Film - PewPewPew

Zu Tom Holland und der Idee eines Uncharted-Films schrieb ich mir schon vor genau einem Jahr meinen Frust von der Seele. Mehr ist dazu auch nicht mehr zu sagen, jedes weitere Wort wäre zu viel. Mark Wahlberg ist spätestens seit seiner religiösen Wiedergeburt auch nicht mehr aktiv als Schauspieler in seinen Filmen aufgefallen.

Kurzzeitig erwischte ich mich jedoch bei einem Gefühl, das fast so etwas wie Hoffnung war. Vielleicht eher ein versöhnlicher Kompromiss, dessen kanonischer Wert von ungefähr der gleichen Bedeutung wie die Vita-Spiele gewesen wäre. Doch dann offenbart der Trailer recht schnell das schamlose Amalgam aus Struktur und Sets aus Uncharted 4 sowie entliehenen beziehungsweise direkt kopierten Actionsequenzen, wie dem Flugzeugabsturz aus Uncharted 3.

Womöglich hätte man ein nettes Kapitel aufschlagen können, welches als Young Drake Trilogie neben den Spielen Bestand gehabt hätte. Angesichts dieses ersten Einblicks kann man aber eigentlich nur den Kopf schütteln.

The Lighthouse Action Figures

26 Oct, 2021 · Sascha · Film,Toys · 0 comments

Ob es Robert Eggers eigentlich stört, dass seine bisherigen Spielfilme hauptsächlich auf einer memetischen Ebene rezipiert und diskutiert werden? Wahrscheinlich nicht, schlussendlich ist jede Aufmerksamkeit und Langlebigkeit beim Indiefilm Garant für weitere Arbeit. Es dürfen daher jetzt schon Wetten angeschlossen werden, welchen Aspekt von The Northman A24 ironisieren wird, um Eggers beklemmenden Visionen zu beschneiden.

Frank Herberts Dune ist natürlich eher Science-Fantasy statt Science Fiction, doch die neue Filmadaption von Denis Villeneuve bietet genug Anschlusspunkte, sodass sich Astrophysiker Dr. Andy Howell in seiner Serie Science vs. Cinema den Filmideen überraschend aufschlussreich widmen kann.

Weiterhin fasst Dune-Lore-Tuber Quinn’s Ideas Dunes verwobene Politikwelt zusammen, welche im Film nicht wirklich vollends dargestellt wurde. Relativ viel wird nur impliziert, angerissen oder komplett den Buchlesern überlassen, die ihre Freunde nach dem Kinobesuch aufklären müssen. Hoffentlich zeigt uns Villeneuve im nun ja recht wahrscheinlichen Sequel dann mehr Szenen mit der Spacing Guild, Imperator Shaddam IV. und aus dem Landsraad.


1091 Pictures

Es ist kaum zu glauben. Dieser Mann mit der Cappy, der heute hauptsächlich für tränenreiche Social Media Posts von fremden Filmsets bekannt ist, wurde vor knapp 30 Jahren in einem Atemzug mit Filmgrößen wie Quentin Tarantino, Paul Thomas Anderson oder Richard Linklater genannt. In den Augen mancher ist Kevin Smith tief gefallen, wahrscheinlich würde er denen sogar zustimmen, doch er hat sich laut eigener Aussage gefunden. For better or worse. Zurückgezogen in der Nerdhöhle, wo ihn beim Heimspiel niemand mehr verletzen kann, besuchte den Allrounder ein Kamerateam, um auf drei Jahrzehnte Karriere zurückzublicken.

Natürlich klingt das alles hart formuliert. Aber ich meine es auch so. Selbst beim eigenen Dokumentarfilm macht es sich Smith einfach zu leicht. Der Regisseur, der hier mit ihm zusammen auf Karrierehighlights und Tiefpunkte blickt, ist Malcolm Ingram, ein persönlicher Freund Smiths. Zuvor haben die beiden in den Neunzigern einen Film produziert. Ingram ist darüber hinaus häufiger Gast bei Smiths Podcast. Daher wird Clerk wohl leider nur ein fragliches Puff-Piece, parallel zum bald erscheinenden Abschluss der Clerks-Trilogie, Smiths womöglich letztem Höhepunkt.

Dabei wäre Smith durchaus ein total spannender Charakter, dessen Karriere eine aufrichtige Betrachung verdient. Welchen Einfluss hat Wohlstand auf kreatives Treiben? Wie vielseitig kann Kreatives Schaffen sein und wo die Grenzen gesetzt sind? Wo setzt sich der Mensch selbst bewusst oder unbewusst Grenzen? Wahrscheinlich wird das alles schon irgendwo angerissen, Smith ist und bleibt ja eine gute Seele, trägt sein Herz auf der Zunge. Doch es ist jetzt schon klar, dass nicht zu tief gegraben wird. Emotional wird es schließlich nur noch an Sets von DC-Filmen.

Der gute Brickstory vom bald eröffnenden Lego-Museum, das er zusammen mit Städtebauer Bob Brickman gründete, hat endlich diesen Schaukasten in seinem Star Wars Raum fertiggestellt, in dem jede jemals veröffentlichte Minifigur drin ist. Sogar nach Jahreszahlen geordnet und schön organisiert. Das würde ich mir gerne mal aus der Nähe anschauen.

Diese Art von Remix war vor rund zehn Jahren mega in, bis es dann jeder machte und die Resultate mehr als durchwachsen waren. Inzwischen ebbt diese 80s-Nostalgie-Welle wieder ab, doch Nerdist hat jede Menge Energie in dieses Revival gesteckt, angesichts der vielen Parallelen zwischen Lynchs und Villeneuves Verfilmungen auch irgendwo naheliegend und durchaus unterhaltend. Wie eben bei allem: Man muss es eben nur richtig und nicht halbherzig machen.

Ich weiß immer noch nicht so recht, was Edgar Wright mir mit Last Night in Soho außer eine Giallo-Hommage – wie einige Kritiker beteuern – erzählen will. Eines ist aber jetzt schon sicher: It’s gonna be very easy on the eyes.

Zum 30. Jahrestag des Releases ihres formativen Albums haben Simply Red den Konzertfilm A Starry Night, aufgenommen 1992 in Hamburg, sowie einen älteren Dokumentarfilm über die Band, ihren Erfolg und das Album Stars.

In January 1992 Simply Red set off on tour. They had just released their 4th album “Stars”. In the 14 months that followed, they played 131 shows to 1.5 million people and sold 9 million albums around the world.

This extraordinary film captures Simply Red in concert in Hamburg at the peak of their success on this sell-out tour. It features songs ranging from the band’s early hits “Holding Back the Years” and “Money’s Too Tight To Mention” to “Thrill Me”, “For Your Babies” and “Something Got Me Started” from the “Stars” album.

Ich habe bereits seit Oktober 2019 Karten für ein Konzert hier liegen, welches im November letztes Jahr hätte stattfinden sollen und nun wahrscheinlich erst im November 2022, also drei Jahre nach dem Kauf, gespielt werden wird. Das wird dann für mich das offizielle Ende der Pandemie.