Film - PewPewPew

love police posterAstronauten sprechen häufig davon, wie sehr die Reise ins Weltall verändert hat. Das als Overview Effect bekannte Phänomen meint eine neue Sichtweise auf irdische Dinge wie Politik oder eine neue Demut für die Fragilität der menschlichen Existenz auf unserem Planeten. Egor Abramenkos Debütspielfilm Sputnik zeigt einen Mann, der etwas anderes aus dem All mit nach Hause bringt: Ein Alien.

Mitte der Achtziger, Höhepunkt des Kalten Kriegs: Nach einem mysteriösen Weltraumunfall kehrt ein Kosmonaut als einziger Überlebender zurück zur Erde, doch er ist nicht alleine. Eigentlich dürfte er nicht am Leben sein, doch das Rätsel ist schnell gelöst. Nachts, wenn er schläft, entweicht ein Alienparasit, von dem der Kosmonaut nichts weiß. Eine Ärztin wird herangezogen, um den Körper zu erfroschen und zu klären, ob das Alien vielleicht als Geheimwaffe gegen die Amerikaner eingesetzt werden kann.

Der Film basiert auf Abramenkos Kurzfilm The Passenger (sehr schönes Poster), dessen Alien bereits im kurzen Teaser Trailer mega creepy ist. Da darf man gespannt sein, was im Spielfilm mit einem größeren Budget drin ist. Der Film erscheint am 14. August auf VOD.

Richtig schöner Shitpost von StarWarsExplained-Alex, der Bantha-Kacke erklärt.

Larry und Darrell sind Teenager in den Achtzigern und drehen ein Homevideo von ihrem Besuch im Plattenladen im Jahr 1989. Ich liebe alles daran. Ganz großartig ist, wie Larry das Video im Vlogging-Style moderiert, Jahre bevor YouTube erfunden wird. Dann dieses universale wie ewige Gefühl von Freiheit, der spannende Mix aus Unschuld und Unverwundbarkeit in dem Alter, wenn man mit den Freunden was unternimmt. Dieses Alltägliche mit all seinen feinen Unterschieden und dann doch wieder vielen Konstanten. Die kleinen Momente wie der Blick der Kassiererin im Sinne von “Ohh neee, nicht die schon wieder”.

HCG

Die Hero Complex Gallery veröffentlicht dieses cleveres Poster von Kevin M. Wilson aka Ape Meets Girl. In Kubricks ikonischer Filmografie toben sich häufig die Posterkünstler aus, das ist kaum überraschend. Aber wie hübsch und auf den Punkt gebracht Wilson hier die Elemente und Ebenen aus The Shining vermengt, verdient großes Lob. Aktuell noch käuflich zu erstehen für 60 Dollar, in klassischer Postergröße (24×36 Zoll) und natürlich in einer Edition von 237 Stück.

NEON

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Bestes Beispiel: Brandon Cronenberg, Sohn von David Cronenberg, drehte den Film Possessor, der auch gut und gerne von seinem Vater stammen könnte. Entfremdung, Kontrollverlust, Bodyhorror, dafür ist Cronenberg bekannt und der vielversprechende SciFi-Horror-Thriller seines Sohnes schlägt in die gleiche Kerbe.

Tasya Vos (Andrea Riseborough) is a corporate agent who uses brain-implant technology to inhabit other people’s bodies, driving them to commit assassinations for the benefit of the company. While she has a special gift for the work, her experiences on these jobs have caused a dramatic change in her, and in her own life, she struggles to suppress violent memories and urges. As her mental strain intensifies, she begins to lose control, and soon she finds herself trapped in the mind of a man (Christopher Abbott) whose identity threatens to obliterate her own.

Manchmal definiert sich eine Ästhetik auch darüber, was man nicht macht: George Lucas verbot vor über vierzig Jahren seinen Kostümdesignern zum Beispiel Knöpfe und den Figuren das Tragen einer Brille. Klar, es gibt Schutzbrillen oder Sichtschutz bei den Helmen, aber keine Figur sollte eine alltägliche Sehhilfe tragen. Dies würde den Look des Sternenmärchens durch den realweltlichen Bezug zerstören.

Dennoch fanden Brillen ihren Weg in eine weit, weit entfernte Galaxie. Und das schon bereits recht früh: Ein älterer Herr im Holiday Special trug eine Sehhilfe, was das Alleinstellungsmerkmal dieser Produktion beweist. Schon ein Jahr nach dem Megaerfolg wurde klar, was geht und was nicht – und wie eng gefasst die Star Wars Ikonographie eigentlich ist. Daran beißt sich ja aktuell auch Disney die Zähne aus, denn Neues zu erzählen fällt dadurch ohne klare Vision schwer.

Es blieb aber nicht bei diesem einen Zwischenfall. In den vergangenen 40 Jahren Star Wars trugen noch diverse Figuren eine Brille, die der großartige YouTuber EC Henry in seinem Video vorstellt. Auslöser war der Doktor aus The Mandalorian, dessen aufdringliche Gläser viele zum ersten Mal über Brillen im Star Wars Universum nachdenken ließen. Henrys Video ist jedoch unvollständig, da er nicht die coolen (das muss ich sagen, ich trug sie nämlich immer) Brillen aus Star Wars Galaxies miteinschließt. Diese bekam man nur mit der in den USA verkauften Special Edition, die mein erster internationaler eBay-Kauf wurde.

Hier sind ein paar Screenshots der unterschiedlichen Modelle:


hmetalmanic

Batman, Ghostbusters, ja selbst Roland Emmerichs Godzilla hatte eine. Viele Blockbuster aus vergangenen Jahrzehnten hatten Kino-Sequels, aber auch oft Ableger auf dem kleinen Bildschirm in Form von Zeichentrickserien. Auch der Mega-Erfolg von Jurassic Park sollte zu einem Saturday Morning Cartoon führen. Vor fünf Jahren erschienen Konzeptzeichnungen von Künstler William Stout zu einer geplanten Zeichentrickserie, die jedoch nie das Tageslicht erblicken sollte.

Dank Netflix wird Universal mit Cretacious Camp den langgehegten Traum vieler Fans endlich wahr machen. Nur wird diese Serie eben weder die dazugehörige Ästhetik der Neunziger einfangen, noch die Abenteuer der originalen Figuren fortführen, mit denen Fans des Franchises nostalgische Verbindungen pflegen. Ohnehin sind Spielzeugmarkt und Zeichentrickserien eng miteinander verbunden. Mattel kreiert wunderschöne Dinosaurier, steht aber immer noch weiter hinter den Werken Kenners von vor fast 30 Jahren.

Vielleicht ist daher Cretacious Camp mit seinem Neuanfang auch keine schlechte Idee und in einer Jugendserie im Jurassic World Outbreak sehe ich jede Menge Potenzial. Trotzdem ist es ja doch schade, dass wir das nie richtig zu sehen bekamen. Das dachten sich auch nun die Sammler von Collect Jurassic und produzierten ihr eigenes Zeichentrickintro.

Besonders charmant und erfreulich für die langjährigen Spielzeugfans wie mich sind nicht nur die detailgetreuen Nachbildungen der Figuren und Fahrzeuge, die Kenner für Jurassic Park entwurf, sondern auch die Nachstellungen einiger Szenen aus den dazugehörigen Sammelkarten sowie die Nennung einiger berühmten Ideen, die nur für den Spielzeugmarkt erstellt wurden. Wirklich sehr, sehr hübsch gemacht.


hmetalmanic