Mit Chappie will Neill Blomkamp nach seinem eher mittelmäßigen Film Elysium wieder der Goldjunge aller Science Fiction Fans werden und dem ersten Trailer nach zu urteilen scheint ihm das sogar gelungen zu sein. Ein kleinerer Science Fiction Film kann ihm wieder helfen seine sehr eigene Perspektive, die viele an District 9 so gefiel, wiederzufinden. Gleichzeitig besteht aber auch die Gefahr, dass er sich mit seinem nun bereits dritten Science Fiction Film in eine Ecke stellen lässt. Sofern er aber damit Erfolg hat, gibt nichts zu kritisieren.
Chappie (mit der Stimme von Blomkamps schauspielerischer Hasenpfote Sharlto Copley) erzählt die Geschichte einer jungen und noch lernenden AI im Körper eines Roboters, der von einer Street Gang gestohlen wird. Erneut spielt der Film in Südafrika und die nationale Band Die Antwoord macht mit. Die Bandmitglieder Yolandi Visser und ihr Ehemann Ninja versuchen Chappie das Leben der Straße beizubringen, während Hugh Jackman den Roboter jagt. Ninja soll übrigens auch während den Drehpausen seinen Charakter nicht verlassen haben und andere Schauspieler und Crewmitglieder kritisiert, gestört und sogar sexuell belästigt haben. Das soll nun dazu geführt haben, dass Neill Blomkamp den Film dramatisch umgeschrieben hat, um Ninja zu großen Teilen aus dem Film zu streichen können.
Das ist eigentlich relativ schade, immerhin versuchte Blomkamp noch vor wenigen Jahren Ninja (neben Eminem) für Elysium zu engagieren, was den Film definiert interessanter gestaltet hätte. Von diesem Drama wird der Zuschauer aber sicherlich nichts mitbekommen, sobald der Film hierzulande ab dem 5. März 2015 auf die Leinwände kommt.
09 Nov, 2014 · Sascha · Pew zum Sonntag · Comments
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Die ultimative Parodie zu VHS Helden der Achtziger kommt von Key & Peele, die endlich mal einen Film machen sollen.
Phil Plait schreibt in Slates “Bad Astronomy” Blog über Interstellar, Wurmlöcher und den Film und wundert sich dabei berechtigerweise, wieso trotz der Mitarbeit von Physiker Kip Thorne wissenschaftliche Befunde völlig ignoriert wurden.
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Sally Ride war zwar nicht die erste Frau im Weltall, dafür aber die erste amerikanische und, wie wissen wir erst nach ihrem Tod erfahren haben, die erste homosexuelle Astronautin überhaupt. Ihre Freundin und Autorin Lynn Sherr war vor Kurzem bei Stephen Colbert zu Gast um dort die Biographie über die Astronautin vorzustellen und Colbert hat sichtlich Probleme seinen immensen persönlichen Respekt für Ride und die stichelnden Fragen seiner Kunstfigur unter einen Hut zu bringen.
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Wurmlöcher, Zeitreisen, Einstein. Was genau verstehen wir unter Zeitreisen? Sind sie möglich? Ja, sind sie – doch nicht so, wie uns das Doc Brown versprochen hat.
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Schöner Comic über einige Plot Holes in Rowlings Zauberwelt und die Frage: Wieso machen die Zauberer eigentlich die Welt nicht zu einem besseren Ort?
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Keine Wurmlöcher, keine Roboter, kein McConaughey, aber dafür echte Astronauten im All, die auf der ISS viel zu viel Spaß mit einer Wasserkugel und einer GoPro haben. (via)
Bazinga! (*schüttel*) Das Lego Idea Projekt für The Big Bang Theory wurde als nächstes offizielle Produkt ausgewählt. Ugh… Okay, da waren jetzt alle vorgeschlagenen Ideen eher enttäuschend, aber das muss doch nicht sein… Da habe ich jetzt wirklich einmal Mitleid mit den Whovians. Nicht nur, dass sie immer eine mittelmäßige Serie in den Himmel loben, nein, jetzt gibt es sogar keine Lego-Steinchen zu Weihnachten. Das ist hart.
Jim Hunters Kurzfilm 2019: A Future Imagined aus dem Jahr 2008 über den visuellen Futuristen Syd Mead ist schon ein wenig älter, aber ich bin jetzt zum ersten Mal über ihn gestolpert. Ich bin seit frühester Kindheit ein enormer Fan von Mead und er sollte jedem Filmfreund als kreative Kraft hinter Blade Runner, Aliens, Tron, etc bekannt sein. Im Kurzfilm geht es mehr um Mead als Person, seine Ansichten und Arbeitsethos als um seine Zeichnungen. Eine kleine Auswahl gibt es für alle Neulinge auf Flickr oder der offiziellen Webseite. Mead ist im hohen Alter noch aktiv, nimmt an Panels teil und hat sogar eine Verbindung zu Tomorrowland.
Wer mehr Lust auf Retrofuturismus hat, der kann mir auf meinem Tumblr A Future Lost In Time folgen, den ich periodisch mit Inhalten fülle.
Die Bottleneck Gallery bietet heute ab 18 Uhr deutscher Zeit im Rahmen ihrer wöchentlichen Veröffentlichungen einen sehr atmosphärischen Blade Runner Print zum Verkauf an. Dieser stammt von Raid71 und heißt “Don’t Walk”, passend zur Szene in der Zhora “in Rente” geschickt wird. Insgesamt ein höchst toller Print mit vielen kleinen Easter Egg; ergibt ein schönes Companion Piece zu Raid71s anderem Print aus der Moments Lost Blade Runner Ausstellung. Dieser war binnen Minuten ausverkauft, deshalb sollte man sich bei Interesse lieber zeitnah darum bemühen.
Iron Sky meldet sich aus Neuschwabenland mit einer Mischung zurück, die man selbst als “Iron Sky meets Jurassic Park meets Indiana Jones” beschreibt. Dafür erhofft man sich auch wieder eine Finanzierung über die Fans. Ich hatte den ersten Teil ziemlich gehasst, doch Zombie-Nazis auf Dinosauriern muss man sich schon geben. Laut Indiegogo-Perks soll der Film bis Dezember 2016 fertiggestellt werden, aber da hatte man sich ja bereits beim ersten Teil verschätzt. Mal abwarten. (via)
Twenty years after the events of Iron Sky, the former Nazi Moonbase has become the last refuge of mankind. Earth was devastated by a nuclear war, but buried deep under the wasteland lies a power that could save the last of humanity – or destroy it once and for all. The truth behind the creation of mankind will be revealed when an old enemy leads our heroes on an adventure into the Hollow Earth. To save humanity they must fight the Vril, an ancient shapeshifting reptilian race and their army of dinosaurs.
07 Nov, 2014 · Sascha · Alles sonst so · Comments
LastExitToNowhere erfüllt mir einen siebenjährigen Traum und bringt Sunshine Merchandise heraus. Nun kann ich endlich ein Icarus II Crew Shirt in meine Sammlung aufnehmen und auch die Sonne retten. Woohoo!
Ich habe in meinen zwei Reviews (Teil 1, Teil 2) zu den bisherigen Teilen der Hobbit-Trilogie meinen Unmut über Peter Jacksons Entscheidungen geäußert. Die Filme gefallen mir grundsätzlich, weil ich gerne Zeit in Mittelerde verbringe, doch sie wirken spürbar mehr wie ein Produkt als ein Akt der Leidenschaft.
Die bisherigen Trailer, insbesondere die fürchtlich bearbeiteten Poster, ließen mich Böses ahnen für den dritten Teil, dessen bedeutungsvoller Titel auch noch einem besser zu vermarktenden Actionfest weichen musste.
Nun battlen sich die fünf Armeen und es könnte mir nicht egaler sein. Ich kenne sowohl die Figuren nicht gut genug und zu großen Teilen sind sie mir egal, wenn nicht sogar völlig unsympathisch. Das Drehbuch hat völlig versagt, Thorins Mission oder Führung einen Hauch von Sympathie zu verleihen und dabei stetig Bilbo im Hintergrund gehalten. Das mag vielleicht im Buch aus Sicht des Hobbits funktionieren, ist bei einer Kinoumsetzung jedoch schwer zu ertragen. Da können die One-Liner noch so episch sein, mir sind diese Figuren und ihr Schicksal völlig egal. Dazu gibt es auch noch das typische Prequelproblem, weil das Überleben zentraler Figuren als gesichert gilt und dadurch die Spannung verloren geht. Die Action wird leergesaugt; zurück bleibt ein (wenn auch beeindruckender) Showoff der Stunt- und CGI-Abteilungen.
Hinzu kommt, dass der Film keine wirkliche Geschichte mehr bietet, immerhin wurde das zentrale Ziel bereits erfüllt. Vielmehr folgt nun eine einzige Schlacht, die 11 Jahre nach dem Ende der Herr der Ringe Trilogie billiger und faker aussieht als die alten Filme. Es gilt zwar zu berücktsichtigen, dass die Bilder bei Weitem nicht fertig sind (mit teilweise dramatischen Unterschieden) und bei einem solchen CGI-Feuerwerk bis zum Schluss gerendert wird, aber prinzipiell liegt ja hier schon das Problem.
Anyway. Anschauen werde ich ihn mir aber natürlich trotzdem. Kinostart ist der 10. Dezember. (via)