Film - PewPewPew

Luke und Leias finaler Abschied voneinander war auf vielen Ebenen emotional und einer der wenigen Momente in The Last Jedi, die für mich wirklich funktionierten. “No one’s ever really gone” war zunächst einmal natürlich eine wunderschöne Verneigung vor unserer Prinzessin Carrie Fisher und ein bewegender Abschied von ihr als Schauspieler und Freundin. Durch ihren Beruf und die ikonische Rolle wird sie aber über ihren Tod hinaus Film- und Star Wars-Fans auf Jahrzehnte weiterhin begleiten.

Zweitens verkörperte Lukes Satz auch seine Ideologie und tiefe Überzeugung. Der Film widerspricht sich zwar selbst später, wenn Luke Kylo begegnet, aber grundlegend ging es um die Möglichkeit einer Erlösung bzw. Wiedergutmachung, wie Luke es mit Vader selbst erlebte, und gleichzeitig um die Erinnerung an Han.

Was macht JJ Abrams daraus? Sheev is back, baby!

RedLetterMedia-Mike stört sich ebenso daran und nimmt damit den Satz auf die Schippe. Zuerst ganz lustig, dann irgendwie doof, aber durch die Laufzeit wird es dann wiederum sehr unterhaltsam. Die vielen Wiederholungen verdeutlichen die Verminderung des Todes in Star Wars. Der Tod von Figuren dient vielen unterschiedlichen narrativen Zwecken, im monomythischen Star Wars aber markieren diese Momente vor allem Einschnitte in die charakterliche Entwicklung oder sie unterstreichen die Gravitas der Sternenkriege.

Es bleibt abzuwarten, ob die Rückkehr Palpatines nur ein Cameo in der Form des ersten Sith-Machtgeistes wird oder ob Matt Smith eventuell einen jüngeren Klon spielen wird. Wie auch immer, Abrams’ ganz pragmatische Interpretation dieses schönen Zitats stört mich sehr. Nicht nur wegen den technischen neuen Möglichkeiten (siehe Leia und Tarkin) und der Minimierung des Siegs durch Luke, Vader und der gesamten Rebellion, sondern auch dies auch Star Wars dazu verdammen würden, sich immer weiter im kreativen Hamsterrad zu drehen. In den ewig wiederhallenden Worten des Imperators: YAAAAHHhaahhaaaaaaaaaaaahhaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa.

Luke Skywalker Force Ghost Cosplay

14 Apr, 2019 · Sascha · Film · 0 comments

Unglaublich geniales Cosplay von John Brummet. Simpel, aber höchst effektiv! Da ich mein Jedi-Outfit jetzt für Fasching zum ersten Mal endlich fertig hatte, nehme ich wohl John als Inspiration für nächstes Jahr. Remix-Time!

Aufgenommen hat das Foto Cheeky Ewok Carole, die ein riesiger Fan von Luke Skywalker und Mark Hamill ist, auf der Star Wars Celebration in Chicago. (via)

Auch wenn Luke Skywalkers Tod in der Legends-Timeline nie erzählt wurde, lebt auch ein Jedi-Ritter nicht ewig. In der Legacy-Comicreihe erschien er seinem Nachfahren Cade Skywalker als Machtgeist als Teil einer Drogenintervention. Ich schwöre, ich erfinde hier nichts. Da sah Luke ähnlich aus, wenn auch etwas leichter und jünger.


Dark Horse

Die Idee eines Films über die Herkunft des Jokers läuft für mich immer noch konträr zum Charakter Figur, aber ich muss eingestehen, dass dies ein verdammt guter Trailer ist, den Todd Phillips und Joaquin Phoenix geschaffen haben. Ob es für einen guten Film reicht? Die Hoffnung hege ich zumindest nun mal und man kann schlimmere Filme drehen als eine Mixtur aus King of Comedy, Taxi Driver und Requiem for a Dream.

Gotham sieht dazu endlich wie das Pre-Giuliani New York, wie es mir immer am besten gefiel und bereits im Teaser Trailer schafft der Regisseur ein sicheres Gespür für Zeit, Ort und Charakter. Das hätte ich nicht erwartet von Todd Phillips, der aber sicher mit diesem Film einiges zu beweisen hat. Lange gab es nur Paparazzi-Bilder und verwirrende Aussagen, daher ist es umso erfreulicher, dass Joker bereits aus den Startlöchern wie aus einem Guss kommt. Der Dank gilt Joaquin Phoenix.

Arthouse legend Jim Jarmusch isn’t exactly known for doing whacky Zombieland-esque versions of Movie 43 but here we are. I guess he already made the zombie movie I would want from Jarmusch in Only Lovers Left Alive but come on, this is a big departure for him. People have called me out on twitter already, accusing me of jumping to conclusions based on a trailer, perhaps rightly so. Still, a trailer is a trailer is a trailer. I do not like the tone, I do not care for katana-wielding Tilda Swinton, and the only highlight of this trailer for me is Adam Driver pronouncing ghouls from his gullet. It’s so very, very un-Jarmusch. Eh, looks fun I guess.

Disney plant ein teilweises Remake der originalen Star Wars Trilogie, um Luke Skywalkers Charakterentwicklung an The Last Jedi anzupassen! Bisher handelt es sich nur um ein Gerücht, aber schon bald werden wir mehr wissen. Auf der diesjährigen Star Wars Celebration in Chicago soll es krachen: Trailer zu Episode IX, The Mandalorian und Cassian Andors Prequel-Serie sind zu erwarten, dazu etliche Ankündigungen bezüglich anderer Medien sowie nähere Informationen zu neuen Filmen über die Skywalker-Saga hinaus.

Doch das ist wohl der Knaller: In einem inzwischen gelöschten 4chan-Thread wurden geheime Informationen eines Lucasfilm-Mitarbeiters veröffentlicht. Er verrät, dass es bereits Testshoots mit Schauspieler Sebastian Stan gab, um ein teilweises Remake der originalen Star Wars Trilogie zu drehen. Die Ähnlichkeiten zwischen dem jungen Mark Hamill und Sebastian Stan wurden schon häufiger im Fandom erwähnt und nun soll dies endlich fruchten, wenn es nach Disney geht.


Disney/Lucasfilm

Disney ist sich der Kontroverse und dem Schaden, den The Last Jedi hinterlassen hat, deutlich bewusst. Der Plan ist nun, die Wogen zu glätten, indem man Luke bereits in der alten Trilogie mehr wie Mark Hamills “Jake” Skywalker werden lässt. Junge, zukünftigte Fans, die Disney früh an sich binden will, sollen ab sofort mit der neuen Version aufwachsen.

Angeblich sind Drehtage auf Dagobah geplant, Frank Oz soll ebenfalls involviert sein. Durch einen Mix aus Makeup, Marvels großartiger Deaging-Technologie und Schauspieler Sebastian Stan soll Luke nun länger auf Dagobah verweilen und grübeln, ob er Han und Leia wirklich retten soll. Zusätzlich seien Veränderungen an anderen Szenen geplant, so soll Luke kurz vor einem vernichtenden Schlag an Vader von den Sith-Blitzen des Imperators getroffen werden. Somit bleibt der Ausgang gleich, Lukes Jedi-Moment fällt aber unter den Tisch. Auch Vaders Verhör mit Luke soll komplett rausgeschnitten werden.

Damit wäre Star Wars endgültig tot für mich. Viele Verfechter der neuen Trilogie beschwören ja immer wieder, dass den Fans die alte Trilogie bleibt. Selbst das will Disney uns nun revisionistisch wegnehmen. George Lucas hatte in seiner Special Edition und den späteren Blu-ray Änderungen auch den Zorn der Fans auf sich gezogen, aber nie etwas an seiner Narrative oder Lukes Hero-Journey verändert. Lucas wollte schlicht seine Vision zu Ende bringen – Disney tut das nun auch, mit der endgültigen Zerstörung der Seele von Star Wars.

Die zwei Star Wars YouTuber EckartsLadder und EC Henry steckten die Köpfe zusammen und fabrizierten ultra geilen Fanfilm. Eckart ist für seine Deep Lore Vids bekannt, in denen er über die Strategien, Fähigkeiten und Raumschiffe der unterschiedlichen Fraktionen im Star Wars Universum erzählt, während EC Henry Experte für CGI-Modelle ist.

In Battle of the Dreadnoughts stoßen zwei Star Wars Legends Schiffe aus dem Expanded Universe zusammen. Einmal die Eclipse aus dem berühmt-berüchtigten Dark Horse Debütcomic Dark Empire (aka das Schiff mit dem Todessternlaser) und auf der Seite der Rebellen schießt es einen Viscount Class Star Defender aus den Mon Calamari Schiffswerften zurück, das 17km lange Herzstück der New Republic Flotte.

Battle of the Dreadnoughts, A Star Wars Short Film, sees the Eclipse Super Star Destroyer — one of the Empire’s most devastating weapons — face off against the New Republic’s Viscount Class Star Defender in a Star Wars Legends space battle for the ages.

Fans des Expanded Universes dürften Freudentänze aufführen. Besonders begeistern kann ich mich für die gute Umsetzung der immensen Größe der Schiffe. Für ein Leidenschaftsprojekt zweier Fans ist das schon ziemlich cool und laut Eckart dürfte es wohl auch bald mehr davon geben. Hoffentlich halten Disneys Anwälte die Füße still.


derzianPictures

Wir Sind Die Flut ist eine Anomalie in der deutschen Filmlandschaft. Ein independent Science-Fiction Film mit wuchtigen Bildern, einem mysteriösen Thriller-Plot ohne Killer und poetischen Monologen über das Heranwachsen. Das gibt es eigentlich so nicht bei uns. Und schlimmer: Der moderne deutsche Film kennt bis auf wenige Ausnahmen gar kein Science-Fiction Genre.

Vor 15 Jahren ist vor der Küste von Windholm das Meer verschwunden. Seitdem strahlt eine beklemmende Ruhe auf die Umgebung aus, wirft Fragen auf, bereitet Unbehagen. Die Ursache für die Anomalie ist bis heute ungeklärt.

Mit einer neuen Theorie ist der ehrgeizige Physikstudent Micha einer von vielen Nachwuchswissenschaftlern, die um die rar gesäten Forschungsaufträge an der Uni kämpfen. Nach jahrelanger Arbeit muss er jedoch erleben, wie sein gewagtes Vorhaben am verknöcherten System scheitert – er darf sein Projekt nicht fortsetzen.

Heimlich macht sich Micha mit seiner Kollegin Jana auf den Weg, um seine Hypothese auf eigene Faust zu überprüfen.

Im 27. PewCast veröffentliche ich daher nochmal mein Interview mit Regisseur Sebastian Hilger. Mein Dank geht an Lucas Barwenczik für seine hingebungsvolle Darbietung eines YouTube-Kommentars, den größten (offiziell jetzt retrospektiv gekürt) Wowcast-Fan Dan Draper, der mir die MP3 dieser Folge nochmal zur Verfügung stellen konnte, und natürlich Sebastian Hilger für das tolle Gespräch.

Shownotes:
Wir Sind die Flut auf bei Amazon als DVD erwerben
Wir Sind die Flut auf Amazon Prime anschauen
Wir Sind die Flut auf Facebook liken
Wir Sind die Flut auf imdb erforschen


derzianPictures

Play

Hier die Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:
MP3: pewcast027.mp3 (89,5 MB)
Soundcloud: PewCast 027: Wir Sind Die Flut mit Regisseur Sebastian Hilger
iTunes: PewCast
Podcast-Feed: http://feeds.feedburner.com/pewcast

RedLetterMedia’s VHS Collection

02 Mar, 2019 · Sascha · Film · 0 comments

Für das Format Best of the Worst, in dem der beste schlechte Filme unter drei Exemplaren gesucht wird, haben die Jungs von RedLetterMedia immer wieder obskure Filmeinsendungen ihrer Fans erhalten. Die beeindruckende Sammlung füllt bereits seit vielen Jahren die Hintergründe der Videos, doch nun gibt es eine Präsentation der gesamten Titel, die jede Videothek anno 1987 vor Neid erblassen lässt.

Ich habe nicht alles geguckt, aber ein bisschen durchgescrollt. Auf jeden Fall interessant für alle, die auf weirde, oldschool Cover-Ästhetik stehen.