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In this exclusive original video, for Palladium, Daisy Lowe put her boots on and explored an 18th century Georgian house in the heart of Spitalfields, musing on the music she likes, her idols and what inspires her.

In the film, Daisy shares the importance of authenticity and being original, characteristics, which she embodies in the way she dresses and her personal style. With new fads coming and going every day, and copy cats everywhere, the movement towards authenticity and originality is a great thing. Palladium has been the original for over 60 years, and this is why we’re proud to present this film.

Vorher auf PEWPEWPEW:
“Hidden Gems of L.A.” – Eine Entdeckungsreise in L.A.

Originaltitel: Midnight in Paris
Regie: Woody Allen
Drehbuch: Woody Allen
Darsteller: Owen Wilson, Rachel McAdams, Marion Cotillard, Kathy Bates, Michael Sheen
Produktion: Mediapro, Gravier Productions
Verleih: Sony Picture Classic, Pathé
Länge: 100 Minuten
FSK: 6 Jahre
Start: 18. August 2011

“I’m having trouble because I’m a Hollywood hack who never gave real literature a shot.”

Woody Allen ist einer der am härtesten arbeitenden Leute in Hollywood. In den letzten Jahren hat er fast jedes Jahr einen Film herausgebracht, manchmal auch zwei. Als wahrhafter Auteur schreibt und dreht er seine Filme selbst, was zwar doppelt soviel Arbeit ist, ihm aber Spaß macht. Immerhin ist die Finanzierung eines Woody Allen Films dank seiner Marke und seinem Erfolg über Jahrzehnte hinweg kein Problem und somit kann er tun und lassenwas er will. Das führt aber auch dazu, dass nicht jeder Film ein weiter Wurf ist. Besonders in den letzten Jahren sind seine Filme eher Mittelmaß, wenn natürlich auch gehobenes und mit einem gewissem Charme.

Das ändert sich mit dem Film ‘Midnight in Paris’, der dem Drehbuchautor Gil und seiner Verlobten auf einen Urlaubstrip nach Paris folgt und zu verzaubern weiß. Es gibt relativ am Anfang des Films einen kleinen Spoiler, der, wenn man ihn nicht kennt, diesen noch magischer wirken lässt; es ergibt aber keinen Sinn über den Film zu reden, wenn man diese Vorschau nicht anspricht. Zumal er die Prämisse des Films und nicht sein Inhalt ist. Gil strauchelt mit seinem ersten Roman und seiner Beziehung. Eigentlich will er keine Auftragsdrehbücher abliefern, sondern viel lieber in Paris leben und den Zauber der Stadt einfangen. Hinzu kommt, dass er ein großer Nostalgiker ist und auf Generationen von Autoren und Künstlern zurückblickt, die es besser gehabt haben als er- insbesondere das Paris der 20er Jahre hat es ihm angetan.

Als er eines Nachts angetrunken durch Paris spaziert, kann er seinen Augen nicht glauben: Ein vollgeladener uralter Peugeot macht vor ihm halt und die Insassen laden ihn auf eine Party ein. Dort trifft er auf die Fitzgeralds, Hemingway und später auch auf Künstler wie Dali (Adrien Brody in einem der besten Cameos aller Zeiten) und Picasso. Schon bald verliebt er sich in die schöne Geliebte Picassos (Marion Cotillard) und muss sich entscheiden, ob er in seinem persönlichen Golden Age bleiben möchte. Bei seiner Beschreibung der Roaring Twenties ist Woody Allen sehr detailliert und liebevoll, Gil können nicht genug Ikonen begegnen.

Das für den geneigten Zuschauer charmante dabei ist, dass Gil diesen Personen stets alleine begegnet, sie kennt und sie bewundert – wie Allen es tun würde. Nie wird er dabei von einem anderen Charakter begleitet, zum Beispiel seiner Verlobten Inez, einem typisch-amerikanischen Material-Girl, die sich wohl wie viele Normalozuschauer fragen würde: “Wer sind diese Leute, Gil, und wieso flippst du so aus?!”.

Das passiert nie und das macht ‘Midnight in Paris’ zu einem einzigartigen Film, der sich gegen die in Hollywood herrschende Doktrin durchsetzt und eben kein Film für die Masse ist. Wer jedoch ein gewisses kulturelles Allgemeinwissen besitzt, ein Interesse für Kunst und Literatur und vielleicht auch mal das ein oder andere Buch in der Hand hatte, wird ähnlich wie Gil Gefallen an Allens Portrait des surrealistischen Paris haben. Allen trifft außerdem die goldrichtige Entscheidung- getreu seines Hauptmotivs, des Surrealismus- Gils wundersame Reise nie zu erklären, was den Film zu einem modernen Märchen macht, mit ähnlich romatischen und verliebten Stadtaufnahmen von Paris, wie sie zum Beispiel Disney zeichnen würde. So sticht insbesondere der Prolog des Films heraus, der von Touristenattraktionen über kleine Gässchen in Montmartre, Paris so zeigt, wie Allen es sieht und den Zuschauer sehen lassen will. Klar ist, dass er den Normalozuschauer, ebenso wie den Normalotouritst, eigentlich gar nicht anzielt, sondern Intellektuell-kreative wie ihn selbst.

‘Midnight in Paris’ ist ruhig, in der besten Weise wie man das verstehen kann und die beste Alternative zum lauten Kinosommer. Er ist lustig, charmant, intellektuell und wundervoll magisch. Owen Wilson kann einmal wieder zeigen, was für ein wirklich guter Schauspieler er ist und der Rest des Casts ist ebenso fantastisch (alleine für Michael Sheens Charakter Paul, einem der besten Platzhirschen der letzten Kinojahre,  lohnt sich der Kinobesuch). Woody Allen war nie wirklich fort, ist aber trotzdem zurück.

 10/10

Originaltitel: Rise of the Planet of the Apes, USA 2011
Regie: Rupert Wyatt
Drehbuch: Rick Jaffa, Amanda Silver
Darsteller: Andy Serkis, James Franco, John Lithgow, Freida Pinto
Produktion: 20th Century Fox, Chernin Productions
Verleih: 20th Century Fox
Länge: 105 Minuten
FSK: 12 Jahre
Start: 11. August 2011

Diese Review enthält Spoiler zu ‘Planet der Affen’ (1968)

‘Planet der Affen: Prevolution’ ist eigentlich ein Film, den niemand braucht. Es wird sich kaum jemand mit ein bisschen Interesse an Film finden, der das legendäre “It was Earth all along”-Ende mit Charlton Heston aus dem originalen ‘Planeten der Affen’ nicht kennt. Ein Prequel sollte eigentlich langweilig und unnötig sein, da jeder, der sich für diesen Film interessiert, bereits weiß – und das auch dank des Titels -, wie dieser Film endet und worum es geht. Daher ist es den Drehbuchautoren Rick Jaffa und Amanda Silver und insbesondere Regisseur Ruper Wyatt zu verdanken, dass ‘Planet der Affen: Prevolution’ keineswegs unnötig ist, sondern seine eigene Geschichte erzählt und vor allem eins ist: spannend.

Will (James Franco) ist ein junger Forscher, der versucht ein Heilmittel für Alzheimer zu finden um vielen Menschen, aber vor allem auch seinem an Alzheimer leidenden Vater (John Lithgow), zu helfen. Seine Mittel testet er an Menschenaffen, bis einer von ihnen durchdreht, dasProgramm abgeschaltet wird und alle Affen eingeschläfert werden. Als Will und sein Mitarbeiter unerwartet ein Baby in einem Käfig entdecken, nimmt Will es mit nach Hause, entschließt sich es Caesar zu nennen und ihn im Geheimen groß zu ziehen. Caesar wächst schnell und nach 8 Jahren ist Caesar der schlauste Affe der Welt, die aber nichts von ihm weiß – bis zu einem Vorfall, nach welchem er in ein Heim muss, wo er und alle anderen Affen schlecht behandelt werden und feststellen muss, dass nicht alle Menschen so gut sind wie sein Ziehvater Will.

Der Segen des Films ist seine stringent erzählte Geschichte, die genau so lange ist wie sie sein muss. Der Film hat einen bewussten Fokus auf Caesar, der sich am Ende auszahlt. Oft hat das Drehbuch die Chance  zum Comic Relief abzubiegen oder sich ein wenig von seiner romantischen Seite zu zeigen, zum Beispiel als James Francos Will die Tierärztin (Frieda Pinto) kennenlernt; das Buch entscheidet sich aber strikt dagegen. Es bleibt bei Caesar und springt 5 Jahre in die Zukunft. Denn das ist seine Geschichte und sein Film. Dies ist der größte Vorteil des Films, aber vielleicht auch im Gesamtgeschehen sein größter Fehler. Bereits bei den Trailern fragte ich mich, wie diese paar Affen die Welt erobern können. Da der Film ab der zweiten Hälfte stets bei Caesar bleib und Caesar gar nicht die Welt erobern will, sondern lediglich in Freiheit, abseits der Menschen, leben will, ist das alles kein Problem. Dafür gibt es einen netten Twist, der je nach Geschmack zu spät oder genau passend kommt.

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‘Super 8’ Review

05 Aug, 2011 · Sascha · Featured,Film,Review · 0 comments

Originaltitel: Super 8, USA 2011
Regie: JJ Abrams
Drehbuch: JJ Abrams
Darsteller: Joel Courtney, Elle Fanning, Riley Griffiths, Noah Emmerich, Kyle Chandler
Produktion: Amblin Entertainment, Bad Robot Productions
Verleih: Paramount Pictures
Länge: 112 Minuten
FSK: 12 Jahre
Start: 4. August

Steven Spielberg hat die Geschichte des Kinos wie kaum ein anderer verändert und bleibt bis heute die führende Stimme der Industrie. Dass ein so einflussreicher und erfolgreicher Mann ganze Generationen von Menschen nicht nur beeindruckt, sondern auch inspiriert, haben die letzten Jahrzehnte des Mainstreamkinos bewiesen. Einer, der die letzten Jahre des Entertainment wie kaum ein anderer beeinflusste, ist JJ Abrams, der Spielberg als eine seiner Hauptinspirationen nennt und von nicht wenigen als der Nachfolger Spielbergs angesehen wird. Als die beiden sich bei der Oscar Nacht 2008 trafen, soll Abrams ihm eine seiner Ideen gepitcht haben: Was wäre, wenn E.T. nicht nett, sondern eigentlich ein ziemlicher Bad-Ass wäre?

Sommer 1979: Vier Monate nach dem Tod seiner Mutter versucht Joe (Joel Courtney) die Sommerferien mit seinen Freunden zu genießen. Sein bester Freund Charles (unglaublich gut gespielt von Newcomer Riley Griffiths) will endlich seinen Zombiefilm fertig drehen und lädt dazu Alice (Elle Fanning), den Schwarm aller Jungs ein. Als die Gruppe dann nachts heimlich zu einem abgelegenen Zugbahnhof fährt, um dort zu drehen, fährt plötzlich ein Truck auf die Schienen und kollidiert mit einem heranrasenden Zug, der daraufhin entgleist. Als sich der Staub gelegt hat, kommt ein unheimliches Klopfen von einem der Wagons und die umgefallene Super 8 Kamera nimmt etwas Unheimliches auf. Kurz darauf müssen die Kinder flüchten, denn das herannahende Militär droht alle Beweise und Zeugen zu vernichten.

Abrams liebt die Amblin-Filme von Spielberg. Wer nicht? ‘E.T.’, ‘Close Encounters of the Third Kind’, ‘Jurassic Park’ und ‘The Goonies’ sind Klassiker des modernen Films und Spielbergs vielleicht größtes Erbe. In vielerlei Hinsicht ist ‘Super 8’ eine Hommage an diese Filme, doch die Linie zwischen Hommage und Kopie droht zu verschwimmen, da der Film praktisch ein Schmelztiegel dieser Filme ist – und zum Teil nicht mehr. Dennoch schafft es Abrams, dass sein Film sich über weite Teile hinweg in diese Liste von Filmen einreihen darf, ohne dabei jedoch wirklich etwas auszusagen, so wie die anderen dies tun. Abrams hat einen tollen visuellen Stil (Die Lens-Flares sind Teil seines Stils, get over it!), einen wunderbaren Cast (die Jungschauspieler sind allesamt fantastisch) und ein gutes Drehbuch, in dem vor allem die ersten beiden Akte mit wunderbaren Dialogen im Social Network-Sorkin-Stil und einer großartigen Dynamik aufwarten. Das rettet den Film über seinen überstürzten und teilweise unnötig lauten dritten Akt (Zum Beispiel das Militär, das die halbe Stadt niederschießt – in alle Richtungen, kreuz und quer – wobei das Alien auf dem Friedhof, weit außerhalb des “Kampfgeschehens” ist) hinweg.

Auch wenn der dritte Akt mehrere geniale Szenen hat, u.a. eine Reminiszenz an die T-Rex Ausbruchsszene aus ‘Jurassic Park’ (hier attackiert das Alien einen Bus), beginnt der Film gegen Ende doch sehr aus dem Ruder zu laufen (wie viele andere Filme). Während Abrams auf visueller Sprachebene stets die kreative Kontrolle behält und tolle Bilder einfängt (u.a. einen Panzer, der über einen Spielplatz fährt – eingerahmt durch ein Kinderzimmer in dessen Wand ein riesiges Loch gepustet wurde), fühlt sich sein Drehbuch zu übereilt an. Die Begegnung des Jungen mit dem Alien findet viel zu spät statt. So wurde uns im Trailer das Gefühl gegeben, dass die Kinder einen Einfluss auf das Vieh haben oder immerhin eine tiefere Verbindung als alle anderen zu ihm entwickeln, da sie es zufällig mit ihrer Super 8 Kamera aufgezeichnet haben. Doch nichts davon passiert. Wir sehen auf dem Film nicht mehr als wir vorher schon erblicken konnten und der Plot wird dadurch nicht vorangetrieben. Wer ebenfalls nichts vorantreibt ist Joes Vater, gespielt von Kyle Chandler, der zwar seine Rolle gut ausfüllen kann, diese dabei aber einfach nicht genug hergibt.

Es gibt diese eine Szene, in der Mr. Lamb seinem Sohn verbietet Alice wieder zu sehen und Joel Courtney spielt diese Szene wunderbar. Man möchte ihn als Zuschauer quasi in den Arm nehmen. Kyle Chandlers Performance in dieser Szene ist perfekt, er hat dieses typische Vater-Gesicht. Eigentlich will Chandlers Vater seinen Sohn umarmen, doch das Drehbuch lässt ihn nicht. Das fand ich schwach.

Eine Umarmung zwischen Vater und Sohn, die vor 4 Monaten Frau bzw. Mutter verloren haben, zerstört nicht den Konflikt im Drehbuch, Herr Abrams, sondern hätte ihn unterstützt und wäre eine echte dramaturgische Steigerung gewesen. Die finale Reunion hätte umso besser funktioniert.

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Die Comic-Con in San Diego ist nicht nur Jahr ein Jahr aus das Jahreshighlight der Comicgeeks, sondern auch für Freunde des Filmgenres gibt es einiges Neues und das nicht nur im Bezug auf Comicverfilmungen, sondern auch vor allem jede Menge Sci-Fi und Nerdstuff! So gab es auch erstmals Bildmaterial zu Ridley Scotts ‘Alien’-Prequel ‘Prometheus‘. Hoffen wir mal, dass man das in den nächsten Tagen irgendwo online einsehen kann – solange bleibt für uns Daheimgebliebene lediglich ein erstes Photo, das aber auch nicht von schlechten Eltern ist und schon einen für mich richtigen Ton trifft.

Den falschen Ton traf eher Ridley Scott, der über Live-Stream auf die Con übertragen wurde und meinte, dass er:

I’ll never work without 3D again, even for small dialogue scenes.

Da ich 3D allgemein negativ gegenüber gestimmt bin, keine besonders gute Nachricht. Aber Herr Scott erzählt noch ein bischen, wieso und weshalb und warum. Auch LOST-Mensch und Drehbuchator Damon Lindelof scheint vom 3D überzeugt zu sein und meint, dass der Film und die Sets insbesondere dafür gebaut worden wären. Lassen wir uns mal überraschen. 3D hat lediglich bisher mit Avatar, also einem Sci-Fi-Film, gut funktioniert – vielleicht kann Scott tatsächlich was reißen.

(via)

Ich habe in den Weiten des Internets noch dieses Bild von Noomi Rapace im Astronautenoutfit gefunden. Schaut ziemlich toll aus. Das Bild stammt von der Präsentation eines Clipreels des Films, das wohl leider nicht online gehen wird. Schade. Das Photo schaut trotzdem ziemlich genial aus und der Stil und der Vibe der zwei Photos gefällt mir bisher sehr.

Für den neuen Spider-Man Film ist diese Comic-Con zwecks seines Releasedatums im kommenden März 2012 die letzte Chance Comicgeeks zu beeindrucken und daher war die Marketingkampagne in den letzten Wochen und Tagen am kochen. Neben den EW-Photos und dem Teaser Trailer gibt es nun ein erstes, hübsches Teaser Poster.

(via)

/Film hat auch viele tolle Bilder von der Comic-Con, so zum Beispiel dieses hier vom ‘Avengers‘ Stand.

Ebenso gibt es ein tolles Concept Art von Hawkeyes Kostüm. Jeremy Renner wird im Film diese Rolle übernehmen wie schon in Thor. Als jemand, der die Comics nicht gelesen hat, aber ein bischen belesen ist, glaube ich, dass im Hintergrund da ein Raumschiff der Skrulls zu sehen ist? Anyways, mehr Concept Art gibt es hier.

Neill Bloomkamp hat 2009 einige mit seinem Debut ‘District 9’ umgehauen; daher wird sein zweites Feature, erneut ein heavy-Sci-Fi Film, von Geeks und Nerds weltweit erwartet. Auf der Comic-Con startete jetzt schon eine virale Marketingkampagne für den Film, obwohl bisher noch keine Szene gefilmt wurde und der Film erst im März 2013 in die Kinos kommt. Dafür gibt es aber schon seit November letzten Jahres ein Video, das einen gewissen Vorgeschmack lieferte und nun gibt es dieses Video zur Fake-Firma “Armadyne“, die wohl ein Multigenerationenschiff oder ähnliches baut. Immerhin haben wir mit 2097 wohl ein Jahr, das ungefähr zeigt, in welche Richtung ‘Elysium‘ geht.

Da das CC-Wochenende gerade erst begonnen hat und man noch auf mehr Material, so zum Beispiel den Avengers-Trailer hoffen kann, halte ich den Post über’s Wochenende stets geupadet. Happy Weekend, Nerds!

Was für eine Woche. Normalerweise sagt man ja, dass es eine Ruhe gibt, vor dem Sturm, doch vor der Comic-Con am kommenden Wochenende ist einiges los in Sachen Comic-Verfilmungen. Der etwas enttäuschende Teaser zu Nolans drittem Batmanteil und die After Credits Szene / Avengers Teaser sind ins Netz gelangt, doch der bisher beste Augenschmaus ist Marc Webbs ‘The Amazing Spider-Man’. Der Stil überzeugt mich nun doch, ziemlich dunkel ohne sich selbst vielleicht zu ernst zu nehmen und verdammt gutaussehend. Auch die Musikwahl gefällt mir. Ansonsten wohl eine typische Originstory, also, nichts neues. Das ist schade. Aber man kann eine Story auch neu verfilmen und dabei neues entdecken und entwickeln: So zum Beispiel die POV (Point of View) Szene im Trailer,

die zwar nach Computer schreit (die ist noch nicht final, gebt dem Film Zeit!!!), aber dafür auch verdammt schnieke ist. Das ist eine Szene, die ich mir seit Jahren mal gewünscht habe und weshalb ich so gern Mirror’s Edge gespielt habe. Sehr genialer Trailer.

“What if he doesn’t exist anymore?” – “He must. He must.”

*UPDATE*: Der Trailer ist jetzt in guter Qualität online. Originaler Post: Bisher leider nur als bootlegged Kopie des Trailers, der momentan vor dem Harry Potter in den USA läuft. Könnt damit rechnen, dass das Ding schneller weg ist als ihr gucken könnt, deshalb: schnell mal besser gucken. Bis eine offizielle Version online landet, werde ich versuchen ein aktuelles Video stets eingebettet zu haben. Inhaltlich überzeugt mich das Ganze doch ziemlich sehr. Die Rückkehr von Raz Al’Gul und die Verbindung zu Batman Begins finde ich sehr gut. The Dark Knight war auf Grund vieler Faktoren ein Hit, aber auch vor allem, da es ein Stand-Alone-Film war und ihn jeder verstehen konnte. Ich denke ein Großteil der Zuschauer hatte Batman Begins nicht gesehen, wenn man mich fragt. Daher freut es mich, dass die Trilogie so beendet wird.

Das Aufgeben der alternativen Identität fand ich in Spiderman 2 schon sehr gut und Nolan wird das auch schön umsetzen können.

‘Transformers 3’ Review

10 Jul, 2011 · Sascha · Featured,Film · 0 comments

Originaltitel: Transformers: Dark of the Moon
Regie: Michael Bay, USA 2011
Drehbuch: Ehren Kruger
Darsteller: Shia Labeouf, Rosie Huntington-Whitely, Josh Duhamel, John Malkovich
Produktion: DreamWorks Pictures
Verleih: Paramount Pictures
Länge: 156 Minuten
FSK: 12 Jahre
Start: 2. Juni 2011

Als ich mir vor einiger Zeit mal vornahm Reviews zu jedem Film zu schreiben, den ich so sehe, war mir schon vorher klar: Das wird nichts. Oft fehlt mir dann doch einfach die Zeit etwas zu schreiben. Es liegt selten daran, dass ich nichts zu einem Film zu sagen hätte, denn grundsätzlich kann man vieles diskutieren und unterschiedlich lesen, sodass neue Ansichten aufgezeigt werden können. Viel zu diskutieren gibt es auch immer bei Michael Bays Transformers-Filmen, die von Kritikern gehasst und von der breiten Masse geliebt werden. Ich hatte mich wirklich auf den letzten Teil gefreut, da der Trailer nicht schlecht war (was aber – wie man inzwischen weiß – nichts zu heißen hat. Beispiel: Transformers 2) und ich prinzipiell in diesem Kinojahr Action bisher stark vermisste. Und wenn Bay eins kann, dann ist es Action. Doch jetzt sind schon mehrere Tage seit dem Kinobesuch vergangen und trotzdem muss ich mich dazu durchringen, etwas zu schreiben, denn ich habe keine große Lust es zu tun, aber ich bin der Meinung, dass es gehört werden sollte.

Bay liefert erneut solide Action ab, übertreibt mit seinen Effekten erneut und lässt unter anderem trainierte Fallschirmspringer mit so genannten Wingsuits, die ein längeres Gleiten ermöglichen, durch die Häuserschluchten von Chicago segeln.

Das ist alles schön und gut, wenn endlich mal jemand der Reihe Seele einhauchen würde. Nichts hat sich verändert. Shia Labeouf spielt sich immer noch auf Sparflamme im “NoNoNoNo”-Modus, seine Eltern sind vielleicht die cringeworthigsten Figuren des letzten Jahrzehnts auf Film, das Drehbuch ist verfaulter Schweizer Käse und dem Film fehlen Figuren auf einem menschlichen normalen Level. Und hey, Transformers gibt es ja auch! Wenn die nur mal jemand in den Vordergrund schieben würde…

Oftmals blitzen wirklich coole Momente durch. Die Anfangsszene mit dem obligatorischen Start auf Cybertron, der uns dann via Apollo 11 auf unseren Mond bringt – das Ganze untermalt von Kennedyansprachen -, ist wirklich gut. Sobald die Story aber wieder Sam folgt, geht alles bergab. Wenige Momente stechen hervor; ironischerweise sind es die, in denen kein Mensch vorkommt, sondern die Konflikte der Transformers untereinander in den Vordergrund treten und die Probleme spürbar werden. Dies sind wenige wirklich interessante Momente. Es sind die wenigen Momente mit Herz und einem Hauch von emotionaler Verbindung mit dem Publikum. Dies sind die einzigen Figuren, die für kurze Zeit Menschlichkeit ausstrahlen dürfen – ironischerweise ist kein Mensch je in einer dieser Szenen.

Allgemein vermisst Transformers 3 Humanität. Auch auf einem emotionalen Level. Das dargestellte Level an Gewalt, mit dem sich die Autobots und die Decepticons hier bekämpfen, lässt einen erschaudern. Ein Decepticon wird von unseren “Helden” in der Luft in mehrere Teile zerrissen, einem anderen wird der Kopf vom Körper gerissen – alles in Zeitlupe. In Bays eindimensionaler Welt ist dieser Racheakt natürlich berechtigt, zuvor hatte dieser Decepticon mehrere Menschen in War of the Worlds Manier ihrer Kleider entröstet. Diese, für die Reihe durchaus dunklen, Szenen,
wechseln sich aber zu schnell mit unlustigem Slapstick und Witze auf PipiKaKa-Niveau ab, sodass nie wirklich eine bedrohliche Stimmung aufkommen kann – noch wirkliche Spannung oder Betroffenheit. Das unglaublich freche und skrupellose Product Placement tut seinen Senf dazu, dass man auch nur aus der niedrigsten Immersion herausgerissen wird.

Aber wer erwartet schon einen wirklich guten Film, wenn er Transformers schauen geht? Die meisten wollen das, was sie am Ende auch irgendwo kriegen. Ein bisschen Action mit einer einfachen Story und irgendwo ein bisschen Spaß und – hey – da gibt’s ja auch ‘ne heiße Braut! Der dritte Teil ist die Inkarnation des Produktionscredos Hollywoods der letzten Franchisejahre. Es wird soviel wie möglich hineingestopft, sodass letztendlich jedem irgendwas schmecken kann. Leider ist ein Film aber kein Buffet, bei dem man sich picken kann, worauf man Lust hat, sondern eine Suppe, die vorsichtig gesalzen werden will.

Transformers 3 ist die Defintion des mehs, einem englischen Ausdruck, der für Apathie, Langeweile und Gleichmut steht. Es kann alles bedeuten. Und das sollte Film nicht.

5/10