Film - PewPewPew

Nathan Smith ist Kurator beim Dinosaur Institute des Natural History Museums im LA County und er erläutert WIRED oben im Video Ungenauigkeiten und Hintergründe zu jedem Dino, der je in einem Jurassic Park Film aufgetaucht ist. Kann der Indominus Rex tatsächlich mit den Velociraptoren sprechen? Ist der Dilophosaurus im wahren Leben tatsächlich so angsteinflößend gewesen? Diese Fragen und mehr beantwortet Smith und am Ende gibt er auch endlich mal eine filmfreundliche Expertenmeinung zur unerträglichen Federn-Debatte ab.

Media Monay #365

25 Jun, 2018 · Sascha · Fernsehen,Film,Literatur · 1 comment

Meine letzte Teilnahme bei Wulfs Media Monday liegt fast ganze drei Jahre zurück. Da ich dringendst wieder mehr bloggen will und in den Modus reinkommen möchte, kommt mir dieses vorgegebene Format mit seinen Lücken sehr recht.

  1. Wenn es eines gibt, das ich aus Filmen gelernt habe, dann dass man mit seinen Gefühlen nicht alleine ist und Filme Menschen verbinden. Filme sind Empathie-Maschinen.

  2. Netflix rettet “Lucifer”, Amazon “The Expanse”. Jetzt muss sich nur noch CBS für Jericho finden, schließlich würde sich die aktuelle Lage in den USA dafür durchaus anbieten. Fragen des Überlebens, wenn die Regierung versagt oder was die Amerikaner eigentlich noch vereint, könnten spannende Parallelen zur Realtiät bieten. Immerhin endete die Serie mit dem Beginn eines neuen amerikanischen Bürgerkriegs. Dazu gibt es bereits zwei weitere “Staffeln” in Comic-Form als Vorlage. Die Serie war mit ihrem postapokalyptischen Szenario leider der Zeit ein bisschen voraus, aber die Schauspieler haben allesamt jetzt nicht wirklich viel zu tun und mit “Rocket Man” und sonstigen Ideen aus dem wahren Leben könnte das ein interessantes Revival werden. Achja, und Hannibal natürlich. Aber ich glaube, das regelt sich in ein paar Jahren von alleine.

  3. Apropos Netflix, ist ja jüngst mit “Luke Cage” die nächste Marvel-Serienstaffel gestartet und ich bin daran absolut nicht interessiert. Diese Kaugummi-Erzählungen über Superhelden sind absolut langweilig und schlecht gefilmt mit ein oder zwei Highlights, die abseits von Fanforen nicht der Rede wert sind.

  4. So sehr aber Streaming-Dienste das Konsumverhalten beeinflusst haben, wünsche ich mir ja, dass ich mal wieder in eine Videothek gehen und blind einen Film ausleihen könnte. Gestern sah ich ein Videoessay über Bong Joon-hos The Host, den ich ganz zufällig vor über zehn Jahren aus den Regalen mit nach Hause nahm. Bis auf das Cover und den Klappentext wusste ich nichts über den Film und diese Zeiten vermisse ich ein wenig. Heute sind die meisten Meinungen doch schon vor dem Kinogang durch Trailer und Twitter geformt und werden bereits während des Films twitter-ready in den Gedanken getippt. Dieses Gefühl des zu entdeckendes Abenteuers und der Ungewissheit verbinde ich auch mit unserem kleinen Kino in der Stadt. Das hatte so einen länglichen Gang vor den Kassen und an den Wänden immer die Teaserposter zu kommenden Filmen wie The Lost World: Jurassic Park. Dies war häufig die erste Begegnung mit einem Film für mich oder abseits von Fernsehzeitschriften überhaupt die erste Bestätigung, dass ein neuer Film oder eine Fortsetzung kommt. Das Ganze ist natürlich auch mit Streaming-Diensten möglich, aber irgendwie fehlt mir da der Flair. Das ist schon anders, besonders wenn Reviews, Trailer, Essays oder YouTube-Filmfehler-Zusammenstellungen einen Klick entfernt sind.

  5. H.G. Wells ist ja in meinen Augen ein/e begnadete/r Schriftsteller/in, schließlich habe ich mehrfach kluge Gedanken über ihn an der Uni geschrieben und ich so ziemlich alles von ihm gelesen habe und daher mit voller Überzeugung hinter der Aussage stehen kann.

  6. Und um mal wieder die klassische Frage nach drei Büchern für die einsame Insel aufzugreifen The War of the Worlds, Jurassic Park, Rendezvous With Rama. Keine prätentiöse Auswahl, sondern einfach drei Bücher, die ich immer wieder lesen könnte. Das ist das wichtigste Kriterium bei der einsamen Insel, denke ich.

  7. Zuletzt habe ich The Expanse weiter geguckt und das war sehr unterhaltsam, weil in der Mitte der dritten Staffel endlich sämtliche Storylines zusammenlaufen, es viele coole Action-Momente gibt und die Hauptgeschichte um das Protomolekül richtig Fahrt aufnimmt.

Not sure if I agree but it’s an interesting argument to make.


Naughty Dog

The Last of Us erzählt eine ergreifende Geschichte über Liebe und Kameradschaft in einer postapokalyptischen Welt übersäht mit alltäglicher und brutalster Gewalt. Während virale Pilzsporen die Mehrheit der Menschen zu fiesen Zombies hat werden lassen, kämpfen die Überlebenden zwanzig Jahre nach dem Untergang um die letzten Ressourcen. Joel, der beim Ausbruch des Virus’ seine Tochter verlor, ist gestählt vom Alltag und emotional von seinen Handlungen abgeschottet. Erst als Ellie, die scheinbar völlig immun gegenüber dem Virus ist und die Rettung der Menschheit zu sein scheint, in sein Leben tritt, beginnt Joel sein Credo “Durchhalten und Überleben” Schritt für Schritt zu hinterfragen. Die junge Ellie, ungefähr im Alter von Joels verstorbener Tochter, kann ihn mit ihrer Unschuld, einer lebensbejahenden Neugier und Fröhlichkeit langsam auftauen.

The Last of Us versetzt uns für die meiste Zeit in die Rolle von Joel. Die anfängliche Zurückhaltung der beiden Protagonisten weicht schnell. Beide spüren, dass sie einander brauchen. Die Beziehung funktioniert, ihre Darstellung ist authentisch geschrieben und fantastisch gespielt sowie inszeniert. Kaum ein Spiel vereint Gameplay so eng mit seinen Themen wie The Last of Us.

Joel soll Ellie an das andere Ende der USA an eine Gruppe von Rebellen liefern, die Ellies Immunität politisch wie humanitär nutzen wollen. Im Laufe des Spiels verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse, zwischen Idealismus und Überlebenskampf, in einem Rausch aus Gewalt – ausgelöst durch die Feinde, die Joel und Ellie jagen, oder unsere Protagonisten selbst.

Druckmanns graue Vision einer postapokalyptischen Welt ist so kompromisslos wie selten. Überleben bedeutet in The Last of Us töten, Schwäche zeigen bedeutet sterben. Die rücksichtslose Gewaltdarstellung steht im harschen Kontrast zur Schönheit der Natur, die Städte und Landschaften zurückerobert hat. Der Spieler reflektiert diese Entwicklungen über vier Jahreszeiten hinweg und durch etliche Begegnungen mit verschiedenen Charakteren. Schlussendlich rettet Joel seine Ziehtochter vor den vermeintlichen Verbündeten. Es ist eine völlig egoistische und selbstgerechte Entscheidung gegen die Rettung der Welt, deren Recht auf ein Überleben angesichts ihrer Verkommenheit in Frage gestellt wird. (weiterlesen…)

Aktuell wächst das Sparschwein im Hause Pew für eine ganz besondere Reise: Anfang 2020 soll es nämlich zum Black Spire Outpost auf den Planeten Batuu gehen. Der Umweg ins Star Wars Universum führt mich über Disney World in Orlando, Florida. Ende nächsten Jahres soll dort endlich der “Star Wars Erlebnispark” seine Tore öffnen und eine nie dagewesene Erfahrung bieten.

Wer Videos und Erfahrungsberichte aus Disneys Themenbereich “Pandora – The World of Avatar” kennt, weiß welche Möglichkeiten das Disney Imagineering Team inzwischen hat und bei Star Wars sind den Leuten absolut keine Grenzen gesetzt. Ich bin der festen Überzeugung, dass dort völlig funktionsfähige Aliens in einem Pre-Westworld-Style stehen werden.

Disney tut aktuell auch so ziemlich alles, um den Outpost so interessant wie möglich werden zu lassen. Jetzt schon ist der letzte Stop am Rande des Wild Spaces der Unknown Regions aufregender und vor allem lebendiger als so ziemlich alles in der Sequel Trilogie, deren mit Abstand größtes Problem das schlichtweg nicht existente Worldbuilding ist. Schön, dass sich immerhin die Mitarbeiter der Disney Parks Mühe geben.

Erst einmal das Wichtigste: Der Film wird in Deutschland Webcrasher: Chaos im Netz heißen. Bwahahahahhaha!

Wreck-it Ralph war okay. Das ist meine Review. Das war’s. Einmal gesehen und nie wieder einen Gedanken an den Film verschwendet. Ein Sequel reizt mich daher eigentlich gar nicht, aber diese “Reisen ins Netz” finde ich ansatzweise interessant. Das Sequel macht daraus, obwohl man schon Giganten des Netzes und Social Media andeutet, eine perverse Disney-Inzest-Orgie.

Während im ersten Teil noch die Spielmechaniken der Videospiele klug hinterfragt wurden, also zumindest irgendwie was thematisch mit Videospielen geschah, treffen Penelope und Ralph im Sequel auf Vertreter aller Disney-IPs und das … war’s. Oder? Selten hat sich ein Animationsfilm für Kinder so stark nach einem Produkt angefühlt, mich ekelt das sehr an. Aber interessant, wie Disney bzw. einer der größten Unterhaltungskonzerne der Welt das Internet sieht. Ich bin gespannt, ob Penelope mit Paywalls und Fast Lanes bei den Attraktionen konfrontiert wird. Bäh!

Vielleicht kriegt der Film ja die Kurve und kann wie Ready Player One doch was aus seine Prämisse zaubern oder wie The Lego Movie seine kapitalistischen Züge (Review) untergraben, ich würde mich freuen, aber ich habe eigentlich keine Hoffnung.

First Trailer for First Man

09 Jun, 2018 · Sascha · Film · 0 comments

Yup. Da wäre er. Mein #1 Movie of Year.

Unglaublich geiler Trailer für Damien Chazelles Neil Armstrong Biopic First Man mit Ryan Gosling in der Hauptrolle, der wohl bestimmt für seine Darbietung den Oscar bekommen wird. Es ist auch irgendwie jetzt langsam mal an der Zeit. Ich halte mich von Informationen seit der Ankündigung des Films fern, weshalb ich jetzt überrascht bin, wie intensiv, bedrohlich und dramatisch das Ganze ist. Total erfrischend, wie dunkel Chazelle den Idealismus dieser Zeit einfängt.

Besonders freut mich, dass der Film mit IMAX-Kameras gedreht wurde. Ich habe 2015 im Technikmuseum in Speyer mal eine Mondoku mit Tom Hanks als Sprecher im dortigen IMAX-Kino gesehen und war absolut weggeblasen. Das sah aus, als ob man tatsächlich auf der Oberfläche des Mondes stehend die Landung gefilmt hätte. Die letzten Momente des Trailers teasen den offensichtlichen Klimax des Films an und ich bin sowas von fucking H-Y-P-E.

Da ich in Deutschland aufgewachsen bin, habe ich Mister Rogers’ Neighborhood als Kind nie kennengelernt, doch man muss ja nicht jung sein, um die Magie diesen legendären Mannes zu verstehen. Durch das Internet habe ich in den vergangenen Jahren viel aufgeholt und seine Sendungen oftmals abwechselnd mit The Joy of Painting im Hintergrund laufen lassen. Wunderbar beruhigend und gut für die Seele.

Den Trailer zum Dokumentarfilm über sein Lebenswerk schaue ich mir seit seiner Veröffentlichung mehrere Male pro Woche an und daher wollte ich ihn mir endlich auch mal in den Blog kleben. Dass mir der Trailer so zusagt liegt aber nicht nur an dem netten alten Mann sowie dem tollen Schnitt, sondern auch der Musik aus Man on Wire, meinem Lieblingsdokumentarfilm. Fred Rogers ist einfach eine pure Inspiration für alle, die mit jungen Menschen arbeiten und leben. Absoluter Ehrenmann, wie die Kids sagen würden.