Film - PewPewPew

Hulu zelebriert die Rückkehr der Animaniacs mit dieser schicken Parodie von Jurassic Park, inklusive einem Auftritt von Steven Spielberg. Gleichzeitig wird auch die Rückkehr von Pinky and The Brain angekündigt. Starke Leistung und vor allem überraschend fließender Übergang von Qualität und Inhalt. Normalerweise bietet sich Zynismus als Antwort auf die Rückkehr dieser sonst recht seelenlosen Markenrevivals an, doch vergleichbar schiere Beispiele wie Dark Crystal machen Mut und basierend auf diesem Trailer darf man Hoffnung hegen.

Die Serie startet am 20. November auf Hulu. Über das deutsche Wiedersehen mit Yakko, Wakko und Dot ist noch nichts bekannt.

Ich weiß noch sehr genau was für ein großer Hype das in meiner Kindheit war, als dieser Roboter vor dieser Tür in der Pyramide landete und jetzt habe ich total Bock auf so eine neue Doku-Serie darüber. Damals fand man hinter dieser Tür, nachdem ein Loch durchgebohrt wurde, nur eine weitere Tür/Wand vor. Dann wurde es wieder leiser um die Geschichte und zwischenzeitlich scheint man in der kleinen Kammer rote Markierungen bzw. Hieroglyphen gefunden zu haben, die wohl Gangmarkierungen der Arbeitergruppen entsprechen. Cool, aber auch irgendwie ein bisschen enttäuschend. Vielleicht findet Netflix ja Alien-Sarkphage? Ab dem 28. Oktober können wir streamen und mehr entdecken.

This documentary follows a team of local archaeologists which excavates never before explored passageways, shafts, and tombs, piecing together the secrets of Egypt’s most significant find in almost 50 years in Saqqara.


Studio Ghibli

Acht Filme, je 50 Bilder. Studio Ghibli stellt seinen Fans insgesamt 400 Screenshots frei zur Verfügung. Fanfavoriten wie My Neighbor Totoro oder Kiki’s Delivery Service fehlen, aber die Geste ist schon ziemlich fantastisch und zeigt, dass Studio Ghibli öffentlichkeitswirksam mit der Zeit geht. Außerdem wird die Liste bestimmt irgendwann auf den restlichen Filmkatalog erweitert. Die Veröffentlichung kommt mit dem Scan einer handgeschriebenen Notiz von Produzent Toshio Suzuki: “Please use them freely within the scope of common sense.” Toll.

If you’re gonna be dumb, you gotta be tough.

Vor zwanzig Jahren schrieb eine Gruppe um den Herausgeber eines Skateboard-Magazins mit diesem Mantra erst Fernseh-, dann Kinogeschichte. Personen wie Johnny Knoxville oder Steve-O wurden für eine ganze Generation von Heranwachsenden zu Idolen, ihre Namen weltberühmt und ein Synonym für eine neue Art von Star.

Seit einigen Jahren ruht das Franchise. Die Mitglieder probieren sich an neuen Aufgaben, erleiden Schicksalsschläge oder erliegen ihren Suchtproblemen. Doch immer wieder geistert die Idee eines vierten Films durch das Netz. Die Legende lebt.

Gemeinsam mit Lucas Barwenczik bespreche ich im neuen PewCast die Magie von Jackass und wieso es Kunst war, als sich Männer auf dem Zenit des amerikanischen Konsums in Einkaufswägen setzten und Schmerz zufügten.

Unter allen Zuhörern wird ein Jackass-Fanpaket aus Jackass – The Movie, Jackass – The Box Set und Jackass 3D verlost.

Shownotes:
Bildquellen: Paramount Pictures / MTV
Liu Bolin: The Invisible Man
Jimmy Kimmmel Live: Johnny Knoxville is a bad stuntman
Rolling Stone: Jackass 15 Years Later

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Hier die Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:
MP3: pewcast055.mp3 (22 MB)
Soundcloud: PewCast 055: Jackass
iTunes: PewCast
Spotify: PewCast
Podcast-Feed: RSS-PewCast

Synchronic ist der neue Film von den Regisseuren Justin Benson und Aaron Moorhead, dem Duo hinter Spring und The Endless. Und das ist auch schon alles, was ich vorher wissen möchte. Die bisherigen Spielfilme waren sicherlich weder neue Klassiker noch komplette Homeruns, gingen ihre Handlungen aber äußerst kreativ an und musterten sich zu Indiedarlings in der Sci-Fi-Community. Die Filme waren wie frischer Wind. Mit Mackie und Dornan geht es nun Richtung Mainstream mit Zeitreise-induzierenden-Designerdrogen. Wäre cool, wenn das klappt und mehr von den beiden kommt. Das Kino braucht sie.

When New Orleans paramedics and longtime best friends Steve (Anthony Mackie) and Dennis (Jamie Dornan) are called to a series of bizarre, gruesome accidents, they chalk it up to the mysterious new party drug found at the scene. But after Dennis’s oldest daughter suddenly disappears, Steve stumbles upon a terrifying truth about the supposed psychedelic that will challenge everything he knows about reality—and the flow of time itself.

Now this is Star Wars!

Die Hardcore-Flight-Multiplayer-Sim Star Wars: Squadrons mutiert zu meinem Spielehighlight des Jahres: Nicht nur wird die spannende Geschichte um die Zeit nach der Schlacht von Endor weitererzählt, auch die Schlacht um Jakku wird untermauert und via Crossmedia-Storytelling erweitert das Spiel auch Alexander Freeds Alphabet Squadron Roman-Trilogie. Dazu erweckt Squadrons das echte Star Wars Gefühl wieder. Was die gesamte Sequel-Trilogie an spannenden Weltraumschlachten vermissen lässt, macht dieser Kurzfilm in sieben Minuten wieder wett.

Ich mag es, dass auch mal die Imperialen als Protagonisten gezeigt werden und wie der X-Wing-Pilot durch sein Visier entmenschlicht wird, unterstrichen von seinen Handlungen, die ein nuanciertes Post-Endor-Storytelling im Singleplayer vermuten lassen. Auch schön, wie die bereits bekannten Gameplay-Mechaniken hier plottechnisch eingebunden sind.

Der imperiale Pilot heißt übrigens Varko Grey und über ihn ist schon recht viel bekannt, er ist Anführer des Titan Squads und wird die imperiale Kampagne bestimmen.

Ab dem 2. Oktober geht’s los. Habe das Gefühl, ich werde in dem Spiel versinken.

Denis Villeneuve schien bereits im einleitenden Livestream nicht so ganz happy und einverstanden mit dem Trailer und ich kann verstehen, wieso er so fühlt. Dune ist für viele Science Fiction Fans der heilige Gral, der endlich eine treue und gute Filmadaption verdient. Eine Adaption ist aber, und das wird jeder Fan bestätigen, alleine schon durch die schwierige Vorlage problematisch, durch gescheiterte Projekte schlussendlich mystifiziert und zum Scheitern verurteilt worden.

Warner Bros. Versuch mit Villeneuve, der den Film als Traumprojekt bezeichnete, birgt ein inherentes Risiko zu scheitern. An sich, an der Vorlage, vor allem aber an den Zuschauern. Frank Herberts Welt ist groß, sperrig, vollgestopft mit noblen Häusern und fremdartigen Kulturen. Für Dune bräuchte man einen ähnlichen Freifahrtsschein wie einst Peter Jackson mit The Lord of the Rings. Nun steht Villeneuves Dune eigentlich unter einem guten Stern. Villeneuve bewies in der Vergangenheit hohe Sensiblität und Feingefühl in großen Erzählungen mit noch größeren Fragen und konnte damit gleichzeitig bei Kritikern wie Zuschauern Erfolge feiern. Der Cast brilliert sonst in anderen Filmen, Greig Fraser dominierte das vergangene Jahrzehnt mit packenden Bildern aus seiner Kamera und Warner Bros. lässt ordentlich Kohle springen – mit der Option für ein Sequel, das die Erzählung des ersten Buchs abschließen soll.

Wie realistisch oder wahrscheinlich das ist, lässt sich unter den ohnehin besonderen Umständen aktuell kaum einschätzen. Der Trailer lässt mich jedoch nicht hoffen. Der erste große Einblick in die Welt von Dune ist groß – aber mehr auch nicht. Eine kontextlose Abfolge von groß anmutenden Bildern, die nur wir Leser einordnen können. Der “Mythos Dune” erreicht außerhalb der Literatur- und SF-Welt doch niemanden mehr. Statt dem völlig unstimmigen Pink Floyd Track müsste der Film mehr die Welt und die Risiken des Abenteuers einführen und erläutern, wieso Dune so ein Epos ist. Oder zumindest mit großen Fanfaren von Williams, Shore oder Horner verdeutlichen, wieso der Film ein big fucking deal ist.

Filme wie Dune haben sonst BOMB in großen Buchstaben über sich stehen. Produktionen dieser Größenordnung sind zum Kassenerfolg verdammt und scheitern doch häufig. Schlussendlich wirkt das alles schon zu weird für den Mainstream, im Trailer aber noch konventionell weird. Als würde man die wirklich weirden Sachen nicht zeigen wollen, aus Angst Zuschauer abzuschrecken, während aber wahrscheinlich genau das der richtige Schritt wäre. Es ist ein Konsens. Fehlt Warner Bros. das Vertrauen? Vielleicht hat der Großhunger auf Filme oder Blockbuster an sich jedoch um die Weihnachtszeit so zugenommen, dass sich der Ottonormalzuschauer tatsächlich zweieinhalb Stunden bierernstes Ruminieren auf einem Wüstenplaneten gibt. Wer weiß? Stranger things have happened.

Der Trailer hilft aber nicht. Er geht davon aus, dass der Zuschauer mit der Welt, mit der Geschichte bereits vertraut ist. Das Gegenteil dürfte der Fall sein. Das schlechte Pacing und die belanglos aneinander gereihten Bilder erzeugen keine Fragen, keine Begierde. Die Bilder sind nicht schlecht und ich störe mich nicht an den Designs. Die Sandwürmer wirken aber nicht beängstigend und Timothys Linereading überzeugt mich nicht. Bei “Fear is the mind-killer” bekomme ich keine Gänsehaut, fühle keinen Schauer überm Rücken, eigentlich fühle ich gar nichts. Dabei halte ich ihn rein visuell für perfekt gecastet und von seinem Spiel für äußerst geeignet.

Denis Villeneuve schien nicht zufrieden. Ich verstehe, wieso er so fühlt.

Wie fucking cool war es von George Lucas bitte, als er 2001 Mike J. Nichols, den Cutter hinter dem berühmt-berüchtigten Episode I Fancut, nicht verklagte und sogar die Verbreitung einer DVD-Version billigte? Unvorstellbar heute. Dennoch versuchen Fans bis heute die Filme besser zu schneiden, denn bekanntlich hasst niemand Star Wars mehr als Star Wars-Fans.

Die Idee, dass The Rise of Skywalker in irgendeiner Weise zu retten wäre, finde ich amüsant, aber diese Szene ist schon ganz nett umgesetzt. Tatsächlich ist sie im Rahmen der Geschichte so einleuchtend, dass man sich fragen muss, wieso JJ Abrams und Co. nicht von selbst drauf kamen. Und wenn wir dabei sind: Wieso stellt sich Kylo Ren seinen eigenen Vater vor, der ihm den Mord in seiner Vorstellung verzeiht, wenn genauso gut Hayden Christensen – wie auch lange vermutet – einen Machtgeist hätte spielen und diese Vader-Fanboy-Sache abrunden können? (Bitte nicht kommentieren. Ich weiß die Antwort.)

Hier noch eine weitere Version mit mehr Lichtschwerter. Etwas lächerlich, aber auch irgendwie witzig so als Vorstellung. (weiterlesen…)