Alles sonst so - PewPewPew

Bewegendes Video über die Nostalgie in Fotos von John Koenig, dem Schöpfer des Dictionary of Obscure Sorrows, der in unsere Köpfe blickt und für bekannte, aber oft unbeschreibliche Gefühle und Gedanken neue Wörter erfindet. Anemoia ist so etwas wie meine persönliche Melancholie. Ich liebe das Video, ich liebe das Gefühl.

anemoia – n. nostalgia for a time you’ve never known

Imagine stepping through the frame into a sepia-tinted haze, where you could sit on the side of the road and watch the locals passing by. Who lived and died before any of us arrived here, who sleep in some of the same houses we do, who look up at the same moon, who breathe the same air, feel the same blood in their veins—and live in a completely different world.

Er gab über sein Videoprojekt diesen tollen TED-Talk.

Dinotopia-Schöpfer James Gurney ist der Elvis der Paleoart-Szene. Auf seinem YouTube-Kanal gibt es sonst Tipps fürs Malen oder er zeigt, wie seine Wasserfarbengemälde entstehen. Für die April-Ausgabe des Ranger Rick Kindermagazins malte er nun ein paar Dinos und gibt erneut Einblick in die Entstehung seiner Werke. Dabei kreiert er einfach mal so beiläufig ein paar wunderschöne Modelle oder Dioramen, die aber nur als Vorlage dienen oder bei der Perspektive helfen. Einfach extrem kreativ und wholesome. Liebe den Typ.

Für die Produktion der zweiten Staffel The Mandalorian drehte ILM nochmal auf. Die Volume-Technologie, inzwischen umgetauft in den passenderen Namen StageCraft, bekam ein wiedererkennbares Upgrade. StageCraft verzichtet auf Greenscreen-Technologie und arbeitet stattdessen mit riesigen LED-Wänden, auf denen vorher produzierte CGI abgespielt werden kann. Der Clou: Die Perspektive ist an die Kamerabewegung angepasst und kann somit in Echtzeit hyperreale digitale Hintergründe zum Leben erwecken. Das hilft natürlich auf ganz vielen Ebenen, wie buchstäblichen Ebenen hinsichtlich Reflektionen, aber eben auch den Schauspielern und den Regisseuren. Man sieht jetzt schon beim Dreh, was eigentlich erst Monate, wenn nicht sogar Jahre später bei anderen Produktionen hinzugefügt wird. Es ist also keine Überraschung, dass die Leute das alle lieben.

For the second season of Lucasfilm’s hit Disney+ series, The Mandalorian, Industrial Light & Magic reengineered their StageCraft virtual production platform rolling out version 2.0 in which ILM introduced among other things, Helios, Industrial Light & Magic’s first cinematic render engine designed for real-time visual effects. Engineered from the ground up with film and television production in mind, Helios offers incredible performance, high fidelity real-time ray tracing, the ability to rip through scenes of unparalleled complexity, all while leveraging ILM’s unrivaled color science, and was designed from the start to work seamlessly with ILM StageCraft.

Für Volume 2.0 wurden die frühere Version komplett aufgeblasen, der Unterschied rein an Quadratmeter Fläche ist immens, sodass sich inzwischen eine Art Lichtkuppel ergibt, ein Dom, in dem in 360° gedreht werden kann. Ultimativ ist dieses Featurette natürlich auch ein Werbevideo, aber es ist fantastisch zu sehen, wie die Besten im Business ihre Ideen weiterentwickeln und verbessern. Genau so ein Novum, so ein Funken an Kreativität, also tatsächlichem Schöpfen von Neuem, macht den filmischen Geist von Star Wars aus und fehlte der Sequel-Trilogie.

Diese wunderbare EPSN-Reporate über die frühe Meme-Machine Marshawn Lynch war mir schon bekannt, aber das Video ging vor ein paar Tagen wieder auf Twitter viral und ich muss es einfach im Video haben. Das ist der Vibe, den ich im Leben anstrebe.

LEGO-Computerschau

05 Apr, 2021 · Sascha · Design · 0 comments

Schöne Übersicht von LEGO-Computern. Einige davon sind mir sehr bekannt, u.a. natürlich unten der Targeting Computer aus Lukes X-Wing von 1999, die Eisenbahntastatur oder das Radar aus den klassischen Space-Sets, andere wiederum komplett neu. Definitiv nicht alle, aber alle sehr schön! Foto (cc) von PresentandCorrect, auf Instagram finden sich noch viel mehr hübsche Zusammenstellungen.

Es ist kein Geheimnis, dass die deutsche Popkultur im internationalen Vergleich in Sachen etwas nachhinkt. Wir pflegen nicht die gleiche Comickultur wie zum Beispiel die Franzosen, unsere Serien sind bis auf wenige Ausnahmen keine internationalen Erfolge oder Vorbilder für Remakes, unsere YouTuber haben noch kein Musikgenre wie Bedroom-Pop hervorgebracht, usw. Natürlich haben wir auch hier fantastische Künstler, die über die Ländergrenzen hinweg erfolgreich sind, sowie eine vibrierende Indieszene, aber wenig Koordination, Initiative, Präsentation und Wertschätzung im Mainstream von deutscher Popkultur.

Das fällt mir in kaum einem anderen Bereich krasser auf als der alternativen Posterszene in Deutschland. Ein Thema, welches ich auf PewPewPew als einziger Filmblog in Deutschland covere. Überhaupt setzte sich nicht das Konzept durch, alternative Poster zu kreieren und zu verkaufen, wie das seit über einem Jahrzehnt durch Firmen wie Mondo, die Bottleneck Gallery, VICE Poster Press, etc. international gang und gäbe ist. Auch unabhängige Arbeitsaufträge, die sich in der Posterszene unter Fans entwickeln, sind stets von Mitgliedern aus England und den Vereinigten Staaten dominiert. Deutsche Künstler wie Max Löffler schaffen selbstverständlich beeindruckende Werke für z.B. Mondo. Doch zu einer Initiative wie der Nautilus Art Press in Frankreich kam es bisher nicht.


Teenage Mutant Ninja Turtles von Ralph Niese (Nachruf im Tagesspiegel und von Schwarwel)

Das will die Banana Poster Press, die erste deutsche Gallerie für alternative Filmposter und Kunstwerke, endlich ändern. Ihr Gründer Heiner Fischer ist ein langjähriger Kulturschaffender aus Hamburg und Organisator des Comicfestivals Hamburg. Aus dieser Szene schöpfte er auch die Kreativität für die zehn Kunstwerke, die die erste Ausstellung der Banana Poster Press Gallerie im vergangenen Jahr ausmachten. Im Folgenden habe ich mit Heiner über den kreativen Prozess, den internationalen Vergleich und ein paar weitere Punkte gesprochen.

PewPewPew: Mondo und vergleichbare Verläge gibt es bereits seit über zehn Jahren. Sie sind inzwischen ein fester Bestandteil der amerikanischen Popkultur und bei Marketingstrategien großer Studios gefragt und eingebunden. Wieso bist du der erste, das jetzt in Deutschland durchzieht?

Banana Poster Press: Das wundert mich ehrlich gesagt auch, zumal ich die Idee auch schon seit fast zwei Jahren mit mir rum trage. Es gibt ja viele Künstler im deutschsprachigem Raum die Filmposter gestalten, aber ein Verlag dazu ist mir bisher noch nicht aufgefallen.

Die erste Reihe an Postern ist sehr klassisch in den Achtzigern verortet. Die Filmliste könnte von den ersten Ausstellungen der Gallery1988 stammen: The Thing, Gremlins, Tron, E.T. Kannst du was zu der Auswahl der Filme sagen?

Das Thema der Ausstellung und damit der ersten 10 Poster war grob 80er Jahre Filme, die in der Popkultur immer noch bekannt sind. Die meisten Künstler hatten ihren Film tatsächlich schon im Kopf, als ich angefangen hatte die Anfrage auszuformulieren.


They Live von Sebastian König, Labyrinth von Arne Bellstorf

Wie viel Freiheit wurde den Künstler:innen gegeben?
Gestalterische Vorgaben gab es nur in Form des Format und eine Auswahl an Farben die die Druckerei zur Verfügung hatte.

Viele der Figuren auf den Postern haben eine recht comichaften Charakter. Ist das ein Ziel der Ausstellung und bei der Auswahl der Künstler gewesen?

Ich komme selbst aus der Comicszene in Hamburg, z.B. auch als Mitglied und Organisator des Comicfestival Hamburg e.V., da war die Richtung in die das Projekt geht von Anfang an klar.
Die Art der Illustrationen gefällt mir auch einfach besser als ultrareale Zeichnungen oder Fotocollagen.


Banana Poster Press Gallery

Manche Poster wie Labyrinth oder Logan’s Run haben einen klassischen Filmposter-Vibe, andere wie die Turtles oder E.T. zeigen Motive eher typisch für einen Kunstdruck. War die Auswahl des Motivs den Künstler:innen überlassen oder spricht man sich da ab? (weiterlesen…)

No one man should have all that power! Gerry Burrows aka Brick Engineer baut riesige MOCs, mit denen er sich diesen Titel redlich verdient. Sowas habe ich noch nicht gesehen: Gerry hat ein deckenhohes Diorama einer Stadt sowie diverse menschengroße Mechas gebaut, die tatsächlich funktionsfähig sind. Das heißt, er hat sich richtige Kostüme aus Lego-Steinen gebaut. Mal abgesehen von der Idee ein absolut verrückt teures Hobby mit zweifelhaften Resultaten, aber auf jeden Fall beeindruckend. (weiterlesen…)

Funktioniert nicht in allen Beispielen, da der Parental Advisory Sticker eben nur bei Explicit Content funktioniert und sich einige Motive daher beißen. Aber hey, die Idee ist klasse. Mit ein bisschen mehr Type-Kunst könnte man hier mehr rausholen.