Kurzfilm Archives - Page 3 of 23 - PewPewPew - PewPewPew

Vor knapp zehn Jahren schlug Paul Johnsons (aka OtaKing) Star Wars TIE Fighter Kurzfilm im Fandom ein wie eine Bombe. Es gab noch keine Sequel-Trilogie, moderne Star Wars Animation hatte gerade erst mit Rebels einen weiteren Versuch neben den Clone Wars Shows gewagt und insgesamt war nach Disneys Lucasfilm-Übernahme Aufbruchsstimmung zu spüren. Johnsons Kurzfilm verzauberte eine ganze Generation von Fans deshalb, weil er zeigte, was mit der Marke noch alles möglich sein könnte, indem er eine Schlacht der Rebellenallianz gegen das Imperium inszeniert – aber als Anime. Es sollte wieder knapp zehn Jahre dauern bis Lucasfilm mit Star Wars Visions einen Selbstversuch starten sollte.

Besonders war dazu, dass OtaKing das Ding eigenständig ohne Hilfe über Jahre kreiert hatte, eine labor of love. Seit damals folge ich ihm auf YouTube und bin daher über sein neuestes Projekt lange informiert gewesen, weil er in vielen Livestreams seine Arbeit aufschlüsselte. Nun kurz vor dem Release von Alien: Romulus und nach sieben Jahren Arbeit ist sein Kurzfilm Alien: Monday fertig und erneut ein viraler Hit geworden.

Ich bin grundlegend ein Fan dieser Arbeit und habe enormen Respekt vor der Leistung und dem Endresultat. Gleichzeitig ist die jankiness der Animationen, die zuvor bei Raumschlachten eher feature als bug war, nun doch etwas irritierend. Einstellungen werden zu lange gehalten, die sklavische Fanhaltung gegenüber der Welt und dem Design von Alien widerspricht nahezu jeglichen originellen Gedanken. Das ist vorprogrammiert und so gewollt, aber auch ein bisschen schade. Da empfand ich zum Beispiel Scavengers Reign, ganz offensichtlich auch von Anime und Moebius-Comics inspiriert, erfolgreicher in der Inszenierung sowie Zeichnung einer eigenen Welt und Geschichte.

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In einer gerechteren Welt wäre ellis so groß wie Taylor Swift. Okay, das ist vielleicht dick aufgetragen, aber ihr Debüt im Jahr 2020 kurz vor der Pandemie, Born Again, fand ich sehr spitze und besonders die Singleauskopplung “Pringle Creek” sehe ich gerne und häufig in einen Replays auf Spotify. Für das neue Album no place that feels like veröffentlichte sie nun einen gleichnamigen Kurzfilm, der die Musivkideo des bisherigen Singleauskopplungen zusammenschneidet. ellis läuft dabei durch typisch nordamerikanische Landschaften. Industriefelder, Autobahnunterführungen, riesige Neon-Tankstellen, and the likes. Das holt mich ab, das gibt mir ein Gefühl von Zuhause.

Helldivers 2 Fanmade Short

14 Apr, 2024 · Sascha · Games,Kurzfilm · 1 comment

Da werden natürlich Erinnerungen an den grandiosen 40k-Fanfilm Astartes wach. Ich bin nach einigem anfänglichen Zögern inzwischen doch recht democracypilled und großer Fan von Helldivers 2 geworden. In den vergangenen Jahren hatte ich solche Trends immer verpasst, aber dieses mal zwang ich mich dabei zu sein bei so einem Shootern, der so viel von dem, was ich besonders mag, vereint. Dieser kleine Clip zeigt, dass in dem Spiel und in der Community doch eine Menge noch stecken könnte und die Welle nicht so schnell abebbt wie bei vergleichbaren Titeln. Keine Ahnung, ob der Hype und die Sucht aktuell für GOTY am Ende reichen, dafür müssten die Entwickler das meta noch aufspalten und mehr Abwechslung im Gameplay und den Karten/Gegnern bieten, aber grundlegend darf man diesen Post auch gut und gerne als Kaufempfehlung interpretieren!

Ali Awada kreiert auf seinem YouTube-Kanal mit Blender kurze Jurassic Park Fanfilme, die irgendwo im analog horror zu verorten sind. Manche davon sind besser, andere eher nicht so erfolgreich und dramaturgisch immer wieder identisch. Durch die Assets sind die Dinos aber hübsch anzusehen und ein Auge für Einstellungen hat der Typ auch. Besonders hervorzuheben ist für mich diese Nachstellung von Crichtons Eröffnungskapitel im ersten Roman, in dem die Compys das Baby fressen. Vielleicht liegt meine Begeisterung hier auch hauptsächlich daran, diesen Moment, den ich mir für Jurassic World Dominion erhofft hatte und der mir seit knapp 30 Jahren im Magen sitzt, endlich mal irgendwie umgesetzt zu sehen.

Ich habe mich gar nicht mit dieser neuen HBO-Adaption mit Velma als Hauptfigur rumgeplagt, die Clips auf Twitter haben mir gereicht und von Mindy Kaling ist sowieso Abstand zu halten. Das Ding wurde sowieso von allen Seiten gehasst, nicht einmal eine performativ woke alternative Kritik konnte sich angesichts des Desasters etablieren. Immerhin bleibt uns aber dieses Video, welche alle Varianten der originalen Serien miteinander clever und düster vereint und uns allen vorführt, wie sehr wie zu Gefangenen unserer schwer erträglichen Popkulturindustrie geworden sind. “This time I’ll get it right.” Yeah, fat chance, buddy.

Ich bin unheimlich angetan von Scavengers, dem fantastischen und super originellen Kurzfilm von Joseph Bennett und Charles Huettner, der von einer fehlgeschlagenen Weltallerkundungsmission erzählt. Die Figuren müssen nach dem Absturz auf dem unbekannten Planeten Gefahren ausweichen und Aufgaben erfüllen, um wieder nach Hause zu kehren. Grafisch mutet das wie eine Mischung auf Ghibli, ganz besonders Nausicaä, und Moebius an und könnte in seinem frankobelgischen Retrostil also nicht mehr für mich gemacht sein.

HBO Max hat sich der Sache angenommen und wird noch in diesem Jahr eine ganze Serie namens Scavengers Reign basierend auf dem Short rausbringen. Keine Ahnung, ob das in Serienlänge und dem Format funktioniert, aber das Setting und der Stil sind ziemlich ansprechend und die Abfolge an weirdem Shit ziemlich einzigartig und schlichtweg mega originell. Überhaupt, ey: Mehr Animation für Erwachsene!

Christopher Parks’ mega beeindrucker Fanfilm entfaltet sich wie ein Fiebertraum für jeden Star Wars Fan der Neunzigerjahre. Zunächst fühlt sich das alles wie eine großartige Reise durch die X-Wing Games an. Und dann kommt so ein Moment, wo für gewisse Fans, die Aaron Allston und Michael Stackpoles X-Wing Bücherreihe gelesen haben, sich denken: Nein, der wird doch nicht? Und DOCH! TUT ER! Ich hätte nie geglaubt, diesen Plotpoint einmal umgesetzt zu sehen, geschweigedenn so geil in einem einzigen “longtake”.

This is a passion project of about 4 years in the making. I was a big fan of the X-Wing PC games as a kid and also really enjoyed Michael Stackpole’s X-Wing book series. I’ve always had an interest in those New Republic adventures which is chiefly why I decided to make this short.

David Chan arbeitete bereits in den Sechszigerjahren als Kameraverkäufer in Hong Kong und betreibt heute noch einen kleinen Laden, wobei man wahrscheinlich von einem Museum sprechen sollte. Filmemacher Chris Chang drehte eine kleine Mini-Doku über den einzigartigen Charakter für die South China Morning Post, in der er seine Liebe für deutsche Vintage-Kameras und die Baukunst mechanischer Kameras ausdrücken kann. Mich würde mal interessieren, wie viel der Laden da wert ist. Ich würde locker auf eine Million tippen. Da stehen mehrere hundert Geräte drin, teilweise alte Leicas, Hasselblads und Voigtländer-Kameras, die mehrere tausend Euro kosten. Wahnsinn!