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Fear the Walking Dead kommt nach Umwegen endlich in Mexiko an. Das lang ersehnte Ziel kann trotz des interessanten Settings nur wenig überzeugen. Und dazu wandert die Serie plötzlich unnötigerweise in bereits ausgetrampelten Pfaden.

„Besser spät als nie,“ sagt Großgrundbesitzer Tom, als Strand und seine Gruppe endlich an ihrem Zielort in Mexiko angekommen. Man möchte ihm zustimmen. Nach einem grandiosen Start hat die Schiffsexkursion schnell an Fahrt verloren, bevor Fear the Walking Dead in der letzten Episode völlig auf Grund lief. Nach diesen Umwegen erschien das lang ersehnte Gelände Toms jedoch ebenso verfault wie sein angebissener Arm. Wie richtig diese Einschätzung sein sollte, erfährt Daniel später mit eigenen Augen.

Wieso und weshalb Mexiko ein so sicheres Ziel ist, erklärt auch die nunmehr 6. Folge nicht. Ebenso bleibt die Logistik hinter der Seebarrikade mit Booten im Abstand von wenigen hundert Metern verborgen. Als die Abigail auf die Küste zusteuert, schickt das Militär einen Stoßtrupp vor, um die Yacht zu inspizieren. Die Soldaten verlangen Gold; ob dies nun dem eigenen naiven Weltbild geschuldet ist oder Mexiko tatsächlich noch so intakt ist, dass Währungen etwas wert sind… wer kann das schon sagen, bei einer Show, die solch rudimentäre Elemente ihres Storytellings offen lässt. (weiterlesen…)

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Unser 61. Wowcast zum Rest der 70s-Musicbiz-Serie „Vinyl“ von Martin Scorsese und Mick Jagger. René und ich reden über Koks und Punk, die irgendwie grandiose Egalheit dieser Sere, warum wir sie eigentlich ja trotzdem irgendwie gut finden wollen und René vergisst angesichts dieses ohrenbetäubenden MEHs völlig zu erwähnen, dass die Serie im Finale mal kurz Joey Ramone und das CBGB zeigen. Meh halt.

Das Intro wurde uns freundlicherweise vom großartigen Herrn Kaschke eingesprochen, Musik und Produktion von 3typen. Outro: MC5 – Kick out the Jams.

Shownotes

Wowcast 53: Ghostbuster Girls on Vinyl

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MP3: wowcast61.mp3 (78,2MB)
Soundcloud: Wowcast 61: Vinyl Season 1
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Mit Captive beendet Fear The Walking Dead einen kleinen, völlig belanglosen Zweiteiler, der die eigentlichen Fragen ignoriert und dabei wenig Interessantes mit seinen Figuren anstellt. Sollte es dabei bleiben, kann man das der Serie verzeihen.

So richtig ist nichts wirklich klar. Fear the Walking Dead macht leider wie in der 1. Staffel nach den ersten drei grandiosen Folgen einen Zeitsprung in eine ungewisse Zukunft. Es kann sich nur um Tage handeln, die vergehen. Immerhin hat sich kaum etwas verändert. So leben alle Figuren noch und die Vorräte sind nicht wesentlich geringer – und schließlich befinden wir uns laut den Produzenten immer noch in der Zeitperiode, bevor Rick Grimes im Piloten der Originalserie aufwacht.

Und dennoch fühlt sich Fear The Walking Dead nach diesem Sprung ins Ungewisse sehr anders an. Es war buchstäblich ein Sprung ins kühle Nass, den Nick (Frank Dillane) letzte Woche absolvierte und folglich Strands Freund Luis mit an Bord der Abigail brachte. Luis hat auch einen Plan: Zusammen mit Strand möchte er nach Mexiko reisen, dort gibt es eine sichere Unterkunft. Für diese Reise besitzt Luis jedoch nur Mittel, um ihn selbst und Strand zum Zielort zu führen – und die Zeit drängt, sagt er. Das Zeitfenster schließt sich. (weiterlesen…)

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Unser 60. Wowcast mit gnadenloser zweistündiger Überlänge zum Auftakt der sechsten Game of Thrones-Staffel! René und ich reden über Holzsplitter in eher unangenehmen Körperregionen und Zombie-Snows, über Hundefutter, an die Öffentlichkeit gezerrte Erpressbarkeiten durch alte Fotos und die Kommunikation mit Drachen, über den besten Spruch der ganzen Serie und teleportierende Sand Snakes.

Das Intro wurde uns freundlicherweise vom großartigen Herrn Kaschke eingesprochen, Musik und Produktion von 3typen, Outro: Radiohead – Burn the Witch.

Shownotes

Pewcast: Game of Thrones
Das MCU ist nicht bereit für den Bürgerkrieg
Eddie Izzard – Covered in Bees
Sascha Lobo: The Age of Trotzdem – Der erpresserische Schlußakkord feat. yours truly
Alexander Matzkeit: Wie ich ganz alleine die deutsche Filmblogosphäre erschuf

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Soundcloud: Wowcast 60: Game of Thrones S06E01/02 – The Red Woman/Home
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Bildmaterial ©HBO

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Die neue Folge von Fear The Walking Dead verliert keine Zeit: Nach etlichen Andeutungen gibt es endlich eine klare Erklärung zu Strands Vergangenheit, etliche neue Charaktere, eine Vielzahl an Bedrohungen und neue Informationen zur Lage der Welt. Puh, ganz schön viel für eine Episode.

Eigentlich ein perfekter Start für Fear the Walking Dead: Die Kamera schwenkt entlang einer langen Mauer, die ins Meer führt. Wir erkennen eine nackte Figur im Wasser, die eine Tasche mit sich führt. Es ist Nick. Abgetrocknet und angezogen bewegt er sich durch ein überranntes Flüchtlingscamp. Schnell besorgt er sich einen Walker und färbt sich blutrot ein, um so als Geist unter den Toten zu wandeln.

Das Cold Open funktioniert. Eigentlich. Die Technik, bei der eine Show direkt in die Action hineinspringt ohne große Einführung oder Erklärung, wurde in den letzten Jahren des „Peak TVs“ von vielen Serien, allen voran Breaking Bad (insbesondere zum Beispiel in Dead Freight), von der Krimi-Trope zur Kunstform zelebriert. Während der Einsatz des Cold Opens hauptsächlich dazu dienen soll, dass die Zuschauer schneller und direkt involviert sind, um zu vermeiden, dass sie gelangweilt den Kanal wechseln, kreierten clevere Autoren ausgeklügelte Szenarien. Diese Teaser werden später in der Folge aufgelöst oder später mit der Hauptgeschichte verbunden. So das Versprechen. Fear The Walking Dead macht in dieser Sequenz zu Beginn der 4. Folge der 2. Staffel (Blood in the Streets) sehr viel richtig, hinterlässt jedoch eine große Verwirrung – und klärt wenig auf. (weiterlesen…)

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Unser 59. Wowcast zum Staffelfinale von Better Call Saul! René und ich reden erstmal viel zu lange über Böhmerschulzpodcasts auf Spotify und ab Minute 13:30 dann endlich über die letzten beiden Folgen unserer Lieblingsanwaltsserie, seltsame Dynamiken zwischen Brüdern in Serien und Podcasts und über die Metaphorik von im Sand rumliegenden Mike Ehrmantrauts.

Das Intro wurde uns freundlicherweise vom großartigen Herrn Kaschke eingesprochen, Musik und Produktion von 3typen, und wer den einzelnen Prince-Beat im Intro findet, darf ihn behalten. Outro: Prince – Kiss/I would die 4 you.

Shownotes

Creators of AMC’s “Better Call Saul”, Vince Gilliagan & Peter Gould Joins The RE Show
Better Call Saul: it’s not Breaking Bad – but it might be even better

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MP3: wowcast59.mp3 (112MB)
Soundcloud: Wowcast 59: Better Call Saul – S02E09/10 – Nailed/Klick
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Bildquelle © AMC

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Nach dem blutigen Inseltrip in der letzten Episode von Fear The Walking Dead folgt der nächste Ausflug auf ein Eiland. Dieses verspricht jedoch wertvolle Raubbeute und neue Gefahren. Fans der Webisode “Flight 462” werden auch endlich über das Schicksal ihrer Lieblingsfiguren aufgeklärt.

Der Ouroboros ist ein uraltes Bildsymbol, das sich großer Beliebtheit in unterschiedlichen Kulturen erfreute. Das Symbol stellt eine Schlange da, die sich in einem geschlossenen Kreis selbst in den Schwanz beißt. Man verzeihe den Ausflug in Wikipedia-artige Beschreibungen zum Einstieg in die Besprechung der neuen Folge von Fear the Walking Dead, einer Serie mit Zombies, aber die Erschließung der Episode über ihre titelgebende Symbolik eröffnet gleich mehrere ergiebige Herangehensweisen.

Einerseits ist es ein treffendes Bildnis für die wachsende Spannung und Misstrauen zwischen den drei Parteien, aber vor allem der Familien gegenüber Strand. Wenn schon ausgesprochen wird, dass sich die zweckgebundene Patchwork-Familie bald gegenseitig an den Hals gehen wird, offen über Meuterei gesprochen wird und dass die Personen „sich gegenseitig auffressen“, dann hat das Autorenteam der 3. Folge der 2. Fear the Walking Dead-Staffel einen treffenden Namen für diese Episode gefunden.

Darüber hinaus beschrieb aber bereits Platon den kreisförmigen Ouroboros als vollkommene Form eines Wesens, da es geschlossen und dadurch autark ohne Kontakt zur Außenwelt überleben könne. Somit ist die bildliche Umschreibung eine außerordentlich treffende Metapher für die Situation der Clarks, Salazars und Strand – sowie eine fatale Lüge. (weiterlesen…)

Land in Sicht! Die Überlebenden flüchten vor möglichen Piraten auf eine Insel vor Los Angeles. Dort angekommen müssen sie feststellen, dass es sich nicht um den sicheren Hafen handelt, den sie sich erhofft haben – und dass es diesen womöglich gar nicht mehr gibt.

Fear the Walking Dead verliert keine Zeit. Die 2. Folge der 2. Staffel, We All Fall Down, schließt direkt an das Ende des Staffelauftakts an und zeigt eine Familie in Panik. Strand (Colman Domingo) ist zu recht angefressen, dass Alicia die Position sowie die vielen Vorteile der Abigail verraten hat. Nun wird die Yacht zum Ziel möglicher Piraten. Vielleicht handelt es sich tatsächlich nur um Menschen, die in Not sind und Hilfe brauchen – doch für diese Ungewissheiten gibt es in der Nachwelt keinen Platz mehr. Also flüchtet die Gruppe nach Catrina Island. Dass es sich dabei um einen sehr offensichtlichen Abklatsch von Santa Catalina Island handelt, stört nicht. Es ist nur verwunderlich, dass man plötzlich fiktive Handlungsorte besucht, nachdem sowohl Fear the Walking Dead als auch die Originalserie The Walking Dead sich stets an realen Städten und Ländereien orientiert haben. (weiterlesen…)