Film - PewPewPew

The Cube hat dank einer gewissen Videothekennostalgie und dem kompromisslosen Sadismus einen festen Platz in meinem schwarzen Herzen. Ja, ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass ich die Sequels echt mag. Die Idee hat auch nach über 20 Jahren nichts an ihrem Reiz verloren, weswegen nach ein paar verfehlten Kopierversuchen ein Remake/Reboot/whatever in der Planung ist. Corona oder Produktionshölle verhindern da bisher ein Vorankommen, weshalb die Japaner jetzt mit einem eigenen Remake schneller sind. Der Trailer ist zu kurz für einen echten Eindruck, doch natürlich gewinnt der Film auch so meine Aufmerksamkeit und beim Setdesign und den Kostümen orientiert man sich scheinbar sehr nahe am Original. Das ist sicherlich löblich, spannender fände ich aber eine Version mit japanischen Insassen und eigenen Akzenten, vielleicht parallel zum Original erzählt. Wenn nämlich jemand Torture Porn kann, dann die Japaner. Vincenzo Natali war hier auch Produzent, in welcher Form genau ist mir aber nicht unklar. Hoffentlich wird das ein Erfolg, sodass er endlich ein vernünftiges Legasequel oder so drehen kann.

Funktioniert nicht in allen Beispielen, da der Parental Advisory Sticker eben nur bei Explicit Content funktioniert und sich einige Motive daher beißen. Aber hey, die Idee ist klasse. Mit ein bisschen mehr Type-Kunst könnte man hier mehr rausholen.

Dancing Space Marines

12 Feb, 2021 · Sascha · Film · 0 comments

Besser noch mit Ricardo-Soundtrack. Update: Die Idee gefiel mir so gut, dass ich es gerade selbst gemacht habe.

Mir war das bisher unbekannt: 1993 schrieben Liz Evans, Kinobetreiberin des strauchelnden Lyric Theatres in Carmarthen, und Richard Goodridge, Bürgermeister der kleinen Stadt im Westen von Wales, einen Brief an Steven Spielberg. Sie baten den Filmemacher neben der offiziellen Premiere in London ein zusätzliches Screening von Jurassic Park am ersten Abend zu ermöglichen, um so dem Kino zu helfen.

Die Story wird nun unter dem Titel Save The Cinema mit Jonathan Pryce und Samantha Morton in den Hauptrollen verfilmt. Hinter der Kamera findet sich wenig begeisterungswürdiges Talent, aber im Kontext der Kinoschließungen durch die Corona-Pandemie könnte diese Produktion von Sky Original mit einer großen Dosis Nostalgie für die Neunziger und Jurassic Park absolut mein Herz erwärmen und, so abgedroschen das inzwischen auch klingen mag, die Magie des Kinos oder der Kinoerfahrung heraufbeschwören.

Robin Pecknold, Frontmann der Fleet Foxes, performte mit Unterstützung des Resistance Revival Chorus ein einmaliges Konzert in der Brooklyner St. Ann & the Holy Trinity Kirche. Pecknolds Bruder Sean führte Regie bei dem Konzertfilm, der unter dem Titel A Very Lonely Solstice Livestream kurz vor Weihnachten streamte und dann dank großer Fanbegeisterung etwas verlängert bis Silvester online blieb. Es existieren illegale Kopien im Netz, meine Hoffnung bleibt es aber, dass Robin die Aufnahme noch offiziell veröffentlichen wird. Nun erschien eine erste Auskopplung zu “I’m Not My Season”.

Das neue Album der Fleet Foxes, Shore, welches Pecknold im Alleingang während des Lockdowns ohne die restlichen Bandkollegen produzierte, war nicht nur mein persönliches Lieblingsalbum des Jahres, sondern wahrscheinlich auch einer der wenigen Lichtpunkte im vergangenen Jahr. Wir besprachen das Album in der Kulturindustrie und ich überschlug mich quasi mit Lob. Aus meiner Sicht aber völlig gerechtfertigt natürlich. Musik ist ein ständiger Begleiter in meinem Leben, der gute Momente besser und schlechte Momente weniger schlimm macht. Sie ist ein emotionale Zündholz und oft ein nostalgisches Tor in andere Zeiten. Shore ist für mich ein perfektes Album, welches die schwierigen Lebensphasen mit goldenen Sonnenstrahlen erwärmt. Das hatte im letzten Jahr natürlich einen besonderen Effekt. Selten hat mich Musik so intim berührt, mit jedem Song so gepackt. Ein Meisterwerk.

Für Stephen Colberts Late Show und das Intro des Films sang Robin zusammen mit dem Chor zwei Lieder ein, doch für den Rest des Konzerts sitzt er hoch über den Kirchenbänken neben der Orgel und singt in der scheinbar völlig leeren Kirche nur mit seiner Akkustivgitarre ausgestattet Songs vom neuen Album und dem Œuvre der Band. Besser kann es die Fleet Foxes eigentlich nicht treffen, denn der pastorale Klang der Band verbunden mit den existenziellen Zweifeln in den Texten Pecknolds kommen hier getragen von der Architektur einer zum Himmel reichenden Elegie gleich. Der gefeaturete Titel oben markiert den Abschluss des relativ kurzen Konzerts und fasst mit dem wunderbaren Vers “I’m not the season I’m in.” alles zusammen, was dieses intime Konzert so besonders machte.

Annapurna feiert den Neustart

24 Jan, 2021 · Sascha · Film,Politik · 0 comments

Gott sei Dank.

Borat 2077

09 Jan, 2021 · Sascha · Film,Games · 0 comments

 

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In seinem neuen Video klatscht Mashup-Zauberer Video Junkie Borat in Cyberpunk 2077 rein (YouTube-Direktlink statt Insta)und es passt einfach perfekt zum Vibe des Trailers. Nach dem Klick der beeindruckende Effekte-Breakdown sowie ein weiteres Borat-Video im Cyberpunk-Apartment. (weiterlesen…)

Eine schrullige Crew fliegt zum Ende des Jahrhunderts hin druchs All und sammelt Müll im Weltall ein (Planetes, anyone?). Dann treffen die Figuren auf eine trainierte Killermaschine und sie erleben ihr blasses Wunder. Erinnert ein bisschen an Firefly und sieht überraschend gut aus ingesamt. Die Qualität der Effekte und das Produktionsdesign überzeugen, die Witze sitzen und vielleicht hat Südkorea bereits den Actionknaller des Jahres zu bieten. Hier der Trailer Space Sweepers erscheint schon am 5. Februar weltweit via Netflix.

In the year 2092 where trash has become currency, a crew of space sweepers on the brink of ruin chances upon a human-like robot that’s extremely valuable and they think they’ve finally hit the jackpot. But word gets around fast in the galaxy, and it’ll take everything they have to keep their weapon of mass destruction safe for sale.

2021 soll außerdem die Netflix-Adaption von Cowboy Bebop erscheinen.