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FROGGE

01 May, 2020 · Sascha · Internetgold,Wissenschaft · 1 comment

Wikipedia bietet inzwischen für eine Reihe an Einträgen Beiträge in Middle English an und ein Synchronsprecher trug den für Frösche das lustig vor, auch wenn er einen kleinen Fehler bei þ macht. Verschmerzbar. Da ich Englisch studierte, habe ich es hier mal kurz übersetzt:

A frog is a small beast with four legs, which lives both in water and on land. It is brown, green, yellow, or, be it tropical, it may have diverse colours. It has both lungs and gills. It hatches from an egg, and it then is a tadpole. It grows to be a frog, if it is not eaten.

Über die Schreibweise kann man sich sowieso streiten, da die Einträge noch lange vor der Sprachstandardisierung in der Early Modern English Peroid stammen. In der Zeit wurden auch jede Menge Wörter aus anderen Sprachen importiert (wenn ich mich recht erinnere so um die 18000, Shakespeare alleine erfand ~1700 Wörter), weshalb der Frosch hier auch als beast statt animal bezeichnet wird, was aus dem Französischen stammt und erst später eingeführt wurde.

Dazu passend: Der großartige Eddie Izzard ging nach Ostfriesland, um dort in Old English eine Kuh zu kaufen.

Mandalorian Standoff

23 Apr, 2020 · Sascha · Fernsehen,Kunst · 0 comments


Arrowhead

Der neue Altered Art Print von Arrowhead Dave widmet sich dem The Mandalorian Staffelfinale. Prints gibt es hier.

VR bleibt für mich leider ein großes Mysterium. Ich habe weder Half-Life: Alyx angespielt oder auch nur je eine solche Brille getragen. Selbst bei einem Schulausflug an die Uni durfte ich damals nicht mittesten. Aber ich glaube, dass neben dem neuen PC in diesem Jahr auch endlich ein gutes VR-Set drin sein wird und somit auch ich endlich die unendlichen Weiten der virtuellen Realität erkunden werden kann.

Nach City 17 und dem Star Wars Mod für Blade & Sorcery werde ich mir sofort den dann hoffentlich fertiggestellten Bob Ross Malkurs vom belgischen Entwickler Thomas van den Berge schnappen. Dieser suchte nämlich nach einer Möglichkeit, Farbe in VR auf eine große Fläche aufzutragen. Der Gedanke führte ihn zu Bob Ross und seiner legendären wet-on-wet-Technik. Malen in VR finde ich spannend, vor allem die Möglichkeiten einer dreidimensionalen Darstellung. Aber auch klassische Szenarien mit Pinsel und Leinwand klingen reizvoll.

Van den Berge steht gerade wohl in Verbindung mit der Bob Ross Company und versucht eine offizielle App aus seinem Prototyp zu gestalten. Das Video verspricht beeindruckende Resultate. Es ist verrückt, wie gut die Farben sich mischen lassen und ineinander verlaufen. Wäre schade, wenn es “The Joy of Painting in VR” nicht geben würde.

Wer länger mitliest, weiß um meine große Liebe für Modellbau. Aktuell feiere ich gerade extrem den YouTube-Kanal Minibricks ab, hinter dem der Russe Roman Khramov und sein Workshop stecken. Er baut wirklich die mit Abstand wunderschönsten Dioramen, die man online finden (auf Instagram gibt es viele Behind-the-Scenes-Bilder) und sogar kaufen kann. Angesichts der Mühe und Materialkosten, die in die Dioramen wandern, finde ich den Preis wirklich angemessen.

Ganz besonders an seiner Arbeit mag ich, wie er Technologie in die Natur integriert und zu cineastischen Szenen miteinander verbindet. Das gelingt ihm mit den Mechas aus Gundam oder Pacific Rim, aber auch mit einem abstürzten TIE-Fighter oder einer Kampfszene aus 40K.

Das erinnert mich gerade an den künstlich gealterten Gunpla, den Norm von Tested vor einigen Monaten auf einer Messe fand. Den packe ich auch gerade noch mit rein.

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Lego

Zum diesjährigen Star Wars Day bringt LEGO ein weiteres USC-Set für die erwachsenen Sammler heraus und es handel sich um nichts Geringeres als das schönste Raumschiff im ganzen Star Wars Universum, den A-Wing der Rebellenallianz.

Das LEGO® Star Wars™ Baumodell und Sammlerstück „A-wing Starfighter“ ist 14 cm hoch, 42 cm lang und 26 cm breit. Dank dieser eindrucksvollen Abmessungen zieht er in jedem Büro oder Wohnzimmer die Blicke auf sich.

Ich liebe dieses schnittige Ding seit etlichen Jahren und habe mir diesen Flitzer vor ein paar Jahren dank des Bandai-Modells selbst gebaut. Für mich ist der A-Wing die essenzielle Verkörperung der Star Wars Design-Maxime. Der Fighter schreit geradezu nach Geschwindigkeit und Wendigkeit. Ganz großartig ist einfach dieses reduzierte Erscheinungsbild, der A-Wing sieht schon aus wie eine Pfeilspitze im Weltall. Gefährlich und schnell. Dann werden noch zwei Raketenantriebe draufgeschweißt und ein Typ reingesetzt – fertig. Genial einfach.

Nun bringt LEGO eine Steinchenvariante raus und mit 200€ für dieses relativ kleine Set von nur 1673 Teilen ist der Preis vielleicht etwas hoch, aber dafür gelang es den Designern die Biegungen des Schiffs ohne größeren Lücken umzusetzen und man bezahlt ja schließlich nicht nur den Steinchenpreis. Fairer Deal also, denke ich. Das Set wird definitiv in meinem Regal landen.

Die kraftvolle Ikonografie der Super Mario World ist auch 30 Jahre nach der Veröffentlichung des Spiels nicht von der Hand zu weisen. Ich bin mir nicht genau sicher, wieso gerade dieser Teil der beliebten Reihe so erfolgreich geworden ist. Vielleicht liegt es an den nostalgischen Millenials, die mit dem Super Nintendo aufwuchsen. Womöglich ist die Ästhetik des Spiels mit den starken Farben und simplen Formen aber auch einfach zeitlos charmant. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen.

Ich bin ein großer Fan des Spiels, zocke es bis heute gerne am Stück durch und habe auch Rekreationen häufig hier gefeaturet. Zum Beispiel gab es da vor knapp 10 Jahren die Weltkarte im Stil des Spiels oder auch Westeros aka NESteros.

Jetzt hat Kartografie-Liebhaber Sir_Lazz (DeviantArt) damit angefangen, Länderkarten damit zu basteln. Er begann mit Frankreich und Italien. Cooles Detail: Das Saarland hat auf der Frankreich-Karte für Saarbrücken ein Level. Zumindest behaupte ich jetzt mal, dass das nicht Kaiserslautern ist.

Die Idee kam sehr gut an auf Reddit und stieß auf viele Fans, die das auch weiterführten. Aktuell hat Redditor PeriodicLunchbox die Niederlande und Island anzubieten und ich bin mir sicher, dass das noch so weitergeht, bis wir eine wirklich detaillierte Weltkarte haben. (weiterlesen…)

Es ist der 20. Juli 1969, der Höhepunkt des Wettlaufs ins All. Neil Armstrong und Buzz Aldrin betreten als erste Männer den Mond und sichern den Amerikanern den Sieg. Aber dort standen nicht nur zwei Amerikaner auf dem Mond. Es ist unter immensen Anstrengungen von mehreren hunderttausenden Mitarbeitern und dem Mitfiebern einer ganzen Nation gelungen, drei Menschen erfolgreich zum Mond und wieder zurück zu schicken.

Weil es da ist

Die Geschichte der Menschheit ist mit diesen extremen Leistungen eng verbunden. Menschen mit dem Drang zur Erkundung der Grenzen und des Menschenmöglichen erkunden die Erde, berichten von dem, was sie sehen. Jahrtausende verbrachten wir in Höhlen, sahen Zeichnungen an Wänden von Biestern, die die Steppen bevölkerten, ehe wir uns rauswagten. Angetrieben von Neugier, von einem fast schon genetischen Sinn für Erkundungen – Eroberung. “Weil er da ist”, antwortete Bergsteiger George Mallory auf die Frage, wieso er und Sherpa Tenzing Norgay den Mount Everest als erste Menschen besteigen wollten.

Schon immer drangen besondere Menschen nach vorne, suchten den Fortschritt, um den Rest mit sich in eine bessere Zukunft zu reißen. Eine Reise zum Mond? Noch 70 Jahre zuvor eine Geschichte für die ersten Gehversuche des Kinos, pure Science Fiction – bevor Science Fiction überhaupt als Genre existierte. Es erschien fast unmöglich. Und doch ist die gemeinsame Anstrengung schlussendlich erfolgreich. Sie bleibt unerreicht. Kennedys Moon-Speech ist bis heute auch so ikonisch, weil er ein Bild zeichnet, von einer Nation, die zu träumen wagte.

Fortschritt braucht Visualisierung

Die Nation zu befeuern war ein Schlüsselpunkt. Das betrifft nicht nur die finanzielle Förderung, sondern auch die Psyche des Menschen. Die Forschung weiß schon lange, dass goal visualization extrem wichtig und förderlich für den Zielerfolg ist. Im Falle des Space Races sprechen wir von buchstäblicher Visualisierung einer noch nie erprobten und hoch riskanten Reise ins Unbekannte.

Wie sollte das gelingen? Was heute durch Filme wie Interstellar oder computergenerierte Bilder hochrealistisch abgebildet werden kann, wurde damals durch Maler versucht darzustellen. Es gibt den selektierten Titel des space artists, darunter auch wenige Astronauten wie Alan Bean oder erst kürzlich verstorbene Alexi Leonov. Der Kosmonaut absolvierte nicht nur den ersten Spacewalk, sondern erstellte auch das erste Kunstwerk im Weltall. Heute versuchen NASA und SpaceX für ihre neuen zukünftigen Missionen zu werben, wie zum Beispiel mit Illustrationen von Joby Harris.

Space Artists

Vor über 60 Jahren befanden sich das Genre und besonders die Technik aber noch in den Kinderschuhen. Künstler wie Robert McCall wurden legendär für ihre Darstellungen von Reisen ins Weltall und utopischen Gesellschaften. Gleichzeitig war das nur eine Seite der Medaille und auch die auf Wikipedia geführte Liste liest sich sehr amerikanisch. Das Space Race war natürlich aber auch ein Kampf der Kulturen.

Abseits von westlichen Popkultureinflüssen und des Mainstreams, hinter dem Eisernen Vorhang preschten die Russen zuerst ins Weltall, befördert von fantastischen und sehr eigenen Zeichnungen. Dank eines neuen Bildbands des Phaidon-Verlags geraten sie nicht in Vergessenheit. In Soviet Space Graphics werden auf 240 Seiten knapp 270 Illustrationen präsentiert, die künstlerische Visionen des sowjetischen Raumfahrtprogramms zeigen. (weiterlesen…)