Film - PewPewPew

IGN nutzt die Isolation und Langeweile vieler People im Biz aktuell um DVD-Abende mit den Kreativen hinter den Filmen zu gestalten. Dieses Mal luden sie Gary Whitta und Chris Weitz ein für ein bisschen Disney+ and Chill ein, um über ihre Drehbücher zu Rogue One zu reden, während der Film im Hintergrund läuft. Sehr spannend und viele neue Details; zu viele, um sie alle zu listen. Aber Terri Schwartz von IGN hat’s versucht. Trotzdem: Der zweitbeste Star Wars Film aller Zeiten schaut sich immer gut und das hat mir gerade super viel Spaß gemacht.

King Gizzard and The Lizard Wizard ruhen nie und geben selbst während einer Pandemie Vollgas. Erst im Oktober spielten die Australier hier bei mir ein fantastisches Konzert und im Juli wäre schon unser nächstes Date gewesen. Das wird wohl nicht klappen – und trotzdem können Fans bald ein Wiedersehen mit Stu, Ambrose und Co. feiern. Am 17. April veröffentlicht die Band ihren Tourfilm Chunky Shrapnel für nur einen Tag. Man kann ihn jetzt vorbestellen, 24 Stunden lang anschauen und dann verschwindet er wieder von der Bildfläche. Zumindest von der offiziellen Quelle. Der Film wurde auf glorreichem 35mm Film gedreht und hat einen unglaublich stimmungsvollen Trailer.

Dazu erscheint eine Woche später das dazugehörige Live-Album. Das Cover ist auch schon mal absolut bombig. Ich liebe die Arbeiten vom bandeigenen Künstler Jason Galea, insbesondere die Tourposter.

CHUNKY SHRAPNEL is a feature length live music Documentary from King Gizzard & the Lizard Wizard. Literally bringing the audience onto the stages of their 2019 tour across Europe & the UK, Chunky offers a uniquely immersive experience never before captured on film. A musical road movie dipped in turpentine.

Jacob und Nick von Surf Curse sollten bei der Webby-prämierten YouTube-Show What’s in my Bag? eigentlich die Alben aussuchen, die sie als Musiker inspirieren. Das Format ist bekannt und erfolgreich, die Band dreht es aber auf den Kopf. Weil sie keine Filmemacher sind, haben sie die Chance einfach genutzt ihre eigene Criterion-Closet-Tour zu starten und halten statt einflussreichen Platten Lieblingsfilme in die Kamera, hauptsächlich Fassbinder, Cassavetes und sonstigen Siebzigerkram, was total zu den beiden Anachronisten passt.

Surf Curse wollen dabei aber eigentlich aus der Reihe fallen. Es ist nur so, dass Filme ein fester Bestandteil ihres Schaffens sind. So lassen sie alte VHS im Hintergrund auf stumm laufen und versuchen Soundtracks für die Filme zu machen, die sie mögen. Und das hört und sieht man, wie zum Beispiel hier zum Key Art für ihr neuestes Werk Heaven Surrounds You, meinem Lieblingsalbum des letzten Jahres.


Surf Curse

Nick Rattigan, dessen ebenso großartiges Nebenprojekt Current Joys übrigens ein sehr hörenwertes Live-Album veröffentlichte, startete dazu einen Quarantäne-Filmclub auf Instagram.

Eine der größten Freuden als Blogger in dem letzten Jahrzehnt war es Freundschaften mit anderen Autoren zu schließen. Olivier Samter aka Owley kenne ich nun schon seit einem Jahrzehnt, was echt verrückt ist, und ihn und seine Karriere zu verfolgen war immer eine große Ehre – genau wie die Weihnachtskarte, die er mir seit Jahren schickt. Olivier ist inzwischen ein viel gefragter Künstler. Er veröffentlichte zwei Bücher über Frösche und Monster, wurde ein gefragter Karikaturist, Comic-Zeichner, Kinomoderator und Filmemacher. Seit Philip Seymour Hoffman Tribute hängt immer noch eingefragt neben mir. Ein Blick in sein Portfolio offenbart die Bandbreite seines Talents.

Als das Poster seines Abschlussfilms Foglä erschien, machte ich kurz den hier.

Foglä – der Name ist Programm. Vögeln tun eben auch die Vögel gerne und in seinem Animationskurzfilm erörtert Olivier die sexuellen Herausforderungen des Alltags des Gefieders. Foglä erzählt die Geschichte in sehr kurzen Momenten und ohne Worte, diese Bilder setzen sich aber im Kopf fest. Ich hatte bereits vor einiger Zeit versucht, meine Reaktion in Worte zu fassen, Olivier hielt sie oben in einem Zitat fest. Wenn es einen Film gibt, für den ich zitiert werden möchte, dann diesen: Foglä ist frech und provoziert seine Zuschauer mit einem Augenzwinkern. Man schämt sich ein bisschen dafür, dass man lacht.

Der Kurzfilm lief auf Filmfestivals überall auf der Welt und gewann völlig zurecht den Preis für den besten Animationsfilm beim Erotic and Bizarre Art Film Festival. Wer noch keine Ahnung hat, was ihn erwartet, darf diese Auszeichnung als Warnung verstehen.

Mark Hamill teilte diesen Brief mit seinen Fans auf Twitter. Ich muss gestehen, dass er mich sehr berührte. Das klang vor wenigen Jahren noch ganz anders. Aber wenn Luke Skywalker höchstpersönlich das Fandom zusammenschwört, kann auch ich den Ruf der Macht nicht länger leugnen.

Ich als “U.P.F.” bin glaube ich noch nicht ganz so weit, aber ich möchte angesichts der aktuellen Lage auch einfach sagen: Star Wars und Fandom — schön, dass es euch gibt.


Mark Hamill/Lucasfilm

So sieht mein kleines Kino aktuell aus, in dem ich Filme lieben lernte, und man darf den Epidemiologen glauben: Die Corona-Krise wird noch sehr lange anhalten. Die Welt wird viele Veränderungen erfahren und uns diese im Großen wie Kleinen spüren lassen. Aktuell haben die Kinos geschlossen, Filmstarts werden verschoben und Trailer sind Mangelware geworden. Die Filmfans leiden, aber die Kinos und ihre Belegschaften natürlich umso mehr.

#HilfDeinemKino ist eine ganz tolle und wichtige Initiative, die gerade den Lichtspielhäusern durch die Coronakrise helfen will. Und wir alle können mitmachen! Ihr geht auf die Seite, wählt euer Kino auf einer Karte an und schaut dann einen Werbespot. Dafür erhalten die Kinos dann das Werbegeld. Vielleicht ja statt dem Bildschirmschoner dann lieber ein paar Spots durchlaufen lassen in Zukunft. Super coole Idee, bin sehr froh drum. Mehr Fragen? Hier entlang.

Ansonsten könnt ihr auch sofern möglich Gutscheine kaufen, was den Kinos direkt und wohl am besten hilft. Einige bieten auch Geistervorstellungen an, wo man ein Ticket kauft, aber natürlich nicht hingeht. Und wenn alles überstanden ist, hoffen wir wieder auf solche Bilder.

Train to Busan war einer der besten, weil auch innovativsten Zombiefilme der letzten Jahre. Nun erweitert Yeon Sang-ho, der auch beim Animationsprequel Seoul Station Regie führte, sein Zombieuniversum mit dem Sequel Peninsula, welches die koreanische Halbinsel nach dem Ausbruch der Zombieapokalypse zeigen und sich neuen Figuren widmen soll.

Der Film setzt vier Jahre nach dem Ausbruch der Seuche an und erzählt eine durch und durch postapokalyptische Geschichte mit Mad Max Vibes und dem überdrehten Stil von Escape from LA. Mal sehen, ob dieser tonale Sprung klappt. Spaßig sieht es auf jeden Fall aus.