Kurzfilm - PewPewPew

The Horror ist ein sehr schönes, wenn auch kurzes Machinima aus dem Videospiel DayZ, einem “sehr” realistischen Zombie-Survival-Shooter. Ihr kennt es vielleicht, bei mir landete es immerhin den letzten zwei Jahren immer in meinen Top Ten. DayZ befindet sich immer noch in der Early Access Alpha, weshalb nicht alles funktioniert. Die alte Engine, die hier genutzt wird, kann zum Beispiel kein “global lighting”, weshalb der Lichtkegel der Taschenlampe so unrealistisch wirkt.

Dafür bietet das Video jedoch eine Atmosphäre, die man so noch nicht im Spiel vorfindet und das liegt hauptsächlich an dem exzellenten Custom Sound Design (Herzschlag, Fußschritte, “Nachtatmosphäre”) und besonders an den neuen Zombiegeräuschen. Wieso hören sich Zombies eigentlich immer so anders und unmenschlich in Spielen und Filmen an? Verändert sich da auch etwas an den Stimmbändern? Jedenfalls habe ich über 180 Stunden in der Spielwelt bisher verbracht und so beängstigend wie hier war es selten. Wenn die Entwickler einen Status anstreben, dann doch bitte einen, der diesem Film hier ähnelt. (via)

Wieder ein geniales Video in gewohntem Schwarz-Weiß von Yoann Lemoine aka Woodkid zu seinem Song The Golden Age aus dem gleichnamigen Hammeralbum. Mit dabei ist ein Stück vom deutschen Komponisten Max Richter.

Schöner Studienfilm von John Kim, der das Hündchen Stanley auf die Suche nach seinem Herrchen schickt. Der Twist: Die Zombies sind unterwegs. Netter Kurzfilm, auch wenn ich natürlich nicht verstehen kann, wieso die Mutter den Hund überhaupt zurücklässt. Heartless bitch! Musik kommt übrigens von den wunderbaren Leuten von DeVotchKa. (via)

Here it is, I wanted to make something with a dog in it. This year I wanted to explore more of the sincere. It was difficult to relate myself to the work during pre-production since I never owned a dog my whole life. With this year’s film I think I learned the most so far at Calarts. Lot’s of thanks goes to David Wolter’s film workshop.

corgi_in_apocalypse John_kim

sortieenmer

Der Erfolg von Gravity und All Is Lost schlägt hohe Wellen und breitet sich auch in andere Gefilde unserer Medienwelt aus. So kann man jetzt im interaktiven Kurzfilm Sortie En Mer, ähnlich wie in Open Water, auf hoher See nach einem Unglück alleine im Wasser um sein Überleben kämpfen. Ohne Rettungsweste und Hoffnung auf Rettung bleibt einem nichts anderes übrig als gegen die Wellen anzukämpfen – durch aggressives Scrollen. Spoiler: Am Ende stirbt man immer, weil das Leben unfair ist und du mal besser geiles Ausrüstungszeug von Guy Cotten gekauft hättest, denn du befindest dich in einer Werbung. Dennoch ist diese schick gemacht und beweist eindrucksvoll, wie verdammt gefährlich das Leben in Wahrheit sein kann. Außerdem ist die offene See an sich meine Phobie #1 und ich leide jetzt an PTSD. Neat.

Natürlich werden die Möglichkeiten der persönlichen Weltallerkundung in der fernen Zukunft ein neues Goldrauschphänomen hervorrufen. So schildert es auch der großartige Kurzfilm Prospect von Zeek Earl & Chris Caldwell, in dem ein Vater und seine Tochter auf einem fremdartigen Planeten das wertvolle Orlag suchen, ein Nebenprodukt einer einheimischen Insektenart. Und natürlich ist dieser neue galaktische Grenzraum auch ein Ort für Schurken und Banditen, die sich die aufrichtige Arbeit von unschuldigen Entdeckungsreisenden zunutze machen wollen.

Die Geschichte ist für das Science Fiction Genre in der Kurzform nicht nur äußerst ansprechend und vollendet, sondern vor allem wunderschön eingefangen. Die Bilder von Earl sind atemberaubend schön und strotzen vor Qualität und Geschick. Es gibt hier zwei große Plansequenzen, die einfach der blanke Wahnsinn für zwei so junge Regisseure sind, die ich auf Kickstarter bei diesem Projekt unterstützte und denen ich den größtmöglichen Erfolg in der Zukunft wünsche. Prospect ist definitiv eine starke Bewerbung an Hollywood und ich würde gerne mehr von dieser verbrauchten und rauen Welt sehen. Im Anschluss noch ein paar Photos der Dreharbeiten, ein Poster und Links ihrer Produktionsfirma Shep Films. (weiterlesen…)

Ich bin ein großer Fan von Filmemacher Casey Neistet, der sich zunächst mit Kurzfilmen über dem Wasser hielt, später eine HBO Miniserie mit seinem Bruder fertigte und inzwischen seit rund 3 Jahren schlicht der einzigartigste YouTuber ist, den es gibt. Allen voran sein DIY-Style hebt ihn von all den Wannabes mit ihrem Photoshop und After Effects ab. Casey macht seine Filmchen wie nur noch sehr wenige es machen und vergisst dabei nie das menschliche Element, das so vielen oberflächlichen YouTube-Kanälen fehlt. Und vor allem verpasst er nie es eine Geschichte zu erzählen. Vielleicht bin ich einfach nur zynisch, aber ich habe zu viel Zeit auf YouTube verbracht um Casey Neistet nicht zu schätzen.

Seit nun rund einem Jahr hat ihn auch der Rest des Internets entdeckt und er wird auch auf Grund seines Indie-Backgrounds und seines Arbeitsethos (Gizmodos Tour durch sein Studio sagt mehr über ihn aus als es alle andere Interviews versuchen können) momentan in sehr seriösen Magazinen gefeaturet, wie z.B. dem der New York Times, das ihn mit seinem Sohn nach Owen nach Afrika begleitete und für die Casey ein berührendes Exklusivvideo über die Beziehung zu seinem Sohn Owen drehte, den er bereits mit 17 in die Welt setzte, als er selbst noch ein Kind war.

Far in the distance, a tiny figure stands atop a sand dune rising higher than many skyscrapers, waving his arms. “He looks like every lost-in-the-desert movie ever made,” says Casey Neistat, snapping away with an enormous Canon outfitted with a telephoto lens. Neistat, 32, directs and stars in online ad campaigns for clients like Nike and Mercedes, and in YouTube shorts that get millions of views. The subject in his viewfinder is his 15-year-old son, Owen, who in a few days will begin his sophomore year of high school in Connecticut. Each summer, they embark on a grand adventure together. That’s what has brought them to Sossusvlei, Namibia, an otherworldly place where giant dunes rise over a wide salt plain dotted with groups of springbok, oryx and ostriches. Having already climbed the dunes that tourists generally climb, Owen has gone on to the dune behind them, where there are no footprints. Like his dad, he enjoys going places he’s not supposed to be.

New York Times: Wanderlust – Let’s Get Lost

Ein anderes Video, das sich komplementär zu obigem anreihen lässt ist, konzentriert sich auf die Beziehung zu seiner damaligen Freundin und heutigen Frau Candice. Ein schönes Portrait über eine bedrohte Beziehung im Kontext einer Reise zu dem letzten Space Shuttle Start und letzten Chancen. (weiterlesen…)

“Once you are gone, you are technically dead here on Earth. And I’m okay with that.”

In der duften Doku Mars One Way erzählen uns fünf unfitte Weirdos, wieso sie gerne die einfache Fahrkarte zum Mars kaufen würden. Sie alle sind, so suggeriert uns zumindest Regisseurin Skylar Nielsen, Bewerber für das Mars One Projekt, bei dem vier Leute auf den Mars geschickt werden, die dort die erste permanente Siedlung bauen sollen. Das Projekt soll gleichzeitig als Reality Show dienen und sich so finanzieren. Der Haken: Mars One gibt offen zu, dass es keine Technologie noch Möglichkeiten besitzt seine Astronauten zurückzuholen. Es ist also ein One Way Trip, egal was passiert.

Die Kandidatensuche läuft momentan auf Hochtouren, bereits ab 2018 sollen Module vorgeschickt und ab 2024 sollen die ersten Gruppen im Zweijahresrhythmus zum roten Planeten fliegen. Sollte die Mission erfolgreich sein – und das ist ein richtig dickes “sollte” – wären die Astronauten der Mars One die ersten, die den Mars betreten; noch vor den aktuellen Plänen der NASA oder anderen nationalen Raumfahrtorganisationen. Weshalb die Idee soviel Beachtung erfährt.

Die Doku greift genau dort an, wo diese verrückte Unternehmung für mich erst wirklich interessant wird. Dass Mars One technisch seine Pläne einhalten wird oder erfolgreich landen kann, darf stark bezweifelt werden. Daher ist das Ganze hauptsächlich auf Grund seiner psychologischen Begutachtung ein wertvolles Experiment. Was bewegt Leute dazu, ihr komplettes Leben und alle Möglichkeiten hier zurückzulassen und dieses Himmelfahrtskommando zu begleiten?

There were 200,000 people who applied to participate in a project called Mars One. It’s a private enterprise to establish a permanent human settlement on Mars and film a reality show along the way. The idea is to go in crews of four starting in 2024. The thing is, right now the technology can only get them there. “Mars One Way” documents the thoughts and theories of Five hopeful Mars One astronauts as they contemplate the reality of leaving planet Earth forever, for a new home on Mars.

The Verge: What would make you abandon Earth for Mars forever?

SciFi Short Collection VI

13 Feb, 2014 · Sascha · Featured,Kurzfilm · 0 comments

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Our Drone Future

Drohnen sind momentan in aller Munde und hier sehen wir einen Entwurf, wie sie in Zukunft auch außerhalb von Kriegen eingesetzt und diskutiert werden könnten. In San Francisco sehen wir die Polizeiarbeit aus der Sicht einer Drohne. Das ergibt sehr schöne Aufnahmen der Stadt, nette CG-Einbindungen und eine kleine Idee am Ende, wie sich diese technologische Weiterentwicklung, und eben ihr ziviler Einsatz, gewisse Ressentiments und Bewegungen hervorrufen kann. Leider insgesamt ein wenig kurz.

Chupan Chupai

Chupan Chupai ist indisch und steht für Versteckspielen. Genau dies tut eine Gruppe indischer Kinder nahe des Ganges, jedoch findet dieses Spiel in der nahen Zukunft statt. Indiens Wirtschaftsboom brachte nicht nur Wohlstand, sondern auch neue Technologien selbst in die verschlafensten Örtchen und verwandlete sie in “smart cities”, die nun die Kinder, denen es ja prinzipiell leichter fällt, sich an neue Technologien anzupassen, für ihr Spielchen adaptieren. So häcken sie dann die Stadt um versteckte Pässe und Plätzchen zu finden. Eine sehr hübsche und visuell beeindruckende Parabel über Kindheit und Technologie. (weiterlesen…)