Alles sonst so - PewPewPew

Diese wunderbare EPSN-Reporate über die frühe Meme-Machine Marshawn Lynch war mir schon bekannt, aber das Video ging vor ein paar Tagen wieder auf Twitter viral und ich muss es einfach im Video haben. Das ist der Vibe, den ich im Leben anstrebe.

LEGO-Computerschau

05 Apr, 2021 · Sascha · Design · 0 comments

Schöne Übersicht von LEGO-Computern. Einige davon sind mir sehr bekannt, u.a. natürlich unten der Targeting Computer aus Lukes X-Wing von 1999, die Eisenbahntastatur oder das Radar aus den klassischen Space-Sets, andere wiederum komplett neu. Definitiv nicht alle, aber alle sehr schön! Foto (cc) von PresentandCorrect, auf Instagram finden sich noch viel mehr hübsche Zusammenstellungen.

Es ist kein Geheimnis, dass die deutsche Popkultur im internationalen Vergleich in Sachen etwas nachhinkt. Wir pflegen nicht die gleiche Comickultur wie zum Beispiel die Franzosen, unsere Serien sind bis auf wenige Ausnahmen keine internationalen Erfolge oder Vorbilder für Remakes, unsere YouTuber haben noch kein Musikgenre wie Bedroom-Pop hervorgebracht, usw. Natürlich haben wir auch hier fantastische Künstler, die über die Ländergrenzen hinweg erfolgreich sind, sowie eine vibrierende Indieszene, aber wenig Koordination, Initiative, Präsentation und Wertschätzung im Mainstream von deutscher Popkultur.

Das fällt mir in kaum einem anderen Bereich krasser auf als der alternativen Posterszene in Deutschland. Ein Thema, welches ich auf PewPewPew als einziger Filmblog in Deutschland covere. Überhaupt setzte sich nicht das Konzept durch, alternative Poster zu kreieren und zu verkaufen, wie das seit über einem Jahrzehnt durch Firmen wie Mondo, die Bottleneck Gallery, VICE Poster Press, etc. international gang und gäbe ist. Auch unabhängige Arbeitsaufträge, die sich in der Posterszene unter Fans entwickeln, sind stets von Mitgliedern aus England und den Vereinigten Staaten dominiert. Deutsche Künstler wie Max Löffler schaffen selbstverständlich beeindruckende Werke für z.B. Mondo. Doch zu einer Initiative wie der Nautilus Art Press in Frankreich kam es bisher nicht.


Teenage Mutant Ninja Turtles von Ralph Niese (Nachruf im Tagesspiegel und von Schwarwel)

Das will die Banana Poster Press, die erste deutsche Gallerie für alternative Filmposter und Kunstwerke, endlich ändern. Ihr Gründer Heiner Fischer ist ein langjähriger Kulturschaffender aus Hamburg und Organisator des Comicfestivals Hamburg. Aus dieser Szene schöpfte er auch die Kreativität für die zehn Kunstwerke, die die erste Ausstellung der Banana Poster Press Gallerie im vergangenen Jahr ausmachten. Im Folgenden habe ich mit Heiner über den kreativen Prozess, den internationalen Vergleich und ein paar weitere Punkte gesprochen.

PewPewPew: Mondo und vergleichbare Verläge gibt es bereits seit über zehn Jahren. Sie sind inzwischen ein fester Bestandteil der amerikanischen Popkultur und bei Marketingstrategien großer Studios gefragt und eingebunden. Wieso bist du der erste, das jetzt in Deutschland durchzieht?

Banana Poster Press: Das wundert mich ehrlich gesagt auch, zumal ich die Idee auch schon seit fast zwei Jahren mit mir rum trage. Es gibt ja viele Künstler im deutschsprachigem Raum die Filmposter gestalten, aber ein Verlag dazu ist mir bisher noch nicht aufgefallen.

Die erste Reihe an Postern ist sehr klassisch in den Achtzigern verortet. Die Filmliste könnte von den ersten Ausstellungen der Gallery1988 stammen: The Thing, Gremlins, Tron, E.T. Kannst du was zu der Auswahl der Filme sagen?

Das Thema der Ausstellung und damit der ersten 10 Poster war grob 80er Jahre Filme, die in der Popkultur immer noch bekannt sind. Die meisten Künstler hatten ihren Film tatsächlich schon im Kopf, als ich angefangen hatte die Anfrage auszuformulieren.


They Live von Sebastian König, Labyrinth von Arne Bellstorf

Wie viel Freiheit wurde den Künstler:innen gegeben?
Gestalterische Vorgaben gab es nur in Form des Format und eine Auswahl an Farben die die Druckerei zur Verfügung hatte.

Viele der Figuren auf den Postern haben eine recht comichaften Charakter. Ist das ein Ziel der Ausstellung und bei der Auswahl der Künstler gewesen?

Ich komme selbst aus der Comicszene in Hamburg, z.B. auch als Mitglied und Organisator des Comicfestival Hamburg e.V., da war die Richtung in die das Projekt geht von Anfang an klar.
Die Art der Illustrationen gefällt mir auch einfach besser als ultrareale Zeichnungen oder Fotocollagen.


Banana Poster Press Gallery

Manche Poster wie Labyrinth oder Logan’s Run haben einen klassischen Filmposter-Vibe, andere wie die Turtles oder E.T. zeigen Motive eher typisch für einen Kunstdruck. War die Auswahl des Motivs den Künstler:innen überlassen oder spricht man sich da ab? (weiterlesen…)

No one man should have all that power! Gerry Burrows aka Brick Engineer baut riesige MOCs, mit denen er sich diesen Titel redlich verdient. Sowas habe ich noch nicht gesehen: Gerry hat ein deckenhohes Diorama einer Stadt sowie diverse menschengroße Mechas gebaut, die tatsächlich funktionsfähig sind. Das heißt, er hat sich richtige Kostüme aus Lego-Steinen gebaut. Mal abgesehen von der Idee ein absolut verrückt teures Hobby mit zweifelhaften Resultaten, aber auf jeden Fall beeindruckend. (weiterlesen…)

Funktioniert nicht in allen Beispielen, da der Parental Advisory Sticker eben nur bei Explicit Content funktioniert und sich einige Motive daher beißen. Aber hey, die Idee ist klasse. Mit ein bisschen mehr Type-Kunst könnte man hier mehr rausholen.

Unfassbare Zahlen von Melodysheep: Im neuen Video des Mashup-turned-Spacevideo-Künstlers visualisiert er eindrucksvoll, was innerhalb eines Wimperschlags, also binnen einer Viertelsekunde, im Universum passiert. Mich hat das wirklich umgehauen und ehrfürchtig gestimmt. Man hat ja wissenschaftliche Erkenntnisse verinnerlicht und lebt damit, aber auf den ersten Blick scheinen die Zahlen schlicht zu groß, man kann es sich einfach nicht vorstellen – und würden dann nochmal vervierfacht werden, nur um das Gesamtgeschehen innerhalb einer Sekunde anzugeben. Unfassbar einfach.


Gallery1988/Nan Lawson

Nach Star Wars, Jurassic Park oder dem wirklich überaus hübschen The WitchPrint kreiert Künstlerin Nan Lawson in einer zweiten Runde wieder ikonische Popkultur-Momente in Wäldern für die Gallery1988 in Los Angeles. Leider können aktuell keine richtige Ausstellungen stattfinden, daher stehen die süßen Vignetten aus Fantastic Mr. Fox, Mad Max: Fury Road oder E.T. gerade nur online. Der Vorteil: Dadurch kommen mehr Drucke in den Onlineverkauf als sonst.

Alles Werke sind als Giclee-Drucke auf Archivpapier im Format 11×14 Zoll zu erstatten. Die Prints sind numiert und erscheinen in einer limited edition von 30 Stück. Noch ist nicht alles ausverkauft, doch bereits der erste Teil der Reihe war nicht lange online erhältlich und einige Favoriten sind schon vergriffen. Wer will, muss also schnell zuschnappen. Ich habe mir den The Last of Us 2 Print geholt, weil ich nicht genug von Sad Ellie bekommen kann.


Gallery1988/Nan Lawson

Die Umsetzung dieses Insiders jetzt nur für die Zuschauer bzw. Hörer des Podcasts bzw. YouTube-Kanals H3H3 witzig, aber Ethan und Hila sind hier so beeindruckend in die Szene gedeepfaket, dass es auch ohne Kontext beeindruckend ist. Vielleicht der beste Deepfake, den ich bisher gesehen habe.