Politik - PewPewPew

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Wenn euch das Netz auch nur ein bisschen am Herzen liegt, dann macht euch bitte ein paar Minuten um diese Petition beim Deutschen Bundestag zu unterzeichnen. Macht bitte mit, das hier ist wichtig. Das ist nicht irgendeine Petition, sondern eine hochoffizielle beim Bundestag und über diese Schiene haben wir schon des öfteren was erreicht. Das wird nur was bringen, wenn wir Lärm und Radau und �rger machen. Also los, aus. Unterzeichnen, Retweeten, Rebloggen, kreativ die Message unters Volk bringen und auf die Straße.

Der Deutsche Bundestag möge ein Gesetz beschließen, das Internetanbieter (Provider verpflichtet, alle Datenpakete von Nutzern unabhängig von Ihrem Inhalt und Ihrer Herkunft gleich zu behandeln. Insbesondere sollen keine Inhalte, Dienste oder Dienstanbieter durch diese Provider benachteiligt, künstlich verlangsamt oder gar blockiert werden dürfen. […]

Die Netzneutralit�t ist ein wichtiger und elementarer Grundbaustein eine freien Internets. Ist keine Netzneutralität gegeben, so besteht die Gefahr eines “Zwei-Klassen-Internets”, in dem die Provider kontrollieren, auf welche Dienste und Inhalte Nutzer zugreifen können. Das käme einer Zensur aus wirtschaftlichen Aspekten gleich.

Wirtschaftspolitik – Verpflichtung der Internetanbieter zur Netzneutralität vom 23.04.2013, via Nerdcore

Recht auf Remix

08 May, 2013 · Sascha · Medien,Politik · 1 comment

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Der Digitale Gesellschaft e.V. hat die Kampagne für ein Recht auf Remix gestartet. Das ist so unglaublich wichtig Leute! Es geht um eine deutsche Fair-Use-Regelung, die längst überfällig ist. Bitte macht mit bei der Petition.

Wir leben in einem Zeitalter des Remix. Kreativität und Kultur bauten schon immer auf bereits Bestehendem auf. Internet und digitale Technologien ermöglichen aber die kreative Nutzung existierender Werke in völlig neuen Dimensionen: Nie zuvor war es so vielen möglich, Werke auf so unterschiedliche Arten zu verändern und so einfach anderen zugänglich zu machen. Mehr denn je gilt heute: “Everything is a Remix.

In der klassischen Neuschöpfung tritt das Alte bis zur Unkenntlichkeit in den Hintergrund. Remix als Kulturform zeichnet sich hingegen dadurch aus, dass Altes im Neuen kenntlich bleibt. Remix ist eine kreative Kopie, die als solche erkennbar ist. In dem Maße, in dem die kreative Kopie Teil des kommunikativen Alltags breiter Bevölkerungsschichten wird, ist ein Recht auf Remix eine grundlegende Voraussetzung für die Kunst- und Meinungsfreiheit einer Gesellschaft. Unter einem Recht auf Remix verstehen wir ein Bündel aus drei digitalen Kreativitätsrechten:

– Das Recht, Werke bei der Nutzung zu verändern und das Ergebnis öffentlich zugänglich zu machen (Pauschalvergütetes Transformationsnutzungsrecht — Beispiel: Hintergrundmusik im Handyvideo).

– Das Recht, Remixes von bestehenden Werken zu erstellen und diese öffentlich zugänglich zu machen (Pauschalvergütetes Remixrecht – Beispiel: Fake-Trailer einer Fernsehserie).

– Das Recht, gegen Zahlung einer angemessenen Vergütung Remixes auch kommerziell zu verwerten. (Lizenzpflichtiges Remixverwertungsrecht – Beispiel: Verkauf von Musik-Mashup via iTunes)

Mehr Informationen: Recht auf Remix. Ihr könnt dort übrigens euren Lieblingsremix auswählen und ich will da mal eine Lanze für Filmremixe brechen und wähle Kees van Dijkhuizens Cinema 2011 aus.

Präsident Barack Obama und Conan O’Brien geben beim diesjährigen White Hosue Correspondents’ Dinner ihr Bestes die Presse zu unterhalten. Highlight ist ein Einspieler von Steven Spielberg, der sein neues Biopic über Präsident Obama plant. In der Hauptrolle? Daniel Day-Lewis. (weiterlesen…)

Imagine A World Without Hate

09 Apr, 2013 · Sascha · Politik · 0 comments


via Devour


via Nerdcore (Wo sonst?)

War letzte Woche überall: Dennis Rodman war in Nordkorea Kim Jong-un einen Besuch abstatten. Sie haben ein wenig Basketball geguckt und sich angefreundet. Wisst ihr alles, was aber neu ist, ist dieses unglaublich geniale Video aus dem nordkoreanischen TV mit Spitzensoundtrack, der irgendwie den schmalen Grat zwischen Zeitlosigkeit und kompletter Deplatzierung wandert. Und überhaupt, voll die Party da! Fun, fun, fun!

Die Obama-Administration hatte ja eine Petitionsseite eingerichtet, bei der man etwas einrreichen kann und wenn sich da eine Mindestzahl an Leuten dafür aussprechen, muss eine Reaktion folgen. Diese Sache wurde in den letzten Wochen leider von doofen Leuten genutzt und so wollten ein paar Texaner die Union verlassen und Piers Morgan sollte dem Land verwiesen werden.

Doch dann gab es auch eine Petition, die den Bau eines Todessterns forderte, wegen Jobs und Science, und so. Obamas Leute reagierten und haben in einer echt langen und überraschend informativen Antwort, die den genialen Titel “This Isn’t the Petition Response You’re Looking For” trägt, beschrieben, wieso das mit dem Todesstern eigentlich eine ziemlich schlechte Idee ist.

The Administration shares your desire for job creation and a strong national defense, but a Death Star isn’t on the horizon. Here are a few reasons:

– The construction of the Death Star has been estimated to cost more than $850,000,000,000,000,000. We’re working hard to reduce the deficit, not expand it.
The Administration does not support blowing up planets.
– Why would we spend countless taxpayer dollars on a Death Star with a fundamental flaw that can be exploited by a one-man starship?via René

Die NASA findet tröstende Worte:

Habe ich gestern Nacht live gesehen und fand es unglaublich wie leidenschaftlich der sonst recht langweilige und konservative Piers Morgan hier ist. Fast so als ob Will McAvoy aus The Newsroom real geworden ist. Ich wünschte mir ja, dass Journalisten immer so aggressiv Lügner und sonstige Bullshittypen angehen würden; insbesondere solche Köpfe, wie man sie im Vorwahlkampf der Republikaner sah. So richtig los geht’s ab 7:00.

Vereinigte Staaten, 2012
Regie: Bobcat Goldthwait
Drehbuch: Bobcat Goldthwait
Darsteller: Joel Murray, Tara Lynne Barr
Länge: 104 Minuten
FSK: 18
Rating: ★★½☆☆

American Idol, Honey Boo Boo, die Kardashians, gierige kleine Gören kotzen sich aus, weil sie einen BMW statt einen Cadillac bekommen. Bobcat Goldthwait zieht sein Fazit: Die amerikanische Gesellschaft ist krank, pervers und kaputt.

Diese Welt sieht er durch die Augen eines normalen Typen, dessen Leben in letzter Zeit nicht mehr so richtig läuft. Frank ist geschieden, lebt alleine, die Nachbarn nerven mit ihrer lauten Musik und dem ständig weinenden Baby und er verlor gerade seinen Job wegen sexueller Belästigung, obwohl er nur der Empfangsdame ein Buch ausgeliehen und ihr Blumen geschenkt hat. Sie fühlt sich nicht mehr sicher an ihrem Arbeitsplatz, deshalb muss Frank gehen. Und obendrauf erfährt er noch von seinem Arzt, der nebenbei gerade eher um seinen Sportwagen besorgt ist als um Frank, dass er einen unoperierbaren Gehirntumor hat. Als sich Frank am späten Abend eine Knarre in den Mund drückt, ist er entschlossen mit alledem Schluss zu machen. Doch dann kommt ihm eine bessere Idee: Er wird die Welt vorher noch ein wenig verbessern.

Goldthwaits Film ist purer Revengeporn. Klar, jeder hat sich schon einmal gewundert, ob das Leben ohne die ein oder andere Person ein wenig einfacher wäre, aber dafür gleich zur Waffe zu greifen? Das darf nur die Satire – mehr ist Goldthwaits Film auch nicht, leider oft sehr unbeholfen und zu begrenzt. Statt die ohnehin absurden Ausschnitte aus dem TV irgendwie zu persiflieren, werden sie schlicht nachgeahmt. Hier und da etwas überspitzt, aber im Grunde nicht wirklich interessant oder lustig. Leicht überdreht, wie wir es aus Switch Reloaded kennen.

Die Idee hat sich auch sehr schnell abgenutzt. Er trifft auf Roxy, eine kleine Göre, die ebenfalls genug von ihrem Leben hat und von ihren bösen Eltern wegrennt. Ihr skrupelloser Amoklauf ist definitiv unterhaltend für Liebhaber von tiefschwarzem Humor, doch viel mehr kommt nicht. Nachdem sich der Film inhaltlos von einem langen, neunmalklugen Monolog zum anderen hangelt, bei dem die Charaktere nur Auslieferer von Goldthwaits Hass sind, sollen wir uns gegen Ende des zweiten Aktes um die Figuren und ihr Schicksal kümmern. Das funktioniert nicht.

Über die Ausführung der Wunschfantasie kommt der Film nie hinweg. Goldhtwait verliert sich nach einem starken Anfang in seinen Monologen und schafft es nie eine Geschichte aufzubauen, die die Botschaft tragen kann. Das Ende im Bonny & Clyde Gedächtnisstil ist auch nur die logische Konsequenz seiner dünnen Prämisse. Immerhin.