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Shortfil.ms

22 Dec, 2014 · Sascha · Kurzfilm · 0 comments

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Gute Kurzfilme aufzuspüren und unter die Leute zu bringen, gehört zur selbst auferlegten Aufgabe vieler Blogs. Das schließt diesen hier auch ein. Diese Aufgabe ist jetzt jedoch obsolet, die Konkurrenz hat gewonnen. Mein Blogkollege Eay hat ein großartiges, neues Projekt namens Shortfil.ms ins Leben gerufen, das dem Zuschauer die Suche auf geniale Art und Weise vereinfacht.

Du bist auf dem Sprung und hast gerade nur fünf Minuten Zeit? Gut, dann wähle “unter fünf Minuten” und ein Genre aus, auf das du Lust hast. Und schon wird dir ein gut sortiertes Angebot an Filmchen präsentiert. Lust auf einen längeren Science Fiction Film? Auch das ist binnen sekunden möglich. Man sollte Shortfil.ms auch auf Facebook liken und Twitter folgen, um neue Einträge ins stetig wachsende Register nicht zu verpassen.

Wanderers ist ein großartiger Science Fiction Kurzfilm von Erik Wernquist, der ein paar Jahrhunderte in die Zukunft blickt. Das ist dann die Zeit, so zeigt uns Wernquist, in der wir das Sonnensystem bereisen und beherrschen und dazu Carl Sagans Pale Blue Dot aus dem Off hören. Wird genau so passieren, bin ich mir sicher.

Wanderers is a vision of humanity’s expansion into the Solar System, based on scientific ideas and concepts of what our future in space might look like, if it ever happens. The locations depicted in the film are digital recreations of actual places in the Solar System, built from real photos and map data where available.
Without any apparent story, other than what you may fill in by yourself, the idea of the film is primarily to show a glimpse of the fantastic and beautiful nature that surrounds us on our neighboring worlds – and above all, how it might appear to us if we were there.

Nachdem sein Filmchen so großen Anklang im Internet fand, hat Erik eine Imgur Gallerie mit Erklärungen und Screenshots fabriziert, die zeigt, dass hinter diesen magischen Bildern tatsächlich auch viele Gedanken stecken.

Als Geschichte über Einsamkeit, Abenteuer und Aufopferungsbereitschaft beschreibt Macher Zac Dixon seinen animierten Kurzfilm Solus und das trifft es sehr genau. Es ist beachtlich wie viel Mitgefühl er trotz des minimalistischen Stils (vielleicht liegt es aber auch genau an dem süßen Design) für die Reise dieser kleinen Rakete durch den Kosmos auf der Suche nach einem neuen bewohnbaren Planeten kreiert. (via)

Produziert wurde das Video unter dem Dach von Indentity Visuals, die auch ein Making-Of anbieten.

Ah, yeah! That’s my jam! Als enormer H.G. Wells Geek hatte ich gerade dank PBS Original Digital Shorts einen kleinen Litgasm. BAFTA-Gewinner James W. Griffiths, den man im Netz wahrscheinlich vor allem für seine Split Screen Love Story kennt, verfilmt Zeilen aus The Time Machine (1895), The Island of Dr. Moreau (1896), The First Men in the Moon (1901), In The Days of the Comet (1906) und The World Set Free (1914) in einem “visuellem Gedicht”, in dem Worte auf Landschaften treffen. Komponist Lennert Busch ist verantwortlich für den atmosphärischen Score und der Erzähler ist Terry Burns. Ich habe schon viele Hörspieladaptionen und Hörbücher von Wells’ Werken verschlungen, aber ich habe noch noch nie eine so passendere Stimme gehört. Das ist ein Erlebnis! “A horrible feeling of desolation pinched my heart.” Hach, kann der bitte alles vorlesen? (via) Hier der komplette Text:

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Ich mochte Disneys Wreck-It Ralph sehr, doch das wahre Highlight des damaligen Kinobesuchs war Disneys Kurzfilm Paperman, der vor dem Hauptprogramm in guter, alter Tradition eingebunden war. Paperman gewann für seine 2D/3D Hybridversion zu Recht den Oscar für den besten animierten Kurzfilm, ganz abgesehen von der herzerwärmenden Geschichte. Ich halte diese Technik für die Zukunft des Animationsfilms. Sie vereint die klasssische, spielerische Leichtigkeit und simplen, flachen Bilder gezeichneter Produktionen aus der Vergangenheit mit der flüssigen und actionreichen Animation neuerer 3D-Produktionen.

“Feast,” a new short from first-time director Patrick Osborne (head of animation for “Paperman”) and Walt Disney Animation Studios, is the story of one man’s love life as seen through the eyes of his best friend and dog, Winston, and revealed bite by bite through the meals they share. (via)

Walt Disney Chefanimator Patrick Osborne und Kristina Reed, die ebenfalls an Paperman arbeiteten, haben für Disneys Feast (Kurzfilm vor Big Hero 6) die Technik erneut für eine süße Story verwendet und der Trailer gefällt mir visuell schon mal besser als alle Animationsfilme der letzten Jahren zusammen. Pixar arbeitet ebenfalls an diesem “malerischen CG-Style” und hat ein Video online gestellt, das den Prozess ein illustriert. Dort wird gezeigt, wie man zunächst das 3D Modell rendert und dann quasi darüber malt. Noch ist es angeblich zu früh um diese Technik bei einem animierten Spielfilm zu anzuwenden, aber es halten sich Gerüchte, dass sie bereits bei Moana (2016) zum Einsatz kommen könnte.

In Deutschland startet Big Hero 6 aka Baymax – Riesiges Robowabohu (LOL) leider erst am 22. Januar 2015.

Science Fiction Kurzfilme landen bei mir seit einiger Zeit nun gebündelt in der SciFi Short Collection, aber Ambition poste ich dennoch alleinstehend, weil der Film es verdient. Tomek Bagiński schafft mit seinem Film nicht nur talentierte Schauspieler an Land zu ziehen und gute CGI zu kreieren, sondern auch eine abgeschlossene Geschichte mit einem wertvollen Thema ohne brutale Action zu erzählen. Wer sich ein wenig mit dem Genre beschäftigt, weiß, wie selten dies tatsächlich vorkommt. Und außerdem: Wann sieht man denn schon Littlefinger aus Game of Thrones dabei zu, wie er Planeten baut?

Die Rosetta Mission geht übrigens schon bald in ihre finale Phase über. Das Landemodul soll Philae wird in wenigen Stunden auf die Oberfläche des Komenten geschickt werden. Hier ein Countdown und alle Informationen. Auf der Seite der ESA findet man dazu noch ein Making-Of des Kurzfilms.

Ambition is a collaboration between Platige Image and ESA. Directed by Tomek Bagiński and starring Aidan Gillen and Aisling Franciosi, Ambition was shot on location in Iceland, and screened on 24 October 2014 during the British Film Institute’s celebration of Sci-Fi: Days of Fear and Wonder, at the Southbank, London.

“What do you mean graphic novels? He’s seven years old, he don’t need no graphic novels. Just get him some books.”

Joe Leisner is too old for this shit. Seit über einem halben Jahrhundert managt er seinen Laden Comic Book Heaven in Queens und nun macht er im hohen Alter von 80 endlich Schluss damit. Weil er keinen Bock mehr darauf hat, weil die Gamingkonsolen an allem Schuld sind und weil er die ganze Comic Book Geek Culture satt hat. Das kann man ihm nicht verübeln, nach 60 Jahren hätte ich auch die Schnauze voll. Regisseur E.J. McLeavey-Fisher widmet ihm zum Abschied ein wunderbar ehrliches, teilweise fieses, aber dennoch bewegendes Profil über seinen Beruf, die Comicindustrie und das Altern. (via Marco, mit dem ich liebend gerne einen Comicladen aufmachen und alt werden würde.)

“How did this get fucked up so quick?” Ich weiß es leider auch nicht, Charakter aus dem Kurzfilm. Aber ich weiß, dass es gerade noch viel zu früh war um so einen bescheuerten, inkohärenten, abgedrehten, lustigen und doch gut produzierten Quatsch zu sehen. W.T.F.

A red ball bounces past a cafe and a couple folks’ houses and then goes to the beach.

Joa, so kann man es auch beschreiben…