Comics - PewPewPew

Kevin Smith hat mal wieder ein neues Projekt. Dieses Mal ist es eine Fernsehserie, die sonntags nach ‘The Walking Dead’ auf AMC läuft. Getauft hat er das passend ‘Comic Book Men’, denn die Serie dreht sich um seinen Jay and Silent Bob’s Secret Stash Comicbuchladen in New Jersey. Ich fand die Idee, eine Show über einen Comicladen und die Leute darin zu machen interessant, musste aber feststellen, dass die Umsetzung mir nicht wirklich zusagt.

Was ich mir darunter vorstelle, war, dass man einen persönlichen Blick in das Leben der Verkäufer und Fachleute bekommt, sowohl beruflich als auch privat. Wie ticken diese Leute? Wieso sind sie dazu gekommen Comics zu verkaufen und welche Vor- und Nachteile gibt es? Wie sehen die Partner das, wenn man die zehnte MacFarlane Figur ins Wohnzimmer stellen will? Wie sieht der Alltag der Leute so aus? Und so weiter. Stattdessen ist die Show eine Mischung aus Videocast, gescripteten Ereignissen und einer Menge Product Placement. Und das sieht wie folgend aus.

Bereits aus Smiths SModtcast bekannte Gesichter wie Walt, Mike, Ming und Bryan werden bei der “Arbeit” gezeigt. Das bedeutet, dass vorher bestellte Kunden in den Shop kommen, gewisse Memorabilia zeigen und über einen Preis verhandelt wird, der dann entweder akzeptiert oder abgelehnt wird, wobei der Kunde wieder mitsamt seinem Stück Nerdgold verschwindet. Echte Kunden gibt es nicht. Als Rahmenhandlung dient der Videocast, in dem die Geschichten eingeführt und auch kommentiert werden.

Das Konzept ist stink langweilig und nur für wirklich richtig heftige Nerds wie mich interessant und selbst ich fand es nach dem dritten Kerl, der da irgendwas verkaufen will, äußerst langweilig. Die Charaktere sind allesamt flach und dürfen nur die stereotypischen “middle-aged, overweight, sweaty Nerds” sein, die man eben aus dem Fernsehen kennt. Echte Passion geht durch den großen Fokus auf Geld, in zu mindestens dieser Episode, verloren. Dazu stößt mir persönlich das Product Placement sehr übel auf. Die Bedienung im Comic Laden ist immer im Shot-Reverse-Shot gedreht und in jeder Einstellung sieht man entweder Walking Dead Volumes, Issues, Actionfiguren oder Sammelbände; sogar Marvel Zombies stehen daneben. Hauptsache Zombies eben.

Bei dem Vorprogramm ist das natürlich verständlich, aber ich persönlich hätte mir lieber erst mal ein Bild von dem Laden selbst gemacht. Man weiß bis jetzt immer noch nicht wie genau der Shop aufgebaut ist, noch habe ich ein Gefühl dafür, was es da so alles gibt und das ist schade. Das Interessanteste an meinem örtlichen Shop hier ist immer der Tag der offenen Tür, wenn man sogar ins Lager darf und Sachen direkt dort erstehen kann.

Insgesamt ist die Show sehr enttäuschend, insbesondere das wohl humorvoll gemeinte Kapitel auf dem Flohmarkt ist sehr träge und schlicht unlustig. Das ist schade, denn die Show hat eigentlich großes Potential, was jedoch von Product Placement, zu großem Nerdpride und Smith selbst überschattet wird.

Happy Ramona Flowers Day

01 Jan, 2012 · Sascha · Comics · 6 comments

via Bryan Lee O’Malley, Photo edited by m(y fantasies)e

Heute ist Ramona Flowers Geburtstag und Comicschöpfer Bryan Lee O’Malley ruft den Ramona Flowers Day aus. Da bin ich dabei.

Zuvor auf PEWPEWPEW:
Scott Pilgrim vs the many Ramonas

Epic Cosplay auf der FanExpo 2011

07 Oct, 2011 · Sascha · Comics · 0 comments

I went to FanExpo 2011 in Toronto to do another cosplay video… I heard there were supposed to be more cosplayers than Anime North… but unfortunately the day I went there wasn’t many… I wanted to have DEADPOOL in this vid SO BADLY!

Vorher auf PEWPEWPEW:
DragonCon 2011 Cosplay

San Diego ComicCon 2011 Cosplay

Autor: Christophe Bec
Illustration: Christophe Bec, Alessandro Bocci & Stefano Raffaele
Verlag: Splitter
Erschienen: 10/2010
ISBN: 978-3-86869-252-5, Amazon, Splitter-Verlag
Seitenzahl: 48 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahre

Christophe Becs Reihe über Übernatürliche Phänomene um die Zahl 13 geht in eine vierte Runde. Nach den bereits erstklassigen 3 Vorgängern gerät dieser Band jedoch in einen gewissen Leerlauf, obgleich hohen Niveaus. Ist der vierte Band mit dem unheimlichen Titel “Prophezeiung” eine Exposition für die große Invasion im fünften Band, Sarkophag, oder ist er eine Füllerepisode, die den Stoff nur unnötig in die Länge streckt?

Story
Becs Stärke ist sein Spiel mit dem Unbekannten. Bereits in seinem Dreiteiler “Heiligtum”, ebenfalls im Splitter-Verlag erschienen, lässt er es gekonnt bis zur letzten Minute offen, ob das Unvorstellbare wirklich wahr sein könnte. In Prometheus gelingt es ihm den Leser noch mehr zu fesseln. Nicht nur das Mysterium an sich steht im Mittelpunkt, sondern vor allem seine Aktionen und vor allem deren Folgen für die Menschheit. Wie für Bec üblich beginnen wir mit einer Rückblende. Dieses Mal befinden wir uns auf der Titanic und erfahren, dass sie von einem unbekannten Schiff verfolgt wird. Aus Angst vor einem möglichen Angriff der Unbekannten fährt die Titanic trotz Warnungen von Eisbergen in der Region mit voller Kraft gen New York. Es kommt, wie wir alle wissen, zur Kollision.

Yup, das ist ein Alien im Spiegel. Also auch hier erfahren wir, dass sie ihre Finger im Spiel hatten und das mysteriöse Schiff entpuppt sich nicht als deutsches U-Boot, sondern als Raumgleiter der außerirdischen Verfolger. So interessant dieses Puzzle in der Story ist, so unwichtig ist es auch. Wir wissen bereits, dass die Aliens überall in der menschlichen Geschichte irgendwas zu tun hatten und das Auftauchen der Titanic in Band 1 sollte im Nachhinein als Andeutung reichen. Dass Bec trotz der nur wenigen 48 Seiten insgesamt stolze 8 davon für diese Nebengeschichte nutzt, ist in meinen Augen schade, denn die wären woanders besser aufgehoben.

Insgesamt macht das keinen großen Unterschied mehr. Es werden soviele Nebenstränge balanciert, dass wir in den gesamten 48 Seiten kein bisschen weiter kommen in der übergeordneten Geschichte. Bec ist so “all over the place” mit seiner Geschichte, dass wir vom 16.

Jahrhundert zu Prometheus und Herkules springen, vom Blauen Loch in der Karibik zu dem amerikanischen U-Boot im Dschungel, von FOX News zum Präsidenten, vom verstörten Astronauten zum verwirrten und investigierenden NASA-Mitarbeiter Jeff, der am nächsten dran ist, was man als Hauptcharakter und Identifikationsfigur bezeichnen könnte.

Charakterzeichnungen sind allgemein nicht Becs Stärke, eher Atmosphäre und Blockbustererzählung. Nicht ohne Grund also fühlt man sich bei Becs Panels an Roland Emmerich und Michael Bay erinnert – im guten Sinne. Immerhin schafft er es, dass die Militärs am Blauen Loch durch den Spiegel am Boden gehen und etwas entdecken, dass auf dem Cover und in anderen Visionen bereits angeteast wurde und somit die Story etwas voran bringt und in der Retrospektive einige Punkte schlüssiger wirken.

Illustration

Wie schon in Band 3 hat sich Christophe Bec Verstärkung ins Team geholt und die ist spürbar. Bec, Bocci und Raffaele haben allesamt einen so ähnlichen Stil, dass bei der normalen Leseerfahrung nur wirklich erfahrene Leser einen Unterschied merken dürften, der sich jedoch nicht qualitativ, sondern lediglich vom Stil her minimal zeigt. So merkt man, wenn Bec seine Vision so umsetzen kann, wie er es sich vorstellte und wenn die Panels eher lieblos von Raffaele und Bocci nebeneinander geklatscht wurden. Zu ihrer Verteidigung muss man aber sagen, dass dieser Band sehr dialoglastisch und es daher schwierig ist, wirklich originell zu sein und nicht nur Auftragsarbeit zu leisten.

Was mich jedoch ärgert sind diese kleinen Fehler. Wenn man schon FOX News, den mit Abstand schlimmsten Mainstreamsender in den USA, als seriöse Nachrichtensendung darstellt, dann sollte man doch wenigstens “News Corperation” richtig schreiben. Ebenso ist die Grammatik falsch, wenn Meldungen wie “The American government did not still give news about the disappearance of one of its nuclear submarines” über den Bildschirm flimmern. So etwas wirft einen einfach raus aus dem Lesefluss und ist ärgerlich und vermeidbar, aber genau wie die Kritik im Bezug auf die Verstärkung Kritik auf allerhöchstem Niveau. Die Panels sind allesamt wunderschön, mit kräftigen Farben und vereinter Vision gezeichnet.

An der Gesamtqualität des Comics lässt sich wieder nichts bemängelt. Wer schon einmal einen Band vom Splitter-Verlag in der Hand hatte, wird sich daran erinnert fühlen, welch besondere Qualität in die Verarbeitung geht. Das Hardcover ist robust und liegt gleichwohl gut in der Hand. Das Papier hat die perfekte Dicke und ist von höchster Qualität. Das Umblättern alleine ist ein Schmaus für jeden Fan von Hochwertigkeit.

Fazit

Band 4 aus der Prometheus-Reihe von Christophe Bec ist eine klassische Füllfolge auf hohem Niveau. Die vielen inzwischen erarbeitenden Storystränge wollen alle weitergeführt werden, was Seiten kostet, sich aber am Ende lohnen wird, denn es ergibt sich langsam das große Bild. Storystränge führen zusammen und beim Durchblättern der drei vorherigen Bände ergibt sich ein immer schlüssigeres Bild. Alleine gesehen ist dieser Band wenig berauschend, in der Storyline gesehen jedoch eine nötige Exposition und ein riesiger Teaser für das zweiteilige Finale in Band 5 und 6.

Wertung: 7/10

DragonCon 2011 Cosplay

22 Sep, 2011 · Sascha · Comics · 0 comments


via MindsDelight

Jedes Mal, wenn ich ein Video über das Cosplay auf einer bestimmten Con sehe, werde ich ganz traurig; besonders bei so gut gemachten Videos wie diesem hier von der diesjährigen DragonCon. Ich habe nämlich eine Stormtrooperrüstung. Ja, wirklich. So mit Helm und allem drum und dran, mir fehlt lediglich eine e11, die mir aber inzwischen zu teuer ist und mir irgendwo die Sache dann doch nicht mehr so viel wert ist wie früher, was eigentlich ziemlich paradox ist, weil ich EINE VERDAMMTE STORMTROOPERRÜSTUNG IM SCHRANK HABE.

Doch irgendwie habe ich nie eine Veranstaltung wie diese hier um diese zu zeigen.

Und ja, es gibt auch sowas in Deutschland, aber ich glaube irgendwie, dass Stormtrooper das mit Abstand unoriginelleste Cosplay an so einer Veranstaltung sind. Ich meine, neben Lego Boba Fett, sexy Flying Spaghetti Monster, Yoshis und einem Drittel Kostüme aus Animes, die ich nicht mal kenne, wirkt Star Wars einfach irgendwie zu Mainstream, besonders eben der Trooper. Deshalb bleibe ich zu Hause und traurig und schaue Videos. Hach.

Vorher auf PEWPEWPEW:
San Diego ComicCon 2011 Cosplay