Gestern diesen heißen Tipp von meinem Freund Alex bekommen und, wow: Die KEXP-Performance der Indie-Rock-Band Ratboys um Sängerin Julia Steiner und ihren Partner, Gitarrist David Sagan, der hier eines der geilsten Solos ever abliefert. So meanty and delicious! Unironisch geil, wenn dir einer einen Song empfiehlt und du erstmal siehst, dass er 9 Minuten lang ist, liebs!
“Knowledge comes at a cost” lässt uns der erste Teaser zum viertel Staffel der Horror-Serie From wissen, die ich seit Jahren immer in meinen Top 10 führe. Sicherlich ist das kein Peak TV, auch nicht mehr Tailend von Golden Age oder sowas, aber From bockt und ist oft scary und extrem gory mit einem wunderschönen Touch Sadismus. Am Ende der dritten Staffel – ohne etwas spoilern zu wollen – erlangen manche Figuren ihre “Erinnerungen” wieder und ich bin sehr gespannt, wie die Serie sich nun weiterentwickelt und ob es endlich mehr Antworten gibt dank diesem “Wissen”.
Die Serie darf man teilweise mit LOST vergleichen, denn auch hier finden sich random Leute an einem verlorenen, mysteriösen Ort wieder, können nicht fliehen und um sie herum treiben gespenstige Kräfte ihr Unwesen. ABCs Mega-Hit aus den Zweitausendern wurde oft vorgeworfen, immer wieder neue Mysterien zu präsentieren, ohne vorangegangene befriedigend (oder überhaupt) aufzulösen. Das sind inzwischen jahrealte Diskussionen, die ich hier nicht nochmal anfange, aber im direkten Vergleich ist From hier der größere Übeltäter. Keine Ahnung, wie lange die das noch ziehen wollen, aber es wäre jetzt Zeit, dass die Serie liefert.
Ich fühle mich ein wenig an J.R.R. Tolkien erinnert, der Finnisch lernte, nur um das Kalevala lesen zu können. Denn Adam Olenius, Frontmann meiner geliebten Shout Out Louds, veröffentlichte dieses Jahr sein zweites Soloalbum, singt aber nun nicht mehr auf Englisch. Der Sound ist unverändert zum Bandprojekt, weshalb ich mir das sehr gerne anhöre, aber leider kein Wort verstehe. Trotzdem nehme ich das sehr mit in diesen leider nun fünften Sommer ohne neues Shout Out Louds Album.
Ralph McQuarrie, Joe Johnston und Doug Chiang. Das sind die drei wichtigsten Menschen – neben George Lucas versteht sich – wenn wir über Star Wars reden. Doug Chiang kam Mitte der 1990er zu Lucasfilm und prägte als Design Director maßgeblich die visuelle Identität der Star-Wars-Prequels. Er ist bis heute maßgeblich prägend bei neuen Projekten und inzwischen zum Senior Vice President aufgestiegen. Seine Entwürfe für Raumschiffe, Architektur und Technologie schlugen bewusst die Brücke zwischen klassischer Star Wars-Ästhetik und neuer, digitaler Bildsprache, die Lucas avancierte.
Adam Savage arbeitete in den Neunzigerjahren selbst bei Industrial Light & Magic als Modellbauer und kennt Chiang aus der Prequel-Ära. Zum Release eines riesigen Doppelbands (zwei richtige Oschis, will ich unbedingt haben), gefüllt mit Chiangs Konzeptzeichnungen und Designs zu Star Wars und anderen Projekten, besuchte Savage ihn auf seiner alten Wirkungsstätte. Herausgekommen ist meine Lieblingsart von Interview: Zwei Leute, die sich gut kennen und auch sehr gut auskennen, daher in ihrem Gespräch eigentlich weniger didaktisch für den Zuhörer arbeiten, sondern einfach ein authentisches Gespräch führen und man lauschen darf.
Viele der Lehren hat mein Freund und PewCast-Co-Host Matthias Hopf in der Vergangenheit auf seiner Seite The Beauty of Star Wars Concept Art zusammengefasst. Chiang ist oft auf den Celebrations zugegen und gibt dort Einblick in die Designphilosophie der Bildsprache Lucasfilms sowie seiner Karriere im Unternehmen.
-> Doug Chiang: The Cinematic Legacy (Volume I) & The Star Wars Legacy (Volume II)
Hozy ist ein so genanntes “cozy home renovation game” und ob das jetzt ein echtes oder vom Publisher erfundenes Genre für die Vermarkung ist, spielt für mich erstmal keine große Rolle, denn viel wichtiger: Es sieht sehr hübsch und süß aus! So in etwa wie Die Sims 9 oder so. Keine Ahnung, bei welchem Titel die da inzwischen sind, aber das hört sich richtig an. Nur bei Hozy läuft keiner herum und pisst auf den Boden oder stirbt im Pool. Das einzige Ziel ist es, das House so cozy wie möglich zu machen. Hozy halt. That’s a concept I can get behind! Vor allem weil es mich an diese DIY Laser Cut Bausätze für Puppenhäuser erinnert, die als LEGO-Alternative seit ein paar Jahren in Buchläden zu finden sind. So ergibt sich ein schönes kleines Baumhaus- oder Wohnzimmerdiorama. Vom Vibe her erinnert mich das an Tiny Glade.
There is something deeply funny to me about winning a Grammy. They really do hand them out like candy. Do yourself a favor and read their reasoning for handing out different awards for albums and records – and please don’t confuse the Best Performance category with Best Song.
As I understand it, the Recording Academy – a peer-driven body of musicians, producers, engineers, and songwriters – has an even more elaborate and complicated process than the Oscars, and campaigning is even more crucial. So it’s kind of funny, considering the illustrious list of winners at this year’s Grammy Awards, that there are bands like The Cure with a 50-year history and no wins.
They were nominated before, mind you – for Wish in 1993 and Bloodflowers in 2001 – but considering their status as a staple of modern music for so long, it’s just another reason not to give a shit about the whole thing. That is, until this year, when they finally won one for Best Alternative Album with Songs of a Lost World. They also took home Best Alternative Performance as a cherry on top.
I guess it’s deserved—especially since this isn’t some career-capping consolation prize. Songs of a Lost World isn’t just an amazing return to form after a long break; it’s also The Cure noisily pushing their sound into their most post-rock-adjacent territory yet.
I did quite enjoy the album, so I’m happy to see them finally get this kind of official recognition. They were also inducted into the Rock & Roll Hall of Fame in 2019, which I think is the much bigger deal.
My favorite song on the album is “All I Ever Am,” which 65daysofstatic fittingly remixed for a recent release. I only discovered this version today and honestly prefer this fuzzy take to the original, which leans more heavily on guitars instead of the massive drums featured here in the final mix.
Unfortunately, this version also ends rather abruptly after one of my favorite crescendos of the last few years. There are two minutes of pure gold here, and then it just crashes. Brutal! The band’s touring a few festivals near me in Belgium this summer, and I intend to finally see them live. Hopefully they’ll expand on this version the way they’ve done with “A Forest” in the past, but some live recordings I’ve seen don’t promise much there.
The band couldn’t be there to receive the award as they attended guitarist’s Perry Bamonte’s funeral. Here’s their winning performance, including Bamonte on keyboard, from 2024.
01 Feb, 2026 · Sascha · Wissenschaft · Comments
Wenn sich in wenigen Milliarden Jahre die Sonne graduell zu einem Roten Riesen erwärmen wird und die Erde verschlingen wird, dürfte es uns Menschen wohl schon lange nicht mehr geben. Dennoch – und das ist vielleicht für manche wie mich – ein beruhigender Gedanke, wird dort draußen im tiefen Kosmos mit den Voyager-Missionen immer noch ein Lebenszeichen, eine Aufzeichnung unserer Existenz existieren.
Wenn sich in nur wenigen Jahren die radiaktiven Batterien ausschalten und die Voyager-Sonden für “tot” erklärt werden, beginnt eigentlich erst ihr richtiger Zweck. Die Voyager Golden Records sind Datenplatten an Bord beider Missionen mit Bild- und Audio-Informationen der Menschheit: Wo wir wohnen, wer wir sind, was wir wissen, Mozart. Selbst intergalaktischer Staub, der wie Schmirgelpapier mit der Platte reagiert, wird sie für über fünf Milliarden Jahre nicht zerstören können, das belegen Tests.
Während hier dann also die Hütte brennt, werden die Sonden – die gerade einmal ungefähr einen Lichttag von uns bisher entfernt sind und noch 30.000 Jahre brauchen, bis sie aus der kosmischen Nachbarschaft entkommen sind – in der Milchstraße auf ihren eingeschlagenen Routen einige Sterne “besuchen”. Dieses Video oben zeigt in erschreckender Brutalität die immense Größe, die furchterrengenden Distanzen unseres Kosmos auf und wie sich die Sonden ihren Weg suchen werden.
Stell dir vor, du bist erfolgreicher Indie-Developer eines Videospiels und jemand schnappt sich die Rechte, um den Stoff zu verfilmen. Eigentlich in vielfacher Hinsicht ein Jackpot, vor allem finanzieller, aber dann lernst du, dass es sich bei dem Käufer um YouTuber Mark Fischback b.k.a. Markiplier handelt. Uff, lol! Doch das Ding ist jetzt: Im Fall von Iron Lung erstmal kein Abbruch!
Im Spiel von David Szymanski aus dem Jahr 2022 gibt es keine großen 3D-Gameplay-Welten oder teure Animationen. Stattdessen schlüpfen Spieler*innen in die Rolle eines Sträflings, der gezwungen wird, in einem kleinen Uboot durch einen Ozean aus Blut auf einem abgelegenen Mond zu tauchen. Nur ein Radar und ein paar Hebel sind Möglichkeiten mit der Spielewelt zu interagieren, doch die große Trumpfkarte des Spiels ist seine Atmosphäre und die große Angst vor dem Unbekannten, die in uns Menschen wohnt (mehr dazu von Videospiel-Essayist Jacob Geller hier ab Minute 35). Denn der Ozean ist vielleicht doch nicht so leer, wie gedacht.
Markiplier, ein Let’s Player, der in den Amnesia-Tagen groß (und reich) wurde ähnlich wie z.B. PewDiePie, mochte das Spiel so sehr, dass er es nun verfilmte. Er führte Regie, schrieb das Drehbuch, finanzierte das Ding aus eigener Hand und spielt sogar die Hauptrolle selbst. Mit dabei ist auch Voice-Action-Gigant Troy Baker. Der Trailer zum Film haut mich jetzt nicht um, aber ich finde die Produktionsgeschichte äußerst sympatisch, so ein Passion Project ist schon der Traum vieler Fans. Aber: Fans sind nicht notwendigerweise gute Filmemacher. Schlecht sieht es nicht aus, auf Letterboxd sind die Reviews auch bisher ganz positiv.