Film Archives - Page 7 of 320 - PewPewPew - PewPewPew

SAFDIE SUPREME

16 Aug, 2025 · Sascha · Film · 0 comments

Bruder gegen Bruder, Chalament vs. The Rock. Es ist der Kampf des Kinoherbst. Die Safdie-Brüder machen nun getrennt Filme und die Trailer zu The Smashing Machine und jetzt endlich auch Marty Supreme sind draußen. Beide produziert von A24 – hier wird nun geklärt, wer der beiden Filmemacher den Juice bei den vorangegangen Produktionen brachte. Wer wird Safdie Supreme?! Ich vermute, dass beide Filme recht OK werden, ohne das Rad neu zu erfinden. Benny Safdie gefällt mir in seinen Schauspielrollen jedenfalls schon mehr. Die seriös anmutende Awards-Kampagne von The Rock ist definitiv schon jetzt lustig.

Mit Tim Burton durch die Videothek

15 Aug, 2025 · Sascha · Film · 0 comments

Die Videotheken-Videos von Konbini sind der Criterion Closet des kleinen Mannes. Eigentlich ein Geheimtipp, weil inzwischen durch inflationäre Produktion der Gehalt konträr zur Meme-Dynamik abnahm (diese Videos gibt es ja seit Jahren und sind erst seit Kurzem “Kult”) und weil bei Konbini, die im JM Video Store in Paris drehen, eben nicht nur aus einer auserlesenen “Elite” ausschlaggebender Titel ausgesucht wird, sondern eben aus allem, was Kino so ausmacht.

Schade, dass aus Tim Burton eine ähnlich tragische Figur wie viele seiner Protagonisten wurde, der dazu verdammt scheint, sich für den Rest seiner Karriere nur noch im Bereich des Vertrauten zu bewegen scheint – hat er doch so entscheidend und mutig selbst neue Wege beschritten. Aber dazu zwei Gegenpunkte direkt! Einmal erinnere ich mich an einen Satz aus einer Review – es könnte bei Pitchfork gewesen sein – zu der dramatisch abnehmenden Qualität von Arcade Fire Records: Es ist eine Ausnahme, wenn Künstler*innen überhaupt eine länger andauernde, massiv bewegende Schaffensphase haben und alles darüber hinaus ist ein schieres Wunder. Und zweitens: Burton datet seit zwei Jahren Monica Bellucci. Alles gesagt. Legende!

Zwei Filme, deren on-screen Talent und Ideen nicht in der Gänze von dem Talent hinter der Kamera getragen werden können. Macht zumindest so den Eindruck? You know the type, come on. Was für einen Mubi-Sonntagnachmittag.

Am 17. Oktober startet eine fünfteilige Doku-Serie über Martin Scorsese von Rebecca Miller. Scorsese ist 82 Jahre alt und Apple produzierte seinen letzten, grandiosen Film, Killers of the Flower Moon. Neben einer Doku über Schiffbrüche im Mittelmeer sind einige Filme in Entwicklung, doch welche davon wird er noch tatsächlich abdrehen? Hoffentlich alle, doch nach einer langen, erfolgreichen Karriere widmet er sich zunehmend seinem filmischen Erbe.

In Mr. Scorsese wird er neben Weggefährten (Robert De Niro, Daniel Day-Lewis, Leonardo DiCaprio, Mick Jagger, Robbie Robertson, Thelma Schoonmaker, Steven Spielberg, Sharon Stone, Jodie Foster, Paul Schrader, Margot Robbie, Cate Blanchett, Jay Cocks und Rodrigo Prieto) selbst sehr präsent sein und wird durch das Prisma seines eigenen Schaffens betrachtet.

Scorseses Medienpräsenz wird in den letzten Jahren sanft zu einem liebenswerten Großvaterbild gezeichnet. Nicht zuletzt wegen den “ikonischen” TikToks mit seiner Tochter Francesca, wo er mit Jugendwörtern und Onlinelingo konfrontiert wird. Da passiert das aber so beiläufig, liebevoll und neugierig mit der Tochter – und die Filmtwitterbubble macht daraus ihr eigenes Spiel. Hier hat er die Zügel selbst in der Hand, weshalb ich gespannt bin, was er hier durchblicken lässt und wie er sich und sein Werk inszenieren lässt.

Die Zeit heilt nicht alle Wunden. 28 Years Later herrscht im britischen Königreich nach dem Ausbruch des Rage-Virus noch immer kein Frieden. Abgeschottet vom Rest der Welt kämpfen die letzten Überlebenden in einer scheinbar trostlosen Postapokalypse ums Überleben.

Vater Jamie (Aaron Taylor-Johnson) will seinen Sohn Spike (Alfie Williams) trainieren, um in dieser Welt zu bestehen, während seine Frau (Jodie Comer) an einer undiagnostizierten Krankheit leidet. Spikes Hoffnung ist ein mysteriöser Arzt, der noch auf dem Festland leben soll.

Mit Danny Boyle-Experte Alex Matzkeit (Bluesky, Instagram) geht es im neuen PewCast über eine geheime Alex Garland-Trilogie, Brexit und natürlich Zombieszombieszombies.

Für Feedback oder Fragen verfasst ihr einen Kommentar unter diesem Post, eine Mail an mail@pewpewpew.de oder einen Tweet @PewPewPewBlog bzw. @reeft. Wenn ihr den Podcast unterstützen wollt, dann hinterlasst doch gerne eine Bewertung auf iTunes oder Spotify.

Shownotes:
Bildquellen: © Sony Pictures Germany
Lexpod Danny Boyle
Lexpod: Nostalgie

Play

Hier die Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:
MP3: pewcast170.mp3 (66 MB)
Soundcloud: PewCast 170: 28 Years Later
iTunes: PewCast
Spotify: PewCast
Podcast-Feed: https://feeds.feedburner.com/pewcast

Avatar: Fire & Ash Trailer

09 Aug, 2025 · Sascha · Film · 0 comments

Our friend Payakan returns :)

Jurassic World Rebirth erschien diese Woche für die Heimkinos und in den Extras gibt es nun einen Einblick, was auf dem Boden des Cutting Rooms landete. Die Szenen waren vorher durch Interviews bekannt und viel ist es nicht. So richtig fehlen die Szenen auch nicht im Film, aber es ist schon etwas schade, denn an dem Filmgerippe hätte für mich noch etwas mehr dran sein dürfen.

Die erste Szene ist nur eine Erweiterung des etablierten Openings. Statt des Helicopters sehen wir die später im Film kurz präsenten Rollwalzen, die den Dschungel für den Bau weiterer InGen-Labore plattmachen. Eine nette Unterwanderung der Erwartungshaltung, dass gleich dort ein Dinosaurier die Affen fressen wird oder sowas – mehr aber auch nicht. Die Produktionszeit war insane, das Budget kleiner als sonst. Daher lässt sich sagen: Die Szene fehlt nicht, verständliche Entscheidung, aber sie hätte dennoch dem mangelhaften Intro wenigstens einen kleinen Twist hinzugefügt.

Die zweite Szene ist besonders für Fans von Jurassic Park III schwer zu ertragen. Obwohl Rebirth viele Parallelen zu dem Film bietet, enthält er uns doch die Raptoren vor. So ganz stimmt das ja jetzt nicht, werden einige einlegen wollen. Und ja, es gibt diesen Toilettengang, wo die Velociraptoren kurz von einem Mutadon angegriffen werden. Dort erfüllt die Szene zwei Zwecke: Die neuen Monsterdinos werden eingeführt und als größere Gefahr als die bisherigen Monstermaschinen des Franchises inszeniert. Hätte man auf diese Szene aber verzichtet zugunsten der zweiten deleted scene, dann wäre nichts verloren gewesen. Im Gegenteil, die Frage, was den Raptoren Angst einjagt, baut die nächste Sequenz auf und lässt sie größer wirken.

Speaking of größer: Die dritte und letzte Szene ist eine Erweiterung der Tankstellensequenz, wo sehr elegant um diese deleted moments herumgeschnitten wurde. Erneut kann man festhalten: Schmerzvoll, aber verständlich irgendwie. Das Finale fühlte sich für mich sehr rushed an, da hätte sie Szene gut reingepasst für mich. Diese Spielerei mit dem Telefon passt auch in die Filmreihe.

Gareth Edwards bestätigte bereits, dass es keinen Director’s Cut geben wird. Die Kinoversion kommt sicherlich auch ohne diese Szenen aus. Weder fehlen dadurch elementare Plot- oder Charakterentwicklungen, noch sind es große Momente, die Fans schmerzlich vermissen würden. Dennoch kann man schon sagen: Wenn der nächste Film mehr Entwicklungszeit haben wird, wäre das eine gute Entscheidung.

Orbx ist eine Firma, die DLC für Microsoft Flight Simulator 2024 entwickelt und Pilotinnen nun nach Jurassic World fliegen lässt. In dem Paket werden die Hauptinseln Isla Nublar und Isla Sorna sowie die anderen Inseln der Las Cinco Muertes Inselgruppe enthalten sein. Spielerinnen können auf Startbahnen der Inseln landen, den dichten Dschungel der tropischen Inseln aus der Luft erkunden oder Dinosaurier und Park-Strukturen entdecken.

Ich habe keinen Joystick und der MSF war mir immer aus der Ferne etwas zu kompliziert um mich da reinzuarbeiten, aber das werde ich mir ganz sicher nicht entgehen lassen. Ich bin schon höchst gespannt, wie detailliert die Welten sein werden, was auf den anderen Las Cinco Muertes Inseln zu sehen sein und wie man mit Non-Kanonizität Nublars umgehen wird. Nimmt man einfach aufgrund der Markenzusammenarbeit die Karte aus dem ersten Jurassic World-Film? Geht man die Nostalgie-Route und holt die Karte aus Jurassic Park oder sogar dem Roman?

Seit Jahren existiert im Fandom eine hitzige Diskussion, welche Karte der Insel sich am besten eignet. Zum Beispiel ist nie klar, wo genau die Lagunae eigentlich ihren korrekten Platz hat. Selbst zwischen JW und Fallen Kingdom wechselt sie ihren Ort, damit der Mosasaurus überhaupt ins Meer entkommen kann in der Intro-Sequenz. Wahrscheinlich macht man sich auch gar keine so riesigen Gedanken, denn im Teaser-Video oben sieht man Isla Sorna und da wirkt die Insel im Vergleich zu allen anderen Inszenierungen winzig klein. Dennoch aber eine schöne Idee!