deren Farbschema mich sofort in die Kindheit katapultiert.

Ich habe in den vergangenen Wochen viele Stunden auf dem Mars verbracht. Nach einsamen Jahren im Regal fand Kim Stanley Robinsons Roman Red Mars endlich den Weg in mein Leben und beim dritten Anlauf hat es dann endlich gefunkt. Arthur C. Clarke hat einmal die Bedeutung des Werks klargestellt, indem er es zur Pflichtlektüre zukünftiger Marskolonialisten verkündete.

love police posterDas kann ich so unterschreiben. Robinsons Roman über die Besiedlung des roten Planeten ist so detailgetreu wie kein zweites Werk und wurde zur Bibel für Marsautoren wie Andy Weir oder Greg Bear. Der Roman beschäftigt sich ausgiebig mit der Unausweichlichkeit der menschlichen Natur und den soziokulturellen Problemen des Zusammenlebens. Der utopische Traum einer neuen Welt verplatzt schnell. James Grays bedrückendes Raumfahrtepos Ad Astra fand im letzten Jahren ein ganz passendes Bild dazu, als er Brad Pitt durch eine Mall auf dem Mond laufen ließ, mit Logos von DHL und McDonalds im Hintergrund. Im Sinne von: Überall, wio wir hingehen werden, schleppen wir unseren Müll und unsere Probleme mit uns mit.

Das ist ein Teil von Robinsons Roman. Zu der Trilogie werde ich besitmmt noch einmal mehr schreiben, bis dahin bin ich aber wohl zum absoluten Experten in Areografie – die Studie der Geografie des Mars – geworden. Das ist der andere Teil. Neben den ganzen Menschen geht es dem Autor nämlich vor allem um den Planeten selbst. Wer Red Mars liest, wird Experte des Mars in all seinen Facetten. Es gab selten ein Buch, in dem ich so oft nach vorne blättern musste, um auf der Karte nachzuschlagen, wo sich gerade die Figuren auf der Oberfläche rumtreiben. Ich sage es mal so: Würde ich jetzt morgen mit einem fähigen Rover auf dem Mars stranden, ich würde mich schon zurechtfinden.

Wem das nach zu viel Arbeit klingt, der kann auch einfach das neue Video vom großartigen YouTube-Kanal Atlas Pro schauen, der die spannende Dichotomie und Symmetrie der Marsoberfläche erläutert.

Vielleicht liegt es nur an den tollen Bildern aus der Kamera von SHEP Films, dem Regie-Duo hinter dem guten Sci-Fi-Indie Prospect, aber ich will diesen super schicken Kerzenhalter namens Wick von Graypants. Futurisch und klassisch zugleich, so mag ich es. Das Ding gibt es total kostengünstig für knapp $149 zu erstehen, aber ich sehe mich schon spät abends nachdenklich durch den Garten wandern und mehr Gedichte mit Freunden in der Natur lesen. So funktioniert Werbung. Gute Werbung.

Nach China und Saudi-Arabien startet heute die US-Raumfahrtbehörde NASA startet heute den Rover Perseverance zum Mars. Ihr könnt den Start im Livestream verfolgen oder ein Ticket zum Mars kriegen. Die NASA schickt die Namensliste immer auf einem kleinen Chip mit zum Mars. Ich war schon bei Curiosity 2012 dabei und bin schon für 2026 eingetragen. Perseverance soll herausfinden, wieso der Ozean auf dem Mars verschwand und dazu hat der Rover eine Helikopterdrohne, die hoffentlich funktionieren und Luftaufnahmen vom roten Planeten bietet. Godspeed, Perseverance!

24×36″ 6 color screenprint with metallic flake black ink
“Oswalds Revenge…” edition of 200.

Illustrator Daniel Danger kennt sich mit Schrottplätzen aus und sein apokalyptischer Disneyland-Print “to all that come to this happy place…” erweckt in mir eine gewisse Sehnsucht Schadenfreude. Die Schwarz-Weiß-Variante ist nun die dritte Veröffentlichung des Motivs und gefällt mir bis dato am besten. Erinnert mich an “Hurt”, so im Sinne von “my empire of dirt”. Als ironischer Kauf ist mir dann die Wand aber doch zu schade. Trotzdem sehr beeindruckende Linienarbeit und sinnbildlich stark.

HCG

Die Hero Complex Gallery veröffentlicht dieses cleveres Poster von Kevin M. Wilson aka Ape Meets Girl. In Kubricks ikonischer Filmografie toben sich häufig die Posterkünstler aus, das ist kaum überraschend. Aber wie hübsch und auf den Punkt gebracht Wilson hier die Elemente und Ebenen aus The Shining vermengt, verdient großes Lob. Aktuell noch käuflich zu erstehen für 60 Dollar, in klassischer Postergröße (24×36 Zoll) und natürlich in einer Edition von 237 Stück.

This is fine 2020

27 Jul, 2020 · Sascha · Politik · 0 comments

Special US Edition (limited, hopefully)

It’s funny cause it’s true.