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Carrie Fisher hat ihren Herzinfarkt, erlitten am 23. Dezember, nicht überlebt. Sie starb am 27. Dezember 2016 im Alter von nur 60 Jahren an den Folgen. 2016 hat uns viele unserer Pop-Helden genommen, aber Carrie Fishers Tod trifft mich am meisten. (weiterlesen…)


Im 86. Wowcast reden wir zweieinhalb Stunden über Rogue One – A Star Wars Story. René und ich reden über alle Details, die vielen Easter Eggs und Cameos von alten Bekannten, wir reden über echte und galaktische Blaumilch, Stormtrooper-Toys, Familientragödien, technische und ethische Fragen von CGI-Wiederbelebungen, Außerirdische mit lustigen Tentakeln am Maul, multiple Nerdgasms und die Physik von Sternenzerstörer-pushenden Hammerhead Corvettes.

Intro: 20th Century Fox, Outro: Creedence Clearwater Revival – Fortunate Son, Soundcloud-Visual von Andrey Tramvaev

Shownotes:

Longtake.de: #72: ROGUE ONE (GAST: SASCHA BRITTNER)
PewPewPew: Wieso das ROGUE ONE Cast Photo so toll ist
PewPewPew: Wann gibt es endlich wieder eine gute Star Wars Raumschlacht?
Wowcast 48: Star Wars – The Force Awakens
Blind Ltd: Rogue One GUIs
Variety: ‘Rogue One’: What [that guy]’s Digital Resurrection Means for the Industry
Wookiepedia: Ancient Order of the Whills
io9: All the Major Star Wars Cameos and Connections You May Have Missed in Rogue One
Uproxx: ‘Rogue One’ Will Change The Way You Look At The Original ‘Star Wars’
Youtube: Star Wars From Puppets To Pixels: Digital Characters In Episode II
Sascha-Korrektur: Anakin (Darth Vader) Kills the Separatist Council Leaders
Ashley Wood

Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:

MP3: wowcast86.mp3 (167,4MB, 2:19h)
Soundcloud: Wowcast 86: Rogue One – A Star Wars Story
iTunes: NC-Podcast
Podcast-Feed: http://feeds.feedburner.com/nc-podcast


Nintendo

Nintendos Finanzzahlen waren in den letzten Jahren dank fantastischen Fehlschlägen wie der WiiU so in den Keller gesunken, dass sich viele Fans des japanischen Videoherstellers die Haare rauften und die naheliegende Lösung von den Dächern schrien. “LOS, HANDYMARKT, BITTE, SCHNELL, ENDLICH!”, riefen sie nach Japan. Nach einer gefühlten Ewigkeit – und vielleicht auch ein bisschen zu spät – gibt es nun nach Niantics Pokémon Go die erste Antwort vom Original selbst. Der Klempner soll’s richten. Natürlich. Wer auch sonst?

Super Mario Run ist jedoch ein außerordentlicher Zwitter aus traditioneller Mario-DNA und moderner Spiele-App geworden, der auf keiner Schiene überzeugen kann. Das Spiel verwandelt den ikonischen Italiener vom Jump’n’Runner zum Side-runner bzw. Autorunner, der bequem mit einem Finger gespielt werden kann. Wahrscheinlich der Mobilität wegen. Oder so. Jedenfall verliert das Spiel dadurch jeglichen Charme. Die echte Challenge ist verflogen.

Mario bewegt sich automatisch von links nach rechts, hüpft teilweise sogar über Gegner, das Erreichen der Fahne am Ende eines Levels ist nicht mehr das wirkliche Ziel. Stattdessen soll der Spieler möglichst viele Münzen auf dem Weg einsammeln, weshalb er die wenigen Level auswendig lernen und den bestmöglichen Weg suchen muss. Ob Super Mario Run einem Spieler zusagt, hängt von seiner Bereitschaft zur Replayability und seinem Ehrgeiz ab. Nachdem man die für den recht hohen Preis von 9,99€ lächerlich geringe Anzahl an Leveln binnen kürzester Zeit durchgespielt hat, wartet nur noch der Grind in etlichen Replays auf, um den Preis irgendwie zu rechtfertigen.

Neben den 24 Welten, die man alle insgesamt in unter einer Minuten durchläuft, wartet noch ein kleines Mushroom Kingdom auf eifrige Architekten, die Häuser für die Toads aufstellen, die man im Online-Modus erspielen kann. Dort kann man gegen die Ghosts anderer Spieler anlaufen und schauen, ob man mehr Münzen binnen eines gewissen Zeitrahmens erhalten kann. Gewinnt man, so erhält man die einen Anteil der Toads des Gegenspielers, und umgekehrt. (weiterlesen…)

owley-giacchino
Große Liebe für Star Wars: Pew-Freund Owley bei einem Interview mit Giacchino

Die Umbrüche bei Rogue One: A Star Wars Story reißen nicht ab. Komponist und Oscar-Gewinner Michael Giacchino ersetzt Komponist und Oscar-Gewinner Alexandre Desplat. Erst einmal kein Problem, oder? Giacchino ist ein erstklassiger Komponist und wird seit Jahren als der inoffizielle Nachfolger/Erbe von John Williams gehandelt. Giacchino passt einfach zu Star Wars. Seine melodischen Kompositionen sind einprägsam, seine Musiktitel sind hilarious und er macht mit seinen klassischen Motiven großartige Momente noch größer. Nicht umsonst schrieb LOST-Schöpfer Damon Lindelof Sätze wie “Giacchino plays the momentousness of the moment” in sein Skript. Giacchino liefert ab.

Dass Giacchino den Score nun übernimmt, ist kein “Problem”. Es ist lediglich ein Symptom der Veränderungen an Rogue One, die jetzt Form annehmen. Wo Rauch ist, ist auch Feuer. Ich bin mir trotz der beschwichtigenden Pieces wie dem in der Disney-nahen Entertainment Weekly sicher, dass der ursprüngliche Pitch eines Kriegsfilms im Star Wars Universum nicht dem endgültigen Film entsprechen wird. Im Trailer sind viele Explosionen, Laser und PewPewPew zu sehen, aber muss eben nicht bedeuten, dass der Ton dem eines Kriegsfilms entsprechen wird. Auch in Marvels Civil War wurde viel gekämpft.

Alexandre Desplat ist nicht “dark and gritty™” und der Film muss diesem Blockbuster-Meme auch nicht folgen, um erfolgreich zu sein oder zu gefallen. Aber Rogue One ist ein Spin-off und versprach zumindest anders zu werden als der bisherige Space Opera Abenteuerfilm, von dem wir inzwischen sieben DVDs im Regal stehen haben. (weiterlesen…)

Star Wars Rogue One Todesstern
Disney

Der lang ersehnte zweite Trailer zu Gareth Edwards’ Rogue One: A Star Wars Story wurde nach vielen kleinen Clips endlich in ganzer Länge veröffentlicht. Der Trailer ist nicht identisch mit dem, der auf der Celebration in London gezeigt wurde. Er wird der letzte sein, den ich mir für den Film ansehen werde – zumindest rede ich mir das gerade ein.

From Lucasfilm comes the first of the Star Wars standalone films, Rogue One: A Star Wars Story, an all-new epic adventure. In a time of conflict, a group of unlikely heroes band together on a mission to steal the plans to the Death Star, the Empire’s ultimate weapon of destruction. This key event in the Star Wars timeline brings together ordinary people who choose to do extraordinary things, and in doing so, become part of something greater than themselves.

Nach vielem Ärger um die Gerüchte zu den langen Nachdrehs kann der Trailer viele Zweifel wegblasen – Rogue One sieht weiterhin wie ein Kriegsfilm aus -, aber es ist und bleibt eben ein Trailer. Der Trailer an sich gefällt mir vom Aufbau her eigentlich gar nicht so sehr, aber die einzelnen Einstellungen und Fragmente der Szenen rauben mir jetzt schon den Atem. Vielleicht ein gutes Zeichen, immerhin hatte ich die Trailer zu The Force Awakens abgefeiert und am Ende kam die Enttäuschung des Jahres für mich heraus.

Ich mag Gareth Edwards sehr, insbesondere sein Godzilla-Reboot halte ich für den besten Blockbuster seit Jurassic Park und genau wie mit der Echse schafft er es hier die Welt von Star Wars wuchtig und angsteinflößend erscheinen zu lassen. Das Imperium wirkt finster und verletzlich, die Rebellen klein, aber fähig, die Action episch und dringlich. (weiterlesen…)

Pokémon Go ist kein gutes Spiel. Das ist nicht schlimm, wenn auch etwas schade. Die Liste der Probleme ist lang. Damit sind nicht die Bugs gemeint, die das Spielvergnügen aktuell plagen. Es geht um grundlegende Designfehler in der aktuellen Version des Spiels.

Die Liste ist lang

So werden Spieler ab einem gewissen Level fast schon zum Kaufen von Items genötigt, da der Fortschritt sonst fast unmöglich ist. Weiterhin können Spieler aktuell Pokémon nicht miteinander tauschen. Die Kämpfe der Pokémon in den Arenen sind lächerlich, da man nur auf den Touchscreen hämmert und keine Attacken auswählen kann. Wilde Pokémon kann man nicht schwächen, sondern muss sie mit Beeren anlocken. Wer aufsteigen will, muss Pokémon fangen. So viele, wie möglich. Dann werden diese verschickt und man erhält Sternenstaub und Bonbons. Das Leveln der Pokémon, ein Prozess bei dem der Spieler eine tiefere Verbindung zu dem Tier formt, ist damit nicht existent.

Die Liste ist noch länger, aber ich ziehe hier mal einen Schlussstrich. Trotz alledem ist Pokémon Go ein Hit. Inzwischen flacht der Hype wieder etwas ab und nach nun genau fünf Wochen Spielzeit befinde ich mich an einem Punkt, an dem ich gerne ein Fazit ziehen würde. (weiterlesen…)

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Ich rutsche eine Böschung hinab und laufe. Ich weiß nicht, woher ich komme oder wohin es mich treibt, also laufe ich weiter. Meine Augen beobachten den Horizont. Der neblige Wald bietet mir Möglichkeiten, mich zu verstecken. Maskierte Arbeiter bewachen merkwürdige Technikvorrichtungen. Kleine Kammern, Schläuche, mitten im Wald. Schwerbewaffnete Männer mit Jagdhunden stehen bereit. Sie suchen mich. Ich laufe weiter. Wenn sie mich schnappen, sterbe ich. Immer und immer wieder. Ich werde erschossen, die Hunde zerfleischen mich, ich falle in einen Graben, ich ertrinke. Doch diese Hindernisse überwinde ich. Eines nach dem anderen. Ich verstecke mich. Ich warte. Und ich laufe weiter. Mit der Zeit verliere ich die Verfolger und mir wird bewusst, dass ich nicht mehr fliehe. Ich bewege mich auf etwas zu. Etwas zieht mich an. Und ich laufe weiter.

Inside ist das neue Spiel von Playdead und der spirituelle Nachfolger des Indie-Erfolgs Limbo, in dem ein kleiner Junge in einem monochromatischen Sidescroller durch Landschaften läuft und Rätsel löst. Erneut erwacht der Spieler im Körper eines Jungen, der im Wald von links nach rechts laufen muss. Die Farben dieser Welt sind erneut entsättigt, lediglich mein rotes T-Shirt gibt dieser tristen Welt so etwas wie Identität. Ähnlich wie in Limbo wird auch in Inside kein Wort gesprochen, die Geschichte ist wieder lose erzählt durch vage Informationen im Hintergrund und der Umgebung, aus denen sich der Spieler einen Reim machen soll. Und ich sterbe. Oft. Doch die Reise geht immer weiter.

Inside jedoch wirklich zu beschreiben, fällt mir äußerst schwer. Die Gemeinsamkeiten mit dem im Vergleich verblassenden Vorgänger hören bereits nach wenigen Minuten auf. Inside ist mehr, will mehr. Und das klappt! In den ersten Minuten erinnert esnoch an Nineteen Eighty-Four, George Orwells dystopischen Roman über einen allmächtigen, totalitären Überwachungsstaat. Überall lauern Gefahren, meine Freiheit ist eingeschränkt, man jagt mich – und tötet mich skrupellos, wenn man mich, einen kleinen Jungen, findet. (weiterlesen…)

Stranger Things Wowcast

In der 70. Ausgabe des Wowcasts besprechen wir nach den ersten drei Folgen im letzten Podcast (Wowcast 69: Der VHS-Core von Stranger Things) nun die komplette Staffel von Netflix 80s-Reference-Porno Stranger Things.

René (@nerdcoreblog, Facebook) und ich erklären, warum die Duffer Brothers kein Tarantino sind, warum der ganze 80s-Overkill in Stranger Things nur auf Mariobarthschem-Kennste-Kennste-Niveau bleibt, warum genau das einer der Gründe für den Hype ist, warum dieser Hype und der 80s-Overkill nervt und warum das ganze auf einen tatsächlich pathologischen (und vielleicht auch nötigen) Eskapismus in einem eher uncoolen Sommer hinweist.

strangersssssDas Intro wurde uns freundlicherweise vom großartigen Herrn Kaschke eingesprochen, Musik und Produktion von 3typen, Intro-Intro: S U R V I V E – Theme from Stranger Things, Outro: Reagan Youth – Go Nowhere (aus S01E02 The Weirdo on Maple Street).

Vulture: A Stranger Things Glossary: Every Major Film Reference in the Show, From A–Z
Nelson Cash: The Typography of ‘Stranger Things’ – How one designer got hooked to a TV show in 52 seconds
Variety: ‘Stranger Things’ Tests Limits of Netflix’s Nostalgia Strategy
The Ringer: ‘Stranger Things’ Phones Home – The new Netflix show taps into the ’80s childhood imagination
Thrillist: 11 Questions we still have after binging Netflix’ „Stranger Things“
The Playlist: The Excellent ‘Stranger Things’ Score Will Be Getting An Official Release
Bandcamp: S U R V I V E

References to 70-80’s movies in Stranger Things

References to 70-80's movies in Stranger Things from Ulysse Thevenon on Vimeo.

Stranger Things Point’n’Click-Mockup

Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:

MP3: wowcast70.mp3 (106,4MB)
Soundcloud: Wowcast 70: Stranger Things und sein pathologischer 80s-Eskapismus
iTunes: NC-Podcast
Podcast-Feed: http://feeds.feedburner.com/nc-podcast
Bildquelle © Netflix/Amblin