21 Sep, 2025 · Sascha · Design,Fernsehen,Photographie · 1 comment
Mein Co-Host Matthias, mit dem ich Andor in Gänze im PewCast begleiten durfte, war vor Kurzem in London zugegen und ließ es sich nicht nehmen, die Drehorte dieser großartigen Serie zu besuchen. Hier kommen Liebe für Star Wars, Architektur und Fotografie in einer wundervollen Tour zusammen, die es wirklich geben sollte. Ich darf sie mit euch hier schon vorab teilen.

(In black and white, of course – for maximum brutalist impact.) (weiterlesen…)
06 Sep, 2025 · Sascha · Comics,Fernsehen · 0 comments
Nach dem großen Indie-Erfolg von The Walking Dead und dem Ausbruch der Zombie-Mania sprang Marvel Comics in den Zweitausendern auf den Zombie-Zug auf und heuerte niemand geringen als Robert Kirkman himself an. Marvel Zombies war geboren und die ersten fünf Issues erschienen 2005. Es folgten noch weitere Runs, aber nicht mehr aus der Feder von Kirkman. Am Ende wurde das eigene Marvel-Universum mit einem Timeloop abgeschlossen und verrottet seit jeher vor sich hin.
Als dann Marvel Studios vor ein paar Jahren Disney+ mit Content füllen musste, kam die wilde Idee einer What If..? Serie in Animationsform eigentlich gelegen. Man hatte die Schauspieler, ihre Likeness, also warum nicht? Am Ende waren das alles bis auf die Doctor Strange-Folge ziemlich öde Veranstaltungen. Eine davon war auch wohl eine Zombie-Folge, wie ich jetzt feststellen musste; eigentlich habe ich keine Erinnerung daran.
Diese Folge wird nun um vier weitere ergänzt. Marvel Zombies wird zu einem eigenen Special Event – also auf Deutsch: zu einer Miniserie. Und auch wenn der Trailer seine Momente hat und ich das Ding wohl direkt am ersten Tag mit einem Bissen verschlingen werde, muss man doch kurz festhalten, dass diese Serie nun ein gutes Jahrzehnt zu spät kommt.
Einmal ist der Zombie-Zug wirklich abgefahren und das auch schon seit einigen Jahren. Es mag zwar immer drölf The Walking Dead Spinoffs, aber wer schaut sich as an? Die Hochphase der Originalserie war vor zehn Jahren. 28 Years Later ist der Film des Jahres – aber gerade weil er sich nicht den Zombies komplett hingibt. Auch Zack Snyders Alien-Zombies sind komplett gefloppt. Wen soll das also noch alles interessieren?
Dazu ist der aktuelle Zustand des MCUs so schwach, dass hier nur die absolute C-Riege an Figuren vorkommt. Klar, es muss ja keine direkte Adaption sein, aber die vorhandenen Schauspieler und Figuren sind schon recht erbärmlich. Wer wollte denn Yelena und Red Guardian im Kampf gegen die Horden an Untoten sehen? Vor zehn Jahren war das MCU noch nicht an dort angelangt, wo man Normies das Multiversum andrehen konnte – was ja ohnehin ein gescheiteter Versuch ist. Nun ist die Vorarbeit geleistet, aber es fehlen die Avengers wie RDJ, Chris Evens, und die anderen großen Gesichter.
Dass hier Mahershala Alis Blade seinen ersten und womöglich auch einzigen Auftritt haben wird? Ein Armutszeugnis.
29 Aug, 2025 · Sascha · Fernsehen · 0 comments
Heute vor 20 Jahren wurde die Pilotfolge von Prison Break auf FOX ausgestrahlt. Mir erzählte erst letztens jemand, dass Michael Scofield sein Vorbild sei. Die Serie hat inzwischen einige Jahre auf dem Buckel, deshalb verwunderte mich diese Aussage doch sehr. Einerseits, weil die Serie noch überhaupt geschaut wird und zweitens, dass sie wohl tatsächlich noch so beliebt ist. Denn solche Liebesbekundungen Fans zweiter oder dritter Generation hörte ich nicht zum ersten Mal.
Die Serie zieht auch heute noch viele junge Zuschauer in ihren Bann. Ich glaube, dass sie mit ihren starken Männlichkeitsidealen besonders für viele junge Zuschauer attraktiv ist. Natürlich spielt der verführerische Cliffhanger der Pilotfolge – Michael trägt die Pläne des Gefängnisses als Tattoo auf seinem Körper – immer noch eine riesige Rolle und sorgt für schnelle Begeisterung. Für Gen Z aber steht die Serie meiner Wahrnehmung nach fast auf dem gleichen Level wie Breaking Bad.
Was ich wiederum recht witzig finde, denke ich mir doch jedes Mal, wie viel besser die Serie für mich als Millenial, der die Ausstrahlung live mitverfolgte, funktioniert hätte, wenn sie früher geendet wäre. Manchmal ist das Beste, was einer Serie passieren kann, dass sie gecancelled wird. Spätestens nach Staffel zwei, am besten sogar nach Staffel eins hätte Schluss sein können und vielleicht auch müssen, so sehr ich Teile der dritten Staffel auch mag.
Hier muss ich nun gestehen: Ich habe die vierte Staffel nie beendet und damals abgebrochen – für mich ein wirklich ganz seltenes Ereignis. Ich bleibe normalerweise treu – und manchmal auch treudoof. Das ultimative Ende des abschließenden Films ist mir bekannt, die Entwicklungen des Rests davor auch im Groben. Alles davor fand ich nur noch zäh und langweilig, viel zu komplex und den ganze Verschwörungsplot am Ende mega erzwungen, um die Geschichte weiterzuerzählen.
Trotz den teilweise doch negativen Impressionen späterer Staffeln bleibt Prison Break ein bemerkenswertes Phänomen: eine Serie, die über Generationen hinweg fasziniert. Es liegt sicherlich an den gut geschriebenen Twists und Michael Scofields Cleverness, der Spannung oder einfach der Mischung aus Mut, Freundschaft und Verrat sowie den fasizinierenden Figuren wie T-Bag.
24 Aug, 2025 · Sascha · Fernsehen · 0 comments
Peacemaker‘s second season premiered this week and with it came yet another performance of hilarious dance choreography. And the critics sure are loving it! “The ability of the actors to keep a straight face through the whole thing is nothing short of amazing,” YouTube-commenter StaggerOmega is raving. OvspP praises showrunner James Gunn’s love for the craft: “They did a full new dance in choreography for both seasons! That’s a commitment.” The man simply has outdone himself. And stanzer09 agrees: ” After watching this about 50 times, I’ve decided I like this opening more than the first season’s.”
I mean, you really gotta hand it to Mr. Gunn. He’s a man of the people, giving fans exactly what they want. It’s like he’s saying through the screen: “Look, it’s the superheroes from my brutal show – but they are dancing! Usually they are violent and punching each other BUT HERE THEY ARE DANCING! Isn’t that funny?!”
Gen X’s refusal to take anything seriously – and, most importantly, themselves – is why they failed as a generation. See, I’m not against dancing or subversion of genre expectations and I don’t want to shit on people’s joy. I honestly couldn’t care less about Peacemaker, the character. Superhero shows often glorify violence; Peacemaker, the show, acknowledges that but also breaks it down with absurdity, showing that these characters can be silly, vulnerable, and humanized in unexpected ways.
But that’s been James Gunn’s one-trick pony for more than a decade at this point and it elevated him to superstar status. The only man to be (fully, and righteously) uncancelled! Superman’s going for broke monologue about his humanity was high school slam poetry coded cringe. I know that you could just write this off as one filmmaker’s cynic ramblings in superhero slop but this is one of the most powerful producers in Hollywood right now making decisions about mainstream cinema, which is to be consumed by millions. And I think this really fucking sucks.
11 Aug, 2025 · Sascha · Fernsehen,Film · 0 comments
Am 17. Oktober startet eine fünfteilige Doku-Serie über Martin Scorsese von Rebecca Miller. Scorsese ist 82 Jahre alt und Apple produzierte seinen letzten, grandiosen Film, Killers of the Flower Moon. Neben einer Doku über Schiffbrüche im Mittelmeer sind einige Filme in Entwicklung, doch welche davon wird er noch tatsächlich abdrehen? Hoffentlich alle, doch nach einer langen, erfolgreichen Karriere widmet er sich zunehmend seinem filmischen Erbe.
In Mr. Scorsese wird er neben Weggefährten (Robert De Niro, Daniel Day-Lewis, Leonardo DiCaprio, Mick Jagger, Robbie Robertson, Thelma Schoonmaker, Steven Spielberg, Sharon Stone, Jodie Foster, Paul Schrader, Margot Robbie, Cate Blanchett, Jay Cocks und Rodrigo Prieto) selbst sehr präsent sein und wird durch das Prisma seines eigenen Schaffens betrachtet.
Scorseses Medienpräsenz wird in den letzten Jahren sanft zu einem liebenswerten Großvaterbild gezeichnet. Nicht zuletzt wegen den “ikonischen” TikToks mit seiner Tochter Francesca, wo er mit Jugendwörtern und Onlinelingo konfrontiert wird. Da passiert das aber so beiläufig, liebevoll und neugierig mit der Tochter – und die Filmtwitterbubble macht daraus ihr eigenes Spiel. Hier hat er die Zügel selbst in der Hand, weshalb ich gespannt bin, was er hier durchblicken lässt und wie er sich und sein Werk inszenieren lässt.
05 Aug, 2025 · Sascha · Fernsehen,Film · 0 comments
Die guten Leute vom Roddenberry Archive, die mich letztes Jahr bereits mit dem Shatner-Kurzfilm umgehauen haben, veröffentlichen weiter munter große Kunst für Star Trek-Fans. In ihrer neuen Dokumentationen widmen sie sich den “Lost Voyages” der Phase II. Nachdem Star Trek nach drei Staffeln im Jahr 1969 abgesetzt wurde, wurde zehn Jahr später mit Star Trek: The Motion Picture die glorreiche Rückkehr von Kirk, Spock und der Enterprise auf der großen Leinwand gefeiert.
Aber schon kurz nach dem ursprünglichen Ende plante Gene Roddenberry in den frühen Siebzigerjahren ein Revival. Diese neue Dokumentation lässt damalige Produzenten und Autor*innen erzählen, wwas für die Phase II alles geplant war. Zusammen mit den Effekt-Genies von OTOY hat man auch einige dieser Ideen und Designs digital visualisiert, u.a. die Designs für eine neue Enterprise-Brücke.
Sehr spannend, was hätte alles sein können. Fun Fact: In For All Mankind, erfunden von TNG- und DS9-Autor Ronald D. Moore of Battlestar Galatica fame, existiert Phase II, weil dort das weiterlaufende Space Race die Massen begeistern kann. In einer späteren Staffel prahlt eine Astronautin, dass sie “alle drei Serien” gesehen hat. Womöglich gab es also noch einen TNG-Remix und das war’s. Eine Welt ohne Discovery – nicht umsonst ordnet man die Serie als Utopie ein.
31 Jul, 2025 · Sascha · Fernsehen,Film,PewCast,Review · 0 comments
Hollywood steckt in der Krise – und Seth Rogen will helfen. Denn der ehemals auf den freundlichen Kiffertyp festlegte Schauspieler hat es dort weit gebracht. Von Beginn seiner Karriere an war er als erfolgreicher Autor tätig und hat sich inzwischen zu einem vielschaffenden Produzenten gemausert.
Für AppleTV+ blickt er in seiner neuen Serie The Studio auf die Welt, die er sein halbes Leben lang kennt und nun kommentieren will. In der Serie wird seine Figur zum neuen Studiohead ernannt, der sich mit Franchisen und feinfühligen Talenten rumschlagen muss, während er doch eigentlich New Hollywood zurückbringen möchte.
Erzählt wird das sehr filmisch in zehn Episoden über Awardshows, Final Cuts und Repräsentation. Ob es ihm erfolgreich gelingt, von innen … nach innen zu blicken und neue Kritik zu formulieren, bespreche ich mit Filmkritiker Lucas Barwenczik. Bitte checkt auch seinen neuen Literaturpodcast Gelesen aus!
Für Feedback oder Fragen verfasst ihr einen Kommentar unter diesem Post, eine Mail an mail@pewpewpew.de oder einen Tweet @PewPewPewBlog bzw. @reeft. Wenn ihr den Podcast unterstützen wollt, dann hinterlasst doch gerne eine Bewertung auf iTunes oder Spotify.
Shownotes:
Bildquellen: © Apple TV+
Hier die Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:
MP3: pewcast169.mp3 (66 MB)
Soundcloud: PewCast 169: The Studio – Staffel 1
iTunes: PewCast
Spotify: PewCast
Podcast-Feed: https://feeds.feedburner.com/pewcast
22 Jul, 2025 · Sascha · Fernsehen,Film · 0 comments
Puss in Boots 2, The Spider-Verse, and now Predator: Killer of Killers: Leave it to animation to figure out how to bring the action genre back to clear, artful, stylishly choreographed fight scenes. This is sooo cool, badass, violent and most of all straight-forward with fun teases here and there but that’s it. It is exactly what you think it is and for the first time in a long time when it comes to these movies, this is not a slight. A near-perfect, no-bullshit approach for a dormant franchise.
I was surprised at first that Trachtenberg chose to stay after Prey, given that his fresh blend of great action and nerdy courage lends itself to bigger feats (I hope whoever takes over Lucasfilm after Kennedy is paying attention). But this is clearly where he’s meant to be right now. He is having a hell of a time and we are the better for it. Killer of Killers is wish fulfillment decades in the making. I was pretty agnostic about it before but now I could not be more excited for Badlands! Which now has a full trailer:
Again, I’m not much of an expert when it comes to these movies. I think I have seen most Predator movies but not all of them and I sure as hell haven’t kept up with the comic universe where Yautja and Xenomorph meet each other every Sunday. But this looks… fun? Elle Fanning is super hot and Trachtenberg doing a muscle-and-brain thing like Chewie and Threepio sounds cool and there is definitely a vision there for their culture and defining aethetics, which I am happy to see realized on the big screen, finally.
Something I honestly can’t say about Alien: Earth, which I haven’t even blogged about once for obvious reason. I haven’t been shy about thinking that this will be a disaster and a huge detriment to the reviving brand. Then again, it airs on FX, starts in less than a month and has zero buzz. So it might just fly under most people’s radar and will be forgotten in about a year. I have little faith in Noah Hawley after muddling the early success of Fargo and I found Legion quite off-putting. Bringing this cosmic horror franchise back to Earth, while canonically pre-dating all other movies, is such a sacrilege in my view and an idiotic idea that I can’t help but hate. The trailers have helped convince me otherwise.
It’s not the end of the world since these movies have ingrained in them a potential to be discovered in new ways again and again. I just wish it would all lead a bit to something more, essentially Trachtenberg and Fede Álvarez working together, or maybe a reinvigorated hype which ends up convincing Fox and Scott to finish the David trilogy.