Als jemand der sich glücklich schätzen kann, PTAs neues Meisterwerk bereits gesehen zu haben (Review kommt Ende der Woche), darf ich sagen, dass dieses Poster nicht nur wunderschön ist, sondern auch thematisch kaum passender sein könnte. Nach dem Klick gibt es die farbige Version. via FirstShowing
Nach dem riesigen Erfolg der Avengers folgt nun Phase 2 von Marvels “Cinematic Universe” und wie bereits vor 4 Jahren macht Iron Man den Anfang. Tony Stark ist wieder in seiner eigenen kleinen Ecke, ohne seine mächtigen Freunde, und muss sich mit vielen, vielen Gegner herumschlagen. Der Mandarin, sein Erzfeind in den Comics und im Film gespielt von Oscar-Preisträger Ben Kingsley, wird ihm dieses Mal gehörig einheizen.
Regie führt dieses Mal Shane Black, der bereits mit Downey Jr. in Kiss Kiss Bang Bang
zusammen gearbeitet hat. Kinostart ist weltweit am 3. Mai 2013. Schaut verdammt gut aus.
Inge Wegge (25) und Jørn Ranum (22) haben neun Monate in der eisigen Kälte der norwegischen Atlantikküste verbracht und als Einsiedler in einer aus Treibholz und Abfällen gebauten Hütte gelebt. Die Zeit haben sie sich mit dem Surfen einiger der besten Wellen auf dem Planeten verbracht. Aus dem Abenteuer entstand auch eine sehr persönliche Doku namens “North of the Sun”, deren Trailer verdammt schöne Aufnahmen enthält:
Auf der offiziellen Facebook-Seite des Films kann man den Festivallauf des Films verfolgen. GEO hat mit den zwei auch ein interessantes Interview geführt, in dem sie Antworten zu den Aufnahmen und den Schwierigkeiten des Alltags liefern.
Wann und wie entstand die Idee zu dem Projekt?
Jørn: Wir waren schon einige Male an diesem Strand surfen und haben gesehen, wie viele Gegenstände an Land gespült werden und haben gedacht: Daraus könnte man etwas bauen. Das Meer hat uns praktisch die Idee vor die Füße gespült! Wir wollten versuchen, aus den Überresten der Gesellschaft zu leben. Unser Haus ist angelehnt an die Idee der “Earth Ships”: Unterkünfte, die aus recycelten Gegenständen entstanden sind. Allein an dem Strand haben wir zu zweit rund drei Tonnen Müll zusammengetragen. Ernähren wollten wir uns von abgelaufenen Produkten. Die Idee war zu demonstrieren, wie viele brauchbare Produkte unsere Gesellschaft auf den Müll wirft und wie verdreckt unsere Ozeane sind.Inge: Seitdem ich das erste Mal an diesem Strand war, wollte ich länger dort leben. Eben nicht nur für einen Tag zum Surfen kommen oder ein verlängertes Zelt-Wochenende, ich wollte einfach Teil dieses Ortes sein. Da wir beide Film studiert haben, war klar, dass daraus ein Film entstehen musste.

© AMC
“Only one way to keep you alive.”
Ein ziemlich passendes Zitat am Ende der Folge, als Rick Hershel etwas Schreckliches antut um ihn zu retten. Denn auch die Serie selbst war nach einer eher miesen ersten und überaus durchwachsenen zweiten Staffel in bitterer Not für einen Neustart. Am besten tut man das in einer Serie dieser Art, indem man die Szenerie wechselt, den Cast durchschüttelt und eventuell sogar einen Zeitsprung macht. The Walking Dead macht all das – und es funktioniert.
Die Episode eröffnet mit einem “Cold Opening“, in dem keiner unserer Helden auch nur ein Wort verliert. Gemäß dem Drehbuchgesetz “Show, don’t tell” sehen wir anhand Loris Schwangerschaft und Carls Alter, dass etwas Zeit vergangen ist (guter Versuch Chandler Riggs in der Serie zu behalten; fragt sich nur wie lange das noch gehen wird…). Acht Monate insgesamt. Die Gruppe hat einen harten Winter hinter sich, Charaktere haben sich weiterentwickelt und all diese wahrscheinlich anstrengenden Entwicklungen bleiben uns erspart. Wir wissen nur schnell: Unsere Helden sind müde, kaputt und hungrig.
Als die Gruppe zu Beginn auf der Flucht vor freilaufenden Horden und auf der Suche nach Essen in ein Landhaus einbricht, tötet Carl ohne zu zögern einen Walker. Auch Lori hat sich gewandelt. Sie hat mehr Verständnis für Rick und fürchtet inzwischen um ihr Leben: Was wäre, wenn sie eine Totgeburt hat und das Baby sie von innen auffrisst? Als Zuschauer erfährt man Sympathie für Lori; ein neues Gefühl. Man hat hier für einen großen Teil einen notwendigen Reset-Button gedrückt. Hoffentlich bleibt das alles so, wenn wir die Gefängnissoap kriegen, die uns wohl oder übel bevorsteht.
Denn dort geht es hin. Als Rick über das Gefängnis stolpert, ist das alles nicht so theatralisch und groß wie im Comic, aber hey, ich beschwer mich nicht. Was folgt ist das größte und over-the-topste Zombie-Gemetzel, das die Serie bis jetzt gesehen hat und auch in cineastischer Hinsicht keine direkte Vergleiche finden wird, als die Gruppe um Rick mit nichts als Messern und Stangen bewaffnet im Nahkampf das Gefängnis Stück für Stück erobert.

© AMC
Natürlich kann die Folge nicht komplett perfekt enden, vorher muss noch etwas Dummes passieren: Hershel läuft über einen Zombie, der scheinbar tot gegen Wand sitzt, und wird von eben diesem gebissen. Rick hackt ihm daraufhin das Bein ab – um ihn zu retten – und wir kriegen unseren Cliffhanger: Die schockierten Gesichter der Gefängnisinsassen, die im Comic eine zentrale Rolle in den ersten Ausgaben im Gefängnis spielen. Auf den ersten Blick konnte ich hier mal keine bekannten Gesichter (außer vielleicht Dexter) erkennen.
Das mit Hershel ist doof. Es nervt. Selbst wenn man davon ausgeht, dass der Zombie tot ist, steigt man nicht einfach über ihn. Zugegeben, es war dunkel und vielleicht ist das unsere erste Einführung in die Unterscheidung zwischen Walker und Lurker, aber es bleibt dabei: Hershel ist ein fantastischer Charakter und ihn so gehen zu sehen (sofern die Storyline dem Comic-Charakter Allen folgen wird, den die Serie ausgelassen hat) schmerzt einfach. Die Stelle mit ihm, seinem Sohn und dem Governor ist eine meiner Lieblingsszenen im Comic. Beth hätte hier gut funktioniert. Aber soviel zu meinem Comicnerdrage.
Die Folge ist gut. Hershel spricht davon, dass er im Feld vor dem Gefängnis Gemüse anpflanzen könnte. Passend zu meiner Hoffnung trägt die Episode den Titel “Seed”, zu deutsch Samen. Es ist eine vage, unsichere Hoffnung, die ähnlich wie das Samenkorn wachsen kann, wenn man sie pflegt und züchtet. Man hat mit der Folge einen guten Grundstein gelegt; es bleibt abzuwarten, ob man das hohe Niveau auch mal, außer in Piloten und Staffelfinalen, in normalen Episoden vorfinden kann.
via LikeCool
Wunderschöne Kurzdoku über das Leben als Mitarbeiter auf einem Feuerwachturm. In meiner Zeit in Montana hatte ich mal die Gelegenheit mit Jemandem zu reden, der das für eine gewisse Zeit gemacht hat. In Montana ist das natürlich eine wesentlich längere Sache, man geht da für mehrere Wochen, wenn nicht Monate hoch, und hat so gut wie keinen bis absolut null Kontakt zur Außenwelt, nicht so wie der gute Herr hier im Video. Trotzdem ein netter Job, könnte vielleicht nach einer gewissen Zeit langweilig werden, aber wofür gibt es Angry Birds?
The video documents the (usually) very peaceful life of a fire lookout in the Gardner Lookout on the East Peak of Mt. Tamalpais in Marin County, California. I’ve been a Marin County Fire Department volunteer lookout for two years and deeply love the mountain and the peace it brings to us here in the Bay Area. Perhaps this 6-minute video will convey some of the emotions I feel when sitting (and sleeping) on her peak.
Achtung: Spoiler (bis Ende Staffel 5) direkt in den ersten Versen enthalten. Also bitte erst die Serie anschauen.
Am vorletzten Tag meiner inzwischen abgeschlossenen Reise fuhren wir zum Grand Canyon. Eigentlich wollten wir diesen Skywalk machen, verfuhren uns aber um – und ich wünschte das wäre eine Lüge – 270 Meilen (lange Geschichte). Trotzdem endeten wir am Grand Canyon, genauer gesagt am Mather Point. Wunderschöne Aussicht und im Nachhinein eigentlich einer der besten Plätze, an dem wir hätten landen können.

Regie: Marcus H. Rosenmüller
Label: 20th Century Fox
Land/Herstellungsjahr: Deutschland 2011
Laufzeit: ca. 105 Min.
FSK: 12
Extras: Audiokommentar, Kinotrailer, Hochdeutsche Untertitel
Film-Rating: 




DVD-Rating: 




Die Berlinerin Amrita zieht mit ihrer Kommune und ihrer zwölfjährigen Tochter Lili sowie ihrem Sohn Fabian von Kreuzberg auf einen geerbten Hof in Bayern um dort ein Therapiezentrum zu gründen. Weil Bayern 1980 noch erheblich konservativer war als heute, ergibt sich natürlich der Kulturkampf schlechthin. Die Hippies werden dank Mantas im Garten, orangenen Gewändern und freier Liebe von den Nachbarn naserümpfend beobachtet und sogar als Terroristen gehandelt.
Unter alledem leidet am meisten Tochter Lili, die keinen wirklichen Anschluss in der Schule finden kann. Insgeheim wünscht sie sich eigentlich ein ganz normales Familieneben wie das der anderen Kinder in ihrer Klasse. Wie bereits in seinem Erfolgsfilm „Wer früher stirbt, ist länger tot“ schaut sich der bayrische Regisseur Marcus H. Rosenmüller seine Heimat durch die Augen eines Kindes an und findet dabei interessante Aspekte. Die Demaskierung, wenn sie denn nach der Abhandlung jeglichen erdenklichen Hippie-Klischees passiert, ist zwar ehrlich, aber nicht tiefgehend genug um zu befriedigen.
Denn das Drehbuch weiß nie genau, was es denn sein will: Komödie oder Drama? Stellvertretend für diese Diskrepanz wäre die Eskalation des Konfliktes auf dem Dorffest zu nennen, an dessen Ende sich das ganze Dorf mit den Hippies einen ulkigen Kampf liefert, nach dem nichts passiert. Es gibt keine Konsequenzen. „Sommer in Orange“ ist dennoch ein unterhaltsamer Film, inklusive lustigen Figuren, guten Dialogen und einer guten Prise Humor.

Regie: Tim Boxell
Label: Imperial Pictures/KNM Home Entertainment
Land/Herstellungsjahr: Neuseeland 1997
Laufzeit: ca. 90 Min.
FSK: 16
Extras: Trailer
Film-Rating: 




DVD-Rating: 




Amy zieht zurück in die heruntergekommene Blockhütte, in der sie aufgewachsen ist. Dort will nichts funktionieren und dazu plagt sie noch eine Ratteninvasion. Auf dem Weg nach Hause bleibt auch noch ihr Auto liegen. Zum Glück trifft sie den jungen Biologen Marshall von der Universität in Minnesota, der sie nach Hause fahren kann. Marshall forscht in der Gegend, da alle Tiere und Insekten verschwunden sind. Daheim angekommen müssen die beiden feststellen, dass das Haus nicht von Ratten, sondern mutierenden Echsen befallen ist, die besonders hungrig auf Menschfleisch sind und sich rapide an die Tötungsversuche genetisch anpassen können.
„Echsenjagd“ ist eine neuseeländische Low-Budget-Horror-Produktion aus dem Jahr 1997, die jetzt in Deutschland veröffentlicht wird. Das liest sich nicht nur so, sondern sieht auch so aus. Regisseur Tim Boxell hat nicht ohne Grund nie wieder etwas von Wert gemacht, genau wie seine Drehbuchautoren. Die hier dargestellten Personen als eindimensional zu bezeichnen, wäre eine Beleidigung für die Brillanz der Charaktere aus „Transformers“.
Die Dialoge sind oberpeinlich, ebenso wie die Geschichte, in deren Tiefgang nicht einmal die kleinen, titelgebenden Echsen ertrinken könnten. Dabei sehen die mutierenden Echsen für das geringe Budget noch ganz manierlich aus und die Spezial-Effekte sind effektiv und ekelig. Aber leider ist hier alles andere so schlecht, dass es schlecht bleibt und nicht wieder lustig wird. Dafür fehlt dem Film einfach der gewisse Charme. „Echsenjagd“ ist todlangweilig, staubtrocken und kein Trash, sondern purer Schrott.

Regie: Fred Cavayé
Label: Koch Media
Land/Herstellungsjahr: Frankreich 2010
Laufzeit: ca. 84 Min.
FSK: 16
Extras: Making of, Trailer
Film-Rating: 




DVD-Rating: 




Samuel ist ein netter Durchschnittstyp. Er arbeitet als angehender Pfleger im Krankenhaus, kümmert sich gut um seine hochschwangere Frau und hilft alten Frauen über die Straße. Man mag ihn sofort. Als er eines Nachts seinem Patienten Hugo das Leben rettet, erfährt seine Routine eine dramatische Wendung: Ein Einbrecher schlägt ihn bewusstlos und entführt seine Frau.
Um sie zu retten, muss er Hugo aus dem Krankenhaus schmuggeln. Der ist nämlich Herzstück eines Verschwörungskomplotts und soll eliminiert werden. Eine rasante Verfolgungsjagd durch die dunklen Straßen von Paris entbrennt. Fred Cavayé hat sich als einer der vielversprechendsten Regisseure des französischen Films in den letzten Jahren hervorgetan. Nach seinem gefeierten Thriller „Pour Elle“ („Ohne Schuld“, 2011 von Paul Haggis als „72 Stunden“ neu verfilmt) schafft er es, sich in seinem neuesten Werk selbst zu übertrumpfen.
Dabei verspricht „Point Blank“ nicht mehr zu sein als er ist, hält aber verbissen zu seinem Wort und lässt den Zuschauer über die gesamte Laufzeit von 84 Minuten nur kurz aufatmen, bevor er erneut in eine fantastische Verfolgungsszene nach der anderen geworfen wird. „Point Blank“ ist ein französischer Thriller der neuen Schule mit Noir-Elementen, guten Schauspielern und einer typischen, aber einnehmenden Geschichte, die sich locker gegen Produktionen aus Hollywood behaupten kann und keinerlei Remake bedarf.
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Diese Reviews erschienen zuvor in der Multi-Mania, in die ihr alle mal reinschauen solltet.