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8. LOST Jahrestag

22 Sep, 2012 · Sascha · Fernsehen · Comments

Am 22. September 2004 stürzte Oceanic 815 über einer geheimnisvollen Insel im Pazifik ab und die Serienlandschaft war für immer verändert. 8 Jahre später bin ich immer noch nicht so richtig los; beim Ende, das ich mir alle paar Wochen immer wieder ansehe, bekomme ich immer noch sofort Gänsehaut. Hier Jimmy Fallons Tribute für LOST, zur Feier des Tages und so.

X-Posting von Equilibrium: Der neue Trailer zu Peter Jacksons ‘The Hobbit: An Unexpected Journey’ ist da und dürfte wohl wieder für feuchte Höschen bei den Fanboys sorgen. Mir gibt er wie schon der erste Trailer nicht viel. Vielmehr interessiert mich da ja schon die 48fps-Version, die Warner nach negativen Reaktionen leider nur limited zeigt. Deutscher Start ist am 13. Dezember.

Chuck Norris ist ein Idiot

16 Sep, 2012 · Sascha · Politik · Comments

Chuck Norris ist ein Idiot. War er schon immer und wird er bei seinem Dickschädel auch immer bleiben. Chuck Norris Witze waren nie witzig. Nur für Leute, die keine Ahnung haben, wer Chuck Norris ist. Chuck Norris ist nämlich neben seiner sporadischen und eher gerade so befriedigenden Tätigkeit als Schauspieler von Nebenberuf Geisteskranker, der jegliche Bezüge zur Realität verloren hat.

Chuck Norris findet nämlich, dass, sollte Barack Obama Anfang November für eine zweite Amtszeit gewählt werden, die Vereinigten Staaten von Amerika untergehen und in eine tausendjährige Dunkelheit verfallen. Kein Scheiß.

Dass Chuck schon immer ein Konservativer war, wissen natürlich Freunde seiner Filme und Walker, Texas Ranger. Er spielte nie Charaktere, nur sich, den harten, ur-amerikanischen Hund. Achja, und verrückt ist er auch. Nicht vergessen!

Immerhin unterstützte er bereits 2008 Mike Huckabee, den damaligen Hoffnungskandidaten der rechten Fundis in den USA. Nachdem der aber nach einem Auftaktsieg bei den Kindern des Korns gewann, dann aber schnell gegen McCain verlor (weil Realität, und so, ne?) und nun eine Show bei dem Teufel Fox News hat, muss Chuck natürlich einen neuen Lieblingskandidaten finden: Das war dann zuerst Newt Gingrich. Natürlich nicht Romney. Niemand an der Basis wünscht sich ernsthaft Mitt Romney. Aber Gott/Geld sprach und nun ist es Romney. Huzzah!

Noch immer nicht genug? Okay, letztens wollte er, dass die Boy Scouts of America für Schwule verbieten und Obamas Staatsangehörigkeit zweifelt er auch an. Vielleicht. Jedenfalls kann er die natürlich berechtigten und keineswegs rassistisch motivierten Nachfragen in dieser Hinsicht voll verstehen.

‘The Take’ Review

15 Sep, 2012 · Sascha · Film,Review · Comments

Regie: David Drury
Label: Koch Media
Land/Herstellungsjahr: Großbritannien 2009
Laufzeit: ca. 176 Min.
FSK: 16
Extras: Keine
Film-Rating: ★★★★☆
DVD-Rating: ★☆☆☆☆

England 1984 – Freddie, grandios verkörpert vom Szenendieb Tom Hardy, wird vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen. Er kehrt zurück zu seinem Cousin Jimmy, seiner Familie und seiner anderen Familie, der Mafia, deren Kopf Ozzy vom Knast aus die Geschäfte regelt. Während Cousin Jimmy anfangs ein besonnener, kluger Kopf ist, verliert sich Psychopath Freddie immer wieder in Gewaltausbrüchen, worunter das Geschäft und seine Familie leiden. Über ein Jahrzehnt hinweg erzählt „The Take“ den Aufstieg der zwei ungleichen Kriminellen im englischen Untergrund. Mit Erfolg, Geld und Frauen kommen Eifersucht, Neid und Rache ins Spiel, an dessen Ende nur einer als Sieger hervorgehen kann.

Eine eigentlich vierteilige Mini-Serie in Deutschland als fast dreistündigen Film zu veröffentlichen, entzieht sich meinem Verständnis. Darunter leidet das Pacing. Jede der vier Episoden hat nämlich spürbar ihren eigenen Arc und ihr eigenes Tempo und belichtet unterschiedliche Aspekte und Facetten der Geschichte. Bild- und tontechnisch ist „The Take” makellos, David Drury erzählt einen intensiven Krimi um Drogen, Sex und eine Menge Geld, in deren Zentrum stets die zwei Hauptcharaktere stehen. Vergleiche mit der Charakterdynamik in „Goodfellas“ und Beschreibungen als „Der englisch Pate“ sind nicht unberechtigt. Gerade deshalb ist es schade, dass die Veröffentlichung so lieblos daherkommt. Dennoch bleibt „The Take“ Fans des Genres empfehlenswert, insbesondere in seinem Originalton.

Kleine Andeutungen zum Ablauf der Staffel sind enthalten.

Eine momentan gern genutzte Strategie der Republikaner im US-Wahlkampf ist es Barack Obama als Außenseiter darzustellen. Der sei doch so anders, neu und ohnehin unmöglich. Dass Obama tatsächlich seine Geburtsurkunde veröffentlichen musste war nur ein Höhepunkt der rassistisch motivierten Schmutzkampagne von im Hintergrund agierenden PACs der Rechten. Obama, der erste farbige Präsident. Das kann ja gar nicht stimmen, er kann gar kein echter Amerikaner sein. Kenianer sei er in Wahrheit, eingeschleußt von einflussreichen Machtgruppen im Hintergrund, die Amerika transformieren wollen, wie es mir letztens einer meiner Mitarbeiter mittleren Alters erzählen wollte. Dabei fällt auch immer wieder die Stadt “Chicago”, aus der Obama und sein direktes Kampagnenmanagement um David Axelrod stammen. Dahin soll er wieder zurück, in die in der Geschichte durch Korruption und organisiertes Verbrechen in Verruch geratene Stadt am Michigansee.

Genau diese Stadt nimmt sich Boss vor und betrachtet sie durch die Augen von Tom Kane, der gerade gesagt bekommen hat, dass er unter Lewy-Körper-Demenz leidet und nur noch ein paar Jahre übrig hat. Ein Todesurteil, keine Frage. Jeder andere Mensch würde sein Leben radikal umkrempeln, womöglich seinen Job kündigen und die übrigen, guten Jahre im Kreise der Familie und Freunde verbringen. Nicht Tom Kane, denn er ist Bürgermeister von Chicago und eine öffentliche Bekanntmachung seiner Krankheit wäre das Todesurteil für seine Karriere und das Leben, an das er und seine Frau sich über die Jahre gewöhnt haben. „Politik ist die Summe der Mittel, die nötig sind, um zur Macht zu kommen und sich an der Macht zu halten und um von der Macht den nützlichsten Gebrauch zu machen“, wusste Machiavelli 1515 und fast 500 Jahre später könnte diese Definition nicht besser auf Tom zutreffen.

In Verbindung mit Max Webers Politikbegriff („Politik ist das Streben nach Machtanteil oder nach Beeinflussung der Machtverteilung […]”) ergibt sich das zentrale Leitmotiv aller Charaktere in der Serie. Tom bedient sich hinterhältiger Politik um seinen festen Griff um Chicago zu erhalten, der ihm all die Jahre Wohlstand und ein befriedigendes Leben gebracht hat. Er bedient sich im Laufe der acht Folgen der ersten Staffel jeglicher Reserven, macht nicht vor Freunden und Familie halt, um seine Machtposition zu erhalten. Klar, Tom hat in seinen vielen Jahren als Bürgermeister auch gute Taten vollbracht, aber es sind die Skandale, die ihn fast zum Rücktritt drängen. Aus dieser Ecke kämpft er sich geschickt mit schmutzigen Tricks. Er ist in jeglicher Hinsicht ein klassischer Politiker Machiavellis, den es heute zu Genüge in der Realität zu finden gibt. Spät in der Serie spricht ein Twist diese Thematik an und gibt dem eigentlichen Erfolg Kanes, den wir uns selbst entgegen unseren guten Verstandes erhofft haben, einen schweren Dämpfer.

Ihm gleich gesinnt ist der agierende Governeur Illinois’ Cullen, den Tom natürlich in der Tasche hat. Er kommt nach Chicago Toms Unterstützung bei einer Wahlkampfveranstaltung zu erhalten, während der bereits mit Ben Zajac, dem Schatzmeister, einen Nachfolger gefunden hat. Der ist jedoch weitaus mehr an Toms attraktive Assistentin Kitty O’Neill interessiert. Die Opposition im Stadtrat ist außerdem auch an ihm interessiert und die Frage seiner Loyalität zu Kane ist in der ersten Staffel leitend. Treu an Toms Seite jedoch agiert seine rechte Hand Ezra Stone, der Kontakte zu Leuten im Untergrund hält, die Toms Gegner beseitigen und ihm verschreibungspflichtige Medikamente illegal besorgen können.

Und dann ist da noch Reporter Sam Miller beim Chicago “Sentinel”, der die Bauarbeiten nahe dem Herzstück von Kanes Karriere, dem Flughafenausbau, untersucht und tief in die Vergangenheit unseres Protagonisten gräbt. Er wird fündig und stürzt den Bürgermeister in den Abgrund, unter anderem mit Hilfe eines Insiders, der Tom ganz nahe zu stehen scheint.

Schauspielerisch ist die Serie allererste Sahne. Ein großes Plus der Serie ist, dass fast ausschließlich unbekannte und unverbrauchte Gesichter gecastet wurden, denen man dank ihrem Talent ihre Rollen sofort abkäuft. Kelsey Grammer überzeugt in jeglicher Hinsicht und verdient den Emmy, den er für seine Rolle erhalten hat, über alle Maße. Es ist Grammers erste Rolle in einer Dramaserie. Es war wichtig eine markante Person für Tom Kane zu casten, deren Gewicht man in diesem Poker um den Thron in Chicago sofort abkauft, aber trotz aller Härte doch in sein Herz schließen kann. Das klappt dank dem Frasier-Star absolut.

Ich kann nicht von mir behaupten, Chicago gut zu kennen, aber mein Gefühl sagt mir, dass man interessante und gute Schauplätze gewählt hat. Wenn auch viele der Szenen in dunklen Räumen und dem Büro des Bürgermeisters spielen, haben sich die Produzenten Denkmäler und historisch signifikante Ecken Chicagos ausgesucht, um ihre Figuren über ihre Pläne oder die Stadt philosophieren zu lassen. Insbesondere das Intro der Serie, unterlegt zu “Satan, your Kingdom must come down” von Robert Plant ist wunderbar und atmosphärisch.

Boss ist eine moderne Version von Game of Thrones. Es geht um Macht, es gibt Sex und Krieg geführt wird auch, jedoch mit anderen Waffen und versteckt. So wie sich das Fernsehen Politik eben vorstellt. Eine dunkle Version des West Wings mit einer schillernden Persönlichkeit, mit der wir leiden und fühlen, die wir aber dennoch nie ganz verstehen werden. Die ultimative Botschaft im Finale ist so real wie die Politik selbst. Sie war die ganze Staffel vor unserer Nase, doch wir haben sie dank einem Mix aus Bequemlichkeit und falscher Zuneigung nie vernommen. Parallelen zur Realität und echten Bürgermeistern in (nicht nur) Chicago sind daher selbstverständlich nicht zufällig und schmerzhaft. Ein gewisses Interesse für Politik ist von Vorteil, aber die Intrigen und Beziehungen, die die Serie ausmachen, sind überaus menschlich und auch ohne genauere Kenntnisse nahbar. Boss ist beste neue Serie der letzten Season.

Rating: ★★★★★

Wisst ihr noch? Recreate Berlin? Diese tolle Aktion in Berlin, bei der junge Leute dabei helfen dürfen die Stadt zu verbessern und nach ihren Vorstellungen zu formen? Läuft immer noch und nun gibt es bereits die dritte Episode, die sich uns nach Charlottenburg führt. Ich habe leider noch nicht viel von unserer Hauptstadt gesehen, aber in Charlottenburg war ich schon einmal. Currywurst gab es natürlich auch, wobei ich aber als stolzer Saarländer nicht zugeben wollte, dass sie eventuell besser schmecken könnte als die heimische. Nunja, trotzdem war Charlottenburg super nett und vor allem lecker. Die Teilnehmer dürfen das nun selbst erkunden:

Tag drei führt unsere 12 Kreativen ins alte Zentrum von Berlin. Wenn die Frage aufkommt, wo es in Berlin die beste Curry-Wurst gibt, dann kann die Antwort nur lauten: in Charlottenburg. Doch der Stadtteil hat natürlich noch viel mehr zu bieten und unser Berlin-Experte DJ Clé entpuppt sich als Gourmet der ersten Güte. Rogazki, Paris Bar, Cassambalis… kulinarisch einiges los im alten West-Berlin. Mit dem GALAXY NOTE sollen die Teilnehmer diese lukullischen Traumwelten explorieren. Na dann mal los: RETASTE Charlottenburg! Auf den Geschmack gekommen?

Mehr Infos und die vorherigen Episoden gibt es drüben bei VICE.
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Es gibt eigentlich schon die definitive Blu-Ray Version von ‘Blade Runner’, auf der sich alle 5 Cuts befinden. Wer aber Sammler ist wie ich, wird wohl auch nicht an der 30 Jahre Edition vorbeikommen. Verstärkt wird mein zukünftiger Kauf auch von dem unglaublich hübschen Cover, das ich gerne als Poster hätte. Außerdem gibt es ein 70-seitiges Booklet mit bisher unveröffentlichem Designkrimskrams. Also ganz nett.

/Film hat den Pressetext und einen Trailer, unterlegt mit Clint Mansells Score zu ‘The Fountain’. Mhmm.

Derweil präsentiert Mondo einen am Freitag erscheinenden Druck von Craig Drake zu ‘Blade Runner’. Es ist ein Portrait von Pris und fällt in die Sparte “Kann-man-machen-muss-aber-nicht”, in die Mondo in letzter Zeit öfters fällt. Wird sich trotzdem verkaufen wie geschnitten Brot.

Drakes Werk ist Teil einer Ausstellung von Mondo, die am Freitag in deren Galerie in Austin beginnt.