Film - PewPewPew

Vor etwas mehr als zwanzig Jahren gab es zum Start der Prequels einen offiziellen Star Wars Manga, um die nächste Generaton an Japanern für das Star Wars Universum zu begeistern. Neue Kanon-Bücher werden erfolgreich als Manga veröffentlicht und narrativ klug erweitert. Der Anime-Fanfilm TIE-Fighter musterte sich zum Kulthit auf YouTube und die Zeichentrickserie Galaxy of Adventures schreit förmlich danach. Wird es also endlich Zeit für eine Anime-Adaption oder einen neuen Film im Star Wars Universum? Ich glaube nicht, aber Dmitry Grozov (auf Instagram Ahriman) zeigt, wie das aussehen könnte. (via)

Ich muss gerade sehr über die im Trailer zitierte Kritik “A blood-soaked social commentary” schmunzeln, weil was ist denn der Zombiefilm, wenn nicht social commentary? Blood Quantum von Regisseur Jeff Barnaby (selbst First Nation der Mi’kmaq auf Nova Scotia) findet einen für das Zombiegenre (fast) neuen Ansatz und verhandelt den Genozid der Ureinwohner Amerikas. Als plötzlich die Toten wiederauferstehen, hauptsächlich weiß, stellen die Natives fest, dass sie immun sind. Zurückgeedrängt auf ihre Reservate finden sie sich plötzlich in einer Machtposition wieder, was Spannungen mit den überlebenden weißen Amerikanern hervorruft.

Schauspieler Michael Greyeyes, der als Sheriff des Reservats die Hauptrolle spielt, ist mit der Situation vertraut, immerhin spielte er schon einmal eine ähnliche Rolle in der fantastischen dritten Staffel von Fear The Walking Dead. Auch hier fanden privilegierte, weiße Flüchtlinge aus Los Angeles Zuflucht auf einer Farm, die auf dem ehemaligen Land eines Stammes gebaut wurde. Als plötzlich die Strukturen zusammenbrechen, kommt es erneut zum Konflikt.

The indigenous people in the isolated reserve of Red Crow are immune to the zombie plague that has taken over the nation, but that doesn’t mean their lives aren’t at risk. It’s up to Traylor (Michael Greyeyes, “Fear the Walking Dead”), the tribal sheriff, to protect the families residing on the reserve and a flood of desperate refugees from the hordes of bloodthirsty, walking white corpses that are closing in.

Wie die Serie eindrucksvoll bewies, bietet das Thema jede Menge hochgradigen sozialen Sprengstoff und das schadet einem solchen Film nie. Dazu sieht er auch einfach gut gemacht aus, ne? Freue mich sehr! Blood Quantum erscheint am 1. September auf VOD.

Musikvideo: Hoops – Sun’s Out

06 Aug, 2020 · Sascha · Film · 0 comments

Guns out.

Lights out.

RIP, Hoops. <3

Wir haben alle eine Goldie in unserer Familie, die wir schmerzlich vermissen. Ich mag Jack Staubers Musik und weirden Shit sehr, aber seine Slice of Life Kurzfilme berühren mich wirklich sehr und sie beschäftigen mich immer lange, obwohl oder vielleicht auch gerade weil sie so kurz und prägnant sind. Ich muss zum Beispiel bestimmt mindestens einmal in der Woche an diesen wunderschönen Vater-Sohn-Clip denken. So besonders und einzigartig wie universal.

Don Hertzfelds Meisterwerk World of Tomorrow gehörte zu meinen Lieblingsfilmen des Erscheinungsjahrs und bleibt bis heute eine gern gesehen Meme-Referenz oder Sache, an die man mit einem Schmunzeln und wohlig-warmen Gefühl denkt. In der Kulturindustrie reviewten wir Teil 2, wobei ich jedoch eine komplette Erinnerungslücke offenbaren muss. So sehr mich der erste Teil scheinbar packte, so vergessbar wohl Teil 2. Stimmt bestimmt nicht, ich mag eigentlich alle Werke von Hertzfeld und ich finde nicht einmal, dass World of Tomorrow sein bester Kurzfilm ist. Die Animation sieht im Teaser wieder bereits ein Stück besser aus und die abstrakten Formen und zusammengefügten Elemente ergeben den einzigartigen Hertzfeld-Look. Teil 3 erscheint bald und heimst ihm hoffentlich endlich den langverdienten Oscar ein.

love police posterAstronauten sprechen häufig davon, wie sehr die Reise ins Weltall verändert hat. Das als Overview Effect bekannte Phänomen meint eine neue Sichtweise auf irdische Dinge wie Politik oder eine neue Demut für die Fragilität der menschlichen Existenz auf unserem Planeten. Egor Abramenkos Debütspielfilm Sputnik zeigt einen Mann, der etwas anderes aus dem All mit nach Hause bringt: Ein Alien.

Mitte der Achtziger, Höhepunkt des Kalten Kriegs: Nach einem mysteriösen Weltraumunfall kehrt ein Kosmonaut als einziger Überlebender zurück zur Erde, doch er ist nicht alleine. Eigentlich dürfte er nicht am Leben sein, doch das Rätsel ist schnell gelöst. Nachts, wenn er schläft, entweicht ein Alienparasit, von dem der Kosmonaut nichts weiß. Eine Ärztin wird herangezogen, um den Körper zu erfroschen und zu klären, ob das Alien vielleicht als Geheimwaffe gegen die Amerikaner eingesetzt werden kann.

Der Film basiert auf Abramenkos Kurzfilm The Passenger (sehr schönes Poster), dessen Alien bereits im kurzen Teaser Trailer mega creepy ist. Da darf man gespannt sein, was im Spielfilm mit einem größeren Budget drin ist. Der Film erscheint am 14. August auf VOD.

Richtig schöner Shitpost von StarWarsExplained-Alex, der Bantha-Kacke erklärt.

Larry und Darrell sind Teenager in den Achtzigern und drehen ein Homevideo von ihrem Besuch im Plattenladen im Jahr 1989. Ich liebe alles daran. Ganz großartig ist, wie Larry das Video im Vlogging-Style moderiert, Jahre bevor YouTube erfunden wird. Dann dieses universale wie ewige Gefühl von Freiheit, der spannende Mix aus Unschuld und Unverwundbarkeit in dem Alter, wenn man mit den Freunden was unternimmt. Dieses Alltägliche mit all seinen feinen Unterschieden und dann doch wieder vielen Konstanten. Die kleinen Momente wie der Blick der Kassiererin im Sinne von “Ohh neee, nicht die schon wieder”.