PewPewPew - Das Filmblog über Katzen und Pizza

Tourette’s Guy Is Back!

26 Dec, 2020 · Sascha · Internetgold · Comments

Mit dem Alter kommt die Nostalgie, aber es liegt sicherlich nicht nur an der rosaroten Brille, wenn ich sage: Früher waren Internetvideos besser. Was ist heute überhaupt ein viraler Hit? Wenn ein Clip auf TikTok 50 Millionen Klicks bekommt, ist er dann viral oder nur populär in der App? Was passiert, wenn Massenmedien die Masse bedienen, aber keine Öffentlichkeit mehr herstellen? Klar, crossposting is a thing, aber die krebsartige Wucherung der Apps und Inselbildung tat dem Genre des Viralen Hits nicht gut. Anyway, this is a tangent, old man yelling at cloud. Was wichtig ist: The Return of the King!

Danny aka Tourette’s Guy ist nach einigen Jahren wieder mit einem neuen Video am Start, pünktlich zum 20. Jahrestag des ersten Uploads. Entgegen vieler Internetphänomene passt sich die Serie nicht an und bleibt sich treu, for better and worse. Nach ein paar typischen Clips folgt eine für die Serie ungewohnte narrative Entwicklung, die in wirklich bizarren Bildern endet. If this is a bit, well, it’s seriously impressive.

“Two possibilities exist: either we are alone in the Universe or we are not. Both are equally terrifying.” ― Arthur C. Clarke

Es ist die Frage aller Fragen, die unsere Existenz im Kern trifft: Sind wir allein im Universum? In Zeiten, in denen Religion vielleicht noch die Welt, aber nicht mehr das Universum erklären kann, brauchen wir Wissenschaftler, die uns die Sache erklären. Das Christentum endet spätestens am Mond.

Die Wissenschaft weiß seit den Erkenntnissen durch das Kepler-Teleskop und der Anzahl an gefundenen Exoplaneten, dass es höchstwahrscheinlich ist, dass die meisten Sonnen mindestens einen Planeten, wenn nicht sogar mehr, in ihrem Orbit zählen dürfen. Dazu wahrscheinlich viele sogar in ihrer habitablen Zone. Ist das Leben also weitläufig im Universum oder sind wir doch selten?

Angesichts der jüngsten Erkenntnisse zu möglichem Leben in den höheren Sphären der Venus und den Vermutungen zu ehemaligem Leben auf dem Mars, dazu die möglichen Gegebenheiten auf den Jupiter- und Saturnmonden, drückt sich das Bild auf, dass das Leben selbst in unserem eigenen Sonnensystem vielleicht gar nicht einzigartig ist. Auf unserem Planeten entsprang das Leben schnell als sich Möglichkeiten dazu ergaben und Wasser ist im Universum nicht selten. Hinzu kommt, dass wir meist mit unseren engen Blick auf mögliches Leben im Universum blicken, welches extrem vielfältige Ursprüngen haben können, fernab Kohlenstoffbasiertem Leben.

Die Drake-Gleichung schafft Abhilfe. US-Forscher Frank Drake entwarf vor vielen Jahren eine Gleichung, die anhand verschiedener Faktoren errechnen sollte, wie viele intelligente Zivilisationen in einer Galaxie existieren. Viele der Faktoren sind schwammig und eng gefasste, es gibt positive wie negative, d.h. optimistische bis pessismistische Einschätzungen und selbst diese stützen sich meist nur auf educated guesses, aber grundlegend ist es ein starting point, um über diese Möglichkeit zu reden.

Lex Fridman ist AI-Forscher am MIT, hat jedoch neuerdings Gefallen am Podcasten gefunden und ist befeuert durch einige Auftritte bei Joe Rogan inzwischen recht erfolgreich damit geworden. Das dürfte ihn freuen, denn wenn man auf Twitter einigen Kolleg*innen zu seiner Forschung Glauben schenkt, ist er methodisch und ethisch höchst angreifbar und durch seine persönliche Nähe zu Figuren wie Elon Musk bei der Erforschung von AI-Vehikeln kompromittiert.

Als Podcastfigur finde ich ihn allerdings interessant. Er ist genau der Typ, den Rogan in seinen Podcasts mag. Ein schlauer Fachmann, der aber bereit ist, mit Rogan über die großen Fragen des Lebens und Eventualitäten zu spekulieren. So ein bisschen Ancient Aliens für Leute mit Abitur.

“I’m sure the universe is full of intelligent life. It’s just been too intelligent far away to come here.” ― Arthur C. Clarke (Anm. d. Red.)

So muss auch sein neues Video gesehen werden, in dem er – als AI-Forscher – seine eigenen Einschätzungen der Drake-Gleichung beifügt. Das Video finde ich trotzdem am Ende interessant, weil es noch einmal neueste Zahlen miteinbezieht und dieses für mich bereits vertraute Thema um eine aktuelle Einschätzung erweitert. Die Erkenntnis, dass es wahrscheinlich nur ein paar intelligente Zivilisationen pro Galaxie, wenn überhaupt gibt, ist ziemlich deprimierend. Damit beantwortet das Video aber auch in gewisser Weise Clarkes ikonisches Statement um eine bittere Realität: Es ist höchst wahrscheinlich, dass wir nicht alleine im Universum sind und das Leben sogar recht vielfältig ist, Abermillionen von intelligenten Spezies aber so weit voneinander entfernt sind, sodass niemals direkter Kontakt hergestellt werden kann. “No Man is an Island”, John Donne? Wahrscheinlich doch.

Wie toll, der für mich schönste Track von CASTLEBEATs drittem Album Melodrama hat jetzt ein wunderschönes Musikvideo, welches wesentlich erheblich optimistischer wurde als ich beim Release interpretierte. Die träumerischen Vibes von Joshs jangly Gitarren fängt I’m A Cyborg but that’s OK wieder einmal perfekt ein, indem sie einfach direkt eine Traumsequenz aus dem südkoreanischen Animationsfilm Fairy Florence einbaut. Die Textur des Films fügt der nostalgischen Melodie des Songs noch eine weitere Ebene hinzu, einfach eine perfekte Kombination. Liebs!

“My hand isn’t the only thing that’s silver.”

Happy Life Day 2020

24 Dec, 2020 · Sascha · Alles sonst so · Comments

🎄 Möge die Macht mit euch sein! 🎄

Mac DeMarco schenkt uns zu Weihnachten seine träumerische Interpretation von “Have Yourself a Merry Little Christmas” und beweist wie großartig, weil unterschiedlich Cover doch sein können. Das ist ein fantastischer Jam, zu dem ich auch im Sommer viben werde. Mit dieser Version wächst Macs Weihnachtssongliste auf acht und damit wäre es nächstes Jahr spätestens an der Zeit, diese Compilation mal offiziell als Weihnachtsalbum zu veröffentlichen.

Das zugehörige Video ist typisch minimalistisch, aber nicht ohne wichtige Details (wie hier z.B. die Reifenspuren oder den Unterstellbock lol). Der offiziell-inoffizielle Mac-Kanal auf YouTube hat das Album schon mal zusammengestellt. Dazu backe ich morgen Plätzchen

Execute PewCast 66!

Bei der Macht, was ein Fest! Matthias und ich angesichts der fulminanten Finalfolge der zweiten Staffel von The Mandalorian völlig aus dem Häuschen. Wir besprechen diesen glorreichen Abschluss in allen Einzelheiten, mutmaßen, was sich hinter The Book of Boba Fett versteckt, und feiern natürlich die Rückkehr von Luke Skywalker im Star Wars Franchise.

Wir bedanken uns bei allen Hörern für all die lieben Worte und Aufmerksamkeit während der letzten Wochen.

Shownotes:
Bildquellen: Disney
YouTube: Moff Gideon’s Location
YouTube: Star Wars Explained, Star Wars Theory, Corey’s Datapad, Matt Wilkins’ Expanded Universe, The Lore Master, EC Henry
Jedi-Bibliothek: Star Wars Special #5 Vader vs. Maul
Fanfilm: Tydirium
YouTube: Tydirium Dokumentation
Wookieepedia: Slave II
Moviepilot: Matthias’ Review
Outro courtesy of mcchris

Play

Hier die Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:
MP3: pewcast066.mp3 (100 MB)
Soundcloud: PewCast 066: The Mandalorian – Chapter 16
iTunes: PewCast
Spotify: PewCast
Podcast-Feed: http://feeds.feedburner.com/pewcast