Ich habe in meinen zwei Reviews (Teil 1, Teil 2) zu den bisherigen Teilen der Hobbit-Trilogie meinen Unmut über Peter Jacksons Entscheidungen geäußert. Die Filme gefallen mir grundsätzlich, weil ich gerne Zeit in Mittelerde verbringe, doch sie wirken spürbar mehr wie ein Produkt als ein Akt der Leidenschaft.

Die bisherigen Trailer, insbesondere die fürchtlich bearbeiteten Poster, ließen mich Böses ahnen für den dritten Teil, dessen bedeutungsvoller Titel auch noch einem besser zu vermarktenden Actionfest weichen musste.

Nun battlen sich die fünf Armeen und es könnte mir nicht egaler sein. Ich kenne sowohl die Figuren nicht gut genug und zu großen Teilen sind sie mir egal, wenn nicht sogar völlig unsympathisch. Das Drehbuch hat völlig versagt, Thorins Mission oder Führung einen Hauch von Sympathie zu verleihen und dabei stetig Bilbo im Hintergrund gehalten. Das mag vielleicht im Buch aus Sicht des Hobbits funktionieren, ist bei einer Kinoumsetzung jedoch schwer zu ertragen. Da können die One-Liner noch so episch sein, mir sind diese Figuren und ihr Schicksal völlig egal. Dazu gibt es auch noch das typische Prequelproblem, weil das Überleben zentraler Figuren als gesichert gilt und dadurch die Spannung verloren geht. Die Action wird leergesaugt; zurück bleibt ein (wenn auch beeindruckender) Showoff der Stunt- und CGI-Abteilungen.

Hinzu kommt, dass der Film keine wirkliche Geschichte mehr bietet, immerhin wurde das zentrale Ziel bereits erfüllt. Vielmehr folgt nun eine einzige Schlacht, die 11 Jahre nach dem Ende der Herr der Ringe Trilogie billiger und faker aussieht als die alten Filme. Es gilt zwar zu berücktsichtigen, dass die Bilder bei Weitem nicht fertig sind (mit teilweise dramatischen Unterschieden) und bei einem solchen CGI-Feuerwerk bis zum Schluss gerendert wird, aber prinzipiell liegt ja hier schon das Problem.

Anyway. Anschauen werde ich ihn mir aber natürlich trotzdem. Kinostart ist der 10. Dezember. (via)