Film - PewPewPew

“But what makes her special is just how human she is.” Genau da muss ich Co-Regisseurin Anna Boden zunächst noch widersprechen. Captain Marvel wirkt in den ersten beiden Trailern für den ersten Marvel-MCU-Film mit einer weiblichen Heldin in der Hauptrolle sehr … langweilig. Das liegt hauptsächlich an Brie Larson, die es schon immer schaffte, selbst in den spannendsten Rollen nicht nur gelangweilt auszusehen, sondern auch so zu klingen. Ihr Filmsohn Jacob Tremblay aus Room genießt nicht ohne Grund bereits seit ein paar Jahren eine beachtliche Kinderkarriere in Hollywood, spielte er sie doch buchstäblich gegen die Wand. Einzig und allein in Short Term 12 konnte sie mich überzeugen, wo ihr jedoch die Filmrolle genau diese Unentschiedenheit abverlangte.

Captain Marvel steht für mich also zunächst unter einem schlechten Stern, zumal die “hier kommt jetzt die Rettung für die Avengers in Form eines Origin-Films” sehr nervt. Viel eher würde ich sehen, wie Tony und der Rest sich in ihrer misslichen Lage mit Kühnheit und Zusammenarbeit selbst helfen. Ohnehin weiß ich als Laie basierend auf dem Trailer gar nicht, wie Carol Danvers helfen wird und wie sich ihre Kräfte definieren lasssen. Sie sei nur das bisher stärkste Wesen des MCUs, hört man häufig von Seiten der Kreativen. Sie kann fliegen, Laser von ihren Händen schießen und kämpfen. Für mich alles noch sehr vage. Auch der auf der Erde ausgetragene Krieg zwischen zwei außerirdischen Rassen interessiert mich zunächst einmal nicht. Diese gesamte Mythologie und Alienästhetik erinnern mich inklusive der scheinbaren Origin-Story sehr stark an Green Lantern, inklusive dem CGI-Kostüm.

Da vermisse ich insgesamt eine starke Stimme wie die von James Gunn, dessen Guardians of the Galaxy in der Presse immer viel Skepsis erfuhr (“Ein laufender Baum, ein sprechender Waschbär!”), während bereits nach dem ersten Trailer klar war, dass Marvel mit dem Film ein Geniestreich gelungen war. Captain Marvel wirkt ein paar Jahre nach dem endgültigen Durchbruch dieser Blockbuster wie ein Selbstläufer, aber aktuell schläfert mich der Trailer ein. Schade, denn nach dem famosen Infinity War hatte ich durchaus wieder Lust auf Comic-Helden.

Apropos Kostüme: Marvel-Filme leiden unter einer Vielzahl an Problemen, u.a. den Kostümen, die zwar immer häufiger treu dem Comic-Vorbild gleichen, aber an der billigen CGI-Umsetzung scheitern.

Filmkritiker David Ehrlich hat es wieder geschafft und einen super schönen Videorückblick des vergangenen Kinojahres geschnitten – also den eines Filmkritikers, denn ich habe gefühlt nur ein Fünftel bisher gesehen. Den Rest verpasse ich leider oft auf Grund der Indie-Unterversorgung auf dem Land oder den verzögerten Startdaten der Filme hierzulande. Deshalb empfinde ich doppelten Neid, denn auch ich würde gerne so einen Rückblick schneiden. Leider sah ich dieses Jahr jedoch so wenig Filme wie selten zuvor und viel Gutes war auch nicht unbedingt dabei. Außerdem schulde ich ja ohnehin noch Top-Listen aus dem letzten Jahr. Ohje nee nee nee. Quo vadis, PewPewPew?

Anyway, Ehrlich schrieb auf einer Heimatplattform IndieWire noch einen Artikel zu den einzelnen Picks.

Red Dead Redemption: Unchained

04 Dec, 2018 · Sascha · Film,Games · 0 comments

Da ich jetzt auch endlich Red Dead Redemption 2 durchgespielt habe (dazu bald mehr), kann ich endlich die Memes ohne Angst vor Spoilern konsumieren. Hier das mit Abstand beste Mashup-Video aus meinen Dunstkreisen.

Darf man jemanden dabei filmen, wie er sich selbst in Gefahr bringt und eventuell dabei stirbt? Alex Honnolds Besteigung des El Capitan im Yosemite-Nationalpark war eines der aufregendsten Kletterereignisse aller Zeiten. Honnold gelang es im Juni 2017 die immense Felswand als erster Mensch ohne Sicherungsseile hochzuklettern. Jeder Schritt, jeder Griff kann über Leben und Tod entscheiden. Der Weg nach oben ist lang. Honnold muss eine Abfolge von tausenden Handgriffen und Körperbewegungen auswendig lernen, um den perfekten Pfad durch die 1000 Meter hohe Felswand zu finden. Wenn er sich verirrt, kann ihm niemand helfen.

Das Ehepaar Elizabeth Chai Vasarhelyi und Jimmy Chin, Freunde Honnolds und Regisseure des Dokumentarfilms Free Solo über die Besteigung waren sich dieser Gefahr stets bewusst. Womöglich hört ihr Film einfach in der Mitte auf, genau wie Honnolds Leben. Darf man ihn trotzdem dabei filmen? Muss man es sogar? Wie geht man ihm am besten aus den Füßen? Und was, wenn er fällt? Schon bei dieser Kurzdoku der New York Times über die Ethik hinter diesem spannnenden Film bekomme ich schwitzige Hände. Leider Free Solo hat meines Wissens noch keinen Deutschlandstart und wird bei uns wohl leider eher ein Heimkinoevent werden. Schade, besonders bei diesen Bildern.

Time is a flat circle of life. Shot für Shot einfach mal das legendäre Intro nachgestellt und als Teaser rausgehauen. Respekt, Disney.

Ich bin kein Freund dieser Live-Action Remakes per se und zu Disney pflegte ich bereits in der Kindheit keine wirkliche Fanbeziehung, aber einige Filme aus der Disney Renaissance haben schon einen Platz in meinem Herzen, ganz besonders eben The Lion King. Trotzdem bin ich gespannt, was Favreau daraus gemacht hat. Bis jetzt ist es eben ein eins zu eins CGI-Remake. Das mag technisch beeindruckend sein. Eine Rechtfertigung ist das aber nicht.


Warner Bros.

Back when Marvel’s cinematic universe was still only a few movies old, its architect Kevin Feige had to do the impossible: Tell an intriguing sequel to Tony Stark’s story while also setting up his larger ideas for the formation of the Avengers and beyond. Ultimately, it ended up being The Avengers 0.5 and a forgettable while still fine disappointment that only gets mentioned as an example of how not to do it. J.K. Rowling, apparently, is not much into superhero movies. Otherwise, this franchise buster would have been prevented.

Fantastic Beasts should be a whimsical and adventurous movie about catching Pokémon with a wand and falling in love with a world that has so much more to offer than the rehashing tale of a dangerously looming dark wizard. And yet we are here: Iron Man 2 levels of bad franchise building full of horribly confounding flashbacks, characters, and spells. Newt is yet again a completely one-sided and underdeveloped secondary character in his own story that is in desperate need of an A plot. The eponymous beasts are reduced to simple plot devices, CGI showcases, or simple jokes. Yates’ direction feels aimless without the gravity and aesthetics of Hogwarts at its core and the overall plot is a complete mess that needs major rewrites to get some sort of pacing.

On top of that Rowling included yucky comparisons of wizards and the holocaust as well as completely backwards relationships and forms of representation. The film forgets about a bunch of characters midway through and ends on the possibly cheapest cliffhanger ever. Yet the biggest crime committed in this movie is how fucking unbelievably boring all of it is.

Harry Potter may have been the boy who lived but Fantastic Beast is the franchise which died.

Alita: Battle Angel scheint nach der ewig währenden Produktionshölle und dem miesen Marketing zum Scheitern verurteilt. Und dann wäre ja noch die abgefahrene Sci-Fi-Story um das Mädchen mit den großen Manga-Augen. Alles an dem Film schreit irgendwie nach 2008, nichts nach Erfolg.

Dennoch erweckt der neueste Trailer mein Interesse. Nicht nur, weil er Alitas Welt besser präsentiert und runder in die Geschichte einführt, sondern auch weil man angesichts des neuen Materials kaum noch wirklich bei diesem Film von einer Live-Action-Adaption sprechen kann. Viel mehr handelt es um ein “CGI-Movie” mit – teilweise – realen Darstellern und somit schlüpft der Film für mich den regulären Bewertungsmaßstäben ein Stück davon und wandert in ein spannenderes Territorium als eine normale Adaption des Animes eigentlich hergibt.

Sicherlich liegt das an Robert Rodriguez und auch wenn dieser umstrittene Kultregisseur viel Mist gedreht hat, kam am Ende meist wenigstens ein interessanter Schlamassal bei raus. Nachdem Cameron eine monogame Beziehung mit dem Avatar-Universum eingangen ist, bleibt das wohl der beste Ausgang für Alita.

Früher oder später führen alle Wege zum Schmerz.

Nun ist er also da, der Trailer zu Detective Pikachu, in dem Deadpool dem bekanntesten Pokémon der Kanto-Region seine Stimme leiht. Einerseits könnte das durchaus ganz spaßig werden. Andererseits: Wieso lässt Gott dies zu?

Die wirklich doofe Geschichte, die im Super Mario Bros. Gedächtnismodus mal so ziemlich alle spiel- und universumsrelevanten Mechanismen ignoriert, hat nichts mit dem Rest des Poké-Verses zu tun und dazu sieht der Film aus wie ein animiertes Reboot von Howard The Duck. Mich erinnert es an diese viralen, billigen YouTube-Clips aus den frühen 2010er Jahren von Firmen wie Funny Or Die, die alle auf den “dark and edgy” Reboot à la The Dark Knight aufsprangen und das “Parodie” nannten. Das ist nicht süß, sondern einfach nur traurig. Ich muss es wissen, ich habe davon etliche verbloggt.

Was ein Blödsinn. Ehrlich? Das ist schlimmer als The Last Jedi.

Bitte respektiert meine Privatsphäre und die meiner Familie in dieser schwierigen Zeit.

Finding that they are uniquely equipped to communicate with one another, Tim and Pikachu join forces on a thrilling adventure to unravel the tangled mystery. Chasing clues together through the neon-lit streets of Ryme City — a sprawling, modern metropolis where humans and Pokémon live side by side in a hyper-realistic live-action world—they encounter a diverse cast of Pokémon characters and uncover a shocking plot that could destroy this peaceful co-existence and threaten the whole Pokémon universe.

Ha ha … nein.