Film - PewPewPew

Wir haben alle eine Goldie in unserer Familie, die wir schmerzlich vermissen. Ich mag Jack Staubers Musik und weirden Shit sehr, aber seine Slice of Life Kurzfilme berühren mich wirklich sehr und sie beschäftigen mich immer lange, obwohl oder vielleicht auch gerade weil sie so kurz und prägnant sind. Ich muss zum Beispiel bestimmt mindestens einmal in der Woche an diesen wunderschönen Vater-Sohn-Clip denken. So besonders und einzigartig wie universal.

Don Hertzfelds Meisterwerk World of Tomorrow gehörte zu meinen Lieblingsfilmen des Erscheinungsjahrs und bleibt bis heute eine gern gesehen Meme-Referenz oder Sache, an die man mit einem Schmunzeln und wohlig-warmen Gefühl denkt. In der Kulturindustrie reviewten wir Teil 2, wobei ich jedoch eine komplette Erinnerungslücke offenbaren muss. So sehr mich der erste Teil scheinbar packte, so vergessbar wohl Teil 2. Stimmt bestimmt nicht, ich mag eigentlich alle Werke von Hertzfeld und ich finde nicht einmal, dass World of Tomorrow sein bester Kurzfilm ist. Die Animation sieht im Teaser wieder bereits ein Stück besser aus und die abstrakten Formen und zusammengefügten Elemente ergeben den einzigartigen Hertzfeld-Look. Teil 3 erscheint bald und heimst ihm hoffentlich endlich den langverdienten Oscar ein.

love police posterAstronauten sprechen häufig davon, wie sehr die Reise ins Weltall verändert hat. Das als Overview Effect bekannte Phänomen meint eine neue Sichtweise auf irdische Dinge wie Politik oder eine neue Demut für die Fragilität der menschlichen Existenz auf unserem Planeten. Egor Abramenkos Debütspielfilm Sputnik zeigt einen Mann, der etwas anderes aus dem All mit nach Hause bringt: Ein Alien.

Mitte der Achtziger, Höhepunkt des Kalten Kriegs: Nach einem mysteriösen Weltraumunfall kehrt ein Kosmonaut als einziger Überlebender zurück zur Erde, doch er ist nicht alleine. Eigentlich dürfte er nicht am Leben sein, doch das Rätsel ist schnell gelöst. Nachts, wenn er schläft, entweicht ein Alienparasit, von dem der Kosmonaut nichts weiß. Eine Ärztin wird herangezogen, um den Körper zu erfroschen und zu klären, ob das Alien vielleicht als Geheimwaffe gegen die Amerikaner eingesetzt werden kann.

Der Film basiert auf Abramenkos Kurzfilm The Passenger (sehr schönes Poster), dessen Alien bereits im kurzen Teaser Trailer mega creepy ist. Da darf man gespannt sein, was im Spielfilm mit einem größeren Budget drin ist. Der Film erscheint am 14. August auf VOD.

Richtig schöner Shitpost von StarWarsExplained-Alex, der Bantha-Kacke erklärt.

Larry und Darrell sind Teenager in den Achtzigern und drehen ein Homevideo von ihrem Besuch im Plattenladen im Jahr 1989. Ich liebe alles daran. Ganz großartig ist, wie Larry das Video im Vlogging-Style moderiert, Jahre bevor YouTube erfunden wird. Dann dieses universale wie ewige Gefühl von Freiheit, der spannende Mix aus Unschuld und Unverwundbarkeit in dem Alter, wenn man mit den Freunden was unternimmt. Dieses Alltägliche mit all seinen feinen Unterschieden und dann doch wieder vielen Konstanten. Die kleinen Momente wie der Blick der Kassiererin im Sinne von “Ohh neee, nicht die schon wieder”.

HCG

Die Hero Complex Gallery veröffentlicht dieses cleveres Poster von Kevin M. Wilson aka Ape Meets Girl. In Kubricks ikonischer Filmografie toben sich häufig die Posterkünstler aus, das ist kaum überraschend. Aber wie hübsch und auf den Punkt gebracht Wilson hier die Elemente und Ebenen aus The Shining vermengt, verdient großes Lob. Aktuell noch käuflich zu erstehen für 60 Dollar, in klassischer Postergröße (24×36 Zoll) und natürlich in einer Edition von 237 Stück.

NEON

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Bestes Beispiel: Brandon Cronenberg, Sohn von David Cronenberg, drehte den Film Possessor, der auch gut und gerne von seinem Vater stammen könnte. Entfremdung, Kontrollverlust, Bodyhorror, dafür ist Cronenberg bekannt und der vielversprechende SciFi-Horror-Thriller seines Sohnes schlägt in die gleiche Kerbe.

Tasya Vos (Andrea Riseborough) is a corporate agent who uses brain-implant technology to inhabit other people’s bodies, driving them to commit assassinations for the benefit of the company. While she has a special gift for the work, her experiences on these jobs have caused a dramatic change in her, and in her own life, she struggles to suppress violent memories and urges. As her mental strain intensifies, she begins to lose control, and soon she finds herself trapped in the mind of a man (Christopher Abbott) whose identity threatens to obliterate her own.