Comics - PewPewPew

Gratis Comic Tag 2014 Ausbeute

15 May, 2014 · Sascha · Comics · 0 comments

free comic book day

Am vergangenen Samstag war der Gratis Comic Tag 2014 und ich bin jetzt endlich dazu gekommen meine diesjährige Ausbeute durchzugehen. Da es bei uns im Laden aus Kapazitätsgründen immer nur zwei Ausgaben pro Person gibt, kann man theoretisch nicht alles abdecken, aber über den zusätzlichen Kauf eines Zusatzproduktes “Punkte” sammeln und mehr Comics kriegen. Das tue ich gerne, immerhin hätte ich mir so oder so den neuen Star Wars Sonderband zugelegt. So habe ich dann am Ende stolze fünf Comics absahnen können, drei weitere (Chi, Pokémon und Tokyo Ghul) gingen an Ms PewPewpew, die ihre begrenzte Auswahl aus Mangel an passenden Alternativen traf und Attack on Titan ohnehin schon kennt (ich bin ja kein Monster, ich hätte mehr geteilt. Sascha I, der Gütige).

Neben den üblichen Comics gab es auch eine lokale Spezialität, einen Tomb Raiber Comic namens Witchblade, der bereits seit etlichen Jahren in den Regalen steht und noch aus DM-Zeiten stammt. Der gefiel mir sehr, aber für 20 Mark hätte ich den damals wohl auch nicht gekauft, trotz seines coolen holographischen Covers. Geschenkt holt man sowas natürlicht trotzdem mit. Weiterhin habe ich mir den Simpsons Comic Für Umme mitgeholt, aber ich musste wieder feststellen, dass ich mit den gelben Figuren außerhalb des TV-Mediums wirklich wenig anfangen kann. Bereits in der fünften Klasse sammelte ich mal ein paar mit einem Freund, der heute immer noch darauf schwört, ein paar Exemplare, kam aber nie so rein. Ich brauche da einfach die Stimmen der Hauptfiguren.

Der einzige Titel, bei dem ich mir basierend auf dem Cover schon vorher sicher war, dass ich ihn holen muss, war Pauls Fantastische Abenteuer von Émile Bravo. Hier gibt es einen Auszug aus dem ersten Band Sprung in die Zukunft, in dem Paul mit einem Captain Future Verschnitt nach Alpha Centauri reist und über die Relativitätstheorie Einsteins aufgeklärt wird. Leider ist das vom Stil her überhaupt nicht mein Ding, aber inhaltlich interessiert mich der Titel schon sehr, weshalb ich mir den ersten Band vielleicht holen werde.

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free comic book day

Da ich selbst gerne sowas vergesse: Morgen ist Gratis Comic Tag! Ich gehe dafür in mein örtliches X-Comics, weil die zusätzlich auch noch schöne Rabatte anbieten und ohnehin super sind. Wer sich die Titel genauer betrachten will, sollte mal beim Comicblogger #1 Marco vorbeischauen.

Drüben bei Nerdcore habe ich heute drüber geschrieben, wie ich seit ein paar Monaten meine Comics so sicher verpacke, dass sie den nächsten Atomkrieg überstehen könnten.

Schutzhuellen-steif-Comic-Top-LoaderUnd weil die Einsendung der Comics zur CGC zum Grading und perfekten Eintütung ziemlich teuer und aufwendig ist, kann man zwei relativ neue Artikel verwenden, die der offiziellen CGC-Variante sehr nahe kommen. Die Lösung stellen die steifen Plastikhüllen von Toploader dar, die man z.B. beim X-Comics, meinem Laden des Vertrauens hier gleich um die Ecke (inklusive großem Onlineversand), relativ günstig erstehen kann, denn in vielen Läden in Deutschland habe ich die Teile noch nicht gesehen und der Import ist teuer. Die Hüllen sind super steif und stabil, ein Comic kann aus enormer Höhe fallen und wäre unversehrt. Der ideale, wenn auch teure Schutz für seltene Key Issues.

Nerdcore: How To Bag Your Comics Properly

Mondo x Marvel x Mike Mitchell

28 Apr, 2014 · Sascha · Comics,Kunst · 0 comments

mike mitchell mondo

Am vergangenen Wochenende hatte Mike Mitchell mit der Marvel-Ausstellung in der Mondo-Gallerie in Austin einen weiteren Höhepunkt in seiner Karriere zu verbuchen. Die Prints sind teilweise bereits vor Ort ausverkauft worden, werden aber zu gewissen Teilen im Laufe der nächsten zwei Wochen auch online angeboten werden. Die gesamte Übersicht gibt es bei Mitchell selbst, hier ein paar meiner Favoriten aus seiner großartigen Profilserie.

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Robert Kirkman führte ein ausführliches Interview mit einem armen, unvorbereiteten Fragensteller von MTV, dem unbekannt war, dass Comic und Fernsehserie nicht auf dem gleichen Stand sind. Diesen Umstand konnte Kirkman jedoch professionell umschiffen und dennoch ein paar sehr interessante Antworten liefern.

Negan

As far as Negan casting goes, Scott and I are always talking about who we would put in that, it’s definitely on our minds, and there are definitely a lot of candidates. But I wouldn’t expect Negan too terribly soon, although he is definitely in the plan. It’s a 99% lock that he’s going to be in the show eventually, so be on the lookout for that.

Im letzten WoWcast zu The Walking Dead habe ich bereits vorhergesagt, dass Negan erst Mitte der sechsten Staffel auftaucht und ich glaube, dass mir diese Aussage das quasi bestätigt. Wenn Henry Rollins, von dem sich Charlie Adlard für die Figur inspirieren ließ, nicht Negan spielen wird, machen die Kreativen einen großen Fehler. Der Typ ist perfekt.

Spin-Off

As far as the spin-off goes, I’m actively working with [Showrunner] Dave Erickson on that, and we know when our proposed release date is — although I can’t tell you that, obviously. We’re working towards that show, and it’s gonna be awesome.

Als die Meldung des Spin-Offs vor einiger Zeit verlautet wurde, war der viel und häufig geäußerte Unmut verständlich. Schließlich hatte man zunächst eine Hauptserie zu reparieren, bevor es an weitere Entwicklungen zu denken gilt. Doch wenn die vierte Staffel eine Tendenz in die Richtung der Qualität dieses Spin-Offs gibt, darf man wieder hoffen. Ebenfalls gilt es zu hoffen, dass AMC die viel verdienten Dollar mit der IP ausnutzt um in einem neuen Setting eine komplett eigenständige und originelle Geschichte zu erzählen.

walkingdeadpreview100

Spoiler bis einschließlich TWD #125

All Out War

We’re definitely going to go into some unexpected directions… “All Out War” has been a pretty fast-paced monumental storyline that’s changing a lot of things about “The Walking Dead” universe. People are going to see how things are going to be wrapped up in the next issue, and I don’t think they’re going to be wrapped up in any kind of expected way.

They’re going to lead into issue #127, which is going to be a really big deal. Everything about “All Out War” for me that’s exciting has been how it’s going to affect the stories going forward, and seeing this world evolve as people continue to live in it long term is really the main appeal to “The Walking Dead.”

This world is evolving in a big way, because of the things Rick and Negan are doing.

Es ist etwas komisch über den Ausgang zum “All Out War” Arc zu schreiben, wenn dieser bereits für alle abgehandelt worden und die letzte Ausgabe seit Mittwoch erhältlich ist. Ich hatte aber bisher keine Zeit diesen Artikel zu schreiben, wollte jedoch unbedingt ein kleines Pendant zu meinem erwartungsvollen Gedankenmix “Im Auge des Sturms” verfassen. Deshalb bewies ich enorme Balls of Steel und werde die Ausgabe erst heute lesen.

Es ist ein kleines Wunder, dass ich noch nicht gespoilert wurde. Doch die Comic-Nerds sind eben noch einmal eine ganz andere Sparte als die Seriengucker, was ich begrüßend feststellte. Und dennoch. Die Gefahr war da und groß. Immerhin schwebt Der potentielle Tod von Rick Grimes über diesem giganten Sammelband und Kirkmans Aufbau unterstreicht das. Auf seine Kommentare generell kann wie immer wenig gegeben werden, denn “some unexpected directions” kann schließlich alles bedeuten.

Immerhin wissen wir aber, dass Negan sterben wird. Ob die Klinge von Rick jetzt tief genug eindrang, um lebensnotwendige Adern zu durchtrennen, oder ob sie nur einen kleinen Schnitt verübte, spielt keine Rolle, da es die verseuchte Klinge ist, die Michonne und Jesus nach dem Angriff der Savior fanden. Wie wir in den vergangen Ausgaben sahen, funktionierte die abscheuliche Idees des Aggressors und er wird hier keine Ausnahme bilden.

Viel interessanter ist jetzt der Ausgang für Rick, Michonne, Andrea, Carl und jeden anderen Charakter, den uns Kirkman und Adlard über die Jahre ans Herz wachsen ließen. Negan forderte Rick vor genau 26 Ausgaben heraus, ihm den Hals durchzuschneiden. Es würde keine Rolle spielen, die Savior würden seine Leute doch voll Blei pumpen. Nun hat Rick die Herausforderung nach einem schönen Schachzug – ob Negan diesen kaufte oder nur sarkastisch dies vortäuschte und Rick nur schneller war, spielt dabei eine geringere Rolle – und langer Verzögerung angenommen und es wird sich zeigen müssen, ob sich die Drohung von damals in die Tat umsetzen wird.

Seit Negans Einführung haben wir schließlich die innere Logik der Savior besser kennengelernt und erkennen müssen, dass Negans Leute, bis auf wenige, kranke Ausnahmen, alle an ihm zweifeln und ihn fürchten. Ein Umsturz durch seinen plötzlichen Tod würde wohl eher einem Befreiungsschlag gleichkommen, als weitere aggressive Handlungen hervorrufen. Somit könnte der plötzlich eintretende Frieden ohne weitere Tode gemeint sein, wenn Kirkman sagt: “I don’t think they’re going to be wrapped up in any kind of expected way.”

Man muss sich aber in Erinnerung rufen, dass Kirkman bisher kaum eine Möglichkeit offen gelassen hat, die Handlung und Dramatik durch diese Art von Plot Device zu verstärken. Er gehört eindeutig zur G.R.R. Martin Schule der Autoren und sein Universum bot bisher wenig positive Wendungen für seine Figuren. Aber dann wiederum wäre es auch eine verpasste Chance, wenn es zwischen den verfeindeten Gruppen Friede, Freude, Eierkuchen gäb. Es gilt laut Kirkman als sicher, dass Rick sein Leben im Laufe der bis jetzt geplanten 300 Ausgaben verlieren wird. Er lässt keine Möglichkeit auf der Seite liegen, zu betonen, dass dies Carls Geschichte ist. Noch einmal einen solchen großen bedeutungsvollen Arc aufzubauen, wäre schwierig und aufwendig.

Ich kann mich nicht entscheiden. Und genau aus diesem Grund habe ich die Ausgabe noch nicht gelesen. Der All Out War Arc mit all seinen philosophischen Gesprächen über Opferbereitschaft, Glaube und Hoffnung ist die perfekte Möglichkeit Rick in großartiger Art und Weise unter die Erde zu bringen. Er würde zum ultimativen Märtyrer für diese große Gruppe werden – für alle, inklusive den Leuten, die früher unter Negan lebten. Kirkman steht auf große Tode, das hat er mehrfach verkundet. Er kündigt aber auch gleichzeitig gerne große Wendungen an und spielt mit dem Marketing, das beherrschte er schon immer. Die Spannung könnte nicht größer sein.

Ich liebe diesen Comic.

© Dark Horse

© Dark Horse

Verbunden mit der Nachricht, dass die neue Trilogie 30 Jahre nach der OT spielt, bedeutet die nun angekündigte Rückkehr von Peter Mayhew als Chewbacca, dass JJ Abrams und Disney das EU komplett verleugnen. Man verstehe mich bitte nicht falsch. Ich traf Mayhew selbst bei der letztjährigen Celebration Europe II und ich beteiligte mich bei der Kickstarterkampagne für seine Knieoperation, ich freue mich riesig für diesen Kerl.

Aber die Rückkehr von Chewie bedeutet auch, dass man sich weder an der Timeline oder den Schicksalen einzelner Figuren orientiert. Immerhin starb Chewie zu Beginn der New Jedi Order Reihe. Klar, Chewie kann auch jetzt immer noch das Zeitliche segnen in diesem Film, aber ich glaube dann eher an einen gemeinsamen Tod von Han und Chewie im Falken, quasi als Opfer oder Ultima Ratio. Der Tod von Chewie hat Han im EU so unglaublich getroffen und neu definiert, dass ich mir die Figur heute kaum noch ohne diesen Vorfall vorstellen kann.

Ist eigentlich nicht wirklich eine Meldung wert, aber ich will das hier trotzdem nochmal für mich in Worte fassen. Das EU ist tot.

Es war schon immer klar, dass trotz den monströsen Kreaturen, dem Ursprung der Apokalypse und der Umformung unserer Gesellschaft, schlussendlich der Mensch selbst sein ultimativer Gegner in der Welt von The Walking Dead sein sollte. Es steht in der DNA der Geschichte geschrieben. Spätestens seit der entscheidenden Machtprobe zweier Männer um eine Frau, dem ältesten Konflikt der Welt, am Ende des ersten Bandes, schien dies die größte Bedrohung in dieser Welt. In gewisser Hinsicht hat sich nie viel verändert.

Autor Robert Kirkman hat dies bereits früh in seiner Geschichte um Rick und seine Überlebenden aufgezeigt. Seit dem Showdown mit dem Governor schien ein Wiederaufleben dieses drohenden Untergangs der besonders ironischen Art unausweichlich. Es gab immer wieder aufkeimende Gefahren wie die Hunter oder die Marauder, und bereits seit dem ersten Volume wissen wir, wie Kirkmans Figuren in dieser neuen Welt ihre Moral definieren und das Endresultat ist stets gleich: Am Ende hilft nur Gewalt und die Eliminierung dieser Gefahr ist unausweichlich. Rick hat diese Lektion durch den Angriff des Governors gelernt, aber noch eine weitere: Angriff ist die beste Verteidigung. Dies zeigt er im 20. Band auch auf fulminante Art und Weise, aber es erscheint nie völlig überraschend oder, wie viele Fans Kirkman bereits seit der Einführung der Figur von Negan vorwerfen, redundant.

All Out War Review 1

Inzwischen dürfte klar sein, dass Negan alles andere als ein zweiter Governor, oder auch nur die Kehrseite dieser Medaille ist, wie ich es noch vor zwei Jahren vermutete. Negan hat viele Idiosynkrasien, die ihn so beliebt machen, dass viele Fans sich den wahrscheinlichen Tod und Wegfall der Figur kaum wünschen können. Die Ironie dabei: Negan müsste gar nicht aus dem Comic ausscheiden. So dramatisch sein Eingang ins Geschehen um Rick und seine Überlebenden auch war, so undramatisch ist sein Angebot. Die Hilltop und Ezekiels Königreich konnten unter Negans Diktakt leben. Inwiefern sich sein Zuspruch für Schutz auch in Wahrheit auswirkte, werden wir nie erfahren. Aber eine Situation wie der Angriff einer Horde auf die Alexandra Safe Zone wäre mit Negan sicherlich leichter gewesen als ohne seine Unterstützung, denn auch er würde ungern Produzenten verlieren. Ein Leben unter Negan wäre kein Zuckerschlecken gewesen, aber es wäre ein Leben gewesen, eine Alternative. Und in dieser Welt, wie Kirkman sie zeichnet, gibt es nicht viele Optionen, an deren Ende das Überleben gesichert ist.

All Out War Review 2

Nun liegt all das in Scherben. Die Alternative, so oft sie auch angeboten wurde – selbst nach horrenden Verlusten auf der Seite der Savior – wurde stets von Rick abgeschlagen. Deshalb sind auch die Vorwürfe an Kirkman so unverständlich. Negan muss gar nicht so anders als der Governor sein. Er stellt nur eine weitere Gefahr dar. Die wichtige Veränderung fand innerhalb der Überlebenden, und insbesondere bei Rick statt. Seit dem Angriff auf die Safe Zone und der Zerlegung der Horde, war es ruhig. Fast schon zu ruhig, wie sich viele Leser oft beschwerten. Aber es fand eine unglaublich wichtige Entwicklung statt. Rick und seine Gruppe sahen, dass diese Apokalypse, so schrecklich sie auch sein mag und so schwer die unausweichliche Rückkehr nach dem natürlichen Tod in dieser neuen Welt auch zu schlucken ist, machbar ist. In “A Larger World” ging es um nichts anderes. Und deshalb ist auch die Option Negan nicht möglich. Rick und seine Figuren haben die große Freiheit genossen und wieder Hoffnung getankt, ein Rückfall in eine niedere Position ist nicht mehr möglich, vorher würde man dafür kämpfen und sich für dieses neue Ideal opfern.

Und genau dies erleben wir jetzt. Der Angriff auf Negans Unterschlupf ist großartig inszeniert. Gleichzeitig erleben die Bewohner der Hilltop entgültig, dass sie unter ihrem momentanen Anführer niemals wieder in den Genuss von Freiheit kommen würden. Die Terrorherrschaft Negans würde nie beendet werden. Später übernimmt Maggie das Kommando und soll für eine großartige Wendung sorgen, inklusive einem Badass-Moment, der seinesgleichen sucht in der langen Geschichte dieser Figur. Doch auch der glorreiche Plan, Negan in seiner Festung festzunageln, schlägt leicht fehl. Rick wird in einer finalen Opferrolle daran gehindert, weil die Leute inzwischen zu sehr an ihn glauben und so übernimmt Holly für ihn aus freien Stücken. Sie ist es auch später, die vor den Toren Alexandrias angekarrt wird und als trojanisches Pferd Rick und Co. in die Bredouille bringt. Binnen weniger Panels verabschieden wir uns von mehreren Figuren, während Negan seinen Sieg feiert. Erneut ist er zu überheblich, aber dies wurde längst zu einem Charakterzug, den wir alle genießen.

All Out War Review 3

Wieso ihn aber bisher nichts zu Fall brachte, ist kaum zu erklären. Larger-than-life bedeutet wohl auch Too-large-for-death. Wenn es eine Kritik geben kann, dann die, dass sein Tod bisher ausgeblieben ist. Negan, anders als der Governor, steht an vorderster Front. Er ist stets im Rampenlicht und könnte von einem Sniper oder auch einer normalen Handwaffe getötet oder immerhin mal getroffen werden. Seine Plot Armor wird sichtbar und die Verschiebung seines unausweichlichen Schicksals auf das Ende dieser langen Doppelvolumes wird immer erkennbarer und lässt die Konstruiertheit der Geschichte durchblicken.

Wie Dwight, der binnen kürzester Zeit drei Savior umlegen und Jesus retten kann, einfach nicht den richtigen Moment findet, sagt jedoch mehr über ihn aus als Negans Plot Armor. Dwight ist der vielleicht interessante Charakter im laufenden Comic, als dass seine Ausrichtung nicht klar erkennbar ist. Die Angst einer Hydra in Negans Unterschlupf ist unbegründet, da die Spannungen zwischen ihm und vielen Einwohnern deutlich  und teilweise in den Gesichtern der Figuren selbst unverkennbar ist. Im Falle von Dwight ist dies sogar buchstäblich gemeint. Innerlich wird er wohl auf Ricks Sieg hoffen, hält sich aber stets das Hintertürchen offen, in Negans Truppe zurückzufallen. So schrecklich das auch für ihn wäre, er würde dies akzeptieren und ein Leben nennen. Denn für ihn, anders wie für unsere Gruppe, scheint Negan noch eine Option. Sollte sich dies nicht ändern, könnte er die Achillessehne in Ricks Plan sein.

Dass der Plan, die Comics zwei Mal pro Monat zu veröffentlichen, so gut funktioniert, ist jedoch überraschend. Charlie Adlards Kunst befindet sich zwar nicht auf dem künstlerischen Höhepunkt, doch die Geschichte gibt eine Vielzahl für Splash Pages und Double Spreads her, die atemberaubend sind und die Dramatik dieser Geschichte lebendig werden lassen. Vorwürfe, man könnte Figuren kaum noch voneinander unterscheiden oder dass viele männliche Figuren aussehen wie Rick, sind nicht nur unbegründet, sondern schlicht falsch.

Random Thoughts:
– Negans One-Liner über Lucille II ist wahrscheinlich mein Lieblingszitat des Comics
– Ich will nicht glauben, dass Shiva gestorben ist und getreu dem Motto, dass Comicfiguren, deren Tod nicht explizit gezeigt, am leben sind, verlasse ich mich hier drauf: “Shiva is one of the three main Hindu Gods. She is known as the Destroyer. However, in conjunction with Brahma the Creator and Vishnu the Preserver, Shiva is an essential part of an endless cycle of existence.”
– Dass Ezekiels Untertanen bei dem Angriff so scheitern, fand ich ein wenig überzeichnet
– Als Eric in den Armen von Aaron stirbt, habe ich ein paar Tränchen verdrücken müssen.

All images © Image Comics / Cross Cult

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Schöner Aprilscherz vom offiziellen The Walking Dead Comic: Fanfavorit Daryl Dixon kommt ab Ausgabe 129, das wäre in ein paar Monaten, auch bald im Comic vor. Bereits im Something to Fear Arc gab es Gerüchte, dass Daryl im Comic auftauchen könnte. Diese wurden durch ein Cover mit einem Savior inklusive Armbrust befeuert. Heute wissen wir, dass diese Figur schlussendlich Dwight wurde, die momentan vielleicht wichtigste Figur im Comic. Das obige Bild ist natürlich auch eine abgewandelte Version von ihm, inklusive Eugene vor der Alexandria Safe Zone, aus einer vorherigen Ausgabe des Comics.