Alles sonst so - PewPewPew

UFOs auf dem Mond gefilmt

06 Apr, 2020 · Sascha · Alles sonst so · 0 comments

Jemand will ein paar UFOs in der Mondumlaufbahn gefilmt haben. Die Teile fliegen da gerade über den Endymion-Mondkrater und der hat einen Radius von 122km, womit die Teile dutzende Kilometer lang wären und ~50km pro Sekunde fliegen. Irre Technik, die die Aliens da haben. Wir übrigens auch. Aber bevor ich jetzt Fake schreie, warte ich trotz einiger Grafikfehler und dem schlecht ausgesuchten Sound mal ab. Eine Alieninvasion wäre immerhin ein passendes Staffelfinale für 2020. Wo ein Wille ist, ist ein Weg!

“I spent a little time self-isolating… on a spaceship.” King-Flex.

Als George Mallory gefragt wurde, wieso er den Mount Everest besteigen wollte, fasste er Begebenheiten wie Ideale der menschlichen Existenz in einem kurzen Satz perfekt zusammen: “Because it is there.” Und weil der Mount Everest eben nicht den einzigen großen Berg markiert, “der da ist”, werden Alpinisten sich noch auf Jahrzehnte immer höhere und krassere Ziele stecken.

Und irgendwann, das haben Autoren wie zum Beispiel Kim Stanley Robinson in seiner Kurzgeschichtensammlung The Martians bereits durcherzählt, werden Menschen sich das höchste bekannte Ziel aussuchen: nämlich den Mons Olympus auf dem Mars, der mit einer Höhe von rund 21km der höchste Berg des Sonnensystem ist.

Aus alpinistischer Sicht wird die Besteigung keine große Herausforderung darstellen, zumindest hinsichtlich den einfachsten Touren. Da der Olympus Mons ein riesiger Schildvulkan ist und einen Durchmesser ungefähr der Größe Frankreichs besitzt, wird man auf der gesamten Strecke mit wenigen Ausnahmen wohl nur eine Steigung von 5% überwinden müssen. Bei geringerer Schwerkraft geradezu ein Klacks. Die Navigation auf dem flachen Gelände wird aufgrund der fehlenden Landmarks wie einer Hillary Step schwierig und muss durch GPS-Unterstützung erfolgen, von der Lebensversorgung ganz zu schweigen.

Aber irgendwann wird es jemand machen und natürlich auch dokumentieren. Das war wohl, da ranken sich Legenden, Mallorys Fehler. Wir werden das vielleicht nicht mehr erleben, außer Elon Musk gehört zu den ersten 100 seiner SpaceX-Kolonialpläne. Wahrscheinlich würde der noch mit seinem Mars-Tesla-Rover die Piste selbst hochfahren. Wie auch immer, aktuell wirkt das alles sehr weit weg und ich gehe davon aus, dass wir das nicht mehr sehen oder miterleben werden. Die ersten Ziele einer Marserkundung sollten ohnehin andere sein. Daher bin ich dankbar, dass der großartige Astro-YouTuber Dreksler Astral mit der Space Engine versucht zu zeigen, wie so eine Besteigung aussehen würde.

Noch lange nachdem The Walking Dead unter der Führung von Scott M. Gimple zu Grabe getragen wurde, hatte die Serie neben Andrew Lincoln immer noch einen verbleibenden Lichtblick anzubieten: Die Poster. Und keines ist so ikonisch und berühmt wie das der ersten Staffel, wo dem Rick Grimes auf seinem edlen Ross ins postapokalyptische Atlanta reitet. Das Poster ist eine treue Nachbildung einer Zeichnung von Tony Moore aus der ersten Ausgabe des Comics. Dank des Coronavirus’ und social distancing kann man derzeit The Walking Dead im wahren Leben sehen, nur eben ohne Zombies (noch).

In den Replies hat dann noch jemand das Foto weiter serientreu bearbeitet. Pretty cool.

Redditor Spettacomedy hat Nintendo-Charaktere auf Filmposter gephotoshoppt und vielleicht ist das ein bisschen altbacken und irgendwie sehr 2011, aber die sind einfach so gut gemacht und stimmig, dass ich das extrem abfeier. Hier gibt es alle 50 Poster, hier der direkte Vergleich zu den Originalpostern.

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Bob Ross Inspired Diorama

01 Mar, 2020 · Sascha · Kunst · 0 comments

Modelleisenbahnbauer Luke Towan lässt die Züge ein Video lang ruhen und widmet sich stattdessen einem von Bob Ross inspiriertem Diorama, welches durch eine Wandmontierung wie ein 3D-Gemälde oder ein Portal aus Super Mario 64 aussieht. Extrem cool.

I’m not going to write an essay about the unintended consequences and problems of cancel culture, but let me just quickly say how both hilarious and awful this brief tv moment was. Jimmy Fallon, by all means a progressive, outspoken ally, and friendly person without a history of homophobic jokes unlike his peer Jimmy Kimmel, invited Ru Paul, the legendary drag queen and creator of the iconic Ru Paul’s Drag Race, onto his show and then possibly not just proverbially shat his pants on live tv when he thought he had mislabeled his guest’s profession, thus alienating large parts of the LGBTQ+ and drag scene.

For a brief second, Paul holds this man’s entire career in his hands, a single person’s reaction might create a social media wave that could trigger a quick the familiar succession of outrage, apology, and termination. As a wise poet once said: No one man should have all that power.

It’s an awful time we are living in. Of course, Paul is quick to clear things up, perhaps completely unaware of Fallon’s momentary anguish. Fallon’s reaction and visible fear is hilarious, as is his obvious relief – followed by his most honest laugh during his whole time at the Tonight Show – however only because Paul was feigning taking offense. It’s something to behold.

Ich kenne und verfolge Chris, bzw. im Internet besser bekannt als airsoftfatty, seit nun fast 3 Jahren. Nach seinem viralen Erfolg mit dem Lichtschwertduell wollte ich natürlich wissen, was für ein Typ das ist – und blieb hängen. Teil des Kanals sind natürlich die titelgebenden Airsoftvideos, aber daneben findet sich auch Kochkram und irgendwelche Challenges. Manchmal werden aber auch nur Lichtschwertduelle im Schnee hochgeladen, die wirken, als hätten zwei Fans die Teile direkt abends nach einer späten Lieferung einfach schnell noch austesten wollen. Das Publikum wird selten adressiert, der Austausch mit einer “Community” findet nicht statt. Überhaupt wirkt wenig inszeniert, die Authentizität ist hoch und der Spaß an der Freude ist wiederzuerkennen.

Airsoftfatty ist in gewisser Weise noch einer der wenigen Kanäle, die den frühen YouTube-Geist am Leben erhalten. Der Beruf “YouTuber”, das Ziel vieler Jugendlicher heute, scheint ihm fremd. Stattdessen lädt er einfach hoch, was ihm gefällt, frei nach Laune. In diese Sparte passt auch das oben eingebundene Cover. Schaut man in die Kommentare, sprechen viele Zuschauer davon, Chris unbedingt schützen zu wollen. Wovor? Es ist nicht so ganz klar, es handelt sich meist um eine diffuse Verlustangst, aber vielleicht vor den Konsequenzen des Internet- bzw. YouTube-Mainstreams wie Hass-Kommentare oder einer Kommerzialisierung des Kanals, was womöglich ein Streamlining des Contents zur Folge hätte und wohl solche Videos wie das obige, alleine schon auch aus Copyright-Gründen, unmöglich machen würde.

Der erfolgreiche YouTuber Idubbz, eine umstrittene Persönlichkeit, widmete sich Chris überraschenderweise letztes Jahr in einer kurzen Doku namens Full Force, dem gleichnamigen Lebensmotto von Fattys Freundesgruppe, scheiterte aber auch aufgrund der nicht ganz aufrichtigen Herangehensweise. Irgendwie blieb da immer ein kleines, herablachendes Lächeln zurück. Idubbz fehlte die Naivität, um die Reinheit von Fattys Content zu erkennen.

Anyway, I’m rambling. Ich will nur sagen: Ich vermisse diesen Kram. Ich vermisse die Tage, an denen einfach unschuldig hochgeladen und experimentiert wurde. Die junge YouTube-Fläche lockte ganz andere Charaktere mit total anderen Motiven an, als das heute der Fall ist. Figuren wie Andy Milonakis, der Numa-Numa-Typ oder Tay Zonday. Early-Adopter sind meist intelligenter, subkultiger, kreativer und suchten YouTube nicht als Sprungbrett zu Geld oder Fame. Ein deutsches Äquivalent, jetzt nicht unbedingt zu Fatty, aber zu diesen Anfangstagen, fällt mir kaum ein. Sagt natürlich auch alles.

Natürlich gibt es diese Kanäle heute noch, doch man verbindet YouTube nicht mit ihnen. Es ist der Gang vieler solcher Geschichten und vielleicht sollte man das nicht zu sehr lamentieren und zu nostalgisch sehen. Ich will nur sagen: Ich bin froh für Leute wie Chris.