Film - PewPewPew

Das “Gerard Butler rettet X” Cinematic Universe erhält einen neuen Eintrag im Weltuntergangsblockbuster Greenland. Erst drei Mal den Präsidenten, dann das Klima Geostorm und nun die Erde? Nein, der Film von Buried-Autor Chris Sparling schlägt kleinere Töne an. Butler spielt einen Familienvater, der nach einer Fehleinschätzung durch die NASA seine Familie vor einem vernichtenden Kometeneinschlag auf der Erde retten muss. Angeblich bunkern sich die Superreichen in Grönland ein, daher der Titel des Films und das Ziel des Familie.

Deep Impact, Armageddon, selbst dieser eine TV-Film, der immer auf ProSieben lief und von Pandemie bis Supervulkan (und eben auch einen ELE-Einschlag in Berlin) alle Untergangsszenarien zeigte – ich stehe auf den Kram, solange der Ansatz halbwegs seriös ist. Dass ein interstellar Komet zu spät entdeckt wird oder zu schnell für eine Michael Bay Session ist, lernten wir schmerzlich durch das kurze Intermezzo mit Oumuamua vor ein paar Jahren. Und Kometen können wie im Film durchaus Fragmente mit sich schleppen oder auf ihrem Weg zur Sonne aufbrechen, insofern also ein halbwegs realistisches Szenario.

Mir gefällt besonders der Aufbau des Trailers, dessen Ansatz allzu real erlebar wurde in den letzten Wochen. Die meisten Menschen nehmen selten abstrakte Gefahren für ihr Leben ernst, gleichzeitig ist das Interesse für Nachrichten erschwindend gering. Bei einem Zwischenfall aber wird dann die dünne Decke der Zivilisation offenbart, das Privileg dieser Ignoranz spürbar. Ich erwarte vom Regisseur hinter Angel Has Fallen jetzt kein Meisterwerk, aber das sieht doch nicht verkehrt aus, ist zeitgeistig und dazu gibt es coole Effekte. Was will man mehr? Ja, vielleicht einen zügigen Kinostart. Da müssen wir uns wohl aber gedulden, der angesetzte Termin im Juni wird wohl leider nicht haltbar sein.

Mein Buddy und Filmemacher Patrick spricht in seinem neuen Podcast mit Gästen über Filme und hat das ganz passend als Die Filmische Begegnung betitelt. Er teilt seinen erfrischend kurzweiligen und durchgetakteten Podcast total neumodisch in Staffeln auf und ich war direkt mit zu Beginn dabei. Gäste haben freie Auswahl und dürfen Patrick quasi Filme zur Besprechung mitbringen. Diese Chance ließ ich nicht liegen, denn ich wollte schon immer mal darüber reden, wieso 28 Weeks Later mindestens auf Augenhöhe mit Danny Boyles Genreklassiker steht, was ohnehin schon selten ist in so einer Duologie, aber auch wieso der Film für mich untrennbar mit dem Zeitgeist des dritten Golfkriegs zusammenhängt.

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Meinen Kulturindustrie-Buddy Alex Matzkeit hat das Berufs- und Familienleben eingeholt. Es bleibt keine Zeit mehr zum Bloggen, zum Aufnehmen eines aufwendigen Podcasts, aber ein bisschen Podcasting nebenher geht immer noch. Zum Beispiel auf dem Weg zur S-Bahn. Seit fast 100 Ausgaben nimmt er über die spannende Anchor-App Folgen direkt über sein Handy auf, die – so habe ich das zumindest verstanden – sofort auch über die App auf den Feed hochgeladen werden. Praktisch und effektiv.

Alex spricht über sein Leben, also Familie, Kind, Freundschaften, Karriere und viele andere Themen, die ihn beschäftigen. Ein Flair von erhöhter Whatsapp-Sprachnachricht liegt in der Luft. Häufig geht es natürlich über seine große Leidenschaft, das Kino. Ich habe mit Alex schon dutzende Podcasts produziert und war nun vor einigen Wochen (ich hole in der Pause aktuell einiges nach, was schon lange ansteht) in einem Jahres–nein, Jahrzehntsabschlusspodcast über Nostalgie im Kino dabei.

Es heißt, Distanz schafft Nähe, aber stimmt das auch bei Filmen und Filmemachern, die ihr eigenes Werk fortführen oder eine Filmwelt erneut aufleben lassen? Trainspotting 2, The Force Awakens, Blade Runner 2049. Das Kino wurde im letzten Jahrzehnt von erfolgreichen und eher weniger zufriedenstellenden Versuchen, über Nostalgie oder durch bzw. mit Nostalgie zu erzählen, heimgesucht. Wir haben darüber am Telefon gesprochen und gemeinsam reflektiert. Das ganze Gespräch gibt es im 59. LEXPOD:

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Every Student Film Set

08 Mar, 2020 · Sascha · Film · 0 comments

Redditor Spettacomedy hat Nintendo-Charaktere auf Filmposter gephotoshoppt und vielleicht ist das ein bisschen altbacken und irgendwie sehr 2011, aber die sind einfach so gut gemacht und stimmig, dass ich das extrem abfeier. Hier gibt es alle 50 Poster, hier der direkte Vergleich zu den Originalpostern.

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Baby Driver x The Phantom Menace

01 Mar, 2020 · Sascha · Film · 0 comments

Ich habe diese Film-Remixes ein bisschen vermisst. Hoffentlich kommt das wieder in Mode; und wenn, dann bitte genau so gut gemacht.

Death in Space

01 Mar, 2020 · Sascha · Kurzfilm · 3 comments

Total verrückt, dass dieser total schicke Animationskurzfilm von Tom Lucas über unglückliche Momente bei der Erforschung des Weltalls noch nicht einmal 100k Views hat.

Parasite-Haus in Sims 4 nachgebaut

26 Feb, 2020 · Sascha · Film · 1 comment

Simkoonarchitect ist ein toller YouTube-Kanal, auf dem eine südkoreanische Architektin ihre Expertise in Sims 4 einsetzt und Pläne virtuell umsetzt. Es ist gut 20 Jahre her, dass ich Nachbarsfamilien im Pool ertrinken ließ, deshalb bin ich über die heutigen Möglichkeiten der Spielereihe wirklich erstaunt.

In ihrem neuesten Video baut sie das Haus aus Bong Jong-hos Oscar-Gewinner Parasite nach und erzählt währenddessen über die Herausforderungen bei der Umsetzung im Spiel und Bongs Ideen hinsichtlich der Architektur des Hauses. Unbedingt die Abspielgewindigkeit auf 0.75 oder so herrunterfahren, sonst verpasst man viele Details. Wer Bock auf einen Rundgang im Haus hat, muss sich gar nicht erst einschleichen, sondern kann hier die 360° VR-Tour machen: (weiterlesen…)